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Dokumentenidentifikation DE202005008375U1 16.11.2006
Titel Fahrzeugkran mit Zusatzantrieb
Anmelder Liebherr-Werk Ehingen GmbH, 89584 Ehingen, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005008375
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.11.2006
Registration date 12.10.2006
Application date from patent application 30.05.2005
IPC-Hauptklasse B66C 23/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugkran nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Fahrzeugkrane weisen üblicherweise einen Unterwagen und einen auf diesem drehbar gelagerten Oberwagen auf. Bei Großgeräten werden grundsätzlich zwei Motoren vorgesehen, ein Unterwagenmotor am Unterwagen und ein Oberwagenmotor, der am Oberwagen angeordnet ist. Der Unterwagenmotor dient in der Regel zum Fahrantrieb des gesamten Krans, während der Oberwagenmotor überlicherweise Hydraulikmotoren antreibt, mit denen die üblichen Fahrzeugkranfunktionen durchgeführt werden. Eine Tendenz beim Fahrzeugkranbau geht zur immer größeren Fahrzeugkranen. Je größer jedoch die Fahrzeugkrane werden, umso größer ist die zu verfahrende Masse. Die jeweils für den Antrieb der Fahrzeugkrane verwendeten Motoren sind jedoch in ihrer Leistung limitiert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Antriebsleistung der zur Verfügung stehenden Motoren optimal für die jeweils durchzuführende Aufgabe bereitzustellen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Demnach ist bei einem Fahrzeugkran mit einem Unterwagen und einem Oberwagen, die einerseits einen Unterwagenmotor und andererseits einen Oberwagenmotor aufweisen, die jeweilige Antriebsenergie der Motoren jeweils für die Antriebsaufgaben des Unterwagens und/oder des Oberwagens koppelbar. Das bedeutet, dass die Motorleistung der Motoren jeweils für die gerade durchzuführende Antriebsaufgabe gebündelt zur Verfügung gestellt werden kann. Befindet sich der schwere Fahrkran beispielsweise auf einer Straßenfahrt, ist es erfindungsgemäß möglich, den üblicherweise für den Fahrantrieb zur Verfügung stehenden Unterwagenmotor durch zusätzlich angekoppelte Antriebsenergie vom Oberwagenmotor zu unterstützen und somit den Oberwagenmotor als Zusatzantrieb für den Fahrantrieb zu nutzen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist sowohl der Unterwagenmotor wie auch der Oberwagenmotor als Dieselmotor ausgebildet.

Sowohl am Unterwagenmotor wie auch am Oberwagenmotor können Hydraulikpumpen angeordnet sein.

Der Oberwagenmotor kann als Zusatzantrieb zum Unterwagenmotor geschaltet werden. Hierzu kann am Getriebe des Unterwagenmotors und/oder am Dieselmotor des Unterwagens und/oder an einer Stelle des Gelenkwellenstranges und/oder an mindestens einer Achse des Fahrantriebs ein Hydraulikmotor angebracht sein, der über eine Drehdurchführung zwischen Ober- und Unterwagen mit Drucköl von der Hydraulikpumpe des Oberwagenmotors versorgbar ist.

Durch die erfindungsgemäße Lösung kann in besonders vorteilhafter Art und Weise bei Defekt des Unterwagenmotors oder des Oberwagenmotors über den jeweils anderen Motor ein Notbetrieb fahrbar sein.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispiel. Die einzige Figur zeigt sehr schematisch die Anordnung des Unterwagenmotors und des Oberwagenmotors eines Fahrzeugkrans.

Mit 10 ist schematisch die Trennebene zwischen Unterwagen 12 und Oberwagen 14 eines Fahrzeugkrans dargestellt. Am Unterwagen 12 ist ein Dieselmotor 14 angeordnet, der über ein Getriebe 16 und von diesem ausgehende Gelenkwellen 18 hier nicht näher dargestellte Fahrzeugachsen des mehrachsigen Fahrzeugkrans antreibt. Am Oberwagen 14 ist ein Dieselmotor 20 angeordnet, der über Hydraulikpumpen 22 und 24 hier nicht näher dargestellte Hydraulikmotoren mit Hydrauliköl versorgt, die die verschiedenen Funktionen des Fahrzeugkrans antreiben. Über den Oberwagenmotor 20 kann auch eine Hydraulikpumpe 26 angetrieben sein, von der aus über eine entsprechende Leitung 28 und eine hier nicht näher dargestellte Drehdurchführung zwischen Ober- und Unterwagen Drucköl an einen Hydraulikmotor 30 weitergegeben wird, über den zusätzliche Antriebsenergie an das Getriebe des Unterwagenmotors 16 übertragbar ist. In beliebiger Weise kann aber auch an einer oder mehreren Stellen des Gelenkwellenstranges 18 über Hydraulikmotoren das Drucköl von der Hydraulikpumpe 26 für einen zusätzlichen Antrieb der Achsen im Fahrbetrieb verwendet werden.


Anspruch[de]
Fahrzeugkran mit einem Unterwagen und einem Oberwagen, wobei sowohl der Oberwagen wie auch der Unterwagen jeweils einen Motor aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsenergie der Motoren jeweils für die Antriebsaufgaben des Unterwagens und/oder des Oberwagens koppelbar sind. Fahrzeugkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Unter- und Oberwagenmotor Dieselmotoren sind. Fahrzeugkran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Unter- und/oder Oberwagenmotor Hydraulikpumpen angeordnet sind. Fahrzeugkran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberwagenmotor als Zusatzantrieb zum Unterwagenmotor schaltbar ist. Fahrzeugkran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Getriebe des Unterwagenmotors und/oder am Dieselmotor des Unterwagens und/oder an einer Stelle des Gelenkwellenstranges und/oder an mindestens einer Achse ein Hydraulikmotor angebracht ist, der über eine Drehdurchführung zwischen Ober- und Unterwagen mit Drucköl von der Hydraulikpumpe des Oberwagenmotors versorgbar ist. Fahrzeugkran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberwagenmotor als Zusatzantrieb bei Straßenfahrt dient. Fahrzeugkran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Defekt des Unterwagenmotors oder des Oberwagenmotors über den jeweils anderen Motor ein Notbetrieb fahrbar ist.






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