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Dokumentenidentifikation DE19733103B4 26.10.2006
Titel Frachtcontainer
Anmelder Sea Containers Ltd., London, GB
Erfinder Nessfield, Stanley, Bainton, Yorkshire, GB
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 80339 München
DE-Anmeldedatum 31.07.1997
DE-Aktenzeichen 19733103
Offenlegungstag 05.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse B65D 88/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Frachtcontainer.

Es ist im Stand der Technik bekannt, zum leichteren Beladen des Containers in der Rückwandfläche Türen anzuordnen. Der Frachtcontainer selbst besteht aus einem rechteckigen Rahmengerüst, das eine obere und eine untere Wand sowie Seitenwände sowie eine Vorderwand abstützt, wobei die Türen an Pfosten schwenkbar angebracht sind, die an jeder Ecke an der Rückseite des Containers angeordnet sind, um einen Teil der Rückwand zu bilden. Die beiden gegenüberliegenden hinteren Eckpfosten verlaufen in vertikaler Richtung und sind an jedem ihrer entgegengesetzten Enden mit einer standardmäßigen ISO-Eckgußteil versehen, um den Container an einer Hubeinrichtung zu befestigen oder um den Container bezüglich anderer Container zu stapeln, beispielsweise in den Zellenführungen auf einem Schiff, wo bis zu neun derartiger Frachtcontainer übereinander gestapelt werden können.

Bei derartigen Frachtcontainern ist es üblich, sie mit Paletten zu beladen, die die zu transportierenden Gegenstände enthalten. Die Paletten haben Standardgrößen, so daß zwei Paletten Seite an Seite in Reihen quer über die Breite des Containers passen. Es ergeben sich jedoch Schwierigkeiten, wenn die letzte Reihe der Paletten unmittelbar vor der Türöffnung eingesetzt wird, da die Breite der Türpfosten an der Rückwand des Containers die Wirkung hat, daß sich am Einlaß des Containers eine kleinere Öffnungsbreite als im Inneren des Behälters ergibt. Die Öffnung im Bereich der Türen muß daher verbreitert werden, und es wurden bereits mehrere Versuche gemacht, dieses Problem dadurch zu lösen, daß der Querschnitt des Türpfostens in Querrichtung zur Längsachse der Türpfosten reduziert wird.

Wenn auch die Querschnittsverringerung der Eckpfosten zu einer größeren Öffnung im Bereich der Türen geführt hat, was das Beladen des Containers beträchtlich erleichtert hat, hat die Weiterentwicklung jedoch dazu geführt, daß die Innenabmessungen von Breite und Länge des Containers weiter vergrößert wurden, so daß größere Paletten in den Container eingesetzt werden können.

Somit hat man noch größere Innenabmessungen der Containeröffnungen angestrebt, und dies wurde bis zu einem gewißen Grad dadurch erreicht, daß die Querschnittsfläche der Eckpfosten weiter verringert wurde. Eine weitere Verbesserung hat man erreicht durch die Art und Weise, in der die Türen gelagert sind, so daß die Türen beim Öffnen vollständig aus der Türrahmenöffnung herausgeschwungen werden, welche zwischen der Kopfschiene, Bodenschiene und den die Kopf- und Bodenschiene verbindenden Eckpfosten gebildet ist. Es verbleibt jedoch nach wie vor das gleiche Problem insofern, als die Türrahmenöffnung des Containers kleiner als die innere Breite des Containers ist.

Eine weitere Verringerung der Querschnittsfläche der Eckpfosten hat zu Eckpfosten eines sehr viel kleineren Querschnitts als bisher bekannt, geführt, beispielsweise in Form einer länglichen Platte eines L-förmigen Querschnitts. Alternativ hierzu kann der Eckpfosten aus einer rechteckigen flachen Platte bestehen, die das obere und untere ISO-Norm-Verbindungsteil verbindet, welche an den Eckpfosten entlang jedes ihrer beabstandeten Ränder angeschweißt ist, um die Eckgußteile sicher abzustützen.

Wenngleich eine derartige Konstruktion die maximale Türöffnung ermöglicht, ist die Festigkeit der Konstruktion an den Ecken des Containers beträchtlich geschwächt, und es hat sich gezeigt, daß sich die Eckgußteile beim Stapeln derartiger Container um ihre Verbindung mit dem Eckpfosten drehen, was zu einer Verformung der Eckgußteile führt. Wenn der Frachtcontainer mit der Hub- oder Transporteinrichtung oder mit anderen Containern verbunden wird, kann es geschehen, daß die Löcher der Eckgußteile nicht mit dem entsprechenden Hubmechanismus etc. fluchten. Jede Tür besitzt an ihrem Außenrand eine Dichtung, wie z.B. in der EP 395 640 offenbart, und das verformte Eckgußteil kann zu einer Unterbrechung der Dichtung führen, so daß beispielsweise Meerwasser eindringt und die im Container befindlichen Güter schädigt.

Aus DE 44 35 449 A1 ist ein Frachtcontainer mit einem Rahmen und einer am Rahmen gelagerten Tür bekannt. Bei dem aus dieser Druckschrift bekannten Frachtcontainer sind die den Innenraum des Containers umschließenden Elemente fugenlos an ihre Anschlusselemente angefügt. Mindestens drei vollständig zu öffnende Wände sind mit den Türen ausgerüstet, die in geschlossener Stellung an mit Dichtungen versehenen Flächen anliegen. Die Türen sind wenigstens an drei ihrer Stirnflächen spielfrei und bündig im Türrahmen zur Aufnahme statischer und dynamischer Kräfte aus Transportbelastungen sowie dem Druck von geladenen, rölligen und schüttfähigen Gütern zu genügen, anliegend angeordnet.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Frachtcontainer zu schaffen, bei dem die vorstehend geschilderte Schwächung der Festigkeit der Konstruktion an den Ecken des Containers und insbesondere eine Verformung der Eckgussteile unter großer Last vermieden werden.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorzugweise wird die Abstützung von einem zweier Seitenrahmenteile einer Tür gebildet.

Vorzugsweise weist die Abstützung eine Stapelplatte auf, die entlang des Außenrandes der Tür mit einem Ende des einen Seitenrahmenteils der Tür verschweißt ist.

Vorzugsweise besitzt die an der Stapelplatte angrenzende und über dieser liegende Fläche des Eckgussteils einen erhabenen Steg, der zweckmäßigerweise von dem Gussmaterial gebildet wird. Der besagte Abstand befindet sich in diesem Fall zwischen dem Steg und der Stapelplatte in der Schließstellung der Türen. Zweckmüßigerweise ist der Abstand bzw. Spalt in Rückwärtsrichtung des Containers schräg verlaufend in Richtung auf die Fläche des Eckgussteils, von der aus sich der erhabene Steg erstreckt, um die Tür leichter schließen zu können. Der Winkel der Schräge beträgt vorzugsweise 8°, kann jedoch beispielsweise zwischen 0 und 20° liegen. Diese Schräge erleichtert ebenfalls das Öffnen der Tür.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der erhabene Steg, weggelassen, und die Stapelplatte hat von dem Eckgussteil einen Abstand von bis zu 1 mm.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Stapelplatte in einer quer zur Längsachse des Seitenrahmenteils der Tür verlaufenden Ebene einen sich verjüngenden Querschnitt hat, um eine winkelförmige Türdichtung aufzunehmen, die sich um den Außenumfang der Tür herum erstreckt, um die Tür relativ zum Rahmen abzudichten.

Anhand der Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Rückansicht eines Frachtcontainers;

2 eine rückwärtige Teilansicht zum Veranschaulichen der Beziehung zwischen der oberen rechtsseitigen Türecke und einem oberen rechtsseitigen Eckgußteil des Containers;

3 eine Teilansicht in Richtung des Pfeils C in 2;

4 eine Teildraufsicht zum Veranschaulichen der Beziehung zwischen der Tür, einem Eckpfosten und der Lage der Türdichtung;

5 eine Teildraufsicht auf ein Eckgußteil zum Veranschaulichen der relativen Lage der Stapelplatten und des Steges, die an der Tür bzw. dem Eckgußteil angeordnet sind.

In den Zeichnungen ist die Rückseite 1 eines als rechteckiger Kasten ausgebildeten Frachtcontainers 2 dargestellt. Die Rückseite 1 weist einen rechteckigen Rahmen 3 mit gegenüberliegenden vertikal verlaufenden Stützschienen 4 und 5 auf, die durch eine Kopfschiene 6 und eine Bodenschiene 7 beabstandet sind, wodurch in der Rückseite des Containers eine rechteckige Öffnung 1a gebildet wird, durch die der Container mit Gütern beladen werden kann.

Der Container 2 ist durch zwei Türen 8, 9 verschließbar, die über Scharniere 10 an den vertikalen Seitenschienen 4 bzw. 5 schwenkbar angebracht sind. Verriegelungsstangen 11, 12, 13 und 14 verlaufen in vertikaler Richtung (in 1). Zwei Verriegelungsstangen sind an jeder Tür angeordnet, und zwar so, daß sie innerhalb des Profils der Tür liegen und durch Griffe 15, 16, 17 bzw. 18 getrennt betätigt werden können, um die Tür bezüglich der Kopfschiene 6 bzw. Bodenschiene 7 zu öffnen oder zu schließen. Die Türen versperren beim Verschwenken nicht die Öffnung, die von den Rahmenteilen 4, 5, 6 und 7 des Containers gebildet wird, welche ihrerseits die Öffnung für den Container bilden.

Jede Tür 8, 9 wird von zwei länglichen Seitenrahmenteilen 19, 20 gebildet, die jeweils einen hohlen, rechteckigen Kastenprofil-Querschnitt haben und die durch eine obere und untere Platte 21 bzw. 22 sowie eine zentrale Platte 23 miteinander verbunden sind.

Wie üblich, ist eine obere querverlaufende Umfangsrandfläche 24 der Tür zur Unterseite 25 eines ISO-Norm-Eckgußteils 26 um einen Spalt 27 von beispielsweise 44 mm beabstandet.

Es wird nun zusätzlich zu 1 auf die 2 bis 5 Bezug genommen. In diesen Figuren ist eine Stapelplatte (Abstützblock) 30 an der oberen Umfangsrandfläche 24 einer Tür sowie im Bereich des Seitenrahmenteils 19 angebracht. Die Stapelplatte 30 verläuft in Längsrichtung des Seitenrahmenteils 19, um den Spalt 27 zwischen der oberen Umfangsrandfläche 24 der Tür und der Unterseite 25 des Eckgußteils 26, die über der Umfangsrandfläche 24 der Tür liegt, im wesentlichen auszufüllen.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt, wie bereits erwähnt, der Spalt 27 zwischen den Flächen 24 und 25 ungefähr 40 mm, während die Höhe der Stapelplatte 30 näherungsweise 35 mm beträgt. Ein erhabener Steg 31 besteht aus einer Keilplatte, die an der Fläche 25 des Eckgußteils so angeschweißt ist, daß die Schrägfläche des Keils verhindert, daß die Stapelplatte 30 an dem Steg, Seitenfläche an Seitenfläche, angreift, um ein Schließen der Tür zu verhindern, und eine glatte, angepaßte Fläche mit der Stapelplatte bildet. Diese Platte ist näherungsweise 3,5 mm bis 4 mm dick in axialer Richtung des Seitenrahmenteils 19, wodurch ein Spalt 28 von bis zu 1–1,5 mm zwischen der Stapelplatte 30 und dem Steg 31 verbleibt.

Wie insbesondere in 3 zu sehen ist, verläuft der Spalt 28 zwischen der Stapelplatte 30 und dem Steg 31 unter einem Winkel bezüglich der Fläche 25 des Eckgußteils 26, um das Öffnen und Schließen der Tür 9 zu erleichtern. Der Winkel der den Spalt 28 bildenden Fläche wird vorteilhafterweise auf 8° bezüglich der Fläche 25 eingestellt.

Bei der Darstellung in den 2 bis 4 hat die Stapelplatte 30 eine rechteckige Form bei Betrachtung von der Außenseite des Containers; in der Ansicht der 4 verläuft jedoch die Stapelplatte 30 schräg in Richtung auf die äußerste Randfläche 32 der Tür 9. Der Zweck dieser Schräge besteht darin, eine Türdichtung 35 aufnehmen zu können; die sich um die gesamte Umfangsrandfläche der Tür erstreckt. Wie in 4 dargestellt, dichtet die Dichtung die Tür am Containerrahmen, wie z.B. dem Eckpfosten 5 ab, welcher aus einer Kombination einer massiven Stange 36, an der die Türdichtung 35 angreift, und einer dünnen Winkelplatte 37 besteht, die an der Stange 36 angeschweißt ist, um dem Eckpfosten 5 zusätzliche Festigkeit zu verleihen. Die Dichtung verläuft quer über die Oberseite der Tür, wie in gestrichelten Linien in 4 angedeutet ist.

Die relative Höhe der Stapelplatte 30 in axialer Richtung des Seitenrahmenteils 19 wird so gewählt, daß sichergestellt wird, daß die Stapelplatte 30 sehr viel höher als die Länge des längeren Arms 38 der Dichtung 35 ist, derart, daß die Dichtung, wenn sie entlang der oberen Umfangsrandfläche der Tür 9 verläuft, nicht zwischen der Oberfläche der Stapelplatte 30 und dem Steg 31 eingeklemmt wird.

5 zeigt wiederum die Stapelplatte 30, die vorteilhafterweise so angeordnet werden sollte, daß die schräg verlaufende Fläche 40 der Stapelplatte 30 die Dichtung 35 freiläßt. Der Steg 31 ist in 5 ebenfalls dargestellt, um die Relativlage zwischen dem Steg 31 und der Stapelplatte 30 in der Schließstellung der Tür zu zeigen.

Wenngleich nur das rechtsseitige obere Eckgußteil 36 und der rechtsseitige obere Rand der Tür 9 beschrieben wurde, findet sich eine entsprechende Konstruktion an jeder der drei anderen Ecken in 1, wodurch auf jeder Seite des Containers eine kontinuierliche zusätzliche Säule zum Stapeln der Container vorhanden ist.

Die Funktionsweise der beschriebenen Konstruktion läßt sich am besten verstehen, wenn die Türen des Containers geschlossen sind, wie in 1 dargestellt. Wenn ein Container auf ein Schiff verfrachtet wird, unabhängig davon, ob der Behälter beladen oder leer ist, werden häufig sehr große Kräfte auf die Eckgußteile 26 ausgeübt. Die Eckgußteile dienen dazu, mitzuhelfen, beispielsweise den Container in Zellenführungen auf dem Schiff zu führen. Die Container sind im übrigen freistehend, wobei andere Container in der Zellenführung unmittelbar aufeinander gestapelt werden. Bis zu acht weiteren Containern können auf dem oben beschriebenen Container gestapelt werden. Da die Eckgußteile 26 mit dem Eckpfosten 5 und den Platten 37 über nur einen Teil der Fläche 25 des Eckgußteils 26 verschweißt sind, neigt der innerste Rand 39 des Eckgußteils 26 dazu, in Einwärtsrichtung des Containers zu schwenken.

Ohne Verwendung der oben beschriebenen Stapelplatte 30 könnte die Verformung der Eckgußteile so stark sein, daß die Container wegen Schwierigkeiten bei der Befestigung der Transporteinrichtung an dem Container durch die genormte Befestigung des ISO-Eckgußteils unbenutzbar werden. Bei Verwendung der beschriebenen Stapelplatte 30 dagegen hat ein Absinken des Eckgußteils zur Folge, daß der Steg 31 in Anlage mit der gegenüberliegenden Fläche der Platte 30 gelangt, so daß sich das Eckgußteil 26 um nicht mehr als die Dicke des Spaltes 28, der normalerweise zwischen der Platte 30 und dem Steg 31 vorhanden wäre, drehen kann. Dieser Spalt hat eine Größe von bis zu 1,5 mm. Der Steg 31 hat eine relativ kleine Kontaktfläche mit der Platte 30; die Kräfte, die an der Platte 30 angreifen, werden jedoch über einen größeren Bereich verteilt, und zwar wegen der größeren Breite der Platte 30 in einer Richtung quer über die Rückseite des Containers zwischen den Eckpfosten 4 und 5. Die Kräfte in der Platte 30 werden auf das Seitenrahmenteil 19 der Tür übertragen, die somit als zu dem Eckpfosten zusätzliche Abstützung wirken.

Um zu wiederholen: das in 1 dargestellte linksseitige obere Eckgußteil hat den gleichen Aufbau wie das oben beschriebene rechtsseitige Eckgußteil 26 und arbeitet in der gleichen Weise wie bei dem Seitenrahmenteil 19 der Türe 9.

Wenngleich das oben beschriebene Ausführungsbeispiel eine Stapelplatte 30 und einen Steg 31 verwendet, ist es möglich, die Konstruktion so abzuwandeln, daß der Steg 31 weggelassen wird und die Platte 30 in der axialen Längsrichtung des Hohlkastenabschnitts 19 verlängert wird, so daß er ungefähr 1 mm zu der Fläche 25 des Eckgußteils beabstandet ist. In einem solchen Fall hat eine an dem Eckgußteil 26 angreifende Kraft zur Folge, daß die Fläche 25 des Eckgußteils 26 direkten Kontakt mit der gegenüberliegenden Fläche der Stapelplatte 30 macht, worauf wiederum sämtliche an den Eckgußteilen angreifenden Kräfte durch das Seitenrahmenteil 19 jeder Tür auf das untere rechtsseitige Eckgußteil 26 übertragen werden.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel besteht der Steg 31 aus einem Stahlblock, der mit der Fläche 25 des Eckgußteils 26 verschweißt ist. Bei den Ausführungsbeispielen, bei denen ein Steg 31 vorgesehen ist, beträgt der Winkel, unter dem sich der Spalt 28 zwischen dem Steg und der Stapelplatte erstreckt, 8°, wie oben beschrieben. Dieser Winkel kann jedoch in einem Bereich von 0 bis 15° liegen. Es können auch größere Winkel von beispielsweise bis zu 20° verwendet werden; wenn jedoch der Winkel über diesen Wert hinaus ansteigt, verringert sich jedoch der Wirkungsgrad der auf das Seitenrahmenteil ausgeübten, nach unten gerichteten Druckkraft, und es wird ein Gleiteffekt zwischen dem Steg und der Stapelplatte ersichtlich, was wiederum einen größeren Drehwinkel der Eckgußteile 26 hervorruft, was den Nutzen des Eckgußteils 26 entsprechend mindert.

Die Erfindung wurde im Zusammenhang mit den hinteren Türen eines Containers beschrieben. Die beschriebene Erfindung läßt sich jedoch in der gleichen Weise bei Türen verwenden, die an den Längsseiten des Containers vorgesehen sind, wo die Stapelplatte 30 der Tür direkt oder über einen Steg 31 mit Gußteilen an der oberen bzw. unteren Seitenschiene zusammenwirkt. Stattdessen kann mindestens eine Tür eines Paares dieser Seitentüren zwischen ISO-Gußteilen gelenkig angebracht werden, die zwischen den Enden eines Containers an der oberen bzw. unteren Seitenschiene angeordnet sind, während die andere Tür des Türpaares zwischen dem oberen und unteren Eckgußteil gelenkig angebracht wird, welche beide denselben Aufbau wie bei dem Ausführungsbeispiel der 1 bis 5 haben, wobei jedoch beliebige Abwandlungen möglich sind. Beispielsweise kann ein Container eine Länge von 13,6 m, außerdem Zwischengußteile an einer Stelle 12,2 m und 6,06 m von einem Ende des Containers haben, um einen Container einer geringeren Länge darauf abstützen zu können und um ein Ausbeulen der Seitenschienen zu vermeiden. Gußteile können auch bei 7,58 m vorgesehen werden. Wenn die Türöffnung besonders breit ist, kann jede Tür in zwei gelenkig miteinander verbundene Teile aufgeteilt werden, wobei der innerste Türteil zwischen den ISO-Gußteilen mit einer Stapelplatte 30 für den oben beschriebenen Zweck versehen wird. Ein Steg 31 kann ebenfalls vorgesehen werden.


Anspruch[de]
Frachtcontainer mit einem Rahmen (3), einer Tür (8, 9), die am Rahmen (3) so gelagert ist, dass ein Spalt (27) zwischen dem Rahmen (3) und mindestens einem Teil der Tür (8, 9) vorhanden ist, und einer Abstützung (30, 31) mit einem Abstützteil, das in dem Spalt (27) zwischen der Tür (8, 9) und einem einen Teil des Rahmens (3) bildenden ISO-Gussteil (26) so angeordnet ist, dass, wenn bei geschlossener Tür auf den Container von außen ausgeübte Kräfte den Rahmen (3) verformen, die Abstützung (30, 31) an dem ISO-Gussteil (26) angreift, so dass die Abstützung (30, 31) und die Tür (8, 9) zusammen die von außen ausgeübten Kräfte mit dem Rahmen (3) teilen. Frachtcontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (30, 31) von einem zweier Seitenrahmenteile (19, 20) der Tür (8, 9) gebildet wird und im Betrieb zwischen einem oberen und unteren Querträger des Frachtcontainers verläuft. Frachtcontainer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Seitenrahmenteil (19) der Tür (8, 9) dasjenige ist, in welchem ein Scharnier (10) der Tür (8, 9) angebracht ist. Frachtcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützteil der Abstützung (30, 31) eine Stapelplatte (30) aufweist, die an einem Außenrand (4) der Tür (8, 9) im Bereich eines Endes des einen Seitenrahmenteils (19) der Tür angeschweißt ist. Frachtcontainer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zu der Stapelplatte (30) benachbarte und über dieser liegenden Fläche (25) des ISO-Gussteils (26) einen erhabenen Steg (31) besitzt. Frachtcontainer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erhabene Steg (31) durch Schweißmaterial gebildet wird. Frachtcontainer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Schließstellung der Tür (8, 9) ein Spalt (28) zwischen dem erhabenen Steg (31) und der Stapelplatte (30) befindet. Frachtcontainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (28) bei Gebrauch in Einwärtsrichtung des Containers schräg verläuft. Frachtcontainer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Schräge 0 bis 20° beträgt. Frachtcontainer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Schräge 8° beträgt. Frachtcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erhabene Steg (31) weggelassen wird, wenn die Stapelplatte (30) zu dem ISO-Gussteil (26) einen Abstand von bis zu 1 mm hat. Frachtcontainer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelplatte (30) in einer quer zur Längsachse des Seitenrahmenteils (19) der Tür (8, 9) verlaufenden Ebene einen sich verjüngenden Querschnitt hat, um eine winkelförmige Türdichtung (35) aufzunehmen, die sich um den Außenumfang der Tür (8, 9) herum erstreckt, um die Tür relativ zum Rahmen (3) abzudichten.






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