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Dokumentenidentifikation DE102005018425A1 02.11.2006
Titel Einrichtung und Verfahren zur Beförderung von Personen
Anmelder Apitz, Ronald, Dr., 19059 Schwerin, DE
Erfinder Apitz, Ronald, Dr., 19059 Schwerin, DE
Vertreter Jaap, R., Pat.-Anw., 19370 Parchim
DE-Anmeldedatum 21.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005018425
Offenlegungstag 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.2006
IPC-Hauptklasse B66B 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A63G 31/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Zur Beförderung von Personen zum Zwecke der Überquerung von Hindernissen und zur Beförderung in die Höhe wird eine Fördereinrichtung vorgeschlagen, die aus einem Drehgestell (1) und einem Schwenkarm (2) besteht, wobei der Schwenkarm (2) an seinem freien Ende mit einer Beförderungskabine (3) ausgestattet ist. Dabei ist das Drehgestell (2) in der Mitte zwischen zwei Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) angeordnet und der Schwenkarm (1) hat eine solche Länge, dass die Beförderungskabine (3) auf einer Kreisbahn zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) schwenkbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf mehrere Einrichtungen zur Beförderung von Personen nach dem jeweiligen Oberbegriff der Ansprüche 1, 3, 7 und 8 und auf zwei Verfahren zur Beförderung von Personen nach den Oberbegriffen der Ansprüche 9 und 12. Derartige Einrichtungen und Verfahren werden in öffentlichen Wegen überall dort eingesetzt, wo Hindernisse zu überwinden sind. Ein weiteres Einsatzgebiet ergibt sich im touristischen Bereich, wo Personen in eine aussichtsreiche Höhe befördert werden sollen.

Zu den zu überquerenden Hindernissen bezüglich des ersten Einsatzbereichs gehören beispielsweise Straßenzüge, Bahnschienen, Flüsse, Gräben, Mauern, Wälle oder Bodenunebenheiten.

Für den fließenden Verkehr ist es bekannt und üblich, Brücken in der entsprechenden Größe und Bauart vorzusehen. Brücken sind aber sehr aufwendig und daher sehr teuer und eignen sich also aus wirtschaftlichen Gründen nur an Örtlichkeiten mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Außerdem benötigen Brücken zur Überwindung von Höhenunterschieden einen sehr langen Auffahrtsweg und ebenso einen sehr langen Abfahrtsweg, was vielerorts nicht zu realisieren ist.

An Örtlichkeiten mit einem geringeren Personenverkehrsaufkommen werden daher vorwiegend Einrichtungen der verschiedensten Art vorgesehen, die die Personen von einem Punkt einerseits des Hindernisses zu einem Punkt andererseits des Hindernisses befördern.

Für ein solches Personenaufkommen werden zur Überquerung von Flüssen beispielsweise Fährboote eingesetzt. Es wird auch häufig praktiziert, zur Überquerung eines lang gestreckten und höhenunterschiedlichen Geländes eine Seilbahn zu verwenden.

Aus der DE 229 486 A ist nun eine entsprechende Transport- und Fördereinrichtung für Personen und Güter bekannt, die zur Überquerung von Eisenbahnstrecken oder Flussläufen vorgesehen ist. Diese Einrichtung besteht aus Schienen, die in Kreisbogenform über die Eisenbahnstrecke oder den Flusslauf gespannt sind, und aus einer Förderkabine, die zwangsweise auf den Schienen geführt ist. Die Förderkabine besitzt einen Antrieb, der die Förderkabine auf den Schienen vorwärts bewegt und der die Förderkabine gleichzeitig in eine solche Drehung versetzt, dass die Bodenfläche der Förderkabine stets horizontal ausgerichtet ist. Zur Unterstützung des Antriebs besitzt die Förderkabine ein, an einem Seil hängendes Gegengewicht.

Diese Transport- und Fördereinrichtung ist baulich und funktionell sehr aufwendig, weil sowohl die Fortbewegung als auch die Drehbewegung der Förderkabine jeweils einen Antrieb erfordern und beide Antriebe wegen der Koordination der beiden Bewegungen miteinander gekoppelt werden müssen. Das macht die Transport- und Fördereinrichtung teuer. Zur Realisierung der beiden Bewegungen besitzt die Transport- und Fördereinrichtung zwangsläufig eine Vielzahl an mechanisch bewegten Funktionselementen, die sehr störanfällig und damit wartungsaufwendig sind. Auch das verteuert die Transport- und Fördereinrichtung. Obendrein steht der hohe Kostenaufwand zur Herstellung und Errichtung dieser Transport- und Fördereinrichtung in keinem Verhältnis zu der geringen Anzahl der Benutzer dieser Transport- und Fördereinrichtung, was zu einer Unwirtschaftlichkeit in der Unterhaltung und der Bewirtschaftung führt.

Die Transport- und Fördereinrichtung zur Überquerung von Hindernissen hat aber noch einen weiteren Nachteil. So muss die kreisförmige Schienenstrecke als ein feststehendes Brückenelement mit einer vorbestimmten Höhe ausgeführt sein. Dennoch ist dieses feststehende Brückenelement nicht für jedes Fahrzeug passierbar ist. So wird dieses Brückenelement für bestimmte Fahrzeuge ein Hindernis sein.

Es ist auch bekannt, an Stelle der Überquerung eine Unterquerung des Hindernisses vorzusehen, so wie es in der gleichen DE 229 486 A alternativ beschrieben ist. Dabei wird ein Tunnel in Form einer Kreisbahn unter das Hindernis hindurch getrieben und in diesen Tunnel eine solche Transport- und Fördereinrichtung installiert, wie sie bereits für die Überquerung verwendet wird.

Eine weitere Transporteinrichtung für die Unterquerung eines Hindernisses ist aus der DE 101 51 776 A1 bekannt. Auch hier wird ein Tunnel verwendet, der kreisbogenförmig ausgebildet und unter das Hindernis hindurch geführt ist. Dabei ist in der Mitte und am höchsten Punkt des Tunnels ein Drehgestell mit einem angetriebenen und um das Drehgestell schwenkenden Dreharm angeordnet. Am freien Ende des Dreharmes ist eine Fahrgastzelle befestigt, die gegenüber dem Dreharm drehbar ausgeführt ist und die über ein Kopplungsgetriebe mit dem Antrieb des Dreharmes verbunden ist. Damit schwenkt die Fahrgastzelle von einem Einstiegsort einerseits des Tunnels durch den Tunnel zu einem Ausstiegsort andererseits des Tunnels, wobei der Boden der Fahrgastzelle stets in der Horizontalen gehalten wird.

Unterquerungen dieser Art sind technisch schon sehr kompliziert und aufwendig, weil auch hier sowohl die Fortbewegung als auch die Drehbewegung der Förderkabine jeweils einen Antrieb erfordern und beide Antriebe wegen der Koordination der beiden Bewegungen miteinander gekoppelt werden müssen. Dazu kommt der erhebliche Aufwand für die Herstellung des Tunnels, wobei der Tunnel wegen der erforderlichen Größe der Fahrgastzelle und der wegen Unterbringung der technischen Einrichtungen einen erheblichen Querschnitt aufweisen muss. Solche Unterquerungen kommen daher im Zusammenhang mit einer Beförderungseinrichtung für Personen kaum zur Anwendung.

Bezüglich des zweiten Einsatzbereiches ist es bekannt, an touristisch interessanten Standorten Aussichtstürme bzw. Aussichtsplattformen einzurichten, um den Touristen eine Aussicht beispielsweise über reizvolle Stadtteile oder Landschaften zu ermöglichen. Zur Beförderung der Touristen in die entsprechende Höhe des Aussichtsturmes sind allgemein nur Treppen oder vertikal wirkende Beförderungseinrichtungen bekannt.

Treppen sind beschwerlich und nicht für Jedermann geeignet und Beförderungseinrichtungen sind technisch aufwendig und damit teuer. Außerdem müssen die Aussichtstürme wegen der erforderlichen Tragfähigkeit der Treppen und der Personenbeförderungseinrichtungen sehr robust gebaut werden, was die Herstellungskosten unvertretbar erhöht.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine gattungsgemäße Einrichtung und ein entsprechendes Verfahren zur Beförderung von Personen zu entwickeln, die sowohl zur Überquerung von Hindernissen als auch zur Beförderung in die Höhe eingesetzt werden können, wobei die Funktionselemente der Einrichtung für die Realisierung der Fortbewegung und der Drehbewegung der Beförderungskabine auf ein Minimum zu reduzieren sind.

Diese Aufgabe wird konstruktiv durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1, 3, 7 und 8 gelöst. Die verfahrensseitige Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 9 und 12 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der neuen Einrichtung und des neuen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen 2, 4 bis 6, 10 und 11.

Die neue Einrichtung und das neue Verfahren beseitigen die genannten Nachteile des Standes der Technik. Dabei ist die technisch anspruchslose Ausführung der Einrichtung von Vorteil, weil das Kosten in der Herstellung und in der Bewirtschaftung erspart. Dabei ist die technische Ausführung deshalb so einfach, weil lediglich für die Fortbewegung der Beförderungskabine eine entsprechende Einrichtung in Form des schwenkbaren Schwenkarmes erforderlich wird. Da so ein Schwenkantrieb nur wenig bewegende Teile aufweist, ist diese Beförderungseinrichtung robust, wenig störanfällig und von einer langen Lebensdauer. Die Einrichtung wird auch deshalb so einfach, weil die Beförderungskabine ohne einen gesonderten Antrieb für den Ausgleich der horizontalen Lage auskommt. Daher muss diese Ausgleichsbewegung auch nicht mit der Förderbewegung der Beförderungskabine gekoppelt werden. Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich für den horizontalen Ausgleich zwei Alternativen anbieten, in dem entweder die gesamte Beförderungskabine gegenüber dem Schwenkarm oder nur die Aufenthaltsplattform gegenüber der starren Beförderungskabine drehbar ist.

Ein besonderer Vorteil entsteht aber dadurch, dass die eigentlich zweckmäßige Beförderungseinrichtung mit der Touristenattraktion eines Aussichtsturmes verbunden wird. So kann die Einrichtung sowohl von der einheimischen Bevölkerung als auch von den Touristen genutzt werden, in dem das Hindernis überquert und gleichzeitig ein schöner Ausblick genossen wird. Das steigert die Anzahl der Benutzungen und so erhöhen sich auch die Einnahmen, was zu einer rentableren Bewirtschaftung der Einrichtung führt. Dabei können die Besucherzahlen durch entsprechende touristische Versorgungseinrichtungen an den Ein- und Ausstiegsplattformen noch weiter gesteigert. Von Vorteil ist auch, dass sich die neue Einrichtung in den verschiedensten Ausführungsformen verwirklichen lässt, sodass sie sich an die unterschiedlichsten örtlichen Bedingungen anpassen lässt. Als einen besonderen Vorteil ist noch anzusehen, dass die Einrichtung auch in den Außerbetriebszeiten auch als ein Fußgängertunnel zur Überquerung des Hindernisses benutzt werden kann.

Die Erfindung soll anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert werden.

Dazu zeigen:

1: eine erste Ausführungsform der Einrichtung zur Überquerung eines Hindernisses und/oder zur Beförderung in die Höhe,

2: die Beförderungskabine im höchsten Schwenkpunkt,

3: die Beförderungskabine im höchsten Schwenkpunkt in einer anderen Ansicht,

4: die Beförderungskabine im Bereich zwischen dem höchsten und dem tiefsten Schwenkpunkt,

5: eine zweite Ausführungsform der Einrichtung zur Überquerung eines Hindernisses und/oder zur Beförderung in die Höhe, wobei der Schwenkarm begehbar ist,

6: eine dritte Ausführungsform der Einrichtung zur Überquerung eines Hindernisses und/oder zur Beförderung in die Höhe, wobei der Schwenkarm befahrbar ist,

7: eine vierte Ausführungsform zur Überquerung eines Hindernisses und

8: eine fünfte Ausführungsform der Einrichtung zur Beförderung in die Höhe.

Die neue Einrichtung zur Beförderung von Personen soll nachstehend am Beispiel der Überquerung eines Flusslaufes beschrieben werden.

Dazu zeigt die 1 eine erste Ausführungsform der Einrichtung, die im Wesentlichen aus einem Drehgestell 1, einem Schwenkarm 2 und einer Beförderungskabine 3 besteht. Dabei ist das Drehgestell 1 auf einer Seite und im Uferbereich des Flusslaufes positioniert. Der Schwenkarm 2 und das Drehgestell 1 sind über ein Drehlager 4 miteinander verbunden, sodass sich für den Schwenkarm 2 ein Schwenkbereich von 180° von einer, sich über den Flusslauf erstreckenden Horizontalen, über eine vertikale Kreisbahn bis zu einer sich auf das Festland erstreckenden Horizontalen ergibt. Zum Antrieb für diese Schwenkbewegung ist der Schwenkarm 2 mit einer Antriebseinheit 5 verbunden, die im Drehlager 4 integriert ist.

Einerseits des Drehlagers 4, und zwar am freien Ende des Schwenkarmes 2, ist die Beförderungskabine 3 angeordnet, während der Schwenkarm 2 am gegenüberliegenden Ende und andererseits des Drehlagers 4 mit einem, der Masse der Beförderungskabine 3 entgegen wirkenden Gegengewicht 6 ausgestattet ist.

Das Drehgestell 1 und damit das Drehlager 4 besitzen eine solche Höhe, dass der sich in der Horizontalen befindliche Schwenkarm 2 eine ausreichenden lichte Höhe zur Wasseroberfläche frei lässt. Dabei ist diese lichte Höhe so bemessen, dass Wasserfahrzeuge in der gängigen Größe frei passieren können.

Auf der anderen Seite und ebenfalls im Uferbereich des Flusslaufes befindet sich eine erste Ein- und Ausstiegsplattform 7. Dabei besitzt diese Ein- und Ausstiegsplattform 7 zum Drehlager 4 des Drehgestells 1 einen solchen Abstand, der dem Abstand zwischen dem Drehlager 4 des Drehgestells 1 und der Beförderungskabine 3 entspricht. Damit positioniert sich die Beförderungskabine 3 im Bereich der ersten Ein- und Ausstiegsplattform 7. Die Höhe der Ein- und Ausstiegsplattform 7 ist so bemessen, dass der Schwenkarm 2 sich in einer angeschlagenen Halteposition A in der Horizontalen befindet. Die Ein- und Ausstiegsplattform 7 ist mit allen Einrichtungen versehen, die ein freies Ein- und Austreten in die Ein- und Ausstiegsplattform 7, ein freies Begehen innerhalb der Ein- und Ausstiegsplattform 7 und ein freies Einsteigen in die Beförderungskabine 3 ermöglichen.

Auf der einen Seite des Flusslaufes, auf der sich das Drehgestell 1 befindet, ist eine zweite Ein- und Ausstiegsplattform 8 vorgesehen. Diese Ein- und Ausstiegsplattform 8 befindet sich im gleichen Abstand zum Drehlager 4 des Drehgestells 1 wie die erste Ein- und Ausstiegsplattform 7 und im Bereich der von dem Schwenkarm 2 durchlaufenden vertikalen Kreisbahn. Die Ausstattung der zweiten Ein- und Ausgangsplattform 8 entspricht der Ausstattung der ersten Ein- und Ausstattungsplattform 7, wobei eine oder beide Ein- und Ausstattungsplattformen 7, 8 zusätzlich mit Einrichtungen zur Versorgung, der Unterhaltung und der Betreuung der zu befördernden Personen ausgestattet sein können.

Die Beförderungskabine 3 ist gemäß der 2 bis 4 drehbar mit dem Schwenkarm 2 verbunden. Dazu besitzt der Schwenkarm 2 zwei Lagerarme 9, 9', die starr mit dem Schwenkarm 2 verbunden sind, sich in axialer Richtung des Schwenkarmes 2 erstrecken und gegenüberliegend angeordnet sind. Beide Lagerarme 9, 9' überragen den Schwenkarm 2 in seiner Länge und sind in ihrem Abstand zueinander so ausgebildet, dass sie die Beförderungskabine 3 umgreifen. Zur drehbaren Aufhängung an die beiden Lagerarme 9, 9' ist die Beförderungskabine mit einem durchgehenden Lagerbolzen 10 oder mit zwei separaten und gegenüberliegenden Lagerbolzen ausgestattet, die im Zusammenwirken mit entsprechenden Lagerbohrungen in den Lagerarmen 9, 9' ein Drehlager 11 ausbilden. Dabei ist der Lagerbolzen 10 in der Beförderungskabine 3 oberhalb des Massenschwerpunktes der Beförderungskabine 3 angeordnet, sodass sich aus der Masse der Beförderungskabine 3 und dem Abstand der Lage des Drehlagers 11 ein solches Drehmoment ergibt, dass die Beförderungskabine 3 unabhängig von der Umlaufposition des Schwenkarmes 2 stets in der vertikalen Ausrichtung hält. Zur Vermeidung unerwünschter Pendelbewegungen der Beförderungskabine 3 ist das Drehmoment auf eine minimale Größe berechnet, sodass die Beförderungskabine 3 stets träge auf die Verschiebung der Umlaufposition des Schwenkarmes 2 reagiert. Zusätzlich dazu kann die Beförderungskabine 3 mit einer Bremseinrichtung ausgerüstet sein, die die Pendelbewegung der Beförderungskabine 3 hemmt.

Im Inneren der Beförderungskabine 3 befindet sich eine Aufenthaltsplattform 12, die alle erforderlichen Sicherheitseinrichtungen aufweist. Dazu ist die Beförderungskabine 3 vollständig oder zumindest im Sichtbereich der zu befördernden Personen aus einem durchsichtigen Material gefertigt.

Sowohl die Beförderungskabine 3 als auch alle Ein- und Ausstiegsplattformen 7, 8 sind mit entsprechenden Signal- und Steuereinheiten zur Betätigung der Antriebseinheit 5 ausgerüstet, so wie sie allgemein bei Fahrstühlen bekannt sind.

In der Ausgangsposition befindet sich die Beförderungskabine 3 in der gezeigten Halteposition A. Die zu befördernden Personen begehen die Ein- und Ausstiegsplattform 7 oder werden durch separate Beförderungseinrichtungen zur Ein- und Ausstiegsplattform 7 befördert. Danach besteigen sie die bereitstehende Beförderungskabine 3. Nach dem Betätigen der Signaleinrichtungen schließt sich die Beförderungskabine 3 und die Antriebseinheit 5 versetzt den Schwenkarm 2 und damit die Beförderungskabine 3 in eine Transportbewegung. Dabei hält sich die Aufenthaltsplattform 12 auf Grund des auf die Beförderungskabine 3 wirkenden Massendrehmomentes stets in der Horizontalen. Auf seiner vertikalen Kreisbahn gelangt die Beförderungskabine 3 zu ihrer höchstgelegenen Position B, wo die Bewegung der Beförderungskabine 3 abgebremst und zum Halten gebracht wird. In dieser Position verweilt die Beförderungskabine 3 so lange, wie es vorprogrammiert oder von den Personen frei signalisiert ist. Während dieser Zeit wird die Beförderungskabine 3 in ihrer erhöhten Position B zur Aussicht auf das umliegende Gelände genutzt. Nach Ablauf der vorprogrammierten oder frei gewählten Verweilzeit setzt die Beförderungskabine 3 ihre Bewegung von der Position B zur Position C fort, wo die Beförderung der Personen endet. Die Personen verlassen die Beförderungskabine 3 und anschließend auch die zweite Ein- und Ausstiegsplattform 8.

Die Beförderung der Personen erfolgt in gleicher Weise auch in der umgekehrten Richtung von der Position C, über die Position B bis zur Position A, wobei die Transportbewegung auf dem Kreisbahnabschnitt A-C oder C-A mit oder ohne Aussichtsstopp in der Position B erfolgen kann.

Die Transportbewegung der Beförderungskabine 3 kann auch in der Position B enden und nach einer entsprechenden Verweilzeit sogleich wieder zur Position A zurückgeführt werden, was immer dann zweckmäßig ist, wenn die Beförderungseinrichtung vorausschließlich zum Zwecke der Aussicht benutzt wird.

In einer zweiten Ausführungsform gemäß der 5 ist der Schwenkarm 2 der Einrichtung zur Beförderung von Personen als Hohlzylinder ausgebildet, der einerseits einen Durchtritt zur Beförderungskabine 3 aufweist und auf der Seite des Drehgelenkes 4 offen ausgeführt ist. Dabei ist der lichte Durchmesser des Schwenkarmes so gewählt, dass eine ausreichende Durchgangshöhe für die Personen entsteht. Damit ist der Schwenkarm 2 in seiner horizontalen Lage begehbar ausgeführt. Mit seiner offenen Seite schließt der Schwenkarm 2 an eine dritte Ein- und Ausstiegsplattform 13 an, die im Bereich des Drehgestells 1 angeordnet ist. Mit diesen gegenüber der ersten Ausführungsform zusätzlichen Einrichtungen ergibt sich in der horizontale Lage des Schwenkarmes 2 ein begehbarer Durchgangstunnel zwischen der ersten Ein- und Ausstiegsplattform 7 und der dritten Ein- und Ausstiegesplattform 13.

Mit dieser zweiten Ausführungsform der Einrichtung werden Personen in gleicher Weise befördert wie mit der ersten Ausführungsform, wobei die Förderbewegung wiederum direkt von der Position A zur Position C und umgekehrt und mit oder ohne einen Aussichtsstopp in der Position B oder von der Position A nach der Position B und zurück ablaufen kann.

Alternativ dazu kann die Einrichtung zum Befördern von Personen in ihrer Ruhestellung als ein begehbarer Fußgängertunnel von der ersten Ein- und Ausstiegsplattform 7zur dritten Ein- und Ausstiegsplattform 13 und umgekehrt benutzt werden. Das wird vorzugsweise in den verkehrsarmen Nachtzeiten oder zu Zeiten sein, wo kein Interesse oder keine Zeit für eine Aussicht besteht.

Die 6 zeigt eine dritte Ausführungsform der Einrichtung zur Beförderung von Personen, bei der im Vergleich mit der zweiten Ausführungsform auf die zweite Ein- und Ausstiegsplattform 8 verzichtet wird. Dafür ist in Übereinstimmung mit der zweiten Ausführungsform der Schwenkarm 2 wiederum als Hohlzylinder ausgebildet, der einerseits zur Beförderungskabine 3 einen Durchtritt aufweist und auf der Seite des Drehgelenkes 4 offen ausgeführt ist. Mit dieser offenen Seite hat der Schwenkarm 2 wiederum Verbindung zur dritten Ein- und Ausstiegsplattform 13. Der lichte Durchmesser des Schwenkarmes 2 ist allerdings so gewählt, dass ein ausreichender Freiraum zur Installation einer Personenbeförderungseinrichtung 14 verbleibt. Dabei ist die Personenbeförderungseinrichtung 14 so ausgeführt und angeordnet, dass sie in herkömmlicher Art eine Beförderung von Personen zwischen der höchsten Aussichtsposition B und der dritten Ein- und Ausstiegsplattform 13 und umgekehrt ermöglicht.

Mit dieser Ausführungsform ergibt sich ein Förderweg A-B und ein Förderweg zwischen der Position B und der dritten Ein- und Ausstiegsplattform 13.

In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist die Personenbeförderungseinrichtung 14 so ausgebildet, dass sie in der horizontalen Lage des Schwenkarmes 2 als eine Flurfördereinrichtung geeignet ist. Damit ergibt zu dem Förderweg über die Aussichtsposition B ein alternativer Förderweg zwischen der ersten Ein- und Ausstiegsplattform 7 und der dritten Aussichtsplattform 13.

Eine vierte Ausführungsform der Einrichtung zur Beförderung von Personen nach der 7 wird ausschließlich zur Überquerung eines Hindernisses eingesetzt. Dabei befindet sieh die erste Ein- und Ausstiegsplattform 7 wiederum einerseits eines Flusses und das Drehgestell 1 und die zweite Ein- und Ausstiegsplattform 8 anderseits des Flusses. Die zweite Ein- und Ausstiegsplattform 8 ist wiederum im gleichen Abstand zum Drehgestell 1 angeordnet, liegt aber auf einer horizontal durchlaufenden Kreisbahn der Beförderungskabine 3. Damit erfolgt auch der Transport der Beförderungskabine 3 auf einer horizontalen Fahrstrecke von A nach D und zurück.

In einer fünften Ausführungsform der Einrichtung zur Beförderung von Personen nach der 8 wird gegenüber der dritten Ausführungsform gemäß der 6 auf die Personenbeförderungseinrichtung 14 und auf die dritte Ein- und Ausstiegsplattform 13 verzichtet, sodass sich lediglich ein Förderweg von A nach B und zurück ergibt. Diese Einrichtung zur Beförderung von Personen wird dann nur für die touristischen Zwecke eingesetzt.

1
Drehgestell
2
Schwenkarm
3
Beförderungskabine
4
Drehlager
5
Antriebseinheit
6
Gegengewicht
7
erste Ein- und Ausstiegsplattform
8
zweite Ein- und Ausstiegsplattform
9
Lagerarm
10
Lagerbolzen
11
Drehlager
12
Aufenthaltsplattform
13
dritte Ein- und Ausstiegsplattform
14
Personenbeförderungseinrichtung


Anspruch[de]
Einrichtung zur Beförderung von Personen, bestehend aus einer ersten Ein- und Ausstiegsplattform (7) einerseits und einer zweiten Ein- und Ausstiegsplattform (8) andererseits eines Hindernisses und einer Beförderungskabine (3) für die Personen, wobei die Beförderungskabine (3) eine Fördereinrichtung mit einem Antrieb (5) zum Transport zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) und eine Einrichtung zum horizontalen Ausgleich einer Aufenthaltsplattform (12) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung aus einem Drehgestell (1) und einem Schwenkarm (2) mit einer, am freien Ende des Schwenkarmes (2) angeordneten Beförderungskabine (3) besteht, wobei das Drehgestell (1) in der Mitte zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) angeordnet ist und der Schwenkarm (2) eine solche Länge aufweist, dass die Beförderungskabine (3) auf einer Kreisbahn zwischen den Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) schwenkbar ist. (1 und 5) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Drehgestells (1) eine dritte Ein- und Ausstiegsplattform (13) vorgesehen und der Schwenkarm (2) als Hohlkörper ausgebildet ist, wobei der Schwenkarm (2) in der horizontalen Lage für Personen begehbar ausgebildet ist und zu beiden Seiten jeweils einen freien Durchtritt zur ersten Ein- und Austrittsplattform (7) einerseits und zur dritten Ein- und Austrittsplattform (13) andererseits besitzt. (5) Einrichtung zur Beförderung von Personen, bestehend aus einer ersten Ein- und Ausstiegsplattform (7) einerseits und einer dritten Ein- und Ausstiegsplattform (13) andererseits eines Hindernisses und einer Beförderungskabine (3) für die Personen, wobei die Beförderungskabine (3) eine Fördereinrichtung mit einem Antrieb (5) zum Transport zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 13) und eine Einrichtung zum horizontalen Ausgleich einer Aufenthaltsplattform (12) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung aus einem, Drehgestell (1) und einem Schwenkarm (2) mit einer, am freien Ende des Schwenkarmes (2) angeordneten Beförderungskabine (3) besteht und die dritte Ein- und Ausstiegsplattform (13) im Bereich des Drehgestells (1) angeordnet ist, wobei der Schwenkarm (2) eine solche Länge aufweist, dass die Beförderungskabine (3) auf einer Kreisbahn zwischen der ersten Ein- und Ausstiegsplattformen (7) und einer höchsten Umlaufposition B schwenkbar ist, und als Hohlzylinder ausgelegt ist, in der eine in der vertikalen Ausrichtung des Schwenkarmes (2) benutzbare Personenbeförderungseinrichtung (14) installiert ist. (6) Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenbeförderungseinrichtung (14) so ausgelegt ist, dass sie in der horizontalen Lage des Schwenkarmes (2) als ein Flurförderfahrzeug nutzbar ist. (6) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beförderungskabine (3) als eine Aussichtskabine mit einer Aufenthaltsplattform (12) ausgebildet ist, wobei die Aufenthaltsplattform (12) lest mit der Beförderungskabine (3) verbunden und die Beförderungskabine (3) an dem freien Ende des Schwenkarmes (2) an einem Drehlager (11) oberhalb des Massenschwerpunktes der Beförderungskabine (3) drehbar aufgehängt ist. (2 bis 4) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beförderungskabine (3) als eine Aussichtskabine mit einer Aufenthaltsplattform (12) ausgebildet ist, wobei die Beförderungskabine (3) starr mit dem Schwenkarm (2) verbunden und die Aufenthaltsplattform (12) oberhalb seines Massenschwerpunktes in der Beförderungskabine (3) aufgehängt ist. (2 bis 4) Einrichtung zur Beförderung von Personen, bestehend aus einer ersten Ein- und Ausstiegsplattform (7) einerseits und einer zweiten Ein- und Ausstiegsplattform (8) andererseits eines Hindernisses und einer Beförderungskabine (3) für die Personen, wobei die Beförderungskabine (3) eine Fördereinrichtung mit einem Antrieb (5) zum Transport zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung aus einem Drehgestell (1) und einem Schwenkarm (2) mit einer, am freien Ende des Schwenkarmes (2) angeordneten Beförderungskabine (3) besteht, wobei das Drehgestell (1) auf der Seite der zweiten Ein- und Ausstiegsplattformen (8) angeordnet sind und die beiden Ein- und Austrittsplattforen (7, 8) einen gleichen Abstand vom Drehgestell (1) und der Schwenkarm (2) eine solche Länge aufweisen, dass die Beförderungskabine (3) auf einer horizontalen Kreisbahn zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 8) schwenkbar ist. (7) Einrichtung zur Beförderung von Personen, bestehend aus einer ersten Ein- und Ausstiegsplattform (7) einerseits und einer dritten Ein- und Ausstiegsplattform (13) andererseits des Hindernisses und einer Beförderungskabine (3) für die Personen, wobei die Beförderungskabine (3) eine Fördereinrichtung mit einem Antrieb (5) zum Transport zwischen den beiden Ein- und Ausstiegsplattformen (7, 13) und eine Einrichtung zum horizontalen Ausgleich einer Aufenthaltsplattform (12) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung aus einem Drehgestell (1) und einem Schwenkarm (2) mit einer, am freien Ende des Schwenkarmes (2) angeordneten Beförderungskabine (3) besteht und die dritte Ein- und Ausstiegsplattform (13) im Bereich des Drehgestells (1) angeordnet ist, wobei der Schwenkarm (2) eine solche Länge aufweist, dass die Beförderungskabine (3) auf einer vertikalen Kreisbahn zwischen der ersten Ein- und Ausstiegsplattformen (7) und einer höchsten Umlaufposition B schwenkbar ist. (8) Verfahren zur Beförderung von Personen, bei dem die Personen mit Hilfe einer Fördereinrichtung auf einer vertikalen Kreisbahn befördert werden, dadurch gekennzeichnet, das die Beförderung an der höchsten Position B der Kreisbahn unterbrochen und für eine begrenzte Zeit zu einer Aussicht in das Gelände genutzt wird. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beförderung nach der Unterbrechung an der höchsten Position B zur Überquerung eines Hindernisses fortgesetzt oder wieder umgekehrt und zur Beförderung in die Höhe wieder umgekehrt wird. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortsetzung der Beförderung in Abweichung von der Kreisbahn durch ein gesonderte Personenbeförderungseinrichtung (14) erfolgt. Verfahren zur Beförderung von Personen, bei dem die Beförderung auf einer Kreisbahn von einer Seite des Hindernisses zur anderen Seite des Hindernisses erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreisbahn horizontal ausgerichtet ist.






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