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Längenmessvorrichtung - Dokument DE202006009933U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006009933U1 23.11.2006
Titel Längenmessvorrichtung
Anmelder ELGO-Electric GmbH, 78239 Rielasingen-Worblingen, DE
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Aktenzeichen 202006009933
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.11.2006
Registration date 19.10.2006
Application date from patent application 23.06.2006
IPC-Hauptklasse G01B 7/02(2006.01)A, F, I, 20060623, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01D 5/249(2006.01)A, L, I, 20060623, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Längenmessvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine gattungsgemäße Längenmessvorrichtung ist aus der DE 201 21 583 U1 bekannt. Derartige Längenmessvorrichtungen finden typischerweise Verwendung im Zusammenhang mit Holz- und/oder Blechbearbeitungsmaschinen und dienen der Positionierung von Werkzeugen bzw. Bearbeitungsköpfen, insbesondere bei numerisch gesteuerten bzw. vollautomatisch betriebenen Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren. Durch die mit einer vorbestimmten Maßteilung versehene Längencodierung und deren berührungslose Abtastung durch eine magnetische Sensoreinheit kann so in ansonsten bekannter Weise eine zuverlässige, praktisch verschleißfreie und präzise Längenmessung durchgeführt werden, die einen ordnungsgemäßen Steuerungsbetrieb der mit der Längenmessvorrichtung versehenen Anlagen gestattet.

Bekannte Längenmessvorrichtungen werden jedoch nicht zwangsweise im Zusammenhang mit Bearbeitungsmaschinen eingesetzt. Sie eignen sich vielmehr auch zur Längenmessung von Werkstücken per Hand – quasi als Meterstabersatz.

Der maximale Messbereich, also die maximal zu messende Länge wird durch die Länge der Trägereinheit mit Längencodierung und somit durch die Baulänge der Längenmessvorrichtung bestimmt. Zur Messung großer relativer oder absoluter Strecken müssen daher Längenmessvorrichtungen mit einer großen Baulänge eingesetzt werden. Dies führt einerseits zu einer Verteuerung der Längenmessvorrichtung, da die Trägereinheit mit Längencodierung einen erheblichen Kostenfaktor bei der Herstellung der Längenmessvorrichtung darstellt und andererseits dazu, dass die Längenmessvorrichtung bei händischen Längenmessungen, insbesondere bei der Messung kürzerer Strecken, aufgrund der großen Baulänge unhandlich zu bedienen ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Längenmessvorrichtung mit einem erweitertem Messbereich bei gleichbleibender oder sogar geringerer Baulänge vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Trägereinheit mit der magnetischen Längencodierung bei der Längenmessung von Werkstücken oder Entfernungen doppelt zu nutzen, indem mit der Längenmessvorrichtung zwei in entgegengesetzte Richtung verlaufende Teillängen gemessen werden, aus denen mit Hilfe der Auswerteinheit eine Gesamtlänge ermittelt wird. Durch die Möglichkeit der Relativbewegung zwischen Trägereinheit mit Längencodierung und Messeinheit in zwei entgegengesetzte Bewegungsrichtungen und Berücksichtigung beider Teillängen bei der Bestimmung der Gesamtlänge verdoppelt sich im Optimalfall der Messbereich der erfindungsgemäßen Längenvorrichtung im Vergleich zu einer Längenmessvorrichtung aus dem Stand der Technik mit gleicher Gesamtbaulänge. Die erfindungsgemäße Längenmessvorrichtung kann in bekannter Weise zur Messung relativer oder absoluter Längen eingesetzt werden.

Eine mögliche Vorgehensweise bei der Messung einer Gesamtlänge mittels der erfindungsgemäßen Längenmessvorrichtung ist wie folgt. Zunächst wird die Messschlitteneinheit auf der Trägereinheit mit Längencodierung in eine erste Bewegungsrichtung bewegt. Dabei wird eine erste Teillänge bis zum Erreichen einer definierten Relativposition zwischen Trägereinheit und Messschlitteneinheit gemessen. Nach Erreichen der definierten Relativposition wird die Messschlitteneinheit in Bezug auf das Werkstück festgehalten und die Trägereinheit mit Längencodierung in dieselbe Bewegungsrichtung wie zuvor die Messschlitteneinheit, also in eine entgegengesetzte Relativbewegungsrichtung zwischen Messschlitteneinheit und Längencodierung, bewegt. Dabei wird eine zweite Teillänge gemessen, die von der Auswerteinheit mit der ersten Teillänge zu einer Gesamtlänge verrechnet wird.

In Ausgestaltung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die beiden in entgegengesetzte Richtung zueinander verlaufenden Teillängen, insbesondere deren Beträge, von der Auswerteeinheit zu einer Gesamtlänge addiert werden. Es sind jedoch auch andere mathematische Verknüpfungen der beiden Teillängen zu einer Gesamtlänge durch die Auswerteinheit denkbar.

In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die definierte Relativposition, ab derer eine Umkehr der Relativbewegungsrichtung zwischen Trägereinheit und Messschlitteneinheit erfolgt, durch eine Endposition der Messschlitteneinheit auf der Trägereinheit bzw. auf der Längencodierung gebildet wird. Durch diese Weiterbildung der Erfindung kann ein maximaler Messbereich, der im wesentlichen der doppelten Baulänge der Längenmessvorrichtung entspricht, realisiert werden.

Es kann jedoch für einige Anwendungsfälle sinnvoll sein, wenn die Messung der zweiten Teillänge nicht nur ab einer Endposition zwischen Messschlitteneinheit und Trägereinheit bzw. Längencodierung gestartet werden kann, sondern wenn die Messung der zweiten Teillänge, also der Beginn der entgegengesetzten Relativbewegung zwischen Trägereinheit mit Längencodierung und Messschlitteneinheit ab einer beliebigen Relativposition zwischen Messschlitteneinheit und Trägereinheit möglich ist. Daher ist in Ausgestaltung der Erfindung mit Vorteil vorgesehen, dass die definierte Position durch den Benutzer frei festlegbar, d.h. programmierbar ist. Insbesondere erfolgt die Festlegung individuell durch Betätigung eines Bedienfeldes, insbesondere an der Messschlitteneinheit.

Zur Vereinfachung der Handhabung der erfindungsgemäßen Längenmessvorrichtung ist ein Führungsprofil vorgesehen, relativ zu dem die Trägereinheit längsverschieblich ist. Die Trägereinheit ist an dem Führungsprofil entsprechend längsverschieblich geführt. Um exakte Teilmessungen von einer beliebigen Position aus vollführen zu können, ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Trägereinheit, insbesondere an beliebiger Position, an dem Führungsprofil festlegbar, insbesondere klemmbar oder verrastbar ist. Das Führungsprofil kann während der Messung beispielsweise auf dem zu vermessenden Werkstück abgelegt werden.

Zusätzlich oder alternativ zu der Relativbeweglichkeit der Trägereinheit zu dem Führungsprofil ist gemäß einer zweckmäßigen Fortbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Messschlitteneinheit relativ zu dem Führungsprofil bewegbar und längsverschieblich an diesem geführt ist. Bevorzugt ist die Messschlitteneinheit, insbesondere an einer beliebigen Position, an dem Führungsprofil, insbesondere durch Verklemmen oder Verrasten, festlegbar. Bevorzugt wird die Messschlitteneinheit nach Erreichen der definierten Position, ab der eine Umkehr der Relativbewegungsrichtung zwischen Trägereinheit und Messschlitteneinheit erfolgt, in dieser Position an der Führungsschiene festgelegt. Von besonderem Vorteil ist es, wenn durch Betätigung der Festlegemittel gleichzeitig die Auswerteinheit zur Bestimmung der zweiten Teillänge getriggert wird.

Mit Vorteil ist an dem Führungsprofil und/oder insbesondere an der Messschlitteneinheit ein erstes Anschlagmittel vorgesehen, mit Hilfe dessen sich durch Anlage des Anschlagmittels an dem zu vermessenden Werkstück die erste Teillänge exakt messen lässt. In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Anschlagmittel zwischen einer Parkstellung und einer Funktionsstellung verstellbar, insbesondere verschwenkbar ist. Hierdurch kann das Anschlagmittel, z.B. durch Betätigung eines Schaltkontaktes, zweckmäßigerweise zur Festlegung der definierten Position genutzt werden. Insbesondere durch dem Verschwenken des Anschlagmittels in die Parkstellung kann die definierte Position festgelegt und die Relativbewegung in die zweite Bewegungsrichtung zur Messung der zweiten Teillänge begonnen werden.

Zusätzlich oder alternativ zu dem ersten Anschlagmittel kann ein zweites Anschlagmittel vorgesehen werden, welches insbesondere an einem distalen Ende der Trägereinheit angeordnet ist. Auch dieses zweite Anschlagmittel kann gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform der Erfindung ebenfalls zwischen einer Parkstellung und einer Funktionsstellung verstellbar ausgebildet sein. Auch die Verstellung des zweiten Anschlagmittels kann in vorteilhafter Weise zur Festlegung der definierten Position verwendet werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Auswerteinheit und/oder eine Ausgabeeinheit zur Anzeige der Gesamtlänge und/oder der Teillängen in die Messschlitteneinheit integriert ist. Hierdurch können störende Kabelverbindungen oder störanfällige Funkverbindungen vermieden werden.

Für Anwendungsfälle, in denen die Messschlitteneinheit schwer zugänglich ist oder in einem schwer einzusehenden Bereich angeordnet ist, ist es von Vorteil, die Auswerteinheit und/oder die Ausgabeeinheit mit Abstand zu der Schlitteneinheit anzuordnen und diese über eine Kabel- oder Funkverbindung signalleitend mit der Auswerteinheit und/oder der Ausgabeeinheit zu verbinden. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann die Auswerteinheit und/oder die Ausgabeeinheit in eine vorhandene Bearbeitungsmaschinensteuerung integriert werden bzw. die Funktion der Auswerteinheit und/oder der Ausgabeeinheit können von einer bereits vorhandenen Steuereinheit bzw. Ausgabeeinheit übernommen werden.

In besonders geeigneter Weise findet die vorliegende Erfindung zudem ihren Einsatz in Messumgebungen, bei welchen die Längencodierung nicht absolut vorgenommen ist, sondern lediglich in Form von regelmäßigen periodischen Magnetisierungen vorliegt. Hier bietet es sich an, die erfindungsgemäße Trägereinheit mit einer weiteren Referenzspur zu versehen, die einer Referenzpositionsmarkierung zum Eichen bzw. Feststellen einer Ausgangsposition für die relativ zu dieser Position vorgenommenen Längenmessung anbietet.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.

Diese zeigen in:

1: eine Längenmessvorrichtung mit einer Trägereinheit und einer Messschlitteneinheit, wobei Trägreinheit und Messschlitteneinheit zugleich relativ zueinander sowie relativ zu einem Führungsprofil in zwei gegenüberliegende Relativbewegungsrichtungen verschiebbar sind,

2: die in 1 gezeigte Längenmessvorrichtung mit relativ zu dem Führungsprofil verschobener Trägreinheit,

3: eine mögliche Ausgestaltungsform der Messschlitteneinheit mit davon separierter Auswerte- und Ausgabeeinheit,

4a und

4b: eine schematisierte Darstellung zweier Verfahrensschritte bei einer möglichen Anwendung der Längenmessvorrichtung.

In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

In 1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Längenmessvorrichtung 1 gezeigt. Die Basis der Längenmessvorrichtung 1 bildet eine Führungsschiene bzw. ein Führungsprofil 2 aus Aluminium. Dieses ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet und weist an dem in der Zeichnungsebene linken Schenkel 3 einen nach innen weisenden Fortsatz 4 auf. Dieser Fortsatz 4 greift in eine in Längsrichtung verlaufende Nut 5 einer Trägereinheit 6 ein, die hierdurch längsverschieblich in dem U-förmigen Führungsprofil 2 geführt ist. Auf der Oberseite der Trägereinheit 6 ist eine als magnetische Messspur ausgebildete Längencodierung 7 vorgesehen, die mit einer konstanten Periode von wechselnden magnetischen Abschnitten magnetisiert ist. Diese dient der eigentlichen Längen- und Positionsbestimmung einer Messschlitteneinheit 8, die ebenfalls längsverschieblich gleitend auf dem Führungsprofil 2 geführt ist. Zu diesem Zweck greift ein zweiter in Längsrichtung verlaufender Fortsatz 9 an der Außenseite eines zweiten, zum ersten Schenkel 3 parallelen Schenkels 10 des Führungsprofils 2 in eine Längsnut 11 an der Innenseite eines Schenkels der im Querschnitt U-förmigen Messschlitteneinheit 8 ein. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 ist in die Messschlitteneinheit 8 eine elektronische Auswerteinheit 12 sowie eine Ausgabeeinheit 13 integriert. Die Messschlitteneinheit 8 ist in ansonsten bekannter Weise typischerweise mit einem Bearbeitungskopf, einer Vorschubeinheit od.dgl. verbunden und weist nicht gezeigte Magnetfeldsensoren auf, die in bekannter Weise als Hall-Sensoren od.dgl. realisiert sind und Messsignale an die Auswerteinheit 12 senden.

Bei der Bewegung der Messschlitteneinheit 8 entlang der Längencodierung 7 ergibt sich ein Wechselsignal, welches zur elektronischen Bewegungs- und Positionsbestimmung auswertbar ist. Da es sich hierbei jedoch um ein Relativsignal handelt, welches nur eine inkrementale Positionsrichtung ermöglicht, ist es möglich, eine nicht dargestellte zusätzliche Referenzspur mit Referenzmarkierungen aus der Trägereinheit 6 vorzusehen, welche von einem entsprechenden positionierten, nicht gezeigten, Referenzsensor in der Messschlitteneinheit 8 abgetastet wird und insbesondere das Setzen einer definierten Anfangs- bzw. Nullposition (Referenzposition) für den Beginn der inkrementalen Längenmessung ermöglicht. Eine derartige Referenzmarkierung eignet sich dabei nicht nur für das periodische Eichen bzw. zum Zurücksetzen der Längenerfassung, auch ist nach einem Stromausfall od.dgl. Betriebsfehler eine solche Markierung notwendig, um wiederum eine eindeutige Positionsfeststellung der Messschlitteneinheit 8 vornehmen zu können.

An der Messschlitteneinheit 8 ist ein als L-förmiger Schwenkarm ausgebildetes erstes Anschlagmittel 14 vorgesehen, das zwischen der dargestellten Funktionsposition, in der es zur Anlage an einem zu vermessenden Werkstück 15 angeordnet ist und einer um 90° nach unten verschwenkten Parkposition verstellbar.

Weiterhin ist ein zweites Anschlagmittel 16, welches ebenfalls als Schwenkarm ausgebildet ist, am in der Zeichnungsebene vorderen distalen Ende 17 der Trägereinheit 6 angeordnet. Auch das zweite Anschlagmittel 16 kann zwischen der gezeigten Funktionsstellung in eine um 90° verschwenkte Parkstellung verstellt werden.

Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel liegt das Werkstück 15 innerhalb des Führungsprofilbereichs der Längenmessvorrichtung 1. Die Trägereinheit 6 ist daher nicht aus dem Führungsprofil 2 ausgefahren. Wenn das Führungsprofil 2 der Längenmessvorrichtung 1 mit seinem in der Zeichnungsebene hinteren Ende 18 am selben Anschlag anliegt, wie ein nicht gezeigtes hinteres Ende des Werkstücks 15, kann durch Anlage des ersten Anschlagmittels 14 an der Vorderseite 19 des Werkstücks 15 dessen Länge in bekannter Weise bestimmt werden.

Bei dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel übersteigt die Länge des Werkstücks 15 die Länge des Führungsprofils 2 sowie der gleichlangen Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7. Das hintere Ende 18 des Führungsprofils 2 und das nicht gezeigte hintere Ende des Werkstücks 15 liegen an einem gemeinsamen Anschlag an. Die Messschlitteneinheit 8 befindet sich in einer definierten Relativposition 20, die durch die Endstellung der Messschlitteneinheit 8 auf dem Führungsprofil 2 definiert ist. Hierdurch ist die Teillänge l1 durch Entlanggleiten der Messschlitteneinheit 8 auf der noch eingefahrenen Trägereinheit 6 in die definierte Position 20 bekannt. Ab der gezeigten definierten Position wird die Trägereinheit 6 in die dargestellte ausgezogene Position relativ zu der Messschlitteneinheit 8 verfahren, in der das zweite Anschlagmittel 6 an der Vorderseite 19 des Werkstücks 15 anliegt. Hierdurch wird von der Auswerteeinheit 12 die zweite Teillänge l2 bestimmt und zur Bildung einer Gesamtlänge zu der Teillänge l1 addiert, wobei die Gesamtlänge auf der Ausgabeeinheit 13 ausgegeben wird. Wie in 2 zu erkennen ist, befindet sich das erste Anschlagmittel 14 in seiner Parkstellung. Die definierte Relativposition 20 kann alternativ an einer anderen Relativposition zwischen Messschlitteneinheit 8 und Trägereinheit 5 oder zwischen Messschlitteneinheit 8 und Führungsprofil 2 festgelegt werden, insbesondere durch Verschwenken des Anschlagmittels 12 in die gezeigte Parkstellung. Zusätzlich oder alternativ kann die definierte Relativposition 20 durch Betätigung eines Schalters 21 eines Eingabefeldes 22 der Messschlitteneinheit 8 festgelegt werden. In der definierten Position endet die Messung der zweiten Teillänge 11 und es beginnt die Messung der zweiten Teillänge 12.

3 zeigt eine schematische Darstellung der Messschlitteneinheit 8 mit nicht dargestellten integrierten Sensoren, wobei die Auswerteeinheit 12 mit integrierter Ausgabeeinheit 13 und Bedienfeld 22 mit Abstand zu der Messschlitteneinheit 8 angeordnet ist und über eine Kabelverbindung 23 signalleitend mit dieser verbunden ist. Die Messschlitteneinheit weist zwei innere Längsnuten 11 auf, mit denen sie an einem Führungsprofil 12 oder einer Trägereinheit 6 längsverschieblich führbar ist.

Eine mögliche Vorgehensweise bei der Bestimmung einer Gesamtlänge l aus den Teillängen l1 und l2 wird im folgenden anhand der 4a und 4b im Detail erläutert.

In den 4a und 4b ist ein zu vermessendes Werkstück 15 gezeigt, dessen Gesamtlänge l die Länge der Messvorrichtung 1, insbesondere der Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7 überschreitet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Baulänge der Längenmessvorrichtung 1 und damit der Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7 der ersten zu messenden Teillänge l1. Werkstück 15 und Längenmessvorrichtung 1, bzw. Werkstück 15 und Führungsprofil 2 liegen in der Zeichnungsebene rechts an einem gemeinsamen Anschlag 24 an. Die Messschlitteneinheit 8 wird von einer gestrichelt angedeuteten Position am rechten Ende der Längenmessvorrichtung 1 in eine in Volllinien dargestellte Position am linken Ende der Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7 verschoben oder befindet sich bereits dort. In dieser Position stößt die Messschlitteneinheit 8 an dem zweiten Anschlagmittel 16 an, wodurch von der Auswerteeinheit 12 die definierte Position 20 erkannt und die Länge l1 bestimmt und gespeichert wird. Bei der Bewegung der Messschlitteneinheit 8 von der Zeichnungsebene rechts nach in der Zeichnungsebene links handelt es sich um eine Relativbewegung der Trägereinheit 6 zu der Messschlitteneinheit 8 in eine durch den Pfeil 25 gekennzeichnete erste Bewegungsrichtung.

Nachdem die in 4a gezeigte definierte Relativposition 20 der Messschlitteneinheit 8 erreicht und die Auswerteeinheit 12 durch Berührung des zweiten Anschlagmittels 16 entsprechend getriggert wird, wird die Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7 in Pfeilrichtung 26 bewegt. Hierbei handelt es sich um eine zweite, der ersten Bewegungsrichtung 25 entgegengesetzte Bewegungsrichtung. Während dieser Relativbewegung bleibt die Messschlitteneinheit 18 relativ zu dem Führungsprofil 12 und dem Werkstück 15 stehen. Die Trägereinheit 6 wird solange nach in der Zeichnungsebene links bewegt, bis dass das zweite Anschlagmittel 16 an der Vorderseite 19 des Werkstücks 15 anliegt. Hierdurch wird von der Auswerteeinheit eine zweite Teillänge l2 von dem in der Zeichnungsebene linken Ende des Führungsprofils 2 bis zur Vorderseite 19 des Werkstücks 15 bestimmt. Die Auswerteeinheit 12 addiert im vorliegenden Ausführungsbeispiel die beiden Teillängen l1 und l2 zu der Gesamtlänge l.

Die definierte Relativposition 20 befindet sich nicht notwendigerweise in der eingezeichneten Position. Beispielsweise kann diese frei durch den Anwender, beispielsweise durch Betätigung des Bedienfeldes 22 und/oder durch Verschwenken eines der Anschlagmittel 14, 16, an einer beliebigen Relativposition zwischen Messschlitteneinheit 8 und Trägereinheit 6 bzw. zwischen Messschlitteneinheit 8 und Führungsprofil 2 festgelegt werden. Die Messung einer ersten Teillänge 1 erfolgt bis zu dieser an beliebiger Stelle befindlichen definierten Position 20. Die Messung der zweiten Teillänge 2 erfolgt ab dieser definierten Position durch eine Relativbewegung zwischen Messschlitteneinheit 8 und Trägereinheit 6 mit Längencodierung 7 in eine der Messung der ersten Teillänge zugrundeliegenden ersten Bewegungsrichtung 25 entgegengesetzte Bewegungsrichtung 26.

1
Längenmessvorrichtung
2
Führungsprofil
3
linker Schenkel
4
Fortsatz
5
Nut
6
Trägereinheit
7
Längencodierung
8
Messschlitteneinheit
9
Fortsatz
10
Schenkel
11
Nut
12
Auswerteeinheit
13
Ausgabeeinheit
14
erstes Anschlagmittel
15
Werkstück
16
zweites Anschlagmittel
17
distales Ende
18
hinteres Ende
19
vorderes Ende
20
definierte Position
21
Schalter
22
Bedienfeld
23
Kabelverbindung
24
gemeinsamer Anschlag
25
erste Bewegungsrichtung
26
zweite Bewegungsrichtung


Anspruch[de]
Längenmessvorrichtung mit einer langgestreckten, eine magnetische Längencodierung (7) aufweisenden Trägereinheit (6) und einer relativ zu der Trägereinheit (6) bewegbaren, an dieser längenverschieblich geführten Messschlitteneinheit (8), welche eine mit der Längencodierung (7) zusammenwirkenden magnetische Sensoreinheit aufweist, die mit einer dieser nachgeschalteten elektronischen Auswerteinheit (12) verbunden ist, wobei die Auswerteinheit (12) bei einer Relativbewegung der Trägereinheit (6) zu der Messschlitteneinheit in eine erste Bewegungsrichtung (25) eine relative oder absolute erste Teillänge (l1) bestimmend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinheit (12) ab einer definierten Relativposition (20) zwischen der Messschlitteneinheit (8) und der Trägereinheit (6), bei einer Bewegung der Trägereinheit (6) relativ zu der feststehenden Messschlitteneinheit (8) in eine zweite, der ersten Bewegungsrichtung (25) entgegengesetzte Bewegungsrichtung (26) eine relative oder absolute zweite Teillänge (l2) bestimmend und aus der ersten und der zweiten Teillänge (l1, l2) eine Gesamtlänge (l) ermittelnd ausgebildet ist. Längenmessvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinheit (12) die Gesamtlänge (l) durch Addition, insbesondere der Beträge, der ersten und de zweiten Teillänge (l1, l2) bestimmend ausgebildet ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Relativposition (20) von einer Endposition der Messschlitteneinheit (6) auf der Trägereinheit und/oder auf der Längencodierung (7) gebildet ist. Längenmessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Relativposition (20) durch den Benutzer, insbesondere durch Betätigung eines Schalters, frei festlegbar ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (6) relativ zu einem langgestreckten Führungsprofil (2) bewegbar und längsverschieblich an diesem geführt ist und vorzugsweise an diesem, insbesondere an einer beliebigen Position, festlegbar ist. Längenmessvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschlitteneinheit (8) relativ zu dem Führungsprofil (2) bewegbar und längsverschieblich an diesem geführt ist. Längenmessvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschlitteneinheit (8), insbesondere an einer beliebigen Position, an dem Führungsprofil festlegbar ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Messschlitteneinheit (8) und/oder an dem Führungsprofil (2) ein zwischen einer Funktionsstellung und einer Parkstellung verstellbarer erstes Anschlagmittel (14) vorgesehen ist und dass durch Verstellen des ersten Anschlagmittels (14), insbesondere in die Parkstellung, die definierte Relativposition (20) festlegbar ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an, insbesondere einem distalen Ende (17), der Trägereinheit (6) ein, insbesondere zwischen einer Funktionsstellung und einer Parkstellung verstellbares, zweites Anschlagmittel (16) vorgesehen ist. Längenmessvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Relativposition (20) durch Anschlagen der Messschlitteneinheit (8) an dem zweiten Anschlagmittel (16) festlegbar ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dass die Auswerteinheit (12) und/oder eine Ausgabeeinheit (13) zur Anzeige der Gesamtlänge (l) in die Messschlitteneinheit (8) integriert sind. Längenmessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinheit (12) und/oder die Ausgabeeinheit (13) mit Abstand zu der Messschlitteneinheit (8) angeordnet und über eine Kabel- oder Funkverbindung (23) signalleitend mit dieser verbunden ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längencodierung (7) als magnetische Spur mit einer in Längsrichtung periodisch wechselnden Codierung ausgebildet ist. Längenmessvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (6) eine parallel zu der Längencodierung (7) verlaufende Referenzspur aufweist, die zum Zusammenwirken mit einem Referenzsensor in der Messschlitteneinheit (8) gebildete Referenzpositionsmarkierung aufweist. Längenmessvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzspur eine durchgehend homogen magnetisierte Spur ist und die Referenzmarkierung als abschnittsweise(r) Ausschnitt oder Ausstanzung aus der Referenzspur realisiert ist.






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