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Dokumentenidentifikation DE112004000290T5 02.11.2006
Titel Bohrmeißel, Bohrerschaft und ein selbstbohrender Ankerbolzen
Anmelder Sandvik AB, Sandviken, SE
Erfinder Weaver, Steven, Maryland, AU;
Mc Lean, Michael, Hamilton East, AU
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 112004000290
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 06.02.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/SE2004/000153
WO-Veröffentlichungsnummer 2004074635
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.2004
Date of publication of WO application in German translation 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.2006
IPC-Hauptklasse E21D 21/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E21B 10/58(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bohrmeißel, insbesondere zum Bohren von Gestein. Die Erfindung hat besonderen Bezug auf Bohrschäfte und Bolzen der Art, die als Gesteins- oder Ankerbolzen bekannt sind (nachfolgend „Ankerbolzen" genannt) und auf solche Bolzen der selbstbohrenden Art.

Ankerbolzen werden gewöhnlich im Grubenbetrieb verwendet, um die Wände und/oder das Dach ausgeschachteter Tunnel und Öffnungen gegen Bruch und Zusammenstürze abzustützen. Ankerbolzen werden in typischer Weise angewendet, indem man zuerst ein Pilotloch in die Gesteinswand bohrt und danach den Ankerbolzen in dieses einführt. Der Bolzen wird in dem Loch normalerweise durch einen aushärtbaren Klebstoff fixiert, wie zum Beispiel ein Harz oder ein Mörtel-Zement. Ansonsten kann der Ankerbolzen angeordnet werden, um mit der Innenwand der Pilotöffnung einen Eingriff zu schaffen, wie zum Beispiel durch ein Gewinde oder eine expandierende Hülse, und in typischer Weise wird eine Kombination von aushärtbarem Klebstoff und einer ineinandergreifenden Einrichtung verwendet.

Selbstbohrende Ankerbolzen haben ein Bohrvermögen, welches ein einfacher Ankerbolzen nicht hat. Wird ein selbstbohrender Ankerbolzen verwendet, kann der Bolzen selbst angetrieben werden, um sich in die Gesteinswand hineinzubohren, und wenn der Bolzen ausreichend in die Wand eingedrungen ist, können geeignete Fixiermittel, wie zum Beispiel ein aushärtbares Harz, verwendet werden. Ein selbstbohrender Ankerbolzen erhöht deshalb die Geschwindigkeit, mit welcher Ankerbolzen eingebaut werden können, denn durch ihn wird die Notwendigkeit ausgeschaltet, den Bohrer aus dem Pilotloch zu entfernen, um den Ankerbolzen einzuführen. In wirksamer Weise werden die Bohrtätigkeit und das Einführen zur gleichen Zeit vollendet. Dies bedeutet in vorteilhafter Weise, daß der Bohrarbeiter eine merklich geringere Zeit lang nahe an der ungestützten Wand oder unter dem ungestützten Dach ist, wodurch das Verletzungsrisiko für solche Anwender reduziert wird.

Das US-Patent 6,309159 offenbart einen selbstbohrenden Ankerbolzen, der einen länglichen Bolzenkörper und eine Bohrerspitze hat, die an seinem Vorderende angebracht ist. Die Bohrerspitze erstreckt sich über das Ende des Bolzens und wird gegen ein Paar von radial im Abstand angeordneten, sich axial erstreckenden Widerlagerelementen gehalten, die mit der Bohrerspitze auf seinen gegenüberliegenden Seiten in Eingriff stehen. In der Praxis wird die Spitze durch Schweißen, Hartlöten oder Weichlöten an den Widerlagerelementen befestigt.

Bei dem selbstbohrenden Ankerbolzen der US-6,309,159 fügt die Art von Einrichtung, die verwendet wird, um die Spitze an den Widerlagerelementen zu befestigen, erhebliche Kosten zu dem Ankerbolzen hinzu, weil das Schweißen, Hart- oder Weichlöten sorgfältig durchgeführt werden muß, um die Intaktheit der Verbindung unter den hoch aggressiven Bohrbedingungen sicherzustellen.

Ein weiterer Nachteil beruht in der äußerst gewöhnlichen Form der Verbindung, d.h. Hartlöten, denn Hartlöten erfordert teures Induktionsgerät für die Produktionslinienherstellung. Auch leidet eine hartgelötete Verbindung oft an Konzentrizitätsproblemen zwischen der Spitze und dem Bolzenkörper oder Schaft, denn während des Hartlötens ist es schwierig, eine geeignete konzentrische Ausrichtung zu halten.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Bohrmeißel für einen Bohrerschaft und/oder einen selbstbohrenden Ankerbolzen vorzusehen, der eine alternative Verbindungsanordnung zwischen der Bohrerspitze und dem Vorderende des Schaftes oder Bolzens vorsieht, um die Verbindung dazwischen zu verbessern und/oder die Verbindung durch andere Mittel als die oben diskutierten zu fördern.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Bohrmeißel für die Anbringung an einem länglichen Bohrerschaft vorgesehen, wobei der Bohrmeißel Mittel aufweist zum Anbringen an einem Ende des Bohrerschaftes, einem Vorderende, welches ein Paar von diametral gegenüberliegenden Schlitzen bildet, die sich axial öffnen für die Aufnahme eines Abschnittes einer Bohrerspitze, die axial aus den Schlitzen hervorragt und in jedem der Schlitze fest fixiert ist.

Die vorliegende Erfindung schafft ferner einen Bohrerschaft, an welchem ein Bohrmeißel, wie er oben beschrieben ist, angebracht ist.

Die vorliegende Erfindung sieht weiterhin noch einen Bohrerschaft vor, der wie ein selbstbohrender Ankerbolzen gebildet ist, an welchem ein Bohrmeißel, wie er oben beschrieben ist, angebracht ist. Bei der Alternativen schafft die Erfindung einen selbstbohrenden Ankerbolzen, bei welchem der Bohrmeißel mit dem Bolzen an seinem einen Ende einstückig gebildet ist.

Die vorliegende Erfindung sieht in vorteilhafter Weise einen äußerst sicheren Ort der Bohrerspitze in dem Bohrmeißel vor. Die Bohrerspitze kann ein einzelnes Stück oder eine „Spaten"-Spitze sein, die sich radial über das Vorderende des Bohrmeißels erstreckt, oder sie kann durch ein Paar von Spitzen oder „Tragflächenende" gebildet sein, deren jede in einem der paarweise angeordneten Schlitze aufgenommen ist. In der letztgenannten Anordnung ist das Spitzenpaar separat, und bei der Befestigung in den entsprechenden Schlitzen sind die Spitzen durch einen mittigen oder axialen Spalt bzw. eine Lücke getrennt. Wenn die Bohrerspitze ein Einzelstück ist, wird sie auf ihren gegenüberliegenden Seiten und an jedem ihrer entgegengesetzten Enden befestigt. Jede dieser Anordnungen begünstigt die bevorzugte Verwendung von Klebstoff, um die Bohrerspitze am Platz zu fixieren (entweder eine einzige Spitze oder eine zweistückige Spitze) anders als die bekannten Anordnungen, die Schweißen, Weich- oder Hartlöten verwenden, obwohl die Erfindung in ihrem Rahmen das Fixieren durch solche Mittel einschließt. Die bevorzugte Verwendung von Klebstoff wird durch die vergrößerte Oberfläche begünstigt, die für eine Verbindung zwischen der Bohrerspitze und den Schlitzoberflächen vorgesehen wird. Diese vergrößerte Oberfläche bedeutet, daß eine gute Klebeverbindung zwischen den Schlitzen und der Bohrerspitze gebildet werden kann, was nicht möglich ist oder nicht zuverlässig ist, wenn die Bohrerspitze nur gegen eine einzige Oberfläche oder Widerlagerfläche wie beim Stand der Technik befestigbar ist. Bei diesen Anordnungen nach dem Stand der Technik ist die Verwendung von Klebstoff nicht geeignet.

Der Vorteil des Befestigens der Bohrerspitze am Platz durch Klebstoff besteht darin, daß der Klebstoff viel leichter zu handhaben und aufzubringen ist und nicht ein Induktionsgerät der Art benötigt, wie es bei einigen Anwendungen ohne Klebstoff derzeit verwendet wird. Auch wird durch das Vorsehen von Schlitzen die Bohrerspitze sicherer am Platz gehalten, wenn sie an dem Bohrmeißel angebracht wird.

Der Bohrmeißel weist vorzugsweise ein Paar von sich axial erstreckenden Widerlagerelementen auf, welche die Schlitze bilden, welche die Bohrerspitze aufnehmen (nachfolgend schließt der Ausdruck „Bohrerspitze" sowohl einstückige als auch zweistückige Spitzen ein). Die Widerlagerelemente können in beliebiger geeigneter Art gebildet werden, wie zum Beispiel durch maschinelles Bearbeiten oder Modellausschmelzverfahren oder einen anderen geeigneten Prozeß. Vorzugsweise haben die Widerlagerelemente vordere und hintere Enden, und jeder Schlitz ist zu dem Vorderende hin statt zu dem hinteren Ende hin gebildet. Dadurch kann die Größe oder Masse der Widerlagerelemente besser minimal gemacht werden, denn die Hauptlast, welche die Bohrerspitze während des Bohrens erfährt, wird zu dem hinteren Ende der Widerlagerelemente übertragen, während die vorderen Enden eine relativ kleine Belastung erfahren. Entsprechend kann das Vorderende eine relativ verringerte Dicke im Vergleich zu dem hinteren Ende haben.

Der in jedem Widerlagerelement gebildete Schlitz hat vorzugsweise einen im allgemeinen rechteckigen Querschnitt und eine Tiefe, die ausreicht, um fast die volle Höhe der Bohrerspitze aufzunehmen, obwohl die Tiefe der Schlitze mit einer Höhenveränderung der Bohrerspitze radial variieren kann. Gegebenenfalls kann das vordere oder hintere Ende im Vergleich zu dem entsprechenden anderen Ende eine verringerte Höhe haben. Insbesondere kann das hintere Ende eine reduzierte Höhe haben, wenn gegeben ist, daß es während des Bohrens im Vergleich zu dem hinteren Ende eine relativ niedrige Belastung hat. Die Querschnittsbreite jedes Schlitzes ist vorzugsweise etwa gleich der Querschnittsbreite der Bohrerspitze, wenngleich etwas größer als diese, so daß die Bohrerspitze gut passend bzw. bequem in jedem Schlitz aufgenommen wird. Die radiale Länge jedes Schlitzes kann gleich der Wanddicke des Bohrmeißels um die Durchgangsbohrung sein, so daß die Schlitze durch die volle Wanddicke gebildet werden können und nicht kleiner oder größer als diese Dicke geformt werden müssen. Die Basis jedes Schlitzes ist in typischer Weise flach und erstreckt sich im allgemeinen senkrecht zu der Längsachse des Schaftes oder Bolzens, an welchem der Bohrmeißel angebracht ist, während die oberen Enden jedes Schlitzes angewinkelt sein können oder unter demselben oder einem ähnlichen Winkel zur Schneidkante der Bohrerspitze geneigt. Diese Bohrerspitzen sind oft auf ihren gegenüberliegenden Seiten zu einem Mittelscheitel hin geneigt, und für eine gute Halterung können die oberen Schlitzkanten die gleiche oder eine ähnliche geneigte Konfiguration haben.

Der Bohrmeißel weist vorzugsweise eine mittige Bohrung auf, die bei der Benutzung vorzugsweise koaxial mit der in dem Bohrschaft gebildeten Bohrung ausgerichtet ist. Die Anordnung ist vorzugsweise derart, daß die zentrale Bohrung des Bohrmeißels an dem Vorderende offen ist, so daß Spülmedium, welches verwendet wird, um gebohrtes Haufwerk aus dem im Bohren befindlichen Loch herauszuspülen, und im Fall von selbstbohrenden Ankerbolzen Klebstoff, der verwendet wird, um den Bolzen im Gestein am Platz zu befestigen, durch die zentrale Bohrung sowohl des Bohrschaftes oder Bolzens als auch des Bohrmeißels gepumpt werden und durch das vordere Ende aus ihm austreten kann. Die Widerlagerelemente müssen so angeordnet werden, daß sie das Austreten des Spülmediums und des Klebstoffes aus der mittigen Bohrung gestatten. Dies kann durch Anordnen der Widerlagerelemente auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Mittelbohrung erreicht werden, so daß die Bohrung auf jeder Seite der Bohrerspitze offen ist, welche sich über das offene Ende der Bohrung erstreckt.

Bei einer bevorzugten Anordnung erstreckt sich die Bohrerspitze diametral auf jeder ihrer Seiten über den äußeren Umfang des Bolzen an dem Vorderende hinaus. Mit anderen Worten ist das Radialmaß der Bohrerspitze größer als der Durchmesser des Bolzens an dem Vorderende.

Wenn Klebstoff verwendet wird, um die Bohrerspitze an dem Vorderende anzubringen, kann jeder geeignete Klebstoff verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Epoxyharz verwendet werden. In vorteilhafter Weise vereinfacht die Benutzung von Klebstoff die Herstellung des Ankerbolzens, denn die Bohrerspitze kann an dem Vorderende befestigt werden, und der Klebstoff kann ohne ein zusätzliches Verfahren für das Aushärten (möglicherweise bei einer erhöhten Temperatur) belassen werden.

Die anliegenden Zeichnungen zeigen jetzt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung der vorstehenden Art. Die Besonderheit dieser Zeichnungen und die zugehörige Beschreibung treten nicht an die Stelle der Allgemeingültigkeit der vorhergehenden breiten Beschreibung der Erfindung.

1 zeigt das Vorderende eines Ankerbolzens gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine Draufsicht auf den Ankerbolzen der 1.

3 ist eine radiale Ansicht des Ankerbolzens der 1.

4 ist eine weitere Seitenansicht des Ankerbolzens der 1, um etwa 90° aus der Ansicht der 3 gedreht.

1 zeigt das Vorderende eines selbstbohrenden Ankerbolzens (10) gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung. In typischer Weise hat der Bolzen (10) eine Länge von etwa 1800–2400 mm und weist eine Anordnung für seinen Antrieb auf, um ihn zu Bohrzwecken zu drehen. Eine solche Anordnung ist gewöhnlich an dem Hinterende des Bolzens vorgesehen und kann ein quadratisch oder hexagonal gebildetes Ende für das Ergreifen in einem Spannfutter oder kann wie eine Mutter geformt sein. Bohrschäfte werden im allgemeinen dadurch angetrieben, daß sie mit dem Ende in einem Spannfutter in Eingriff treten, wo hingegen Ankerbolzen normalerweise durch die Mutter angetrieben werden, die später für das Festziehen des Bolzens am Platz benutzt wird.

Der Bolzen (10) ist normalerweise wie ein Zylinder geformt mit einer ringförmigen äußeren Oberfläche und einer zentralen kreisförmigen Bohrung. Die äußere Oberfläche kann mit Rippen gebildet sein, welche den Anbringort des Bolzens in einer Wand fördern, und die Rippen können wie ein Gewinde geformt sein. Oft ist das Gewinde diskontinuierlich geformt, um ein (nicht mit Gewinde versehenes) flaches Teil längs vorzugsweise auf jeder der gegenüberliegenden Seiten des Bolzens zu erzeugen. Dies begünstigt den Transport von gebohrtem Gesteinshaufwerk zum hinteren Ende des Bolzens für das Entfernen. Diese Abfuhr kann durch Spülmedium unterstützt werden, welches durch die zentrale Bohrung zu dem Vorderende für den Abfluß von dort gepumpt werden kann. Es ist jedoch möglich, ein kontinuierliches Gewinde zu haben, welches sich im wesentlichen über die Länge des Bolzens erstreckt, und in einem solchen Bolzen kann das Gewinde tiefer sein, um Raum für Haufwerk zu ermöglichen.

Weil die neuen Merkmale des Bolzens in dem Aufbau seines Vorderendes liegen, werden andere Teile des Bolzens (10) nicht weiter diskutiert.

Der Bolzen (10) hat ein Vorderende (11), welches einen Bohrmeißel zum Bohren in Gestein bestimmt. Der Bohrmeißel weist ein Paar von Widerlagerelementen (12, 13) auf, die sich von dem Vorderende (11) axial erstrecken. Die Widerlagerelemente (12, 13) sind auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Vorderendes (11) vorgesehen. Die Widerlagerelemente (12, 13) haben jedes einen hinteren Abschnitt (14) und einen vorderen Abschnitt (15), welche zwischen sich Schlitze (16, 17) eingrenzen. Die Schlitze (16,1 7) nehmen eine Bohrerspitze (18) auf, die bei der veranschaulichten Ausführungsform sich diametral quer über das Vorderende (11) erstreckt.

Die Bohrerspitze (18) hat ein Paar von geneigten Schneidkanten (19, 20) (siehe 3), die sich zu einem zentralen Scheitel (21) neigen. Die Bohrerspitze (18) bestimmt ein Paar von sich axial erstreckenden radialen Kanten (22, 23), die sich außerhalb des äußeren zylindrischen Umfangs (24) des Vorderendes (11) erstrecken. Die Kanten (22, 23) sind als Schneidkanten gebildet, so daß die Bohrerspitze (18) ein Loch größeren Durchmessers als der Durchmesser des Vorderendes (11) und des übrigen Bolzenkörpers bohrt, der vom Vorderende herabhängt.

Zwischen dem hinteren Abschnitt (14) eines der Widerlagerelemente (12, 13) und dem vorderen Abschnitt (15) des anderen dieser Widerlagerelement ist auf jeder Seite des Bohrmeißels (18) das Vorderende geneigt, um ausgebogte Flächen (25) zu bilden. Durch diese Anordnung wird für den Bohrmeißel (18) ein vorderer Raum bzw. ein Abstand vorgesehen, um seine Bohrtätigkeit zu erleichtern.

Der Bolzen (10) weist eine zentrale Bohrung (26) auf, und man kann aus 2 sehen, daß die Bohrung (26) an dem Vorderende (11) auf jeder Seite des Bohrmeißels (18) offen ist, der sich diametral quer über die Bohrung und das Vorderende erstreckt. Die Bohrung (26) wird verwendet, um Spülmedium zum Vorderende (11) zum Spülen gebohrten Materials aus dem Vorderende (11) nach hinten und aus dem gebohrten Loch herauszuspülen und zum Einführen von Befestigungsklebstoff für das Fixieren des Bolzens (10) in dem gebohrten Loch. Die Bohrung (26) kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen annehmen und kann Zweigleitungen aufweisen, die sich von der Bohrung (26) erstrecken, um eine unterschiedliche Verteilung des Spülmediums oder Klebstoffs zu erreichen.

Wie in den Figuren gezeigt ist, wird die Bohrerspitze (18) durch die Schlitze (16, 17) untergebracht oder in diesen aufgenommen. Die Schlitze (16, 17) unterstützen die Bohrerspitze (18) längs ihrer Basis und längs ihrer Vorder- und Hinterflächen (27, 28). Durch diese Abstützung kann Klebstoff verwendet werden, um die Bohrerspitze (18) an den Vorderenden zu fixieren. Ein geeigneter Klebstoff ist Permabond ESP110. Durch Ausbilden der Widerlagerelemente (12, 13) so, daß ihre hinteren Abschnitte (14) eine größere Masse oder Größe haben als ihre Vorderabschnitte (15), haben die hinteren Abschnitte eine größere Tragekapazität als die vorderen Abschnitte, was zweckmäßig ist, denn gerade die hinteren Abschnitte ermöglichen die Übertragung des Antriebes zu der Bohrerspitze (18), und gerade die hinteren Abschnitte nehmen den Hauptteil der Last auf, welche die Bohrerspitze während des Bohrens erfährt. Die vorderen Abschnitte (15) sind viel geringerer Belastung ausgesetzt, und es ist deshalb zweckmäßig, daß sie eine geringere Masse haben als die hinteren Abschnitte. Die vorderen Abschnitte wirken eigentlich nur, um den sicheren Standort der Bohrerspitze (18) zu dem Vorderende (11) durch Vergrößern der Verbindungsfläche für die Klebstoffverbindung zu ermöglichen. Dementsprechend würde das Fehlen der Vorderabschnitte (15) bedeuten, daß die Bohrerspitze (18) durch andere Einrichtungen an dem vorderen Ende (11) angebracht werden müßte, wie zum Beispiel Schweißen, Hartlöten oder Weichlöten. Da jedoch die vorderen Abschnitte (15) die Verbindungsfläche erhöhen, sind Klebstoffe für die Benutzung unter Vorsehen der oben erwähnten Vorteile geeignet.

Es versteht sich, daß der selbstbohrende Ankerbolzen, wie er in den Zeichnungen dargestellt ist, die Bohrmeißelanordnung der Erfindung hat, die integral bzw. einstückig mit dem länglichen Bolzenkörper des Bolzens gebildet ist. Es ist jedoch in gleicher Weise zulässig, daß der Bohrmeißel von dem Bolzenkörper getrennt gebildet und durch eine beliebige geeignete Anbringanordnung an diesem befestigt wird. Zum Beispiel kann der Bohrmeißel für eine Gewindeverbindung mit dem Bolzenkörper ausgebildet sein. Ferner ist es bezüglich Bohrschäften im allgemeinen für den Bohrmeißel notwendig, daß er austauschbar ist, so daß bei abgenutzter Bohrerspitze der Bohrmeißel entnommen und ersetzt werden kann. Bei selbstbohrenden Ankerbolzen besteht dieses Erfordernis nicht, weil der Bolzen nur einen einzigen Bohrbetrieb erfährt, bei dessen Vollendung der Bolzen in dem gebohrten Loch fixiert wird.

Der Aufbau des Bohrmeißels nach der vorliegenden Erfindung und von Bohrschäften und selbstbohrenden Ankerbolzen, bei welchen die vorliegende Erfindung eingesetzt wird, erleichtert in vorteilhafter Weise die bevorzugte Verwendung von Klebstoff zur Befestigung einer Bohrerspitze an einem Bolzen und vereinfacht folglich die Herstellung von Bohrschäften und selbstbohrenden Ankerbolzen und verringert ihre Gesamtkosten sowie die Kosten der dazugehörigen Maschinen, die bei ihrer Herstellung verwendet werden.

Die hier beschriebene Erfindung ist empfänglich für Variationen, Modifikationen und/oder Hinzufügungen zu denen, die speziell beschrieben wurden, und es versteht sich, daß die Erfindung alle diese Variationen, Modifikationen und/oder Hinzufügungen, die in das Konzept und den Umfang der obigen Beschreibung fallen, einschließt.

ZUSAMMENFASSUNG Bohrmeißel, Bohrerschaft und ein selbstbohrender Ankerbolzen

Bohrmeißel (11) für die Anbringung an einem länglichen Bohrerschaft (10), wobei der Bohrmeißel (11) Mittel aufweist zum Anbringen an einem Ende des Bohrerschaftes und ein Vorderende aufweist, welches ein Paar von diametral gegenüberliegenden Schlitzen (16, 17) bestimmt, die sich für die Aufnahme eines Abschnittes einer Bohrerspitze (18) axial öffnen, welche axial aus den Schlitzen (16, 17) herausragt. Die Bohrerspitze (18) ist fest in jedem der Schlitze (16, 17) angebracht. Ferner weist ein Bohrerschaft oder ein selbstbohrender Ankerbolzen den obigen Bohrmeißel (11) auf.


Anspruch[de]
Bohrmeißel zur Anbringung an einem länglichen Bohrerschaft, wobei der Bohrmeißel Mittel zum Anbringen an einem Ende des Bohrerschaftes und ein Vorderende aufweist, welches ein Paar von diametral gegenüberliegenden Schlitzen bestimmt, die sich für die Aufnahme eines Abschnittes einer Bohrerspitze axial öffnen, welche aus den Schlitzen axial hervorragt, wobei die Bohrerspitze in jedem der Schlitze fest angebracht ist. Bohrmeißel nach Anspruch 1 mit einem Paar von sich axial erstreckenden Widerlagerelementen, deren jedes einen der Schlitze begrenzt. Bohrmeißel nach Anspruch 2, wobei die Widerlagerelemente jedes vordere und hintere Enden relativ zu der Drehrichtung des Bohrens haben, wobei jeder Schlitz zu den Vorderenden der Widerlagerelemente hin gebildet ist. Bohrmeißel nach Anspruch 3, wobei das Vorderende im Verhältnis zum Hinterende eine verringerte Höhe hat. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei er eine zentrale Durchgangsbohrung hat und die radiale Länge jedes Schlitzes gleich der Länge des Bohrmeißels zwischen der Durchgangsbohrung und einer äußeren Oberfläche des Bohrmeißels ist. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei jeder Schlitz im allgemeinen einen rechteckigen Querschnitt und eine Tiefe hat, um im wesentlichen die volle Höhe der Bohrerspitze aufzunehmen. Bohrmeißel nach Anspruch 6, wobei die Höhe der Schlitze über ihre radiale Länge variiert, um sich an die Höhenvariation in der Bohrerspitze anzupassen, so daß die axiale Projektion der Bohrerspitze aus jedem der Schlitze im wesentlichen konstant ist. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Schlitze eine Querschnittsbreite haben, die etwas größer ist als die Dicke der Bohrerspitze, für eine satte Aufnahme der Bohrerspitze in jedem Schlitz. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Bohrerspitze einen einstückigen Aufbau hat und sich radial quer zu dem Vorderende des Bohrmeißels erstreckt. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Bohrerspitze einen zweistückigen Aufbau hat, jedes Teil in einem entsprechenden Schlitz aufgenommen ist und die Teile zentral durch eine Lücke getrennt sind. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Bohrerspite in den Schlitzen durch Klebstoff befestigt ist. Bohrmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Bohrerspitze in den Schlitzen durch Schweißen oder Hartlöten oder Weichlöten befestigt ist. Bohrmeißel nach Anspruch 1, mit einer mittigen Durchgangsbohrung für das Ausfluchten mit einer mittigen Bohrung des Bohrerschaftes. Bohrerschaft zum Bohren in Gestein mit einem länglichen Körper und einem Bohrmeißel an seinem einen Ende, wobei sich eine zentrale Bohrung durch den länglichen Körper erstreckt und mit einer Bohrung in dem Bohrmeißel für den Transport von Spülmedium durch den Bohrerschaft in Verbindung steht, um durch den Bohrmeißel auszutreten, wobei der Bohrmeißel ein Vorderende hat, welches ein Paar von diametral gegenüberliegenden Schlitzen bestimmt, die sich für die Aufnahme einer Bohrerspitze axial öffnen, welche axial aus den Schlitzen vorsteht, wobei die Bohrerspitze in jedem der Schlitze fest angebracht ist. Bohrerschaft nach Anspruch 14, wobei die Bohrerspitze in den Schlitzen durch Klebstoff befestigt ist. Bohrerschaft nach Anspruch 14 oder 15, wobei der Bohrmeißel separat an dem länglichen Körper anbringbar ist. Selbstbohrender Ankerbolzen zum Bohren und Verriegeln in Gestein mit einem länglichen Körper und einem Bohrmeißel an seinem einen Ende, wobei sich eine zentrale Bohrung durch den länglichen Körper erstreckt und mit einer Bohrung in dem Bohrmeißel für den Transport von Medium durch den Bolzen in Verbindung steht, um während des Bohrens und während des Befestigens des Bolzens, wenn das Bohren vollendet ist, durch den Bohrmeißel auszutreten, wobei der Bohrmeißel ein Vorderende hat, welches ein Paar von diametral gegenüberliegenden Schlitzen begrenzt, die sich für die Aufnahme einer Bohrerspitze axial öffnen, welche axial aus den Schlitzen vorstehen, wobei die Bohrerspitze in jedem der Schlitze fest angebracht ist. Bohrerschaft nach Anspruch 17, wobei die Bohrerspitze in den Schlitzen durch Klebstoff angebracht ist. Selbstbohrender Ankerbolzen nach Anspruch 17 oder 18, wobei der Bohrmeißel getrennt an dem länglichen Körper anbringbar ist.






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