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Dokumentenidentifikation DE60118862T2 12.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001203860
Titel Türblatt mit automatischem Sicherheitsverriegelungssystem
Anmelder Multimet S.A., Luxembourg, LU
Erfinder Hudson, Peter L.P., East Dean Eastburne, Sussex BN 200JD, GB
Vertreter OFFICE ERNEST T. FREYLINGER S.A., Strassen, LU
DE-Aktenzeichen 60118862
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 06.11.2001
EP-Aktenzeichen 011262870
EP-Offenlegungsdatum 08.05.2002
EP date of grant 19.04.2006
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 14.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse E05B 63/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E05C 9/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E05B 47/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E05C 9/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Türblatt mit einem automatischen Sicherheitsverriegelungssystem.

Ein automatisches Schloss ist beispielsweise in dem Patent US 5,083,448 beschrieben. Es umfasst einen Schlossriegel und eine Antriebsplatte, die in dem Schloss derart montiert ist, dass sie eine Translationsbewegung in einer senkrecht zur Verschieberichtung des Schlossriegels verlaufenden Richtung erfahren kann. Der Schlossriegel umfasst einen Zapfen, der in einem schrägen Zapfenloch der Antriebsplatte derart geführt ist, dass ein vertikales Gleiten der Antriebsplatte in ein horizontales Gleiten des Schlossriegels zwischen einer Verriegelungsstellung und einer eingezogenen Stellung umgesetzt wird. Eine Verriegelungsfeder stützt sich auf der Antriebsplatte und auf dem Schlossriegel ab, um die Antriebsplatte in eine äußerste untere Stellung und den Schlossriegel in seine Verriegelungsstellung zu schieben. Durch einen Elektromotor kann die Antriebsplatte in eine äußerste obere Stellung nach oben zurückbewegt werden, wodurch der Schlossriegel in seine eingezogene Stellung gebracht wird. In dieser äußersten oberen Stellung ist die Antriebsplatte durch einen Drücker verriegelt, der bei geöffneter Stellung der Tür aus dem Schloss ragt und bei geschlossener Stellung der Tür in dem Schloss eingedrückt ist. Wenn der Drücker bei geschlossener Stellung der Tür in dem Schloss eingedrückt ist, gibt er die Antriebsplatte frei und die Verriegelungsfeder schiebt die Antriebsplatte in ihre äußerste untere Stellung und den Schlossriegel in seine Verriegelungsstellung.

Aus Sicherheitsgründen muss eine einbruchssichere Tür jedoch mehrere Verriegelungspunkte aufweisen. Wenn eine solche einbruchssichere Tür demnach mit einem automatischen Schloss der in dem Patent US 5,083,448 beschriebenen Art versehen ist, muss sie ferner mit Nebenschlössern ausgestattet werden, die meistens eine manuelle Verriegelung mit Hilfe eines Schlüssels oder eine elektrische, durch das automatische Hauptschloss gesteuerte Verriegelung aufweisen.

Aus der EP 0 668 425 ist ein Satz von Schlössern bekannt, welcher die automatische Drei-Punkte-Verriegelung eines Türelements ermöglicht. Dieser Satz von Schlössern umfasst ein Hauptschloss und zwei Nebenschlösser, wobei alle drei entlang dem vertikalen Türrand angeordnet sind. Das Hauptschloss umfasst einen Schlossriegel, der mit einem Antriebsbolzen verbunden ist. Der Schlossriegel umfasst einen Zapfen, der in einem schrägen Zapfenloch des Antriebsbolzens derart geführt ist, dass ein vertikales Gleiten des Antriebsbolzens in ein horizontales Gleiten des Schlossriegels zwischen einer Verriegelungsstellung und einer eingezogenen Stellung umgesetzt wird. Eine Verriegelungsfeder stützt sich auf dem Antriebsbolzen ab, um ihn in eine äußerste untere Stellung zu schieben, bei der der Schlossriegel sich in seiner Verriegelungsstellung befindet. Durch einen Türgriff kann die Antriebsplatte in eine äußerste obere Stellung nach oben zurückbewegt werden, wodurch der Schlossriegel in seine eingezogene Stellung gebracht wird und die Verriegelungsfeder zusammengedrückt wird. Eine Rastvorrichtung ist geeignet, den Antriebsbolzen zu blockieren, um sicherzustellen, dass der Schlossriegel eingezogen bleibt, wobei die Verriegelungsfeder zusammengedrückt ist. Die Rastvorrichtung wird durch einen Positionsmelder beim Schließen der Tür ausgelöst. Durch den freigegebenen Antriebsbolzen wird dann der Schlossriegel unter der Wirkung der Verriegelungsfeder herausbewegt. Der Antriebsbolzen ist ebenfalls mit zwei Stangen verbunden. Die Letzteren betätigen die zwei Nebenschlösser. Wie der Schlossriegel des Hauptschlosses, greifen die Schlossriegel dieser Nebenschlösser in den vertikalen Abschnitt des Türrahmens.

Ein durch eine Tür mit mehreren Schlossriegeln unterstütztes Verriegelungssystem ist in der FR 2725470 beschrieben. Die Verriegelung und die Entriegelung erfolgen mit Hilfe eines Schlüssels, wobei die Entriegelung durch Benutzung von Gegengewichten erleichtert wird.

Eine Schlossanordnung für eine Tür mit mehreren Schlossriegeln ist in der FR 2512097 beschrieben. Diese Anordnung umfasst einen Verriegelungsmechanismus mit zwei Gleitbolzen, die mit Hilfe eines Schwenkhebels derart miteinander verbunden sind, dass zwei übereinander angeordnete Schlossriegel betätigt werden können. Dieser Verriegelungsmechanismus ist in einem Mantel eingeschlossen, der am Türflügel entgegengesetzt zu der mit Scharnieren versehenen Seite befestigt ist. In einer nicht automatischen Ausführung bilden die Enden der zwei Gleitbolzen Nebenschlossriegel an den zwei waagerechten Rändern des Türblatts. In einer „automatischen" Ausführung umfasst der Mechanismus einen Fühler, der die geschlossene Stellung der Tür erfasst und den Schlossmechanismus in dieser geöffneten Stellung blockiert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfach gebautes Türblatt mit einem automatischen Sicherheitsverriegelungssystem vorzuschlagen, das eine zuverlässige und automatische Verriegelung einer Tür ohne Heranziehen von Nebenschlössern ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch ein Schloss nach Anspruch 1 gelöst.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfassen die Mittel zum Antrieb des Hauptschlossriegels eine Rückstellfeder, welche geeignet ist, den Hauptschlossriegel in seine Verriegelungsstellung zu bringen. Die Kontrollmittel umfassen dann ein Blockiermittel, das geeignet ist, bei Erfassung einer geöffneten Stellung der Tür den Hauptschlossriegel in Öffnungsstellung unmittelbar oder mittelbar zu blockieren und bei Erfassung einer geschlossenen Stellung der Tür den Hauptschlossriegel freizugeben. Nennenswert ist hierbei, dass dieses Sicherheitsschloss mit einem einfachen und zuverlässigen Aufbau eine automatische Mehrpunktverriegelung ermöglicht, ohne externe Energie zu benötigen. Die für die automatische Verriegelung des Schlosses bei geschlossener Stellung der Tür benötigte Energie wird in der Rückstellfeder bei der Öffnung des Schlosses mit Hilfe eines Schlüssels oder eines Elektromotors gespeichert. Diese Energie wird für die automatische Verriegelung des Schlosses wieder freigegeben, wenn die geschlossene Stellung der Tür erfasst wird.

Gemäß einer einfachen und zuverlässigen Ausführung umfassen die Antriebsmittel eine Antriebsplatte, die derart im Schloss montiert ist, dass sie eine Translationsbewegung in einer parallel zur Verschieberichtung des Hauptschlossriegels verlaufenden Ebene vorzugsweise in einer weitestgehend senkrecht zu der Verschieberichtung des Hauptschlossriegels verlaufenden Richtung erfahren kann. Dieses Antriebsteil wirkt zum einen mit dem Hauptschlossriegel und zum anderen mit dem ersten Verriegelungsstift zusammen, um den Hauptschlossriegel und den ersten Verriegelungsstift gleichzeitig in ihre jeweiligen Verriegelungsstellungen mitzunehmen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden, als nicht einschränkendes Beispiel angegebenen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Die Bezugsziffern verweisen auf die beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:

1 eine teilweise aufgebrochene Aufrissansicht einer Tür mit einem Schloss mit Hauptschlossriegel und Verriegelungsstangen, wobei die Tür in einer geschlossenen Stellung und der Hauptschlossriegel und die Verriegelungsstangen in einer Verriegelungsstellung gezeigt sind;

2 eine Aufrissansicht ähnlich der 1, bei der der Hauptschlossriegel und die Verriegelungsstangen in einer Öffnungsstellung gezeigt sind;

3 eine Aufrissansicht ähnlich den 1 und 2, bei der der Hauptschlossriegel und die Verriegelungsstangen sowie ein Schnapper in ihrer Öffnungsstellung gezeigt sind, wobei die Tür teilweise geschlossen gezeigt ist, d.h., dass der Schnapper seine Aufnahme verlassen hat und sich dabei immer noch auf dem Rand der Letzteren abstützt und

4 eine Aufrissansicht ähnlich den 1 bis 3, bei der die Tür in einer geöffneten Stellung mit dem Hauptschlossriegel und den Stangen in ihrer Öffnungsstellung gezeigt ist, wobei die Schnapper in einer vorspringenden Stellung gezeigt sind.

In den oben genannten Figuren werden identische oder ähnliche Elemente mit identischen Bezugszeichen angegeben.

Die 1 bis 4 zeigen ein Sicherheitsschloss 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in einem in einer Zarge 3 montierten Türblatt 2 eingebaut ist. Dieses Sicherheitsschloss 1 umfasst einen Hauptschlossriegel 4 und ein mit diesem Hauptschlossriegel 4 zusammenwirkendes Verriegelungsgestänge 5. In der Verriegelungsstellung des Hauptschlossriegels 4, wie sie in 1 gezeigt ist, greift dieser in eine in der Zarge 3 gebildete Aufnahme 7. Das Gestänge 5 weist freie Enden auf, die Nebenschlossriegel 8, 9 bilden, welche über den Rand des Türblatts 2 ragen und in entsprechende Aufnahmen 10, 11 greifen, die über und unter dem Türblatt 2 vorgesehen sind. Es ergibt sich somit ein Schloss mit drei Verriegelungspunkten. Nennenswert ist hierbei, dass das Verriegelungsgestänge 5 unmittelbar oder mittelbar mit dem Hauptschlossriegel 4 derart zusammenwirkt, dass es automatisch eine Verriegelungsstellung besetzt, wenn dieser Hauptschlossriegel 4 in seine Verriegelungsstellung gebracht wird.

Es sind Antriebsmittel vorgesehen, um den Hauptschlossriegel 4 in eine Öffnungsstellung und eine Verriegelungsstellung zu bringen. Diese Antriebsmittel umfassen in vorteilhafter Weise eine Antriebsplatte 14, die einerseits mit dem Hauptschlossriegel 4 und andererseits mit dem Verriegelungsgestänge 5 zusammenwirkt. Diese Antriebsplatte 14 ist auf festen Zapfen 15 und 16 geführt. Die Letzteren sind auf einem Trageboden 17 montiert und in Zapfenlöcher 18 und 19 aufgenommen, die in der Platte 14 gebildet sind. Diese Zapfenlöcher 18 und 19 sind untereinander parallel und erstrecken sich senkrecht zu der Verschieberichtung des Hauptschlossriegels 4, die durch den Pfeil 20 angegeben ist. Dadurch kann die Platte 14 in der Richtung des Pfeils 21 hin- und herbewegt werden.

Auf seinem Ende, das demjenigen entgegengesetzt ist, das dazu bestimmt ist, in die Aufnahme 7 zu greifen, weist der Hauptschlossriegel 4 einen Zapfen 22 auf, der in einem schrägen Zapfenloch 23 der Antriebsplatte 14 geführt ist. Die Neigungsrichtung dieses Zapfenlochs 23 in Bezug auf die Verschieberichtung 20 des Hauptschlossriegels 4 ist derart, dass der Hauptschlossriegel 4 in seine Öffnungsstellung eingezogen wird, wenn die Platte 14 durch ein Betätigungsmittel wie einen Schlüssel oder einen Elektromotor 40 nach oben bewegt wird.

Es sei angemerkt, dass ein Rückstellmittel, beispielsweise eine Blattfeder 24, mit dem Hauptschlossriegel 4 derart verbunden ist, dass der Letztere automatisch und ohne externe Energie in seine Verriegelungsstellung gebracht wird, wenn das Türblatt 2 sich in seiner geschlossenen Stellung befindet. Bei dieser Rückstellbewegung nimmt der Hauptschlossriegel 4 die Platte 14 nach unten mit, was das Gestänge 5 in seine Verriegelungsstellung bringt.

Das Schloss 1 umfasst ferner Kontrollmittel, mit denen die Stellung des Schlosses 1 in Bezug auf die Zarge 3, in der das Türblatt 2 montiert ist, oder – mit anderen Worten – die Öffnungs- oder Schließstellung der Tür 2 erfasst werden können. In einer vorteilhaften Ausführungsform, wie in den Figuren gezeigt, umfassen diese Kontrollmittel einen Drücker 13, der bei geöffneter Stellung der Tür aus dem Schloss ragt und bei geschlossener Stellung der Tür in dem Schloss eingedrückt ist. Wenn der Drücker 13 aus dem Schloss ragt, blockiert er die Antriebsplatte 14 in der oberen Stellung. Wenn der Drücker 13eingedrückt ist, gibt er die Antriebsplatte 14 frei und ermöglicht es der Feder 24, den Hauptschlossriegel 4 in seine Verriegelungsstellung zu bringen und dabei durch den Zapfen 22 das Antriebsteil 14 wie oben beschrieben in seine untere Stellung mitzunehmen. Mit anderen Worten, der Drücker 13 wirkt mit den Mitteln zum Antrieb des Hauptschlossriegels 4 derart zusammen, dass der Hauptschlossriegel 4 automatisch unter der Wirkung der Rückstellfeder 24 in seine Verriegelungsstellung geführt wird, sobald die geschlossene Stellung der Tür erfasst wird.

Das Verriegelungsgestänge 5 umfasst einen ersten Verriegelungsstift 26, der vermittels eines Befestigungsflansches 28 an einem Zapfen 27 des Antriebsteils 14 angelenkt ist. Ein zweiter Verriegelungsstift 29 ist mit dem ersten Verriegelungsstift 26 über einen Bewegungsumkehrer 30 verbunden. Der erste Verriegelungsstift 26, der sich parallel zu dem Seitenrand des Türblatts 2 erstreckt, bewegt sich mit dem Antriebsteil 14 zwischen einer oberen Stellung, in der der Hauptschlossriegel 4 sich in seiner geöffneten Stellung befindet, und einer unteren Stellung, in der der Hauptschlossriegel 4 sich in seiner geschlossenen Stellung befindet. Das untere Ende des ersten Verriegelungsstifts 26 bilden den Nebenschlossriegel 8, der in die untere Aufnahme 10 greift. Das obere Ende 31 des ersten Verriegelungsstifts 26 wirkt mit dem Bewegungsumkehrer 30 zusammen. Dieser Bewegungsumkehrer 30 umfasst einen Hebel 32, der in seinem Zentrum um einen Fixpunkt 33 schwenkt und an jedem seiner Enden eine axiale Aufnahme 34 und 35 aufweist. Ein an dem oberen Ende 31 des ersten Verriegelungsstifts 26 vorgesehener Zapfen 36 greift in die Aufnahme 34. Ebenso greift ein an dem unteren Ende des zweiten Verriegelungsstifts 29 vorgesehener Zapfen 37 in die Aufnahme 35. Wenn der erste Verriegelungsstift 26 sich von oben nach unten zu seiner Verriegelungsstellung hin bewegt, wird der zweite Verriegelungsstift 29 durch das Vorhandensein des Bewegungsumkehrers 30 von unten nach oben bewegt, so dass sein freies Ende 11 in die entsprechende, in dem Sturz 38 der Zarge 3 ausgebildete Aufnahme 11 eindringt.

Die 1 zeigt die untere Stellung des Antriebsteils mit dem Hauptschlossriegel 4 in seiner Verriegelungsstellung und dem Gestänge 5 in der Verriegelungsstellung. Um das Antriebsteil 14 in seine obere Stellung, wie sie in den 2 bis 4 gezeigt ist, zu bringen, können ein in ein Schlüsselloch 39 greifender Schlüssel oder ein ferngesteuerter Elektromotor 40 verwendet werden. Es bleibt anzumerken, dass das Schloss 1 in vorteilhafter Weise einen Schnapper 12 umfasst, der in einer vorspringenden Stellung durch einen Arm 25 des Antriebsteils 14 blockiert ist, wenn dieses in seiner unteren Stellung ist.

Die 2 zeigt das Türblatt 2 in einer geschlossenen Stellung mit dem Schloss in Öffnungsstellung, d.h. mit dem Hauptschlossriegel 4 in einer eingezogenen oder Öffnungsstellung, dem Gestänge 5 in einer entriegelten Stellung und dem Schnapper 12 in einer freigegebenen Stellung. Eine in 2 nicht dargestellte Feder bewegt den Drücker 13 in die Richtung der Zarge 3, so dass er beim Öffnen der Tür in eine vorspringende Stellung gebracht wird. In dieser vorspringenden Stellung wirkt ein Vorsprung 43, der an dem Innenabschnitt des Drückers 13 vorgesehen ist, gegen einen Anschlag 44 der Antriebsplatte 14, und hält diese in ihrer oberen Stellung wie in 4 gezeigt. Um die Tür zu öffnen, reicht es folglich, dort eine Schubkraft auf das Türblatt auszuüben oder einen nicht dargestellten Griff zu betätigen.

Der Elektromotor 40 kann ein herkömmlicher Motor sein. Er betätigt ein Zahnrad 41, welches in der Mähe seines Umfangs mit einem Anschlag 42 ausgestattet ist. Der Letztere kann auf eine Antriebsplatte 14 wirken und diese von ihrer unteren Stellung zu ihrer oberen Stellung hin bringen, wobei er dadurch den Hauptschlossriegel 4 und das Verriegelungsgestänge 5 entriegelt. Nennenswert ist hierbei, dass die für die automatische Verriegelung des Schlosses 1 in der geschlossenen Stellung der Tür 2 benötigte Energie in der Rückstellfeder 24 beim Öffnen des Schlosses 1 mit Hilfe des Elektromotors 40 beziehungsweise mit Hilfe eines Schlüssels gespeichert wird.

3 zeigt einen Zwischenzustand des Schlosses 1 beim Öffnen der Tür. Wenn man diese Stellung mit derjenigen der 2 vergleicht, stellt man fest, dass der Schnapper 12 seine Aufnahme verlassen hat, sich aber noch gegen die Zarge 3 abstützt. In dieser 3 besetzt das Türblatt 2 tatsächlich eine Zwischenstellung zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung.

4 zeigt den Zustand des Schlosses 1, wenn die Tür vollständig geöffnet ist. In dieser geöffneten Stellung stützen sich der Schnapper 12 und der Drücker 13 nicht mehr gegen die Zarge 3 ab, sondern sind vollkommen frei und werden durch (nicht dargestellte) Federn in ihre vorspringende Stellung geschoben. Gleichzeitig wirkt der an dem Innenabschnitt des Drückers 13 vorgesehene Vorsprung 43 gegen den Anschlag 44 der Antriebsplatte 14 und hält die Letztere in ihrer oberen Stellung. Dadurch sind der Hauptschlossriegel 4 und das Verriegelungsgestänge 5 in ihre eingezogenen Entriegelungsstellungen gehalten. Beim Schließen der Tür tritt der Drücker 13 in Kontakt mit der Zarge 3, die ihn dann zum Inneren hin schiebt und dabei den Anschlag 44 freigibt sowie folglich die Antriebsplatte 14. Die Rückstellfeder 24 wirkt auf den Hauptschlossriegel 4 und bringt ihn in seine Verriegelungsstellung. Der Zapfen 22 nimmt die Antriebsplatte 14 zu der unteren Stellung mit und blockiert dabei das Gestänge 5 in seiner Verriegelungsstellung wie in 1 dargestellt.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf diese besondere Ausführungsform beschränkt. Es sind vielmehr Varianten denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung, wie er in den beigefügten Patentansprüchen definiert ist, zu verlassen. Das Verriegelungsgestänge 5 kann beispielsweise direkt an dem Hauptschlossriegel 4, beispielsweise an dem Zapfen 22 montiert werden. Außerdem könnten die Kontrollmittel zur Erfassung der Stellung des Türblatts in Bezug auf die Zarge ebenfalls Elektromelder umfassen.


Anspruch[de]
Türblatt mit einem automatischen Sicherheitsverriegelungssystem mit:

einem Hauptschlossriegel (4), der bei geschlossener Stellung der Tür (2) in eine Aufnahme in einem anliegenden Element greifen kann, um eine Verriegelungsstellung zu definieren;

Kontrollmitteln (13), die geeignet sind, die geschlossene Stellung der Tür (2) zu erfassen und

Mitteln (14, 24, 41) zum Antrieb des Hauptschlossriegels (4), welche durch die Kontrollmittel (13) gesteuert werden und derart mit dem Schlossriegel (4) verbunden sind, dass dieser bei Erfassung der geschlossenen Stellung der Tür (2) durch die Kontrollmittel (13) automatisch in seine Verriegelungsstellung gebracht werden kann;

einem ersten Verriegelungsstift (26) und einem zweiten Verriegelungsstift (29), wobei jeder dieser beiden Verriegelungsstifte (26, 29) so montiert ist, dass er in einer senkrecht zu der Verriegelungsrichtung des Hauptschlossriegels (4) verlaufenden Richtung gleiten kann,

wobei die Mittel (14, 24, 41) zum Antrieb des Hauptschlossriegels (4) derart mit dem ersten Verriegelungsstift (26) verbunden sind, dass dieser bei Erfassung der geschlossenen Stellung der Tür (2) durch die Kontrollmittel (13) durch eine Translation in einer ersten Richtung automatisch in eine Verriegelungsstellung gebracht werden kann und

einem Bewegungsumkehrer (30), welcher derart zwischen dem ersten Verriegelungsstift (26) und dem zweiten Verriegelungsstift (29) verbunden ist, dass der Letztere durch eine Translation in einer zu der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung automatisch in eine Verriegelungsstellung gebracht wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Hauptschlossriegel (4), die Antriebsmittel (14, 24, 41) und die Kontrollmittel (13) zu einer Schlosseinheit gehören, die in dem Türblatt (2) mit einem gewissen Abstand zu einem ersten horizontalen Rand und einem zweiten horizontalen Rand des Türblatts (2) eingebaut ist;

der Bewegungsumkehrer (30) eine getrennte Einheit bildet, die in der Nähe des ersten horizontalen Rands des Türblatts (2) angeordnet ist;

der erste Verriegelungsstift (26) die Schlosseinheit durchquert, wo er mit den Antriebsmitteln verbunden ist, und sich im Inneren des Türblatts zwischen den zwei horizontalen Rändern des Türblatts erstreckt, wobei ein erstes Ende des ersten Verriegelungsstifts (26) mit dem Bewegungsumkehrer (30) in der getrennten Einheit nahe des ersten horizontalen Randes verbunden ist und ein zweites freies Ende des ersten Verriegelungsstifts (26) in dem zweiten horizontalen Rand einen ersten Nebenschlossriegel (8) bildet und

der zweite Verriegelungsstift (29) ein freies Ende umfasst, welches in dem ersten horizontalen Rand des Türblatts (2) einen zweiten Nebenschlossriegel (9) bildet.
Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

die Mittel zum Antrieb des Hauptschlossriegels (4) eine Rückstellfeder (24) umfassen, welche geeignet ist, den Hauptschlossriegel (4) in seine Verriegelungsstellung zu bringen und

die Kontrollmittel (13) ein Blockiermittel (43, 44) umfassen, das geeignet ist, bei Erfassung einer geöffneten Stellung der Tür (2) den Hauptschlossriegel (4) in Öffnungsstellung zu blockieren und bei Erfassung einer geschlossenen Stellung der Tür (2) den Hauptschlossriegel (4) freizugeben.
Türblatt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel eine Antriebsplatte (14) umfassen, wobei diese Antriebsplatte (14) derart in der Schlosseinheit (1) montiert ist, dass sie eine Translationsbewegung in einer parallel zu der Verschieberichtung des Hauptschlossriegels (4) verlaufenden Ebene erfahren kann und einerseits mit dem Hauptschlossriegel (4) und andererseits mit dem ersten Verriegelungsstift (26) zusammenwirkt, um gleichzeitig den Hauptschlossriegel (4) und den ersten Verriegelungsstift (26) in ihre jeweilige Verriegelungsstellung mitzunehmen. Türblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsplatte (14) derart in der Schlosseinheit (1) montiert ist, dass sie eine Translationsbewegung in einer weitestgehend senkrecht zu der Verschieberichtung des Hauptschlossriegels (4) verlaufenden Richtung erfahren kann. Türblatt nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsplatte (14) derart mit einem Schnapper (12) zusammenwirkt, dass der Letztere in einer Verriegelungsstellung blockiert wird, wenn der Hauptschlossriegel (4) sich ebenfalls in seiner Verriegelungsstellung befindet. Türblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verriegelungsstift (26) an der Antriebsplatte (14) angelenkt ist. Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsumkehrer (30) einen Hebel (32) umfasst, welcher in seinem Zentrum um einen Fixpunkt (33) schwenkt und an jedem seiner Enden eine axiale Aufnahme (34, 35) zur Aufnahme eines Zapfens (36, 37) eines der beiden Verriegelungsstifte (26, 29) aufweist. Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrollmittel einen Drücker (13) und eine Feder umfassen, die den Drücker (13) beim Öffnen der Tür (2) in eine vorspringende Stellung bringt. Türblatt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Drücker (13) sich in einer eingezogenen Stellung befindet, wenn der Hauptschlossriegel (4) sich in seiner Verriegelungsstellung befindet, und sich in einer vorspringenden Stellung befindet, wenn der Hauptschlossriegel (4) sich in seiner Öffnungsstellung befindet.






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