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Dokumentenidentifikation DE202005007578U1 26.10.2006
Titel Schloß
Anmelder Niemann, Hans Dieter, 50169 Kerpen, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Sturies Eichler Füssel, 42289 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202005007578
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.10.2006
Registration date 21.09.2006
Application date from patent application 13.05.2005
IPC-Hauptklasse E05B 65/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schloß mit einer Schließeinrichtung, die mit einem Schlüssel betätigbar ist und ein Betätigungselement aufweist, mit einem Schubbewegung ausführenden Element und mit einer Übertragungseinrichtung zur Übertragung der Bewegung des Betätigungselements auf das Element, um dieses mittels einer Einrichtung in die Schließposition bzw. die Offenposition zu versetzen, wobei die Übertragungseinrichtung ein um die Schließeinrichtung drehbar angeordnetes und mit dem Betätigungselement drehbares erstes Zahnrad aufweist, das eine Aussparung hat, in der das Betätigungselement aufgenommen ist und eine derartige Abmessung aufweist, daß die Schließeinrichtung bei der Montage hindurchsteckbar ist, wobei die Übertragungseinrichtung mindestenes ein zweites Zahnrad aufweist, das mit dem ersten Zahnrad kämmt und auf mindestens einer ersten Welle angeordnet ist, deren Achse quer zur Schließeinrichtungsachse verläuft, und wobei die Einrichtung die Rotationsbewegung der ersten Welle in eine Schubbewegung des Elements umsetzt.

Ein derartiges Schloß ist aus PCT/EP 2004/008900 bekannt. Darin ist vorgesehen, daß zur Übertragung der Bewegung des Betätigungselements bzw. der Mitnehmerzunge auf das Element lediglich drei Elemente verwandt werden. Dabei wird die von der Mitnehmerzunge induzierte Drehbewegung auf das erste Zahnrad übertragen, das mit dem mindestens zweiten Zahnrad kämmt. Aufgrund der Bewegung des ersten Zahnrades wird auch das zweite Zahnrad und damit auch die Welle in Rotation versetzt, was wiederum auch zu einer Bewegung der Einrichtung führt. Da die mindestens eine Welle quer zur Schließeinrichtungs- bzw. Schließzylinderachse angeordnet ist, können zudem sehr geringe Dornmaße verwirklicht werden.

Obwohl es in der oben angegebenen Anmeldung nicht angegeben worden ist, kann ein derartiges Schloß auch noch mit einer Türklinke versehen werden, die ggf. eine Sperrleiste oder eine Falle bewegen kann. Ist ein derartiges Schloß in einer Außentür eines Gebäudes eingesetzt, ist es durchaus möglich, daß diese Außentür auch eine Notausgangstür ist. Für verschlossene Notausgangstüren besteht aber die Notwendigkeit, daß diese in einer Gefahrsituation ohne großen Aufwand über den Türdrücker geöffnet werden können muß.

Mit Ausnahme des eingangs genannten Schlosses weisen bisher genannte Schlösser bzw. die Übertragungseinrichtung dieser Schlösser eine Vielzahl von Zahnrädern auf. Meist sind es bis zu sieben Zahnräder, die für die Bewegung des Riegels notwendig sind. Sind diese Schlösser mit einer sogenannten Antipanikfunktion versehen, wird bei der Betätigung der Türklinke in einer Notfallsituation über eine hochkomplizierte Mechanik die Gesamtheit dieser Zahnräder in Rotation versetzt, um eine Freigabe des Schlosses zu ermöglichen.

Grundsätzlich wäre eine ähnliche Mechanik auch für das eingangs genannte Schloß denkbar, allerdings ist eine derartige Antipanikfunktion äußerst kostspielig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Schloß der eingangs genannten Art mit technisch einfachen Mitteln eine Notfallbetätigung bzw. eine Antipanikbetätigung zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird bei einem Schloß der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Falle vorgesehen ist, deren Betätigungseinrichtung bei einer Notfallbetätigung über eine Übertragungsvorrichtung das Schubbewegung übertragende Element außer Eingriff mit der Übertragungseinrichtung bringt.

Der Kern der Erfindung besteht darin, daß mittels einer einfachen mechanischen Maßnahme die Wirkverbindung zwischen dem Element und der Übertragungseinrichtung unterbrochen wird. Dabei wird keines der Zahnräder bewegt, sondern dieser Übertragungsweg über die Zahnräder gänzlich umgangen.

Zur Ausbildung der Übertragungsvorrichtung ist eine Vielzahl von Möglichkeiten denkbar. Die nach derzeitiger Auffassung einfachste Möglichkeit besteht darin, daß die Übertragungsvorrichtung aus einem Bolzen besteht.

Dabei ist es möglich, diesen Bolzen direkt zwischen der Betätigungseinrichtung und dem Element einzuordnen, so daß bei jeder Bewegung der Betätigungseinrichtung der Bolzen das Element aus dem Eingriff mit der Übertragungseinrichtung bringt.

Da dies nicht immer erwünscht ist und die Betätigungseinrichtung für die Falle auch ohne Notfallbetätigung funktionieren soll, ist es vorteilhaft, wenn die Betätigungseinrichtung eine Nuß aufweist, die bei Betätigung nach Durchlaufen eines Leerwegs eine ebenfalls zur Betätigungseinrichtung gehörende Nußanlenkung ergreift, die die Übertragungsvorrichtung bzw. den Bolzen bewegt

Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Nußanlenkung bei der Notfallbetätigung mit einem Fortsatz die Falle in eine Offenposition zurückzieht.

Da das eine Schubbewegung übertragende Element oftmals Verriegelungen wie z.B. Bolzen antreibt, die eine mit diesem Schloß versehene Tür an deren Ober- sowie Unterseite verriegeln, sollten diese Bolzen auch mittels der Bewegung der Betätigungseinrichtung entriegelt werden. Dabei ist es dann von Vorteil, wenn ein Hebel mit einem ersten Ende mit dem eine Schubbewegung übertragenden Element verbunden ist derart, daß das Element bei der Notfallbetätigung von der Betätigungseinrichtung über diesen Hebel in die Offenposition bewegt wird.

Bei dieser Ausführungsform ist es dann vorteilhaft, wenn das dem Element abgewandte zweite Ende des Hebels im normalen verschlossenen Zustand des Schlosses die Falle sperrt und bei der Notfallbetätigung von der Nußanlenkung diese Sperrung aufhebbar ist.

Dieser Hebel erhöht bei dem normal verschlossenen Zustand des Schlosses die Einbruchsicherheit, da die Falle nicht mehr einfach zurückgeschoben werden kann.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Falle einen Fallenträger aufweist, an dem sie umsteckbar ist.

Dies reduziert vor allen Dingen die Lagerkosten, da für beide Anschlagseiten ein und dasselbe Schloß verwandt werden kann und lediglich die Falle auf den entsprechenden Sitz eingestellt bzw. umgesteckt werden muß.

Da aus Gründen der Einfachheit und auch der Kostenersparnis das erste Zahnrad genau so wie das Betätigungselement bzw. die Mitnehmerzunge der Schließeinrichtung bzw. des Schließzylinders durch die Aussparung passen sollte, dürfte dann das erste Zahnrad im Durchmesser nicht über das Betätigungselement bzw. die Mitnehmerzunge hinausstehen. Dabei könnte eine notwendige Zahnüberdeckung zur Spindelverzahnung auch eine Kollision dieser Spindelverzahnung, gemeint sind damit die zweiten und ggf. dritten Zahnräder, mit dem Betätigungselement bzw. der Mitnehmerzunge bedeuten.

Dazu ist es dann vorteilhaft, wenn das erste Zahnrad bezüglich der Schließeinrichtung bzw. des Schließzylinders exzentrisch angeordnet ist.

Wobei dabei es besonders vorteilhaft ist, wenn das erste Zahnrad bezogen auf die Schließeinrichtungsachse der Schließeinrichtung sowohl in Richtung erste Welle als auch zu der Aussparung entgegengesetzt verschoben ist.

Bei dem Schloß kann es aber vorkommen, daß nach dem Heraustreten aus dem Kämmeingriff des ersten Zahnrades mit dem zweiten Zahnrad dieses zweite Zahnrad eine derartige Position innehat, daß ein Wiedereintauchen bzw. in Kämmeingrifftreten zumindest erschwert wird, da die entsprechenden Zähne der ersten und zweiten Zahnräder sich nicht mehr in der dafür vorgesehenen Position befinden.

Dies kann einerseits dadurch umgangen werden, daß die nach außen weisende Oberfläche des Betätigungselemeens bzw. der Mitnehmerzunge mit einer zum ersten Zahnrad passenden Verzahnung versehen ist. Dazu ist es allerdings notwendig, diese Oberfläche des Betätigungselements bzw. der Mitnehmerzunge noch einer zusätzlichen Bearbeitung zum Herausarbeiten der Zähne zu unterziehen.

Falls dies nicht erwünscht ist, ist es vorteilhaft, wenn die Welle mit einem dritten Zahnrad oder Spindeleinrichtung versehen ist, das bzw. die zum zweiten Zahnrad einen größeren Abstand aufweist, als die Aussparung im Bereich des freien Endes des Betätigungselements bzw. der Mitnehmerzunge und ebenfalls mit dem ersten Zahnrad kämmt. Da der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Zahnrad größer als die Aussparung im Bereich des Außenrandes ist, kämmt immer eines der zweiten und dritten Zahnräder mit dem ersten Zahnrad.

Es gibt viele Möglichkeiten für die Ausgestaltung der Einrichtung zur Umsetzung der Rotationsbewegung der ersten Welle in eine Schubbewegung des Elements. Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gegeben, daß die Einrichtung eine auf der Welle angeordnete Spindel aufweist, die mit einem Übertragungsglied des Elements in Eingriff steht. Aufgrund der Rotation der Spindel wird das Übertragungsglied, das mit dem Element verbunden ist, zwangsgeführt und auch zwangsbewegt, so daß daraus eine Linearbewegung des Elements resultiert.

Obwohl es mehrere Möglickeiten der Ausgestaltung des Übertragungsgliedes gibt, ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft vorgesehen, daß das Übertragungsglied ein in eine Öffnung des Schubbewegungen übertragenden Elements einsteckbares Einsteckteil oder eine von dem Element bzw. Riegel vorspringende und mit diesem einstückig ausgebildete Nase ist.

Selbstverständlich kann diese Nase an fast allen Bereichen des Riegels angeordnet werden. Eine besonders kompakte Bauweise ergibt sich aber, wenn die Nase an dem inneren Ende des Elements bzw. Riegels angeordnet ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Einrichtung ein auf der Welle angeordnetes Außengewinde aufweist, das mit einem am Element angeordneten Gewindeelement in Eingriff steht.

Dabei ist es möglich, daß das Gewindeelement aus außen am Element angeodneten Rillen oder aus einem im Element angeordneten Innengewinde besteht.

Eine besondere Ausführungsform ist dabei dadurch gegeben, daß die Einrichtung aus einem an der Welle angeordneten Gewindegang besteht, der in entsprechenden, am Element angeordneten Aussparungen einzugreifen vermag.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Einrichtung eine auf der Welle angeordnete Scheibe aufweist, die mit einer am Element angeordneten zweiten Spindel in Eingriff steht.

Im Gegensatz zu oben dargestellten Ausführungsbeispiel ist hier die Spindel an dem eine Schubbewegung ausführenden Element angeordnet, und diese Spindel wird von der Scheibe in Rotation versetzt.

Bei allen bisher beschriebenen Ausführungsformen ist die erste Welle quasi neben dem Schließzylinder angeordnet. Um aber noch geringere Dornmaße zu Verfügung stellen zu können, ist es vorteilhaft, wenn eine zweite Welle vorhanden ist, die sowohl zur ersten Welle als auch zur Schließzylinderachse quer angeordnet ist und mindestens ein viertes Zahnrad aufweist, das mit dem zweiten bzw. dritten Zahnrad kämmt. Diese zweite Welle kann dann oberhalb des Schließzylinders derart angeordnet werden, daß sich die zweite Welle dann oberhalb des Schließzylinders erstreckt.

Selbstverständlich können die Ausrichtungen der einzelnen Teile auch anders gewählt werden.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß das Element ein Ansatz, ein Kuppelungsstück einer Schubstange oder ein Riegel ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Verzahnung der Zahnräder zu gestalten. Vorteilhaft ist es aber, wenn das erste Zahnrad eine Schrägverzahnung aufweist und das zweite bzw. dritte Zahnrad kegelradförmig ausgebildet ist.

Selbstverständlich kann die Welle in fast allen Bereichen um den Schließzylinder mit beliebigen aber geeigneten Ausrichtungen angeordnet werden. Eine besonders einfache Anordnung ist aber dann gegeben, wenn die Welle in etwa senkrecht zur Achse des Schließzylinders verläuft.

Um mit einer Übertragungseinrichtung zwei entgegengesetzte Linearbewegungen entweder wahlweise oder gleichzeitig induzieren zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Einrichtung zur Übertragung von zwei gegenläufigen Linearbewegungen ausgelegt ist. Dies kann aber z.B. dadurch ermöglicht werden, daß die Spindel zwei gegenläufige Steigungen aufweist. Es ist aber auch möglich, daß das Außengewinde zwei gegenläufige Steigungen aufweist. An diese Bauteile mit den gegenläufigen Steigungen können dann zwei Elemente zur Ausführung der Schubbewegung angelenkt und somit bewegt werden.

Es ist aber auch möglich, daß eine weitere Einrichtung auf der Welle angeordnet ist. Dadurch können gleichzeitig zwei Schubbewegungen übertragende Elemente bzw. Riegel in eine lineare Bewegung versetzt werden.

Damit ein Versatz der Linearbewegungen möglich ist, ist es vorteilhaft, wenn mindestens eine weitere Übertragungseinrichtung vorhanden ist. Dabei ist es möglich, zwei Elemente in die gleiche Richtung heraus- bzw. hereinzufahren. Dies kann aber auch in einander entgegengesetzten Richtungen geschehen, wenn die Einrichtung der zweiten Übertragungseinrichtung eine entsprechende Steigung aufweist.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Schließzylinder ein handelsüblicher Zylinder ist. Selbstverständlich können auch andere Schließzylinder verwandt werden, solange sie die entsprechende Mitnehmerzunge aufweisen.

Je nach Anwendungsfall ist es vorteilhaft, wenn das Schloß aus Metall oder Kunststoff oder aus einer Kombination daraus besteht.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele sowie aus den Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. Es zeigen:

1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels;

2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Schlosses gemäß 1 gesehen entlang des Pfeiles A von 1;

3 eine der 1 ähnliche teilweise geschnittene Seitenansicht ohne Schließzylinder;

4 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels;

5 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels;

6 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels;

7 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines fünften Ausführungsbeispiels;

8 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines sechsten Ausführungsbeispiels;

9 eine Seitenansicht eines Schlosses gemäß eines siebten Ausführungsbeispiels;

10 das Ausführungsbeispiel gem. 9 aus entgegengesetzter Blickrichtung;

11a und b zwei den 9 und 10 ähnliche Darstellungen zur Erläuterung der Wechsel-Funktion bei unverschlossenem Schloß;

12a und b zwei der 11a und b ähnliche Darstellungen mit verschlossenem Schloß;

13a und b zwei den 9 und 10 ähnliche Darstellungen zur Erläuterung der Antipanik-Funktion; und

14a eine Teildarstellung des siebten Ausführungsbeispiels zur Erläuterung des mechanischen Zustands nach der Antipanik-Funktion-Betätigung.

Anhand der 1 bis 14 werden nunmehr mehrere Ausführungsbeispiele eines Schlosses 10, 10I, 10II, 10III, 10IV , 10V und 10VI näher beschrieben. Dabei bezeichnen gleiche Bezugsziffern die gleichen Elemente, sofern nichts anderes gesagt wird.

Das Schloß 10, 10I, 10II, 10III 10IV, 10V und 10VI enthält eine Schließeinrichtung, hier einen Schließzylinder 12, der mit einem Schlüssel betätigbar ist. Durch die Betätigung des Schlüssels wird eine Mitnehmerzunge 14 auf einer Kreisbahn bewegt, um mit einer Übertragungseinrichtung 18 eine Linearbewegung eines Schubbewegungen übertragenden Elementes 16 in seine Schließposition bzw. seine Offenposition zu bewirken. Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist dieses eine Schubbewegung übertragende Element ein Riegel 16. Dieses Element 16 kann aber auch der Ansatz bzw. Kupplungsstück einer Schubstange oder eines ähnlichen bewegungsübertragenden Elementes sein. Weitere Schließeinrichtungen sind ein Einsatz für Bundbartschlüssel, Zuhaltungsschlüssel, Profilzylinder.

Die Übertragungseinrichtung 18 besteht bei allen Ausführungsbeispielen aus einem um den Schließzylinder 12 drehbar angeordnetes und mit der Mitnehmerzunge 14 drehbares erstes Zahnrad 20. Dieses erste Zahnrad 20 kämmt mit mindestens einem zweiten Zahnrad 22, das auf einer Welle 24 angeordnet ist. Bei dem zum zweiten Zahnrad 22 entgegengesetzten Ende ist die Welle 24 mit einer Einrichtung 26, 28; 34, 36; 38, 40; 42, 44; 46 ,48 versehen, die den Riegel 16 in eine Linear- oder Schubbewegung versetzt.

Wie in den 1 bis 3 zu sehen, besteht bei dem ersten Ausführungsbeispiel die Einrichtung aus einer an der Welle 24 angeordneten Spindel 26, in die ein Übertragungsglied 28 des Riegels 16 eingreift.

Obwohl in den 1 bis 3 nicht dargestellt, kann die Spindel 26 zwei einander gegenläufige Steigungen aufweisen. Dies ist einerseits von Vorteil, wenn die Linearbewegung bzw. der Austritt des Elementes bzw. Riegels 16 frei wählbar gestaltet werden soll. Andererseits ist es aber damit auch möglich, gleichzeitig zwei Elemente bzw. Riegel 16 einander entgegengesetzt linear zu bewegen.

Diese einander entgegengesetzten Linearbewegungen können aber auch dadurch sichergestellt werden, daß eine weitere Spindel 26 auf der Welle 24 angeordnet ist. Dies ist aber ebenfalls in den 1 bis 3 nicht dargestellt.

Um die Positionen des Ausfahren des Elementes bzw. des Riegels 16 noch weiter variieren zu können, kann es vorgesehen werden, mindestens eine weitere Übertragungseinrichtung 18 anzuordnen. Selbstverständlich ist die Ausrichtung der einzelnen Übertragungseinrichtungen 18 frei wählbar. Dies gilt wiederum für alle Ausführungsbeispiele.

Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist das Übertragungsglied eine von dem Riegel 16 vorspringende Nase 28, die an dem inneren Ende des Riegels 16 angeordnet ist. In diesem Fall ist also die Nase 28 einstückig mit dem Riegel 16 ausgebildet. Es ist aber auch möglich, was nicht dargestellt ist, das Übertragungsglied 28 als separates Teil auszubilden, das dann in eine entsprechende Öffnung des Elements bzw. Riegels 16 eingesteckt werden kann.

Es ist zwar möglich, das erste Zahnrad 20 vollständig geschlossen auszubilden, was allerdings zu einem erhöhten Montageaufwand für das Schloß 10 führt. Einfacher ist es, wie dargestellt, wenn das erste Zahnrad 20 eine Aussparung 30 aufweist, in der die Mitnehmerzunge 14 aufgenommen ist. Darüber hinaus weist die Aussparung 30 eine derartige Abmessung auf, das der Schließzylinder 12 bei seiner Montage durch diese Aussparung 30 hindurchsteckbar ist.

Falls, wie dargestellt, der Schließzylinder ein handelsüblicher Profilzylinder 12 ist, weist die Aussparung 30 in etwa. die Form der Außenkontur des Profilzylinders 12 auf. Es können aber alle handelsüblichen Zylinder und sogar Sonderformen davon verwandt werden.

Es ist zwar möglich, was allerdings nicht dargestellt ist, die nach außen weisende Oberfläche der Mitnehmerzunge 14 mit einer zum ersten Zahnrad 20 passenden Verzahnung zu versehen. Dies dient dazu, stets ein Kämmen des zweiten Zahnrads 22 mit dem ersten Zahnrad 20 bzw. der entsprechenden Verzahnung der Mitnehmerzunge 14 trotz des Vorhandenseins der Aussparung 30 sicherzustellen. Dazu muß allerdings die Mitnehmerzunge 14 einer weiteren Bearbeitung unterzogen werden.

Eine einfachere Lösung ist in den 1 bis 4, 6 und 8 dargestellt. Diese besteht aus einem dritten Zahnrad 32 oder gemäß 8 aus einer Spindeleinrichtung 32', das bzw. die auf der Welle 24 zum zweiten Zahnrad 22 mit einem Abstand angeordnet ist, der größer ist als die Aussparung 30 im Bereich der freien Mitnehmerzunge 14. Selbstverständlich ist das dritte Zahnrad 32 so angeordnet, daß es mit dem ersten Zahnrad 20 kämmt. Da dieser Abstand zwischen dem zweiten und dritten Zahnrädern 22 und 32 bzw. zwischen dem zweiten Zahnrad 32 und der Spindeleinrichtung 32' größer als diese lichte Weite der Aussparung 30 ist, befindet sich zumindest immer eines der beiden Zahnräder 22 oder 32 bzw. das zweite Zahnrad 22 oder die Spindeleinrichtung 32' im Kämmeingriff mit dem ersten Zahnrad 20.

Selbstverständlich können die ersten bis dritten Zahnräder 20, 22 und 32 beliebig geeignete Formen aufweisen. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen des Schlosses 10 wurde für das erste Zahnrad 20 eine Schrägverzahnung gewählt. Die zweiten und dritten Zahnräder 22 und 32 weisen jeweils eine Kegelradform auf, wobei die zweiten und dritten Zahnräder 22 und 32 dabei so auf der Welle 24 angeordnet sind, daß ihre jeweiligen kleineren Stirnflächen aufeinander zu ausgerichtet sind.

Die Anordnung der Welle 24 in Bezug auf den Schließzylinder kann selbstverständlich in Abhängigkeit von dem gewünschten Eingriffsort des Riegels 16 mit dem Blendrahmen angeordnet werden. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist die Welle 24 in etwa senkrecht zur Achse des Schließzylinders 12 angeordnet, und zwar in etwa parallel zur Hochachse des Schließzylinders 12.

Dadurch wird der Riegel 16 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Richtung der Hochachse des Schließzylinders 12 in die gewünschte Position verfahren.

Wird mit Hilfe eines nicht dargestellten Schlüssels der Schließzylinder bzw. Profilzylinder 12 betätigt und der Schlüssel gedreht, kommt die Mitnehmerzunge 14 in Eingriff mit dem ersten Zahnrad 20 im Bereich der Aussparung 30. Dadurch wird das erste Zahnrad 20 gedreht, und die Drehbewegung des ersten Zahnrads 20 wird auf die mit diesem kämmenden zweiten und dritten Zahnräder 22 und 32 übertragen. Da die zweiten und dritten Zahnräder 22 und 32 selbstverständlich drehfest mit der Welle 24 verbunden sind, wird auch durch die Rotation der zweiten und dritten Zahnräder 22 und 32 auch die Spindel 26 in Rotation versetzt, die ebenfalls drehfest mit der Welle 24 verbunden ist. Dabei befindet sich die Nase 28 im Eingriff mit der Spindelnut der Spindel 26 und wird mit der Bewegung der Spindel 26 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel je nach Drehsinn der Welle 24 nach oben oder nach unten zwangsgeführt. Da die Nase 28 in diesem Fall einstückig mit dem Riegel 16 ausgeführt ist, führt daher der Riegel 16 ebenfalls eine Linearbewegung nach oben oder nach unten auf.

Die in den 4 bis 7 dargestellten zweiten bis vierten Ausführungsbeispielen werden nunmehr im wesentlichen bezüglich ihrer Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.

Die 4 zeigt ein Schloß 10I, bei der die Einrichtung zur Umsetzung der Rotationsbewegung der ersten Welle 24 in eine Schubbewegung des Elements 16 aus einem auf der Welle 24 angeordneten Außengewinde 34 besteht, das mit einem am Element 16 angeordneten Gewindeelement 36 in Eingriff steht. Gemäß 4 besteht dieses Gewindeelement 36 aus Rillen 38, die mit dem Außengewinde 34 kämmen. Die übrigen Teile dieses Schlosses 10I sind mit denjenigen des ersten Ausführungsbeispiels identisch, so daß auf eine detaillierte erneute Beschreibung verzichtet wird.

Wird nun bei dem zweiten Ausführungsbeispiel das erste Zahnrad 20 in Rotation versetzt, dreht sich auch die Welle 24 und somit auch das Außengewinde 34. Aufgrund dieser Rotation des Außengewindes 34 werden die mit dem Außengewinde 34 sich im Eingriff befindlichen Rillen 38 je nach Drehsinn der Welle 24 gemäß der Zeichnung nach oben bzw. nach unten zwangsgeführt.

Das in 5 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich nicht nur in der Art der Einrichtung, sondern auch noch bezüglich der Übertragungseinrichtung 18. Dieses dritte Ausführungsbeispiel weist eine zweite Welle 50, die sowohl zur ersten Welle 24 als auch zur Schließzylinderachse S quer angeordnet ist. Diese zweite Welle 50 weist mindestens ein viertes Zahnrad 52 auf, das mit dem zweiten bzw. dritten Zahnrad 22 bzw. 32 kämmt. Bei dem in 5 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel weist die zweite Welle 50 ein fünftes Zahnrad 54 auf, das ebenfalls mit dem ersten Zahnrad 20 kämmt und zu dem vierten Zahnrad 52 einen größeren Abstand aufweist als die lichte Weite der Aussparung 30 beträgt. Wie auch bei den ersten beiden Ausführungsbeispielen kann auf das fünfte Zahnrad 54 verzichtet werden, wenn die bei diesen Ausführungsbeispielen aufgeführten Maßnahmen ergriffen werden. Wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel weist auch das dritte Ausführungsbeispiel gemäß 5 ein Außengewinde 34 auf. Im Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel ist allerdings das Element 16 mit einem in einer Bohrung angeordneten Innengewinde 40 versehen, in das das Außengewinde 34 eingreift. Die Erzeugung der Linear- bzw. Schubbewegung des Elements 16 folgt aber in ähnlicher Art und Weise wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel.

Das vierte Ausführungsbeispiel ist in 6 dargestellt. Dieses vierte Ausführungsbeispiel weist gewisse Ähnlichkeiten bezüglich der Einrichtung zur Umsetzung der Rotationsbewegung der Welle 24 in die Linear- bzw. Schubbewegung des Elements 16 auf. Die Besonderheit besteht hier darin, daß bei der Welle 24 lediglich ein einziger Gewindegang 42 ausgebildet ist, der in entsprechenden an dem Element 16 angeordneten Aussparungen 44 einzugreifen vermag.

Die übrigen Teile dieses Schlosses 10III stimmen aber wieder mit dem ersten und zweiten Ausführungsbeispielen überein, so daß auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird.

Bei dem in 7 gezeigten fünften Ausführungsbeispiel besteht die Einrichtung aus einer auf der Welle 24 angeordneten Scheibe 46, die mit einer an dem Element 16 angeordneten zweiten Spindel 48 in Eingriff steht. Aufgrund der bei diesem Ausführungsbeispiel sicherzustellenden großen Reibungskraft zwischen der Scheibe 46 und der zweiten Spindel 48 wird durch Rotieren der Scheibe 46 die zweite Spindel 48 ebenfalls rotiert und dadurch in eine Linearbewegung zwangsgeführt. Selbstverständlich kann der herausfahrende Bereich des Elements 16 einstückig mit der zweiten Spindel 48 oder als Extrateil ausgeführt werden.

Die übrigen Teile dieses Schlosses 10IV entsprechen denjenigen des dritten Ausführungsbeispiels des Schlosses 10II, so daß auch hier wieder auf detaillierte Beschreibung verzichtet wird.

In 8 ist ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Schlosses 10V dargestellt, das sich vom ersten Ausführungsbeispiel lediglich dadurch unterscheidet, daß anstelle des dritten Zahnrades 32 die Spindeleinrichtung 32' vorhanden ist. Im übrigen wird auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen.

Anhand der 9 bis 14 wird nunmehr ein siebtes Ausführungsbeispiel eines Schlosses 10VI beschrieben. Dieses siebte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den übrigen im wesentlichen durch eine Falle 54, deren Betätigungseinrichtung 56 und 58 bei einer Notfallbetätigung bzw. Antipanik-Betätigung eine Übertragungsvorrichtung 60 bewegt. Diese Übertragungsvorrichtung 60 wiederum überträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Bewegung auf das Element 16 derart, daß bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Nase 28 aus dem Eingriff mit der ersten Spindel 26 gelangt. Die Übertragungsvorrichtung besteht hierbei aus einem einfachen Bolzen 60.

Aus den Figuren ist des weiteren entnehmbar, daß die Betätigungseinrichtung eine Nuß 56 aufweist, die bei der oben genannten Antipanik-Betätigung nach Überstreichen eines Leerweges eine ebenfalls zu dieser Betätigungseinrichtung gehörende Nußanlenkung 58 ergreift. Diese Nußanlenkung 58 wiederum drückt den Bolzen 60 gegen das Element 16. Es handelt sich daher hier um eine sogenannte geteilte Nuß.

Wie insbesondere aus 10 entnehmbar, hat die Nußanlenkung 58 einen Fortsatz 58a, der aufgrund der Antipanik-Betätigung die Falle 54, die bei diesem Ausführungsbeispiel an einem Fallenträger 64 angeschlossen ist, über diesen Fallenträger 64 in eine Offenposition zurückzieht. Dazu ergreift dieser Fortsatz 58a einen an dem Fallenträger 64 an dessen von der Falle 54 abgewandten Ende angeordneten Vorsprung oder Stift 58b. Dies ist besonders anschauliche in 10 zu sehen.

Der Fallenträger 64 dient dazu, die eigentliche Falle 54 für einen entsprechenden Anschlag, nämlich Rechts- oder Linksanschlag, umstecken zu können.

Insbesondere anhand der 11 bis 14 werden nunmehr die verschiedenen Funktionsabläufe dieses Schlosses 10VI näher beschrieben.

Im Folgenden wird die sogenannte Wechselfunktion und Fallenfunktion näher beschrieben. Dabei ist mit Fallenfunktion das Verhalten beim Zudrücken der Tür gemeint. Hier bewegt sich nämlich ausschließlich die Falle 54, und die Nußanlenkung 58 bewegt sich dabei nicht. In der 10 befindet sich das Schloß 10VI in geöffnetem Zustand. Ein Wechselhebel 66 befindet sich dabei am einen Ende im Eingriff mit dem ersten Zahnrad 20 und mit seinem anderen Ende im Kontakt mit einem Anschlußstück bzw. Nußarm 68 der Nußanlenkung 58.

Dieser Wechselhebel 66 wird an seinem zum ersten Zahnrad 20 weisenden Ende von einem Ende eines L-förmigen Wechselrückstellers 70 gehalten. Dabei befindet sich das andere Ende des Wechselrückstellers 70 im Eingriff mit einem Fortsatz des Elements 16 und wird dadurch nach unten gedrückt.

Wird nun der Schließzylinder 12 betätigt, wird nach etwa 35 Grad Leerweg eines Schlüssels das Ende des Wechselhebels 66 von einem Mitnehmersteg 72 ergriffen.

Bei weiterer Schlüsseldrehung wird der Wechselhebel 66 geschwenkt und drückt damit auf die Nußanlenkung 58 bei deren Anschlußstück 68. Die Nußanlenkung 58 dreht sich auf der Nuß 56 und zieht somit die Falle 54 zurück. Die Nuß 56 bleibt aufgrund des Freilaufs dabei unbewegt.

Des weiteren ist darauf hinzuweisen, daß der Bolzen 60 bei dieser Bewegung zwar verschoben wird, aber zu dem Element 16 genug Freigang vorhanden ist, so daß die Nase 28 bei dieser Betätigung nicht aus der ersten Spindel 26 herausgedrückt wird.

Des weiteren ist aus 11b entnehmbar, daß mittels Rückstellfedern F, bei dem Fallenträger 64 in Form einer Schraubenfeder F und bei dem Wechselrücksteller 70 in Form einer Schenkelfeder F, die entsprechenden Bauteile nach deren Entlastung wieder in eine Ausgangsposition versetzt werden können. Die Schenkelfeder F für den Wechselhebel 66 wird um denselben Drehzapfen geführt wie auch der Wechselhebel 66 und dient dessen Federbelastung.

Des weiteren wird durch die Umdrehung des ersten Zahnrades 20 bei dieser Wechselfunktion das Element 16 nicht bewegt, da die Spiralkulisse der ersten Spindel 26 an dieser Stelle ohne Steigung ist.

Der Hebel 62 ist an dem Element 16 angelenkt und wird aufgrund der U-förmigen Führung an dem der Anlenkung entgegengesetzen Ende mit nach oben geschwenkt, so daß sein nicht angelenkter Arm in Richtung Falle 54, genauer gesagt in Richtung des Vorsprungs 58b verschwenkt wird. Dies ist in der 12a und b gezeigt.

Ferner befindet sich die Nase 28 in der oberen Position der ersten Spindel 26, wobei eine Feder F diese Nase 28 in die erste Spirale 26 drückt.

Nach zwei Schlüsselumdrehungen, in diesem Fall handelt es sich also um ein zweitouriges Schloß, ist dabei der Wechselrücksteller 70 freigegeben, und der Wechselhebel 66 schwenkt daher durch Federkraft aus.

Im Folgenden wird für diese Position nunmehr die sogenannten AP-Funktion anhand der 13a und b beschrieben. Dabei zeigt die 13a die sogenannte geschlossene Stellung als Ausgangspunkt, wohingegen die 13b die sogenannte geöffnete Stellung als Ausgangspunkt für die AP-Funktion darstellt.

Bei der geschlossenen Stellung gem. 13a befindet sich der Hebel 62 in seiner oberen Position und verriegelt mit seinem entgegengesetzten Ende den Vorsprung 58b des Fallenträgers 64. Das dem Vorsprung 58b zugewandte Ende der Nußanlenkung 58 befindet sich in Kontakt mit diesem Vorsprung 58b. Ebenfalls in Kontakt befindet sich ein diesem Vorsprung 58b abgewandter Bereich der Nußanlenkung 58 mit dem Bolzen 60. Wird nun der nicht gezeigte Drücker betätigt, bewegt sich über die Nuß 56 die Nußanlenkung 58 mit der Falle 54 bei der 12a nach rechts. Daraufhin wird ein Leerweg bis zum Hebel 62 überbrückt und gleichzeitig über den Bolzen 60 das Element 16 berührt und die Nase 28 aus der ersten Spirale 26 herausgedrückt. Dies ist in 12a mit dem in diesem Fall mit 28 bezeichneten Pfeil angedeutet. Bei der Zurückziehung oder Bewegung nach rechts des Fallenträgers 64 wird auch der Hebel 62 aufgrund der runden Führung mit seiner Anlenkung an dem Element 16 so bewegt, daß dieses Element 16 sich nach unten bewegt und somit die Verriegelung freigeben kann. Der Hebel 62 drückt daher das Element 16 nach unten. Des weiteren wird aufgrund der Verschwenkung des Hebels 62 auch noch der Vorsprung 58b freigegeben derart, daß ein weiteres Einziehen des Fallenträgers 64 und somit der Falle 54 ermöglicht wird.

Weiterhin wird auch noch der Wechselrücksteller 70 durch die an dem Element 16 vorhandene nicht näher bezeichnete Nase nach unten gedrückt, und der Wechselrücksteller 70 drückt seinerseits auch noch den Wechselhebel 66 in eine Eingriffposition mit dem ersten Zahnrad 20.

Zur Erläuterung der Funktionsabläufe nach der Betätigung der AP-Funktion wird nunmehr auf die 14 Bezug genommen. Nachdem der nicht gezeigte Drücker losgelassen worden ist, erfolgt eine Rückstellung über eine dicke Schenkelfeder F, die lediglich auf die Nuß 56 wirkt. Nach Durchlaufen eines gewissen Leerweges nimmt die Nuß 56 die Nußanlenkung 58 mit und ermöglicht somit, daß die Falle 54 mittels der integrierten Schraubenfeder F zurückgestellt wird.

Dadurch wird auch der Bolzen 60 wieder freigegeben, so daß das Element 16 mittels der kleinen Schenkelfeder F in die erste Spindel 26 gedrückt wird derart, daß die Nase 28 in die Spiralkulisse der ersten Spirale 26 eingreifen kann.

Falls die Nase 28 nicht sofort wieder die Spiralkulisse trifft, kann dies durch Drehen des Schlüssels erreicht werden.

Die geöffnete Tür bleibt daher in entsperrter Stellung und der Schließzylinder mit Schlüssel hat sich durch die AP-Funktion nicht gedreht.

In 14 ist ein Federgegenlager für die Schraubenfeder zum Zurückstellen der Falle 54 gezeigt. Dieses Federgegenlager ist eine Rippe R, die an einem nicht gezeigten Deckel angeordnet ist.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht als Einschränkung gedacht sind. Es können, obwohl in den Figuren nicht explizit dargestellt, durchaus alle Einrichtungen mit allen Übertragungszahnrädern oder übertragenden Teilen verwandt werden.

Als Material kann für das Schloß 10 Metall oder Kunststoff oder eine Kombination daraus gewählt werden.

Erfindungsgemäß ist somit ein äußerst kompaktes und einfaches Schloß 10 gegeben, das nicht nur einfach herstellbar ist, sondern auch stets sicher arbeitet.

10
Schloß
12
Schließeinrichtung, Schließzylinder, Profilzylinder
14
Betätigungselement, Mitnehmerzunge
16
Schubbewegung übertragendes Element, Riegel
18
Übertragungsrichtung
20
1. Zahnrad
22
2. Zahnrad
24
Welle
26
1. Spindel
28
Übertragungsglied, Einsteckteil, Nase
30
Aussparung
32
3. Zahnrad
32'
Spindeleinrichtung
34
Außengewinde
36
Gewindeelement
38
Rille
40
Innengewinde
42
Gewindegang
44
Aussparung
46
Scheibe
48
2. Spindel
50
2. Welle
52
4. Zahnrad
54
Falle
56
Betätigungseinrichtung, Nuß
58
Betätigungseinrichtung, Nußanlenkung
58a
Fortsatz
58b
Vorsprung
60
Übertragungseinrichtung, Bolzen
62
Hebel
64
Fallenträger
66
Wechselhebel
68
Anschlußstück, Nußarm
70
Wechselrücksteller
72
Mitnehmersteg
F
Rückstellfeder
R
Rippe
S
Schließeinrichtungachse, Schließzylinderachse


Anspruch[de]
Schloß (10) mit einer Schließeinrichtung (12), die mit einem Schlüssel betätigbar ist und ein Betätigungselement (14) aufweist, mit einem Schubbewegung ausführenden Element (16) und mit einer Übertragungseinrichtung (18) zur Übertragung der Bewegung des Betätigungselements (14) auf das Element (16), um dieses mittels einer Einrichtung (26, 28; 34, 36; 38, 40; 42, 44; 46, 48) in die Schließposition bzw. die Offenposition zu versetzen, wobei die Übertragungseinrichtung (18) ein um die Schließeinrichtung (12) drehbar angeordnetes und mit dem Betätigungselement (14) drehbares erstes Zahnrad (20) aufweist, das eine Aussparung (30) hat, in der das Betätigungselement (14) aufgenommen ist und eine derartige Abmessung aufweist, daß die Schließeinrichtung (12) bei der Montage hindurchsteckbar ist, wobei die Übertragungseinrichtung (18) mindestenes ein zweites Zahnrad (22) aufweist, das mit dem ersten Zahnrad (20) kämmt und auf mindestens einer ersten Welle (24) angeordnet ist, deren Achse (W) quer zur Schließeinrichtungsachse (S) verläuft, und wobei die Einrichtung (26, 28; 26' 28'; 34, 36; 34', 36') die Rotationsbewegung der ersten Welle (24) in eine Schubbewegung des Elements (16) umsetzt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Falle (54) vorgesehen ist, deren Betätigungseinrichtung (56, 58) bei einer Notfallbetätigung über eine Übertragungsvorrichtung (60) das Schubbewegung übertragende Element (16) außer Eingriff mit der Übertragungseinrichtung (18) bringt. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsvorrichtung aus einem Bolzen (60) besteht. Schloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung eine Nuß (56) aufweist, die bei Betätigung nach Durchlaufen eines Leerwegs eine ebenfalls zur Betätigungseinrichtung gehörende Nußanlenkung (58) ergreift, die die Übertragungsvorrichtung bzw. den Bolzen (60) bewegt. Schloß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nußanlenkung (58) bei der Notfallbetätigung mit einem Fortsatz (58a) die Falle (54) in eine Offenposition zurückzieht. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebel (62) mit einem ersten Ende mit dem eine Schubbewegung übertragenden Element (16) verbunden ist derart, daß das Element (16) bei der Notfallbetätigung von der Betätigungseinrichtung (56, 58) über diesen Hebel (62) in die Offenposition bewegt wird. Schloß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Element (16) abgewandte zweite Ende des Hebels (62) im normalen verschlossenen Zustand des Schlosses (10) die Falle (54) sperrt und daß bei der Notfallbetätigung von der Nußanlenkung (58) diese Sperrung aufhebbar ist. Schloß nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle (54) einen Fallenträger (64) aufweist, an dem sie umsteckbar ist. Schloß nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zahnrad (20) bezüglich des Schließzylinders (12) exzentrisch angeordnet ist. Schloß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zahnrad (20) bezogen auf die Schließeinrichtungsachse (S) der Schließeinrichtung (12) sowohl in Richtung erste Welle (24) als auch zu der Aussparung (30) entgegengesetzt verschoben ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Welle (24) mit einem dritten Zahnrad (32) oder einer Spindeleinrichtung (32') versehen ist, das bzw. die zum zweiten Zahnrad (22) einen größeren Abstand aufweist, als die Aussparung (30) im Bereich des freien Endes des Betätigungselements (14) beträgt und ebenfalls mit dem ersten Zahnrad (20) kämmt. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung eine auf der Welle (24) angeordnete Spindel (26) aufweist, die mit einem Übertragungsglied (28) des Elements (16) in Eingriff steht. Schloß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsglied ein in eine Öffnung des Schubbewegungen übertragenden Elements einsteckbares Einsteckteil oder eine von dem Element bzw. Riegel (16) vorspringende und mit diesem einstückig ausgebildete Nase (28) ist. Schloß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckteil bzw. die Nase (28) an dem inneren Ende des Elements bzw. Riegels (16) angeordnet ist. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Einrichtung ein auf der Welle (24) angeordnetes Außengewinde (34) aufweist, das mit einem am Element (16) angeordneten Gewindeelement (36) in Eingriff steht. Schloß nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewindeelement aus außen am Element (16) angeodneten Rillen (38) oder aus einem im Element (16) angeordneten Innengewinde (40) besteht. Schloß nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung aus einem an der Welle (24) angeordneten Gewindegang (42) besteht, der in entsprechenden, am Element (16) angeordneten Aussparungen (44) einzugreifen vermag. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung eine auf der Welle (24) angeordnete Scheibe (46) aufweist, die mit einer am Element (16) angeordneten zweiten Spindel (48) in Eingriff steht. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Welle (50) vorhanden ist, die sowohl zur ersten Welle (24) als auch zur Schließzylinderachse (S) quer angeordnet ist und mindestens ein viertes Zahnrad (52) aufweist, das mit dem zweiten bzw. dritten Zahnrad (22, 32) kämmt. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Element ein Ansatz, ein Kuppelungsstück einer Schubstange oder ein Riegel (16) ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zahnrad (20) eine Schrägverzahnung aufweist und das zweite, dritte bzw. vierte Zahnrad (22, 32, 52) kegelradförmige ausgebildet ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die erste bzw. zweite Welle (24, 50') in etwa senkrecht zur Achse des Schließzylinders (12) verläuft. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (26, 28; 34, 36; 38, 40; 42, 44; 46, 48) zur Übertragung von zwei gegenläufigen Linearbewegungen ausgelegt ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Einrichtung (26) auf der Welle (24) angeordnet ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine weitere Übertragungseinrichtung (18) vorhanden ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzylinder ein handelsüblicher Zylinder (12) ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen weisende Oberfläche der Mitnehmerzunge (14) mit einer zum ersten Zahnrad (20) passenden Verzahnung versehen ist. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Metall oder Kunststoff oder aus einer Kombination daraus besteht.






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