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Dokumentenidentifikation DE102005022343A1 16.11.2006
Titel Röntgenvorrichtung mit einer an einem Deckenstativ angebrachten Röntgenquelle
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Molz, Claudius, 91080 Uttenreuth, DE;
Scheuering, Peter, 90768 Fürth, DE
DE-Anmeldedatum 13.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005022343
Offenlegungstag 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse H05G 1/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H05G 1/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Röntgenvorrichtung mit einer an einem Deckenstativ (3) angebrachten Röntgenquelle (4) und einem damit zur Versorgung mit Spannung verbundenen Generator (7). Zur Vereinfachung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen dem Generator (7) und der Röntgenquelle (4) an der Decke (1) eine Stromschiene (6) vorgesehen ist, entlang welcher ein die Röntgenquelle (4) aufnehmendes Deckenstativ (3) verschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Röntgenvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine solche Röntgenvorrichtung ist nach dem Stand der Technik weithin bekannt. Dabei ist ein Generator zur Erzeugung von Hochspannung auf dem Boden eines die Röntgenvorrichtung aufnehmenden Raums abgestellt bzw. montiert. Eine Röntgenquelle ist an einem Deckenstativ angebracht, welches seinerseits verfahrbar in einer an der Decke des Raums montierten Schiene aufgenommen ist. Die Röntgenquelle ist mit dem Generator über ein zumindest 24 m langes Hochspannungskabel verbunden. Das Hochspannungskabel ist mittels mehrerer verschiebbar an der Schiene geführter Befestigungsmittel an der Decke angebracht und hängt zwischen den Befestigungsmitteln in Schlaufen herunter. Bei einer Änderung der Position der Röntgenquelle kann somit das Hochspannungskabel hinterher geschleppt und damit eine ausreichende Bewegungsfreiheit der Röntgenröhre gewährleistet werden.

Die herkömmliche Röntgenvorrichtung ist in vielerlei Hinsicht nachteilig. Das in Schlaufen von der Decke herunterhängende Hochspannungskabel kann eine Positionierung der Röntgenquelle behindern. Abgesehen davon kann es bei einer unachtsamen Bewegung der Röntgenröhre sogar zu Verletzungen von Patienten oder Personal kommen. Wegen des Vorsehens des relativ steifen Hochspannungskabels ist die Röntgenquelle nur mit einem relativ hohen Kraftaufwand bewegbar. Die Montage des Hochspannungskabels ist aufwändig und teuer. Schließlich weist das herkömmliche relativ lange Hochspannungskabel eine nicht zu vernachlässigende Kapazität auf, die dazu führt, dass auch noch nach dem Abschalten des Generators unerwünschterweise ein Strom fließt und damit Röntgenstrahlung erzeugt wird. Das wiederum erhöht unerwünschterweise die applizierte Dosis.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere eine möglichst einfach und kostengünstig montierbare Röntgenvorrichtung angegeben werden, welche mit einem verminderten Verletzungsrisiko bedienbar ist. Nach einem weiteren Ziel der Erfindung soll mit der vorgeschlagenen Röntgenvorrichtung eine möglichst geringe Dosis applizierbar sein.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 8.

Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, dass an der Schiene eine Stromschiene und am Deckenstativ zumindest ein mit der Stromschiene zusammenwirkender Schleifkontakt zur Herstellung einer elektrischen Verbindung mit der Röntgenquelle vorgesehen sind. Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Stromschiene und den damit zusammenwirkenden Schleifkontakt kann auf das herkömmlicherweise zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen dem Generator und der Röntgenröhre vorgesehene lange Hochspannungskabel verzichtet werden. Die Röntgenquelle lässt sich vorteilhafterweise ohne großen Kraftaufwand bewegen. Es können insbesondere Antriebe für eine Bewegungsunterstützung der Röntgeneinrichtung eingespart werden. Gleichzeitig entfällt das bei einer Bewegung der Röntgenröhre durch das Hinterherschleppen des Hochspannungskabels verursachte Verletzungsrisiko. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Bewegungsfreiheit der Röntgenröhre kann die Stromschiene vergleichsweise wesentlich kürzer als das herkömmliche Hochspannungskabel ausgeführt werden. Infolge dessen ist es möglich, eine applizierte Dosis zu vermindern. Schließlich ermöglicht das Vorsehen einer Stromschiene und eines damit zusammenwirkenden Schleifkontakts eine vereinfachte Montage der Röntgenvorrichtung.

Selbstverständlich kann die Schiene auch mehrere Stromschienen und mehrere damit zusammenwirkende Schleifkontakte umfassen. In diesem Fall sind die Stromschienen zweckmäßigerweise durch ein elektrisch nicht leitendes Material voneinander isoliert. Beispielsweise können nebeneinander liegende Stromschienen durch einen aus Kunststoff hergestellten Steg voneinander getrennt sein. Die zumindest eine Stromschiene kann insbesondere innerhalb der Schiene angebracht sein. Auch die Schleifkontakte sind so angebracht, dass Kurzschlüsse vermieden werden. Die Schleifkontakte und die Stromschienen sind derart von einer gehäuseartigen Struktur umgeben, dass eine Berührung bei einer Bedienung der Röntgenvorrichtung durch Bedienungspersonal unmöglich ist.

Die vorgeschlagene Kombination einer Stromschiene und eines Schleifkontakts ist zweckmäßigerweise so ausgeführt, dass damit eine Versorgung der Röntgenröhre mit Strömen im Nieder-, Mittel- oder Hochspannungsbereich möglich ist.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an der Schiene eine erste Sende-/Empfangseinrichtung und am Deckenstativ eine mit der ersten Sende-/Empfangseinrichtung zusammenwirkende zweite Sende-/Empfangseinrichtung zur drahtlosen Datenübertragung vorgesehen. Die erste und die zweite Sende-/Empfangseinrichtung können optische oder per Funk arbeitende Sende-/Empfangseinrichtungen sein. Die Daten können beispielsweise mittels Laserpulsen, Infrarotsendern, Bluetooth, Wireless-Lan Verbindungen oder dgl. übertragen werden. Die übertragenen Daten dienen insbesondere der Steuerung und/oder Regelung sowie der Überwachung der Röntgenquelle.

Nach einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung weist der Generator Mittel zur hängenden Befestigung an einer Decke auf. – Im Falle einer hängenden Befestigung des Generators kann dieser in der Nähe der Schiene angebracht werden. Damit kann nochmals die Länge des elektrischen Verbindungswegs zwischen dem Generator und der Röntgenquelle verkürzt werden. Infolge dessen können damit durch die Länge des Leiters bedingte kapazitive Effekte weiter vermindert werden.

Nach einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Mittel zur hängenden Befestigung an einem Gehäuse angebracht sind. Der Generator kann im Gehäuse aufgenommen sein. Die Schiene kann sich vom Gehäuse erstrecken. Die vorgeschlagene Ausgestaltung ist besonders kompakt und Platz sparend. Ein Raum zur Aufnahme der erfindungsgemäßen Röntgenvorrichtung kann kleiner ausgeführt sein, als Räume zur Aufnahme herkömmlicher Röntgenvorrichtungen.

Nach einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist das Gehäuse Bestandteil des Deckenstativs. In diesem Fall kann also der Generator 7 in das Deckenstativ integriert sein. Die vorgeschlagene Ausgestaltung ist besonders kompakt aufgebaut. Es kann die Montage der Röntgenvorrichtung vereinfacht werden. Es entfällt insbesondere die Notwendigkeit, den Generator gesondert an der Decke anzubringen. Abgesehen davon muss in diesem Fall lediglich die Versorgungsspannung für den Generator zugeführt werden. Ein zur Versorgung der Röntgenquelle vorzusehender Hochspannung führender Leiter kann besonders kurz ausgeführt sein.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine erste schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

2 eine zweite schematische Schnittansicht gemäß 1,

3 eine schematische Schnittansicht einer zweiten Ausgestaltung und

4 eine zweite schematische Schnittansicht gemäß 3.

Bei der in den 1 und 2 gezeigten Röntgenvorrichtung ist an einer Decke 1 eine Schiene 2 angebracht, entlang der ein Deckenstativ 3, welches vorzugsweise teleskopierbar ausgebildet ist, verfahrbar ist. Am Ende des Deckenstativs 3 ist eine hier schematisch dargestellte Röntgenquelle 4 angebracht. Die Schiene 2 kann nach Art eines U-Profils ausgebildet sein, wobei an den beiden Schenkeln des U-Profils wiederum nach innen weisende weitere U-Profile angebracht sind, welche als Führungsschienen für am Deckenstativ 3 angebrachte Rollen 5 dienen. Zwischen den Schenkeln der Schiene 3 sind an einer Grundplatte des U-Profils, vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer elektrisch isolierenden Schicht (hier nicht gezeigt), zwei Stromschienen 6 angebracht, welche mit einem Generator 7 elektrisch leitend verbunden sind. Am Deckenstativ 3 sind korrespondierend zu den Stromschienen 6 Schleifkontakte 8 vorgesehen, welche mit einer Federvorspannung gegen die Stromschienen 6 gedrückt werden. Die Schleifkontakte 8 sind elektrisch leitend, beispielsweise über ein Kabel 9 mit der Röntgenquelle 4 verbunden. Neben den Stromschienen 6 ist an der Schiene 3 ferner eine erste Sende-/Empfangseinrichtung 10 zur drahtlosen Übermittlung von Daten vorgesehen. Eine dazu korrespondierende zweite Sende-/Empfangseinrichtung 11 ist am Deckenstativ 3 so angebracht, dass eine Datenübermittlung zwischen der ersten 10 und der zweiten Sende-/Empfangseinrichtung 11 möglich ist.

Die 3 und 4 zeigen eine zweite Ausgestaltung der Erfindung. Dabei ist der Generator 7 im Deckenstativ 3 aufgenommen. Das Deckenstativ 3 weist dazu in der Nähe der Schiene 2 ein entsprechend geeignet ausgestaltetes Stativgehäuse auf, welches eine Aufnahme des Generators 7 ermöglicht. In diesem Fall muss der Generator 7 über die Stromschienen 6 lediglich mit einer zum Betreiben des Generators 7 erforderlichen Versorgungsspannung versorgt werden. Eine Hochspannungsverbindung vom Generator 7 zur Röntgenquelle 5 kann mit dieser Ausgestaltung nochmals verkürzt werden.

Als Mittel zur Befestigung des Generators 7 an der Decke 1 dienen hier die Rollen 5, welche in der Schiene 2 getragen sind.


Anspruch[de]
Röntgenvorrichtung mit einer an einem Deckenstativ (3) angebrachten Röntgenquelle (4) und einem damit zur Versorgung mit Spannung verbundenen Generator (7), wobei eine an einer Decke (1) anbringbare Schiene (2) vorgesehen ist, entlang der das Deckenstativ (3) verschiebbar aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schiene (2) zumindest eine Stromschiene (6) und am Deckenstativ (3) zumindest ein mit der Stromschiene (6) zusammenwirkender Schleifkontakt (8) zur Herstellung einer elektrischen Verbindung mit der Röntgenquelle (4) vorgesehen sind. Röntgenvorrichtung nach Anspruch 1, wobei an der Schiene (2) eine erste Sende-/Empfangseinrichtung (10) und am Deckenstativ (3) eine mit der ersten Sende-/Empfangseinrichtung (10) zusammenwirkende zweite Sende-/Empfangseeinrichtung (11) zur drahtlosen Datenübertragung vorgesehen sind. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste (10) und die zweite Sende-/Empfangseinrichtung (11) optische oder per Funk arbeitende Sende-/Empfangseinrichtungen sind. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Generator (7) Mittel zur hängenden Befestigung an der Decke (1) aufweist. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mittel zur hängenden Befestigung an einem Gehäuse angebracht sind. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Generator (7) im Gehäuse aufgenommen ist. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse Bestandteil des Deckenstativs (3) ist. Röntgenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse fest an der Decke (1) angebracht ist und die Schiene (2) sich vom Gehäuse erstreckt.






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