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Dokumentenidentifikation DE102005017743A1 26.10.2006
Titel Vorrichtung zur Verarbeitung von zahntechnischen oder zahnmedizinischen Formmassen
Anmelder DENTAURUM J.P. Winkelstroeter KG, 75228 Ispringen, DE
Erfinder Kirschen, Klaus, 75328 Schömberg, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005017743
Offenlegungstag 26.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse A61C 13/38(2006.01)A, F, I, 20060123, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61C 13/20(2006.01)A, L, I, 20060123, B, H, DE   A61C 9/00(2006.01)A, L, I, 20060123, B, H, DE   
Zusammenfassung Um eine Vorrichtung zur Verarbeitung von zahntechnischen oder zahnmedizinischen Formmassen, insbesondere zum Schmelzen und Mischen von Dublier- und/oder Abdruckmassen, mit einem einen Boden, mindestens eine mit dem Boden verbundene Behälterwand und eine Einfüllöffnung umfassenden Behälter zum Aufnehmen der zu verarbeitenden Formmasse so zu verbessern, daß diese einfacher handhabbar ist und Wartungsintervalle vergrößert werden können, wird vorgeschlagen, daß eine Mischvorrichtung zum Mischen der Formmasse im Behälter vorgesehen ist und daß die Mischvorrichtung, ohne den Boden oder die mindestens eine Seitenwand zu durchstoßen, von oben durch die Einfüllöffnung ins Innere des Behälters eintaucht und/oder einführbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verarbeitung von zahntechnischen oder zahnmedizinischen Formmassen, insbesondere zum Schmelzen und Mischen von Dublier- und/oder Abdruckmassen, mit einem einen Boden, mindestens eine mit dem Boden verbundene Behälterwand und eine Einfüllöffnung umfassenden Behälter zum Aufnahmen der zu verarbeitenden Formmasse.

Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art werden als sogenannte Dubliergeräte oder auch Dubliermassen-Schmelz- und Mischgeräte bezeichnet. Von derartigen Geräten vorzubereitende, reversible Dubliermassen dienen dem Zweck, sogenannte dentale Meistermodelle aus Gips im Maßstab 1:1 detailgenau und präzise zu kopieren, sie also zu dublieren. Bei einer Dubliermasse handelt es sich vorzugsweise um ein elastisches Material zur Herstellung von negativen Kopieabformungen, in welche wiederum ein Brei aus einer hitzebeständigen Einbettmasse gegossen werden kann, um eine Positivkopie des Gipsobjekts zu erhalten. Dubliermassen bestehen chemisch aus Hydrokolloiden mit Anteilen von etwa 40 bis 70% Wasser, 2 bis 6% Agar-Agar und 30 bis 60% mehrwertigen Alkoholen. Agar-Agar-Dubliermassen sind thermoreversibel und gelieren bei etwa 36°C. Daher muß für das Dublieren, also das Abformen des Meistermodells, die Dubliermasse thermisch verflüssigt werden. Das flüssige Gel wird anschließend auf das in einer Kuvette gehaltene Gipsmodel gegossen. Nach dem Erkalten beziehungsweise Gelieren der Dubliermasse kann man das Meistermodell entnehmen und erhält eine präzise Negativform des Modells.

Bei Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art werden zum Erwärmen und Verflüssigen der Dubliermasse üblicherweise beheizte Behälter verwendet, wobei mit einer Mischvorrichtung, beispielsweise einem Rührwerk, die Dubliermasse im flüssigen Zustand zur gleichmäßigen Durchmischung gerührt wird, da eine homogene Temperaturverteilung die Eigenschaften der Dubliermasse verbessert. In einem Dentallabor wird eine solche Vorrichtung in der Regel ganztägig eingesetzt, sodaß die Dubliermasse über längere Zeit auf einer Temperatur oberhalb des Gelierpunkts, typischerweise auf etwa 50°C gehalten werden muß, was beispielsweise mit einer entsprechenden Temperaturregelung der Vorrichtung erfolgen kann. Hierzu kann ein Temperatursensor im oder am Behälter vorgesehen sein. Bei bekannten Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art ist im Boden des Behälters mindestens eine Durchführung vorgesehen, durch die eine Antriebswelle der Mischvorrichtung hindurchgeführt wird. Nachteil hierbei ist, daß es im Laufe der Zeit zu Undichtigkeiten aufgrund der mechanischen Belastungen im Bereich der Durchführung am Boden des Behälters kommen kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß diese einfacher handhabbar ist und Wartungsintervalle vergrößert werden können.

Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens eine Mischvorrichtung zum Mischen der Formmasse im Behälter vorgesehen ist und daß die mindestens eine Mischvorrichtung, ohne den Boden oder die mindestens eine Seitenwand zu durchstoßen, von oben durch die Einfüllöffnung ins Innere des Behälters eintaucht und/oder einführbar ist.

Durch diese Ausgestaltung kann nicht nur auf das Vorsehen von Durchbrechungen am Boden oder der mindestens einen Seitenwand zur Durchführung von Antriebswellen für die Mischvorrichtung verzichtet werden, sondern auch auf die hierfür erforderlichen Abdichtvorrichtungen oder Dichtelemente. Es kann daher weder zu Undichtigkeiten im Bereich des Bodens oder der mindestens einen Seitenwand kommen, durch welche die Dubliermasse austreten kann, zum anderen müssen auch keine aufgrund von Verschleiß oder Alterung beschädigten Dichtungen ersetzt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung muß daher im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen wesentlich seltener gewartet werden.

Vorzugsweise weist die Einfüllöffnung in einer Richtung entgegen oder im wesentlichen entgegen einer Schwerkraftrichtung. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß der Behälter, wenn die Vorrichtung derart angeordnet wird, daß ein Boden des Behälters im wesentlichen parallel zur Erdoberfläche ausgerichtet ist, nach oben geöffnet ist. Dadurch kann die zu verarbeitende Formmasse einfach und sicher durch die Einfüllöffnung ins Innere des Behälters eingefüllt werden.

Günstigerweise ist mindestens eine Heizung zum Erwärmen der Formmasse im Behälter vorgesehen. Mit der Heizung kann die Formmasse zum schnellen Aufschmelzen, beispielsweise auf ca. 90° bis 95°C erwärmt werden. Sie wird entsprechend eines Volumens des Behälters, welches beispielsweise 2 bis 6 Liter beträgt, ausgelegt, damit die gesamte Formmasse auf die gewünschte Temperatur erwärmt werden kann. Ferner kann die Heizung optional auch geregelt werden, beispielsweise um die Formmasse über längere Zeit auf einer Temperatur oberhalb einer Verflüssigungs- oder Geliertemperatur zu halten, beispielsweise etwa 50°C.

Besonders effizient kann die Formmasse erwärmt werden, wenn mit der Heizung der Boden oder die mindestens eine Behälterwand beheizbar ist beziehungsweise sind.

Um die Formmasse vor Verschmutzung oder vor dem Entweichen von leicht flüchtigen Bestandteilen derselben zu schützen, ist vorteilhafterweise ein Deckel zum Öffnen des Behälters in einer Offenstellung und zum Verschließen des Behälters in einer Schließstellung vorgesehen. Ferner dient der Deckel dazu, eine Bedienperson vor Verletzungen durch die Mischvorrichtung zu schützen.

Zum Einfüllen einer Formmasse im festen Zustand wird in der Regel der Deckel geöffnet und die Vorrichtung erst nach Schließen des Deckels in Betrieb genommen. Um eine Verletzungsgefahr für eine Bedienperson durch die Mischvorrichtung auszuschließen, ist günstigerweise durch Abheben des Deckels vom Behälter oder Bewegen des Deckels von der Schließstellung in die Offenstellung ein Betrieb der mindestens einen Mischvorrichtung unterbrechbar, beispielsweise kann der Betrieb der Mischvorrichtung mechanisch oder durch Unterbrechen einer Energiezufuhr eines Antriebs der Mischvorrichtung unterbrochen werden. Eine Bedienperson kann beispielsweise zum Nachfüllen von Formmasse in den Behälter den Deckel öffnen, wodurch automatisch ein Betrieb der Mischvorrichtung unterbrochen werden kann. Eine Verletzungsgefahr durch die Mischvorrichtung kann auf diese Weise praktisch ausgeschlossen werden.

Um den Deckel stets in die gewünschte Position zum Verschließen des Behälters bringen zu können, ist es günstig, wenn der Deckel an der Vorrichtung beweglich gelagert ist. Der Deckel ist so beispielsweise in der Schließstellung und in der Offenstellung sicher an der Vorrichtung gehalten und verschließt die Einfüllöffnung stets in definierter Weise.

Eine besonders einfache Lagerung des Deckels ergibt sich, wenn der Deckel um eine Schwenkachse verschwenkbar gelagert ist.

Vorzugsweise verläuft die Schwenkachse quer zu einer Längsachse des Behälters. Beispielsweise könnte die Schwenkachse auch quer zur Schwerkraftrichtung verlaufen. So kann der Deckel hochgeklappt werden, insbesondere kann die Einfüllöffnung vollständig freigegeben werden, wenn ein Verschwenkwinkel des Deckels mindestens etwa 90° beträgt. Alternativ wäre es auch denkbar, den Deckel um eine Schwenkachse parallel zur Schwerkraftrichtung zu verschwenken. Dies würde es ermöglichen, den Deckel seitlich von der Einfüllöffnung weg zu verschwenken.

Zur Vermeidung von Dichtungsproblemen der Vorrichtung, insbesondere Problemen bei der Abdichtung des Behälters für Mischvorrichtungsantriebe, ist es günstig, wenn der Boden des Behälters durchbrechungsfrei ist. Insbesondere können hierfür sämtliche beweglichen Teile der Vorrichtung von oben in den Behälter eingeführt oder in diesen hinein gehalten werden. Des weiteren lassen sich auch weitere Elemente von oben, also weder durch den Boden noch durch die mindestens eine Seitenwand, hineinbringen und anordnen, beispielsweise Temperatursensoren oder Lagerungselemente für die Mischvorrichtung.

Um die Mischvorrichtung besonders gut reinigen zu können, ist es günstig, wenn die mindestens eine Mischvorrichtung von der Vorrichtung lösbar ist.

Für eine optimale Durchmischung der Formmasse im flüssigen Zustand ist es vorteilhaft, wenn die mindestens eine Mischvorrichtung mindestens ein rotierbar gelagertes Mischelement umfaßt.

Konstruktiv besonders einfach wird ein Aufbau der Vorrichtung, wenn die mindestens eine Mischvorrichtung eine das mindestens eine Mischelement tragende Mischerwelle umfaßt. Durch Antreiben der Mischerwelle kann somit auch das mindestens eine Mischelement in Rotation versetzt werden. Beispielsweise kann eine Mischerwelle ein oder mehrere Mischelemente tragen. Ferner können auch mehrere Mischerwellen vorgesehen sein, beispielsweise zwei oder drei, um so eine besonders homogene Durchmischung der Formmasse sicherzustellen.

Vorzugsweise ist die mindestens eine Mischerwelle mindestens abschnittsweise hohl. Beispielsweise kann die Mischerwelle an ihren Enden mit Sacklochbohrungen versehen sein und auf diese Weise Hülsenabschnitte ausbilden, in die Lagerungselemente auf einfache Weise eingreifen können.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die mindestens eine Mischerwelle freitragend in den Behälter hineinragend zu halten. Um jedoch größere Kräfte auf die Mischerwelle übertragen zu können, was insbesondere nach Befüllen eines leeren Behälters mit noch fester Formmasse von Vorteil ist, kann die mindestens eine Mischerwelle vorzugsweise am Behälter gelagert sein. Die Mischerwelle kann sich auf diese Weise abstützen, auch wenn sie von oben angetrieben ist.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die Mischerwelle durch eine Durchführung hindurch am Behälter zu lagern. Um jedoch Durchführungen gänzlich zu vermeiden und damit verbundene Dichtigkeitsprobleme gänzlich auszuschließen, ist es von Vorteil, wenn die mindestens eine Mischwelle im Innern des Behälters gelagert ist. Beispielsweise kann am Boden eine entsprechende Lagerung für die Mischerwelle vorgesehen sein.

Günstig ist es, wenn eine Achse der mindestens einen Mischerwelle parallel oder im wesentlichen parallel zur Schwerkraftrichtung verläuft. Dies ermöglicht es, die Mischerwelle beispielsweise am Boden zu lagern oder dort abzustützen und von oben her kommend anzutreiben, also beispielsweise die Mischerwelle in einem Bereich anzutreiben, der aus einem Formmassenspiegel hervorsteht. So können Verschmutzungen eines Antriebs durch die Mischerwelle nahezu ausgeschlossen werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß am Behälter ein Mischerwellenlager zur drehbaren Lagerung der mindestens einen Mischerwelle angeordnet ist. Am Mischerwellenlager kann sich die Mischerwelle abstützen und insbesondere ein Verwinden der Mischerwelle, was zum Beispiel beim Einfüllen von noch festen Formmassenstücken in den Behälter auftreten kann, vermieden werden.

Besonders einfach wird der Aufbau der Vorrichtung, wenn das Mischerwellenlager einen vom Behälterboden oder der mindestens einen Behälterwand abstehenden, in ein hohles Ende der Mischerwelle eintauchenden Zapfen umfaßt. Die Mischerwelle kann so auf einfache Weise in den Behälter eingesetzt werden, beispielsweise indem der Zapfen in ein hohles Ende der Mischerwelle eintaucht. Selbstverständlich kann die Mischerwelle auch durchgängig hohl, das heißt in Form einer Hülse ausgebildet sein.

Denkbar wäre es, daß die mindestens eine Mischerwelle im Bereich der Einfüllöffnung mit einer entsprechenden, die Einfüllöffnung überspannenden Vorrichtung gehalten ist. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn mindestens ein Mischerwellengegenlager für die mindestens eine Mischerwelle vorgesehen ist und wenn der Deckel das mindestens eine Mischerwellengegenlager bildet oder umfaßt. Insbesondere dann, wenn der Deckel die Einfüllöffnung verschließt, kann so insbesondere in Verbindung mit einem Mischerwellenlager eine beidseitige Lagerung der Mischerwelle auf einfache Weise realisiert werden. Zudem kann vorgesehen sein, daß die Mischerwelle mit dem Deckel lösbar verbindbar ist, sodaß nach Überführen des Deckels von der Schließstellung in die Offenstellung, die Mischerwelle direkt entnommen werden kann, ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen.

Um eine Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung zu erhöhen und um Aufschmelzzeiten der Formmasse zu verkürzen, ist es günstig, wenn das mindestens eine Mischelement in Form einer Schneide ausgebildet ist oder eine Schneide aufweist. Es ist so möglich, mit der Mischvorrichtung, die insbesondere auch die Funktion eines Schneidwerks übernimmt, noch kalte und feste Formmasse beim Aufwärmen zu schneiden und auf diese Weise zu zerkleinern.

Um einerseits sicherzustellen, daß noch feste Formmasse in möglichst kleine Einzelstücke zerkleinert werden kann und gleichzeitig mit der Mischvorrichtung eine optimale Durchmischung der erwärmten Formmasse gewährleistet ist, das heißt eine möglichst homogene Temperaturverteilung innerhalb der Formmasse, ist es günstig, wenn die Schneide eine Schnittebene definiert und wenn mindestens ein Teil der Schnittebene bezogen auf eine quer zu einer von der Mischerwelle definierten Mischerwellenachse geneigt ist. Je flacher der Neigungswinkel, um so besser eine Schneidfunktion der Mischvorrichtung. Je steiler ein Winkel zwischen der Schnittebene und einer Normalebene der Mischerwelle, um so besser eine Durchmischung der erwärmten Formmasse.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die Mischvorrichtung manuell anzutreiben, beispielsweise mit einer Antriebskurbel. Vorteilhafterweise ist jedoch ein Antrieb vorgesehen zum Antreiben der mindestens einen Mischvorrichtung. Dadurch kann die Vorrichtung automatisch im Dauerbetrieb eingesetzt werden, ohne daß ständig von Hand die Mischvorrichtung betätigt und die erwärmte und die geschmolzene Formmasse durchmischt werden muß.

Um ein gewünschtes Antriebsdrehmoment bei einer gewünschten Drehzahl von einem vorgegebenen Antrieb auf die mindestens eine Mischvorrichtung übertragen zu können, ist es vorteilhaft, wenn ein Getriebe vorgesehen ist zum Übertragen eines Antriebsdrehmoments des Antriebs auf die Mischvorrichtung. Beispielsweise kann die Mischerwelle dadurch mit einer höheren oder niederen Drehzahl angetrieben werden als eine Rotorwelle des Antriebs.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Antrieb und/oder das Getriebe derart angeordnet sind, daß das Antriebsdrehmoment vom Antrieb und/oder vom Getriebe oberhalb der Einfüllöffnung oder durch die Einfüllöffnung hindurch von oben auf die mindestens eine Mischerwelle übertragbar ist. Insbesondere ist es so möglich, die Mischerwelle in einem Bereich anzutreiben, welcher aus einer aufgeschmolzenen und somit flüssigen, hochviskosen Formmasse herausragt. Man kann daher auch sagen, daß mit dem Antrieb oder dem Getriebe die Mischvorrichtung oberhalb eines Formmassenspiegels antreibbar ist. Es läßt sich so eine Verschmutzung des Antriebs oder des Getriebes vermeiden oder verringern. Ferner kann auf Durchbrechungen für Antriebswellen der Mischvorrichtung durch den Boden oder die mindestens eine Seitenwand des Behälters verzichtet werden.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die Mischvorrichtung dauerhaft mit dem Antrieb und/oder dem Getriebe zu verbinden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn mindestens eine Kupplungsvorrichtung mit mindestens zwei zusammenwirkenden Kupplungselementen vorgesehen ist zum lösbaren Verbinden des Antriebs oder des Getriebes mit der mindestens einen Mischvorrichtung, daß die mindestens eine Mischvorrichtung mindestens ein erstes Kupplungselement und daß der Antrieb oder das Getriebe mindestens ein zweites Kupplungselement trägt. Diese Ausgestaltung ermöglicht das Trennen von Antrieb und/oder Getriebe von der Mischvorrichtung, sodaß letztere beispielsweise zum Reinigen vom Antrieb und/oder vom Getriebe entfernt werden kann. Zudem ist es so möglich, beispielsweise die Mischvorrichtung von oben, also von außerhalb des Behälters oder von zumindest oberhalb eines Formmassenniveaus im Behälter, mit dem Antrieb und/oder dem Getriebe anzutreiben.

Besonders sicher wird ein Betrieb der Vorrichtung, wenn die mindestens zwei zusammenwirkenden Kupplungselemente in der Schließstellung des Deckels in Eingriff stehen und in der Offenstellung des Deckels außer Eingriff stehen. Dies ermöglicht es, durch Öffnen des Deckels automatisch einen Betrieb der Mischvorrichtung zu unterbrechen. Dadurch kann eine Verletzungsgefahr für eine Bedienperson, insbesondere durch als Schneiden ausgebildete Mischelemente, verringert oder sogar ganz ausgeschlossen werden.

Auf besonders einfache Weise läßt sich ein Antriebsdrehmoment vom Antrieb oder dem Getriebe auf die Mischvorrichtung übertragen, wenn das mindestens eine erste Kupplungselement in Form eines Mitnehmers und wenn das mindestens eine zweite Kupplungselement in Form einer Mitnehmeraufnahme zum Aufnehmen des Mitnehmers ausgebildet ist. Mitnehmer und Mitnehmeraufnahme können entweder an der Mischvorrichtung, insbesondere an der Mischerwelle, oder am Deckel, beispielsweise an einem am Deckel angeordneten Getriebeteil angeordnet sein.

Ein Aufbau der mindestens einen Kupplungsvorrichtung wird besonders einfach, wenn der Mitnehmer zwei seitlich von einem Antriebszapfen abstehende Vorsprünge umfaßt und wenn die Mitnehmeraufnahme eine zum Antriebszapfen korrespondierende Ausnehmung mit einer Quernut zur Aufnahme der Vorsprünge umfaßt. Der Antriebszapfen dient ferner zum Zentrieren und Führen beispielsweise eines hohlen Endes der Mischerwelle.

Vorzugsweise ist eines der mindestens zwei Kupplungselemente an einem vom Mischerwellenlager weg weisenden Ende der Mischerwelle angeordnet. Diese Anordnung ermöglicht eine beidseitige Führung und Lagerung der Mischerwelle, zum einen am Mischerwellenlager, zum anderen am korrespondierenden Kupplungselement.

Denkbar wäre es, das Getriebe in Form eines Zahnriemengetriebes oder eines einfachen Riemengetriebes auszubilden. Um jedoch besonders große Antriebsdrehmomente übertragen zu können, ist es günstig, wenn das Getriebe ein Zahnradgetriebe ist. Durch entsprechende Wahl der Zahnräder und deren Verzahnungen können so beliebige Unter- und Übersetzungen realisiert werden, insbesondere auch mehrere Mischvorrichtungen mit unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten betrieben werden. Ferner ist auch eine abgewinkelte Krafteinleitung vom Antrieb auf das Getriebe und die Mischerwelle möglich, beispielsweise durch Verwendung von Stirnverzahnungen oder Kegelrädern.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß eines der mindestens zwei Kupplungselemente mit dem Getriebe verbunden und in Form eines koaxial zu einer Drehachse eines Zahnrades des Antriebes abstehenden Antriebszapfens ausgebildet ist. Durch eine Rotation des Zahnrades des Getriebes wird somit auch der Antriebszapfen in Rotation versetzt, welcher über entsprechend ausgebildete Kupplungselemente ein Antriebsdrehmoment auf die Mischerwelle übertragen kann.

Denkbar wäre es, das Getriebe die Einfüllöffnung überspannend anzuordnen. Vorzugsweise ist mindestens ein Teil des Getriebes jedoch am Deckel gelagert. Beim Öffnen des Deckels kann somit ein Teil des Getriebes entfernt werden, wodurch die gesamte Einfüllöffnung freigegeben werden kann.

Um einen sicheren Betrieb der Vorrichtung zu gewährleisten, insbesondere um Verletzungen von Bedienpersonen durch die Vorrichtung auszuschließen, ist es vorteilhaft, wenn ein Kraftfluß des Getriebes oder ein Kraftfluß vom Antrieb auf das Getriebe mechanisch unterbrechbar ist. Damit ist es möglich, unabhängig davon, ob beispielsweise eine Energiezufuhr eines Antriebs unterbrochen wird oder nicht, den Kraftfluß mechanisch zu unterbrechen. Beispielsweise kann der Kraftfluß auch zwischen dem Getriebe und der Mischvorrichtung mechanisch unterbrochen werden. Dies kann beispielsweise durch Außereingriffbringen von zusammenwirkenden Antriebselementen oder Kupplungselementen realisiert werden.

Besonders sicher kann die Vorrichtung ausgebildet werden, wenn der Kraftfluß durch Bewegen des Deckels unterbrechbar ist. Beispielsweise kann die Vorrichtung derart ausgebildet sein, daß durch Überführen des Deckels von der Schließstellung in die Offenstellung der Kraftfluß unterbrochen wird. So kann sichergestellt werden, daß beim Öffnen des Deckels ein Betrieb der Mischvorrichtung gestoppt oder unterbrochen werden kann. Eine Bedienperson muß dann nicht mehr daran denken, beispielsweise den Antrieb der Vorrichtung abzuschalten, bevor der Deckel geöffnet und weitere Stücke fester Formmasse in den Behälter gefüllt werden.

Die Unterbrechung des Kraftflusses kann beispielsweise dadurch in vorteilhafter Weise realisiert werden, daß mindestens ein erstes, am Deckel angeordnetes Kraftübertragungsglied in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist mit einem zweiten, am Antrieb angeordneten oder von diesem direkt oder indirekt angetriebenen Kraftübertragungsglied. Durch Bewegen des Deckels können beispielsweise zwei in Eingriff stehende Kraftübertragungsglieder oder Kupplungselemente außer Eingriff gebracht werden und umgekehrt auch wieder in Eingriff gebracht werden. Dies kann insbesondere beim Öffnen und Schließen des Deckels der Fall sein.

Auf einfache Weise ist das in Eingriff und außer Eingriff Bringen der Kraftübertragungsglieder möglich, wenn das erste und/oder das zweite Kraftübertragungsglied ein Zahnrad ist.

Um auch möglichst große Stücke noch fester Formmasse in den Behälter einfüllen zu können, ist es günstig, wenn die Einfüllöffnung einen Querschnitt aufweist, der einem Querschnitt des Behälters oder im wesentlichen dem Querschnitt des Behälters entspricht.

Um zu verhindern, daß die Mischvorrichtung betrieben werden kann, wenn eine Bedienperson im Bereich der Mischvorrichtung hantiert, ist es vorteilhaft, wenn mindestens eine Sicherheitsvorrichtung zum Unterbrechen des Betriebs der mindestens einen Mischvorrichtung vorgesehen ist. Dadurch wird eine Verletzungsgefahr durch die Vorrichtung vermieden und zumindest verringert.

Denkbar wäre es, die Sicherheitsvorrichtung in einer Form auszubilden, welche mechanisch einen Kraftfluß vom Antrieb auf die Mischvorrichtung unterbricht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es jedoch günstig, wenn die mindestens eine Sicherheitsvorrichtung mindestens ein mechanisch oder berührungslos betätigbares Betätigungsglied umfaßt zum Unterbrechen einer Energiezufuhr für den Antrieb und/oder die mindestens eine Heizung.

Beispielsweise kann an der Vorrichtung ein Näherungsschalter angeordnet sein, insbesondere ein induktiver oder kapazitiver Näherungsschalter, welcher beim Annäheren einer Hand einer Bedienperson an den Deckel eine Energiezufuhr des Antrieb berührungslos unterbricht. Alternative Ausgestaltungen wären möglich in Form von Lichtschranken. Besonders einfach wird der Aufbau der Vorrichtung und zudem kostengünstig, wenn das Betätigungsglied eine elektrischer Schalter oder Taster ist, welcher in einer Schließstellung eine Energiezufuhr für den Antrieb und/oder die mindestens eine Heizung gestattet und in einer Offenstellung eine Energiezufuhr für den Antrieb und/oder die mindestens eine Heizung unterbricht. Denkbar wäre auch eine umgekehrte Anordnung.

Um die Verletzungsgefahr für eine Bedienperson weiter zu verringern, ist es günstig, wenn das Betätigungsglied durch Abheben des Deckels vom Behälter oder durch Bewegen des Deckels von der Schließstellung in die Offenstellung betätigbar ist. Damit kann nach Abheben oder Bewegen des Deckels ein Betrieb der Mischvorrichtung unterbrochen werden, und zwar durch Unterbrechen der Energiezufuhr des Antriebs.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die zur Verarbeitung vorbereitete Formmasse durch die Einfüllöffnung aus dem Behälter zu entnehmen. Um die Vorrichtung jedoch nicht bewegen zu müssen, ist es günstig, wenn am Behälter ein verschließbarer Formmassenauslaß vorgesehen ist zum Ablassen der Formmasse.

Vorteilhafterweise kann insbesondere bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art, eine Kühlvorrichtung vorgesehen sein zum Kühlen des Behälters. Die Kühlvorrichtung ist hilfreich, da die Formmasse zum Schmelzen in der Regel zunächst auf etwa 90° bis 95°C erwärmt wird, um anschließend schnellstmöglich auf etwa 50°C abgekühlt zu werden. Bei dieser Temperatur sind herkömmliche Formmassen flüssig und können zur Herstellung von negativen Kopieabformungen verwendet werden. Durch die Kühlvorrichtung kann eine Abkühlzeit von einer Schmelztemperatur von etwa 90° bis 95°C auf circa 50°C deutlich verkürzt werden. Dies verhindert eine negative Veränderung der Eigenschaften der Formmasse, beispielsweise von Agar-Agar-Molekülen enthaltenden Dubliermassen, die durch eine zu lange thermische Belastung zersetzt, insbesondere verkürzt werden können. Daher kann je nach Qualität einer reversiblen Dubliermasse diese nur etwa 8 bis 15 Mal verflüssigt und wieder verfestigt werden.

Ein besonders einfacher Aufbau der Vorrichtung ergibt sich, wenn die Kühlvorrichtung mindestens einen als Strömungskanal für einen Kühlmittelstrom eines Kühlmittels ausgebildeten Kühlkanal mit mindestens einem Kühlmitteleinlaß und mindestens einem Kühlmittelauslaß aufweist und wenn der mindestens eine Kühlkanal derart angeordnet ist, daß das Kühlmittel am Behälter oder an einem am Behälter angeordneten, in den Kühlkanal hineinragenden Kühlkörper zum Kühlen des Behälters vorbeiströmen kann. Ein Wärmetransport vom Behälter und damit von der darin befindlichen Formmasse weg wird bei einer solchen Kühlvorrichtung erreicht durch Wärmeübertragung auf ein Kühlmittel, welches vom zu kühlenden Ort weg transportiert wird. Alternativ wäre auch eine elektrische Kühlung des Behälters denkbar, beispielsweise unter Ausnützung des Peltier-Effekts.

Um eine möglichst effektive Kühlung des Behälters und damit der darin befindlichen Formmasse zu erreichen, ist der Behälter mindestens teilweise im Kühlkanal angeordnet. Dies ermöglicht es dem Kühlmittel, den Behälter direkt zu umströmen.

Günstig ist es, wenn ein Boden und eine Seitenwand des Behälters seitliche Begrenzungen des Kühlkanals bilden. Auf diese Weise kann das Kühlmittel direkt am Behälter vorbeiströmen und Wärme von diesem weg transportieren.

Grundsätzlich wäre es denkbar, einen Kühlmittelstrom aufgrund von Temperaturdifferenzen und damit durch einfache Konvektion zu bewirken. Um jedoch größere. Kühlleistungen zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn die Kühlvorrichtung mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung umfaßt zum Fördern eines Kühlmittels durch den mindestens einen Kühlkanal. Beispielsweise kann das Kühlmittel durch den Kühlkanal gedrückt oder gesaugt werden.

Ein besonders einfacher und kostengünstiger Aufbau der Vorrichtung wird dadurch erreicht, daß die mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung eine Kühlmittelpumpe oder ein Gebläse ist.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die Kühlmittelfördervorrichtung am Kühlmitteleinlaß anzuordnen. Vorzugsweise ist die mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung jedoch am Kühlmittelauslaß angeordnet. Dadurch kann ein Kühlmittel durch den Kühlkanal gesaugt werden. Denkbar wäre es, die Kühlmittelfördervorrichtung zur Förderung eines Kühlmittels in einem geschlossenen System vorzusehen.

Um kein geschlossenes System für das Kühlmittel vorsehen zu müssen, ist es vorteilhaft, wenn als Kühlmittel Luft verwendet wird. Alternativ könnte aus Kostengründen auch Wasser als Kühlmittel verwendet werden, wobei jedoch vorzugsweise ein geschlossener Kühlmittelkreislauf vorzusehen ist, um mit möglichst wenig Kühlmittel auszukommen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist und daß das Gehäuse mindestens abschnittsweise den Kühlkanal bildet. Das Gehäuse weist somit mindestens eine Doppelfunktion auf. Zum einen dient es dem Schutz der darin angeordneten Teile der Vorrichtung, beispielsweise des Behälters oder des Antriebs. Zum anderen dient es auch der Ausbildung zumindest von Teilen des Kühlkanals.

Unabhängig davon, ob als Kühlmittel eine Flüssigkeit oder ein Gas verwendet werden, ist es günstig, wenn der mindestens eine Kühlmitteleinlaß und/oder der mindestens eine Kühlmittelauslaß durch Durchbrechungen des Gehäuses gebildet werden. Beispielsweise kann bei Verwendung von Luft als Kühlmittel ein Lufteinlaß und ein Luftauslaß vorgesehen sein, wobei ein Gebläse am Lufteinlaß oder am Luftauslaß anordnet sein kann, um einen Luftstrom zum Abführen von Wärme vom Behälter zu erzeugen.

Günstigerweise ist eine Temperaturregelungsvorrichtung vorgesehen zum Regeln einer Temperatur des Behälters. Damit kann sichergestellt werden, daß im Behälter im flüssigen Zustand befindliche Formmasse nicht unerwünscht fest werden kann.

Denkbar wäre es, daß die Temperaturregelungsvorrichtung die Heizung steuert und/oder regelt. Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn die Temperaturregelungsvorrichtung derart ausgebildet ist, daß eine Förderleistung der Kühlmittelfördervorrichtung in Abhängigkeit der im Behälter zu regelnden Temperatur steuer- und/oder regelbar ist. Damit kann insbesondere eine Abkühlung der Formmasse im Behälter beschleunigt werden im Vergleich zu einer Vorrichtung, bei der lediglich die Heizung ausgeschaltet wird, um eine Temperatur der Formmasse zu erniedrigen. Insbesondere kann die Kühlmittelvorrichtung nur dann zum Einsatz kommen, wenn eine schnelle Abkühlung von einer hohen Aufschmelztemperatur auf eine niedrige Verarbeitungstemperatur gewünscht wird.

Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit geöffnetem Deckel;

2: eine Schnittansicht durch die Vorrichtung in 1;

3: eine Schnittansicht ähnlich 2 durch die Vorrichtung bei geschlossenem Deckel; und

4: eine Schnittansicht längs Linie 4-4 in 3.

In den 1 bis 4 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenes Dubliergerät dargestellt, also eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verarbeitung von zahntechnischen oder zahnmedizinischen Formmassen, insbesondere zum Schmelzen und Mischen von Dublier- und/oder Abdruckmassen, die auch als Dubliermassen-Schmelz- und Mischgerät bezeichnet werden kann. Es umfaßt einen topfförmigen Behälter 12 mit einem Boden 14 und einer zylindrischen Seitenwand 16. Die Seitenwand 16 ist umgeben von einer ringförmigen Heizspirale 18 und unter dem Boden 14 ist eine die Heizung des Dubliergeräts 10 vervollständigende Bodenheizung 20 angeordnet.

Der Behälter 12 ist in ein Gehäuse 22 eingehängt und weist eine entgegen einer durch den Pfeil 24 in Figur symbolisierten Schwerkraftrichtung weisende Einfüllöffnung 26 auf, deren Durchtrittsfläche in etwa einer Querschnittsfläche des Behälters 12 entspricht. Benachbart des Bodens 14 ist in der Seitenwand 16 ein Formmassenauslaß 28 vorgesehen, welcher über ein Ablaßventil 30 geöffnet und geschlossen werden kann. In einer Grundstellung ist das Ablaßventil geschlossen und verschließt den Formmassenauslaß 28. Wird das Ablaßventil 30 geöffnet, kann im Behälter 12 enthaltene flüssige Formmasse, nachfolgend als Dubliermasse 32 bezeichnet, über eine Abflußrinne 34 aus dem Behälter 12 nach außen strömen, beispielsweise in eine Gießform.

Im Innern des Behälters 12 ist eine zwei Rührwerke 36 und 38 umfassende Mischvorrichtung angeordnet. Denkbar wäre es auch, nur ein Rührwerk oder mehr als zwei Rührwerke vorzusehen. Zur Lagerung der Rührwerke 36 und 38, deren Längsachsen 40 und 42 von Mischerwellen 44 und 46 definiert werden, verlaufen parallel zueinander, parallel zur Schwerkraftrichtung 24 als auch parallel zu einer Symmetrieachse des Behälters 12. Ein Mischerwellenlager 48 umfaßt eine am Boden angeordnete Platte 50, von der beabstandet zwei zylindrische Zapfen 52 und 54 parallel zur Schwerkraftrichtung 24 abstehen und in nicht näher dargestellte hohle Endabschnitte der Mischerwellen 44 und 46eintauchen, sodaß diese um ihre Längsachsen 40 und 42 rotierbar auf den Zapfen 52 und 54 gelagert sind.

Von den Mischerwellen 44 und 46 stehen seitlich Mischelemente 56 beziehungsweise 58 ab, die in Form von rechteckigen Platten ausgebildet sind, die jeweils eine geschärfte Kante in Form einer Schneide 60 beziehungsweise 62 aufweisen, welche in Drehrichtung, symbolisiert durch die Pfeile 64 und 66, weisen. Die Schneiden 60 und 62 sind im wesentlichen parallel zu Normalenebenen der Längsachsen 40 und 42 angeordnet.

Am oberen, vom Mischerwellenlager 58 weg weisenden Ende sind die beiden Mischerwellen 44 und 46 jeweils mit einem Kupplungselement 68 beziehungsweise 70 versehen, welches durch von den Mischerwellen 44 und 46 diametral gegenüberliegend und in einer Richtung parallel zu den Längsachsen 40 und 42 abstehende Vorsprünge gebildet wird.

Zum Verschließen des Behälters 12 dient ein Deckel 72, welcher um eine quer zur Schwerkraftrichtung 24 und parallel zu einer Gehäuseoberseite 78 verlaufende Schwenkachse 74 verschwenkbar an einem auf der Gehäuseoberseite 78 angeordneten Getriebegehäuse 76 gelagert ist. Die Schwenkachse 74 verläuft zudem quer zu einer durch das Ablaßventil 30 definierten Auslaßrichtung 80, sodaß der Deckel 72 von einer Vorderseite 82 des Dubliergerätes 10, an welcher der Formmassenauslaß 28 angeordnet ist, nach hinten weg geschwenkt werden kann. Ein Schwenkwinkel des Deckels 72 zwischen einer in 3 dargestellten Schließstellung, in welcher er die Einfüllöffnung 26 vollständig verschließt und einer in 2 dargestellten Offenstellung, in welcher er die Einfüllöffnung 26 vollständig freigibt, beträgt etwa 100°.

Im Innern des Gehäuses 22 ist direkt unter einer die Gehäuseoberseite 78 definierenden Deckplatte 84 ein Antrieb in Form eines Elektromotors 86 angeordnet. Von diesem wird eine um eine parallel zu den Längsachsen 40 und 42 verlaufende Drehachse 88 rotierbar gelagerte Antriebswelle 90 angetrieben, die ein Zahnrad 92 trägt. Es bildet einen Teil eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 94 versehenen Getriebes, welches drei weitere, am Deckel 72 rotierbar gelagerte Zahnräder 96, 98 und 100 umfaßt. Das Zahnrad 92 treibt das Zahnrad 96 an, welches auf einer eine Drehachse 104 definierenden Lagerwelle 102, die am Deckel 72 gehalten ist, drehbar gelagert ist. Die Drehachse 104 verläuft parallel zur Drehachse 88. Zähne des Zahnrads 96 kämmen mit Zähnen des Zahnrads 98, welches drehfest auf einer Lagerwelle 106 montiert ist, deren Längsachse durch die Längsachse 42 gebildet wird. Die Zahnräder 92, 96 und 98 sind in einer im Getriebegehäuse 76 und am Deckel 72 auf dessen Unterseite gebildeten Aussparung 108 angeordnet. Nach unten, in Richtung auf den Behälter 12 hin, ist an das Zahnrad 98 angrenzend ein weiteres Zahnrad 110 des Getriebes 94 auf der Lagewelle 106 montiert, welches das Zahnrad 100 antreibt. Das Zahnrad 100 und das Zahnrad 110 sind in Form flacher verzahnter Scheiben ausgebildet. Ein Radius des Zahnrads 100 entspricht etwa dem Anderthalbfachen eines Durchmessers eines der identischen Zahnräder 92, 96 und 98. Ein Durchmesser des Zahnrads 110 ist etwas kleiner als ein Durchmesser des Zahnrads 98. Das Zahnrad 100 ist an einer Lagerwelle 112 festgelegt, deren Längsachse der Längsachse 40 entspricht. Die Zahnräder 100, 110 und 98 sind mit einer Platte 114, welche eine Unterseite des Deckels 72 bildet, an einem oberen Deckelteil 116 gesichert.

Die Lagerwellen 106 und 112 tragen an ihrem in Richtung auf den Behälter 12 abstehenden Ende jeweils einen beidseitig vorstehenden, einen Mitnehmer bildenden Stift 118 bzw. 120, wobei die Lagerwellen 106 und 112 eine Länge aufweisen, sodaß die ebenfalls Kupplungselemente bildenden Stifte 118 und 120 mit den Kupplungselementen 68 und 70 zusammenwirken können, das heißt sie greifen zwischen die beiden die Kupplungselemente 68 und 70 bildenden Vorsprünge ein. Bei einer Drehung der Lagerwellen 106 und 112 nehmen die Stifte 118 und 120 die Kupplungselemente 68 und 70 mit und versetzen so die Rührwerke 36 und 38 in Rotation. Aufgrund der Anordnung des Getriebes 94 rotieren die Rührwerke 36 und 38 in entgegengesetzten Richtungen, was durch die mit Pfeilen symbolisierten Drehrichtungen 64 und 66 angedeutet ist.

Ein Kraftfluß ausgehend vom Elektromotor 86 auf die Mischerwellen 44 und 46 kann mechanisch unterbrochen werden durch Öffnen des Deckels 72. Bei geschlossenem Deckel, wie in 3 dargestellt, stehen die Zahnräder 92 und 96 in Eingriff miteinander. Dagegen stehen die Zähne bei geöffnetem Deckel 72 der Zahnräder 92 und 96 außer Eingriff, wie dies in 2 dargestellt ist. Selbst wenn eine Energiezufuhr des Elektromotors 86 nicht unterbrochen wird, führt das Öffnen des Deckels 72 zur Unterbrechung eines Betriebs der Rührwerke 36 und 38, da nicht nur ein Kraftfluß durch außer Eingriff bringen der Zahnräder 92 und 96 unterbrochen wird, sondern weil auch die Stifte 118 und 120 außer Eingriff mit den Kupplungselementen 68 und 70 kommen. Durch Öffnen des Deckels 72 wird also sichergestellt, daß ein Betrieb der Rührwerke 36 und 38 unterbrochen wird und somit keine Gefahr besteht, daß sich eine Bedienperson an den Schneiden 60 und 62 aufweisenden Mischelementen 56 und 58 verletzen kann. Bei geöffnetem Deckel können ferner die Rührwerke 36 und 38 als Ganzes von den Zapfen 52 und 54 abgezogen und ausgewechselt oder gereinigt werden. Hierfür sind keine zusätzlichen Werkzeuge erforderlich.

In Verlängerung der Lagerwelle 102 ist ein Taster 126 am Gehäuse angeordnet, und zwar derart, daß eine Längsachse eines beweglichen Schaltknopfs 128 bei geschlossenem Deckel 72 mit der Drehachse 104 zusammenfällt. Der Taster 126 dient als mechanisch betätigbares Betätigungsglied einer Sicherheitsvorrichtung, mit der eine Energiezufuhr, insbesondere eine Bestromung, des Elektromotors 86 unterbrochen werden kann. Wird der Deckel 72 geöffnet, kann sich der Schaltknopf 128 in Richtung auf den Deckel 72 hin bewegen. Eine Energiezufuhr des Elektromotors 86 wird bei dieser Schaltstellung des Tasters 126 unterbrochen. Wird der Deckel 72 geschlossen, wird der Schaltknopf 128 durch ein unteres Ende der Lagerwelle 102 nach unten gedrückt, wodurch der Taster 126 betätigt und eine Energiezufuhr zum Elektromotor 86 ermöglicht wird.

Um die im Behälter 12 befindliche Dubliermasse 32 abzukühlen, ist eine Kühlvorrichtung vorgesehen, die in den Figuren insgesamt mit dem Bezugszeichen 130 gekennzeichnet ist. Sie umfaßt einen Kühlkanal 132, welcher einen einen Kühlmitteleinlaß bildenden Lufteinlaß 134 und einen einen Kühlmittelauslaß bildenden Luftauslaß 136 umfaßt. Der Luftauslaß 136 ist durch eine Vielzahl von Schlitzen 138 am Gehäuse 22 ausgebildet. Der Lufteinlaß 134 ist in analoger Weise am Gehäuse 22 ausgebildet. Dem Luftauslaß 136 direkt vorgeschaltet ist im Innern des Gehäuses 22 ein eine Kühlmittelfördervorrichtung bildendes Gebläse 140 angeordnet, mit welchem ein Luftstrom in Richtung des Pfeils 142 durch den Luftauslaß 136 aus dem Gehäuse 22 heraus bewirkt werden kann. Wird das Gebläse 140 betrieben, so wird Luft durch den Lufteinlaß 136 angesaugt, strömt durch den Kühlkanal 132 zum Gebläse 140 und wird von diesem durch den Luftauslaß 136 aus dem Gehäuse 22 herausgedrückt.

Der Kühlkanal 132 umgibt die Seitenwand 16 mit den Heizspulen 18 und erstreckt sich des weiteren auch unterhalb des Bodens 14 und der Bodenheizung 20. Ein Teil des Kühlkanals 132 wird durch einen vorderen Gehäusewandabschnitt 144 des Gehäuses gebildet, an welchem der Formmassenauslaß 28 angeordnet ist. Ferner bildet auch die Deckplatte 84 einen Teil des Kühlkanals 132. Der Behälter 12 ist damit praktisch vollständig innerhalb des Kühlkanals 132 angeordnet, so daß die durch das Gebläse 140 forcierte Luftströmung durch den Kühlkanal 132 direkt mit dem Behälter 12, das heißt dessen Boden 14 und dessen Seitenwand 16 bzw. der Heizspiralen 18 und der Bodenheizung 20 in Kontakt kommen und diese durch Abtransport überschüssiger Wärme kühlen kann.

Eine nicht näher dargestellte Temperaturregelungsvorrichtung dient dazu, einen Temperatur im Innern des Behälters 12 zum Temperieren der Dubliermasse 32 zu steuern und/oder zu regeln. Eine gewünschte Temperatur der Dubliermasse 32 kann an einem Bedienfeld 146, welches außen an der Vorderseite 82 des Gehäuses 22 angeordnet ist, vorgegeben werden. Zur Ermittlung der Temperatur im Innern des Behälters 12 können ein oder mehrere Temperatursensoren innen oder außen am Behälter angeordnet sein.

Mit der Kühlungsvorrichtung 130 ist es effizient möglich, die Dubliermasse schnell auf eine gewünschte Temperatur abzukühlen. Der Grund hierfür wird nachfolgend im Zusammenhang mit der Funktionsweise des Dubliergeräts 10 näher erläutert.

Zum Bereitstellen einer flüssigen, zum Dublieren von Meistermodellen geeigneter Dubliermasse wird zunächst der Deckel 72 des Dubliergeräts 10 geöffnet und bei Raumtemperatur feste Dubliermassenstücke 148 in den Behälter 12 hineingegeben. Am Bedienfeld 146 wird eine Aufschmelztemperatur vorgegeben, typischerweise etwa 90° bis 95°C, mit der die Dubliermasse, die insbesondere durch Hydrokolloide mit Anteilen von 40 bis 70% Wasser, 2 bis 6% Agar-Agar und 30 bis 60% mehrwertigen Alkoholen gebildet wird, geschmolzen werden kann. Derartige Dubliermassen gelieren bei Unterschreiten einer Temperatur von etwa 36°C oder umgekehrt, sie schmelzen bei Überschreiten einer Temperatur von etwa 36°C. Nach Schließen des Deckels 42 greifen die Stifte 118 und 120 in die Kupplungselemente 68 und 70 ein und zusätzlich wird durch Schließen des Tasters 126 eine Energiezufuhr für den Elektromotor 86 ermöglicht. Dieser kann dann das Getriebe 94 antreiben, welches wiederum die Rührwerke 36 und 38 in Rotation versetzt, wobei das Rührwerk 38 etwa dreimal so schnell rotiert wie das Rührwerk 36. Die mit den Schneiden 60 und 62 ausgestatteten Mischelemente 56 und 58 beschleunigen einen Schmelzvorgang der Dubliermassenstücke 148, indem sie diese zerkleinern.

Ist die erste Befüllung des Behälters 12 mit Dubliermassenstücken 148 geschmolzen und bildet eine flüssige und homogene Dubliermasse 32, kann der Deckel 72 wieder geöffnet werden, um weitere Dubliermassenstücke 148 in den Behälter 12 einzufüllen. Beim Öffnen des Deckels 72 wird nicht nur eine Energiezufuhr des Elektromotors 86 unterbrochen, sondern auch ein Kraftfluß durch außer Eingriff bringen der Zahnräder 92 und 96. Des weiteren werden auch die Kupplungselemente 68 und 70 mit den Kupplungselementen bildenden Stiften 118 und 120 außer Eingriff gebracht.

Nach dem weiteren Befüllen des Behälters 12 mit Dubliermassenstücken 148 wird der Deckel 72 wieder geschlossen und die Rührwerke 36 und 38 zum Zerkleinern der Dubliermassenstücke 148 und zum Durchmischen der bereits verflüssigten Dubliermasse 32 in Rotation versetzt. Wird die Aufschmelztemperatur erreicht und ist die gesamte Dubliermasse 32 geschmolzen, wird diese wieder auf ca. 50° abgekühlt. Hierzu wird eine Energiezufuhr der Heizspiralen 18 und der Bodenheizung 20 unterbrochen. Ferner wird die Kühlungsvorrichtung 130 aktiviert, das heißt das Gebläse 140 bewirkt einen Luftstrom durch den Kühlkanal 132 hindurch, mit dem der Behälter 12 wesentlich schneller abgekühlt werden kann, als dies bei herkömmlichen Dubliergeräten ohne eine derartige Kühlungsvorrichtung 130 der Fall ist. Wie bereits erwähnt, können je nach Produktqualität derartige Dubliermassen 32 acht- bis fünfzehnmal auf die beschriebene Weise verflüssigt und verwendet werden.


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zur Verarbeitung von zahntechnischen oder zahnmedizinischen Formmassen (32, 148), insbesondere zum Schmelzen und Mischen von Dublier- und/oder Abdruckmassen, mit einem einen Boden (14), mindestens eine mit dem Boden (14) verbundene Behälterwand (16) und eine Einfüllöffnung (26) umfassenden Behälter (12) zum Aufnehmen der zu verarbeitenden Formmasse (32, 148), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38) zum Mischen der Formmasse (32, 148) im Behälter (12) vorgesehen ist und daß die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38), ohne den Boden (14) oder die mindestens eine Seitenwand (16) zu durchstoßen, von oben durch die Einfüllöffnung (26) ins Innere des Behälters (12) eintaucht und/oder einführbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllöffnung (26) in einer Richtung entgegen oder im wesentlichen entgegen einer Schwerkraftrichtung (24) weist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Heizung (18, 20) zum Erwärmen der im Behälter (12) befindlichen Formmasse (32, 148) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der mindestens einen Heizung (18, 20) der Boden (14) und/oder die mindestens eine Behälterwand (16) beheizbar ist bzw. sind. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Deckel (72) zum Öffnen des Behälters (12) in einer Offenstellung und zum Verschließen des Behälters (12) in einer Schließstellung vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch Abheben des Deckels (72) vom Behälter (12) oder Bewegen des Deckels (72) von der Schließstellung in die Offenstellung ein Betrieb der mindestens einen Mischvorrichtung (36, 38) unterbrechbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (72) an der Vorrichtung (10) beweglich gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (72) um eine Schwenkachse (74) verschwenkbar gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (74) quer zu einer Längsachse des Behälters (12) verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (14) des Behälters (12) durchbrechungsfrei ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38) von der Vorrichtung (10) lösbar ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38) mindestens ein rotierbar gelagertes Mischelement (56, 58) umfaßt. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38) mindestens eine das mindestens eine Mischelement (56, 58) tragende Mischerwelle (44, 46) umfaßt. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischerwelle (44, 46) mindestens abschnittsweise hohl ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischerwelle (44, 46) am Behälter (12) gelagert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Mischerwelle (44, 46) im Innern des Behälters (12) gelagert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Achse (40, 42) der mindestens einen Mischerwelle (44, 46) parallel oder im wesentlichen parallel zur Schwerkraftrichtung (42) verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß am Behälter (12) ein Mischerwellenlager (48) zur drehbaren Lagerung der mindestens einen Mischerwelle (44, 46) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischerwellenlager (48) einen vom Behälterboden (14) oder der mindestens einen Behälterwand (16) abstehenden, in ein hohles Ende der Mischerwelle eintauchenden Zapfen (52, 54) umfaßt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Mischerwellengegenlager (106, 112) für die mindestens eine Mischerwelle (44, 46) vorgesehen ist und daß der Deckel (72) das mindestens eine Mischerwellengegenlager (106, 112) bildet oder umfaßt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Mischelement (56, 58) in Form einer Schneide (60, 62) ausgebildet ist oder eine Schneide (60, 62) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (60, 62) eine Schnittebene definiert und daß mindestens ein Teil der Schnittebene bezogen auf eine quer zu einer von der Mischerwelle (44, 46) definierten Mischerwellenachse (40, 42) geneigt ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antrieb (86) vorgesehen ist zum Antreiben der mindestens einen Mischvorrichtung (36, 38). Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe (94) vorgesehen ist zum Übertragen eines Antriebsdrehmoments des Antriebs (86) auf die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38). Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (86) und/oder das Getriebe (94) derart angeordnet sind, daß das Antriebsdrehmoment vom Antrieb (86) und/oder vom Getriebe (94) oberhalb der Einfüllöffnung (26) oder durch die Einfüllöffnung (26) hindurch von oben auf die mindestens eine Mischerwelle (44, 46) übertragbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Kupplungsvorrichtung (68, 70, 118, 120) mit mindestens zwei zusammenwirkenden Kupplungselementen (68, 70, 118, 120) vorgesehen ist zum lösbaren Verbinden des Antriebs (86) oder des Getriebes (94) mit der mindestens einen Mischvorrichtung (36, 38), daß die mindestens eine Mischvorrichtung (36, 38) mindestens ein erstes Kupplungselement (68, 70) und daß der Antrieb (86) oder das Getriebe (94) mindestens ein zweites Kupplungselement (118, 120) trägt. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei zusammenwirkenden Kupplungselemente (68, 70, 118, 120) in der Schließstellung des Deckels (72) in Eingriff stehen und in der Offenstellung des Deckels (72) außer Eingriff stehen. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine erste Kupplungselement (118, 120) in Form eines Mitnehmers (118, 120) und daß das mindestens eine zweite Kupplungselement (68, 70) in Form einer Mitnehmeraufnahme (68, 70) zum Aufnehmen des Mitnehmers (118, 120) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (118, 120) zwei seitlich von einem Antriebszapfen (106, 112) abstehende Vorsprünge umfaßt und daß die Mitnehmeraufnahme (68, 70) eine zum Antriebszapfen (106, 112) korrespondierende Ausnehmung mit einer Quernut zur Aufnahme der Vorsprünge umfaßt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß eines der mindestens zwei Kupplungselemente (68, 70) an einem vom Mischerwellenlager (48) weg weisenden Ende der Mischerwelle (44, 46) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (94) ein Zahnradgetriebe ist. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß eines der mindestens zwei Kupplungselemente (118, 120) mit dem Getriebe (94) verbunden und in Form eines koaxial zu einer Drehachse (40, 42) eines Zahnrades (98, 100) des Getriebes (94) abstehenden Antriebszapfens (106, 112) ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil des Getriebes (94) am Deckel (72) gelagert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kraftfluß des Getriebes (94) oder ein Kraftfluß vom Antrieb (86) auf das Getriebe mechanisch (94) unterbrechbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftfluß durch Bewegen des Deckels (72) unterbrechbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein erstes, am Deckel (72) angeordnetes Kraftübertragungsglied (96) in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist mit einem zweiten, am Antrieb (86) angeordneten oder von diesem direkt oder indirekt angetriebenen Kraftübertragungsglied (92). Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Kraftübertragungsglied (92, 96) ein Zahnrad ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllöffnung (26) einen Querschnitt aufweist, der einem Querschnitt des Behälters (12) oder im wesentlichen dem Querschnitt des Behälters (12) entspricht. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Sicherheitsvorrichtung (92, 96; 126) zum Unterbrechen eines Betriebs der mindestens einen Mischvorrichtung (36, 38) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Sicherheitsvorrichtung mindestens ein mechanisch oder berührungslos betätigbares Betätigungsglied (126) umfaßt zum Unterbrechen einer Energiezufuhr für den Antrieb (86) und/oder die mindestens eine Heizung (18, 20). Vorrichtung nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied (126) ein elektrischer Schalter oder Taster ist, welcher in einer Schließstellung eine Energiezufuhr für den Antrieb (86) und/oder die mindestens eine Heizung (18, 20) gestattet und in einer Offenstellung eine Energiezufuhr für den Antrieb (86) und/oder die mindestens eine Heizung (18, 20) unterbricht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 40 oder 41, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied (126) durch Abheben des Deckels (72) vom Behälter (12) oder durch Bewegen des Deckels (72) von der Schließstellung in die Offenstellung betätigbar ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Behälter (12) ein verschließbarer Formmassenauslaß (28) vorgesehen ist zum Ablassen der Formmasse (32). Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit einem der Ansprüche 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kühlvorrichtung (130) vorgesehen ist zum Kühlen des Behälters (12). Vorrichtung nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung (130) mindestens einen als Strömungskanal für einen Kühlmittelstrom eines Kühlmittels ausgebildeten Kühlkanal (132) mit mindestens einem Kühlmitteleinlaß (134) und mindestens einem Kühlmittelauslaß (136) aufweist und daß der mindestens eine Kühlkanal (132) derart angeordnet ist, daß das Kühlmittel (12) am Behälter oder an einem am Behälter (12) angeordneten, in den Kühlkanal (132) hineinragenden Kühlkörper zum Kühlen des Behälters (12) vorbeiströmen kann. Vorrichtung nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (12) mindestens teilweise im Kühlkanal (132) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 45 oder 46, dadurch gekennzeichnet, daß ein Boden (14) und eine Seitenwand (16) des Behälters (12) seitliche Begrenzungen des Kühlkanals (132) bilden. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 45 bis 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung (130) mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung (140) umfaßt zum Fördern eine Kühlmittels durch den mindestens einen Kühlkanal (132). Vorrichtung nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung (140) eine Kühlmittelpumpe oder ein Gebläse (140) ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 48 oder 49, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Kühlmittelfördervorrichtung (130) am Kühlmittelauslaß (136) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 45 bis 50 dadurch gekennzeichnet, daß als Kühlmittel Luft oder Wasser verwendet wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 45 bis 51, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) ein Gehäuse (22) aufweist und daß das Gehäuse (22) mindestens abschnittsweise den Kühlkanal (132) bildet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 45 bis 52, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Kühlmitteleinlaß (134) und/oder der mindestens eine Kühlmittelauslaß (136) durch Durchbrechungen (138) des Gehäuses (22) gebildet werden. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperaturregelungsvorrichtung vorgesehen ist zum Regeln einer Temperatur des Behälters (12). Vorrichtung nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturregelungsvorrichtung derart ausgebildet ist, daß eine Förderleistung der Kühlmittelfördervorrichtung (140) in Abhängigkeit der im Behälter (12) zu regelnden Temperatur steuer- und/oder regelbar ist.






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