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Dokumentenidentifikation DE102005017432A1 19.10.2006
Titel Sicherung der Lenkerbolzen bei Schildausbaugestellen
Anmelder DBT GmbH, 44534 Lünen, DE
DE-Anmeldedatum 15.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005017432
Offenlegungstag 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse E21D 9/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung eines Lenkerbolzens bei hydraulischen Ausbaueinheiten mit Lenkergetrieben, insbesondere bei Schildausbaugestellen, unter Verwendung eines Riegels.

Hydraulische Ausbaueinheiten in Gestalt von Schildausbaugestellen, wie sie in Bergbau-Untertagebetrieben zum Einsatz kommen, weisen sie stabilisierende, die Kappen beim Ein- und Ausschub der Stempel führende Lenkersysteme auf. Die kräftigen Gelenkbolzen der Lenker müssen gegen Herauswandern aus den Bolzenlöchern zuverlässig gesichert werden. Die Sicherung der Bolzen mit Hilfe von Riegelplatten, die endseitig an dem Bolzen angeschraubt werden, bringt die Gefahr mit sich, dass die Schrauben nicht ausreichend fest angezogen werden oder sich aber im Einsatz lockern und lösen.

Daher ist es auch schon bekannt, die Lenkerbolzen an ihrem aus der Lenkerbolzenöffnung herausragenden Ende mit einer Ringnut für den Eingriff des Riegels zu versehen, der in der Riegeltasche eines Riegelhalters gelagert und gesichert ist.

Mit Hilfe des in die Ringnut des Lenkerbolzens einfassenden Riegels lässt sich eine zuverlässige Bolzensicherung auch ohne hoch beanspruchte Schraubenverbindung bewerkstelligen, wobei die Verriegelung den auftretenden Kräften in aller Regel sicher gewachsen ist und auch eine einfache Montagehandhabung gestattet. Die Sicherung des Riegels in der Tasche des Riegelhalters lässt sich ebenfalls schraubenlos, z. B. mit Hilfe von Spannhülsen oder anderen Sicherungselementen bewerkstelligen.

Auch ist es bekannt, Sicherungsringe mit dem jeweiligen Lenkerbolzen-Durchmesser angepassten Innendurchmesser auf die Außenseiten der Liegendschwellen bzw. der Bruchschilde aufzuschweißen. Durch diese Sicherungsringe wird jeweils ein Riegel gesteckt, der das seitliche Wandern des Lenkerbolzens verhindert. Bei dieser letztgenannten Lenkerbolzensicherung hat es sich als besonders nachteilig herausgestellt, dass für die unterschiedlichen Lenkerbolzen-Durchmesser eine größere Fertigungspalette betrieben werden muss.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherung für Lenkerbolzen zu schaffen, die universell für alle Schildaubautypen und deren mit unterschiedlichen Bolzendurchmessern versehenen Lenkerbolzen einsetzbar ist.

Der Vorteil der Erfindung wird darin gesehen, dass die Riegelhalter für alle Einsatzfälle gleich sind und dass lediglich der Riegel in seiner Form und Ausdehnung variiert.

Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

1 einen Ausschnitt eines Schildausbaugestells für den Bergbau-Untertagebetrieb;

2 den Riegelhalter in Draufsicht;

3 den Riegelhalter im Schnitt nach 2;

4 den Riegel in Draufsicht.

In der 1 sind der versatzseitige Bereich der Liegendkufe 2, den hieran über Lenkerbolzen 6 vertikal schwenkbar gelagerten Lenkern 4, die wiederum über Lenkerbolzen 6 ebenfalls vertikal schwenkbar mit dem Bruchschild 5 verbunden sind, dargestellt.

Die Hangendkappe und die auf den Liegendkufen 2 gelagerten Hydraulikstempel des Schildausbaugestells 1 sind nicht dargestellt. Wie weiterhin ersichtlich, sind die gleich ausgestalteten Riegelhalter 7 so nah wie eben möglich diametral an der Bolzenaufnahmebohrung 14 befestigt. Die Riegelhalter 7 haben einen rechteckigen Grundkörper, der unterseitig mit einer Nut 8 versehen ist, durch die der aus einem Flacheisen bestehende Riegel 12 gesteckt wird und den Lenkerbolzen 6 daran hindert aus der Bolzenaufnahmebohrung 14 herauszuwandern. Im Bereich des Bruchschildes 5 ist jeweils eine Verstärkungsplatte 16 auf die Seitenwange 15 des Bruchschildes 5 angeschweißt. In diesem Fall wird eine Konsole 17 bestehend aus zwei Laschen 18 mit Bohrung 19 auf die Seitenwange 15 angeschweißt. Durch die Bohrungen 19 wird ein Sicherungselement 20 zur Sicherung des Riegels 12 selbstsichernd eingeführt. In diesem Fall besteht der Riegel 12 lediglich aus einem Flacheisen, da auf der Gegenseite durch das Deckblech 21 des Bruchschildes 5 eine Anschlagbegrenzung für den Riegel 12 geschaffen wird. Durch die erfindungsgemäße Lösung ist nun eine vorteilhafte Montage und Demontage des Lenkerbolzens 6 möglich, da nur die Sicherung des Riegels 12 gezogen oder herausgetrieben werden muss und somit ein freier Zugang zum Lenkerbolzen 6 ermöglicht wird.

2 zeigt den Riegelhalter 7 in seiner bevorzugten rechteckigen Ausführungsform. Hier ist eine querende Nut 8 zu erkennen, durch die der Riegel 12 zur Sicherung des Lenkerbolzens 6 eingeführt wird. Damit keine unnötigen Kanten das Schreiten der Schildaubaugestelle 1 behindert, sind die Breitseiten des Riegelhalters abgeflacht und die oberseitigen Kanten des Riegelhalters rundum angefast.

3 zeigt den Riegelhalter 7 im Schnitt nach 2 und lässt den Brückensteg 11 des Riegelhalters 7 über der Nut 8 erkennen.

In der 4 ist der t-förmige Riegel 12 mit Querbohrung 13 erkennbar, der vorrangig für die Sicherung des Lenkerbolzens 6 im Liegendkufenbereich vorgesehen ist. Die Sicherung des Riegels ist schon in 1 beschrieben.

1
Schildausbaugestell
2
Liegendkufe
3
Lenkergetriebe
4
Lenker
5
Bruchschild
6
Lenkerbolzen
7
Riegelhalter
8
Nut
9
Abflachung
10
Fase
11
Brückensteg
12
Riegel
13
Querbohrung
14
Bolzenaufnahmebohrung
15
Seitenwange
16
Verstärkungsplatte
17
Konsole
18
Lasche
19
Bohrung
20
Sicherungselement
21
Deckblech


Anspruch[de]
Schildausbaugestell (1) mit Sicherung der Lenkerbolzen (6) von Lenkergetrieben (3), unter Verwendung eines Riegelhalters (7) und Riegels (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (12) in zwei diametral und neben der Bolzenaufnahmebohrung (14) angeschweißten Riegelhaltern (7) gelagert und gesichert ist. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) gleich ausgebildet sind. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) eine rechteckige Grundform aufweisen. Sicherung eines Lenkerbolzens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) unterseitig eine Nut (8) aufweisen. Sicherung eines Lenkerbolzens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) oberseitig an ihren Breitseiten eine Abflachung (9) aufweisen. Sicherung eines Lenkerbolzens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) oberseitig an den Kanten rundum angefast sind. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelhalter (7) im Bereich der Bolzenaufnahmebohrung (14) eine ballige Einziehung aufweisen. Sicherung eines Lenkerbolzens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (12) ein Flacheisen ist. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (12) eine T-Form aufweist. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Schenkel des t-förmigen Riegels (12) die unterseitige Nut (8) des Riegelhalters (7) durchfasst. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Schenkel des Riegels (12) eine Querbohrung (13) aufweist. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Schenkel des t-förmigen Riegels (12) größer ist als die unterseitige Nut (8) des Riegelhalters (7). Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Querbohrung (13) ein Sicherungselement (20) für den Riegel (12) eingebracht wird. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Querbohrung (13) eine Spannhülse als Sicherungselement (20) für den Riegel (12) eingetrieben wird. Sicherung eines Lenkerbolzens nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung des Riegels (12) durch die Querbohrung (13) ein Splint eingebracht wird.






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