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Dokumentenidentifikation DE102005020997A1 16.11.2006
Titel Feststellvorrichtung für einen Drehflügel einer Tür
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Pabst, Thomas, 58332 Schwelm, DE
Vertreter Nöhles, B., 58256 Ennepetal
DE-Anmeldedatum 03.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005020997
Offenlegungstag 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse E05C 17/56(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Feststellvorrichtung für einen Drehflügel einer Tür mit einem Türschließer, dessen Gleitstück in einer Führungsschiene geführt ist, wobei das Gleitstück mittels eines in der Führungsschiene angeordneten Magneten arretierbar ist. Die Erfindung richtet sich darauf, dass an dem Gleitstück und der Führungsschiene Magnete mit gleichnamiger Polung angeordnet sind oder an dem Gleitstück oder der Führungsschiene ein Magnet mit abstoßender Polung und an der Führungsschiene oder dem Gleitstück ein auf die abstoßende Polung der Magnete reagierender Wirkstoff angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Feststellvorrichtung für einen Drehflügel einer Tür mit einem Türschließer, dessen Gleitarm mittels eines Gleitstückes in einer am Rahmen oder am Drehflügel angeordneten Führungsschiene verschiebbar geführt ist und mit einem in der Führungsschiene angeordneten Magneten, der einen Bestandteil der Feststellvorrichtung bildet und den Drehflügel in einer Offenstellung arretiert.

Bei einer gattungsbildenden Vorrichtung nach der DE 37 43 494 A1 ist in der Führungsschiene ein Elektromagnet angeordnet, wobei das am Gleitarm des Türschließers angeordnete Gleitstück Schrägflächen aufweist, welche korrespondierende Schrägflächen eines vom Elektromagneten betätigten Schiebers überfahren können. Bei eingeschaltetem Magneten wird das Gleitstück blockiert und ein selbsttätiges Schließen der Tür verhindert; sowohl bei bestromten als auch bei nicht bestromten Magneten kann die Feststellung jedoch durch manuelle Betätigung der Tür überwunden werden. Das Gleitstück bildet dabei ein rein mechanisches Rastelement und unterliegt einem entsprechenden Verschleiß.

Eine prinzipiell vergleichbare Vorrichtung offenbart die DE 44 26 430 B4, bei der der in der Führungsschiene angeordnete Elektromagnet eine Ankerplatte betätigt, welche mit einem Anschlagnocken in die Gleitbahn der das Gleitstück führenden Führungsschiene hineinragt. Am Gleitstück ist ein als Kugel ausgebildetes federbelastetes Rastelement angeordnet, welches mit Schrägflächen des Anschlagnockens zusammenwirkt. Auch hierbei bildet das Gleitstück ein rein mechanisches, dem Verschleiß unterliegendes Rastelement.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine kostengünstige Feststellvorrichtung zu schaffen, die praktisch verschleißfrei ausgebildet ist und in allen handelsüblichen Führungsschienen von Türschließern zur Anwendung gelangen kann. Dabei soll die Größe der Haltekraft der Feststellvorrichtung auf einfache Weise den jeweiligen örtlichen Verhältnissen angepasst werden können.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Nach Maßgabe der Erfindung kann auf eine körperliche Berührung der die Haltekraft der Feststellvorrichtung bewirkenden Bauteile verzichtet werden, weil die Haltekraft ausschließlich durch die wählbare Stärke des Magnetfeldes bestimmt wird, d. h. es tritt zwischen dem in der Führungsschiene oder alternativ im Gleitstück angeordneten Magneten bzw. Anbauteilen derselben kein Verschleiß auf. Die Haltekraft kann durch die Wahl eines geeigneten Magneten bestimmt werden. Mechanische, dem Verschleiß unterliegende Hilfsmittel wie Schieber-, Anschlagnocken oder Rückstellfedern sind nicht erforderlich. Die abstoßende Polung des bzw. der Magnete gewährleistet insbesondere in dem Überfahrungsbereich eine sichere Distanzierung der einander zugewandten Flächen. Dabei kann sowohl in der Führungsschiene als auch in dem Gleitstück ein Magnet angeordnet sein, als auch nur eines der beiden vorgenannten Bauteile einen Magneten aufweisen, welcher mit einem in den anderen Bauteil angeordneten ferrithaltigen Wirkstoff zusammenwirkt.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Zur Erzielung einer besonders kostengünstigen Bauweise hat es sich als zweckmäßig erwiesen, sowohl in der Führungsschiene als auch im Gleitstück einen Permanentmagneten anzuordnen, wobei beide Magnete an ihren einander zugewandten Flächen eine gleichnamige Polung aufweisen. Der in der Führungsschiene angeordnete Magnet ist dabei vorteilhafterweise verstellbar befestigt.

Da die Haltekraft der Feststellvorrichtung bei der Verwendung von Permanentmagneten begrenzt ist, kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der in der Führungsschiene angeordnete Magnet ein Elektromagnet und der im Gleitstück angeordnete Magnet ein Permanentmagnet sein.

Alternativ kann bei entsprechender Ausbildung eines in der Führungsschiene angeordneten Elektromagneten auf ein im Gleitstück angeordneten Magneten verzichtet werden, so dass es genügt, im Gleitstück lediglich einen ferrithaltigen, auf die Polung des Elektromagneten reagierenden Wirkstoff einzubetten.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist es, die Polung so auszubilden, dass zwischen dem einerseits in der Führungsschiene und andererseits im Gleitstück angeordneten Wirkstoff eine abstoßende Wirkung gegeben ist, dies ermöglicht einerseits ein berührungsloses aneinander Vorbeigleiten der beiden Bauteile aufgrund der manuellen Betätigung des Drehflügels der Tür; andererseits verhindert das magnetische Kraftfeld aufgrund der gegenseitigen Abstoßung ohne Aufbringung einer zusätzlichen manuellen Kraft ein aneinander Vorbeigleiten der magnetischen oder magnetisierbaren Bauteile.

Bei Verwendung eines Elektromagneten ergibt sich der zusätzliche Vorteil einer Entsperrung der Feststellvorrichtung, indem der Elektromagnet in geeigneter Weise stromlos geschaltet wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Es zeigen:

1: Einen Längsschnitt durch die Führungsschiene mit der Feststellvorrichtung.

2: Einen Querschnitt durch die Feststellvorrichtung gemäß der 1.

Eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 1 wird für Drehflügeltüren verwendet, die mittels eines Türschließers automatisch verschlossen werden und im Bedarfsfall in einer Offenstellung arretierbar sind. Der nicht dargestellte Türschließer weist einen Gleitarm auf, der mittels eines Gleitstückes 2 in einer am Rahmen oder am Drehflügel angeordneten Führungsschiene 3 verschiebbar geführt ist.

Die Führungsschiene 3 weist zwei Profilkammern 8 und 9 auf, wobei in der in der Bildebene oberen Führungskammer 8 im Ausführungsbeispiel ein als Permanentmagnet ausgebildeter Magnet 4 angeordnet ist. Mittels des nicht dargestellten Gleitarmes ist das Gleitstück 2 über den Anschluss 10 in der in der Bildebene unteren Profilkammer 9 verschiebbar. In das Gleitstück 2 ist im Ausführungsbeispiel ebenfalls ein als Permanentmagnet ausgebildeter Magnet 7 eingebettet. Aus der mit P bezeichneten Polung ist ersichtlich, dass die einander zugewandten Flächen 5 und 6 der Magnete 4 und 7 einander abstoßen, so dass sie, wie 2 erkennen läst, beim Überfahren berührungslos aneinander vorbeigleiten.

1 verdeutlicht die Sperrstellung, d. h. aufgrund der gleichnamigen Polung der Magnete 4 und 7 ist ein Überfahren des Magnetes 4 durch den Magneten 7 nur mittels zusätzlicher manueller Betätigung möglich.

1
Feststellvorrichtung
2
Gleitstück
3
Führungsschiene
4
Magnet
5
Fläche
6
Fläche
7
Magnet
8
Profilkammer
9
Profilkammer
10
Anschluss
P
Polung


Anspruch[de]
Feststellvorrichtung (1) für einen Drehflügel einer Tür mit einem Türschließer, dessen Gleitarm mittels eines Gleitstückes (2) in einer am Rahmen oder am Drehflügel angeordneten Führungsschiene (3) verschiebbar geführt ist und mit einem in der Führungsschiene (3) angeordneten Magneten (4), der einen Bestandteil der Feststellvorrichtung (1) bildet und den Drehflügel in einer Offenstellung arretiert, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gleitstück (2) und der Führungsschiene (3) jeweils ein an den einander zugewandten Flächen (5, 6) eine gleichnamige Polung (P) aufweisender Magnet (4, 7) angeordnet ist oder dass an dem Gleitstück (2) oder der Führungsschiene (3) ein eine abstoßende Polung aufweisender Magnet (4 oder 7) und an der Führungsschiene (3) oder dem Gleitstück (2) ein auf die abstoßende Polung des Magneten (4 oder 7) reagierender Wirkstoff angeordnet ist. Feststellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl in der Führungsschiene (3) als auch im Gleitstück (2) ein Magnet angeordnet ist und beide Magnete (4, 7) an ihren einander zugewandten Flächen (5, 6) eine gleichnamige Polung aufweisen. Feststellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Führungsschiene (3) angeordnete Magnet (4) ein Elektromagnet und der im Gleitstück (2) angeordnete Magnet (7) ein Permanentmagnet ist. Feststellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Führungsschiene angeordnete Magnet (4) ein Elektromagnet ist und in dem Gleitstück (2) ein ferrithaltiger Wirkstoff eingebettet ist. Feststellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Führungsschiene angeordnete Magnet (4) verstellbar befestigt ist.






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