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Dokumentenidentifikation DE202006010078U1 12.10.2006
Titel Holzboden
Anmelder Oldenburger Parkettwerk GmbH, 26215 Wiefelstede, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Aktenzeichen 202006010078
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.10.2006
Registration date 07.09.2006
Application date from patent application 28.06.2006
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20060628, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Holzboden aus verlegten Bodenbelagelementen, wie zum Beispiel Holzpflasterklötzen, Parkettstäben, Dielenbrettern, oder dergleichen.

Holzböden sind aufgrund des brennbaren Werkstoffes, aus dem sie bestehen, nicht, beziehungsweise wenig feuerbeständig. Insbesondere in Gebäuden befindliche Holzböden können im Brandfalle Brennstoff bilden, zumal dann, wenn sie mit Ölen, Lacken, Wachsen oder dergleichen Oberflächenbehandlungsmitteln jahrelang gepflegt wurden und die Pflegemittel quasi in das Holz eingedrungen sind, wodurch die Entflammbarkeit des Holzbodens heraufgesetzt ist.

Ganz besonders feuergefährdete Bereiche eines Holzbodens sind die Kantenbereiche der Bodenbelagelemente.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Entflammbarkeit eines Holzbodens zu vermindern.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lösung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bei einem Holzboden aus verlegten Bodenbelagelementen, wie zum Beispiel Holzpflasterklötzen, Parkettstäben, Dielenbrettern, oder dergleichen, ist die Entflammbarkeit beziehungsweise Brennbarkeit des verwendeten Werkstoffes Holz dadurch vermindert, daß in der Fuge zwischen einander im Holzboden benachbarten Bodenbelagelementen ein Flammschutzmittel angeordnet ist. Eine Fuge, zum Beispiel zwischen Holzpflasterklötzen, läßt sich in vorteilhafter Weise zur Einbringung, beziehungsweise Anordnung, von Flammschutzmitteln nutzen. Es ist auch möglich, an einem Bodenbelagelement mehrere zum Beispiel unterschiedlich wirkende Flammschutzmittel anzubringen. Beispielsweise können ausgewählte Bereiche der Oberflächen einer oder mehrerer Bodenbelagelemente für einen Holzboden mit einem jeweils vorbestimmten Flammschutzmittel ausgerüstet werden.

Mit besonderem Vorteil können uach bestimmte Bereiche einer oder mehrerer Kantenflächen eines Bodenbelagelements mit einem Flammschutzmittel beschichtet. Eine solche Beschichtung mit Flammschutzmittel wird zweckmäßigerweise am für den Einbau fertig vorbereiteten Holzpflasterklotz, Parkettstab oder Dielenbrett angebracht. Beispielsweise kann ein Flammschutzmittel in flüssiger Form aufgetragen werden. Derart vorbereitete Bodenbelagelemente können, wie an sich bekannt, zu einem Holzboden aneinander gesetzt, beziehungsweise verlegt werden.

Flammschutzmittel können unter Umständen gesundheitsgefährdende Eigenschaften entwickeln, insbesondere im Brandfall. Dies ist bei intumeszierend wirkenden Flammschutzmitteln nicht, beziehungsweise kaum ausgeprägt, der Fall. Bei dem erfindungsgemäßen Holzboden ist das eingesetzte Flammschutzmittel eine Intumeszenzmasse, die im Brandfall, durch die entstehende Temperatur, eine voluminöse, isolierende Schutzschicht durch Verkohlung und gleichzeitiges Aufschäumen ausbildet.

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

1: Eine Ansicht eines Holzpflasterklotzes, dessen Kantenflächen mit Flammschutzmittel beschichtet sind,

2: zwei Holzpflasterklötze gemäß 1, mit einer zwischen den zueinander benachbart liegenden Holzpflasterklötzen befindlichen Fuge,

3: eine Ansicht von zueinander benachbarten Holzpflasterklötzen, im Zustand der Hitzeeinwirkung auf die Fuge im Brandfall und

4: die durch Einkreisung in 3 gekennzeichnete Einzelheit IV.

1 zeigt eine Ansicht eines Holzpflasterklotzes mit der hier sichtbaren Oberseite 1 sowie den Kantenflächen 2, 3 und den nicht sichtbaren Kantenflächen 4, 5, die hier angedeutet sind.

Nach Herrichtung des Holzpflasterklotzes wird an den Kantenflächen 2, 3, 4 und 5 eine Beschichtung aus Flammschutzmittel aufgebracht.

2 zeigt zueinander benachbarte Holzpflasterklötze 6 und 7, die jeweils so, wie ein Holzpflasterklotz gemäß 1 ausgebildet sind. In einem Holzboden nebeneinander verlegte Holzpflasterklötze 6 und 7 weisen zwischen sich eine Verlegefuge 8 auf. Die eine Verlegefuge begrenzenden Kantenflächen der Holzpflasterklötze 6 und 7 sind, wie vorbeschrieben, mit Flammschutzmittel beschichtet, so daß sich demzufolge Flammschutzmittel in der Verlegefuge befindet.

Das Flammschutzmittel ist eine Intumeszenzmasse 9, die im Brandfalle eine voluminöse Schutzschicht durch Verkohlung und gleichzeitiges Aufschäumen ausbildet. Diese Schutzschicht ist in 3 mit 9 bezeichnet und in 4 noch einmal in vergrößertem Maßstab dargestellt.


Anspruch[de]
Holzboden aus verlegten Bodenbelagelementen, wie zum Beispiel Holzplasterklötzen, Parkettstäben, Dielenbrettern oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Fuge (8) zwischen einander im Holzboden benachbarten Bodenbelagelementen wenigstens ein Flammschutzmittel angeordnet ist. Holzboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an vorbestimmten Teilbereich der Kantenflächen (2, 3, 4 und 5) eines Bodenbelagelements wenigstens ein Flammschutzmittel angeordnet ist. Holzboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an vorbestimmter Kantenfläche eines Bodenbelagelements wenigstens ein Flammschutzmittel angeordnet ist. Holzboden nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flammschutzmittel als eine auf die zugeordnete Fläche des Bodenbelagelements aufgetragene Schicht ausgebildet ist. Holzboden nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flammschutzmittel eine Intumeszenzmasse (9) ist.






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