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Dokumentenidentifikation DE60303337T2 19.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001388429
Titel DURCH THERMISCHE FARBSTOFFÜBERTRAGUNG ERHALTENER DRUCK MIT EINER GEMUSTERTEN DECKSCHICHT SOWIE VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DERSELBEN
Anmelder Eastman Kodak Company, Rochester, N.Y., US
Erfinder Simpson, William H., Rochester New York 14650-2201, US;
Johnson, David A., Rochester New York 14650-2201, US;
Goff, Cobb S., Rochester New York 14650-2201, US;
Coons, David E., Rochester New York 14650-2201, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60303337
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.07.2003
EP-Aktenzeichen 030773659
EP-Offenlegungsdatum 11.02.2004
EP date of grant 25.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse B41M 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen durch thermische Farbstoffübertragung erhaltenen Druck mit einer schützenden Deckschicht einschließlich eines polymeren Bindemittels, das durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen dispergiert enthält, wobei die expandierbaren Mikrokügelchen in einem vorbestimmten Muster selektiv expandiert wurden.

Die US-A-6 092 942 (Koichi u.A.) umfasst ein Donor-Element für die thermische Farbstoffübertragung mit einem gelben, purpurroten und blaugrünen Farbstoffflecken plus einer schützenden Deckschicht, die auf die Empfängerschicht aufgebracht wird, enthaltend das mittels eines Thermodruckerkopfes gedruckte Bild. Die schützende Schicht wird aufgebracht unter Verwendung einer Bildfläche als Maske im Gegensatz zu einer gleichförmigen Anwendung von Energie auf der Seite. Das schützende Schichtenbild ist derart ausgestaltet, dass es Bereiche von niedriger und hoher Energie in einem Muster angeordnet aufweist, um entsprechende Bereiche von Dichte in der übertragenen, schützenden Schicht zu erzeugen. Das letztendliche Muster in der übertragenen, schützenden Schicht führt zu einem Satin-artigen oder matten Aussehen der Oberfläche des Farbstoffempfängers durch Veränderung der Dicke der schützenden Schicht. Die Verwendung einer schützenden Schicht, die in dieser Weise erzeugt wird, begrenzt die Grobkörnigkeit der Textur, die aufgebracht werden kann.

Die US-A-6 346 502 (Simpson u.A.) und die UK-Patentschrift 2 348 509 (Lum u.A.) lehren die Verwendung von expandierbaren Mikrokügelchen in einer schützenden Schicht, um den durch Farbstoffdiffusion erhaltenen, thermischen Übertragungsdrucken ein Satin-artiges oder mattes Aussehen zu verleihen. Die Anwendung von Wärme während der Übertragung der schützenden Schicht von dem Donor-Element auf die Empfangsschicht bewirkt, dass sich die Mikrokügelchen, die mit einer leicht zu verdampfenden Flüssigkeit gefüllt sind, in der Größe expandieren. Die größeren Mikrokügelchen streuen Licht wirksamer, was zu einem Satinartigen oder matten Aussehen des Druckes führt. Der Grad des Glanzes kann durch die Menge der Wärme gesteuert werden, die der Schicht zugeführt wird. Das Aufgingen der schützenden Schicht kann erfolgen mittels eines Thermodruckerkopfes oder anderer Geräte, wie einer aufgeheizten Walze.

Ein Problem, das durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht in der Bereitstellung einer schützenden Deckschicht für einen Farbstoff-Übertragungsdruck, die es ermöglicht, dass ein breiterer Bereich von gemusterten Texturen auf die Deckschicht aufgebracht werden kann.

Die Erfindung stellt einen durch thermische Farbstoffübertragung erhaltenen Druck bereit, der eine schützende Deckschicht aufweist mit einem polymeren Bindemittel, das dispergiert durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen enthält, wobei die expandierbaren Mikrokügelchen selektiv in einem vorbestimmten Muster expandiert wurden. Die Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Herstellung derartiger Drucke bereit.

Die Erfindung ermöglicht es, dass ein breiter Bereich von gemusterten Texturen auf die Deckschicht aufgebracht werden kann.

Das hier benutzte Merkmal "gemustert" steht für ein makroskopisches Muster, wobei das in einem Quadratzentimeter vorhandene Muster nicht gleich ist jedem anderen Quadratzentimeter der Deckschicht. "Mikrokügelchen" bedeuten ganz allgemein sphäroidal oder ellipsoidal geformte Kügelchen von expandierbarem Material.

Die Erfindung wurde oben zusammengefasst. Sie umfasst einen durch thermische Farbstoffübertragung erhaltenen Druck mit einer schützenden Deckschicht mit einem polymeren Bindemittel, das dispergiert durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen enthält, wobei die expandierbaren Mikrokügelchen selektiv in einem vorbestimmten Muster expandiert wurden, und die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung derartiger Drucke. In geeigneter Weise ist der erfindungsgemäße Druck ein solcher, in dem das Muster ein makroskopisches, sich wiederholendes, textilartiges Muster ist. Alternativ ist das Muster ein Informationen tragendes Muster, insbesondere ein solches, das maschinell ablesbar ist oder durch das menschliche Auge ablesbar ist oder durch Berührung. Die schützende Deckschicht kann ferner in geeigneter Weise anorganische Teilchen, wie Silicateilchen, enthalten.

Der Druck der Erfindung umfasst Deckschichtenanordnungen, in denen die Mikrokügelchen selektiv expandiert sind, oder nicht, in Abhängigkeit von einer makroskopischen Position, und worin die Mikrokügelchen selektiv expandiert sind durch verschiedene Grade der Expansion in Abhängigkeit von der Position.

Der Druck der Erfindung umfasst Deckschichtenanordnungen, in denen die schützende Deckschicht zusätzlich einen IR-absorbierenden Farbstoff enthält, oder worin die Dicke der schützenden Deckschicht variiert. Das Verfahren zur Herstellung der Deckschicht auf einen durch thermische Farbstoffübertragung erhaltenen Druck umfasst:

  • 1) Das Aufbringen eines festen Blattes mit einem polymeren Bindemittel, in dem durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen dispergiert sind, auf den Druck; und
  • 2) die selektive Zufuhr von Wärme auf die Oberfläche des Deckblattes derart, dass die expandierbaren Mikrokügelchen selektiv in einem vorbestimmten Muster expandiert werden.

In geeigneter Weise wird bei dem Verfahren der Erfindung die Wärme über einen Thermodruckerkopf zugeführt, insbesondere einem solchen, der variabel ist bezüglich der Pixel, denen Energie zugeführt wird und/oder dem Ausmaß, in dem den Pixeln Energie zugeführt wird. Der Thermodruckerkopf, der zur Erhitzung der schützenden Deckschicht verwendet wird, ist in zweckmäßiger Weise ein von dem Druckerkopf separater Druckerkopf, der zur Übertragung des Bildaufzeichnungsfarbstoffes verwendet wird. Alternativ enthält die Deckschicht einen IR-Farbstoff und die Wärme wird über eine selektive Anwendung eines Laserstrahls zugeführt.

Jeder beliebige Farbstoff kann in der Farbstoffschicht des Farbstoff-Donorelementes der Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, er ist auf die Farbstoff-Empfangsschicht durch Einwirkung von Wärme übertragbar. Besonders gute Ergebnisse wurden mit sublimierbaren Farbstoffen erzielt. Zu Beispielen von sublimierbaren Farbstoffen gehören Anthrachinonfarbstoffe, zum Beispiel Sumikaron Violet RS® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.), Dianix Fast Violet 3R FS® (Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Kayalon Polyol Brilliant Blue N BGM® und KST Black 146® (Nippon Kayaku Co., Ltd.); Azofarbstoffe, wie Kayalon Polyol Brilliant Blue BM®, Kayalon Polyol Dark Blue 2BM® und KST Black KR® (Nippon Kayaku Co., Ltd.), Sumikaron Diazo Black 5G® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Miktazol Black 5GH® (Mitsui Toatsu Chemicals, Inc.); direkte Farbstoffe, wie Direct Dark Green B® (Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Direct Brown M® und Direct Fast Black D® (Nippon Kayaku Co., Ltd.); Säurefarbstoffe, wie Kayanol Milling Cyanine 5R® (Nippon Kayaku Co., Ltd); basische Farbstoffe, wie Sumiacryl Blue 6G® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Aizen Malachite Green® (Hodogaya Chemical Co., Ltd.); oder beliebige der Farbstoffe, die in der US-A-4 541 830 offenbart wurden. Die obigen Farbstoffe können einzeln oder in Kombination miteinander zur Erzielung eines Monochroms verwendet werden. Die Farbstoffe können in einer Beschichtungsstärke von etwa 0,05 bis etwa 1 g/m2 verwendet werden und sind vorzugsweise hydrophob.

In den Farbstoff-Donor-Elementen der Erfindung kann eine Farbstoff-Trennschicht angeordnet werden, um die Dichte des übertragenen Farbstoffes zu verbessern. Zu derartigen Farbstoff-Trennschichtmaterialien gehören hydrophile Materialien, wie jene, die in der US-A-4 716 144 beschrieben und beansprucht werden.

Die Farbstoffschichten und die schützende Schicht des Farbstoff-Donor-Elementes können auf den Träger aufgeschichtet werden oder mittels einer Drucktechnik aufgedruckt werden, wie einem Gravure-Prozess.

Auf der Rückseite des Farbstoff-Donor-Elementes der Erfindung kann eine Gleitschicht angeordnet werden, um den Druckerkopf daran zu hindern, an dem Farbstoff-Donor-Element kleben zu bleiben. Eine derartige Gleitschicht würde entweder ein festes oder ein flüssiges Gleitmittelmaterial oder Mischungen hiervon enthalten mit oder ohne polymerem Bindemittel oder einem oberflächenaktiven Mittel. Zu bevorzugten Gleitmittelmaterialien gehören Öle oder semikristalline, organische, feste Stoffe, die unterhalb 100°C schmelzen, wie Poly(vinylstearat), Bienenwachs, perfluorierte Alkylesterpolyether, Polycaprolacton, Silikonöl, Poly (tetrafluoroethylen), Carbowachs, Poly(ethylenglykole) oder beliebige jener Materialien, die offenbart wurden in den US-A-4 717 711; 4 717 712; 4 737 485 und 4 738 950. Zu geeigneten polymeren Bindemitteln für die Gleitschicht gehören Poly(vinylalkoholco-butyral), Poly(vinylalkohol-co-acetal), Polystyrol, Poly(vinylacetat), Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetat oder Ethylcellulose.

Die Menge an Gleitmittelmaterial, das in der Gleitschicht verwendet wird, hängt weitestgehend vom Typ des Gleitmittelmaterials ab, liegt jedoch im Allgemeinen im Bereich von etwa 0,001 bis etwa 2 g/m2. Wird ein polymeres Bindemittel verwendet, so liegt das Gleitmittelmaterial in einem Bereich von 0,05 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 40 Gew.-% des verwendeten, polymeren Bindemittels vor.

Als Träger des Farbstoff-Donor-Elementes der Erfindung kann jedes beliebige Material verwendet werden, vorausgesetzt, es ist dimensionsstabil und vermag der Wärme der Thermodruckerköpfe zu widerstehen. Zu derartigen Materialien gehören Polyester, wie Poly(ethylenterephthalat); Polyamide; Polycarbonate; Pergamentpapier; Kondensorpapier; Celluloseester, wie Celluloseacetat; Fluorpolymere, wie Poly(vinylidenfluorid) oder Poly(tetrafluoroethylenco-hexafluoropropylen); Polyether, wie Polyoxymethylen; Polyacetale; Polyolefine, wie Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen oder Methylpentenpolymere und Polyimide, wie Polyimidamide und Polyetherimide. Der Träger hat im Allgemeinen eine Dicke von etwa 2 bis etwa 30 &mgr;m.

Das Farbstoff-Empfangselement, das mit dem Farbstoff-Donor-Element der Erfindung verwendet wird, weist gewöhnlich einen Träger auf, auf dem sich eine Farbbild-Empfangsschicht befindet. Der Träger kann ein transparenter Film sein, wie aus einem Poly(ethersulfon), einem Polyimid, einem Celluloseester, wie Celluloseacetat, einem Poly(vinylalkohol-co-acetal) oder einem Poly(ethylenterephthalat). Der Träger für das Farbstoff-Empfangselement kann ferner reflektierend sein, wie im Falle eines mit einer Barytschicht beschichteten Papiers, eines mit einer Polyethylenschicht beschichteten Papiers, weißem Polyester (Polyester mit einem hierin einverleibten, weißen Pigment), einem Elfenbeinpapier, einem Kondensorpapier oder einem synthetischen Papier, wie dem Papier DuPont Tyvek®.

Die Farbbild-Empfangsschicht kann beispielsweise ein Polycarbonat, ein Polyurethan, einen Polyester, ein Poly(vinylchlorid), ein Polystyrol-co-acrylonitril), ein Polycaprolacton oder Mischungen hiervon enthalten. Die Farbbild-Empfangsschicht kann in jeder beliebigen Menge vorliegen, die effektiv für den beabsichtigten Zweck ist. Im Allgemeinen wurden gute Ergebnisse mit einer Konzentration von etwa 1 bis etwa 5 g/m2 erzielt.

Wie oben angegeben, werden die Farbstoff-Donor-Elemente der Erfindung zur Herstellung eines Farbstoff-Übertragungsbildes verwendet. Ein solches Verfahren umfasst die bildweise Erhitzung eines Farbstoff-Donor-Elementes, wie oben beschrieben, und die Übertragung eines Farbstoffbildes auf ein Farbstoff-Empfangselement unter Erzeugung des Farbstoff-Übertragungsbildes. Nachdem das Farbstoffbild übertragen worden ist, wird die schützende Schicht auf das Farbbild übertragen.

Das Farbstoff-Donor-Element der Erfindung kann in Blattform verwendet werden oder in Form einer endlosen Rolle oder eines endlosen Bandes. Wird eine endlose Rolle oder ein endloses Band verwendet, so kann diese bzw. dieses lediglich einen Farbstoff aufweisen oder alternierende Bereich von anderen unterschiedlichen Farbstoffen, wie sublimierbaren blaugrünen und/oder purpurroten und/oder gelben und/oder schwarzen oder anderen Farbstoffen. Derartige Farbstoffe werden offenbart in den US-A-4 541 830; 4 698 651; 4 695 287; 4 701 439; 4 757 046; 4 743 582; 4 769 360 und 4 753 922. Demzufolge gehören ein-, zwei-, drei- oder vierfarbige Elemente (oder Elemente mit einer noch höheren Anzahl von Farben) in den Schutzbereich der Erfindung.

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Farbstoff-Donor-Element einen Poly(ethylenterephtalat)Träger, der beschichtet ist mit aufeinander folgenden, sich wiederholenden Bereichen von gelbem, blaugrünem und purpurrotem Farbstoff und die oben beschriebene, schützende Schicht und die obigen Verfahrensstufen werden in Folge für jede Farbe durchgeführt, um ein dreifarbiges Farbstoff-Übertragungsbild mit einer schützenden Schicht hierauf zu erhalten. Wird das Verfahren lediglich für eine einzelne Farbe durchgeführt, so wird natürlich ein monochromes Farbstoff-Übertragungsbild erhalten.

Auf thermischem Weg expandierbare Mikrokügelchen oder Teilchen, die in den Schutzbereich dieser Erfindung fallen und die einen matten oder texturierten Finish herbeiführen, sind jene, die hergestellt werden als Expancel® von der Firma Expancel, Inc. mit einem mittleren Durchmesser von sechs bis siebzehn Mikrometern. Ein mittlerer Durchmesser von sechs bis neun Mikrometern in dem nicht-expandierten Zustand wird bevorzugt. Weiter bevorzugt wird, dass die Polymerwand des Mikrokügelchens eine Erweichungstemperatur zwischen 95 und 130°C aufweist und resistent gegenüber dem Angriff von Lösungsmitteln ist, die üblicherweise zur Herstellung von Lösungen für die Gravure-Beschichtung verwendet werden.

Thermodruckerköpfe, die dazu verwendet werden können, um Farbstoff von den Farbstoff-Donor-Elementen der Erfindung zu übertragen, sind im Handel erhältlich. Beispielsweise können verwendet werden ein Fujitsu Thermal Head FTP-040 MCSOOI, ein TDK Thermal Head LV5416 oder ein Rohm Thermal Head KE 2008-F3.

Eine Zusammenstellung für die thermische Farbstoffübertragung der Erfindung umfasst

  • a) ein Farbstoff-Donor-Element, wie oben beschrieben, und
  • b) ein Farbstoff-Empfangselement, wie oben beschrieben,
wobei sich das Farbstoff-Empfangselement in einer übergeordneten Beziehung zu dem Farbstoff-Donor-Element befindet, sodass die Farbstoffschicht des Donor-Elementes in Kontakt mit der Farbbild-Empfangsschicht des Empfangselementes gelangt.

Die obige Zusammenstellung mit diesen zwei Elementen kann vorgefertigt sein in Form einer integralen Einheit, wenn ein monochromes Bild erhalten werden soll. Dies kann geschehen dadurch, dass die zwei Elemente an ihren Kanten temporär zur Haftung miteinander gebracht werden. Nach der Übertragung wird das Farbstoff-Empfangselement abgestreift unter Freisetzung des übertragenen Farbstoffbildes.

Soll ein dreifarbiges Bild erhalten werden, so wird die obige Zusammenstellung drei Mal erzeugt, während Wärme durch den Druckerkopf zugeführt wird. Nachdem der erste Farbstoff übertragen worden ist, werden die Elemente voneinander abgestreift. Ein zweites Farbstoff-Donor-Element (oder ein anderer Bereich des Donor-Elementes mit einem verschiedenen Farbbereich) wird dann registerartig mit dem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht und das Verfahren wird wiederholt. Die dritte Farbe wird in gleicher Weise erzeugt. Schließlich wird die schützende Schicht oben aufgebracht.

BEISPIELE A. Empfangs-Element

In den folgenden Beispielen bestand das Empfangs-Element aus drei Schichten, aufgetragen auf einen Eastman Kodak Electronic Print-Papierträger, wie er in den US-A-S 858 916 und 5 858 919 beschrieben wird. Da die wichtige Reaktion für eine erfolgreiche Übertragung einer schützenden Schicht stattfindet zwischen der schützenden Schicht und der obersten Schicht des Empfangs-Elementes, wirkt der Träger des Elementes lediglich als Träger der Empfangsschichten und kann bestehen aus jedem beliebigen Material, das mit der untersten Empfangsschicht verträglich ist.

Die erste Schicht, die direkt auf den Träger aufgetragen wurde, bestand aus 0,1076 g/m2 Prosil 221, einem Aminopropyltriethoxysilan, (PCR, Inc.), 0,1076 g/m2 Prosil 2210, einem gesetzlich geschützten Epoxytrialkoxysilan, (PCR, Inc.) und LiCl (0,0022 g/m2) in einer Ethanol-Methanol-Wasser-Lösungsmittelmischung.

Die zweite Schicht bestand aus Makrolon KL3-1013 (Bayer AG) in einer Menge von 1,52 g/m2, Lexan 141-112 Polycarbonat (General Electric Co.) in einer Menge von 1,24 g/m2, FC431 (3M Corp.) einer Menge von 0,011 g/m2, Drapex® 429 Polyester-Plastifizierungsmittel (Witco Corp) (0,23 g/m2), 8 &mgr;m großen, quervernetzten Poly(styrol-co-butylacrylat-co-divinylbenzol) Elastomerkügelchen (Eastman Kodak Co.) (0,006 g/m2) und Diphenylphthalat in einer Menge von 0,46 g/m aus Dichloromethan.

Die dritte und oberste Schicht des Empfangselementes bestand aus einem Copolymeren aus 50 Mol-% Bisphenol A, 49 Mol-% Diethylenglykol und 1 Mol-% eines Poly(dimethylsiloxan) Blockes in einer Beschichtungsstärke von 0,55 g/m2, FC431 in einer Menge von 0,022 g/m2 und einem oberflächenaktiven Mittel auf Basis einer Silikonflüssigkeit vom Typ DC510 (Dow Corning) in einer Menge von 0,003 g/m2.

B. Donor-Element:

Donor-Elemente mit einer schützenden Schicht wurden hergestellt durch Beschichtung eines 6 &mgr;m starken PET (Poly(ethylenterephthalat)) Trägers:

Auf die Rückseite des Elementes wurden in Folge die folgenden Schichten aufgetragen:

  • 1) eine die Haftung verbessernde Schicht aus 0,13 g/m2 Titanbutoxid (Dupont Tyzor TBT®) aus einer Lösungsmittelmischung aus 85% n-Propylacetat und 15% n-Butylalkohol.
  • 2) eine Gleitschicht mit einem durch Aminopropyldimethylgruppen abgeschlossenen Polydimethylsiloxan, PS513 (United Chemical Technologies, Bristol, PA) (0,011 g/m2), einem Poly(vinylacetal)(Sekisui KS-1) als Bindemittel (0,38 g/m2), p-Toluolsulfonsäure (0,0003 g/m2), Candellilawachs (0,022 g/m2), aufgetragen aus einer Lösungsmittelmischung aus Diethylketon, Methanol und distilliertem Wasser (88,7/9,0/2,3).

Vergleichs-Element C-1

Auf die Vorderseite des Elementes wurde eine übertragbare Deckschicht aufgetragen aus Poly (vinylacetal), KS-1, (Sekisui Co.) in einer Beschichtungsstärke von 0,63 g/m2, kolloidaler Kieselsäure IPA-ST (Nissan Chemical Co.) in einer Beschichtungsstärke von 0,462 g/m2 sowie Divinylbenzolkügelchen, 4 &mgr;m mittlerer Durchmesser (Eastman Kodak Company) in einer Beschichtungsstärke von 0,011 g/m2, aufgetragen aus einer Mischung aus 79% 3-Pentanon und 21% Methanol.

Element 1 der Erfindung

Auf die Vorderseite des Elementes wurde aufgetragen eine übertragbare Deckschicht aus Poly(vinylacetal), KS-1 (Sekisui Co.) in einer Beschichtungsstärke von 0,432 g/m2, kolloidaler Kieselsäure, MA-ST-M (Nissan Chemical Co.) in einer Beschichtungsstärke von 0,335 g/m2, Poly(vinylbutyral), Butvar B-76® (Solutia Inc.) in einer Beschichtungsstärke von 0,043 g/m2, Expancel-Mikrokügelchen 461-20-DU (Expancel Inc.) in einer Beschichtungsstärke von 0,38 g/m2, aufgetragen aus einer Lösungsmittelmischung aus 75% 3-Pentanon und 25% Methanol.

C. Bildebene, die zu einer groben Textur führt

In dem unten aufgeführten Beispiel wurde eine Bildebene in Form eines Schachbrettmusters hergestellt aus individuellen Pixeln durch Auswahl der Größe der einzelnen Quadrate in dem Schachbrett, derart, dass sie aus einem oder mehreren Pixeln bestanden (zum Beispiel neun Pixeln/Quadrat). Die zugeführte Energie wurde durch den digitalen Wert eingestellt, der der Anzahl von Impulsen zugeordnet war.

D. Testbedingungen

Unter Verwendung eines Farbbandes vom Typ EKTATHERM XLS XTRALIFE Color Ribbon (Eastman Kodak Co. Catalog No. 807-6135) und einem Sensitometer, das auf dem mechanischen Mechanismus von einem Kodak Model 8300 Thermal Printer beruhte, wurde ein Status A-Neutraldichte-Bild mit einer maximalen Dichte von mindestens 2,3 auf den oben beschriebenen Empfänger aufgedruckt. Die Farbband-Empfänger-Zusammenstellung wurde auf eine 18 mm Druckwalze aufgebracht und ein Thermodruckerkopf vom Typ TDK LV5406A (Kodak P/N 989014) (Serial No. 3K0345) mit einer Kopfbelastung von 6,35 kg wurden gegen die Druckwalze gedrückt. Der TDK 3K0345 Thermodruckerkopf hatte 2560 unabhängig voneinander ansprechbare Heizelemente mit einer Auflösung von 118 Dot/cm (300 Dot/inch) sowie einen mittleren Widerstand von 3314 &OHgr;.

Die Bild aufzeichnende Elektronik wurde aktiviert, wenn eine Ausgangs-Druckerkopf-Temperatur von 36,4°C erreicht worden war. Die Zusammenstellung wurde dann zwischen dem Druckerkopf und der Druckwalze mit einer Geschwindigkeit von 16,9 min/Sek. hindurchgezogen. Gleichzeitig wurden die Widerstandselemente in den Thermodruckerkopf 58 &mgr;s alle 76 &mgr;s beaufschlagt. Eine maximale Druckdichte erforderte 64 Impulse "on" Zeit pro gedruckter Linie von 5,0 mSek.. Die Spannungszufuhr lag bei 13,6 Volt, was zu einer augenblicklichen Spitzenleistung von 58,18 × 10–3 Watt/Dot führte, wobei die maximale Gesamtenergie, die erforderlich war, um Dmax zu drucken, bei 0,216 mJoule/Dot lag. Das Verfahren wurde in Folge wiederholt für Gelb, Purpurrot und Blaugrün, um das erwünschte, neutrale Bild zu erhalten.

Ein unbedrucktes Empfängerblatt, wie oben beschrieben, wurde als Status A-Minimum-Dichteprobe verwendet.

Das Ausbringen der übertragbaren Deckschicht auf die Empfängerschicht erfolgte bei einer Kopfspannung von 13,6 Volt mit einer Freigabebreite von 72 Mikrosekunden. Die Größe des Druckes lag bei 2400 × 2680 Pixeln. Digitale Druckwerte von 0,100, 255 wurden verwendet, um den Kontrast in dem übertragbaren Deckbild zu erzielen, wobei ein Nullwert die maximale Energie bei dem Pixel erzeugte. Die Größe von hoch- und niedrigdichten Pixelblöcken wurde variiert von 3 × 6 bis 9 × 9.

0
= keine Textur
+
= deutliche Textur
+
= kein metallisches Aussehen
= metallisches Aussehen

Die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, dass, wenn ein Texturmuster auf eine schützende Deckschicht aufgebracht wird, die thermisch expandierbare Mikrokügelchen enthält, eine Verbesserung im Grad der Textur zu beobachten ist, im Vergleich zu einer schützenden Deckschicht ohne expandierbare Kügelchen. Die Ergebnisse in Tabelle 2 zeigen, dass ein geringeres metallisches Aussehen zu beobachten ist, wenn thermisch expandierbare Mikrokügelchen in das schützende Deck-Laminat eingeführt werden.


Anspruch[de]
Durch thermische Farbstoffübertragung erhaltener Druck mit einer schützenden Deckschicht mit einem polymeren Bindemittel, das durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen dispergiert enthält, in dem die expandierbaren Mikrokügelchen in einem vorbestimmten Muster selektiv expandiert wurden, wobei das Merkmal "Muster" für ein makroskopisches Muster steht, in dem das in einem Quadratzentimeter vorhandene Muster nicht gleich ist dem in jedem anderen Quadratzentimeter der Deckschicht vorliegenden Muster. Druck nach Anspruch 1, in dem die schützende Deckschicht anorganische Teilchen enthält. Druck nach Anspruch 1, in dem die Mikrokügelchen selektiv oder nicht in Abhängigkeit von der Position der Mikrokügelchen expandiert sind. Druck nach Anspruch 1, in dem die Mikrokügelchen selektiv expandiert wurden durch verschiedene Grade der Expansion und in Abhängigkeit von der Position. Druck nach Anspruch 1, in dem die schützende Deckschicht zusätzlich einen IR-Strahlung absorbierenden Farbstoff enthält. Verfahren zur Herstellung einer Deckschicht auf einem durch thermische Farbstoffübertragung erhaltenen Druck, bei dem man:

1) auf den Druck ein festes Blatt mit einem polymeren Bindemittel ausbringt, das durch Wärme expandierbare Mikrokügelchen enthält; und bei dem man

2) der Oberfläche des Deckschichtblattes selektiv Wärme zuführt, sodass die expandierbaren Mikrokügelchen selektiv in einem vorbestimmten Muster expandiert werden, wobei das Merkmal "Muster" für ein makroskopisches Muster steht, in dem das in einem Quadratzentimeter vorhandene Muster nicht gleich ist dem in jedem anderen Quadratzentimeter der Deckschicht vorliegenden Muster.
Verfahren nach Anspruch 6, in dem die Wärme über einen Thermodruckerkopf zugeführt wird. Verfahren nach Anspruch 7, in dem der Thermodruckerkopf variabel ist in dem Maße, in dem Pixel erregt werden. Verfahren nach Anspruch 7, in dem der Thermodruckerkopf variabel ist in dem Ausmaße, in dem die Pixel erregt werden. Verfahren nach Anspruch 6, in dem die Deckschicht einen IR-Farbstoff enthält und in dem die Wärme zugeführt wird über eine selektive Zuführung eines Laserstrahls.






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