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Dokumentenidentifikation DE102005024471A1 30.11.2006
Titel Sattelbaum aus Kunststoff mit Federstahlschienen
Anmelder Klindworth, Bernd, 25593 Reher, DE
Erfinder Klindworth, Bernd, 25593 Reher, DE
Vertreter Zauner, W., Rechtsanw., 22415 Hamburg
DE-Anmeldedatum 24.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005024471
Offenlegungstag 30.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse B68C 1/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Grundplatte des Reitsattels ist je nach Größe des Pferdes und des Reiters unterschiedlich. Es ist daher notwendig, für jede Sattelbaumgröße eine eigene Form vorzuhalten. Längsfedern, die Perforationen aufweisen, sind an den perforierten Stellen bruchgefährdet (Sollbruchstellen).
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass die Längsfedern vollständig in die Grundplatte eingebettet sind und daher keine Perforierung an Stellen aufweisen, an denen es zu Spannungen in der Grundplatte kommt. Lediglich an den Befestigungsstellen des Kopfeisens und der Sturzfeder ist die Schiene perforiert. Dort kommt es jedoch nicht zu Spannungen der Grundplatte, da diese von dem Kopfeisen abgefangen werden.
Durch die bis an das äußerste Ende der Grundplatte geführten Längsfedern, die komplett in der Grundplatte eingelassen sind, kann der Sattelbaum in der Länge beliebig verkürzt und in der Breite beliebig verschmälert werden.
Es ist durch diese Erfindung möglich, mit nur einer Form verschieden große Sattelbäume herzustellen und sie den individuellen Bedürfnissen anzupassen.
Das Brurchrisiko wird minimiert.
Die Federstahlschienen reichen vom Kopfeisen bis zur Äfterkante und sind lediglich an den Befestigungsstellen des Kopfeisens und der Sturzfeder perforiert.

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, Sattelbäume für Reitsättel mit Längsfedern zu versehen, die von außen auf die Grundplatte gesetzt werden. Dabei werden die Schienen perforiert um sie an der Grundplatte zu befestigen.

Die Grundplatte des Reitsattels ist je nach Größe des Pferdes und des Reiters unterschiedlich. Es ist daher notwendig, für jede Sattelbaumgröße eine eigene Form vorzuhalten. Längsfedern, die Perforationen aufweisen, sind an den perforierten Stellen bruchgefährdet (Sollbruchstellen), da auf der Grundplatte durch das Schwingen des Pferdekörpers und das Einsitzen des Reiters eine erhebliche Last einwirkt, die zu starken Spannungen führt.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Stabilität der Federn zu erhöhen und dadurch einen Bruch des Sattelbaumes an den Perforationsstellen zu verhindern.

Das Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst. Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass die Längsfedern vollständig in die Grundplatte eingebettet sind und daher keine Perforierung an Stellen aufweisen, an denen es zu Spannungen in der Grundplatte kommt. Lediglich an den Befestigungsstellen des Kopfeisens und der Sturzfeder ist die Schiene perforiert. Dort kommt es jedoch nicht zu Spannungen der Grundplatte, da diese von dem Kopfeisen abgefangen werden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 3 angegeben.

Die Weiterbildung nach Patentanspruch 3 ermöglicht es, mit nur einer Form Sattelbäume unterschiedlicher Größe zu erstellen.

Durch die bis an das äußerste Ende der Grundplatte geführten Längsfedern, die komplett in der Grundplatte eingelassen sind, kann der Sattelbaum in der Länge beliebig verkürzt und in der Breite beliebig verschmalert werden.

Durch eine Kürzung der Grundplatte einschließlich der eingelassenen Längsfedern wird die Länge des Sattelbaumes verändert. Durch die Verwendung von Stahlfedern, die bis an das äußerste Ende der Grundplatte reichen, kann die Grundplate mitsamt den eingelassenen Federn gekürzt werden und so auf den individuellen Bedarf angepaßt werden.

Durch ein seitliches Verschmalern der Grundplatte kann diese bis an die eingelassenen Stahlfedern verschmalert werden, ohne daß andere Längsfedern benötigt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen

1 Der Sattelbaum von unten gesehen. Im Vorderzwiesel ist das Kopfeisen aus Stahl (1) mit den Längsfedern (2), die vollständig in die Grundplatte eingelassen sind. Der Kunststoff ist auf der Ober- und Unterseite der Stahlfeder gleich mächtig. Die Äfterkante (4) ist aus Holz oder Kunststoff gefertigt und wird auf die Grundplatte aufgesetzt.

Die Längsfedern verlaufen parallel und sind entsprechend der Wölbung des Vorderzwiesels in diesem Bereich etwas gedreht.

2 Der Sattelbaum von der Seite. An dem Kopfeisen (1) ist die Längsfeder (2) befestigt, die an dieser Stelle perforiert ist. Die Sturzfeder (5) ist sowohl am Kopfeisen, als auch an der Längsfeder befestigt. An der Sturzfeder (5) können hier nicht mitabgebildete Steigbügel befestigt werden. Die Längsfedern (2) schließen an der Äfterkante (4) mit der Grundplatte (3) ab. Die Äfterkante (4) ist auf die Grundplatte (3) aufgesetzt.

3 Der Sattelbaum von hinten gesehen. Die Längsfedern (2) sind in die Grundplatte (3) eingelassen. Die Längsfedern sind vollständig in die Grundplatte eingelassen, so daß sowohl über als auch unter der Längsfeder der Kunststoff gleich dick ist. Die Äfterkante (4) ist auf die Grundplatte (3) aufgesetzt.

Die eingelassenen Längsfedern nehmen das Gewicht des Reiters auf und fangen die beim Reiten entstehende Grundspannung der Grundplatte ab. Durch die Verwendugn von Federstahl kommt es zu einer temporären Verformung der Grundplatte, wenn der Reiter in den Sattel einsitzt, Sobald er das Gewicht wieder aus dem Sattel nimmt, erfolgt eine Rückformung in die Ausgangsform. Der Reiter kann dadurch sehr gut die Bewegungen des Pferdes mitmachen und den beim Reiten entstehenden Schwung abfangen. Es kommt zu einem ruhigeren Reitsitz.

Durch die fehlende Perforierung der Längsfedern ist ein Bruch des Sattelbaumes an diesen Perforationsstellen ausgeschlossen.


Anspruch[de]
Sattelbaum mit einem dem Vorderzwiesel zugeordneten, bis in die Ortenden reichenden Kopfeisen mit aufgesetzter Äfterkante und in die Grundplatte vollständig eingebettete Längsschienen, die vom Kopfeisen bis zum Äfterkranz reichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschienen aus Federstahl hergestellt sind und in der aus Kunsttoff gefertigten Grundplatte vollständig eingebettet sind. Metallschienen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschienen Perforationen nur an der Stelle aufweisen, an der die Schiene am Kopfeisen befestigt ist und an der Stelle, an der die Sturzfeder am Kopfeisen und der Metallschiene befestigt ist. Grundplatten nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschienen vollständig in den Kunststoff der Grundplatte eingebettet sind und vom Kopfeisen bis zum äußersten Ende der Grundplatte am Äfterkranz reichen,






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