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Dokumentenidentifikation DE102005018655A1 26.10.2006
Titel Spannvorrichtung
Anmelder CNC-SERVICE EGGER, Charancieu, FR
Erfinder Egger, Christian, Charancieu, FR
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 21.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005018655
Offenlegungstag 26.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse B23B 31/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23B 31/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B23B 31/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum Einspannen eines entlang einer Bearbeitungsachse zu bearbeitenden Werkstücks in eine die Bearbeitungsachse umfassende Bearbeitungsmaschine, umfassend einen um die Bearbeitungsachse drehbaren Spannkopf und an diesem angeordnete Spannelemente, bei der die Spannelemente am Spannkopf schwimmend angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum Einspannen eines entlang einer Bearbeitungsachse zu bearbeitenden Werkstücks in eine Bearbeitungsmaschine, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bearbeitungsmaschinen, wie etwa als Rundschleif-, Fräs- oder Drehmaschinen ausgeführte Werkzeugmaschinen, umfassen eine oder mehrere Bearbeitungsachsen, entlang der ein in die Bearbeitungsmaschine eingespanntes Werkstück bearbeitet werden kann. Das Werkstück wird dabei mittels einer Spannvorrichtung in der Bearbeitungsmaschine eingespannt. Je nach Bearbeitungsmaschine und Bearbeitungsvorgang wird das Werkstück entweder entlang der Bearbeitungsachse oder radial zur Bearbeitungsachse eingespannt. Zum Einspannen entlang der Bearbeitungsachse ist beispielsweise bekannt, das Werkstück zwischen zwei relativ zueinander entlang der Bearbeitungsachse verstellbare kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitzen einzuspannen. Die Spannspitzen sind dabei unter Kraft gegeneinander verstellbar. Bei einem rohrförmigen Werkstück greifen die Spannspitzen zum Teil stirnseitig in das Werkstück. Zum Anpassen der Spannspitzen an unterschiedliche Werkstücke ist bekannt, die Spannspitze aus einem Spannkopf und an diesem auswechselbar angeordneten Spannelementen herzustellen. Sowohl das Werkstück, als auch die Spannspitzen müssen dabei zur Bearbeitungsachse ausgerichtet werden. Die Spannvorrichtung umfasst dabei die beiden Spannspitzen sowie den Verstellmechanismus zum Gegeneinanderdrücken der beiden Spannspitzen.

Aus der DE 195 33 456 B4 ist eine an einem Reitstock anordbare Spannspitze bekannt, welche an einer Pinole abgestützt ist. Die Spannspitze ist einteilig ausgeführt und weist eine Kreiskegelform auf.

Aus der DE 36 22 725 A1 ist eine in einem Gehäuse gelagerte, mitlaufende Spannspitze oder Pinole bekannt, welche ebenfalls einteilig ausgeführt ist, und eine Kreiskegelform aufweist.

Aufgrund von Fertigungstoleranzen der einteilig ausgeführten, kreiskegelförmigen Spannspitzen besteht die Gefahr, insbesondere rohrförmige Werkstücke, die in einem vorhergehenden Arbeitsgang genau gefertigt wurden, beim Einspannen zwischen die Spannspitzen zu deformieren.

Zum Einspannen radial zur Bearbeitungsachse wird üblicherweise ein um die Bearbeitungsachse drehbares, antreibbares Spannfutter mit radial beweglichen, beispielsweise mittels eines speziellen Schlüssels verstellbaren und gegen das Werkstück spannbaren Spannbacken verwendet. Die Spannbacken sind dabei so ausgebildet, dass das Werkstück von seinem Außenumfang her, oder im Falle eines rohrförmigen Werkstücks von dessen Innenumfang her zwischen die Spannbacken gespannt werden kann. Die Spannvorrichtung umfasst in diesem Fall das aus Spannfutterkörper, radial verstellbaren Spannbacken sowie Verstellmechanismus zum gleichzeitigen, radialen Verstellen der Spannbacken bestehende Spannfutter.

Verglichen mit den zuvor beschriebenen Spannspitzen können hierbei der Spannfutterkörper als Spannkopf und die Spannbacken als Spannelemente bezeichnet werden, so dass eine Spannvorrichtung unabhängig von der Einspannsituation einen Spannkopf, am Spannkopf angeordnete Spannelemente sowie einen Verstellmechanismus umfasst. Üblicherweise weist ein Spannkopf zur Verwendung in einer Bearbeitungsmaschine drei Spannelemente auf, die das Werkstück zwischen drei sich zwischen den Spannelementen und dem Werkstück beim Einspannen ausbildenden Kontaktstellen zentrieren.

Aus der DE 296 24 215 U1 ist eine Spannvorrichtung bekannt, welche einen Spannfutterkörper mit mindestens zwei radialen Backenführungen für jeweils eine aus Grund- und Aufsatzbacke bestehende, in der Backenführung radial verstellbare Spannbacke aufweist.

Aus der DE 203 20 649 U1 ist eine Spannvorrichtung mit einem Spannfutterkörper und mehreren Spannbacken, die in radialen Backenführungen des Spannfutterkörpers bewegbar angeordnet und durch einen Verstellmechanismus radial zu einer Spannfutterachse gemeinsam verstellbar sind, bekannt.

Aufgrund von Fertigungstoleranzen der Spannbacken und des die Verstellung der Spannbacken bewirkenden Verstellmechanismus erfolgt bei derartigen Spannvorrichtungen das gemeinsame Verstellen der radial beweglichen Spannbacken nicht vollkommen gleichmäßig, wodurch das einzuspannende Werkstück entweder nicht vollkommen genau zentriert wird, oder die Gefahr besteht, dass es von den Spannbacken mehr oder weniger deformiert wird.

Nachteilig am Stand der Technik ist, dass bei sehr präzisen und in vorhergehenden Bearbeitungsstufen genau gefertigten Werkstücken, insbesondere bei rohrförmigen und/oder dünnwandigen Werkstücken, diese beim Einspannen deformiert werden, da die Spannelemente dem Werkstück beim Einspannen ihre Form aufzwingen beziehungsweise das Werkstück entsprechend der Positionen der Spannelemente und damit entsprechend der Position der Kontaktflächen zwischen Spannkopf und Werkstück deformiert wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung zu entwickeln, bei der eine Deformation vor allem von ungenau vorgefertigten Werkstücken beim Einspannen vermieden wird. Aber auch von genau vorgefertigten Werkstücken, dass beim Spannen mit Schmutzeinwirkung eine Deformation vermieden wird.

Die Aufgabe wird bei einer Spannvorrichtung der eingangs genannten Gattung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Der Begriff schwimmende Anordnung umfasst dabei mindestens in ungespanntem Zustand der Spannvorrichtung einen zusätzlichen Freiheitsgrad für die Bewegung der Spannelemente zusätzlich zu deren zum Einspannen des Werkstücks erfolgenden Bewegung gemeinsam mit, oder relativ zum Spannkopf. Ein solcher Freiheitsgrad kann beispielsweise eine Verschiebbarkeit der einzelnen Spannelemente normal zu deren jeweiliger zum Einspannen des Werkstücks erforderlichen Bewegung, eine schwenkbare Anordnung der Spannelemente um eine gemeinsame oder um jeweils eine eigene Schwenkachse, oder eine Kombination aus beidem umfassen.

Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung weist gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil auf, dass sich durch die schwimmende Anordnung der Spannelemente am Spannkopf die Spannelemente der gegebenen Form eines in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks anpassen können, wodurch beim Entspannen nach der Bearbeitung das Werkstück seine genau gefertigte Geometrie behält. Dies ist insbesondere bei rohrförmigen und/oder dünnwandigen Werkstücken von Vorteil, da diese beim Einspannen durch die Spannelemente leicht deformiert werden können.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannelemente in ungespanntem Zustand und bis kurz vor der endgültigen Spannposition Schwenkbewegungen ausüben können. Dabei umfasst die schwimmende Anordnung der Spannelemente am Spannkopf eine schwenkbare Anordnung der Spannelemente am Spannkopf.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannelemente um jeweils eine parallel zur Bearbeitungsachse verlaufende Schwenkachse schwenkbar angeordnet sind, so dass jedes Spannelement eine Schwenkbewegung um eine eigene, parallel zur Bearbeitungsachse verlaufende Schwenkachse ausüben kann.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannelemente um jeweils eine die Bearbeitungsachse schneidende Schwenkachse schwenkbar angeordnet sind, wobei sich die Schwenkachsen der Spannelemente und die Bearbeitungsachse vorzugsweise in einem gemeinsamen Punkt schneiden.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannelemente jeweils zwei in Umfangsrichtung des einzuspannenden Werkstücks vorzugsweise voneinander beabstandet angeordnete, mit dem in die Bearbeitungsmaschine eingespannten Werkstück in Kontakt bringbare Spannflächen aufweisen, welche sich aufgrund der schwimmenden Anordnung der Spannelemente an dem Spannkopf beim Einspannen des Werkstücks in die Bearbeitungsmaschine an die vorhandene Form des Werkstücks anlegen. Der Begriff Spannfläche umfasst hierbei auch solche Flächen, die eine infinitessimale Ausdehnung in einer Richtung aufweisen, beispielsweise Berührungslinien.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannflächen regelmäßig über den Umfang des in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks verteilt angeordnet sind. Durch die regelmäßig über den Umfang verteilten Spannflächen, welche sich aufgrund der schwimmenden Anordnung der Spannelemente am Spannkopf gleichmäßig an das Werkstück anlegen, wird die Gefahr einer Deformation des Werkstücks beim Einspannen in die Spannvorrichtung weiter verringert.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch drei regelmäßig über den Umfang des in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks verteilte Spannelemente, welche gemeinsam sechs regelmäßig über den Umfang des Werkstücks verteilte Spannflächen aufweisen.

Eine zusätzliche, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Spannkopf eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse übereinstimmt, wobei die Spannelemente auf der Mantelfläche der Spannspitze schwimmend angeordnet sind.

Eine zusätzliche, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Spannkopf eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse übereinstimmt, wobei die Spannelemente in auf der Mantelfläche der Spannspitze angeordneten Ausnehmungen schwimmend angeordnet sind.

Eine zusätzliche, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Spannkopf eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse übereinstimmt, wobei die Spannelemente mindestens einen Teil der Mantelfläche der kegel- oder kegelstumpfförmigen Spannspitze bilden.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Spannelemente zum Einspannen des Werkstücks zwischen den Spannelementen vom Außenumfang des Werkstücks her, oder bei einem rohrförmigen Werkstück alternativ um die Spannelemente herum vom Innenumfang des Werkstücks her in radialer Richtung verstellbar am Spannkopf angeordnet sind.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Spannkopf einen im Wesentlichen zylinderförmigen Spannfutterkörper umfasst, dessen Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse übereinstimmt, wobei die Spannelemente am Spannfutterkörper im Wesentlichen radial zur Bearbeitungsachse verschiebbar angeordnete Spannbacken umfassen. Dabei werden gemeinsam mit den radial verschiebbaren Spannbacken auch die Schwenkachsen, um die die Spannbacken schwenkbar angeordnet sind, radial zur Bearbeitungsachse verschoben.

Eine zusätzliche, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der um die Bearbeitungsachse drehbar angeordnete Spannkopf antreibbar ist.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Bearbeitungsachse umfassende Bearbeitungsmaschine vor, welche eine zwei auf der Bearbeitungsachse gegenüberliegend angeordnete Spannspitzen zum Einspannen eines rohrförmigen Werkstücks zwischen den beiden Spannspitzen umfassende Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 9, 10 oder 11 aufweist. Dabei ist vorzugsweise eine der beiden Spannspitzen antreibbar, wobei die zweite Spannspitze von der ersten über das Werkstück angetrieben wird.

Eine andere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine eine Bearbeitungsachse umfassende Bearbeitungsmaschine vor, welche eine einen um die Bearbeitungsachse antreibbaren Spannkopf zum Einspannen eines Werkstücks zwischen am Spannfutterkörper des Spannkopfes im Wesentlichen radial zur Bearbeitungsachse verschiebbar angeordneten Spannbacken umfassende Spannvorrichtung nach Anspruch 13 aufweist.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine einen Spannfutterkörper sowie an diesem radial verstellbar angeordneten Spannbacken aufweisende Spannvorrichtung,

2 eine zum Teil als Schnitt ausgeführte Seitenansicht der Spannvorrichtung aus 1,

3a) eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Spannspitze mit daran angeordneten Spannelementen,

3b) eine Seitenansicht der Spannspitze aus 3a),

3c) ein Schnitt entlang der Linie A-A durch die Spannspitze aus 3b),

4a) eine Vorderansicht eines an einer in den 3 dargestellten Spannspitze schwenkbar anordbaren Spannelements,

4b) eine Seitenansicht des Spannelements in 4a),

4c) eine Draufsicht auf das Spannelement aus 4a), sowie

4d) eine perspektivische Ansicht des Spannelements in 4a).

Eine in den 1 und 2 dargestellte Spannvorrichtung 1' umfasst einen aus einem zylinderförmigen Spannfutterkörper 2 bestehenden Spannkopf 3' mit daran angeordneten, als Spannbacken 4 ausgeführten Spannelementen 5'. Die Spannbacken 4 sind am Spannfutterkörper 2 radial zu einer Bearbeitungsachse 6 verstellbar angeordnet. Hierzu sind die Spannbacken 4 in radial verlaufenden Nuten 13 angeordnet. Die Symmetrieachse des zylinderförmigen Spannfutterkörpers 2 fällt mit der Bearbeitungsachse 6 zusammen. Mittels eines nicht dargestellten, im Spannfutterkörper 2 angeordneten Verstellmechanismus können alle Spannbacken 4 gleichzeitig radial zur Bearbeitungsachse 6 verstellt werden. Durch die radial verstellbaren Spannbacken 4 kann ein Werkstück radial zur Bearbeitungsachse 6 eingespannt werden, beispielsweise indem die Spannbacken 4 vom Außenumfang das Werkstücks her von außen kommend an dieses angelegt werden, ... oder auch vom Innenumfang des Werkstücks her innen kommend an dieses angelegt werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, vom Innenumfang des Werkstücks her innen kommend an dieses oder vom Außenumfang her von außen kommend an das Werkstück angelegt zu werden. Jede Spannbacke 4 weist zwei Spannflächen 7' auf. Darüber hinaus ist jede Spannbacke 4 schwimmend am Spannfutterkörper 2 angeordnet, damit sich beide Spannflächen 7' beim Einspannen des Werkstücks an das Werkstück anlegen können. Dadurch werden Deformationen von in vorhergehenden Bearbeitungsschritten genau gefertigten Werkstücken vermieden. Die schwimmende Anordnung wird erreicht, indem die Spannbacken 4 jeweils um eine parallel zur Bearbeitungsachse 6 verlaufende Schwenkachse 8' schwenkbar gelagert sind. Ebenso ist denkbar, die Spannbacken 4 normal zur Bearbeitungsachse 6 sowie normal zu deren Verstellrichtung radial zur Bearbeitungsachse 6 verschiebbar anzuordnen. Bei einer Verstellung der Spannbacken 4 radial zur Bearbeitungsachse werden die Schwenkachsen 8' gemeinsam mit den Spannbacken 4 radial zur Bearbeitungsachse 6 verschoben.

Eine in den 3 und 4 dargestellte Spannvorrichtung 1' umfasst einen als kegelstumpfförmige Spannspitze 9 ausgeführten Spannkopf 3'' mit daran angeordneten, jeweils um eigene, parallel zur Bearbeitungsachse 6 verlaufenden Schwenkachsen 8'' schwenkbaren Spannelementen 5''. Die Spannelemente 5'' sind in auf der Mantelfläche 11 der Spannspitze 9 ausgebildeten Ausnehmungen 10 schwimmend angeordnet. Auch hierbei ist die schwimmende Anordnung dadurch erreicht, indem die Spannelemente 5'' um die parallel zur Bearbeitungsachse 6 verlaufenden Schwenkachsen 8'' schwenkbar sind. Ebenso ist denkbar, dass die Schwenkachsen 8'' nicht parallel zur Bearbeitungsachse 6 verlaufen, sondern diese in einem gemeinsamen Punkt schneiden. Die Symmetrieachse der kegelstumpfförmigen Spannspitze 9 fällt im Normalfall mit der Bearbeitungsachse 6 zusammen, kann aber auch parallel verschoben zur Bearbeitungsachse 6 verlaufen. Zum Einspannen eines rohrartigen Werkstücks sind zwei einander auf der Bearbeitungsachse 6 gegenüberliegende Spannspitzen 9 vorgesehen, welche mittels eines nicht dargestellten Verstellmechanismus unter Kraft aufeinander zu bewegt werden können. Die Spannspitzen 9 greifen dabei in Richtung der Bearbeitungsachse 6 stirnseitig in das rohrartige Werkstück. Die Spannelemente 5'' sind sowohl zur Spannspitze 9 hin, als auch von der Spannspitze 9 weg konvex oder konkav ausgebildet. Die Spannelemente 5'' weisen dadurch wiederum je zwei Spannflächen 7'' auf, welche sich beide aufgrund der schwimmenden Anordnung der Spannelemente 5'' am Spannkopf 3'' beim Einspannen eines Werkstücks zwischen zwei Spannspitzen 9 an das Werkstück anlegen. Hierdurch werden Deformationen beim Spannen von rohrartigen Werkstücken vermieden.

Die Schwenkbewegungen der Spannelemente 5', 5'' können mittels geeigneter Mittel begrenzt werden, beispielsweise um im ungespannten Zustand ein das Einspannen eines Werkstücks behinderndes Wegschwenken weit von der Bearbeitungsachse 6 zu verhindern. Solche Mittel sind beispielsweise die in den 1 und 2 dargestellten, die Schwenkbewegung begrenzenden Bolzen 12 oder in den 3 und 4 dargstellten, die Schwenkbewegung begrenzenden Schwenkachse 8''.

Die Erfindung ist insbesondere im Bereich der Herstellung und des Betriebs von Bearbeitungsmaschinen wie etwa Werkzeugmaschinen sowie bei der Herstellung von Spannvorrichtungen für derartige Maschinen gewerblich anwendbar. Dabei ist von Bedeutung, dass bei beiden Spannsystemen es sich sowohl um eine Außenals auch um eine Innenspannung handeln kann. Diese Spannmethode kommt insbesondere dann vorteilhaft zum Einsatz, wenn die Werkstücke eine ungenaue Rohrform besitzen, ungenau verarbeitet oder durch Härte-Verfahren deformiert sind. Selbstverständlich können auch genau verarbeitete Werkstücke gespannt werden. Der Vorteil liegt in der Prozess-Sicherheit, wenn z. B. Schmutz zwischen die Spannflächen gelangt.

1', 1''
Spannvorrichtung
2
Spannfutterkörper
3', 3''
Spannkopf
4
Spannbacke
5', 5''
Spannelement
6
Bearbeitungsachse
7', 7''
Spannfläche
8', 8''
Schwenkachse
9
Spannspitze
10
Ausnehmung
11
Mantelfläche
12
Bolzen
13
Nut


Anspruch[de]
Spannvorrichtung (1', 1'') zum Einspannen eines entlang einer Bearbeitungsachse (6) zu bearbeitenden Werkstücks mit einem um die Bearbeitungsmaschine, umfassend einen um die Bearbeitungsachse (6) drehbaren Spannkopf (3', 3'') mit Spannelementen (5', 5''), dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') am Spannkopf (3', 3'') schwimmend angeordnet sind. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') in ungespanntem und bis kurz vor dem gespannten Zustand Schwenkbewegungen ausüben können. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') um jeweils eine parallel zur Bearbeitungsachse (6) verlaufende Schwenkachse (8', 8'') schwenkbar angeordnet sind. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') um jeweils eine die Bearbeitungsachse (6) schneidende Schwenkachse (8', 8'') schwenkbar angeordnet sind, wobei sich die Schwenkachsen (8', 8'') der Spannelemente (5', 5'') und die Bearbeitungsachse (6) vorzugsweise in einem gemeinsamen Punkt schneiden. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') regelmäßig über den Umfang des in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks verteilt angeordnet sind. Spannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5', 5'') jeweils zwei Spannflächen (7', 7'') aufweisen. Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannflächen (7', 7'') regelmäßig über den Umfang des in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks verteilt angeordnet sind. Spannvorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch drei regelmäßig über den Umfang des in die Bearbeitungsmaschine einzuspannenden Werkstücks verteilte Spannelemente (5', 5''), welche gemeinsam sechs regelmäßig über den Umfang des Werkstücks verteilte Spannflächen (7', 7'') aufweisen. Spannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannkopf (3'') eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze (9) umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse (6) übereinstimmt, wobei die Spannelemente (5'') auf der Mantelfläche (11) der Spannspitze (9) schwimmend angeordnet sind. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannkopf (3'') eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze (9) umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse (6) übereinstimmt, wobei die Spannelemente (5'') in auf der Mantelfläche (11) der Spannspitze (9) angeordneten Ausnehmungen (10) schwimmend angeordnet sind. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannkopf (3'') eine mindestens zum Teil stirnseitig in ein rohrförmiges Werkstück einführbare, im Wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmige Spannspitze (9) umfasst, deren Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse (6) übereinstimmt, wobei die Spannelemente (5'') mindestens einen Teil der Mantelfläche (11) der kegel- oder kegelstumpfförmigen Spannspitze (9) bilden. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (5') zum Einspannen des Werkstücks in radialer Richtung verstellbar am Spannkopf (3') angeordnet sind. Spannvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannkopf (3') einen im Wesentlichen zylinderförmigen Spannfutterkörper (2) umfasst, dessen Symmetrieachse mit der Bearbeitungsachse (6) übereinstimmt, wobei die Spannelemente (5') am Spannfutterkörper (2) im Wesentlichen radial zur Bearbeitungsachse (6) verschiebbar angeordnete Spannbacken (4) umfassen. Spannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der um die Bearbeitungsachse drehbar angeordnete Spannkopf antreibbar ist. Bearbeitungsmaschine umfasst eine Bearbeitungsachse (6), gekennzeichnet durch eine zwei auf der Bearbeitungsachse (6) gegenüberliegend angeordnete Spannspitzen (9) zum Einspannen eines rohrförmigen Werkstücks zwischen den beiden Spannspitzen (9) umfassende Spannvorrichtung (1') nach einem der Ansprüche 9, 10 oder 11. Bearbeitungsmaschine umfasst eine Bearbeitungsachse (6), gekennzeichnet durch eine einen Spannkopf (3') zum Einspannen eines Werkstücks zwischen am Spannfutterkörper (2) des Spannkopfes (3') im Wesentlichen radial zur Bearbeitungsachse verschiebbar angeordneten Spannbacken (4) umfassende Spannvorrichtung (1') nach Anspruch 13.






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