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Dokumentenidentifikation DE102004040087B4 30.11.2006
Titel Adapter sowie Verbindungselement für ein Beschlaggetriebe sowie Beschlaggetriebe für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen
Anmelder ROTO FRANK AG, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
Erfinder Strle, Dusan, Stari Trg pri Lozu, SI;
Petrovcic, Joze, Cerknica, SI;
Malnar, Damijan, Prezid, HR;
Malnar, Slavko, Trsce, HR;
Petric, Samo, Stari Trg pri Lozu, SI;
Piqeur, Mike, Nivelles, BE
Vertreter Gleiss Große Schrell & Partner Patentanwälte Rechtsanwälte, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004040087
Offenlegungstag 02.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse E05B 3/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05C 9/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Adapter zum drehmomentübertragenden Verbinden eines Beschlaggetriebes mit einer Griffhandhabe, mit einer ersten und einer zweiten Anschlusszone, wobei die erste Anschlusszone als Vierkantaufnahme für die Griffhandhabe und die zweite Anschlusszone für eine Kupplung mit einem Antriebszahnrad des Beschlaggetriebes ausgebildet ist. Ferner betrifft die Erfindung ein entsprechendes stabförmiges Verbindungselement sowie ein entsprechendes Beschlaggetriebe.

Es ist bekannt, die Nuss eines Beschlaggetriebes über einen Vierkant-Normstab mit einer Griffhandhabe zu verbinden. Soll ein derartiger Normstab verlängert werden, so ist ein Adapter erforderlich, der mit einer ersten Anschlusszone ein Ende des Normstabs aufnimmt und eine zweite Anschlusszone aufweist, die als Norm-Vierkantstab ausgebildet ist.

Die Vierkantnormstäbe weisen einen Kantenabstand von circa 7 mm auf und gestatten daher eine dementsprechende Drehmomentübertragung. Die übertragbarere Kraft wird im Wesentlichen durch die zusammenwirkenden Flächen, also die Flächenbelastung bestimmt, die die Seiten des Vierkantstabes auf entsprechende Seiten einer Vierkantaufnahme in der Nuss (beziehungsweise Antriebszahnrad) eines Beschlaggetriebes einerseits und einer Vierkantaufnahme in der Griffhandhabe andererseits zur manuellen Betätigung des Beschlaggetriebes ausüben. Einerseits verlangen mit einer Vielzahl von Verriegelungszapfen versehene Beschläge relativ hohe an der Griffhandhabe aufzubringende Drehmomente, die zum Beschlaggetriebe übertragen werden müssen und andererseits ist die Querschnittsdimensionierung eines derartigen Vierkantstabs begrenzt, da die Beschlagteile und auch die Griffhandhabe nicht zu klobig ausgestaltet werden können. Bei zweiflügeligen Fenstern oder zweiflügeligen Türen, jeweils mit Schlagleiste, besteht der Wunsch, die Griffhandhabe mittig zu platzieren. Bei bekannten Einrichtungen ist für diese mittige Anordnung ein hoher Aufwand zu betreiben.

Aus der EP 1 462 594 A1 geht ein Getriebe für den Beschlag eines Fensters hervor, das ein Antriebszahnrad aufweist, das mittels eines Torx-Adapters über einen Handgriff mit Griff-Vierkant verdreht werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels einer Drehhandhabe oder dergleichen, beispielsweise auch einer motorischen Antriebseinheit, ein möglichst hohes Drehmoment zum Beschlaggetriebe bei relativ kleiner Bauform übertragen zu können. Ferner soll die Drehhandhabe bevorzugt ohne großen Aufwand mittig auf der Schlagleiste anordenbar sein.

Diese Aufgabe wird grundsätzlich dadurch gelöst, dass die zweite Anschlusszone als Bikonkavprofilstab ausgebildet ist, wobei die Mantelfläche des Bikonkavprofilstabes zwei einander gegenüberliegende konkave erste Seitenflächen und zwei einander gegenüberliegende zweite Seitenflächen aufweist.

Der Adapter der eingangs genannten Art weist eine erste, als Vierkantaufnahme ausgebildete Anschlusszone und eine zweite, als Bikonkavprofilstab ausgebildete Anschlusszone auf. Der Bikonkavprofilstab wird in eine entsprechend angepasste Bikonkavprofilstab-Aufnahme eines Antriebszahnrades beziehungsweise einer Nuss eines Beschlaggetriebes eingesteckt. Die an der anderen Seite des Adapters ausgebildete Vierkantaufnahme dient zum Anschluss an die Griffhandhabe. Letztere weist ebenfalls eine Vierkantaufnahme auf, so dass in die Vierkantaufnahme der Griffhandhabe das eine Ende eines Vierkantstabs und in die Vierkantaufnahme des Adapters das andere Ende des Vierkantstabs eingeschoben wird. Bei dem Vierkantstab handelt es sich insbesondere um einen Norm-Vierkantstab mit einem Kantenabstand von 7 mm. Aufgrund der Verwendung des Bikonkavprofilstabs bei dem Adapter lässt sich ein ähnlich großer oder auch ein relativ geringer Querschnitt und daher eine kleine Bauform ausbilden, wobei der Querschnitt dennoch – aufgrund der gewählten Profilierung – sehr hohe Drehmomente übertragen kann. Auf jeden Fall kann der Bikonkavprofilstab bei kleinerer oder ähnlich großer Querschnittsausbildung im Hinblick auf den Normvierkant mindestens gleichgroße Drehmomente übertragen, so dass ein sicherer Betrieb des Adapters gewährleistet ist. Unter „Bikonkavprofil" beziehungsweise „Bikonkavprofilstab" beziehungsweise „Bikonkavprofilstab-Aufnahme" ist eine Anordnung zu verstehen, die mindestens – im Querschnitt gesehen – eine Bikonkavkontur aufweist, das heißt, der Bikonkavprofilstab weist mindestens einen Bereich einer Mantelfläche als Bogenprofil auf. Entsprechend besitzt die Bikonkavprofilstab-Aufnahme, die den Bikonkavprofilstab aufnimmt, eine dementsprechend formangepasste Aufnahme, das heißt, an die Bikonkavfläche des Bikonkavprofilstabs liegt eine dementsprechende Bikonvexprofilfläche der Bikonkavprofilstab-Aufnahme an. Aufgrund der konkaven Formgebung kann man bei dem hier verwendeten Profilstab auch von einem taillierten Profilstab reden. Das Bikonkavprofil führt dazu, dass zwei, insbesondere einander gegenüberliegende Mantelflächen des Profilstabs konkav ausgeformt sind, das heißt, der Querschnitt des Profilstabs ist tailliert ausgebildet. Bevorzugt ist die konkave Profilierung spiegelsymetrisch zur Mitte des Profils ausgestaltet. Die Mantelfläche des Bikonkavprofilstabs ist mit zwei einander gegenüberliegenden ersten Seitenflächen und zwei einander gegenüberliegenden zweiten Seitenflächen versehen. Die ersten Seitenflächen sind als Konkavflächen ausgebildet. Die ersten Seitenflächen sind vorzugsweise größer als die zweiten Seitenflächen, die Stirnflächen bilden.

Bevorzugt sind die beiden, Stirnflächen bildenden Seitenflächen als Konvexflächen, insbesondere Kreiszylinderabschnittsflächen, ausgebildet.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die Kantenlänge der Vierkantaufnahme größer als oder etwa gleichgroß wie der maximale Durchmesser des Bikonkavprofilstabs ist. Unter „Kantenlänge" ist das Maß zwischen zwei parallelen Wandungen der Vierkantaufnahme zu verstehen. Der maximale Durchmesser des Bikonkavprofilstabs ergibt sich, wenn der größte Abstand zwischen zwei einander gegenüberliegenden Mantelflächenwandungen bestimmt wird.

Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Adapter eine stabförmige Mittelzone aufweist, die die erste Anschlusszone mit der zweiten Anschlusszone verbindet. Die Querschnittsabmessung der Mittelzone ist vorzugsweise kleiner als der maximale Außendurchmesser der Vierkantaufnahme und größer als oder etwa gleichgroß wie der maximale Durchmesser des Bikonkavprofilstabs.

Insbesondere ist vorgesehen, dass der Adapter entlang seiner Drehachse geradlinig ausgebildet ist, so dass die Drehachsen von Vierkantaufnahme und Bikonkavprofilstab miteinander fluchten.

Ferner betrifft die Erfindung ein stabförmiges Verbindungselement zum drehmomentübertragenden Verbinden eines Beschlaggetriebes mit einer Griffhandhabe, mit einer ersten und einer zweiten Anschlusszone, wobei die erste und die zweite Anschlusszone jeweils als Bikonkavprofilstab ausgebildet sind, gemäß der vorstehenden Ausführungen. Das stabförmige Verbindungselement wird durch einen Bikonkavprofilstab gebildet, der vorzugsweise gegenüber einem Norm-Vierkantstab schlanker gestaltet werden und dennoch gleiche oder sogar größere Drehmomente übertragen kann, da die bogenförmigen, aufeinander liegenden Flächen eine gute Kraftübertragung gewährleisten.

Insbesondere ist das Verbindungselement als durchgängiger Bikonkavprofilstab ausgebildet, weist also auf seiner ganzen Länge das gleiche und auch gleich dimensionierte, durchgängige Bikonkavprofil auf.

Die Erfindung betrifft ferner ein Beschlaggetriebe für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, mit einem der Verlagerung mindestens einer Triebstange dienenden, mit einer Griffhandhabe kuppelbaren oder gekuppelten Antriebszahnrad (auch Nuss genannt), das eine Kupplungsaufnahme aufweist, wobei die Kuppelungsaufnahme als Bikonkavprofilstab-Aufnahme für einen Bikonkavprofilstab gemäß der vorstehenden Ausführungen ausgebildet ist. Mithin erfolgt die Krafteinleitung in das Antriebszahnrad über eine Bikonkavprofilstabverbindung, d.h., ein Bikonkavprofilstab greift in die Bikonkavprofilstab-Aufnahme der Kupplungsaufnahme des Antriebszahnrads ein und führt die Drehung herbei.

Insbesondere kann die Griffhandhabe über einen Adapter oder über ein stabförmiges Verbindungselement jeweils wie vorstehend beschrieben- mit dem Antriebszahnrad gekuppelt sein.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Griffhandhabe derart gestaltet ist, dass ihr Halsdurchmesser kleiner als bei Griffhandhaben mit genormter Vierkantaufnahme (7 mm) ausgebildet ist. Hierdurch ergibt sich – bei gleicher Kraftübertragungsmöglichkeit oder sogar größerer Drehmomentübertragung – ein optisch elegantes Aussehen und/oder eine kleine Bauform.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und zwar zeigt:

1 einen Längsschnitt durch ein Beschlaggetriebe,

2 eine perspektivische Ansicht des Beschlaggetriebes mit einem nicht eingesetzten Adapter,

3 eine der 2 entsprechenden Darstellung,

4 das Beschlaggetriebe der 2, jedoch mit eingesetztem Adapter,

5 ein Antriebszahnrad des Beschlaggetriebes,

6 ein Schnitt durch das Antriebszahnrad entlang Linie VI-VI in 5,

7 eine perspektivische Ansicht des Antriebszahnrads,

8 einen Ausschnitt des Antriebszahnrads im Bereich sei ner Kupplungsaufnahme und

9 eine Stirnansicht auf die als Bikonkavprofilstab ausgebildete Anschlusszone des Adapters.

Das in 1 dargestellte Beschlaggetriebe 1 ist als Spreizgetriebe ausgebildet und insbesondere bei zweiflügligen Drehfenstern ohne Mittelholm einsetzbar. Es wird bei der Montage zum Beispiel in die Schlagleiste des Drehflügels eingelassen und nimmt aufgrund der besonderen Konstruktion eine Position ein, in der – trotz mittig sitzender Griffhandhabe – kein Achsversatzausgleich oder keine Schrägstellung der Drehmomentübertragungsstrecke zur Griffhandhabe notwendig ist.

Das Beschlaggetriebe 1 weist ein Getriebegehäuse 2 auf, in dem ein Antriebszahnrad 3 (Nuss) und ein Koppelzahnrad 11 um zwei, im Abstand zueinander angeordnete parallele Drehachsen 4 und 21 drehbar gelagert sind. Die einander zuwandten Enden zweier Treibstangen 39 und 40 ragen in das Getriebegehäuse 2 hinein und sind in ihm axial verschiebbar geführt. In Abhängigkeit von der Betätigung des Antriebszahnrades 3 werden die Treibstangen 39 und 40 gegenläufig verlagert. Die Betätigung des Antriebszahnrades 3 erfolgt mittels einer nicht dargestellten Griffhandhabe, die mittels einer Drehmomentübertragungsstrecke 49' (2) mit dem Antriebszahnrad 3 gekuppelt ist.

Wie der 2 zu entnehmen ist, besteht das Getriebegehäuse 2 aus zwei miteinander gekuppelten Gehäusehälften 22, 22', die im Innern jeweils mit Lagerausnehmungen 14 und 27 (1) zur Drehlagerung des Antriebszahnrades 3 und des Koppelzahnrades 11 versehen sind.

Gemäß 1 ist jede der Lagerausnehmungen 14 teilkreisförmig ausgebildet und nimmt eine entsprechende Ringabschnitt-Rippe 80 des Antriebszahnrads 3 auf. Die Drehachse 4 des Antriebszahnrades 3 ist mit falzseitigem Abstand x zur Treibstange 39, 40 angeordnet.

Aus den 5, 6 und 7 ist ersichtlich, dass das Antriebszahnrad 3 einen kreissegmentartigen Flansch 3' besitzt, der mit Zähnen 6 versehen ist und beidseitig von den Ringabschnitt-Rippen 80 überragt wird, die in die jeweilige Lagerausnehmung 14 der beiden Gehäusehälften 22, 22' im montierten Zustand eingreifen.

Am Getriebegehäuse 2 sind gemäß 1 zwei Stulpschienen 41 und 42 festgelegt, die die Treibstangen 39 und 40 abdecken. Die Treibstange 39 weist Antriebszahnrad-Ausnehmungen 7 sowie Koppelzahnrad-Ausnehmungen 10 auf; die Treibstange 40 besitzt Koppelzahnrad-Ausnehmungen 12.

Das Beschlaggetriebe 1 arbeitet im zusammengebauten Zustand folgendermaßen: wird das Antriebszahnrad 3 mittels einer nicht dargestellten Griffhandhabe gedreht, so kämen die Zähne 6 des Antriebszahnrades 3 mit den Ausnehmungen 7 der Treibstange 39. Die Verlagerung der Treibstange 39 führt dazu, dass das Koppelzahnrad 11 durch Mitnahme seiner Zähne mittels der Koppelzahnrad-Ausnehmungen 10 in Drehung versetzt wird, wodurch ein Kämmen der Zähne des Koppelzahnrads 11 mit den Koppelzahnrad-Ausnehmungen 12 der Treibstange 40 erfolgt. Auf diese Art und weise werden die beiden Treibstangen 39 und 40 gegenläufig bewegt.

Den 5 und 6 ist deutlich zu entnehmen, dass das Antriebszahnrad 3 eine Kupplungsaufnahme 44 aufweist. Die Kupplungsaufnahme 44 ist als Konkavprofilstab-Aufnahme in Form einer Bikonkavprofilstab-Aufnahme 45 ausgebildet, d.h., sie stellt eine Aufnahmevertiefung oder Durchgangsvertiefung dar, deren Wandungen zur Aufnahme eines als Bikonkavprofil ausgebildeten Konkavprofils ausgestaltet sind.

Die 8 zeigt einen Abschnitt des Antriebszahnrads 3 im Bereich der Konkavprofilstab-Aufnahme 45. Es ist erkennbar, dass die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 als randoffene Aufnahme 81 ausgebildet ist. Die randoffene Aufnahme 81 weist zwei Seitenflächen 82 und 83 auf, die symetrisch zur Mittellinie 84 liegen und spiegelbildlich zur Mittellinie 84 ausgebildet sind. Die beiden Seitenflächen 82 und 83 verlaufen konvex gewölbt; sie besitzen jeweils einen Radius R6. Verbunden werden die beiden Seitenflächen 82 und 83 von einer Stirnfläche 85 der randoffenen Aufnahme 81. Die Stirnfläche 85 hat eine konkave Wölbung, die aus dem Radius R3 resultiert. Die Übergänge zwischen Stirnfläche 85 und Seitenfläche 82 beziehungsweise Seitenfläche 83 erfolgen über Radien R1. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass die Breite g der randoffenen Aufnahme 81 im Bereich zwischen den beiden Radien R1 größer ist, als in der die Drehachse 4 querenden Zone, die in 8 mit der Breite h gekennzeichnet ist. Insgesamt erhält die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 hierdurch eine taillierte Ausgestaltung, wobei die Taille in der Zone der Drehachse 4 liegt.

Um eine Kupplung der Konkavprofilstab-Aufnahme 45 mit einer nicht dargestellten Griffhandhabe durchführen zu können, ist – gemäß 2 – ein Adapter 46 vorgesehen, der mit seinem einen Endbereich 47 drehfest mit der Konkavprofilstab-Aufnahme 45 des Antriebszahnrads 3 kuppelbar ist und dessen anderer Endbereich 48 mit einem Vierkant-Normstab der Griffhandhabe gekuppelt werden kann. Die Griffhandhabe weist hierzu eine Norm-Vierkantvertiefung auf, in die ein Norm-Vierkantstab eingesetzt wird, dessen anderes Ende in eine Vierkantaufnahme 49, insbesondere Norm-Vierkantaufnahme, des Adapters 46 eingesteckt wird. Der Adapter 46 bildet daher eine Drehmomentübertragungsstrecke 49', mit der eine Drehung der Drehhandhabe auf das Antriebszahnrad 3 übertragen wird.

Gemäß 2 weist der Endbereich 48 des Adapters 46 eine erste Anschlusszone 50 auf, die als die bereits erwähnte Vierkantaufnahme 49 ausgestaltet ist. Der Endbereich 47 des Adapters 46 bildet eine zweite Anschlusszone 51, die als Konkavprofilstab in Form eines Bikonkavprofilstabs 52 ausgebildet ist, dessen Querschnittsabmessungen auf die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 des Antriebszahnrades 3 abgestimmt sind. Ferner ist vorgesehen, dass die Kantenlänge a der Vierkantaufnahme 49 etwa ebenso groß wie der maximale Durchmesser d des Konkavprofilstabs 52 ist. Der maximale Durchmesser ergibt sich dadurch, dass er zwischen zwei gegenüberliegenden Stirnflächen 86, 87 des Konkavprofils des Konkavprofilstabs 52 gemessen wird (in 8, Länge i).

Gemäß 2 weist der Adapter 46 zwischen der ersten Anschlusszone 50 und der zweiten Anschlusszone 51 eine Mittelzone 53 auf, die zylindrisch ausgebildet ist. Ferner weist die erste Anschlusszone 50 eine zylindrische Mantelfläche auf. Der Durchmesser der zylindrischen Mantelfläche der Mittelzone 53 ist in 2 als Querschnittsabmessung b gekennzeichnet. Diese ist kleiner als der maximale Außendurchmesser des zylindrischen Abschnitts der ersten Anschlusszone 50 und etwas größer als der maximale Durchmesser d des Konkavprofilstabs 52. Mithin ist der Adapter 46 stufenförmig ausgebildet. Die Drehachsen von Vierkantaufnahme 49 und Konkavprofilstab 52 fluchten miteinander, d.h., der Adapter 46 verläuft in Längsrichtung geradlinig. Die zylindrische Mantelfläche der Mittelzone 53 ist mit einer Umfangsnut 54 versehen. Ferner weist die Stirnfläche 55 des Adapters 46 an einer bestimmten der Seiten 56 der Vierkantaufnahme 49 eine Kennzeichnung 57 in Form einer radialen Nut auf.

Zu einer die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 des Antriebszahnrads 3 freigebenden Gehäuseöffnung 58 sind – diametral einander gegenüberliegend – zwei Lagererhöhungen 59 und 60 an der Gehäusehälfte 22 ausgebildet. Sie dienen der verschieblichen Lagerung einer U-förmigen Haltefeder 61. Die beiden Schenkel 62 und 63 der Haltefeder 61 sind verschieblich in Langlöchern 64, 65 der Lagererhöhung 60 gelagert. Ist der Adapter 46 mit seinem Konkavprofilstab 52 komplett in die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 des Antriebszahnrads 3 eingeschoben (so wie aus der 4 ersichtlich), so wird die Haltefeder 61 von ihrer Stellung gemäß 2 in die Stellung gemäß 4 verlagert, wobei die freien Enden der Schenkel 62 und 63 in Aufnahme-Langlöcher 66, 67 eintreten und hierbei Abschnitte der beiden Schenkel 62 und 63 in die Umfangsnut 54 der Mittelzone 53 des Adapters 46 einfahren und diesen gegen Herausrutschen sichern; erlauben jedoch eine Drehbewegung des Adapters 46.

Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Haltefeder 61 bei nichtmontiertem Adapter 46 die Stellung gemäß 3 einnimmt, d.h., vollständig in die Langlöcher 64, 65 sowie Aufnahme-Langlöcher 66 und 67 eingeschoben ist und dass dann ein Einschieben des Adapters 46 mit seinem Konkavprofilstab 52 in die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 erfolgt. Eine der Umfangsnut 54 vorgelagerte, umlaufende Auflaufschräge 68 sorgt dafür, dass die Schenkel 62 und 63 der Haltefeder 61 beim Einschieben gespreizt werden und – in der Einschubendstellung – in die Aufnahmenut 54 einrasten.

Aus der 8 ist ersichtlich, dass die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 derart ausgestaltet ist, dass der Adapter 46 nur in zwei, um 180° zueinander versetzt liegenden Drehstellungen in die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 eingeschoben werden kann. Die entsprechende Drehstellung ist bei eingeschobenem Adapter 46 anhand der Kennzeichnung 47 von außen her erkennbar. Hierdurch ist eine wunschgemäße Orientierung des Adapters 46 in der Konkavprofilstab-Aufnahme 45 geschaffen, die in richtiger Relation zu der Ausrichtung der Seiten 56 der Vierkantaufnahme 49 steht und eine dementsprechende Griffhandhabenstellung gewährleistet. Auch erlaubt diese Maßnahme eine eindeutige Erkennung eines Rechts- oder Linksanschlags.

Die 9 verdeutlicht den Querschnitt des Konkavprofilstabs 52. Er weist die zweiten Seitenflächen 86 und 87 auf, die jeweils Konvexflächen 88, 89 bilden. Zwischen den beiden Konvexflächen 88 und 89 wird als maximales Maß die Länge i ausgebildet. Ferner besitzt der Konkavprofilstab 52 zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen 90 und 91, die als Konkavflächen 92, 93 ausgebildet sind. Zu einer Längsmittellinie 94 sind die beiden Konkavflächen 92 und 93 identisch und spiegelbildlich ausgebildet. Gleiches gilt für die beiden Konvexflächen 88 und 89 in Bezug zu einer Quermittellinie 95. Die Konkavflächen 92 und 93 sind durch die Radien R8 und R9 gekennzeichnet. Die beiden Konvexflächen 88 und 89 liegen vorzugsweise auf einer Kreiszylinderabschnittsfläche eines gedachten Zylinders mit dem Mittelpunkt 96 des Adapters 46. Der Mittelpunkt 46 kann von einer kleinen Vertiefung 97 an der Endseite 98 des Adapters 46 umgeben sein. Ferner weist der Konkavprofilstab 52 im Bereich seiner Endseite 98 zwei Abschrägungen 99 auf, die ein Einstecken in das Antriebszahnrad 3 erleichtern. Der maximale Abstand der beiden Seitenflächen 90, 91 ist mit der Breite j gekennzeichnet; der minimale Abstand ist mit k gekennzeichnet. Aufgrund der erwähnten Formgebung des Konkavprofilstabs 52 liegt – gemäß 9 – ein Bikonkavprofilstab 100 vor. Er könnte auch als Knochenprofilstab oder als taillierter Profilstab bezeichnet werden.

Ein Vergleich der 8 und 9 zeigt, dass beim Einstecken des Konkavprofilstabs 52 in die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 die beiden Konturen formschlüssig und formpassend ineinander greifen, wobei es nicht notwendig ist, dass die Konkavprofilstab-Aufnahme 45 das gesamte Profil des Konkavprofilstabs 52 aufnimmt, da aufgrund der Formgebung, nämlich der Konkavflächen 92 und 93 sowie der konvexen Seitenflächen 82 und 83 ein Hintergriff gewährt ist, der ein seitliches Auseinanderrutschen der Verbindung verhindert. Dennoch können außerordentlich hohe Drehmomente übertragen werden. Aufgrund der randoffenen Aufnahme 81 kann das Antriebszahnrad 3 sehr weit außenliegend im Getriebegehäuse 2 gelagert werden, so dass ein sehr großer falzseitiger Abstand X erzielbar ist (1).

Alternativ zum Adapter 46 kann vorgesehen sein, dass eine Griffhandhabe im Griffhals eine Bikonkavprofilstab-Aufnahme aufweist, in die ein geradliniger Bikonkavprofilstab eingeschoben ist, der mit seinem anderen Ende in die Bikonkavprofilstab-Aufnahme 45 des Antriebszahnrades 3 eingreift. Bei dieser Ausgestaltung wird somit auf die übliche Vierkantanordnung verzichtet.


Anspruch[de]
Adapter zum drehmomentübertragenden Verbinden eines Beschlaggetriebes mit einer Griffhandhabe, mit einer ersten und einer zweiten Anschlusszone, wobei die erste Anschlusszone als Vierkantaufnahme für die Griffhandhabe und die zweite Anschlusszone für eine Kupplung mit einem Antriebszahnrad des Beschlaggetriebes ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Anschlusszone (51) als Bikonkavprofilstab (52) ausgebildet ist, wobei die Mantelfläche des Bikonkavprofilstabes (52) zwei einander gegenüberliegende konkave erste Seitenflächen (90, 91) und zwei einander gegenüberliegende zweite Seitenflächen (86, 87) aufweist. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zweiten Seitenflächen (86, 87) als Konvexflächen (88, 89), insbesondere Kreiszylinderabschnittsflächen, ausgebildet sind. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kantenlänge (a) der Vierkantaufnahme (49) größer oder etwa gleich groß wie der maximale Durchmesser (d) des Bikonkavprofilstabes (52) ist. Adapter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine stabförmige Mittelzone (53), die die erste Anschlusszone (50) mit der zweiten Anschlusszone (51) verbindet. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen von Vierkantaufnahme (49) und Bikonkavprofilstab (52) miteinander fluchten. Stabförmiges Verbindungselement zum drehmomentübertragenden Verbinden eines Beschlaggetriebes mit einer Griffhandhabe, mit einer ersten und einer zweiten Anschlusszone, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Anschlusszone (50, 51) jeweils als Bikonkavprofilstab (52), gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet sind. Verbindungselement nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Ausbildung als durchgängiger Bikonkavprofilstab (52). Verbindungselement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Durchmesser (d) des Bikonkavprofilstabs (52) kleiner als oder etwa gleich groß wie der Kantenabstand eines genormten Vierkantstabs (7mm) ist. Beschlaggetriebe für ein Fenster oder eine Tür, mit einem der Verlagerung mindestens einer Treibstange dienenden, mit einer Griffhandhabe kuppelbaren oder gekuppelten Antriebszahnrad (3), das eine Kupplungsaufnahme aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsaufnahme (44) als Bikonkavprofilstab-Aufnahme (45) für einen Bikonkavprofilstab (52) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet ist. Beschlaggetriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffhandhabe über einen Adapter (46) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder über ein stabförmiges Verbindungselement nach einem der Ansprüche 6 bis 8 mit dem Antriebszahnrad (3) gekuppelt ist. Beschlaggetriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bikonkavprofilstab-Aufnahme (45) als randoffene Ausnehmung (81) ausgebildet ist. Beschlaggetriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die randoffene Ausnehmung (81) nur einen Abschnitt des Querschnitts des Bikonkavprofilstabes (52) im Hintergriff aufnimmt.






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