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Dokumentenidentifikation DE102005016620A1 19.10.2006
Titel Gasbetriebene Feuerstelle
Anmelder SCHOTT AG, 55122 Mainz, DE
Erfinder Roelfsema, Klaas W., Gasselternijveenschemond, NL;
Forberich, Oliver, Dr., 61449 Steinbach, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 12.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016620
Offenlegungstag 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse F23D 14/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine gasbetriebene Feuerstelle zur Erzeugung einer offenen Flammenbildung durch Zuführen und Abbrennen eines Gas-/Luftgemisches an einer Mehrzahl von künstlichen Brennstoffelementen (10, 12, 14, 16), welche an einer Grundplatte (18) angeordnet sind. Zumindest ein Teil der künstlichen Brennstoffelemente (10, 12, 14) weist einen Hohlraum (10.1, 12.1, 14.1) auf, in welchen das Gas-/Luftgemisch einleitbar ist, und welcher durch eine zumindest teilweise gasdurchlässig ausgebildete Wandung (10.2, 12.2, 14.2) begrenzt ist. Das Gas-/Luftgemisch strömt aus dem Hohlraum (10.1, 12.1, 14.1) durch die Wandung (10.2, 12.2, 14.2) hindurch nach außen und brennt an der Außenseite des jeweiligen Brennstoffelements (10, 12, 14) ab.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine gasbetriebene Feuerstelle zur Erzeugung einer offenen Flammenbildung durch Zuführen und Abbrennen eines Gas-/Luftgemisches an einer Mehrzahl von künstlichen Brennstoffelementen, welche an einer Grundplatte angeordnet sind.

Aus dem Stand der Technik sind gasbetriebene Feuerstellen bekannt, die echten Holzscheiten nachempfundene künstliche Holzscheite aufweisen, um den Eindruck einer echten mit Brennholz betriebenen Feuerstelle zu erwecken. Die künstlichen Holzscheite sind bei derartigen Feuerstellen auf einer über einem Gasbrenner positionierten Abdeckplatte angeordnet. Die Abdeckplatte ist dabei aus einem gasdurchlässigen Keramikmaterial oder einem perforierten Metall hergestellt. Das Gas/Luft-Gemisch strömt durch die Abdeckplatte des Gasbrenners und brennt an der Oberfläche des Brennermaterials ab. Dabei entsteht der Eindruck, die künstlichen Holzscheite selber würden brennen. Dabei schlagen gelbe Flammen gegen die künstlichen Holzscheite und breiten sich auch neben diesen aus. So soll ein realistischer Flammeneffekt hervorrufen werden. Jedoch kann der realistische Flammeneffekt deutlich verbessert werden.

Die Flammen breiten sich zwar über den gesamten Bereich der über dem Brenner angeordneten Abdeckplatte aus. Jedoch erzeugt der natürliche Luftzug im Gasfeuer eine Flamme, die im Wesentlichen in der Mitte des Gasfeuers zentriert ist. Für einen in einem gewissen Abstand von der Feuerstelle befindlichen Betrachter scheint der realistische Flammeneffekt zwar akzeptabel zu sein. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass die Holzscheite selber nicht brennen. Es verstärkt sich beim Betrachter der Eindruck, dass es sich bei der Feuerstelle um ein Imitat einer echten Holz-Feuerstelle handelt.

Um eine kontrollierte Flammenausbildung entlang der künstlichen Holzscheite zu erreichen, ist die Positionierung der Holzscheite sehr kritisch. Falls die Holzscheite nicht richtig positioniert sind, kann dies zudem zur unerwünschten Erzeugung von CO und Ruß kommen.

Für die bekannten bei einer gasbetriebenen Feuerstelle eingesetzten Gasbrenner ist ein separater Mischraum zur Erzeugung des brennbaren Gas-Luftgemisches notwendig. Ein derartiger Aufbau ist relativ kompliziert und kostenintensiv. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten einer freien Gestaltung der gasbetriebenen Feuerstelle durch die konstruktionsbedingten Maßnahmen des Gasbrenners stark eingeschränkt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gasbetriebene Feuerstelle anzugeben, bei der der Eindruck einer realistischen Flamme verbessert ist und eine schadstoffarme Verbrennung des Gases erreicht wird. Darüber hinaus soll die erfindungsgemäße Feuerstelle einen minimalen Konstruktionsaufwand bei geringen Herstellungskosten bieten.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind jeweils in den Unteransprüchen beschrieben.

Demgemäß ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest ein Teil der künstlichen Brennstoffelemente einen Hohlraum aufweist, in welchen das Gas-/Luftgemisch einleitbar ist, und welcher durch eine zumindest teilweise gasdurchlässig ausgebildete Wandung begrenzt ist. Dadurch kann das Gas/Luftgemisch aus dem Hohlraum durch die Wandung hindurch nach Außen strömen und an der Außenseite des jeweiligen Brennstoffelements abbrennen.

Mit diesen Maßnahmen wird erreicht, dass für den Betrachter der Eindruck entsteht, das entsprechende Brennstoffelement selbst würde brennen. Jedes derart ausgebildete Brennstoffelement bildet somit einen separaten Brenner, dessen Schadstoffemission durch entsprechende Anordnung der Brennstoffelemente und der Zufuhr des Gas-/Luftgemisches kontrolliert werden kann. Das Flammenbild und die Flammenausbreitung sind deutlich verbessert. Die Feuerstelle ist einfach aufgebaut und lässt hinsichtlich der Anordnung und Ausgestaltung der Feuerstelle genügend Gestaltungsspielraum.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Wandung zumindest teilweise eine gasdurchlässige Brennermatte aufweisen. Dies ermöglicht einen einfachen Aufbau eines separaten Brenners für jedes Brennstoffelement.

Dabei kann die Brennermatte aus Metallfasern, aus perforierten Metallplatten, aus Keramikfasern, aus Fasermatten, aus einem Vlies aus keramischen Fasern oder dergleichen gasdurchlässigen, feuerresistenten Material bestehen. Auch das gesamte Brennstoffelement kann zumindest teilweise aus diesen Materialien bestehen. Dies vereinfacht den Aufbau.

Vorteilhafterweise können die keramischen Fasern durch Silizium-Karbid-Fasern gebildet sein. Diese Fasern sind für den Aufbau eines Gasbrenners mit gleichmäßiger Flammenbildung besonders gut geeignet.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Brennermatte durch eine Matte gebildet sein, die unter der Marke CERAMAT® auf dem Markt ist. Mit einer derartigen Brennermatte lassen sich besonders einfach sehr effiziente Gasbrenner herstellen.

Um die Hohlräume der künstlichen Brennstoffelemente mit dem Gas-/Luft-Gemisch zu versorgen, können diese durch jeweils eine Gaszuführleitung mit einer Gashauptleitung verbunden sein, in welche das Gas eingeführt und mit Luft gemischt wird. Dieser Aufbau ist besonders einfach und macht es überflüssig, jedem Brennstoffelement-Brenner einen separaten Mischraum zuzuordnen.

Die Gashauptleitung kann einen Gasversorgungsanschluss und einen Luftversorgungsanschluss aufweisen, um das Gas-/Luftgemisch bereitzustellen.

Die Brennstoffelemente lassen sich gemäß einer vorbestimmten Anordnung festlegen. Damit wird vermieden, dass durch eine unvorteilhafte, nachträgliche Positionierung der Brennstoffelemente die Gasflammen anschlagen und somit die CO- und Russbildung gefördert wird.

Um den optischen Effekt einer natürlichen Feuerstelle zu erzielen, können die Brennstoffelemente in Form und Oberflächengestaltung einem Brennholz oder dergleichen Festbrennstoff nachgebildet sein.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Ansicht und in vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße Feuerstelle.

Vier künstliche, nicht brennbare Brennstoffelemente 10, 12, 14 und 16 sind an einer Grundplatte 18 aus einen nicht brennbaren Material gemäß einer vorher festgelegten Anordnung fest positioniert. Zu diesem Zweck sind die Brennstoffelemente 10, 12, 14 und 16 an der Grundplatte 18 festgeklebt. Andere Befestigungsmöglichkeiten sind ebenfalls möglich. Die Anzahl der angeordneten Brennstoffelemente kann je nach gewünschtem optischen Erscheinungsbild variiert werden.

Die Brennstoffelemente 10, 12 und 14 weisen jeweils einen Hohlraum 10.1, 12.1 bzw. 14.1 auf, in welchen das Gas-/Luftgemisch eingeleitet wird. Zu diesem Zweck sind die Hohlräume 10.1, 12.1 und 14.1 der künstlichen Brennstoffelemente 10, 12 und 14 durch jeweils eine Gaszuführleitung 10.3, 12.3 bzw. 14.3 mit einer Gashauptleitung 20 verbunden. In die Gashauptleitung 20 wird das Gas durch einen Gasversorgungsanschluss 22 eingeführt und mit Luft gemischt, die durch einen (nicht gezeigten) Luftversorgungsanschluss eintritt.

Das Brennstoffelement 16 weist keinen mit einem Gas-/Luftgemisch versorgten Hohlraum auf und dient nur optischen Zwecken. Das Brennstoffelement 16 trägt nicht zur Flammenbildung bei.

Die Hohlräume 10.1, 12.1 und 14.1 der künstlichen Brennstoffelemente 10, 12 und 14 sind jeweils durch eine Wandung begrenzt ist. Die Wandung der Hohlräume 10.1, 12.1 und 14.1 weist jeweils eine gasdurchlässige Brennermatte 10.2, 12.2 bzw. 14.2 auf. Der Rest der Wandung ist aus einem nicht brennbaren Material, wie beispielsweise Metall oder Keramik gebildet. Das Gas-/Luftgemisch kann aus dem Hohlraum 10.1, 12.1 bzw. 14.1 durch die Brennermatte 10.2, 12.2 bzw. 14.2 hindurch nach Außen strömen und an der Außenseite des jeweiligen Brennstoffelements 10, 12 bzw. 14 abbrennen.

Um das nach Außen strömende Gas zu entzünden, kann eine (nicht gezeigte) Zündeinrichtung angeordnet sein, die beispielsweise einen Piezozünder umfasst.

Die Brennermatte 10.2, 12.2 bzw. 14.2 ist aus keramischen Silizium-Karbid-Fasern gebildet. Eine derartige Brennermatte ist unter der Marke CERAMAT® auf dem Markt. Alternativ kann die Brennermatte auch aus Metallfasern, aus perforierten Metallplatten oder dergleichen gasdurchlässigen, feuerresistenten Material bestehen.

Die Brennstoffelemente 10, 12, 14, und 16 sind in Form und Oberflächengestaltung einem Brennholzscheit nachgebildet.


Anspruch[de]
Gasbetriebene Feuerstelle zur Erzeugung einer offene Flammenbildung durch Zuführen und Abbrennen eines Gas-/Luftgemisches an einer Mehrzahl von künstlichen Brennstoffelementen (10, 12, 14, 16), welche an einer Grundplatte (18) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der künstlichen Brennstoffelemente (10, 12, 14) einen Hohlraum (10.1, 12.1, 14.1) aufweist, in welchen das Gas-/Luftgemisch einleitbar ist, und welcher durch eine zumindest teilweise gasdurchlässig ausgebildete Wandung (10.2, 12.2, 14.2) begrenzt ist, wobei das Gas/Luftgemisch aus dem Hohlraum (10.1, 12.1, 14.1) durch die Wandung (10.2, 12.2, 14.2) hindurch nach Außen strömt und an der Außenseite des jeweiligen Brennstoffelements (10, 12, 14) abbrennt. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung zumindest teilweise eine gasdurchlässige Brennermatte (10.2, 12.2, 14.2) aufweist. Feuerstelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermatte (10.2, 12.2, 14.2) aus Metallfasern, aus perforierten Metallplatten, aus Keramikfasern, aus Fasermatten, aus einem Vlies aus keramischen Fasern oder dergleichen gasdurchlässigen, feuerresistenten Material besteht. Feuerstelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die keramischen Fasern durch Silizium-Karbid-Fasern gebildet sind. Feuerstelle nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermatte (10.2, 12.2, 14.2) durch eine Matte gebildet ist, die unter der Marke CERAMAT® auf dem Markt ist. Feuerstelle nach einem der Anspüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (10.1, 12.1, 14.1) der künstlichen Brennstoffelemente (10, 12, 14) durch jeweils eine Gaszuführleitung (10.3, 12.3, 14.3) mit einer Gashauptleitung (20) verbunden sind, in welche das Gas eingeführt und mit Luft gemischt wird. Feuerstelle nach einem der Anspüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gashauptleitung einen Gasversorgungsanschluss (22) und einen Luftversorgungsanschluss aufweist. Feuerstelle nach einem der Anspüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffelemente (10, 12, 14) gemäß einer vorbestimmten Anordnung festgelegt sind. Feuerstelle nach einem der Anspüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Brennstoffelemente (10, 12, 14) in Form und Oberflächengestaltung einem Brennholz oder dergleichen Festbrennstoff nachgebildet sind.






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