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Dokumentenidentifikation DE202006009641U1 02.11.2006
Titel Schließvorrichtung
Anmelder Linden, Alfred, 58540 Meinerzhagen, DE
DE-Aktenzeichen 202006009641
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.11.2006
Registration date 28.09.2006
Application date from patent application 21.06.2006
IPC-Hauptklasse E05B 51/00(2006.01)A, F, I, 20060621, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die hier vorgestellte Schließ-Vorrichtung ist eine weiterentwickelte Variante der in den Anmeldungen 10 2006 010 584.2 und 10 2006 015 279.4. vorgestellten Systeme, auf die Bezug genommen wird.

Das nach dem Stand der Technik mögliche genau positionierte Bohren kleiner Löcher und Kanäle im Bereich ab 0,1mm ∅ wird benutzt, um Schließzylinder und deren Schlüssel mit einem oder mehreren Löchern bzw. Kanälen – nachstehend i. d. R. als „Kanäle" bezeichnet – zu versehen, durch die elektromagnetische Wellen, vorzugsweise im Bereich von 400 bis 800 &mgr;m Wellenlänge, nachstehend der Einfachheit halber als „Licht" bezeichnet, geleitet werden zum Erkennen der Nämlichkeit von in den Zylinder eingeführten Schlüsseln bzw. deren Schließberechtigung.

Ein Kriterium aller hier vorgestellter Varianten ist die Genauigkeit der übereinstimmenden Position der Löcher und Kanäle geringen Durchmessers in Schlüssel und Schloss bzw. Zylinder, die auf optischem Wege überprüft wird.

Allen Varianten gemeinsam ist folgende Funktion:

Der Schlüssel wird zum Schließen in den Zylinder bzw. in die Schließ-Vorrichtung eingeführt. Kompatibilität des Schlüsselprofils vorausgesetzt, wird nach dem Einführen des Schlüssels durch einen Sensor oder Endschalter ein Lichtimpuls ausgelöst, der entweder innerhalb des Zylinders bzw. der Schließ-Vorrichtung erzeugt oder von außerhalb durch Lichtwellenleiter zugeleitet wird.

Falls es sich um einen schließberechtigten Schlüssel handelt, gelangt der Lichtstrahl durch ein genau positioniertes, eng toleriertes Loch im Schlüssel zu einem Lichtsensor im oder am Zylinder bzw. in der Schließ-Vorrichtung. Der vom Sensor festgestellte Wert ist wesentlich für die Nämlichkeitsprüfung des eingeführten Schlüssels, die vorzugsweise erfolgt mittels eines auf einem Datenträger gespeicherten Programm.

Ein positives Ergebnis bewirkt die Schließfreigabe, z. B. durch einen Piezomotor oder einen anderen Antrieb. Bei negativem Ergebnis der Prüfung, nämlich falls die erwarteten Kriterien nicht angetroffen werden, wird die Schließberechtigung verweigert, wie oben beschrieben.

Zum Heranführen der Lichtwellen von der Lichtquelle zum Schlüssel und vom Schlüssel zum Sensor können aus Platzgründen Löcher, Kanäle und/oder Lichtwellenleiter wie Glasfaserkabel notwendig sein. Sie müssen der Wellenlänge des zum Einsatz gelangenden Lichts angepasst sein.

In allen Fällen, in denen die Platzverhältnisse innerhalb des Zylinders bzw. in der Schließ-Vorrichtung die Unterbringung einer Lichtquelle und/oder eines Sensors nicht zulassen, werden Sensor und Lichtquelle außerhalb so positioniert, dass das Licht von der Lichtquelle in das Innere von Zylinder bzw. Schließvorrichtung und vom Innern von Zylinders bzw. Schließvorrichtung zum Sensor über Lichtwellenleiter zugeführt.

Die Erfindung geht aus von Schlössern mit und ohne Schließzylinder:

Während Schließzylinder vorzugsweise Flachschlüssel bedingen, deren Sicherheitskriterien neben dem Schlüsselprofil und der Ausgestaltung des Schlüsselbartes, Vertiefungen in der Schlüsselfläche sind,

kann, wenn die heutigen Möglichkeiten des Standes der Technik in der Miniaturisierung elektronischer Bauelemente und des Bohrens von Kanälen in Schlüssel und Schließ-Vorrichtungen genutzt werden, damit auch eine Abkehr von der seit mehr als zweitausend Jahren gebräuchlichen Form des Schlüssels erfolgen mit Verzicht auf die dem Schlüssel bislang obliegende Aufgabe der Drehmomentübertragung vom Schlüsselgriff über den Schlüsselschaft zum Schlüsselbart in die Schließmechanik des Schlosses.

Der Schlüssel wird dann kleiner und in seiner Form gefälliger ohne das Äußere von Hosen- und Handtaschen, in denen er großenteils sein Dasein fristet, einer ständigen Abrasion auszusetzen.

Der Schlüssel kann ohne funktionelle Einschränkung beispielsweise die Form eines einseitig abgerundeten Zylinders aufweisen und alle Nämlichkeitsmerkmale als Bohrungen, Kanäle oder Aussparungen enthalten, die nach dem Einführen in das Schloss bzw. in den Zylinder von Licht aus entsprechend positionierten Quellen durchleuchtet und von gegenüber angebrachten, im betreffenden Spektrum arbeitenden Sensoren, detektiert werden.

  • A. Grund-Version:

    Bei Schlüsseln, insbesondere Flachschlüsseln erhält die lange Breitseite des Schlüssels ein Loch mit in der Regel weniger als 5 mm ∅.

    Nach dem Einführen des Schlüssels in das Schloss bzw. in den Zylinder wird durch dieses Loch ein Lichtstrahl zu einem Sensor geführt, der an der gegenüberliegenden Seite der Bahn des einzuführenden Schlüssels angeordnet ist, der den Lichtstrahl detektiert und die entsprechende Information zum Auswerten bzw. zum Durchführen der Nämlichkeitsprüfung weitergibt, beispielsweise an ein auf einem Datenträger innerhalb des Systems gespeichertes Steuer-Programm.

    Bei „Richtig"-Befund wird mittels Piezomotor oder einem anderen Antrieb das Drehen des in das Schloss bzw. in den Schließzylinder eingeführten Schlüssels freigegeben, eingeleitet oder sogar direkt ausgeführt.

    Entsprechend erfolgt bei „Falsch"-Befund – je nach Programmierung – das Blockieren der Schließfunktion, des Schlüssels und/oder ein Alarm.
  • A1. Zur Sicherheit ist der Sensor so aus- und angelegt, dass das Durchstrahlen des Lichtstrahls vollumfänglich festgestellt wird, wenn erforderlich mit einer dem Sensor vorgebauten Linse.

    Damit aber nicht durch ein größer angelegtes Loch im Schlüssel das Erfordernis der Genauigkeit der Lichtdurchführung unterlaufen werden kann, wird durch in unmittelbarer Umgebung des Lichtsensors platzierte weitere Lichtsensoren und/oder eine entsprechende Optik einfallendes Licht als „Falsch" erkannt mit den beschriebenen Folgen.
  • B. Die als Lichtwellenleiter verwendeten Kanäle können im Winkel von ca. 0° bis ca. 180° zur durchbohrten Fläche oder zur Zylinderlängs- und/oder Zylinderquerachse bzw. zur Schlüssellängs- und/oder Schlüsselquerachse verlaufen.

    Mit schräg verlaufenden Bohrungen bzw. Kanälen im Schlüssel wird einstrahlendes Licht zu anderen als gegenüberliegenden Punkten durch den Schlüssel geleitet. Es kann aus räumlichen Gründen – der Platz im Zylinder ist i. d. R. sehr begrenzt – erforderlich sein, bietet aber auch wichtige Sicherheitsaspekte.

    Schräg verlaufende Bohrungen besagten kleinen Durchmessers sind nur mit einer Spezialeinrichtung und nur in programmierten Abläufen herstellbar. Ein Nachmessen ist sehr schwierig, geschweige denn ein Kopieren mit der erforderlichen Präzision.

    Damit entsteht ein sehr guter Schutz gegen Schlüssel-Nachahmungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Anzahl der Unterscheidungs-Kriterien
  • C. In einer weiteren Variante des Schließsystems trifft das dem Schlüssel aufstrahlende Licht ein Loch im Schlüssel und wird, leicht abgelenkt, reflektiert um wieder auszustrahlen zu einem Sensor zur Prüfung der Nämlichkeit.
  • C.1. Die Reflektions-Fläche kann ein Hologramm enthalten, das als ein kaum zu imitierendes Sicherheits-Merkmal von einer in oder außerhalb der Schließ-Vorrichtung untergebrachten Bilderkennung detektiert wird und damit eine große Bandbreite von Unterscheidungsmerkmalen bereitstellt.

    Das Detektieren des Hologramms kann auch in einer extern arbeitenden EDV erfolgen, wenn das Bild nach dorthin übertragen wird.
  • C.2. Die Oberfläche kann aber auch so bearbeitet sein, dass auftreffende elektromagnetische Wellen polarisiert reflektiert werden.
  • C.3 Zusätzliche Sicherheitsstufen bei bemerkenswerter Steigerung der Anzahl der Unterscheidungs-Merkmale werden erreicht durch Farbfilter und/oder
  • C.4. Polarisationsfilter in einer vorgesehenen Lichtbahn im Schlüssel mit den der Wellenlänge bzw. der Aufgabe entsprechenden Sensoren in der Schließ-Vorrichtung.

    Beide können sowohl nebeneinander als auch hintereinander wirksam werden. Sensoren detektieren in einem Fall das Spektrum des dem Schlüssel ausstrahlenden Lichtes und im anderen Fall dessen Polarisationswinkel.
  • C.5. In einer weiteren Variante des Schließsystems ist die Helligkeit das bzw. ein Unterscheidungs-Kriterium. Sie wird ermittelt im durchstrahlenden Lichtstrahl zur Bestätigung, dass die Geometrie der Löcher im Schlüssel „Richtig" ist und es sich nicht um eine ungenaue Nachahmung handelt.

    Das Prüf-Ergebnis „Richtig" oder „Falsch" wird ausgewertet wie oben beschrieben.
  • D. In der weiteren Ausbau-Stufe wird das Funktionsprinzip der ersten Stufe umgekehrt. Es sind erforderlich

    eine oder mehrere Lichtquellen innerhalb des Zylinders oder Schlosses,

    den Lichtquellen gegenüberliegend eine mit Nachleuchtpigmenten beschichtete Seite der Bahn des einzuführenden Schlüssels,

    wenigstens ein Loch in der breiten Längsseite des Schlüssels,

    ein entsprechender Sensor im Zylinder bzw. im Schloss für wenigstens ein Loch in der Schlüsselfläche,

    der das durch das Loch emittierte Licht der beim Einführen des Schlüssels angeleuchteten, mit Nachleuchtpigmenten beschichteten Fläche erfasst und als Nachricht dem auf dem Datenträger gespeicherten Programm zuleitet,

    ferner wenigstens ein weiterer Sensor im Umfeld des Sensors bzw. der Sensoren zur bestätigenden Feststellung des Nichtvorhandenseins von weiteren Löchern im eingeführten Schlüssel, welcher Fakt ebenfalls als Nachricht dem Programm zugeleitet wird, damit das Programm die Schließfunktion bewirkt oder blockiert wie oben beschrieben.

    Damit aber nicht durch ein größer angelegtes Loch im Schlüssel das Erfordernis der Genauigkeit der Lichtdurchführung unterlaufen werden kann, wird auch hier durch in unmittelbarer Umgebung des Lichtsensors platzierte weitere Lichtsensoren und/oder eine entsprechende Optik einfallendes Licht als „Falsch" erkannt mit den beschriebenen Folgen.

    Der Lochdurchmesser ist in der Regel kleiner als 5 mm.
  • E. Durch die sehr kleinen Durchmesser der Kanäle und der Löcher im Schlüssel ist die Anzahl der möglichen Positionen sehr viel größer als die der bisher gebräuchliche Methode, Vertiefungen auf der Schlüsseloberfläche anzubringen.

    So benötigen bei einem Lochrand-Abstand von 2 mm

    15 Löcher von 2,5 mm ∅ eine Fläche von 601 mm2 bzw. 24,1 qmm2 je Loch

    15 Löcher von 2 mm ∅ eine Fläche von 484 mm2 bzw. 19,4 qmm2 je Loch

    15 Löcher von 1,5 mm ∅ eine Fläche von 381 mm2 bzw. 15,3 qmm2 je Loch

    15 Löcher von 1,0 mm ∅ eine Fläche von 289 mm2 bzw. 11,6 qmm2 je Loch

    15 Löcher von 0,8 mm ∅ eine Fläche von 256 mm2 bzw. 10,2 qmm2 je Loch

    Deshalb werden in jeder der beschriebenen Ausbaustufen Löcher und als Lichtwellenleiter dienende Bohrungen möglichst kleinen Durchmessers angestrebt, was der Platz- bzw. Raumausnutzung im Zylinder bzw. im Schlüssel zugute kommt und damit der Zahl möglicher verschiedener Unterscheidungsmerkmale.

    Ein Durchmesser von maximal 2,5 mm ist ein guter Kompromiss für die meisten Bedürfnisse zwischen Platz für Anzahl der Kanäle und der Zahl der Unterscheidungsmerkmale.

    Eine große Steigerung sowohl der Anzahl der Unterbringungsmöglichkeiten als auch der Sicherheit ist die Verwendung von Kanälen im Bereich von 2 mm ∅. Die Platzersparnis beträgt 24%.

    Weitere 27% Platzersparnis werden erreicht bei einem Lochdurchmesser von 1,5 mm.

    Weitere 32% Platzersparnis werden erreicht bei einem Lochdurchmesser von 1,0 mm.

    Weitere 14% Platzersparnis werden erreicht bei einem Lochdurchmesser von 0,8 mm.

    Da sich die Zahl der Verschlüsselungs-Möglichkeiten vervielfacht, ausgehend von den herkömmlichen mechanischen Möglichkeiten im Schlüssel und in seiner Oberfläche, handelt es sich hier um eine beachtliche zusätzliche Sicherheitsdimension in einer ganz neuen Form.
  • F. In einer weiteren Variante des Schließsystems wird dem Schlüssel und/oder dem Zylinder bzw. dem Schloss Licht in schräg verlaufenden Richtungen durchgeleitet. An den Schnittpunkten der Kanäle sind Löcher erforderlich, senkrecht zu den Kanälen.

    Die Löcher und Kanäle werden zur Vermeidung von Verschmutzung ausgefüllt mit für das Licht durchlässigem Material wie Glas, Plexiglas oder dergl. und/oder Linsen, die das Licht der Kanäle nicht oder nur minimal dämpfen.

    Die Löcher werden auch als zusätzliches Unterscheidungsmerkmal genutzt.
  • G. In der einfachen Version durchläuft der Schlüssel nach dem Einführen in die Schließvorrichtung bei einer Drehung um 360° mindestens einmal eine Position zur Nämlichkeitsprüfung, deren Erreichen zweckmäßiger Weise durch ein akustisches, mechanisches oder ein Vibrations-Signal erkennbar gemacht wird.

    Aus mehreren Gründen – Zeitersparnis, Sicherheit gegen Ausfall – kann es zweckmäßig sein, die Prüf-Elemente in mehrfacher Ausführung um die Bahn des einzuführenden Schlüssels herum anzuordnen.

    Bei einer 360°-Drehung werden dann mehrere Prüfpositionen durchlaufen.
  • H. Weiterhin besteht die Möglichkeit, den eingeführten Schlüssel ohne Drehbewegung des Schlüssels dadurch zu detektieren, dass die Prüf-Elemente kreisend um den eingeführten Schlüssel bewegt werden, beispielsweise durch jeweils Bogen-übergreifende Hin- und Herbewegungen.

    Das ist der Fall, wenn die Bewegungen der Prüf-Elemente innerhalb eines Bogens von z. B. 92° verlaufen und vier Anordnungen von jeweils einem Satz Prüfelemente in einem Bogenabstand von 90° vorhanden sind.

    In dieser Ausführung genügt zum Betätigen der Schließvorrichtung das Einführen des Schlüssels.
  • J. Eine Variante der Entwicklung arbeitet mit einer Zweiteilung des Schlüssels und zwar einem oder mehreren drehbaren walzen- oder zylinderförmigen Teilen, die dem Hauptteil des Schlüssels drehbar angelagert sind.

    Den drehbaren Teilen sind alle Nämlichkeitsmerkmale wenigstens einmal integriert. Sie werden nach dem Einführen des Schlüssels vorzugsweise motorisch in die Prüf-Position gedreht, wahlweise auch durch Induktion, Rüttel- oder Schlag-Effekt oder sie nehmen allein durch die Schwerkraft die gewünschte Position ein, wenn das Drehteil entsprechend unwuchtig ausgeführt ist.
  • K. Erfolgt das Drehen des Drehteils des Schlüssels motorisch, wird während des Drehvorgangs bei Passieren der Prüf-Position die Durchleuchtung des Drehteils ausgeführt oder das Drehteil wird in der Prüf-Position zum Durchleuchten angehalten.
  • L. Für alle diejenigen Fälle, in denen eine genaue Positionierung des in den Zylinder eingeführten Schlüssels nicht gewährleistet erscheint, werden in der Schließ-Vorrichtung ein oder mehrere Piezos, Piezomotore oder andere Antriebe eingebaut, die den Schlüssel form- und/oder kraftschlüssig – vorzugsweise zeitverzögert im Sekundenbereich nach Beendigung des Einführvorgangs – in die genaue Position schieben, ziehen und ggf. auch halten, beispielsweise durch Reibrad, Hebel oder Zahnrad, wenn erforderlich unter Verwendung eines Haftbelages.

    Eine zweckmäßige, weil einfache Positionierung erfolgt durch einen oder mehrere Dorne, passend jeweils zu einem Loch im Schlüssel. Auch sie üben eine Justierfunktion aus, wenn sie z. B. durch Piezos bewegt werden.
  • M. Besonders benutzerfreundlich ist ein akustisches Signal beim Erreichen der Prüf-Position des drehbaren Schlüsselteiles. Es kann ergänzt oder ersetzt werden durch eine z. B. durch Schlag oder Rütteln ausgelöste Erschütterung, wenn sie denn beim Festhalten des Griffteils des Schlüssels bemerkbar ist.

    Ein solches Signal ist auch angezeigt, wenn der Schlüssel zu lange in der Prüfposition verharrt z. B. zur Vermeidung unnötigen Wartens auf die Prüfung bei Störung, ferner auch nach Beendigung des Schließvorgangs und zwar sowohl beim Auf- als auch beim Zuschließen.

    In der Praxis ist es nämlich frustrierend, auf das Aufschließen zu warten, wenn die Tür nur noch aufzudrücken ist, aber direkt problematisch, wenn sich der Benutzer im Glauben, die Tür verschlossen zu haben, von der Tür entfernt ohne dass sie wirklich verschlossen ist.
  • N. Der für die Versorgung der Steuerung, der Lichtquellen, Piezos, Piezomotore oder andere Antriebe und der elektrisch betriebenen Module benötigte elektrische Strom wird entweder dem Netz entnommen und/oder einer dem Schloss bzw. der zugehörigen Tür integrierten Stromquelle, z. B. einem Akku – bei manchen Ausführungen genügt eine Knopfzelle – oder einem Kondensator, die entweder ständig oder intermittierend nachgeladen werden mit Netzstrom oder mit vom Dynamo erzeugten Strom z. B. beim Türschwenken oder Betätigen des Türgriffs.
  • O. Das Programm ist – ja nach Bedarfsfall – so angelegt, dass bei Stromausfall nur ein Aufsperren möglich ist oder aber das Aufschließen blockiert ist.
  • P. Im Zuge der Perfektionierung des Systems wird das Steuer-Programm so ausgelegt, dass die Tür nach dem Öffnen und anschließendem Zuschwenken automatisch wieder verschließt und alternativ zusätzlich
  • P.1. dass eine zusätzliche Drehbewegung des in das Schloss eingeführten Schlüssels das um eine voreinstellbare Zeit verzögerte Verschließen nach dem Zuschwenken des Türblattes bewirkt.

    Das ist immer dann von Vorteil, wenn innerhalb kurzer Zeit ein mehrmaliges Begehen der Tür erfolgt ohne dass der Türflügel aufgeschwenkt bleiben soll, z. B. wenn der Kofferraum des vor der Haustür geparkten Fahrzeugs zu entleeren ist,

    oder bei Wind, der vom Treppenhaus fernzuhalten ist und in ähnlichen Fällen des täglichen Lebens.
  • P.2. Dabei ist ein optisches Signal sehr hilfreich, das an wenigstens einer Außenseite des Türflügels, des Türrahmens oder außerhalb des Türsystems platziert wird, das an zeigt, wenn diese Verzögerung aktiviert ist.
  • P.3. Es zeigt ebenfalls einen besonderen Schaltzustand an, wenn im Falle dass die Steuerung mit einer externen EDV verbunden ist, über diese in die Steuerung eingegriffen wurde.
  • Q. Die Eigenschaften von Plastik-Material bieten vorteilhafte Möglichkeiten für die hier benötigten Schlüssel.

    Die Kanäle können schon beim Spritzgießen oder beim Pressen als Glas, Plexiglas, Polycarbonat, auch in Form von Glasfaserkabeln oder anderen Lichtwellenleitern eingelagert werden.
  • R. Zusammenfassend ergibt sich die Möglichkeit, Schlüssel zu verwenden, die ohne den bisher obligatorischen „Bart" auskommen.


Anspruch[de]
Schließ-Vorrichtung für Türen oder Schubladen, auch mit Schließzylinder, mit einem dazu passenden Schlüssel, gekennzeichnet durch mindestens ein Loch bzw. einen Kanal – nachstehend als „Kanal" bezeichnet – im Schloss und/oder im Schließzylinder, die deckungsgleich sind mit den Kanälen in dem in die Endstellung bzw. Schließstellung eingeführten Schlüssel, als Durchlass für elektromagnetische Wellen – nachstehend als „Licht" bezeichnet – die von einer außerhalb des Schlüssels positionierten Lichtquelle zum Detektiertwerden durch die Kanäle im Schlüssel zu einem Sensor leuchten. Schließ-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in unmittelbarer Umgebung des detektierenden Sensors wenigstens ein weiterer Sensor bzw. zusätzlich eine Optik so positioniert ist, dass das Durchstrahlen eines größeren als an dieser Stelle vorgesehenen Lichtstrahls als „Falsch" erkannt wird und die entsprechende Nachricht einem in der Vorrichtung arbeitenden Programm zugeleitet wird. Schließ-Vorrichtung mit Kanälen als Durchlass für elektromagnetische Wellen nach einem oder beiden der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle im Winkel von 20 bis 160° zur durchbohrten Fläche angelegt sind. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das einem oder mehreren Kanälen im Schlüssel einstrahlende Licht im Schlüssel leicht abgelenkt reflektiert wird bevor es zu einem bzw. mehreren Sensoren zum Detektieren gelangt. Schließ-Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Fläche ein Hologramm aufweist und der reflektierte Lichtstrahl von einem Bilderkennungssystem detektiert wird. Schließ-Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Fläche mit einer solchen Oberflächenstruktur versehen ist, die die reflektierten elektromagnetischen Wellen polarisiert. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elektromagnetische Wellen innerhalb des in die Vorrichtung eingeführten Schlüssels einen oder mehrere Polarisationsfilter durchlaufen bevor sie auf einen oder mehrere polarisiertes Licht detektierenden Sensor treffen, der bzw. die den Polarisationswinkel zum Auswerten erkennen. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elektromagnetische Wellen innerhalb des in die Vorrichtung eingeführten Schlüssels einen oder mehrere Farbfilter durchlaufen bevor sie auf einen oder mehrere das entsprechende Spektrum detektierende Sensoren treffen. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Helligkeit des die Kanäle bzw. Löcher des Schlüssels durchstrahlenden Lichtes mit einem Helligkeits-Sensor zur Nämlichkeitsprüfung herangezogen wird. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel, gekennzeichnet durch

• eine oder mehrere Lichtquellen innerhalb des Zylinders bzw. des Schlosses

• sowie der bzw. den Lichtquelle(n) gegenüberliegend mindestens eine mit Nachleuchtpigmenten beschichtete Seite der Bahn des einzuführenden Schlüssels

• wenigstens ein Loch von max. 5 mm ∅ durch die breite Längsseite des Schlüssels,

• ferner wenigstens einem dem Loch in der Schlüsselfläche des einzuführenden Schlüssels gegenüberliegenden Sensor, der das durch das Loch emittierte Licht der beim Einführen des Schlüssels angeleuchteten Nachleuchtpigmente detektiert und das Ergebnis zur Nämlichkeitsprüfung weiterleitet

• zu einem auf dem Datenträger des Systems gespeicherten Programm, ferner

• alternativ zusätzlich weitere Sensoren im Umfeld des Sensors zur bestätigenden Feststellung des Nichtvorhandenseins von im Durchmesser zu großen oder falsch positionierten Löchern, welcher Fakt ebenfalls zur Nämlichkeitsprüfung verwertet wird.
Schließ-Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Kanäle als Durchlass für elektromagnetische Wellen wobei der Durchmesser wenigstens eines der Kanäle kleiner als 2,5 mm ist. Schließ-Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche gekennzeichnet durch einen oder mehrere Kanäle als Durchlass für elektromagnetische Wellen wobei der Durchmesser wenigstens eines der Kanäle kleiner als 2,0 mm ist. Schließ-Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche gekennzeichnet durch einen oder mehrere Kanäle als Durchlass für elektromagnetische Wellen wobei der Durchmesser wenigstens eines der Kanäle kleiner als 1,5 mm ist. Schließ-Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche gekennzeichnet durch einen oder mehrere Kanäle als Durchlass für elektromagnetische Wellen wobei der Durchmesser wenigstens eines der Kanäle kleiner als 1,0 mm ist. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder alle Kanäle im Schlüssel versehen sind mit lichtdurchlässigem Material oder mit einem Linsensystem, das mit der umgebenden Oberfläche bündig ist. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Lichtquellen und Sensoren in Positionen um die Bahn des einzuführenden Schlüssels herum einmal oder mehrfach so positioniert sind, dass der Schlüssel nach Einführen in die Schließvorrichtung beim Drehen um 360° einmal oder mehrmals eine Stellung durchläuft, in der alle für die Nämlichkeitsprüfung erforderlichen Durchleuchtungen der Kanäle erfolgen. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Lichtquellen und Sensoren nach Beendigung des Einführvorgangs um den eingeführten Schlüssel herum bogenübergreifende Hin- und Herbewegungen ausführen, bei denen alle für die Nämlichkeitsprüfung erforderlichen Durchleuchtungen der Kanäle erfolgen. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass alle für die Nämlichkeitsprüfung erforderlichen, zu durchleuchtenden Elemente in einem oder mehreren am Schlüssel drehbar gelagerten walzen- oder zylinderförmigen Teil bzw. Teilen untergebracht sind. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass entweder der Schlüssel oder der drehbare Teil bzw. die drehbaren Teile des Schlüssels nach dem Einführen in die Schließ-Vorrichtung motorisch oder durch Schwerkrafteinwirkung wenigstens bis in die Prüf-Position gedreht wird/werden, ohne dass der den Schlüssel in das Schloss bzw. in den Schließzylinder Einführende eine Drehbewegung ausführt. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Piezos oder andere Antriebe, die den Schlüssel nach Beendigung des Einführvorgangs in den Zylinder bzw. die Schließ-Vorrichtung – alternativ zeitverzögert – form- und/oder kraftschlüssig in die genaue Position schieben oder ziehen, alternativ mittels eines zu einer Aussparung im Schlüssel passenden Dorns. L. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schlüssel, im Zylinder oder in der Schließvorrichtung ein akustisches und/oder mechanisches Signal ausgelöst wird, wenn die Prüf-Position des Schlüssels bzw. des Drehteiles erreicht wird oder wenn der Schlüssel zu lange vor bzw. in der Prüf-Position verharrt. Schließ-Vorrichtung mit Schlüssel nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der erforderliche elektrische Strom dem Stromnetz, und/oder einer in das Schloss bzw. in die zugehörige Tür integrierten Stromquelle wie Akku oder Kondensator entnommen wird, die entweder ständig oder intermittierend nachgeladen werden durch Netz-Strom und/oder mittels Dynamo-Strom, der erzeugt wird z. B. beim Türschwenken oder Betätigen des Türgriffs. Schließ-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm so ausgelegt ist, dass bei Stromausfall – je nach Bedarf – ein normales Aufsperren der Tür möglich ist oder ein Blockieren der Schließung gegen Aufsperren erfolgt. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließvorrichtung nach dem Aufschwenken der Tür und anschließendem Zuschwenken automatisch wieder verschlossen wird. Schließ-Vorrichtung gemäß dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch wenigstens eine zusätzliche Drehbewegung des Schlüssels das Wiederverschließen der Tür in der Weise verzögert wird dass ein Öffnen der Tür durch Drücken oder Ziehen während der Verzögerungszeit möglich ist. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass die Steuerung der Vorrichtung im Daten-Austausch mit einer EDV steht. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Schließzustand angezeigt wird durch eine LED an der Innen- und/oder Außenseite der Tür oder des Türrahmens. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Schlüssel aus Plastik hergestellt ist mit eingelagerten Kanälen aus Glas, Pexiglas, Polycarbonat oder einem anderen lichtleitenden Material. Schließ-Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Schlüssel ohne Bart ist.






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