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Dokumentenidentifikation DE202006009335U1 12.10.2006
Titel Selbstklebender Tragegriff
Anmelder INDUPLAST Josef Löken GmbH & Co. KG, 46395 Bocholt, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Aktenzeichen 202006009335
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.10.2006
Registration date 07.09.2006
Application date from patent application 14.06.2006
IPC-Hauptklasse C09J 7/00(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 5/475(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   B65D 25/28(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen selbstklebenden Tragegriff entsprechend des Oberbegriffes des Hauptanspruches.

Selbstklebende Tragegriffe sind bereits aus der Praxis bekannt und bestehen aus einem Streifen, insbesondere aus einer Kunststofffolie, der an seinen beiden Endungen jeweils eine Klebefläche aufweist und mit diesen beiden Endungen an dem zu tragenden Produkt aufgeklebt werden kann, um dergestalt einen einfachen Transport des mit dem selbstklebenden Tragegriff versehenen Produktes zu ermöglichen. Ein Vorteil dieser selbstklebenden Tragegriffe ist das geringe Gewicht derselben und der günstige Herstellungspreis. Zudem sind selbstklebende Tragegriffe platzsparend zu entsorgen.

Die aus der Praxis bekannten Tragegriffe haben jedoch den Nachteil, daß sie lediglich für geringgewichtige Güter eingesetzt werden können und darüber hinaus besteht bei den bekannten Tragegriffen der Nachteil, daß sie beispielsweise durch Knicken oder eine Beschädigung der Seitenränder relativ leicht verletzt werden können, so daß beim Verwenden der Tragegriffe, insbesondere bei höheren Lasten, die erforderliche Reißsicherheit der Tragegriffe nicht gewährleistet ist.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen selbstklebenden Tragegriff derart auszubilden, daß er zum einen kostengünstig herstellbar ist und zum anderen eine besonders hohe Sicherheit im Hinblick auf die Reißfestigkeit bei der Handhabung bietet, selbst wenn schwergewichtige Lasten getragen werden sollen.

Diese der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des kennzeichnenden Teiles des Hauptanspruches gelöst.

Mit anderen Worten ausgedrückt wird ein selbstklebender Tragegriff vorgeschlagen mit einem Trägermaterial, das mit Fasern/Fäden versehen ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Neuerung sind in den Unteransprüchen erläutert.

In vorteilhafter Ausgestaltung besteht das Trägermaterial aus einer Kunststofffolie, wobei z. B. Capton, Polypropylen oder auch PVC bevorzugte Materialien einer entsprechenden Kunststofffolie sein können.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Neuerung ist die Kunststofffolie vorgestreckt und es kann sich z. B. um eine MOPP-Folie handeln, die in Längsrichtung des Tragegriffes vorgestreckt ist und somit eine Ausdehnung in Längsrichtung bei Benutzung des Tragegriffes auch bei schweren Lasten nicht befürchten läßt.

In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Fasern bzw. Fäden im wesentlichen in Längsrichtung des Tragegriffes ausgerichtet, um bei einer Verletzung der Seitenränder des Tragegriffes ein Durchreißen des Tragegriffes quer zur Längsrichtung desselben sicher zu verhindern. Selbstverständlich können die Fasern bzw.

Fäden sowohl in Längs- als auch in Querrichtung des Tragegriffes ausgebildet sein, um durch diese Ausgestaltung eine besonders hohe Reißfestigkeit des Tragegriffes in jeder Richtung zu ermöglichen.

Um eine besonders günstige Herstellbarkeit des vorgeschlagenen Tragegriffes zu ermöglichen und um eine besonders hohe Haltbarkeit dieses Tragegriffes zu ermöglichen wird vorgeschlagen, daß die Fasern bzw. Fäden in eine Klebstoffschicht, die am Streifen bzw. der Trägerschicht ausgebildet ist, eingebettet sind.

Ausführungsbeispiele der Neuerung sind nachfolgend in den Zeichnungen dargestellt, wobei

1 einen Tragegriff in einer Aufsicht darstellt, die

2 und 3 stellen den Tragegriff in einem Schnitt dar, die

4 zeigt den Neuerungsgemäßen Tragegriff in einem Ausführungsbeispiel an einem Karton und die

5 und 6 zeigen zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele der Neuerung in einer Aufsicht.

Bezugnehmend auf 1 besteht ein selbstklebender Tragegriff 1 aus einem Streifen 2, der länglich ausgebildet ist und an seinen Endungen jeweils Anlagen 3, 4 aufweist, die an ihrer dem zu tragenden Produkt zugewandten Unterseite klebend oder haftend ausgebildet sind. In dem mittleren Bereich des Streifens 2 befindet sich der Haltebereich 5, der an der Unterseite wie auch an der Oberseite nicht klebend ausgebildet ist.

Entsprechend 2 haben die Anlagen 3, 4 den folgenden Querschnitt:

Ein Trägermaterial 6 ist in vorteilhafter Weise aus einem Streifen aus Kunststofffolie gebildet, wobei diese Kunststofffolie z. B. Hart-PVC sein kann oder Polyester oder Polypropylen oder Capton oder jedes sonstige geeignete Kunststoffmaterial.

Selbstverständlich kann es sich auch um Nicht-Kunststoff-Material mit den entsprechend gewünschten Eigenschaften handeln.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist dieses Kunststoffmaterial bzw. der Folienstreifen aus einer MOPP-Folie gebildet, d. h. aus einer bereits vorgestreckten Folie, die in Längsrichtung des Tragegriffes 1 vorgestreckt ist, so daß bei einem Anheben eines schweren Gegenstandes durch einen daran angeordneten selbstklebenden Tragegriff 1 eine weitere Dehnung des Kunststofffolienmaterials des Trägermaterials 6 nicht erfolgt.

An der Unterseite dieses Trägermaterials folgt eine erste Klebstoffschicht 7, wobei es sich bei dem Klebstoff z. B. um synthetische Kleberrezepturen oder um Solventkleber handeln kann. Auf diese Klebstoffschicht 7 folgt eine Schicht von Fasern 8, die im Ausführungsbeispiel der 1 In Längsrichtung des Streifens 2 ausgebildet sind. Es kann sich bei diesen Fasern z. B. um Glasfasern handeln oder um Polyesterfasern, Rayonfasern oder sonstige besonders reißfeste und haltbare synthetische Fasern. Diese Fasern können beispielsweise einen Durchmesser von 40 Mikrometer aufweisen, während die Kunststofffolie des Trägermaterials z. B. eine Mächtigkeit von 35 Mikrometern, bevorzugt 40–50 Mikrometern und mehr aufweisen kann, um eine besonders starke Reißfestigkeit auszubilden.

Auf die von den Fasern 8 oder Fäden gebildete Schicht folgt eine zweite Kleberschicht 9, so daß die Fasern 8 bzw. die Fäden eine besonders gute Fixierung an dem Trägermaterial 6 erhalten und durch diese zwei Kleberschichten 7 und 9 regelrecht eingebettet mit dem Trägermaterial 6 fixiert sind.

Beim Querschnitt entsprechend 3, die den Querschnitt des Tragegriffes 1 im Bereich des Haltebereiches 5 zeigt, wird die Unterseite des Streifens 2 durch eine Kleberneutralisierung gebildet, die in diesem Ausführungsbeispiel eine weitere Folie 10 darstellt; selbstverständlich kann die Kleberneutralisierung anstatt durch eine Folie auch aus Schaum, Papier oder weiteren Materialien vorgenommen sein. Bei geschäumten Materialien kann es sich z. B. um PE oder PP oder ähnliche Stoffe handeln. Diese Folie 10 kann beispielsweise bedruckt sein, so daß, wenn das Trägermaterial 6 ebenfalls durchscheinend ist, an der Oberseite des Tragegriffes 1 mitsamt des Aufdruckes erkannt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit der Kleberneutralisierung kann durch sonstige Auflagen ebenfalls erreicht werden, z. B. durch Papierauflagen oder durch Aufbringung z. B. von Farben oder Lacken auf die Unterseite des Tragegriffes 1, so daß dieser im Haltebereich 5 nicht klebend ausgebildet ist.

In 4 ist in einem Ausführungsbeispiel der Tragegriff 1 an einem Karton 11 aufgebracht, wobei die Anlagen 3, 4 in diesem Ausführungsbeispiel sehr lang ausgeführt sind, d. h. jeweils länger ausgebildet sind als der Haltebereich 5, um eine besonders großflächige Anlage des Tragegriffes 1 am zu tragenden Gegenstand zu ermöglichen und um hierdurch ein Tragen auch schwerer Lasten durch den selbstklebenden Tragegriff 1 zu ermöglichen.

Entsprechend 5 können die Fasern 8 bzw. Fäden am Tragegriff sowohl längs als auch quer gerichtet sein oder entsprechend 6 lediglich im wesentlichen längsgerichtet sein. Diese Längsausrichtung der Fasern 8 bzw. Fäden hat insbesondere den Vorteil, daß bei einer seitlichen Verletzung des Streifens 2 ein rasches Durchreißen des Tragegriffes 1 von der Seite her sicher vermieden wird.


Anspruch[de]
Selbstklebender Tragegriff mit einem länglich ausgebildeten flachen Streifen, der an seinen beiden Endungen an seiner Unterseite haftende Anlagen aufweist zur Befestigung an einem zu tragenden Gegenstand sowie einem zwischen den Anlagen ausgebildeten Haltebereich, der an seiner Unterseite nicht klebend ausgebildet ist, gekennzeichnet durch den Streifen (2), der aus einem Trägermaterial (6) besteht, das mit einer Armierung von Fasern (8) bzw. Fäden versehen ist. Selbstklebender Tragegriff nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch das aus Kunststofffolie gebildete Trägermaterial (6). Selbstklebender Tragegriff gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet durch das Trägermaterial (6), das aus einer vorgestreckten Kunststofffolie besteht. Selbstklebender Tragegriff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Fasern (8) bzw. Fäden, die in Längsrichtung des Tragegriffes (1) ausgerichtet sind. Selbstklebender Tragegriff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die sowohl längs als auch quer zur Längsrichtung des Tragegriffes (1) ausgerichteten Fasern (8) bzw. Fäden. Selbstklebender Tragegriff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Einbettung der Fasern (8) bzw. Fäden in eine Klebstoffschicht (7, 9), die am Trägermaterial (6) ausgebildet ist.






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