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Dokumentenidentifikation DE60117855T2 30.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001397246
Titel FLAMMENHEMMENDER, BEBILDERTER VLIESSTOFF
Anmelder Polymer Group, Inc., North Charleston, S.C., US
Erfinder HARTGROVE, Parks, Herbert, Angier, NC 28365, US;
DE LEON, Diaz, Sergio, Mooresville, NC 28115, US;
BLACK, Keith, Samuel, Garner, NC 27529, US;
HIJENGA, Joost, Friso, NL-3065 LB Rotterdam, NL
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60117855
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.12.2001
EP-Aktenzeichen 019912427
WO-Anmeldetag 13.12.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/48902
WO-Veröffentlichungsnummer 2002047907
WO-Veröffentlichungsdatum 20.06.2002
EP-Offenlegungsdatum 17.03.2004
EP date of grant 08.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse B32B 27/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B32B 27/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B27N 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D04H 1/46(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Verfahren zum Herstellen von Vliesstoffen und insbesondere auf ein Verfahren zum Herstellen von dreidimensional bebilderten Vliesstoffen, welche flammhemmende Eigenschaften zeigen, während sie ihren ästhetischen Eindruck, ihre Abriebsfestigkeit und ihre Stoffstärke beibehalten, wobei diese Eigenschaften die Verwendung des Stoffs bei Anwendungen in der Wandabdeckung erlauben.

Hintergrund der Erfindung

Beachtliche Mengen an Textilstoffen werden eingesetzt in der Konstruktion von Heim- und Geschäftsausstattungen, Raumteilern und Akustikpaneelen. Hersteller solcher Textilstoffe sind sich der letztendlichen Anwendung ihrer Materialien bei solchen Konstruktionen bewusst, und sie haben darauf geachtet, die ästhetischen Qualitäten der Stoffe zu verbessern. Des Weiteren haben Hersteller auch die Sicherheit in Betracht gezogen und nach Wegen gesucht, mit welchen die Textilstoffe mit einem höheren Maß an Flammhemmung versehen werden können.

Es ist bekannt, dass die Herstellung von herkömmlichen Textilstoffen ein komplexer Vorgang mit vielen Schritten ist. Die Herstellung von Stoffen aus Spinnfasern beginnt mit dem Krempelvorgang, wo die Fasern geöffnet werden und in einem Zuführstock, bekannt als Vorband, ausgerichtet sind. Mehrere Stränge des Vorbands werden dann mehrere Male auf Strecken gezogen, um die Fasern weiter auszurichten, zu mischen, die Gleichförmigkeit zu verbessern, wie auch den Durchmesser des Vorbands zu verringern. Das gezogene Vorband wird dann in einen Streichrahmen zugeführt, um ein Vorgarn herzustellen durch weiteres Verringern seines Durchmessers, als auch Aufprägen einer leicht falschen Verdrehung. Das Vorgarn wird dann in den Spinnrahmen zugeführt, wo es in Garn versponnen wird. Die Garne werden als nächstes auf einem Wickler platziert, wo sie in größere Pakete transferiert werden. Das Garn ist dann fertig, um verwendet zu werden, um einen Stoff zu erzeugen.

Für einen Webstoff sind die Garne gedacht zur spezifischen Verwendung als Ketten- oder Füllgarne. Die Füllgarnpakete (welche in der Querrichtung laufen und als Schuss bekannt sind) werden gerade zum Webstuhl zum Verweben genommen. Die Kettengarne (welche in Maschinenrichtung verlaufen und als Kettfäden bekannt sind) müssen weiterverarbeitet werden. Die Pakete von Kettfäden werden verwendet, um einen Kettstrahl auszubilden. Hier werden die Pakete auf einer Schärmaschine platziert, welche mehrere Garnenden auf den Strahl in einem parallelen Muster zuführt. Die Kettstrahlfäden laufen dann durch ein Haumesser, wo ein wasserlösliches Schlichten auf die Garne angewendet wird, um sie zu versteifen und die Abriebsfestigkeit während dem Verbleib des Webvorgangs zu verbessern. Die Garne werden auf einen Webstuhlstrahl gewunden, wenn sie aus dem Haumesser austreten, welcher dann auf der Rückseite des Webstuhls montiert ist. Hier werden die Kett- und Füllfäden in einem komplexen Vorgang verwoben, um die Yards von Textilstoff zu erzeugen.

Im Gegensatz dazu ist bekannt, dass die Herstellung von Vliesstoffen aus Spinnfasern effizienter ist als ein traditioneller Textilvorgang, da die Stoffe direkt aus dem Krempelvorgang erzeugt werden mit einer aktuellen Behandlung des Vliesstoffes, welche einfach angewandt wird.

Vliesstoffe sind geeignet zur Verwendung in einer breiten Vielzahl von Anwendungen, wo die Effizienz, mit welcher die Stoffe hergestellt werden können, einen signifikanten ökonomischen Vorteil dieser Stoffe gegenüber traditionellen Textilien bietet. Jedoch wurden Vliesstoffe allgemein benachteiligt, wenn Stoffeigenschaften verglichen wurden, insbesondere hinsichtlich der Oberflächenabriebsfestigkeit, des Pillings und der Dauerhaftigkeit in Mehrfachverwendungsanwendungen.

Wasservermittelt verschlungene Stoffe sind entwickelt worden mit verbesserten Fähigkeiten, welche ein Ergebnis der Verschlingung der Fasern oder Filamente in dem Stoff sind, eine verbesserte Stoffintegrität bietend. Auf das Verschlingen folgend kann die Stoffhaltbarkeit weiter verbessert werden durch die Anwendung von Bindemittelzusammensetzungen und/oder durch thermische Stabilisierung der verschlungenen Fasermatrix. Jedoch kommt die Verwendung solcher Maßnahmen, um eine Stoffhaltbarkeit zu erhalten, auf die Kosten eines steiferen und weniger ansprechenden Stoffs.

Der sich ergebende Textil- oder Vliesstoff erfordert eine weitere Verarbeitung, bevor ein geeignetes Material für die Konstruktion von Einrichtungen verfügbar ist. Der Stoff, der bei jedem der beiden Mechanismen konstruiert wird, ist im Wesentlichen planar, wobei er wenig hinsichtlich von makroskopischen Rauheiten aufweist, ganz zu schweigen von einer dreidimensionalen ästhetischen Qualität. Es war im Stand der Technik nötig, den Stoff weiter zu behandeln mit Prägetechniken oder komplexen Schäummitteln, um den Stoff mit einer multiplanaren ästhetischen Qualität auszustatten. Zusätzlich ist, abhängig davon, ob der Textilstoff aus einer teuren, flammhemmenden Spinnfaser gewoben wurde oder nicht, eine nachfolgende aktuelle Behandlung erforderlich, welche eine geeignete flammhemmende Chemiekalie enthält.

US-Patent Nr. 3,485,706 von Evans offenbart Verfahren zum effektiven wasservermittelten Verschlingen von Vliesstoffen. In letzter Zeit sind wasservermittelte Verschlingtechniken entwickelt worden, welche Bilder oder Muster auf den verschlungenen Stoff aufbringen durch Bewirken eines wasservermittelten Verschlingens auf dreidimensionalen Bildübertragungsvorrichtungen. Solche dreidimensionalen Bildübertragungsvorrichtungen sind offenbart im US-Patent Nr. 5,098,764, wobei die Verwendung von solchen Bildübertragungsvorrichtungen wünschenswert ist zum Schaffen eines Stoffs mit verbesserten physikalischen Eigenschaften wie auch einer ästhetisch erfreulichen Erscheinung.

Beim Präparieren eines bebilderten Vliesmaterials durch die vorliegende Erfindung zur Verwendung in Einrichtungen ist auch gefunden worden, dass das Material inhärente physikalische Eigenschaften aufweist, welche das Material äußerst geeignet machen für Wandabdeckungen, Fensterabdeckungen, Polsterungen und Bespannungsanwendungen, auf welche hier als ebenfalls laufende Anmeldungen Bezug genommen wird.

Vordem sind Versuche unternommen worden, flammhemmende Vliesstoffe zu entwickeln, welche die nötigen ästhetischen und physikalischen Eigenschaften für dauerhafte Endverbraucheranwendungen zeigen.

US-Patent Nr. 4,320,163 von Schwartz offenbart eine dreidimensionale Deckenbordabdeckung. Dieses Patent zieht eine selektive Beschichtung eines flammhemmenden Substrats mit einer Druckpaste in Erwägung, welche aus einem schäumbaren Plastisol besteht. Setzt man dann das so beschichtete Substrat einer erhöhten Temperatur aus, nimmt das Plastisol variabel in der Höhe zu unter dem Einfluss von sich ausdehnenden thermoplastischen Mikrokugeln, wobei sich eine aufgeraute oder „kugelige" Oberfläche ausbildet.

Eine Konstruktion ist offenbart im US-Patent Nr. 4,830,897 von Seward, wobei ein zunächst gewebter Textilstoff darauf eine wärmedissipative Metallfolie erhält, gefolgt durch einen fasrigen Faserflor. Die Anwendung eines nachfolgenden mechanischen Nadelvorgangs verbindet die Schichten in eine einheitliche Konstruktion.

US-Patent Nr. 5,437,904 von Roger Boulanger et al. offenbart ein Verfahren zum Verschlingen von lose zugeordneten Fasern, um ein einheitliches netzförmiges Netzwerk auszubilden durch Verwendung von Fluidströmen, welche in Gegenrichtung zu den Fasern aufgebracht werden. Dieses Patent verwendet Fasern, wie etwa Nomex, für ein Stoffkonstrukt.

US-Patent Nr. 5,252,386 von J. Hughes und Van Oglesby offenbart einen verschlungenen Vliesstoff aus Polyesterfasern, welcher ausgeglichene Dehnfestigkeitseigenschaften und verbesserte flammhemmende Eigenschaften aufweist. Die ausgeglichenen Dehnfestigkeitseigenschaften und verbesserten flammhemmenden Eigenschaften werden erreicht durch kreuzweises Verstrecken des verschlungenen Stoffs, nachdem der Stoff mit einer wasserbasierten flammhemmenden Zusammensetzung befeuchtet worden ist, und Trocknen des befeuchteten Stoffs, während er in seinem gedehnten Zustand gehalten wird.

US-Patent Nr. 3,485,706 von James Evans et al. offenbart textilartige Vliesstoffe aus Fasern, welche zufällig miteinander in einem sich wiederholenden Muster von lokalisierten, verschlungenen Bereichen verschlungen werden, welche verbunden sind durch Fasern, welche sich zwischen angrenzenden, verschlungenen Bereichen erstrecken. Es offenbart auch einen Vorgang zum Verfestigen von Fasern oder Filamenten in starke, gemusterte Strukturen, ohne herkömmliche Arbeitsschritte zu verwenden, welche vorher erforderlich waren zur Erzeugung von starken, gemusterten Vliesstoffen, wie etwa Weben, Stricken, Verketten oder dergleichen, und ohne die Erfordernis von Bindemitteln oder einer anderen ergänzenden Behandlung.

Es gibt eine Anzahl von japanischen Patenten, welche auf Vliesstoffe gerichtet sind, verwendet als eine Komponente in der Wandabdeckungsherstellung. JP 10168756 von Kawano et al. verwendet eine flammhemmende Spinnverbindung, welche Diguanidinphosphat enthält, laminiert auf einen Tapetenträger. Eine Tapete ist offenbart in JP 10131097 von Takeuchi et al., wobei ein Vliesstoff klebend mit einem Tapetenträger verbunden ist, wobei der Klebstoff eine beachtliche Menge an hochspezifischem, schwerem, feuerfestem Mittel enthält. JP 3251452 von Nakakawara et al. offenbart einen alternativen Schaumtexturierungsvorgang, wobei eine einheitliche Schaumschicht zu Beginn auf ein Vliessubstrat aufgebracht wird, dann ein Lösungsmittel darauf gedruckt wird, um das Laminat reduktiv mit einem Muster zu versehen. Ein letztes Patent von Interesse ist JP 11335958 von Nanbae et al., wobei ein zweischichtiger Vliesstoff, bei dem jede Schicht aus weniger als 20 % thermisch schmelzbaren Fasern besteht, einem Prägevorgang unterzogen wird.

Wie aus dem Stand der Technik gesehen werden kann, hat es keine effektive Verschmelzung von dreidimensionalen ästhetischen Qualitäten mit flammhemmenden Eigenschaften in einem Stoff gegeben, welcher geeignet ist für Einrichtungen, Fensterabdeckungen und Wandabdeckungsanwendungen.

Zusammenfassung der Erfindung

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines flammhemmenden Vliesstoffs im unabhängigen Anspruch 1 definiert, und ein flammhemmender Vliesstoff ist definiert im unabhängigen Anspruch 5. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beansprucht.

Andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden leicht deutlich werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung, den begleitenden Zeichnungen und den angehängten Ansprüchen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird einfacher verstanden werden durch eine detaillierte Erklärung der Erfindung einschließlich von Zeichnungen. Demgemäß sind Zeichnungen hier angefügt, welche besonders geeignet sind zur Erklärung der Erfindung; jedoch soll verstanden werden, dass solche Zeichnungen nur zum Zwecke der Erklärung dienen und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu sind. Die Zeichnungen werden kurz beschrieben wie folgt:

1 ist eine diagrammartige Ansicht einer Vorrichtung zum Herstellen eines haltbaren Vliesstoffs, die Prinzipien der vorliegenden Erfindung enthaltend;

2 ist eine diagrammartige Ansicht einer Vorrichtung für die Anwendung eines flammhemmenden Finishs an einem Vliesstoff die Prinzipen der vorliegenden Erfindung enthaltend;

3 ist eine teilweise Draufsicht von oben einer Übertragungsvorrichtung für ein dreidimensionales Bild des Typs, wie er zum Ausführen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet als „Dickstellen";

4 ist eine teilweise Draufsicht von oben auf eine Übertragungsvorrichtung für ein dreidimensionales Bild des Typs, wie er zur Anwendung der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet als „Kreuzdickstellen";

5 ist eine Photographie eines sich ergebenden Materials unter Verwendung der Bildübertragungsvorrichtung, die in 3 dargestellt ist; und

6 ist eine Photographie eines sich ergebenden Materials unter Verwendung der Bildübertragungsvorrichtung, die in 5 dargestellt ist.

Detaillierte Beschreibung

Obwohl die vorliegende Erfindung Ausführungsformen in verschiedenen Formen zugänglich ist, ist in den Zeichnungen gezeigt und wird im Folgenden beschrieben werden eine momentan bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, mit dem Verständnis, dass die vorliegende Offenbarung betrachtet werden soll als ein Beispiel der vorliegenden Erfindung und es nicht beabsichtigt ist, die Erfindung auf die spezielle dargestellte Ausführungsform zu beschränken.

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung kann ein haltbarer flammhemmender Vliesstoff hergestellt werden, welcher angewandt werden kann in einer breiten Vielzahl von Wandabdeckungen, beschrieben wie als Tapete angewandt. Es soll jedoch verstanden werden, dass im Hinblick auf geeignete Modifikationen die Erfindung angepasst werden kann zur Verwendung mit Tuch, Holzfurnier, Kunststoff oder Kombinationen davon, wie beispielhaft dargestellt durch US-Patent Nr. 3,663,269 von Fischer et al., mit dem Stoff aufweisend eine ausreichende Flammhemmung, Drapierbarkeit, Abriebsfestigkeit, Festigkeit und Reißfestigkeit, mit Farbfestigkeit bei Licht. Es war schwierig, Vliesstoffe herzustellen, welche die gewünschte Hand-, Drapier- und Pilling-Widerstandskraft erreichen, welche in Webstoffen vorhanden sind.

In dem Fall, in dem Vliesstoffe hergestellt werden unter Verwendung von langen Spinnfasern, weist der Stoff typischerweise einen Grad von ausgesetzten Oberflächenfasern auf, welche sich abreiben oder „pillen" werden, falls sie nicht ausreichend verschlungen sind und/oder nicht mit den geeigneten Polymerchemikalien in Folge des wasservermittelten Verschlingens behandelt werden. Die vorliegende Erfindung bietet einen fertigen Stoff, welcher einfach geschnitten, gesäumt und zum Weiterverkauf verpackt werden kann oder als ein Teil in der Herstellung von einem komplexeren Artikel verwendet werden kann. Die Kosten, die mit dem Designen/Weben, der Stoffvorbereitung, dem Einfärben und den Abschlussschritten verbunden sind, können wünschenswerterweise reduziert werden.

Mit Bezugnahme auf 1 ist darin eine Vorrichtung dargestellt zum Durchführen des vorliegenden Verfahrens zum Ausbilden eines Vliesstoffs. Der Stoff wird ausgebildet aus einer Fasermatrix, welche bevorzugt lange Spinnfasern enthält, aber es liegt innerhalb dessen, was durch die vorliegende Erfindung vorgesehen ist, dass unterschiedliche Arten von Fasern oder Faserzusammenstellungen verwendet werden können. Die Fasermatrix wird bevorzugt gekrempelt und quergeschleift, um einen florförmigen Ausgangsstoff, bezeichnet P, auszubilden. In momentanen Ausführungsformen weist der florförmige Ausgangsstoff lange Spinnfasern aus Polyester auf, insbesondere Polyester, welches einen unabhängigen Grad einer Flammhemmung aufweist.

1 stellt eine Vorrichtung zum wasservermittelten Verschlingen dar zum Ausbilden von Vliesstoffen in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung schließt ein eine punktierungsausbildende Oberfläche in Form eines Riemens 12, auf welchem der florförmige Ausgangsstoff P positioniert wird zum Vorverschlingen durch einen Verschlingungsverteiler 14.

Die Verschlingungsvorrichtung der 1 schließt weiter ein eine Bild- und Mustertrommel 18, welche eine dreidimensionale Bildübertragungsvorrichtung zum Bewirken eines Bildes und eines Musters des leichtverschlungenen florförmigen Ausgangsstoffs aufweist. Die Bildübertragungsvorrichtung schließt ein eine bewegbare Bildoberfläche, welche sich relativ zu einer Mehrzahl von Verschlingungsverteilern 22 bewegt, welche in Zusammenwirkung mit den dreidimensionalen Elementen arbeiten, die durch die Bildoberfläche der Bildübertragungsvorrichtung definiert sind, um ein Bebildern und ein Bemustern des ausgebildeten Stoffs zu bewirken.

Eine Herstellung eines dauerhaften Vliesstoffs, welcher die Prinzipien der vorliegenden Erfindung enthält, wird begonnen durch Vorsehen des florförmigen Ausgangsstoffnetzes, bevorzugt in Form von 100 % flammhemmendem Polyester oder einer Polyestermischung. Die Verwendung des Polyesters bietet wünschenswerterweise einen Faltenwurf, was auf eine Behandlung mit der spezifischen Bindemittelmischung, welche hier aufgelistet ist, zu einem Material mit verbesserten flammhemmenden Eigenschaften bei verhältnismäßig niedrigen Kosten führt. Während der Entwicklung der Erfindung wurden Faserschichten, welche flammhemmendes Polyester, Standardpolyester, p-Aramid, n-Aramid, Melamin und Modacrylfasern in Mischungsverhältnissen zwischen etwa 100 Gew.-% bis 20 Gew.-% der geringeren Komponente bis 80 Gew.-% der größeren Komponente aufweisen, als wirksam herausgefunden. Solches Mischen der Schichten in dem florförmigen Ausgangsstoff wurde auch als ästhetisch ansprechende Farbvariationen herausbringend gefunden aufgrund der unterschiedlichen Absorption von Farbstoffen während der optionalen Färbeschritte.

Nach der Ausbildung und Integration des bebilderten und bemusterten Vliesstoffs wird ein flammhemmendes Bindemittelfinish aufgebracht. Das flammhemmende Bindemittelfinish schließt Chemikalien ein, um dem behandelten Stoff die Fähigkeit zu geben, verstärkter thermischer Schwächung und einem Fortschreiten von Flammen zu widerstehen, wenn er Verbrennungstemperaturen ausgesetzt ist. Eine bevorzugte Chemikalie, welche dabei eingesetzt wird, basiert auf halogenierten Derivaten einer Polyurethanhauptkette. Zusätzliche Chemikalien, einschließlich metallischer Salzfeuerlöschmittel, können in Verbindung mit dem hologenierten Polyurethan verwendet werden.

Auf die Aufbringung und das Ausheilen des flammhemmenden Bindemittelfinishs auf dem bebilderten Vliesstoff hin kann der sich ergebende Stoff gefärbt werden durch herkömmliche Textilfärbeverfahren. Verschiedene Färbeverfahren, allgemein bekannt in der Technik, sind anwendbar, einschließlich Walzen, Kissen und Strahl, wobei die Verwendung eines Strahlapparates und von Dispersionsfarben, wie wiedergegeben durch US-Patente Nr. 5,440,771 und Nr. 3, 966, 406, am meisten bevorzugt ist.

Beispiele Beispiel 1

Unter Verwendung einer Ausbildungsvorrichtung wie in 1 dargestellt, wurde ein Vliesstoff hergestellt in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung durch Vorsehen eines gekrempelten, zufälligen, florförmigen Ausgangsstoff-Faserflors, aufweisend Typ DPL 535-flammhemmende Polyesterfasern, 1,5 Denier bei 3,81 cm (1,5 Inch) Spinnlänge, wie erhalten von Fiber Innovation Technology of North Carolina. Das Gewebe hatte ein Grundgewicht von 9,48 mg/cm2 (2,8 Ounces pro Quadratyard) (plus oder minus 7%).

Vor dem Bemustern und Bebildern des florförmigen Ausgangsstoffs wurde das Gewebe verschlungen durch eine Reihe von Verschlingungsverteilern, wie sie diagrammartig in 1 dargestellt sind. 1 stellt eine Anordnung des florförmigen Ausgangsstoffs P auf einer Durchstoßungen ausbildenden Oberfläche in der Form eines Riemens 12 dar, mit dem Gewebe aufgebracht darauf durch verschlingende Verteiler 14. In den vorliegenden Beispielen schloss jeder der verschlingenden Verteiler drei je 120-Mikrometer-Öffnungen ein, beabstandet 42,3 pro Inch, 2,54 cm, wobei die Verteiler nachfolgend betrieben wurden in 3 Streifen, jeder bei 7,04, 21,13 und 56,34 bar (100, 300 und 800 psi), bei einer Liniengeschwindigkeit von 18,29 m/min (60 Fuß pro Minute).

Die Verschlingungsvorrichtung der 1 schließt weiter ein eine Bebilderungs- und Bemusterungstrommel 18, welche eine dreidimensionale Bildübertragungsvorrichtung aufweist zum Bewirken einer Bebilderung und Bemusterung des nun verschlungenen, florförmigen Ausgangsstoffs. Die Verschlingungsvorrichtung schließt ein eine Mehrzahl von Verschlingungsverteilern 22, welche in Zusammenwirkung mit der dreidimensionalen Bildübertragungsvorrichtung der Trommel 18 wirken, um eine Bemusterung des Stoffs zu bewirken. In dem vorliegenden Beispiel werden die drei Verschlingungsverteiler 22 betrieben bei 197,18 bar (2800 psi), bei einer Liniengeschwindigkeit, welche die gleiche war wie die, welche während der Vorverschlingung verwendet wurde.

Die dreidimensionale Bildübertragungsvorrichtung der Trommel 24 war konfiguriert als sogenannte Kreuzdickstellen, wie in 4 dargestellt.

Nachfolgend zu der bemusterten, wasservermittelten Verschlingung wurde der Stoff auf drei aufeinanderfolgenden Dampfbüchsen getrocknet bei etwa 135° C (275° F), dann empfing er eine im Wesentlichen gleichförmige Aufbringung durch Tauch- und Walzsättigung mit einer flammhemmenden Bindemittelzusammensetzung bei einer Aufbringungsstation. Das Gewebe wurde dann durch drei aufeinanderfolgende Dampfbüchsen 41 geleitet, betrieben bei etwa 121,11° C (250° F).

In dem vorliegenden Beispiel wurde die Finish-Zusammensetzung vor dem Färben aufgebracht bei einer Liniengeschwindigkeit von 18,29 m/min (60 Fuß pro Minute), mit einem Walzendruck von 2,25 bar (32 Pfund pro Quadratinch) und einer prozentualen Feuchtigkeitsaufnahme von ungefähr 125 %.

Die flammhemmende Finish-Formulierung war in Gew.-% des Bades wie folgt: Wasser 90% Vycar 460 × 46 [Vinylchloridacrylcopolymerbindemittel] 10%
wie registriert für und zu erhalten von B.F. Goodrich aus Akron, Ohio.

Beispiel 2

Ein Stoff, der in der Art hergestellt wurde, wie sie im Beispiel 1 beschrieben ist, wobei bei der Alternative die flammhemmende Bindemittelzusammensetzungsformulierung in Gewichtsprozent des Bades wie folgt war:

Das Obige ist eingetragen für und kann bezogen werden von Chemonic Industries, North Carolina. Ammoniumhydroxid, wässrig 0,50 %
wie eingetragen für und zu beziehen von B.F. Goodrich aus Ohio Wasser 82,0 %

Beispiel 3

Ein Stoff wie hergestellt in der Art und Weise beschrieben in Beispiel 1, wobei in der Alternative 20,0 % Pyron 6139 anstelle von 16 % Pyron 6135 verwendet wurde und 78,0 % Wasser verwendet wurde anstelle von 82,0 % Wasser.

Die folgenden Bezugswerte sind erstellt worden in Zusammenhang mit Vliesstoffen, welche die gewünschte Kombination von Haltbarkeit, Weichheit, Abriebsfestigkeit usw. bieten, für bestimmte Heimverwendungsanwendungen.

Die Testdaten in den angefügten Tabellen zeigen, dass die Vliesstoffe die verschiedenen oben beschriebenen Bezugswerte für Stoffleistung im Allgemeinen erreichen, erfüllen oder übertreffen und, im Hinblick auf kommerziell verfügbare Produkte im Besonderen, erreicht werden können mit Stoffen, welche in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind. Für viele Anwendungen sind Stoffe, welche Grundgewichte zwischen etwa 6,76 mg/cm2 (2,0 Ounces pro Quadratyard) und 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, bevorzugt, wobei Stoffe, welche Grundgewichte von etwa 8,47 mg/cm2 (2,5 Ounces pro Quadratyard) bis etwa 11,85 mg/cm2 (3,5 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, am meisten bevorzugt sind. Stoffe, welche in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, sind flammhemmend, haltbar und faltenwurffähig, und sie sind für dekorative Wandabdeckungsanwendungen geeignet.

Für Polsterungs- und Tuchanwendungen sind Stoffe bevorzugt, welche Grundgewichte zwischen etwa 6,76 mg/cm2 (2,0 Ounces pro Quadratyard) und 33,87 mg/cm2 (10,0 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, wobei Stoffe, welche Grundgewichte von etwa 10,16 mg/cm2 (3,0 Ounces pro Quadratyard) bis etwa 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, am meisten bevorzugt sind. Stoffe, welche in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, sind flammhemmend, haltbar und faltenwurffähig, und sie sind nicht nur geeignet zum Abdecken oder Polstern von Möbeln, wie Stühlen, Couchen, Sesseln oder dergleichen, sondern auch als Textilien oder hängende Stoffe, welche den Zugang von Umgebungslicht durch den Stoff verhindern.

Für Fensterabdeckungsanwendungen sind Stoffe, welche Grundgewichte zwischen etwa 1,69 mg/cm2 (0,5 Ounces pro Quadratyard) und 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, bevorzugt, wobei Stoffe, welche Grundgewichte von etwa 3,39 mg/cm2 (1,0 Ounces pro Quadratyard) bis etwa 13,55 mg/cm2 (4,0 Ounces pro Quadratyard) aufweisen, am meisten bevorzugt sind. Stoffe, welche in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, sind flammhemmend, haltbar und faltenwurffähig, und sie sind geeignet für Fensterabdeckungsanwendungen. Fensterabdeckungen der vorliegenden Erfindung sind solche Abdeckungen, welche das Einlassen von Umgebungslicht durch den Stoff gestatten, wie etwa Blätter, Schirme oder Sichtschutzelemente, einschließend, aber nicht beschränkt auf zellulär, vertikal, römisch, vertikal weich und horizontal weich.

Es soll verstanden werden, dass keine Beschränkung hinsichtlich der spezifischen Ausführungsformen, die hier dargestellt sind, beabsichtigt ist oder gefolgert werden soll. Die Offenbarung ist so gedacht, dass sie durch die angehängten Ansprüche alle solche Modifikationen abdeckt, welche in den Bereich der Ansprüche fallen.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines flammhemmenden Vliesstoffs, umfassend:

a. Bereitstellen eines florförmigen Ausgangsstoffs, welcher flammhemmende Polyesterfasern umfasst,

b. Bereitstellen einer dreidimensionalen Bildübertragungsvorrichtung,

c. wasservermitteltes Verschlingen des florförmigen Ausgangsstoffs auf der Bildübertragungsvorrichtung, um einen gemusterten und abgebildeten Vliesstoff zu bilden, und

d. Anwenden eines flammhemmenden Bindemittels auf dem Vliesstoff, um flammhemmende Eigenschaften zu verleihen, anschließendes Aushärten des Bindemittels,

wobei das flammhemmende Bindemittel auf ein halogenhaltiges Derivat einer Polyurethan-Hauptkette basiert.
Verfahren zur Herstellung eines flammhemmenden Vliesstoffs nach Anspruch 1, wobei:

der florförmige Ausgangsstoff auf einer kleine Öffnungen aufweisende Oberfläche vor dem Schritt des wasservermittelten Verschlingens des florförmigen Ausgangsstoffs auf der Bildübertragungsvorrichtung wasservermittelt verschlungen wird.
Verfahren zur Herstellung eines flammhemmenden Vliesstoffs nach Anspruch 1, weiter umfassend das Färben des Vliesstoffs. Verfahren zur Herstellung eines flammhemmenden Vliesstoffs nach Anspruch 3, wobei:

der Vliesstoff durch eine von dem Mittel ausgewählte Methode gefärbt wird, welche aus Düsenfärben, Dispergierfärben, Klotzfärben, Schablonendruck, Transferdruck und deren Kombinationen bestehen.
Flammhemmender Vliesstoff, umfassend:

a. Bereitstellen eines florförmigen Ausgangsstoffs, der flammhemmende Polyesterfasern umfasst,

b. der florförmige Ausgangsstoff durch wasservermitteltes Verschlingen auf einer dreidimensionalen Bildübertragungsvorrichtung gemustert und abgebildet wird, um einen Vliesstoff zu bilden,

c. der Vliesstoff eine im Wesentlichen einheitliche Anwendung eines flammhemmenden Bindemittels bekommt, danach ein Aushärtungsschritt gefolgt wird, das flammhemmende Bindemittel auf ein halogenhaltiges Derivat einer Polyurethan-Hauptkette basiert,

d. der resultierende Stoff aufweist einen Gewichtsverlust wegen vertikaler Flamme von weniger als 42 %, der mit der Testmethode ASTM D3776 gemessen wird, eine Abriebfestigkeit von zumindest 50 Tabor-Zyklen, die mit der Testmethode ASTM D4970 gemessen wird, und eine Zugfestigkeit in der Maschinenrichtung von zumindest 12,96 kg (38 Pfund), die mit der Testmethode ASTM D5034 gemessen wird.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 5, wobei:

der Vliesstoff ein Endbasisgewicht von zwischen ungefähr 6,76 mg/cm2 (2,0 Ounces pro Quadratyard) und ungefähr 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) aufweist.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 6, wobei:

der Vliesstoff ein Endbasisgewicht von zwischen 8,47 mg/cm2 (2,5 Ounces pro Quadratyard) und 11,85 mg/cm2 (3,5 Ounces pro Quadratyard) aufweist.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 5, wobei:

der Vliesstoff in der Fertigung von Tapeten verwendet wird.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 5, wobei:

der Vliesstoff in Polsterungs- und Tuchanwendungen benutzt wird und ein Endbasisgewicht zwischen ungefähr 6,76 mg/cm2 (2,0 Ounces pro Quadratyard) und ungefähr 33,87 mg/cm2 (10,0 Ounces pro Quadratyard) hat.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 9, wobei:

der Vliesstoff ein Endbasisgewicht zwischen 10,16 mg/cm2 (3,0 Ounces pro Quadratyard) und 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) hat.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 5, wobei:

der Vliesstoff in Fensterabdeckungsanwendungen benutzt wird, und ein Endbasisgewicht zwischen ungefähr 1,69 mg/cm2 (0,5 Ounces pro Quadratyard) und 20,32 mg/cm2 (6,0 Ounces pro Quadratyard) hat.
Flammhemmender Vliesstoff nach Anspruch 11, wobei:

der Vliesstoff ein Endbasisgewicht zwischen ungefähr 3,39 mg/cm2 (1,0 Ounces pro Quadratyard) und 13,55 mg/cm2 (4,0 Ounces pro Quadratyard) hat.






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