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Dokumentenidentifikation DE202006011380U1 09.11.2006
Titel Tragfeder
Anmelder Gudermann, Adolf, 87480 Weitnau, DE
DE-Aktenzeichen 202006011380
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.11.2006
Registration date 05.10.2006
Application date from patent application 25.07.2006
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20060725, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04D 3/366(2006.01)A, L, I, 20060725, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein besonders geformtes Profil, nachfolgend Tragfeder genannt, zur Positionierung und Fixierung von mit Nuten versehenen Dielen oder Brettern.

Bekannt sind Dielen, die zum besseren Ablaufen des Wassers und zur Verhinderung von schneller Verrottung auf der Unterseite Rillen eingefräst haben. Bekannt sind zudem Systeme für großfugige Roste und Aufbausysteme. Stand der Technik ist zudem ein System, wie im Gebrauchsmuster DE29507264 vorgestellt.

Nachteil der bestehenden Trag- und Verbindungsprofil-Federschiene ist es, dass diese Schiene für den Randbereich nicht nutzbar ist und aufgrund ihrer ebenen Sohle, insbesondere bei unebenem Untergrund, zum Wackeln und damit zur Lärmentwicklung neigt. Nachteilig bei dieser Lösung ist zudem, dass sich beim Quellen des Holzes, also bei Feuchtigkeit, der Abstand der Diele zum Untergrund aufgrund der Profilverformung verringert. Für alle anderen Systeme sind entweder nur großfugige Roste, die keinen gezielten Wasserablauf aufweisen, oder Systemlösungen, die beim Quellen oder Schrumpfen Verwerfungen bzw. Risse zeigen, bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenbelag für Feuchträume und freies Gelände zu schaffen, der preiswert, stabil, schnell verlegbar, langfristig haltbar und gut wasserableitend ist.

Die Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß, wie nachfolgend und in Anspruch 1 beschrieben, gelöst. Durch das Realisieren einer nach oben gewölbten oder gekanteten Sohle wird erhöhte Standfestigkeit und damit geringere Lärmbelästigung auf unebenem Grund erreicht. Die Tragfeder ist in ihrer Höhe so gewählt, dass die links und rechts von ihr gelagerten Dielen ausreichend Abstand zum Untergrund haben. Die Schenkel verlaufen von der Sohle aus leicht trapezförmig nach außen.

Damit wird beim Quellen der Dielen und der gegebenen Winkelfunktion der Abstand zum Boden geringfügig vergrößert. Bei Feuchtigkeit hebt sich dieser Boden deswegen geringfügig von der tragenden Struktur ab. Zudem wird die Herstellung bzw. die Entnahme der Tragefeder erleichtert. Wesentlich ist die Tatsache, dass die Unterlippe der Diele entsprechend der Hälfte der Tragprofilbreite minus der gewünschten Fugenbreite gekürzt ausgeführt ist. Nahezu rechtwinklig abgekantet ist die an die trapezförmigen Schenkel anschließende Feder mit Radius und Gegenkantung. Die Gegenkantung beschreibt ein leicht geöffnetes U, so dass sich die Feder beim Einschieben in die Nut der entsprechenden Nutbreite anpasst und verhakt. Damit wird sichergestellt, dass kein Ablaufen des Wassers zwischen der Diele und der Tragfeder möglich ist. Das schnelle und zuverlässige Ableiten des Wassers übernimmt die Tragfeder. Diese kann entlang der Sohle sowohl mit Aussparungen versehen sein, um das Fluid gleichmäßig zu verteilen, oder geschlossen sein und nur zur Befestigung durchdrungen werden. Die beiden Federn des Tragfederprofils sind aufgrund der gewählten Materialstärke, der Biegeradien und des gewählten Materials in Querrichtung beweglich gelagert, während sie in Längsrichtung und in vertikaler Richtung sehr hohe Steifigkeit haben.

Das Randprofil verfügt über nur eine Feder und anstatt der 2. Feder über eine verlängerte Flanke, die entsprechend der Diele hochgezogen ist, bzw. die Kante der äußersten Diele umfasst und zusätzlich schützt.

1
Unterbau
2
Diele
2.1
Nut
3
Tragfeder
3.1
Sohle
3.2
Schenkel
3.3
Feder
4
Tragfederrandprofil

1 zeigt die isometrische Ansicht auf eine Tragfeder mit Diele in ungespannter Situation weil ungequollener Diele.

2 zeigt die isometrische Ansicht auf eine Tragfeder mit gequollener Diele inkl. dem Tragfederrandprofil

Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Tragfeder (3) werden die Dielen (2) durch Eingriff der Feder (3.3) in die Nut (2.1) soweit über dem Unterbau (1) bzw. der tragenden Struktur positioniert, dass keine Berührung stattfindet und stets gute Durchlüftung gegeben ist. Die leicht geöffnete U-Form der in die Nut (2.1) eintauchenden Feder (3.3) trägt dafür Sorge, dass eine abdichtende Verbindung zwischen der Dielenoberseite bzw. der Nut (2.1) und der Tragfeder (3), die als Wasserleitrinne eingesetzt wird, gegeben ist. Die leicht trapezförmig nach außen verlaufenden Schenkel (3.2) der Tragfeder (3) sorgen dafür, dass beim Quellen der Dielen keine unzulässigen Kräfte und daraus folgende Verwerfungen entstehen, sondern dass sich die Nutbreite zwischen den Dielen verringert. Die nach außen geformten Schenkel (3.2) der Tragfeder (3) tragen dafür Rechnung, dass bei feuchter Witterung, also beim Quellen der Dielen (2) der Abstand zum Unterbau (1) aufgrund der Winkelfunktion geringfügig vergrößert wird. Dies trägt der Forderung der guten Durchlüftung und der sicheren Wasserableitung zusätzlich Rechnung. Um sicheren Stand der Tragfeder (3) auf dem Unterbau (1) zu gewährleisten, ist die Sohle (3.1) der Tragfeder (3) nach oben gewölbt, so dass sich eine exakt definierte 2-linige Auflage der Tragfeder (3) ergibt. Die Tragfeder (3) ist mit Radien ausgestattet, die das Federn der Feder (3.3) in Querrichtung des Profilverlaufes ermöglichen und dabei gleichzeitig sehr hohe Steifigkeit in vertikaler Richtung und entlang der Tragfeder (3) bieten. Die Erhebungen an der Feder (3.3) drücken zusätzlich in das Holz im Bereich der Nut (2.1) ein. Aussparungen, die in diesen Bereich eingebracht sein können, erlauben die Sicherung gegen axiales Verschieben von Tragfeder (3) und Diele (2) durch das Einbringen zusätzlicher Elemente, wie Schrauben oder Nägel.

Das Tragfederrandprofil (4) zeichnet sich dadurch aus, dass es nur auf einer Seite über eine Feder (3) verfügt und auf der anderen Seite über einen verlängerten Schenkel (3.2), der zum Schutz der Dielenkante abgekantet sein kann.


Anspruch[de]
Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfeder (3) in ihrem Querschnitt mittig als vorzugsweise trapezförmige Rinne mit nach oben ausgeformter Sohle (3.1) ausgeformt ist und an den seitlichen Schenkeln (3.2) nahezu rechtwinkelig die Federn (3.3) anschließen, die ihrerseits aus einem federnden Umschlag mit Radius geformt sind. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung der Tragfeder (3) von der Sohle (3.1) bis zur Unterkante der seitlichen Federn (3.3) größer ist als die Abmessung der Dielen (2) von der Unterkante der Nut bis zur Unterkante der Diele (2). Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfeder (3) an den Umlenkungen über Radien verfügt, die in Abhängigkeit vom verwendeten Material so groß ausgeformt sind, dass sie Federwirkung erzeugen. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Federn (3.3) als leicht nach innen geöffnetes U mit einem Radius an der Außenkante geformt sind. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (3.2) zwischen der Tragfedersohle und den seitlichen Federn (3.3) trapezförmig nach außen verlaufen. Tragfeder, insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (3.1) der Tragfeder mit regelmäßigen Aussparungen versehen ist. Tragfeder, insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (3.1) ohne Aussparungen als Dicht- und Ableitprofil ausgeformt ist. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Tragfeder (3) aus verzinktem Stahlblech oder Niroblech besteht. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die nach oben gewölbte Sohle (3.1) die Form eines U oder V hat. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Profilseite als verlängerter Schenkel (3.2) und Seitenanschlag für die erste oder letzte Diele (2) ausgebildet ist. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der verlängerte, als Seitenanschlag ausgeformte Schenkel (3.2) über eine zusätzliche Abkantung zum Schutz der im Randbereich befindlichen Dielenkante dient. Tragfeder (3), insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen, nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (3.3) über Aussparungen oder Fortsätze verfügt, die das axiale Verschieben der Diele (2) gegenüber der Tragfeder (3) verhindert.






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