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Dokumentenidentifikation DE102005017931A1 19.10.2006
Titel Pulversprühbeschichtungspistole und Pistolengehäuse hierzu
Anmelder ITW Gema AG, St. Gallen, CH
Erfinder Mauchle, Felix, Abtwil, CH;
Michael, Hanspeter, Gossau, CH;
Sanwald, Marco, Gallen, CH
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 86199 Augsburg
DE-Anmeldedatum 18.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005017931
Offenlegungstag 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse B05B 5/025(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05B 5/03(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B05B 5/053(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B05B 7/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Pulversprühbeschichtungspistole und Pistolengehäuse hierzu. Das Pistolengehäuse (2) besteht aus einem einstückig hergestellten Körper aus Kunststoff, welcher einen Schaftteil (4) mit einem Auslass-Pulverrohr (20) und einen Griffteil (6) mit einem Einlass-Pulverrohr (10) bildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Pistolengehäuse aus Kunststoff für eine Pulversprühbeschichtungspistole gemäß Anspruch 1.

Ferner betrifft die Erfindung eine Pulversprühbeschichtungspistole, welche ein solches Pistolengehäuse aus Kunststoff aufweist.

Die US 3 608 823 zeigt eine Pulversprühpistole zum elektrostatischen Sprühbeschichten von Gegenständen mit Beschichtungspulver. Die Pistole enthält mehrere Hochspannungselektroden zum elektrostatischen Aufladen des Beschichtungspulvers. Ein sich durch die Pulversprühbeschichtungspistole ersteckender Pulverkanal ist durch einen Schlauch gebildet. Dieser erstreckt sich gemäß einer Ausführungsform nur durch den Pistolenschaft und ist am hinteren Ende des Pistolenschaftes an einen Pulverzufuhrschlauch anschließbar. Gemäß einer anderen Ausführungsform erstreckt sich der Pulverschlauch sowohl durch den Schaft als auch durch einen Handgriff der Pistole.

Die US 4 993 645 zeigt eine Pistole mit einem winkelförmigen Pulverrohr, von welchem ein Rohrschenkel in einen Pistolenschaft und der andere Rohrschenkel in einen Pistolengriff steckbar ist.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Pulversprühbeschichtungspistole derart auszubilden, dass sie weniger Schnittstellen enthält, an welchen die Gefahr von elektrischen Überschlägen und von Pulveransammlungen besteht.

Ferner soll die Pulversprühbeschichtungspistole derart ausgebildet werden, dass sie ein geringes Gewicht hat und preiswert herstellbar ist.

Diese Aufgabe werden gemäß der Erfindung durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.

Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen

1 einen Axialschnitt durch ein Pistolengehäuse für eine Pulversprühbeschichtungspistole nach der Erfindung,

2 einen Ausschnitt II mit Bezug auf 1 in doppelter Größe,

3 einen Ausschnitt III von 1 in einer mit Bezug auf 1 dreifachen Größe,

4 einen Längsschnitt einer Pulversprühbeschichtungspistole nach der Erfindung mit einem Pistolengehäuse gemäß den 1, 2 und 3,

5 eine Vorderansicht eines hinteren Verschlusskörpers in der Ebene V-V von 4 gesehen,

6 den gleichen Verschlusskörper von 4 im Längsschnitt von 4 gesehen, jedoch wesentlich vergrößert,

7 eine Seitenansicht der Pulversprühbeschichtungspistole nach der Erfindung,

8 eine Rückansicht der Pulversprühbeschichtungspistole von 7,

9 eine Frontansicht der Pulversprühbeschichtungspistole von 7,

10 eine Draufsicht auf die Pulversprühbeschichtungspistole nach 7.

Das in 1 gezeigte Pistolengehäuse 2 besteht aus Kunststoff und bildet den Grundkörper für eine Pulversprühbeschichtungspistole. Das Pistolengehäuse 2 ist ein einstückig im Spritzverfahren oder Formgießverfahren oder einem ähnlichen Kunststoffformungsverfahren hergestellter Körper, welcher mindestens einen Schaftteil 4 und einen sich vom Schaftteil 4 nach unten weg erstreckenden Griffteil 6 bildet. Der Schaftteil 4 bildet ein sich in Schaftlängsrichtung geradlinig erstreckendes Auslass-Pulverrohr 8. Der Griffteil 6 bildet ein sich in Grifflängsrichtung geradlinig erstreckendes Einlass-Pulverrohr 10. Die axialen Mittellinien 12 und 14 der beiden Pulverrohre 8 und 10 liegen in einer gemeinsamen Ebene, welches in 1 die Ebene des Zeichnungsblattes ist, sodass sie sich kreuzen. Die einander benachbarten Enden 16 bzw. 18 der Rohrkanäle 20 bzw. 22 der beiden Pulverrohre 8 und 10 sind miteinander verbunden.

Die beiden Pulverrohre 8 und 10 und das Pistolengehäuse 2 sind zusammen ein Teil.

Die einander benachbarten Enden 16 und 18 der Rohrkanäle 20 und 22 der beiden Pulverrohre 8 und 10 können dadurch miteinander verbunden sein, dass die beiden Pulverrohre 8 und 10 unterbrechungsfrei als ein einstückiges Element ineinander übergehen.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, welche in 1 gezeigt ist, sind die einander benachbarten Enden 16 und 18 der Rohrkanäle 20 und 22 durch ein winkelförmiges Rohrstück 24 aus elektrisch nicht leitendem Material miteinander verbunden, welches von dem Kunststoff des einstückigen Pistolengehäuses 2 während dessen Herstellung umspritzt oder umgossen wurde und dadurch in diesen Kunststoff eingeschlossen ist. Das winkelförmige Rohrstück 24 besteht vorzugsweise aus einem abriebfesteren Material als der Kunststoff des einstückigen Pistolengehäuses 2, sodass er abriebfester ist bezüglich des mittels eines Luftstromes pneumatisch durch die Pulverrohre 8 und 10 hindurch geförderten Stromes von Beschichtungspulver. Das winkelförmige Rohrstück 24 besteht somit vorzugsweise aus einem anderen Kunststoff als das Pistolengehäuse 2 oder aus Keramik oder hartem Glas oder einem anderen abriebfesten Material. Das Material des winkelförmigen Rohrstücks 24 sollte so gewählt werden, dass es abriebfest ist und Pulverablagerungen an ihm vermieden werden.

Das winkelförmige Rohrstück 24 kann jedoch auch einen anderen Zweck haben, nämlich zur Abstützung von Spritzguss-Werkzeugkernen und/oder zur Bildung von separaten Räumen im Pistolengehäuse 2 während dessen Herstellung dienen. Wenn das winkelförmige Rohrstück 24 nur diesem Zweck dient, kann es aus dem gleichen Kunststoff wie das Pistolengehäuse 2 bestehen oder aus einem anderen Material als der Kunststoff des Pistolengehäuses 2. Vorzugsweise ist jedoch das Material des winkelförmigen Rohrstückes 24 abriebfester als der Kunststoff des Pistolengehäuses 2, sodass man beide Vorteile hat, einerseits einen geringeren Verschleiß durch Pulverreibung und eine geringere Gefahr von Pulveranhaftungen im Übergang zwischen den beiden Pulverrohren 8 und 10 und andererseits eine Erleichterung bei der Herstellung des Pistolengehäuses 2 im Spritzgussverfahren oder in einem anderen Kunststoffformungsverfahren.

Das winkelförmige Rohrstück 24 hat einen axial in das Auslass-Pulverrohr 8 des Schaftteils 4 hineinragenden Auslass-Rohrschenkel 26, welcher wesentlich kürzer ist als der sich axial an ihn anschließende Abschnitt des Auslass-Rohrkanals 20. Das winkelförmige Rohrstück 24 hat auch einen axial in das Einlass-Rohrstück 10 des Griffteils 6 hineinragenden Einlass-Rohrschenkel 28.

Der Einlass-Rohrschenkel 28 kann sich gemäß einer Ausführungsform durch die gesamte Länge des Griffteils 6 erstrecken, ist jedoch gemäß der bevorzugten Ausführungsform, welche in 1 gezeigt ist, wesentlich kürzer als der Griffteil 6 und vorzugsweise auch wesentlich kürzer als der sich an den Einlass-Rohrschenkel 28 anschließende Abschnitt des Einlass-Rohrkanals 22.

Der winkelförmige Rohrkanal, welcher durch das winkelförmige Rohrstück 24 gebildet ist, fluchtet vorzugsweise in Kanallängsrichtung mit dem Auslass-Rohrkanal 20 bzw. mit dem Einlass-Rohrkanal 22, damit an den Übergangsstellen keine Kanten oder Vorsprünge vorhanden sind, an welchen sich Pulverpartikel des Beschichtungspulvers ansammeln könnten.

In dem Pistolengehäuse 2 ist eine untere hintere Gehäusekammer 30 gebildet, welche sich von dem winkelförmigen Rohrstück 24 nach hinten erstreckt und am hinteren Gehäuseende 32 offen ausmündet. Das winkelförmige Rohrstück 24 hat auf seiner vom Auslass-Rohrschenkel 26 abgewandten Rückseite einen Rückseitenbereich 36, welcher in der hinteren Gehäusekammer 30 frei liegt ohne vom Kunststoff der Pistolengehäuses 2 bedeckt zu sein. Bei der Herstellung des Pistolengehäuses im Spritzgussverfahren oder in einem anderen Gießverfahren kann das winkelförmige Rohrstück 24 Werkzeugkerne voneinander getrennt halten, welche von drei Seiten positionierbar sind, nämlich von hinten zur Bildung der unteren hinteren Kammer 30, von vorne zur Bildung des Auslass-Rohrkanals 20 und von unten zur Bildung des Einlass-Rohrkanals 22. Das Rohrstück 24 wird dabei von den Werkzeugkernen in der gewünschten Position gehalten.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind alle äußeren Oberflächen, auch der Rückseitenbereich 36, des winkelförmigen Rohrstücks 24 vom Kunststoff des Pistolengehäuses 2 umspritzt. Dadurch wird der Pulverkanal, der durch die Rohrkanäle 20 und 22 und das winkelförmige Rohrstück 24 gebildet ist, noch besser elektrisch isoliert, um einen Hochspannungsüberschlag zu niedrigen Spannungspotentialen, z. B. Erdpotential zu vermeiden. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn das Beschichtungspulver elektrisch leitfähige Partikel aufweist.

Gemäß der in 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist das winkelförmige Rohrstück 24 auf seiner linken Seite, seiner rechten Seite, auf seiner Winkelinnenseite und auf seiner Winkeloberseite vom Kunststoff des Pistolengehäuses 2 umschlossen, wobei die Rohrschenkel 26 und 28 in abgesetzte Endbereiche der Rohrkanäle 20 bzw. 22 hineinragen. Lediglich der genannte Rückseitenbereich 36 des winkelförmigen Rohrstücks 24 ist nicht von Kunststoff des Pistolengehäuses 2 bedeckt.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform von 1 ist der Rückseitenbereich 36 des winkelförmigen Rohrstücks 24 in Form eines Rohrstutzens gebildet, welcher axial zum Auslass-Rohrschenkel 26, jedoch entgegengesetzt zu diesem angeordnet ist.

In einer unteren Wand 38 der unteren hinteren Gehäusekammer 30 ist eine Durchgangsöffnung 40 zum Hindurchführen von mindestens einer elektrischen Leitung, vorzugsweise eines Kabels 42, gebildet, welches in 4 gezeigt ist. Das Kabel 42 dient zur Zuführung einer Niederspannung über einen Reed-Schalter 42, welcher von einem Trigger 46 am Griffteil 6 betätigbar ist, zu einem Hochspannungserzeuger 48 in dem Pistolengehäuse 2.

Gemäß einer anderen, nicht gezeigten Ausführungsform erstreckt sich das Kabel 42 nur bis zum Anfang des Griffteils 6, wo es an elektrische Anschlüsse angeschlossen ist, von welchen Leitungen zu dem Reed-Kontakt 44 gelegt sind.

Der Griffteil 6 bildet die gesamte oder den größeren Teil der Griffvorderseite. An der Rückseite des Griffteils 6 ist eine rückseitige Griffschale 50 angeordnet, durch welche sich das Kabel 42 erstreckt, wie dies 4 zeigt. Das Einlass-Pulverrohr 10 des Griffteils 6 ist an seinem unteren Endabschnitt 52 als Steckvorrichtung zum Anstecken eines Pulverschlauches 54 ausgebildet, was aus den 1 und 4 ersichtlich ist. Der Trigger 46 zur Betätigung des Reed-Schalters 44 befindet sich auf der Griffvorderseite am oberen Griffendabschnitt. Der Griffteil 6 erstreckt sich vom unteren Ende Schaftteils 4 vorzugsweise mindestens 4 cm nach unten.

Wie die 1 und 4 zeigen, erstreckt sich eine obere Gehäusekammer 60 vom hinteren Gehäuseende 32 bis zum vorderen Gehäuseende 62, welche mindestens am hinteren Gehäuseende 32 offen ist zum Einsetzen des Hochspannungserzeugers 48.

Der in 4 dargestellte Hochspannungserzeuger 48 weist vorzugsweise einen Transformator 64 und eine Kaskadenschaltung 66 auf, deren Prinzip aus dem Stand der Technik bekannt ist.

In dem Pistolengehäuse 2 ist vorzugsweise auch mindestens ein Druckluftkanal 70, 72 gebildet, welcher sich durch den Schaftteil 4 hindurch parallel zum Rohrkanal 20 des Auslass-Pulverrohres 8 bis zum vorderen Gehäuseende 62 erstreckt. Gemäß der Ausführungsform nach 1 besteht der Druckluftkanal 70, 72 aus einem Auslass-Druckluftkanal 70, welcher von dem Schaftteil 4 gebildet ist und sich von dem oberen Ende des Griffteils 6 bis zum vorderen Gehäuseende 62 parallel zum Auslass-Pulverrohr 8 erstreckt, und aus einem Einlass-Druckluftkanal 72, welcher sich parallel zum Einlass-Pulverrohr 10 vom unteren Ende bis zum oberen Ende des Griffteils 6 durch diesen Griffteil 6 hindurch erstreckt und in das hintere Ende des Auslass-Druckluftkanals 70 mündet.

Gemäß einer anderen, nicht gezeigten Ausführungsform kann der Druckluftkanal 70, 72 auch nur aus dem Auslass-Druckluftkanal 70 bestehen, in welchem Falle sein dem Griffteil 6 zugewandtes hinteres Ende mit einer Drucklufteinlassöffnung (nicht gezeigt) versehen ist, welche in einer unteren Gehäusewand 74 gebildet ist, welche sich vom Griffteil 6 bis zum vorderen Gehäuseende 62 erstreckt.

Das vordere Gehäuseende 62 ist im Bereich des Auslass-Pulverkanals 20, im Bereich des Druckluftkanals 70, 72 und vorzugsweise auch im Bereich der oberen Gehäusekammer 60 und offen.

Die obere Gehäusekammer 60 erstreckt sich nach hinten über das winkelförmige Rohrstück 24 hinaus auch über die untere hintere Gehäusekammer 30.

Der Auslass-Rohrkanal 20 ist durch das Auslass-Pulverrohr 8 von dem Auslass-Druckluftkanal 70 und von der oberen Gehäusekammer 60 getrennt. Eine sich nach hinten erstreckende Verlängerung des oberen Bereiches des Auslass-Pulverrohres 8 ist als Trennwand 76 zwischen der oberen Gehäusekammer 60 und der hinteren Gehäusekammer 32 ausgebildet. Ohne diese Trennwand 76 würde die hintere untere Gehäusekammer 30 vom hinteren Abschnitt der oberen Gehäusekammer 60 nicht getrennt sein, was auch eine mögliche Ausführungsform nach der Erfindung wäre.

Eine obere Gehäusewand 78 bildet die Deckwand der oberen Gehäusekammer 60 und erstreckt sich vom hinteren Gehäuseende 32 bis zum vorderen Gehäuseende 62. Diese obere Gehäusewand 78 ist an ihrem hinteren Ende vorzugsweise mit einer Fassung 80 zur Aufnahme und Befestigung eines Hakens 82 versehen zum Aufhängen des Pistolengehäuses oder der damit versehenen Pulversprühbeschichtungspistole bei Nicht-Gebrauch. Die Fassung 80 ist ein einstückiges Teil des Pistolengehäuses 2. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann auch der Haken 82 ein einstückiges Teil des Pistolengehäuses 2 sein.

Die Erfindung betrifft auch eine Pulversprühbeschichtungspistole 102, welche ein Pistolengehäuse aufweist, welch Letzteres mindestens eines oder vorzugsweise mehrere der vorstehend beschriebenen Merkmale des Pistolengehäuses 2 aufweist.

Eine solche Pulversprühbeschichtungspistole 102 ist in den 4 bis 10 dargestellt. Einige Merkmale sind auch in den 1 und 3 gezeigt. Das hintere Gehäuseende 32 weist somit zwei hinten offene Gehäusekammern 30 und 60 auf, oder eine einzige hinten offene Gehäusekammer, welche in der beschriebenen Weise die Kombination aus der unteren hinteren Gehäusekammer 30 und dem hinteren Abschnitt der oberen Gehäusekammer 60 ist. Dieses hinten offene Gehäuseende 32 ist gemäß der Erfindung durch einen Verschlusskörper 84 verschlossen, welcher in das hintere Gehäuseende 32 eingesteckt ist und gegen die Innenflächen der äußeren Gehäusewände radial abgedichtet ist, wie dies insbesondere die vergrößerte Darstellung von 6 zeigt. Zur radialen Abdichtung kann beispielsweise mindestens eine Radialdichtung 86 vorgesehen werden. Der Verschlusskörper 84 ist an dem Pistolengehäuse 2 lösbar befestigt, beispielsweise mittels einer oder mehreren Schrauben 88 angeschraubt. Hierzu kann die hintere Stirnseite am hinteren Ende 32 des Pistolengehäuses 2 beispielsweise eine oder mehrere Gewindebohrungen 90 aufweisen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Verschlusskörper 84 auf seiner Innenseite mit einer elektrischen Schaltung 92 versehen, welche auch den Reed-Schalter 44 enthält. Ferner enthält der Verschlusskörper 84 vorzugsweise manuell betätigbare Bedienelemente zur Einstellung der zu versprühenden Pulvermenge pro Zeiteinheit, beispielsweise ein Taster 96 zur Erhöhung des Pulverausstoßes und ein Taster 98 zur Reduzierung des Pulverausstoßes. Die beiden Taster 96 und 98 befinden sich auf der Rückseite des Verschlusskörpers 84 und sind in 8 gezeigt. Die Bedienelemente 96, 98 sind vorzugsweise Taster. Es können auch kapazitive oder induktive Berührungssensoren sein. Ferner können weitere Bedienelemente zur Einstellung der Hochspannung des Hochspannungserzeugers 48 vorgesehen sein.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Pulverzufuhr durch den Pulverschlauch 54 (4) zur Pulversprühbeschichtungspistole 102 in Abhängigkeit von einem oder von mehreren Beschichtungsprogrammen in einer elektronischen Steuereinheit, welche getrennt von der Pulversprühbeschichtungspistole 102 angeordnet ist. An dieser Steuereinheit ist vorzugsweise auch die von dem Hochspannungserzeuger 48 zu erzeugende Hochspannung einstellbar. Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung kann die elektrische Schaltung 92 der Pulversprühbeschichtungspistole derart ausgebildet sein, dass durch Bedienelemente, welche an der Pulversprühbeschichtungspistole vorgesehen sind, zwischen verschiedenen Beschichtungsprogrammen ausgewählt werden kann. Eine besondere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Bedienelemente 96 und 98 auf jeweils ein anderes Beschichtungsprogramm umschaltbar ist, welches in der (nicht gezeigten) Steuereinheit gespeichert ist.

Durch das Einstecken des Verschlusskörpers 84 in das Pistolengehäuse 2 und radiales, anstatt axiales Abdichten, oder radiales Abdichten zusätzlich zu einem axialen Abdichten, wie dies schematisch durch die Radialdichtung 86 in 6 gezeigt ist, wird eine bessere Abdichtung der hinteren Enden der Gehäusekammern 30 und 60 erzielt als durch eine axiale Abdichtung zwischen Stirnseiten des Pistolengehäuses 2 und des Verschlusskörpers 84. Eine solche radiale Abdichtung ist unabhängiger von Herstelltoleranzen der einzelnen Elemente.

Gemäß einem weiteren besonderen Merkmal der Pulversprühbeschichtungspistole 102 ist am vorderen Gehäuseende 62 ein Zwischenstück 104 aus elektrisch isolierendem Material in das vordere Gehäuseende 62 des Pistolengehäuses 2 axial eingesteckt.

Das Zwischenstück 104 ist vorzugsweise durch mindestens einen Dichtungsring 105 abgedichtet, welcher radial zwischen dem Zwischenstück 104 und der äußeren Umfangswand des Pistolengehäuses 2 angeordnet ist. Ferner kann ein Dichtungsring 107 axial zwischen dem Zwischenstück 104 und dem Pistolengehäuse angeordnet sein.

Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung ist das Zwischenstück 104 mittels Ultraschallschweißung an das Pistolengehäuse 2 angeschweißt, vorzugsweise mindestens an das stromabwärtige Ende des Auslass-Pulverrohres 8. 8 zeigt eine solche Ultraschallschweißung 109.

Anstatt einer Ultraschall-Schweißverbindung und/oder anstatt Dichtungen sind auch Klebeverbindungen möglich.

Das Auslass-Pulverrohr 8 ist etwas kürzer als die untere Gehäusewand 74, die obere Gehäusewand 78 und die sie miteinander verbindenden Seitenwände, welche zusammen vorzugsweise kreisrund sind und vorzugsweise auf ihrem Außenumfang ein Außengewinde 106 zum Anschrauben einer Gewindehülse 108 aufweisen, welche in den 3 und 4 gezeigt sind.

Das Zwischenstück 104 enthält einen zentralen Durchgangskanal 108 axial anschließend an das vordere Ende des Auslass-Pulverkanals 20 des Auslass-Pulverrohres 8 und einen oberen Durchgangskanal 110 axial anschließend an das vordere Ende 62 der oberen Gehäusekammer 60. Das vordere Ende des oberen Durchgangskanals 110 ist durch einen elektrischen Kontakt 112 verschlossen, welcher auf seiner vorderhalb, außerhalb des oberen Durchgangskanals 110 liegenden vorderen Stirnseite von einem elektrischen Kontakt (nicht gezeigt) kontaktierbar ist, welcher mit mindestens einer elektrischen Hochspannungselektrode 114 verbunden oder verbindbar ist, die an einer Sprüheinheit 116 zum Versprühen von Beschichtungspulver vorgesehen ist.

Die Sprüheinheit 116 ist am vorderen Ende des Pistolengehäuses 2 durch die Gewindehülse 108 befestigt, beispielsweise entsprechend 4 gegen die vordere Stirnseite des Zwischenstücks 104 gespannt. Das Zwischenstück 104 befindet sich zwischen dem Pistolengehäuse 2 und der Sprüheinheit 116. Das Zwischenstück 104 enthält vorzugsweise auch einen unteren Durchgangskanal 120 axial anschließend an das vordere Ende des Auslass-Druckluftkanals 70 zur Zufuhr von Druckluft durch ein in der Sprüheinheit 116 untergebrachtes und die Elektrode 114 enthaltendes Rohr 122 aus elektrisch isolierendem Material. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann das Rohr 122 selbst als Elektrode ausgebildet sein. Die Druckluft dient zum Wegspülen von Beschichtungspulver von der Hochspannungselektrode 116, damit an ihr kein Beschichtungspulver haftet. Durch das Zwischenstück 104 wird der elektrische Kontakt 112 von dem Pistolengehäuse 2 distanziert. Dadurch wird die Gefahr einer Zerstörung des Kunststoffes des Pistolengehäuses 2 durch Korona-Entladungen reduziert oder vermieden, welche durch eine schlechte Verbindung eines Hochspannungskontaktes des Hochspannungserzeugers 48 mit dem Kontakt 112 entstehen können.

In dem unteren Durchgangskanal 120 ist vorzugsweise ein Filter 124 zum Filtern der Druckluft eingesetzt.


Anspruch[de]
Pistolengehäuse (2) aus Kunststoff für eine Pulversprühbeschichtungspistole dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem einstückig hergestellten Körper aus Kunststoff besteht, welcher mindestens folgende Teile bildet: einen Schaftteil (4); einen sich vom Schaftteil (4) nach unten weg erstreckenden Griffteil (6); wobei der Schaftteil (4) ein sich in Schaftlängsrichtung geradlinig erstreckendes Auslass-Pulverrohr (8) zur Pulverführung bildet; wobei der Griffteil (6) ein sich in Grifflängsrichtung geradlinig erstreckendes Einlass-Pulverrohr (10) zur Pulverführung bildet; wobei die axialen Mittellinien (12, 14) der beiden Pulverrohre (8, 10) gemeinsam in einer Ebene liegen, sodass sie sich kreuzen; und wobei die einander benachbarten Enden (16, 13) der Beschichtungspulver führenden Rohrkanäle (20, 22) der beiden Pulverrohre (8, 10) direkt oder durch ein Verbindungsstück miteinander verbunden sind. Pistolengehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einander benachbarten Enden (16, 18) der Rohrkanäle (20, 22) durch ein winkelförmiges Rohrstück (24) aus elektrisch nicht leitendem Material miteinander verbunden sind, welches von dem Kunststoff des einstückigen Körpers umspritzt oder umgossen ist; dass das winkelförmige Rohrstück (24) einen axial in das Auslass-Pulverrohr (8) des Schaftteils (4) hineinragenden Auslass-Rohrschenkel (26) aufweist, welcher wesentlich kürzer ist als der sich axial an ihn anschließende Pulver führende Abschnitt des Auslass-Pulverrohres (8); und dass das winkelförmige Rohrstück (24) einen axial in das Einlass-Pulverrohr (10) des Griffteils (6) hineinragenden Einlass-Rohrschenkel (28) aufweist. Pistolengehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in das Einlass-Pulverrohr (10) des Griffteils (6) hineinragende Einlass-Rohrschenkel (28) des winkelförmigen Rohrstücks (24) wesentlich kürzer ist als der sich an ihn anschließende Pulver führende Abschnitt des Einlass-Pulverrohres (10). Pistolengehäuse nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Pistolengehäuse (2) eine untere, hintere Gehäusekammer (30) gebildet ist, welche sich von dem winkelförmigen Rohrstück (24) nach hinten erstreckt und am hinteren Gehäuseende offen ausmündet. Pistolengehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das winkelförmige Rohrstück (24) auf seinem vom Auslass-Rohrschenkel (26) abgewandten Rückseite einen Rückseitenbereich (36) aufweist, welcher in der unteren, hinteren Gehäusekammer (30) frei liegt, ohne von dem Kunststoff des Pistolengehäuses umspritzt zu sein. Pistolengehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass alle äußeren Oberflächen des winkelförmigen Rohrstücks (24) von dem Kunststoff des Pistolengehäuses umspritzt sind. Pistolengehäuse nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer unteren Wand (38) der unteren, hinteren Gehäusekammer (30) eine Durchgangsöffnung (40) zum Hindurchführen von mindestens einer elektrischen Leitung (42) gebildet ist. Pistolengehäuse nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das winkelförmige Rohrstück (24) aus einem abriebfesteren Material als der Kunststoff des Pistolengehäuses besteht und Ablagerung von Beschichtungspulver entgegenwirkt. Pistolengehäuse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Griffteil (6) ausgehend vom Schaftteil (4) mindestens 4 cm nach unten erstreckt. Pistolengehäuse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine vom hinteren Gehäuseende (32) bis zum vorderen Gehäuseende (62) sich erstreckende obere Gehäusekammer (60) bildet, welche am hinteren Gehäuseende (32) offen ist zum Einsetzen eines Hochspannungserzeugers (48). Pistolengehäuse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Druckluftkanal (70, 72) bildet, welcher einen sich durch den Schaftteil hindurch parallel zum Rohrkanal (20) des Auslass-Pulverrohres (8) bis zum vorderen Gehäuseende erstreckenden Abschnitt (70) aufweist. Pistolengehäuse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftkanal (70, 72) einen sich auch durch den Griffteil (6) parallel zum Rohrkanal (22) des Einlass-Pulverrohres (10) erstreckenden Abschnitt (72) aufweist. Pulversprühbeschichtungspistole gekennzeichnet durch mindestens ein Pistolengehäuse (2) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche. Pulversprühbeschichtungspistole nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Gehäuseende (32) mindestens eine hinten offene Gehäusekammer (30, 60) bildet und durch einen Verschlusskörper (84) verschlossen ist, welcher diese mindestens eine Gehäusekammer (30, 60) am hinteren Ende verschießt, in das hintere Gehäuseende eingesteckt ist, gegen innere Gehäusewände radial abgedichtet ist und am Pistolengehäuse (2) lösbar befestigt ist. Pulversprühbeschichtungspistole nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass am vorderen Gehäuseende (62) ein Zwischenstück (104) aus elektrisch isolierendem Material in das vordere Gehäuseende des Pistolengehäuses (2) eingesteckt ist, wobei das Zwischenstück (104) einen zentralen Durchgangskanal (108) axial anschließend an das Ende des Auslass-Pulverkanals (20) und einen oberen Durchgangskanal (110) axial anschließend an die obere Gehäusekammer (60) nach Anspruch 8 aufweist; wobei das vordere Ende des oberen Durchgangskanals (110) mit einem elektrischen Kontakt (112) verschlossen ist, welcher innerhalb des oberen Durchgangskanals (110) von einem Hochspannungskontakt des Hochspannungserzeugers kontaktierbar ist und auf seiner vorderhalb, außerhalb des oberen Durchgangskanals (110 liegenden Vorderseite von einem weiteren elektrischen Kontakt kontaktierbar ist, welcher mit mindestens einer elektrischen Hochspannungselektrode (114) verbunden ist, die an einer Sprüheinheit (116) zum Versprühen von Beschichtungspulver vorgesehen ist, welche ihrerseits am vorderen Ende des Pistolengehäuses (2) befestigt ist, wobei sich das Zwischenstück (104) zwischen dem Pistolengehäuse (2) und der Sprüheinheit (116) befindet. Pulversprühbeschichtungspistole nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (104) am Pistolengehäuse (2) mittels Ultraschweißung angeschweißt ist. Pulversprühbeschichtungspistole nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (104) an das Auslass-Pulverrohr (8) des Pistolengehäuses mittels Ultraschweißung angeschweißt ist.






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