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Dokumentenidentifikation DE102005022440A1 16.11.2006
Titel Vorrichtung zur Drehverriegelung einer, in den Ständerfenstern von Walzgerüsten in Lagereinbaustücken lagernden Walzwerkswalze
Anmelder SMS Demag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Denker, Wolfgang, 57258 Freudenberg, DE
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 14.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005022440
Offenlegungstag 16.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2006
IPC-Hauptklasse B21B 31/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B21B 31/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B21B 31/07(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Drehverriegelung einer in Lagereinbaustücken (LS) lagernden Walzwerkswalze mit den Lagereinbaustücken (LS) weist ein axial verschiebbar auf den Zapfen (WZ) der Walze aufgesetztes Schiebegehäuse auf, das ebene Flächenabschnitte (FA) aufweist, die in einer Schiebeposition des Gehäuses an Gegenflächen von fest mit dem Lagereinbaustück (LS) verbundenen Anschlagelementen anliegen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Drehverriegelung einer, in den Ständerfenstern von Walzgerüsten in Lagereinbaustücken lagernden Walzwerkswalze. Beim Auswechseln solcher Walzen verwendet man Schienenkonstruktionen, mit deren Hilfe die Walzen zusammen mit ihren Lagereinbaustücken durch die Ständerfenster des Walzgerüstes hindurch ein- und aus diesen herausgefahren werden. Diese Schienen und die für die Verfahrbewegungen notwendigen Antriebselemente nehmen vor dem Walzgerüst viel Raum in Anspruch und behindern dadurch das Einbringen und die Bewegung von Zusatzaggregaten für den Walzbetrieb.

Man hat deshalb schon vorgeschlagen, den Walzenwechsel mit einem Tragbalken, sog. Porterbar, vorzunehmen. Dabei wird ein Zapfen der Walze mit dem an einem Kran hängenden Porterbar verbunden, und die Walze in dieser Position aus dem Gerüst herausgefahren. Bei diesem Verfahren ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Lagereinbaustücke sich während der Transportbewegungen um die Walzen drehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die die Lagereinbaustücke während des Ausbringens und des Transports bis zum Wiedereinbringen in das Walzgerüst zur Walze hin drehverriegelt und anschließend, nachdem die Walze mit Walzeneinbaustücken in das Gerüst eingebracht worden ist, bei ihrem Anschluss an die Antriebseinrichtung z. B. bei Aufbringen des Treffers auf den Walzenzapfen diese Drehverriegelung außer Wirkung bringt. Diese Aufgabe wird durch ein auf den Zapfen der Walze aufgeschobenes zylindrisches Schiebegehäuse gelöst, das außenseitig ebene Flächenabschnitte aufweist, die in einer Schiebeposition an entsprechenden Flächenabschnitten von mit dem Lagereinbaustück verbundenen Anschlagelementen anliegen und damit das zylindrische Schiebegehäuse gegen das Lagereinbaustück drehverriegeln. Wie die Erfindung weiter vorsieht, kann das Schiebegehäuse als eine zylindrische Flanschringbüchse ausgebildet sein, deren Flanschringe außenseitig diese ebenen Flächenabschnitte aufweisen. Weitere Ausbildungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen niedergelegt.

Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausbildung der Vorrichtung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen in schematischer Darstellung:

1 die Ansicht eines Radialschnitts durch Walzenzapfen und Schiebegehäuse, gesehen in Richtung auf das Lagereinbaustück;

2 die Seitenansicht eines Teilschnittes durch 1;

3 die Ansicht eines anderen Radialschnitts entsprechend 1;

4 die Seitenansicht von 3 und

5 eine Einzelheit der Ansicht nach 3.

Wie aus den 1 und 2 zu ersehen, ist auf dem Walzenzapfen WZ eine axial verschiebbare Flanschringhülse FB angeordnet, deren Flanschring FR außenseitig ebene Flächenabschnitte FA aufweist. Auf dem Lagereinbaustück LS sind Anschläge AS mit Anlageflächen für die ebenen Flächenabschnitte FA des Flanschrings FR angeordnet. Wie in 2 dargestellt, sitzt auf dem Walzenzapfen WZ der Treffer TR des Walzenantriebs und die Unterseite des Flanschrings FR liegt auf im Lagereinbaustück LS angeordneten Stützfedern SF auf, die den Flanschring FR gegen die Stirnseite des Treffers TR drücken. In dieser Position befinden sich die ebenen Flächenabschnitte FA des Flanschrings FR außerhalb des Anschlags AS mit der Folge, dass der Walzenzapfen WZ mit dem Flanschring FR im Lagereinbaustück LS frei drehen kann. Wird, wie aus 4 zu ersehen ist, für den Transport der Walze der Walzenzapfen WZ vom Treffer TR freigegeben, dann drücken die Stützfedern SF im Lagereinbaustück LS den Flanschring in eine Position, bei der dessen Anlageflächen AF an dem Anschlag AS anliegen und damit den Flanschring FR auf dem Walzenzapfen WZ drehblockieren. Diese Blockierung wird nach Einbringen der Walze mit den Lagereinbaustücken LS in das Walzgerüst durch den auf Walzenzapfen WZ aufgeschobenen Treffer TR aufgehoben, der den Flanschring FR wieder in die in 2 dargestellte Position schiebt.

WZ
Walzenzapfen
FR
Flanschring
FA
Flanschringabschnitt
LS
Lagereinbaustück
AS
Anschläge
TR
Treffer
SF
Stützfedern


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Drehverriegelung einer in Lagereinbaustücken (LS) lagernden Walzwerkswalze mit den Lagereinbaustücken (LS), gekennzeichnet durch ein axial verschiebbar auf den Zapfen (WZ) der Walze aufgesetztes Schiebegehäuse, das ebene Flächenabschnitte (FA) aufweist, die in einer Schiebeposition des Gehäuses an Gegenflächen von fest mit dem Lagereinbaustück (LS) verbundenen Anschlagelementen anliegen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebegehäuse als Flanschringscheibe (FR) ausgebildet ist, deren Flansche außenseitig ebene Flächenabschnitte (FA) aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flanschring (FR) auf in den Lagereinbaustücken (LS) angeordneten Stützfedern (SF) aufliegt.






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