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Dokumentenidentifikation DE102005018512B4 30.11.2006
Titel Vorrichtung zum Befestigen eines Spritzaggregats am Rahmen einer Spritzgiessmaschine
Anmelder HEWACO Spritzgiesstechnik GmbH, 79183 Waldkirch, DE
Erfinder Wacker, Rainer, 79211 Denzlingen, DE
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 20.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005018512
Offenlegungstag 26.10.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse B29C 45/17(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B22D 17/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Spritzaggregates am Rahmen einer Spritzgießmaschine.

Aus der JP 05237875 A ist eine Spritzgießmaschine bekannt, bei der ein separates Maschinenteil an einem Spritzaggregat befestigt werden kann. Die korrekte Positionierung und Ausrichtung von Maschinenteil und Spritzaggregat erfolgt dadurch, dass an dem Maschinenteil eine Vertiefung und an den Spritzaggregat ein mit der Vertiefung korrespondierender Stift vorgesehen ist. Beim Zusammenführen von Maschinenteil und Spritzaggregat greift der Stift in die Vertiefung ein und sorgt für eine exakte Ausrichtung von Maschinenteil und Spritzaggregat relativ zueinander. Als nachteilig erweist sich, dass die Kombination aus Vertiefung und Stift lediglich der Positionierung und Ausrichtung von Maschinenteil und Spritzaggregat zueinander dient. Zur Befestigung müssen zusätzliche Teile vorgesehen sein, die das Gewicht der auszurichtenden Maschinenteile aufnehmen können. Der Aufbau wird dadurch aufwendig und kompliziert.

Bei einer Spritzgießmaschine kommen häufig mehrere Spritzaggregate zum Einsatz. Dabei besteht ein Spritzaggregat im wesentlichen aus einem Plastifizierzylinder mit einer Förderschnecke und einem Stoßzylinder um den flüssigen Kunststoff in eine mehrteilige Werkzeug-Hohlform einzubringen. Die Spritzaggregate müssen dabei so am Rahmen der Spritzgießmaschine angeordnet werden, dass sie zum einen dem hohen Druck, mit dem der Kolben des Stoßzylinders die Schnecke nach vorne drückt, standhalten und zum andern bei der Montage und Demontage leicht zugänglich sind. Weist die Befestigung eines Spritzaggregates nicht die notwendige Stabilität auf, so kann sich das Spritzaggregat beim Aufbauen des Drucks des Kolbens vom Rahmen der Spritzgießmaschine entfernen. Wird dagegen das Spritzaggregat an mehreren Stellen mit dem Rahmen der Spritzgießmaschine verbunden, so ist der Bereich bei der Montage und Demontage nur noch schwer zugänglich. Leitungen und Zuführungen zur Werkzeug-Hohlform können nicht oder nur mit großem Aufwand verlegt werden.

Die Erfindung und ihre Vorteile

Demgegenüber hat die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Befestigen eines Spritzaggregats am Rahmen einer Spritzgießmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 den Vorteil, dass ein Tisch zum Anordnen und Befestigen des Spritzaggregates vorgesehen ist, der über einen Träger mit dem Rahmen der Spritzgießmaschine, insbesondere einem Holm des Rahmens, verbunden wird. Das Spritzaggregat wird auf den Tisch gestellt und mit diesem beispielsweise über Schrauben verbunden. Der annähernd horizontal verlaufende Träger ist über ein Verbindungselement an dem Holm des Rahmens lösbar befestigt. Zum Verbinden des Spritzaggregates mit der Spritzgießmaschine wird lediglich das Verbindungselement, welches vorteilhafterweise aus zwei Verbindungsteilen besteht, um den Holm gelegt und über Schrauben mit dem Holm verspannt. Damit ist das Spritzaggregat an lediglich einer Stelle mit den Holmen des Rahmens der Spritzgießmaschine verbunden. Es verbleibt somit ausreichend Raum, um Leitungen zu verlegen. Träger und Verbindungselement garantieren eine hohe Stabilität der Befestigung.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Tischbeine der Vorrichtung höhenverstellbar. Damit kann die Vorrichtung zum Befestigen des Spritzgießaggregates in ihrer Höhe an beliebige Spritzgießmaschinen angepasst werden.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Tischbeine mit Rollen oder Rädern ausgestattet. Dies erleichtert das Heranführen des Spritzaggregates an die Spritzgießmaschine zur Montage sowie das Entfernen des Spritzaggregates nach der Demontage.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht der Träger aus einer Verbindungsstange. Die Verbindungsstange ist von einem Distanzrohr umgeben. Diese Kombination garantiert zum einen eine ausreichende Stabilität und ermöglicht zum anderen die Anpassung des Abstandes zwischen dem Spritzaggregat und der Werkzeug-Hohlform.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine Zugplatte vorgesehen zum Verbinden des Trägers mit dem Tisch und gegebenenfalls mit dem Spritzaggregat. An dieser Zugplatte kann außerdem eine vertikal verlaufende Säule mit einer horizontal verlaufenden Abstützung angeordnet sein. Säule und Abstützung verbinden den Tisch mit dem unteren Bereich des Rahmens der Spritzgießmaschine. Sie sorgen damit für eine zusätzliche Stabilität der Verbindung zwischen Spritzaggregat und Spritzgießmaschine. Eine derartige Verbindung hält einem Drehmoment, welches aufgrund der großen Kräfte des Kolbens des Stoßzylinders auf die Vorrichtung einwirkt, stand. Darüber hinaus behindert die Verbindung im unteren Bereich des Rahmens weder die Montage und Demontage noch das Verlegen von Leitungen.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen zu entnehmen.

Zeichnung

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Es zeigt:

1 Spritzgießmaschine mit einem Spritzaggregat und einer Vorrichtung zum Befestigen des Spritzaggregats,

2 Zugplatte in einer Ansicht von vorne.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

In 1 ist eine Spritzgießmaschine mit einem Spritzaggregat und einer Vorrichtung zum Befestigen des Spritzaggregats in einer Seitenansicht dargestellt. Die Spritzgießmaschine weist einen Rahmen 1 mit vier Holmen 2, einer Düsenplatte 3 und einer Werkzeug-Hohlform 4 auf. Das Spritzaggregat 5 reicht mit seinem Plastifizierzylinder 6 bis an die Werkzeug-Hohlform 4 heran. Das Spritzaggregat 5 steht auf einem Tisch 7 mit vier Tischbeinen 8, von denen in der Zeichnung nur zwei erkennbar sind. Jedes Tischbein besteht aus zwei teleskopartig ineinander geführten Rohren 9 und 10, welche die Höhenverstellung der Tischbeine ermöglichen. Am unteren Ende eines jeden Tischbeins ist ein Rad 11 angeordnet. Das Spritzaggregat 5 und der Tisch 7 sind über eine Zugplatte 12 und einen Flansch 13 mit einem Träger verbunden, welcher aus einer Verbindungsstange 14 besteht, die von einem Distanzrohr 15 umgeben ist. Über einen weiteren Flansch 16 sind an der Verbindungsstange 14 zwei Klemmlaschen 17 angeordnet, welche einen Holm 2 des Rahmens der Spritzgießmaschine umgreifen. Die Schrauben, über welche die Klemmlaschen mit dem Holm verspannt werden, sind in der Zeichnung nicht erkennbar. An der Zugplatte 12 ist zusätzlich einer Vierkantsäule 18 befestigt, welche wie die Tischbeine aus zwei teleskopartig ineinander geführten Rohren 19 und 20 besteht. Damit ist die Vierkantsäule ebenfalls höhenverstellbar. Am unteren Ende der Vierkantsäule ist eine Abstützung 21 zum Verbinden der Vierkantsäule mit dem Rahmen 1 der Spritzgießmaschine vorgesehen.

2 zeigt die Zugplatte 12, den Flansch 13, die Verbindungsstange 14, das Distanzrohr 15, die Vierkantsäule 18 und die Abstützung 21 in einer Ansicht von vorne.

Sämtliche Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.

1
Rahmen der Spritzgießmaschine
2
Holm
3
Düsenplatte
4
Werkzeug-Hohlform
5
Spritzaggregat
6
Plastifizierzylinder
7
Tisch
8
Tischbein
9
Rohr
10
Rohr
11
Rad
12
Zugplatte
13
Flansch
14
Verbindungsstange
15
Distanzrohr
16
Flansch
17
Klemmlasche
18
Vierkantsäule
19
Rohr
20
Rohr
21
Abstützung


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Befestigen eines Spritzaggregats am Rahmen einer Spritzgießmaschine

mit einem Tisch (7) zum Anordnen und Befestigen des Spritzaggregats (5),

mit mehreren Tischbeinen (8) an dem Tisch (7),

mit einem zumindest annähernd horizontal verlaufenden Träger (14) an dem Tisch (7) zum Verbinden des Tisches (7) mit dem Rahmen (1) der Spritzgießmaschine,

mit einem Verbindungselement an dem dem Tisch (7) abgewandten Ende des Trägers (14), welches einen Holm (2) des Rahmens (1) der Spritzgießmaschine umgreift und den Träger (14) an dem Holm (2) lösbar befestigt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischbeine (7) höhenverstellbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischbeine (7) mit Rollen oder Rädern (9) ausgestattet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einer Verbindungsstange (14) besteht. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement aus zwei Verbindungsteilen (17) besteht und dass jedes Verbindungsteil einen Ausschnitt aufweist, der an die Form des Holms (2) angepasst ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsteile (17) Gewindebohrungen aufweisen, über die sie mittels Schrauben miteinander verbunden und um den Holm (2) gespannt werden können. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zugplatte (12) zum Verbinden des Trägers (14) mit dem Tisch (7) und/oder mit dem Spritzaggregat vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tisch (7) eine Säule (18) und eine Abstützung (21) angeordnet sind, um den Tisch (7) mit dem unteren Bereich des Rahmens (1) der Spritzgießmaschine zu verbinden.






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