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Dokumentenidentifikation DE112004002260T5 19.10.2006
Titel Dekorative Tafeln mit Oberflächenstruktur
Anmelder Pergo (Europe) AB, Trelleborg, SE
Erfinder Sjöberg, Åke, Lund, SE
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 112004002260
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 17.11.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/SE2004/001681
WO-Veröffentlichungsnummer 2005049317
WO-Veröffentlichungsdatum 02.06.2005
Date of publication of WO application in German translation 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse B32B 27/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B32B 33/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B44C 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft dekorative Tafeln mit einer Oberflächenstruktur der oberen Fläche.

2. Beschreibung des verwandten Stands der Technik

Produkte, die mit thermohärtenden Laminaten beschichtet sind, sind heutzutage häufig. Sie werden im Wesentlichen dann verwendet, wenn der Bedarf an einer Abriebfestigkeit hoch ist, jedoch auch, wo eine Festigkeit gegenüber unterschiedlichen Chemikalien und Feuchtigkeit benötigt wird. Beispiele hierfür sind Böden, Bodensicken (floor beadings), Tischoberflächen, Arbeitsoberflächen und Wandpanels.

Das thermohärtende Laminat besteht im Wesentlichen aus einer Anzahl von Basisblättern mit einem Dekorblatt, das der Oberfläche am nächsten platziert wird. Das Dekorblatt kann mit einem gewünschten Dekor oder Muster versehen sein. Die besonders häufigen Muster stellen in der Regel das Bild unterschiedlicher Arten von Holz oder Mineralien wie z.B. Marmor oder Granit dar. Die Oberfläche des Laminats kann mit einer Struktur während des Laminierungsverfahrens versehen werden, was das Dekor realistischer macht. Pressplatten mit einer Struktur oder Strukturfolien werden häufig verwendet, wenn ein solches Laminat hergestellt wird. Eine negative Reproduktion der Struktur in der Pressplatte oder der Folie wird in das Laminat während des Laminierungsverfahrens eingedruckt.

Die Struktur repräsentiert in geeigneter Weise Merkmale, die für das Muster charakteristisch sind, das das Dekor in dem Laminat repräsentiert. Die Struktur kann grob gemacht werden, um beispielsweise Stein mit grober Oberfläche zu repräsentieren, oder glatt mit zufällig platzierten Gruben und Mikrorissen, um polierten Marmor zu simulieren. Eine Holzoberfläche kann beispielsweise simuliert werden, indem die Oberfläche mit zufällig platzierten, dünnen länglichen Einkerbungen versehen ist, die Poren imitieren. Diese Einkerbungen müssen in Richtung des Wachstums des simulierten Holzes orientiert sein, was durch das Muster der Körnung angegeben wird, um das Ergebnis realistisch erscheinen zu lassen.

Es bestand seit langer Zeit ein großer Bedarf, dazu in der Lage zu sein, ein dekoratives thermohärtendes Laminat mit einem Dekormuster und einer Oberflächenstruktur herzustellen, das dem reproduzierten Dekor entspricht.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde der oben erwähnte Bedarf erfüllt und eine dekorative Tafel mit einer dekorativen Oberfläche wurde erreicht. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung dekorativer Tafeln mit einer Oberflächenstruktur. Die dekorativen Tafeln umfassen eine Basisschicht, eine Dekorschicht und eine Verschleißschicht, wobei die Verschleißschicht Zellulose und ein thermohärtendes Harz umfasst. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Basisschicht, die Dekorschicht und die Verschleißschicht bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck miteinander laminiert werden, dass vorher bestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht des Laminats nach dem Laminierungsverfahren behandelt werden, um die Oberflächeneigenschaften zu verändern.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird die oberste Fläche der Verschleißschicht mit einer Niedrigglanzoberfläche während des Laminierungsverfahrens versehen.

Vorbestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht werden dann mit einer Glanzoberfläche nach dem Laminieren versehen.

Die glänzende Oberfläche wird in geeigneter Weise durch Polieren oder chemische Behandlung bewirkt.

Das Polieren kann in geeigneter Weise durch eine mechanische Polieraktion entweder durch axial oder radial angeordnete Werkzeuge und ein Poliermittel erreicht werden. Es ist auch möglich, auf ähnliche Weise ein Ultraschallwerkzeug zu verwenden.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die oberste Fläche der Verschleißschicht mit einer Glanzoberfläche während des Laminierungsverfahrens versehen. Vorher bestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht werden dann nach dem Laminieren mit einer Niedrigglanzoberfläche versehen.

Die Niedrigglanzoberfläche wird auf geeignete Weise durch Schwabbeln, chemische Behandlung, Bestrahlen, Coronabehandlung, Plasmabehandlung oder Kombinationen davon erreicht.

Es ist von Vorteil, die dekorativen Tafeln in Platten oder Fliesen zu schneiden und sie mit Mitteln zu versehen, um sie an den Kanten zu verbinden, bevor sie mit den Anteilen der Glanzoberfläche versehen werden. Es wird hierbei möglich, die Position des Glanzoberflächenanteils akkurat anzupassen, so dass, sobald die Platten und/oder Fliesen zusammen angeordnet werden, eine perfekte Paarung erreicht wird. Dies ist natürlich auch der Fall bei Platten und Fliesen, bei denen Anteile einer Niedrigglanzoberfläche nach dem Laminierungsverfahren vorgesehen werden.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Abgrenzung bereitgestellt, bestehend aus einem 1 bis 20 mm breiten, vorzugsweise 3 bis 10 mm breiten Feld, worin sich eine Oberflächenstruktur graduell in eine andere Oberflächenstruktur umwandelt. Hierdurch ist es möglich, eine Oberflächenstruktur mit einer perfekten Paarung über die Kanten benachbarter Tafeln bereitzustellen und gleichzeitig eine Oberflächenstruktur zu haben, die eine leichte Fehlausrichtung zwischen dem bedruckten Dekor und der Oberflächenstruktur zulässt.

Die obere Oberfläche gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist mit tieferen Strukturen versehen, gewählt aus der Gruppe, bestehen aus Gruppen von kleinen länglichen Einkerbungen, unterschiedlichen Graden eines flachen Oberflächenfinishs, Riefen und Vertiefungen und Kombinationen daraus. Diese tieferen Strukturen werden auf geeignete Weise während des Laminierungsverfahrens erreicht.

Die Basisschicht besteht in geeigneter Weise aus einer Spanplatte oder einer Faserplatte. Sie kann in einigen Fällen auch in vorteilhafter Weise eine oder mehrere Basisschichten eines Kraftpapiers verwenden, imprägniert mit einem thermohärtenden Harz, das auf der Oberfläche der Basisschicht angeordnet ist und einen Teil derselben bildet. Die Verschleißschicht besteht vorzugsweise aus einem sog. Deckschichtpapier (overlay paper), das auf dem Dekorpapier platziert ist. Das Deckschichtpapier wird in geeigneter Weise mit einem Melaminformaldehydharz imprägniert. Die Verschleißschicht wird auch in geeigneter Weise mit harten Teilchen beschichtet, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Siliziumdioxid, Aluminiumoxid, Siliziumcarbid oder einer Kombination daraus, wobei die Teilchen eine durchschnittliche Teilchengröße im Bereich von 1 bis 100 &mgr;m aufweisen, um eine Verschleißfestigkeit zu verbessern.

Es wird gemäß der vorliegenden Anwendung außerdem möglich, die Oberfläche des Laminats nachzubehandeln, um eine perfekte Paarung bestimmter Aspekte der Oberflächenstruktur zu erreichen. Dementsprechend kann die Oberflächenstruktur beschrieben werden als eine tiefere Struktur und eine flachere Struktur inkorporierend. Eine tiefere Struktur kann zur Simulation von beispielsweise Poren und Rissen in Holz verwendet werden. Sie kann auch verwendet werden, um die Wirkungen von abgenutztem Holz zu simulieren, wobei die weicheren Anteile des Holzes abgenutzt werden, was zu Vertiefungen führt. Diese Wirkung kann auch bei Holz angetroffen werden, worin die Feuchtigkeitsniveaus gelegentlich sehr hoch sind. Die tieferen Strukturen können auch verwendet werden, um kleinste Risse in Mineralien zu simulieren wie Stein, Marmor, Granit und Sandstein, jedoch auch Keramik. Diese tieferen Strukturen können die Oberfläche von Stein mit grober Oberfläche simulieren, Meißelspuren in Mineralien oder Holz usw.. Das gemeinsame Thema für diese tieferen Strukturen ist dasjenige, dass sie einen Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt im Niveau aufweisen, der oberhalb von 0,05 mm liegt. Diese Strukturen werden in vorteilhafter Weise während des Laminierungsverfahrens bewirkt.

Es ist ziemlich schwierig, diese Oberflächenstrukturen in einem großen Tafelformat so zu paaren, dass, wenn eine Anzahl von Fliesen oder Platten aus der Tafel geschnitten werden, die Oberflächenstruktur über die Kanten gepaart werden kann, sobald die Platten oder Fliesen miteinander verbunden werden. Es ist daher vorteilhaft, die Oberfläche mit zusätzlichen Strukturmerkmalen nach dem Laminierungsverfahren zu versehen, besonders bevorzugt nach dem Schneiden und dem Fräsverfahren, wobei die Platten oder Fliesen mit Kanten für eine Verbindung versehen werden. Sobald die Platten oder Fliesen dieses Format erreicht haben, wird es möglich, die Position des weiteren Strukturgebungsverfahrens im Hinblick auf Ecken und Kanten der Platten oder Fliesen so zu führen, dass eine perfekte Paarung erreicht wird. Die Oberfläche kann hier poliert werden, um die Glanzrate der Oberfläche zu erhöhen, oder geschwabbelt werden, um die Glanzrate zu erniedrigen.

Ein typisches Beispiel für eine Simulation eines tatsächlichen Produkts kann auf die folgende Weise beschrieben werden, um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern. Ein Dekorpapier mit einem Dekor, das eine verwitterte Birke darstellt, wird mit einem Melaminformaldehydharz imprägniert, was dann auf die sog. B-Stufe getrocknet wird. Das Dekorpapier wird dann auf der Oberfläche einer Basisschicht einer HDF-Tafel angeordnet. Auf dieses Dekorpapier werden zwei Schichten eines sog. Deckschichtpapiers angeordnet, imprägniert mit Melaminformaldehydharz, und mit Aluminiumoxidteilchen vor dem Trocknen der Papiere auf eine sog. B-Stufe besprenkelt. Die oberste Fläche der obersten Deckschicht hat Teilchen mit einer durchschnittlichen Teilchengröße unterhalb von 30 &mgr;m, wobei darunter liegende Oberflächen der Deckschichtpapiere größere Teilchen beinhalten, vorzugsweise im Bereich von 50 bis 150 &mgr;m. Der beschriebene Stapel aus einer Basisschicht, einer Dekorschicht und zwei Deckschichten wird dann in einer Laminatpresse laminiert, nach Anordnung einer Pressplatte oder Pressfolie über die Deckschicht. Die Pressfolie oder Pressplatte ist mit einer flachen Niedrigglanzoberfläche zusammen mit engen länglichen Vorsprüngen versehen. Die Vorsprünge der Pressplatte oder Pressfolie werden in dem fertigen Laminat enge Einkerbungen erzeugen, die Poren im Holz simulieren. Diese Einkerbungen werden in geeigneter Weise angeordnet, um dem bedruckten Dekor zu entsprechen. Nach Laminieren der unterschiedlichen Schichten bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck wird die Laminatpresse geöffnet und Pressplatte und Pressfolie werden von dem erhaltenen Laminat getrennt. Diese Laminattafel wird dann in Platten geschnitten und mit Mitteln versehen, um entlang der Kanten verbunden zu werden. Die Platten, die sich nun im Endverbraucherformat befinden, können nun mit den Endbereichen der Oberflächenstruktur versehen werden. Vorbestimmte Anteile der Oberfläche, beispielsweise Teile, die zu den dunkleren Bereichen des Birkendekors korrespondieren, werden nun auf eine höhere Glanzrate poliert. Dies wird zu einem sehr lebensähnlichen Eindruck einer mit Öl behandelten Birke führen. Tatsächliches mit Öl behandeltes Holz wird natürlicherweise eine höhere Glanzrate in harzreicheren Bereichen des Holzes aufweisen, da diese Bereiche das Öl nicht im selben Ausmaß absorbieren, wie der Rest des Holzes.

Da es wünschenswert ist, einen bestimmten Paarungsgrad zwischen dem bedruckten Dekor und der Oberflächenstruktur zu haben, ist es vorteilhaft, das Polierverfahren durch eine Kamera, die das Dekor abliest, zu führen. Die Führoperation kann zusätzlich einen Algorithmus beinhalten, der die Polieroperation im Bereich nahe den gewählten Kanten führt, so dass eine Paarung zwischen benachbarten Kanten der angeordneten Platten erreicht werden kann.

Dieses Verfahren kann natürlich auch verwendet werden, wenn das bedruckte Dekor Kombinationen unterschiedlicher Materialien darstellt, wie z.B. Intarsien, wo unterschiedliche Arten von Holz in Kombination verwendet werden, oder sogar Holz/Mineralkombinationen. Es wird hier einfach sein, die unterschiedlichen Dekorbereiche, geführt von der Kamera, mit einem passenden Glanzgrad zu versehen, um die dekorative Wirkung zu verstärken.

Dementsprechend wird es möglich, eine lebensähnliche Simulation von Oberflächen zu erreichen, wenn unterschiedliche Arten von Holz simuliert werden wie z.B. Eiche, Birke, Buche, Esche, Kirsche, Ahorn, Walnuss, Pinie, Rosenholz, Teak, Mahagoni und Ebenholz wie auch Mineralien wie Marmor, Granit, Sandstein, Seifenstein und keramische Materialien, die ebenfalls populäre Reproduktionen sind. Die Oberflächenstrukturen, die verwendet werden für die zu simulierenden Oberflächen, um den obigen Materialien zu entsprechen, können enge längliche Einkerbungen in der Oberfläche mit einer Breite von 0,1 bis 2 mm und einer Tiefe von 0,02 bis 1 mm umfassen, die Poren und Risse im Holz simulieren können. Holzkörnung kann durch ausschweifende Muster von Einkerbungen mit einer Breite von 1 bis 25 mm und einer Tiefe von 0,1 bis 2 mm simuliert werden. Es ist auch möglich, die Oberfläche mit Kombinationen aus glänzenden und flachen Oberflächen in Bereichen zu versehen, die zusätzlich angehoben oder vertieft sein können. Es ist natürlich auch möglich, vollständig auf der Fantasie basierende Muster von Oberflächenstrukturen zu erzeugen.

Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsformen begrenzt, die dargestellt sind, da diese im Umfang der Erfindung geändert werden können. Es ist beispielsweise möglich, andere Materialien als Melamin-imprägniertes Papier als Verschleißschicht zu verwenden. Es ist beispielsweise möglich, eine Zellulose-/thermohärtende Aminoharz-Mischung zu verwenden, entweder in Trockenform oder lösungsmittelhaltig. Diese Mischung kann auch harte Teilchen wie vorher beschrieben enthalten. Es ist auch möglich, eine thermohärtende Aminoharz-/harte Teilchen-Mischung zu verwenden, die möglicherweise auch einen Füllstoff enthält. Wenn man es wünscht, dass die Harzmischung in einem flüssigen Zustand verarbeitet wird, sollte sie auch ein Lösungsmittel und möglicherweise ein Geliermittel enthalten.

Zusammenfassung Dekorative Tafel mit Oberflächenstruktur

Ein Verfahren zu Herstellung von dekorativen Tafeln mit einer Oberflächenstruktur wird bereitgestellt. Die dekorativen Tafeln umfassen eine Basisschicht, eine Dekorschicht und eine Verschleißschicht, wobei die Verschleißschicht ein Blatt oder ein Gewebe von Zellulose umfasst, imprägniert mit einem thermohärtenden Harz. Die Basisschicht, die Dekorschicht und Verschleißschicht sind miteinander bei erhöhter Temperatur und Druck laminiert. Vorher bestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht des Laminats werden nach dem Laminierungsverfahren behandelt, um die Oberflächeneigenschaften zu verändern.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung von dekorativen Tafeln mit einer Oberflächenstruktur, wobei die dekorativen Tafeln eine Basisschicht, eine Dekorschicht und eine Verschleißschicht umfassen, wobei die Verschleißschicht Zellulose und ein thermohärtbares Harz umfasst, wobei die Basisschicht, die Dekorschicht und Verschleißschicht mit einander bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck laminiert werden, und wobei vorher bestimmte Anteile einer obersten Fläche der Verschleißschicht des Laminats nach dem Laminierungsverfahren behandelt werden, um die Oberflächeneigenschaften zu ändern. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die oberste Fläche der Verschleißschicht mit einer Niedrigglanzoberfläche während der Laminierung versehen wird und wobei vorher bestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht mit einer Glanzoberfläche nach dem Laminieren versehen werden. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die Glanzoberfläche durch Polieren erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die Glanzoberfläche durch chemische Behandlung erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die oberste Fläche der Verschleißschicht mit einer Glanzoberfläche während dem Laminieren versehen wird und wobei vorher bestimmte Anteile der obersten Fläche der Verschleißschicht mit einer Niedrigglanzoberfläche nach dem Laminieren versehen werden. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Niedrigglanzoberfläche durch Schwabbeln erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Niedrigglanzoberfläche durch chemische Behandlung erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Niedrigglanzoberfläche durch Bestrahlen erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Niedrigglanzoberfläche durch Plasmabehandlung erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Niedrigglanzoberfläche durch eine Coronabehandlung erreicht wird. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die dekorative Tafel in Platten oder Fliesen geschnitten wird und mit Mitteln versehen wird, um an den Kanten verbunden zu werden, bevor sie mit den Anteilen einer Glanzoberfläche versehen wird. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die dekorative Tafel in Platten oder Fliesen geschnitten wird und mit Mitteln versehen wird, um an den Kanten verbunden zu werden, bevor sie mit den Anteilen einer Niedrigglanzoberfläche versehen wird. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 5, wobei die Basisschicht aus einer Spanplatte oder Faserplatte besteht. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 5, wobei eine Abgrenzung vorliegt, bestehend aus einem 1 bis 20 mm breiten, vorzugsweise 3 bis 10 mm breiten Feld, worin eine Oberflächenstruktur sich graduell in eine andere Oberflächenstruktur umwandelt. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 5, wobei die Verschleißschicht aus einem sog. Deckschichtpapier gebildet wird, platziert oberhalb des Dekorpapiers. Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei das Deckschichtpapier mit einem Melaminformaldehydharz imprägniert ist. Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Verschleißschicht mit harten Teilchen beschichtet ist, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Siliziumdioxid, Aluminiumoxid, Siliziumcarbid oder einer Kombination daraus, wobei die Teilchen eine durchschnittliche Teilchengröße im Bereich vom 1-100 &mgr;m aufweisen. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 5, wobei die obere Fläche mit tieferen Strukturen versehen ist, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Gruppen von kleinen länglichen Einkerbungen, unterschiedlichen Graden eines flachen Oberflächenfinishs, Riefen und Vertiefungen und Kombinationen daraus, wobei diese tieferen Strukturen während des Laminierungsverfahrens erreicht werden.






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