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Dokumentenidentifikation DE19733563B4 30.11.2006
Titel Andruckrolle für Textilmaschinen
Anmelder Schaeffler KG, 91074 Herzogenaurach, DE
Erfinder Görgens, Detlef, 42929 Wermelskirchen, DE
DE-Anmeldedatum 02.08.1997
DE-Aktenzeichen 19733563
Offenlegungstag 04.02.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse D02G 1/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D01H 5/74(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   D01H 5/80(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Andruckrollen für Textilmaschinen, insbesondere Texturiermaschinen, mit einer einen Bezug tragenden Außenhülse. Derartige Andruckrollen sind in Textilmaschinen so angeordnet, daß sie mit ihrem Bezug gegen eine angetriebene Walze gedrückt werden, wobei zwischen dieser Walze und dem Bezug ein Faden oder ein Faserstrang hindurchgeführt wird. Diese Einrichtung kann entweder nur zum Transport des Fadens, oder – wie in Texturier- oder Spinnmaschinen – auch zum Verziehen des Faserstrangs oder des Fadens benutzt werden.

Hintergrund der Erfindung

Aus der DE 29 23 871, beispielsweise ist eine Andruckrolle für Textilmaschinen mit einer einen Bezug tragenden Außenhülse bekannt, die über ein Wälzlager, insbesondere Rillenkugellager gegenüber einer Tragachse drehbar gelagert ist. Bei derartigen Andruckrollen muß deren einwandfreie Schmierung gewährleistet sein, da ein Blockieren einer Andruckrolle mangels ausreichender Schmierung zum Reißen des Fadens bzw. des Faserstrangs führen kann. Um zu vermeiden, daß Verunreinigungen, beispielsweise Faserflug in das Lagerinnere gelangt, ist bei der bekannten Andruckrolle ein Deckel vorgesehen, der in eine abgesetzte Bohrung der Außenhülse eingefügt ist. Zu einem eventuellen notwendigen Nachschmieren ist es demzufolge erforderlich, den Deckel zu entfernen.

Aus der CH 444 729 ist eine Fadenleitrolle für Streckeinrichtungen an Streckzwirn- und Streckwickelmaschinen bekannt, welche ein fliegend gelagertes Gehäuseteil mit einem sich außenseitig erweiternden Mantelflächenabschnitt aufweist. Das als Rohrabschnitt ausgebildete fliegend gelagerte Gehäuseteil bildet unmittelbar die Außenlaufbahnen für die Wälzkörper der Lager der Fadenleitrolle. Das im Wesentlichen rohrförmige Gehäuseteil der Fadenleitrolle nach der CH 444 729 ist mit einem Deckel aus einem elastischen Werkstoff verschlossen. Es besteht die Möglichkeit, den Deckel mit einer Schmiernadel zu durchstechen, welche während des Schmiervorgangs dichtend umschlossen bleibt, während sich die Einstichstelle nach dem Entfernen der Schmiernadel selbsttätig schließt und somit das Eindringen von Verunreinigungen in das innere des Lagers der Fadenleitrolle verhindert.

Die DE 17 15 769 U1 hat die Schmierung einer Tragrollenführung, die zum Einsatz in einem Betrieb mit starker Staubentwicklung vorgesehen ist, zum Gegenstand. Die Abdichtung eines Vorraums eines Kugellagers der Tragrolle erfolgt durch auf der Rollenachse mitdrehende mehrfach gesickte Lamellen. Der aus der DE 17 15 769 U1 bekannten Tragrollenführung kann Schmierstoff durch einen in der Achse angeordneten Kanal zugeführt werden.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Andruckrolle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß das Schmieren des Wälzlagers problemlos möglich ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Außenhülse an ihrem einen axialen Ende durch einen einstückig mit der Außenhülse verbundenen Boden verschlossen ist, der mit einer Schmierbohrung für das Wälzlager versehen ist. Gegenüber der bekannten Andruckrolle läßt sich die erfindungsgemäße Andruckrolle zunächst einfacher herstellen, da ein separater Deckel entfällt, und damit auch eine abgesetzte Bohrung, in die ein Deckel eingepreßt würde. Stattdessen kann der Boden in einem gemeinsamen Arbeitsgang zusammen mit der Außenhülse im Tiefziehverfahren hergestellt werden. Dadurch, daß der Boden mit einer Schmierbohrung versehen ist, ist jederzeit ein Nachschmieren des Wälzlagers problemlos möglich. Die Schmierbohrung kann selbstverständlich mit bekannten Schmiernippeln oder Stopfen versehen sein.

Die Außenhülse weist vorzugsweise einen mit ihr einstückig verbundenen, koaxial angeordneten inneren Hülsenabschnitt auf, der sich zwischen dem Ende der Außenhülse erstreckt, und an den der Boden einstückig anschließt. Die Innenhülse ist zweckmäßiger Weise als Aufnahme für ein Standardrillenkugellager vorgesehen, wobei der innere Hülsenabschnitt einstückig an einem Radialbord der Außenhülse anschließt. Der Innendurchmesser der inneren Hülse ist demzufolge durch die Bordhöhe des Radialbords bestimmt. Die Bordhöhe und damit der Innendurchmesser des inneren Hülsenabschnitts ist auf den Außendurchmesser des Standardrillenkugellagers abgestimmt.

Der Radialbord kann aber auch derart verkürzt sein, daß der innere Hülsenabschnitt zu der Außenhülse eng benachbart ist und einen Versteifungsabschnitt für die Außenhülse bildet.

Besonders zweckmäßig ist es weiterhin, daß der Boden zugleich als Axialanschlag für das Wälzlager ausgebildet sein kann. Wenn das Wälzlager in die Außenhülse eingeführt wird, schlägt es gegen den Boden an, wobei in der Anschlagposition das Wälzlager seine vorgesehene axiale Position erreicht hat. Die erwähnten normierten Standardwälzlager, insbesondere Standardrillenkugellager weisen üblicherweise Laufringe und an Laufbahnen der Laufringe abwälzende Kugeln auf. Ein derartiges Standardrillenkugellager kann auf einer auf der Tragachse vorgesehenen Innenhülse angeordnet sein, die über einen quer zu der Tragachse angeordneten Zapfen mit der Tragachse verbunden ist. Auf diese Weise ist eine Pendeleinrichtung geschaffen, mittels der die Außenhülse um eine Pendelachse des Zapfens pendeln kann. Die Pendeleinrichtung stellt sicher, daß sich die Andruckrollen durch Biegungen der gegenüberliegenden Walzen oder sonstigen Ungenauigkeiten anpassen können.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachstehend wird die Erfindung anhand von zwei in insgesamt drei Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Andruckrolle im Längsschnitt,

2 die Pendeleinrichtung in einem teilweisen Querschnitt der Andruckrolle gemäß 1 und

3 einen Längsschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen Andruckrolle.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Die erfindungsgemäße Andruckrolle nach 1 weist eine Außenhülse 1 auf, auf die eine einen Bezug 2 tragende Bezugshülse 3 aufgezogen ist. Die Außenhülse 1 umfaßt einen inneren Hülsenabschnitt 4, der über einen an einem axialen Ende der Außenhülse 1 vorgesehenen Bord 5 fest mit der Außenhülse 1 verbunden ist. Der innere Hülsenabschnitt 4 erstreckt sich zwischen den Enden der Außenhülse 1, wobei der innere Hülsenabschnitt 4 an seinem von dem Bord 5 abgewandten Ende durch einen Boden 6 verschlossen ist. Der Boden 6 weist in seinem Zentrum eine Schmierbohrung 7 – die durch einen Schmiernippel 7a verschlossen ist – für Rillenkugellager 8 auf, die von dem inneren Hülsenabschnitt 4 aufgenommen sind. Die beiden Rillenkugellager 8 sind durch Distanzstücke 8a voneinander getrennt und weisen je einen Innenring 9, Kugeln 10 und einen Außenring 11 auf, wobei die Kugeln 10 an Laufbahnen 9a, 11a der Ringe 9, 11 abwälzen. Der Boden 6 dient gleichzeitig als Axialanschlag für die Rillenkugellager 8. Die Rillenkugellager 8 sind auf einer auf einer Tragachse 12 vorgesehenen Innenhülse 13 angeordnet, die über einen quer zu der Tragachse 12 angeordneten Zapfen 14 mit der Tragachse 12 verbunden ist. Mit dieser Pendeleinrichtung ist sichergestellt, daß die Außenhülse 1 gegenüber der Tragachse 12 um die quer zu der Tragachse 12 angeordnete Zapfen 14 schwenken kann. An ihrem von dem Bord 5 abgewandten Ende weist die Außenhülse 1 einen weiteren Bord 15 auf, dessen freies Ende in Richtung auf das andere axiale Ende der Außenhülse 1 geneigt ist. Auf diese Weise ist eine kegelige Aufnahme 15 für einen Zentrierdorn 16 gebildet. Im Übergangsbereich zwischen dem Bord 5 und dem inneren Hülsenabschnitt 4 ist eine weitere kegelige Aufnahme 17 für einen weiteren Zentrierdorn 18 vorgesehen.

Die Pendeleinrichtung ist im Querschnitt deutlich in der 2 zu erkennen.

Zum Nachbearbeiten des Bezugs 2 wird die Andruckrolle zwischen die beiden Zentrierdorne 16, 18 eingespannt, wobei aufgrund der kegeligen Gestaltung der Zentrierdorne 16, 18 und der kegeligen Aufnahmen 15, 17 eine selbstätige Zentrierung erreicht wird.

Die in der 3 vorgeschlagene erfindungsgemäße Andruckrolle unterscheidet sich von der aus den 1 und 2 im wesentlichen dadurch, daß anstelle zweier axial benachbarter Rillenkugellager ein Standardrillenkugellager 19 vorgesehen ist, wobei der innere Hülsenabschnitt 4 ohne Zwischenschaltung eines Bordes einstückig an die Außenhülse 1 anschließt. Der innere Hülsenabschnitt 4 ist der Außenhülse 3 eng benachbart, so daß auf einfache Art und Weise ein Versteifungsabschnitt gebildet ist. Am äußeren axialen Ende des inneren Hülsenabschnitts 4 ist ebenso wie in dem obenbeschriebenen Ausführungsbeispiel die kegelige Aufnahme 17 vorgesehen. Das Standardrillenkugellager 19 weist Laufringe 20, 21 mit Laufbahnen 22, 23 auf, an denen Kugeln 24 abwälzen.

1
Außenhülse
2
Bezug
3
Bezugshülse
4
innerer Hülsenabschnitt
5
Bord
6
Boden
7
Schmierbohrung
7a
Schmiernippel
8
Rillenkugellager
8a
Distanzstücke
9
Innenring
9a
Laufbahn
10
Kugel
11
Außenring
11a
Laufbahn
12
Tragachse
13
Innenhülse
14
Zapfen
15
Bord
16
Zentrierdorn
17
kegelige Aufnahme
18
Zentrierdorn
19
Standardrillenkugellager
20
Laufring
21
Laufring
22
Laufbahn
23
Laufbahn
24
Kugeln


Anspruch[de]
Andruckrolle für Textilmaschinen, insbesondere Texturiermaschinen, mit einer einen Bezug (2) tragenden Außenhülse (1), die über ein Wälzlager, insbesondere Rillenkugellager (8; 19) gegenüber einer Tragachse (12) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhülse (1) an ihrem einen axialen Ende durch einen einstückig mit der Außenhülse (1) verbundenen Boden (6) verschlossen ist, der mit einer Schmierbohrung (7) für das Wälzlager (8, 19) versehen ist. Andruckrolle nach Anspruch 1, bei der die Außenhülse (1) einen mit ihr einstückig verbundenen, koaxial angeordneten inneren Hülsenabschnitt (4) umfaßt, der sich zwischen den Enden der Außenhülse (1) erstreckt, und an den der Boden (6) einstückig anschließt. Andruckrolle nach Anspruch 2, bei der die Außenhülse (1) an ihrem einen axialen Ende mit einem Radialbord (5) versehen ist, an den der innere Hülsenabschnitt (4) einstückig anschließt. Andruckrolle nach Anspruch 2, bei der der innere Hülsenabschnitt (4) zu der Außenhülse (1) eng benachbart ist und einen Versteifungsabschnitt für die Außenhülse (1) bildet. Andruckrolle nach Anspruch 1, bei der der Boden (6) als Axialanschlag für das Wälzlager (8; 19) ausgebildet ist. Andruckrolle nach Anspruch 1, bei der die Außenhülse ein Standardrillenkugellager (8, 19) aufnimmt, das Laufringe (11, 9, 20) und an Laufbahnen (9a, 11a, 22, 23) abwälzende Kugeln (10; 24) umfaßt. Andruckrolle nach Anspruch 6, bei der der innere Hülsenabschnitt (4) das Standardrillenkugellager (8, 19) aufnimmt. Andruckrolle nach Anspruch 6, bei der das Standardrillenkugellager auf einer auf der Tragachse (12) vorgesehenen Innenhülse (13) angeordnet ist, die über einen quer zu der Tragachse (12) angeordneten Zapfen (14) mit der Tragachse (12) verbunden ist. Andruckrolle nach Anspruch 6 oder 7, bei der das Rillenkugellager durch ein genormtes Standardrillenkugellager (19) gebildet ist.






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