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Dokumentenidentifikation DE102005018505A1 26.10.2006
Titel Vorrichtung zur Verarbeitung eines Verzehrgutes
Anmelder Bühler Bindler GmbH, 51702 Bergneustadt, DE
Erfinder Gasser, Heinz, Züberwangen, CH;
Schenk, Günter, 51570 Windeck, DE
DE-Anmeldedatum 20.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005018505
Offenlegungstag 26.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse A23G 1/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A23G 9/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A23G 1/21(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verarbeitung eines Verzehrgutes in Form einer viskosen bis pastösen Masse, insbesondere eines Verzehrgutes auf Fettmasse-Basis wie Schokolade oder eines Verzehrgutes auf Wasser-Basis wie Eiskrem. Die Vorrichtung besitzt Dosiereinheiten zum dosierten Zuführen eines bestimmten Volumens der Masse auf eine Auflagefläche oder in eine Hohlform, wobei die Dosiereinheiten (D) in einem Dosierbereich (2) angeordnet sind und wobei der Dosierbereich (2) an einer Basis (1) mit ebener Basisfläche (1a) über eine erste Linearführung (3) ohne Spiel in Querrichtung und über eine zweite Führung (4) mit Spiel (7) in Querrichtung linear beweglich bezüglich der Basis (1) angeordnet ist. Die zweite Linearführung (4) besitzt ein mit dem Dosierbereich (2) starr verbundenes Gleitelement (5; 5a, 5b, 5c), das an seiner Oberfläche mindestens zwei zueinander parallele ebene Gleitflächen (G1, G2) aufweist. Die erste Gleitfläche (G1) des Gleitelements ist zu der zweiten Gleitfläche (G2) des Gleitelements entgegengesetzt, und beide Gleitflächenebenen sind parallel zur Basisfläche (1a). Einerseits liegt die Gleitfläche (G1) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G3) der Basis (1) an, und andererseits liegt die Gleitfläche (G2) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G4) der Basis (1) an.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verarbeitung eines Verzehrgutes in Form einer viskosen bis pastösen Masse, insbesondere eines Verzehrgutes auf Fettmasse-Basis wie Schokolade oder eines Verzehrgutes auf Wasser-Basis wie Eiskrem.

Derartige Vorrichtungen oder Giessmaschinen enthalten Dosiereinheiten zum dosierten Zuführen eines bestimmten Volumens der zu verarbeitenden Masse auf eine Auflagefläche oder in eine Giessform. Die Dosiereinheiten sind in einem aus einem ersten Material (z.B. Aluminium) bestehenden Dosierbereich angeordnet. Der Dosierbereich wird z.B. durch einen Dosierbalken gebildet, der an einer aus einem zweiten Material (z.B. Stahl) bestehenden Basis mit ebener Basisfläche über eine erste Linearführung ohne Spiel in Querrichtung und über eine zweite Führung mit Spiel in Querrichtung linear beweglich bezüglich der Basis angeordnet ist.

Wenn der Dosierbalken während des Betriebs je nachdem zu verarbeitenden Verzehrgut unterschiedlich stark geheizt oder gekühlt wird (z.B. Schokolade oder Eiskrem), besitzt er im Betrieb eine andere Temperatur als die Basis. Dies führt zu unterschiedlichen Wärmeausdehnungen in dem Dosierkolben und in der Basis, die bei gewissen Materialkombinationen (Dosierbalken aus Aluminium, Basis aus Stahl) besonders gravierend sein können und bei Verwendung zweier fest montierter Linearführungen unzulässige mechanische Verspannungen der Linearführungen verursachen können.

Um hier Abhilfe zu schaffen, schlägt die WO 2004/026037 A1 vor, auf der einen Seite eine spielfreie Linearführung und auf der gegenüberliegenden Seite eine Flachführung mit Spiel zum Ausgleich der Ausdehnungsdifferenzen zu verwenden. Die dort vorgeschlagenen Realisierungen der Flachführung mit Hilfe von Rollenpaaren lösen zwar das Problem, sind aber relativ kostspielig und nehmen in dem begrenzten Verfahrensraum einer solchen Giessmaschine viel Platz in Anspruch.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige und platzsparende Führung mit Spiel auf der gegenüberliegenden Seite einer spielfreien Linearführung bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs beschriebenen Vorrichtung bzw. Giessmaschine dadurch gelöst, dass die zweite Linearführung ein mit dem Dosierbereich starr verbundenes Gleitelement aufweist, das an seiner Oberfläche mindestens zwei zueinander parallele ebene Gleitflächen (G1, G2) aufweist, wobei die erste Gleitfläche (G1) des Gleitelements zu der zweiten Gleitfläche (G2) des Gleitelements entgegengesetzt ist und beide Gleitflächenebenen parallel zur Basisfläche sind und wobei einerseits die Gleitfläche (G1) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G3) der Basis anliegt und andererseits die Gleitfläche (G2) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G4) der Basis anliegt.

Besonders einfach lässt sich diese zweite Linearführung mit Spiel dadurch realisieren, dass das Gleitelement eine Profilschiene ist, deren Querschnitt zumindest in Teilbereichen T-förmig ist und von einer mit der Basis starr verbundenen Profilschiene am Querteil des T durch beidseitig zum Querteil des T angeordnete Klammern umgriffen wird.

Vorzugsweise sind die Gleitflächen der Profilschiene am Querteil des T angeordnet, und die Gegen-Gleitflächen sind an den Klammern angeordnet. Anstelle der Klammer kann auch eine Aussparung mit beidseitigen Hinterschneidungen in der Basisfläche vorgesehen sein.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nun folgenden, nicht einschränkend aufzufassenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei

1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch zeigt; und

2 einen Abschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch zeigt.

In 1 ist eine erste Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch gezeigt. Auf der Oberfläche 1a einer Basis 1 ist ein Dosierbalken 2, der eine Vielzahl von Dosierpumpen enthält, bezüglich der Basis 1 linear verfahrbar gelagert. Die Bewegung des Dosierbalkens 3 erfolgt senkrecht zur Zeichenebene der 1. Hierfür ist eine erste Linearführung 3 ohne seitlichem Spiel in Querrichtung vorgesehen. Ausserdem ist eine zweite Führung 4 mit Spiel in Querrichtung vorgesehen. Insgesamt erlaubt die zweite Führung 4 eine Bewegung einer mit dem Dosierbalken 3 starr verbundenen Profilleiste 5 sowohl parallel als auch quer zur Linearführung 3. Die Profilleiste 5 hat einen Querschnitt in Form eines umgekehrten T, das an der Basisfläche 1a und an den Kontaktflächen einer linken Klammer 1b und einer rechten Klammer 1c anliegt, die beide mit der Basis 1 starr verbunden sind.

Eine obere ebene Gleitfläche G1 der Profilleiste 5 liegt an einer Gegen-Gleitfläche G3 der Klammern 1b, 1c an. Eine untere ebene Gleitfläche G2 der Profilleiste 5 liegt an einer Gegen-Gleitfläche G4 an, die ein Teil der Basisfläche 1a ist. Die beiden Gleitflächenpaare G1/G3 und G2/G4 ermöglichen kein Spiel in der vertikalen Richtung aber ein Spiel 7 in der horizontalen Richtung bzw. der Querrichtung zum Ausgleich temperaturabhängiger Ausdehnungsdifferenzen zwischen dem Dosierbalken 2 und der Basis 1. Die Klammern 1b, 1c können durch Schrauben 6 oder dgl. an der Basis 1 befestigt sein.

In 2 ist eine zweite Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung ausschnittsweise schematisch gezeigt. Sie unterscheidet sich nur in der Ausführung der zweiten Führung 4. Diese besitzt auch hier ein Spiel 7 in Querrichtung und erlaubt insgesamt eine Bewegung einer mit dem Dosierbalken 3 starr verbundenen Profilleiste, die aus drei Profilen zusammengebaut ist, nämlich aus einem ersten T-Profil 5a, einem zweiten T-Profil 5b und einem Verbindungsteil 5c, an dem die beiden T-Profile 5a, 5b jeweils befestigt sind. Auch hier können z.B. Schrauben 6 verwendet werden. Die Umklammerung dieser zusammengesetzten Doppel-T-Profilschiene 5a, 5b, 5c erfolgt durch in der Basis 1 eingearbeitete Aussparungen mit Hinterschneidungen 1d, 1e, 1f, 1g.

Die obere ebene Gleitfläche G1 der Doppel-T-Profilschiene 5a, 5b, 5c liegt an einer Gegen-Gleitfläche G3 der Hinterschneidungen 1d, 1e, 1f, 1g an. Eine untere ebene Gleitfläche G2 der Doppel-T-Profilschiene 5a, 5b, 5c liegt an einer Gegen-Gleitfläche G4 an, die ein Teil der Basisfläche 1a ist. Die beiden Gleitflächenpaare G1/G3 und G2/G4 ermöglichen auch hier kein Spiel in der vertikalen Richtung aber ein Spiel 7 in der horizontalen Richtung bzw. der Querrichtung zum Ausgleich temperaturabhängiger Ausdehnungsdifferenzen zwischen dem Dosierbalken 2 und der Basis 1 (siehe 1).

1
Basis
1a
Basisfläche
1b
Klammer
1c
Klammer
1d
Hinterschneidung
1e
Hinterschneidung
1f
Hinterschneidung
1g
Hinterschneidung
2
Dosierbereich/Dosierbalken
3
erste Linearführung (ohne Querspiel)
4
zweite Linearführung (mit Querspiel)
5
Gleitelement/T-Profil-Schiene
5a
T-Profil
5b
T-Profil
5c
Verbindungsteil
6
Schraube
7
Spiel
G1
Gleitfläche
G2
Gleitfläche
G3
Gegen-Gleitfläche
G4
Gegen-Gleitfläche


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Verarbeitung eines Verzehrgutes in Form einer viskosen bis pastösen Masse, insbesondere eines Verzehrgutes auf Fettmasse-Basis wie Schokolade oder eines Verzehrgutes auf Wasser-Basis wie Eiskrem, mit Dosiereinheiten zum dosierten Zuführen eines bestimmten Volumens der Masse auf eine Auflagefläche, wobei die Dosiereinheiten (D) in einem Dosierbereich (2) angeordnet sind und wobei der Dosierbereich (2) an einer Basis (1) mit ebener Basisfläche (1a) über eine erste Linearführung (3) ohne Spiel in Querrichtung und über eine zweite Führung (4) mit Spiel in Querrichtung linear beweglich bezüglich der Basis (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Linearführung (4) ein mit dem Dosierbereich (3) starr verbundenes Gleitelement (5; 5a, 5b, 5c) aufweist, das an seiner Oberfläche mindestens zwei zueinander parallele ebene Gleitflächen (G1, G2) aufweist, wobei die erste Gleitfläche (G1) des Gleitelements zu der zweiten Gleitfläche (G2) des Gleitelements entgegengesetzt ist und beide Gleitflächenebenen parallel zur Basisfläche (1a) sind und wobei einerseits die Gleitfläche (G1) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G3) der Basis (1) anliegt und andererseits die Gleitfläche (G2) des Gleitelements an einer Gegen-Gleitfläche (G4) der Basis (1) anliegt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement eine Profilschiene (5) ist, deren Querschnitt zumindest in Teilbereichen T-förmig ist und von einer mit der Basis (1) starr verbundenen Profilschiene (6) am Querteil (7) des T durch beidseitig zum Querteil (7) des T angeordnete Klammern (8) umgriffen wird. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen (G1, G2) der Profilschiene (5) am Querteil (7) des T angeordnet sind und die Gegen-Gleitflächen (G3, G4) an den Klammern (8) angeordnet sind.






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