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Dokumentenidentifikation DE202005020847U1 19.10.2006
Titel Möbel, insbesondere Sitz-/Stehtisch
Anmelder Linak A/S, Nordborg, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202005020847
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.10.2006
Registration date 14.09.2006
Application date from patent application 18.10.2005
File number of patent application claimed PCT/DK2005/000671
IPC-Hauptklasse A47B 9/00(2006.01)A, F, I, 20060712, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere einen Sitz-/Steh-Tisch, aufweisend ein verstellbares Element, wie eine Tischplatte, eine Antriebseinheit mit einem Elektromotor, um die Verstellung des verstellbaren Elements zu bewirken, eine elektrische Steuerung in einem Gehäuse und eine Schalttafel für die Aktivierung der Antriebseinheit.

In gleichem Maße wie Sitz-/Steh-Tische immer größere Beliebtheit finden und dem daraus folgenden Wettbewerb sind eine Reihe von unterschiedlichen Produkten entwickelt worden, die an kundenspezifische Bedürfnisse angepaßt sind, und gleichzeitig damit sind verschiedene Spezialfunktionen hinzugekommen. Für einige sind die Einstellungsgeschwindigkeit entscheidend und der Anspruch an Tragkraft nicht so wichtig, und umgekehrt haben andere Anspruch an eine große Tragkraft, während die Einstellungsgeschwindigkeit untergeordnet ist. Beispiele von Spezialfunktionen umfassen Höhenindikator, Steuerung sowohl durch Schalttafel als auch durch PC, Klemmschutz usw.

Logistisch ist die Handhabung dieser verschiedenen Varianten eine große Aufgabe, die zu steigenden Kosten, Trägheit in der Produktion und im Vertrieb als auch zu vergrößertem Risiko von Fehllieferungen führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die logistische Aufgabe zu erleichtern und gleichzeitig die Vielfalt im Produktionssortiment beizubehalten.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die elektrische Steuerungseinheit grundsätzlich mit den Grundkomponenten hergestellt wird, die notwendig sind für die Berücksichtigung der verschiedenen kundenspezifischen Ansprüche. Mit einigen Modulen, die in Eingänge in der Steuerung eingeführt werden können, kann man somit die verschiedene Leistungen und Spezialfunktionen modifizieren, aktivieren oder deaktivieren. Der Vorteil besteht darin, daß man, wenn nicht vorzugsweise mit einer, so doch mit nur wenigen grundlegenden Steuerungseinheiten die Steuerung nach kundenspezifischen Wünschen konfigurieren kann. Zusätzlich gibt es auch den Vorteil, daß die Steuerung leicht veränderbar ist, falls der Bedarf des Kunden sich ändert. Beispielsweise kann dieselbe grundlegende Steuerungseinheit mit einem Modul den Anspruch an hohe Geschwindigkeit und niedrige Belastung und mit einem anderen Modul den Anspruch an höhere Belastung und niedrigere Geschwindigkeit erfüllen. Mit dem Vorhandensein von Klemmschutz in der Steuerungseinheit läßt dieser sich mit einem Modul aktivieren, dasselbe gilt für einen Höhenindikator usw. Für eine einzelne Funktion lassen sich mehrere Module zum Erreichen einer spezifischen Eigenschaft anschließen, z.B. was den Klemmschutz betrifft, ist es möglich, eine Reihe von Modulen so abzustufen, daß die Klemmschutzfunktion bei verschiedenen Klemmkräften ausgelöst wird. Alternativ kann das Modul mit einem Drehpotentiometer zur Einstellung der Empfindlichkeit des Klemmschutzes versehen werden; eine weitere Alternative ist ein Umschalter. In seiner einfachsten Form besteht das Modul nur aus einer einfachen elektrischen Verbindung zur Umkonfigurierung der Steuerungseinheit. Der Kunde kann somit eigenhändig mit den verschiedenen steckerförmigen Modulen die Steuerungseinheit seinen Bedürfnissen anpassen, und falls der Bedarf entsteht, nachfolgend die Steuerung verändern. Die Module sind zweckmäßigerweise mit Sinnbildern, Aufschriften oder Farbindikation versehen, die die Funktion des Moduls wiedergeben, und in Form eines Modulsteckers können sie in einem einfachen Briefumschlag versendet werden.

Weitere Merkmale bei der Erfindung werden anhand der Ansprüche und der nachfolgenden Beschreibung eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

1 einen Sitz-/Steh-Tisch,

2 einen Steuerkasten mit Netz- und Kabelverbindungen sowie einem mit einem Modulstecker an einem Ende ausgebildeten Modul, und

3. das Modul in vergrößertem Maßstab.

Der in 1 dargestellte Sitz-/Steh-Tisch umfaßt eine Hubsäule 1 an jedem Ende und besteht aus drei untereinander teleskopartigen Abschnitten 2a, b, c. Die Bewegung der Säulen wird von einer eingebauten Antriebseinheit bewirkt, die über einen an einem Steuerkasten 6 mit einer Stromversorgung angeschlossenen Elektromotor 10 angetrieben wird. Der Steuerkasten enthält ebenfalls eine Steuerungseinheit, die mit einer Schalttafel 7 an der Vorderkante des Tisches aktiviert wird. Die Steuerungseinheit kann auf Drehpotentiometern, optische oder magnetische Encoder für die Festlegung der Höhe der Tischplatte beruhen, oder rein elektrisch betrieben werden, wie in WO 02/091539 angegeben.

Der Tisch kann mit einem Klemmschutz oder einer Antikollisionssicherung versehen sein, wie z.B. in WO 03/056976 A1, oder auf traditionelle Weise auf Messung des Stromverbrauchs beruhen.

2 zeigt den Steuerkasten 6 mit einem Netzkabel 3 und zwei Leitungen 4 für die Antriebseinheiten 8. Zudem ist ein erfindungsgemäßes steckerförmiges Modul dargestellt, genauer gesagt als ein Modulstecker (RJ45) ausgebildet, der in einem dazugehörigen Eingang in der Steuereinrichtung 6 einsetzbar ist. Das Modul 5 und die Steuerungseinheit sind so ausgebildet, daß das Modul einen Teil der Steuerungseinheit enthält, und die Antikollisionssicherung wird erst aktiviert, wenn das Modul 5 in den Eingang 9 eingesetzt wird, wobei die Antikollisionssicherung erst dann vervollständigt wird.

Eine andere Weiterbildung sieht vor, daß das Modul 5 mit einem Trimmpotentiometer zur Einstellung der Empfindlichkeit der Antikollisionssicherung versehen ist.

Die Erfindung ist der Einfachheit halber zuvor auf der Basis eines höheneinstellbaren Tisches beschrieben worden, es ist aber klar, daß die Erfindung auf verstellbare Möbel im allgemeinen anwendbar ist, seien es verstellbare Sessel, Betten usw. Was Betten betrifft, können es Betten für zu Hause, Pflege- oder Krankenhausbetten sein. Die Betten können ein Oberkörper-, Kopf- und Beinstützteil aufweisen. Für Pflege- und Krankenhausbetten kann das Bett zusätzlich anhebbar sein. Aus verschiedenen Gründen, z.B. bei einem gebrochenen Bein, kann es erwünscht sein, das Beinstützteil zu verlegen, was mit einem Modul, wie erwähnt, möglich ist.


Anspruch[de]
Möbel, insbesondere Sitz-/Steh-Tisch, aufweisend ein verstellbares Element, wie eine Tischplatte, zumindest eine Antriebseinheit (8) mit einem Elektromotor zum Bewirken der Verstellung des verstellbaren Elements, eine elektrische Steuerung in einem Gehäuse und eine Schalttafel zur Aktivierung der Antriebseinheit, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (6) so konfiguriert ist, daß sie einige Ansprüche an Leistungen und/oder Spezialfunktionen erfüllt, und daß die Steuerung (6) einige von außen zugängliche Eingänge (9) hat, und daß die verschiedenen Leistungen und/oder Spezialfunktionen mit einigen externen mit einem Stecker (11) versehenden Modulen (5) modifiziert, aktiviert oder deaktiviert werden können, wenn der Stecker (11) in einen Eingang (9) eingesetzt ist. Möbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Stecker (11) in einem Ende des Moduls (5) ausgebildet ist. Ein Möbel nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Modul als ein Modulstecker (RJ45) ausgebildet ist.






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