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Dokumentenidentifikation DE202006011946U1 09.11.2006
Titel Anschlag für Sekundärhandschutz an einem Kreismesserhalter
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202006011946
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.11.2006
Registration date 05.10.2006
Application date from patent application 04.08.2006
IPC-Hauptklasse B26D 7/22(2006.01)A, F, I, 20060804, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sekundärhandschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen, wobei der Kreismesserhalter im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper besteht mit einem Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und herbewegbar gelagert ist. Das Kreismesser ist seitlich und oben von einem am Stellantrieb starr befestigten dosenförmigen Primärhandschutz umgeben, der in seinem dem Gegenwerkzeug zugewandten Bereich einen kreissegmentförmigen Ausschnitt aufweist mit einem diesen abdeckenden beweglichen Sekundärhandschutz, sodass in der oberen Ruheposition, bei der das Kreismesser als Oberwerkzeug vom Unterwerkzeug abgehoben ist, die Kreismesserschneide abgedeckt ist und in der unteren Schneidposition der mit der Unterwerkzeug in Eingriff stehende Teil der Kreismesserschneide freiliegt.

In der G 90 13 761 ist ein Sekundärhandschutz als feststehendes, plattenartiges Element beschrieben, das mit dem Grundkörper fest verbunden ist und an seinem unteren Ende den kreissegmentförmigen Ausschnitt des Primärhandschutzes überdeckt und dabei in oberer Ruheposition des Kreismesserhalters die Schneidkante des Kreismessers überragt. Weiter sind hierzu Ausführungen bekannt, wobei der Sekundärhandschutz über zwei selbstfedernde Schenkel mit dem Grundkörper fest verbunden ist und am unteren Ende mit seinem den kreissegmentförmigen Ausschnitt überdeckenden Element zur Kreismesserschneide hin zusätzlich ein- oder zweimal abgewinkelt ist. Bei der Absenkbewegung des Stellantriebes wird dann der Sekundärhandschutz gegen seine Eigenfederung über eine schiefe Ebene am Primärhandschutz von der Messerschneide abgeschwenkt.

In oberer Ruheposition des Kreismesserhalters besteht jedoch eine Verletzungsgefahr darin, dass der Sekundärhandschutz abschwenkbar ist und die Messerschneide sowohl beim Transport des Messerhalters als auch bei Einstellarbeiten freigegeben wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Sekundärhandschutz der vorbenannten Art zu schaffen, der diesen Nachteil beseitigt.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Sekundärhandschutz mit einer nur in oberer Ruheposition des Kreismesserhalters wirksam werdenden Anschlaggestaltung versehen wird, die diesen nach Beginn der Absenkbewegung für das Abschwenken freigibt.

Die Erfindung wird im Folgenden in einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

1 die rückseitige Ansicht eines pneumatischen Scherenschnittmesserhalters in oberer Ruheposition.

In 1 ist ein pneumatischer Scherenschnittmesserhalter in rückseitiger Ansicht in oberer Ruheposition des Stellantriebes dargestellt. Der Stellantrieb, der im Grundkörper 1 geführt und angetrieben wird, ist nicht im einzelnen sondern nur durch seine Führungssäule 2 dargestellt, an der der Messerkopf 3 mit daran gelagertem Kreismesser 4 sowie der Primärhandschutz 5 befestigt ist. Am Grundkörper 1 des Kreismesserhalters ist der Sekundärhandschutz 6 am oberen Ende über seine selbstfedernden Schenkel 7.1/2 starr befestigt. Am unteren Ende überdeckt der Sekundärhandschutz den kreissegmentförmigen Ausschnitt des Primärhandschutzes 5. Die beiden Schenkel 7.1/2 weisen Ausschnitte 8.1/2 auf, an deren oberen Ende Anschlagelemente 9.1/2 den Sekundärhandschutz an einer Abschwenkung hindern. Sobald sich der Stellantrieb ein wenig ca. 2 mm nach unten bewegt hat, wird über die Ausschnitte 8.1/2 der Sekundärhandschutz für das Abschwenken freigegeben.

Eine weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass ein Ausschnitt am Schenkel des Sekundärhandschutzes auch nachträglich z.B. durch Lasern anbringbar ist für die Nachrüstung eines Anschlagelementes, welches z.B. ein zweifach abgewinkeltes Blechteil sein kann.

An Stelle eines Ausschnittes kann der Sekundärhandschutz an seinen Schenkeln auch mit einer Nase versehen sein, welches ein Anschlagelement bei der Bewegung des Stellantriebes aus der unteren Schneidposition in die obere Ruheposition unterfährt, sodass der Sekundärhandschutz dann an einer Abschwenkbewegung gehindert wird.

Bei zweisäulig geführten Kreismesserhaltern, wie z.B. in der EP 1 658 939 9 beschrieben, kann auch die Traverse oder der Messerkopf mit einer Anschlaggestaltung für den Sekundärhandschutz versehen sein. Der Sekundärhandschutz kann auch über eine Brücke die beiden Schenkel verbinden und in einen Schlitz als Anschlaggestaltung an der Oberseite des Messerkopfes eintauchen.


Anspruch[de]
Sekundärhandschutz für Kreismesserhalter in Längsschneidemaschinen, wobei der Kreismesserhalter im wesentlichen aus einem an einem Messerbalken befestigbaren Grundkörper mit einem Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und herbewegbar gelagert ist, besteht und das Kreismesser seitlich und oben von einem am „Stellantrieb" starr befestigten dosenförmigen Primärhandschutz umgeben ist mit einem kreissegmetförmigen Ausschnitt am unteren Ende und mit einem Sekundärhandschutz, der über zwei selbstfedernde Schenkel mit dem Grundkörper fest verbunden ist und am unteren Ende den kreissegmentförmigen Ausschnitt überdeckt und bei der Absenkbewegung des Stellantriebes gegen seine Eigenfederung über eine schiefe Ebene am Primärhandschutz von der Messerschneide abgeschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärhandschutz mit einer nur in oberer Ruheposition des Kreismesserhalters wirksam werdenden Anschlaggestaltung versehen wird, der diesen nach Beginn der Absenkbewegung freigibt. Sekundärhandschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein oder beide selbstfedernden Schenkel mit einem Ausschnitt versehen ist/sind für einen Anschlag am Primärhandschutz, Messerkopf oder an der Traverse. Sekundärhandschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein oder beide selbstfedernden Schenkel mit einer Zunge versehen ist/sind für einen Anschlag am Primärhandschutz, Messerkopf oder an der Traverse. Sekundärhandschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass beide Schenkel über eine Brücke miteinander verbunden sind für eine Anschlaggestaltung am Messerkopf.






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