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Dokumentenidentifikation DE60118303T2 30.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001167279
Titel Vorrichtung sowie Verfahren zum automatischen Tuften von Polsterungen
Anmelder Whaley, Jonathon Nicholas, Mursley, Buckinghamshire, GB
Erfinder Whaley, Jonathon Nicholas, Mursley, Buckinghamshire MK17 0JA, GB
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60118303
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.06.2001
EP-Aktenzeichen 013053673
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2002
EP date of grant 29.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse B68G 7/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zum automatischen Tuffen von Matratzen, Futons, Kissen und dergleichen. Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung für das Durchführen des Verfahrens.

Matratzen und Futons werden seit langem mittels Noppen zusammengehalten. Die Noppe dient ebenfalls dazu, die äußeren Schichten der Materialien, Drells und Füllungen zu stabilisieren.

Im Fachgebiet wird im Allgemeinen verstanden, dass das Wort „Noppe" zwei Elemente (hierin nachfolgend als „Noppenelemente" bekannt) aufweist, die außerhalb einer jeden Hauptfläche der Matratze angeordnet sind und mittels einer Schnur, eines Streifens oder eines ähnlichen Elementes (worauf man sich hierin nachfolgend als ein „Verbindungselement" bezieht), die an jedem Noppenelement befestigt ist, zusammengehalten werden. Hierin nachfolgend wird das Wort „Noppe", wenn es allein verwendet wird, benutzt, um die vollständige Anordnung des Noppenelementes, des Verbindungselementes und weiterer charakteristischer Merkmale zu beschreiben.

Eine spezielle Art der Noppe, die im Fachgebiet bekannt ist, ist die „Bandnoppe" 22, die in 1 veranschaulicht wird. Diese Noppe weist einen Streifen 12 aus elastischem Material (typischerweise Nylon, obgleich Polyethylen, Polypropylen, Reyon und andere Materialien ebenfalls verwendet werden können) auf, der an beiden Enden mit den Noppenelementen 14a, 14b aus härterem Material (wobei Polymere, wie beispielsweise Nylon, Polyethylen und Polypropylen bevorzugt werden, obgleich andere Materialien, wie beispielsweise Metall und Holz, ebenfalls verwendet werden können) in Wechselwirkung steht, wobei die Längsachse des Streifens im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Noppenelemente verläuft. Eine Bandnoppe wird im GB-A-2349332 beschrieben und veranschaulicht. Gleiche Noppen werden beispielsweise im GB 814651 beschrieben, obgleich die in diesem Patent beschriebenen Noppenelemente aus einem anderen Material bestehen. Eine alternative Form der Bandnoppe wird in der anhängigen GB-Anmeldung Nr. 0105081.4 beschrieben.

Bandnoppen können vorteilhafterweise durch Formen hergestellt werden. Wie in 1 veranschaulicht wird, kann ein Strang 10 von Noppen 22, 24, 26, die in Reihe verbunden sind und einen kontinuierlichen Streifen 12 aufweisen, der mit den Noppenelementen 14a, 14b, 14c, 14d, 14e in Wechselbeziehung steht, hergestellt werden. Der Strang von Noppen kann typischerweise auf einer Rolle oder dergleichen bereitgestellt werden. Die Noppen werden durch Schneiden des Streifens zwischen den Noppenelementen getrennt. Alternativ könnte der Strang in einzelne Noppen vorher geschnitten werden, die danach in ein Magazin oder dergleichen gefüllt werden.

Typischerweise werden derartige Noppen an der Matratze bei Benutzung einer Nadel befestigt, wie beispielsweise einer Tufting- oder Ausstoßnadel, deren Aufbau jenen Fachleuten gut bekannt ist. Ein Beispiel für eine Tuftingnadel wird im GB 903464 vorgelegt.

Die Matratze wird zuerst auf eine Dicke zusammengedrückt, die geringer ist als die Länge der zu verwendenden Bandnoppe. Eines der Noppenelemente wird in eine Aussparung in der Tuftingnadel eingesetzt, wobei das andere Ende frei bleibt. Die Tuftingnadel, die das erste Noppenelement trägt, wird danach durch beide Flächen der Matratze geführt, wobei das zweite (freie) Noppenelement nicht in der Lage ist, durch das von der Nadel bewirkte Loch hindurchzugehen und folglich auf der Außenseite der Matratze verbleibt. Wenn die Tuftingnadel die Matratze verlässt, wird das erste Noppenelement freigegeben, so dass beide Noppenelemente auf den Außenflächen der Matratze angeordnet sind. Die Tuftingnadel kann außerdem mit einer elastischen Einrichtung versehen sein, wie beispielsweise einem federbelasteten Kolben, der das erste Noppenelement aus der Nadel ausstößt oder anderweitig dabei hilft, es freizugeben. Sobald der Tuftingvorgang abgeschlossen ist, wird die Matratze dekomprimiert.

Viele Hersteller verwenden eine Halterung, wie beispielsweise eine Unterlegscheibe, in Verbindung mit der Bandnoppe; eine Halterung kann auf einer von beiden oder beiden Flächen der Matratze bereitgestellt werden. Die Funktion von derartigen Halterungen ist, dass verhindert wird, dass das Noppenelement durch den Matratzendrell gezogen wird, und dass man bequemer auf der Noppe sitzen oder liegen kann. Derartige Halterungen können aus Filz, Pappe, Schaumstoff, Leder oder Kunststoff hergestellt werden; eine alternative Form der Halterung wird in der anhängigen GB-Anmeldung Nr. 0105082.2 beschrieben. Eine erste Unterlegscheibe kann an der proximalen Fläche der Matratze (d.h., der Fläche, in die die Nadel eindringt) angebracht werden, indem sie am freien Noppenelement befestigt wird, wobei die Unterlegscheibe nicht durch die Matratze hindurchgehen kann. Wenn die Nadel aus der distalen Fläche der Matratze austritt, kann ihre Spitze mit einer zweiten Unterlegscheibe so in Eingriff kommen, dass, wenn das erste Noppenelement von der Tuftingnadel freigegeben wird, die Unterlegscheibe nur von der Nadelspitze getrennt werden muss, damit sie in der richtigen Position ist. Alternativ kann die zweite Unterlegscheibe am Noppenelement angeordnet werden, nachdem es von der Tuftingnadel ausgestoßen wurde, bevor die Matratze dekomprimiert wird.

Das hierin vorangehend beschriebene Tuftingverfahren wurde traditionell manuell durchgeführt. Der Arbeiter kann eine beträchtliche Menge an Kraft aufwenden müssen, um die Tuftingnadel durch die Matratze zu treiben. Das macht den Vorgang langsam und unwirksam, und ein wiederholtes Anwenden derartiger Kräfte über eine lange Zeitdauer kann für die Gesundheit des Arbeiters nachteilig sein.

Es wäre daher wünschenswert, die Automatisierung des Tuftingvorganges zu verstärken, wodurch der Vorgang schneller und wirksamer gemacht wird und sich weniger auf manuelle Anstrengungen verlässt.

Maschinen, die gestatten, dass die Tuftingnadel mit einer Antriebseinrichtung in Eingriff kommt, wie beispielsweise einem Druckluftkolben oder einem mechanischen Kolben, sind im Fachgebiet bekannt. Das erste Noppenelement wird mit einer Aussparung an der Tuftingnadel in Eingriff gebracht, wie es hierin vorangehend beschrieben wird, und die Nadel wird danach mit der Einrichtung verbunden oder bildet einen Teil davon, die die Nadel durch die Matratze treibt. Ein Beispiel für eine derartige Maschine wird im GB 910253 beschrieben.

Das EP-A-844210, von dem man glaubt, dass es den unmittelbarsten Stand der Technik verkörpert, beschreibt und veranschaulicht eine Tuftingmaschine, die eine Vielzahl von Vorrichtungen, wie beispielsweise Tuftingnadeln, die ein Noppenelement aufnehmen können, und die auf einer Matratze an der Stelle positioniert werden können, wo die Noppe angewandt werden soll, und eine Betätigungseinrichtung für das Drücken der Tuftingvorrichtungen durch die Matratze umfasst. Die Noppenelemente müssen jedoch manuell in die Tuftingvorrichtungen dieser Maschine gefüllt werden.

Wie es vorangehend gezeigt wird, während die bekannten Tuftingmaschinen einige Schritte des Tuftingvorganges automatisieren, ist noch eine bedeutende Menge an manueller Eingabe erforderlich.

Das US-A-4111347 offenbart eine Vorrichtung für das Verteilen von kleinen Kunststoffbefestigungselementen, um Materialschichten zusammenzuhalten, wie beispielsweise einen Knopf am Stoff oder zwei Schichten Stoff. Die Befestigungselemente werden von einem Vorrat an Befestigungselementen versorgt, bei dem die Befestigungselemente nebeneinander befestigt sind, und ein einzelnes Befestigungselement wird vom Vorrat durch ein gleitendes Trennelement getrennt, das das getrennte Befestigungselement in Ausrichtung und Eingriff mit zwei Nadeln bringt, die die Schichten des Materials durchdringen, die miteinander befestigt werden sollen.

Die vorliegende Erfindung strebt danach, das Problem der Bereitstellung einer Tuftingmaschine und eines Verfahrens zu lösen, die die manuelle Eingabe minimiert und insbesondere die Notwendigkeit vermeidet, das Noppenelement manuell einzugeben.

Außerdem strebt die vorliegende Erfindung danach, eine Vorrichtung bereitzustellen, die eine Matratze bei Verwendung des vorangehend beschriebenen Stranges von Noppen tuften kann, ohne dass der Arbeiter die Vorrichtung nach dem Anbringen einer Noppe zum Stillstand bringen muss, um die nächste Noppe vom Strang zu trennen.

Außerdem zielt die vorliegende Erfindung darauf, eine Tuftingmaschine bereitzustellen, die die Freigabe des Noppenelementes von der Tuftingnadel unterstützen kann.

Außerdem strebt die vorliegende Erfindung danach, das Problem der Bereitstellung einer Tuftingmaschine zu lösen, die in der Lage ist, automatisch Halterungen (wie beispielsweise Unterlegscheiben) in ihren richtigen Positionen anzuordnen.

Mit den vorangehend erwähnten Zielen im Sinn wird entsprechend der Erfindung eine Vorrichtung für das automatische Tuften von Polsterungen bei Verwendung von Noppen bereitgestellt, die ein Verbindungselement mit einem Noppenelement an beiden Enden aufweisen, wobei die Vorrichtung umfasst:

eine Eingriffseinrichtung für eine Noppe, wobei die Noppe von einem Strang von Noppen zugeführt wird, die in einer Beziehung Ende-an-Ende verbunden sind;

eine Einrichtung für das Trennen der in Eingriff befindlichen Noppe vom Strang der Noppen;

eine Einrichtung für das Treiben der Eingriffseinrichtung zusammen mit einem Noppenelement und dem Verbindungselement der in Eingriff befindlichen Noppe durch eine Polsterung und Zurückziehen der Eingriffseinrichtung, sobald die Noppe freigegeben ist; und

eine Einrichtung für das automatische erneute Zuführen der Eingriffseinrichtung mit einer weiteren Noppe.

Die Vorrichtung kann außerdem eine Einrichtung für das Unterstützen der Freigabe der in Eingriff befindlichen Noppe aus der Eingriffseinrichtung umfassen.

Vorzugsweise kann die Vorrichtung ebenfalls eine Einrichtung für das Ineingriffbringen und das richtige Anordnen mindestens einer Halterung (beispielsweise einer Unterlegscheibe) in ihrer Halteposition aufweisen. Beispielsweise könnte eine derartige Einrichtung die Form der Zuführeinrichtung haben, die für ein Zusammenwirken mit der automatischen Vorrichtung zum Tuften angeordnet ist.

Es wird ebenfalls entsprechend der Erfindung ein Verfahren zum automatischen Tuffen einer Polsterung bereitgestellt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellen einer Noppe, wobei die Noppe ein Verbindungselement mit einem Noppenelement an beiden Enden aufweist und von einem Strang von Noppen zugeführt wird, die in einer Beziehung Ende-an-Ende verbunden sind;

Ineingriffbringen der Noppe in der Eingriffseinrichtung;

Trennen der in Eingriff befindlichen Noppe vom Strang der Noppen;

Treiben der Eingriffseinrichtung zusammen mit einem Noppenelement und dem Verbindungselement der in Eingriffbefindlichen Noppe durch eine Polsterung;

Freigeben der in Eingriff befindlichen Noppe;

Zurückziehen der Eingriffseinrichtung; und

automatisches erneutes Zuführen der Eingriffseinrichtung mit einer weiteren Noppe.

Die Noppe, die in der Vorrichtung wird beim Verfahren entsprechend der vorliegenden Erfindung verwendet wird, wird von einem Strang von Noppen zugeführt. Es wird bevorzugt, dass die Noppe im Strang der Noppen verbunden ist, wie es nachfolgend beschrieben und veranschaulicht wird. In diesem Fall kann die Noppe vorteilhafterweise vom Strang durch Schneiden getrennt werden; beispielsweise mittels eines oder mehrerer richtig positionierter Messer.

Die Polsterung wird vorzugsweise durchgehend beim Vorgang zusammengedrückt. Beispielsweise können schwere Stangen über die gesamte Strecke über eine jede Fläche der Matratze vorhanden sein, wobei die Stangen sich in Richtung zueinander bewegen können, um die gesamte Polsterung während des Vorganges zusammenzudrücken, und voneinander weg, um die Polsterung am Ende des Vorganges freizugeben. Alternativ kann ein örtliches Zusammendrücken durch die Anwendung von Druck auf die Oberfläche der Polsterung in dem spezifischen Bereich zur Anwendung gebracht werden, auf den die Eingriffseinrichtung wirkt. Während sich die Eingriffseinrichtung in Übereinstimmung mit der Anwendung von Druck auf die Polsterung bewegt, wird die Polsterung zusammengedrückt. In diesem Fall kann eine leichte Gaze (typischerweise aus Metall) auf der Rückseite der Polsterung verwendet werden, um die Polsterung während des Zusammendrückens und des Tuftens einfach zu stützen. Ein Druck wird vorzugsweise durch ein Element mit Ringkonstruktion angewandt. In diesem Fall, wenn die Eingriffseinrichtung eine Tuftingnadel aufweist, kann die Nadel mit dem in Eingriff befindlichen Noppenelement und wahlfrei der Halterung leicht durch das Loch hindurchgehen, und die Stelle des Zusammendrückens ist an der Nadel zentriert.

Das Verfahren kann außerdem den Schritt des Unterstützens der Freigabe der in Eingriff befindlichen Noppe aus der Eingriffseinrichtung umfassen.

Die Vorrichtung umfasst eine Eingriffseinrichtung für eine Noppe, vorzugsweise indem eines der Noppenelemente in Eingriff gebracht wird. Die Eingriffseinrichtung für eine Noppe weist vorzugsweise eine Ausstoß- oder Tuftingnadel auf, wie sie den Fachleuten gut bekannt ist, wobei ein Noppenelement vorteilhafterweise in eine Aussparung in einer derartigen Tuftingnadel eingesetzt wird. Wie es vorangehend umrissen wird, kann die Eingriffseinrichtung außerdem mit einer Einrichtung für das Ausstoßen oder anderweitige Unterstützen der Freigabe des Noppenelementes aus der Tuftingnadel versehen sein. Die Ausstoßeinrichtung kann vorzugsweise eine elastische Einrichtung aufweisen, wie beispielsweise einen federbelasteten Kolben, wobei die Feder schwächer ist als die Reißfestigkeit der Noppe. Während sich die Eingriffseinrichtung durch die Polsterung bewegt, ist es der Kolben, der auf das Noppenelement wirkt, wobei es durch die Polsterung genommen wird. Der Kraft am Kolben kann durch die Wirkung einer Feder ein Widerstand entgegengesetzt werden. Wenn die Eingriffseinrichtung durch die Polsterung hindurchgegangen ist, wird das Verbindungselement straff; während sich die Eingriffseinrichtung weiter vorwärtsbewegt, wird ein zunehmender Druck auf den Kolben angewandt. Das verstärkt wiederum die Kraft auf die Feder, so dass bei einer Belastung unterhalb der Reißfestigkeit des Noppenelementes die Belastung auf die Feder überwunden wird und der Kolben sich nach hinten relativ zum Körper der Eingriffseinrichtung bewegt. Das gestattet, dass das Noppenelement aus der Eingriffseinrichtung freigegeben wird. Alternativ kann eine Einrichtung für das Treiben, wie beispielsweise ein Druckluftkolben, ein mechanischer Kolben oder irgendeine andere geeignete Einrichtung, benutzt werden, um den Kolben in die geeignete Position zu bewegen oder freizugeben, um das Noppenelement an der richtigen Stelle freizugeben.

Die Anordnung des Noppenelementes in der Eingriffseinrichtung kann ebenfalls so sein, dass die Funktion des Kolbens in der umgekehrten Richtung erfolgt, so dass das Noppenelement aus der Eingriffseinrichtung ausgestoßen wird, indem der Kolben das Noppenelement aus der Eingriffseinrichtung drückt.

Die Eingriffseinrichtung kann mit einer Einrichtung für das Treiben des in Eingriff befindlichen Noppenelementes durch die Polsterung verbunden sein oder einen Teil davon bilden. Die Einrichtung für das Treiben kann beispielsweise einen Druckluftkolben oder einen mechanischen Kolben aufweisen, obgleich irgendeine Einrichtung, die für das Treiben des Noppenelementes durch die Polsterung geeignet ist, bei der Vorrichtung und beim Verfahren entsprechend der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.

Die Vorrichtung kann auf einer mechanischen Halterungseinrichtung getragen werden, die im Fachgebiet bekannt ist, beispielsweise eine Halteplatte oder eine andere ähnliche Konstruktion. Alternativ kann die Vorrichtung so angepasst werden, dass sie von Hand gehalten wird. Es sollte jedoch bemerkt werden, dass in einem derartigen Fall die Vorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung mechanisch angetrieben und betätigt bleibt, wobei der Arbeiter nur die Vorrichtung in der richtigen Position hält.

Eine einzelne Vorrichtung kann bereitgestellt werden, wobei die Vorrichtung so beweglich ist, dass alle Seiten der Polsterung getuftet werden können. Alternativ können mehrere Vorrichtungen unter einer gemeinsamen Steuerung bereitgestellt werden, so dass mehrere Abschnitte der Polsterung auf einmal getuftet werden können.

Obgleich die vorliegende Erfindung hierin nachfolgend mit Bezugnahme auf das Tuften von Matratzen beschrieben und definiert wird, wird der Fachmann verstehen, dass die Erfindung gleichermaßen bei anderen Polsterungen anwendbar ist, wie beispielsweise Futons und Kissen für Sitzbänke und Stühle.

Die Erfindung wird jetzt als Beispiel mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:

1 die Hauptbestandteile der Vorrichtung entsprechend der Erfindung in ihren Ausgangspositionen;

1a eine Seitenansicht eines Teils der in 1 veranschaulichten Vorrichtung;

1b eine Schnittdarstellung längs der Linie A-A in 1;

2 bis 13 die Vorrichtung entsprechend der Erfindung bei weiteren Stufen des Tufting-Vorganges;

14 eine Schnittdarstellung der getufteten Matratze am Ende des Vorganges;

15 eine Draufsicht der Matratze, die bei Verwendung von zwei Vorrichtungen entsprechend der vorliegenden Erfindung getuftet wird; und

16 bis 18 die Einrichtung für das lokalisierte Zusammendrücken einer Matratze in Übereinstimmung mit der Funktion der Vorrichtung entsprechend einer alternativen Ausführung der Erfindung.

1 zeigt im Allgemeinen einen Bandnoppenstrang 10, der ein Verbindungselement 12 aufweist, das unter einer konstanten Spannung gehalten wird und mit den Noppenelementen 14a, 14b, 14c, 14d, 14e in Wechselwirkung steht. Der Strang 10 gelangt durch die Klemmbacken 18a und 18b, die auf einer Gleitführung 16 montiert sind. Die zwei Klemmbacken 18a und 18b funktionieren so, dass sie über den Noppenelementen 14b, 14c aufspringen werden, wenn sie nach oben am Strang der Noppenbänder zurückgezogen werden, und dass sie sich durch Einschnappen in einem Nichtrückkehrvorgang schließen. Zwei Messer 20a, 20b sind für das Schneiden des Bandes und dadurch das Trennen vom Strang vorhanden. Das Noppenelement 14a ist über einer Tuftingnadel 30 positioniert, die einen Kolben 32, eine Aussparung 34 und eine Außenhülse 36 aufweist.

1 zeigt ebenfalls Unterlegscheiben 38a und 38b, die auf beiden Seiten der Matratze angeordnet sind, wie im Schnitt gezeigt wird. Die Matratze 40 wird zusammengedrückt. Die Hauptbauteile sind an Ort und Stelle, um das erste Noppenelement 14a in die Nadel 30 einzusetzen.

In den restlichen Fig. bezieht man sich auf identische Bauteile, indem die gleichen Bezugszahlen wie in 1 verwendet werden. In 1, 7 bis 13, 15, 17 und 18 wird die Matratze zusammengedrückt gezeigt; in 14 und 16 ist sie nicht zusammengedrückt.

1a ist eine Seitenansicht der Bauteile 10, 12, 14, 16 und 18 in 1 und veranschaulicht das Verbindungselement 12, das zwischen den Klemmbacken 18a und 18b gehalten wird, wobei das Noppenelement 14a außerhalb der Klemmbacken ist.

1b ist eine Schnittdarstellung längs der Linie A-A in 1 und veranschaulicht eine Aussparung 34, die aus der Außenhülle 36 der Tuftingnadel 30 ausgeschnitten ist.

2 zeigt die Klemmbacken 18, die nach vom bewegt wurden, wobei der Strang von Bandnoppen 10 mit ihnen gezogen und so positioniert wird, dass das Noppenelement 14a in der Aussparung 34 in Eingriff ist.

3 zeigt die Nadelhülse 36, die sich nach hinten bewegt hat, wobei der Kolben 32 an Ort und Stelle verbleibt. Das klemmt das Noppenelement 14a in der Aussparung 34 fest.

4 zeigt die Klemmbacken 18, die sich zurück an ihrer Startposition vorbei nach oben am Strang 10 bis zu einer Zwischenposition zwischen den Noppenelementen 14c und 14d bewegt haben.

5 zeigt die Klemmbacken 18, die in die Startposition zurückkehren. Man beachte, dass die Noppenelemente 14b, 14c vor der Startposition der Klemmbacken 18 sind.

6 zeigt die gesamte Anordnung der Posten 16, 18 und 20, die sich nach vorn bewegt haben, um in der ersten Bandnoppe 22 zwischen den Noppenelementen 14a und 14b ein loses Durchhängen zu bewirken.

7 zeigt die Messer 20, die die erste Bandnoppe 22 vom Strang 10 der Bandnoppen zwischen den Noppenelementen 14b und 14c weggeschnitten haben. Die erste Noppe 22 wird in der Nadel 30 gehalten.

8 zeigt die Anordnung 16, 18 und 20, die sich in die Startposition zurückbewegt hat. Sie zeigt ebenfalls die Nadel 30 und die erste Bandnoppe 22, die in die Matratze 40 gelangt, nachdem sie zuerst durch die Unterlegscheibe 38a auf der proximalen Seite der Matratze 40 hindurchgegangen ist.

9 zeigt die Nadel 30 und die Bandnoppe 22, die durch die distale Unterlegscheibe 38b hindurchgegangen ist.

9 und 10 zeigen die Nadel und die Bandnoppe 22, die durch die Matratze 40 austreten, nachdem sie die proximale Unterlegscheibe 38a von einer Anlage weggezogen haben, die die Unterlegscheiben zuführt (wobei die Zuführanlage in 15 gezeigt wird).

11 zeigt die Nadel 30, die damit beginnt, eine Spannung an der Bandnoppe 22 anzuwenden, während sie sich weiter vorwärtsbewegt.

12 zeigt das Noppenelement 14a, das aus der Nadel 30 durch die Rückwärtsbewegung des Kolbens 32 relativ zur Außenhülse 36 der Nadel 30 ausgestoßen wird. Das kann dadurch unterstützt werden, dass eine Feder (nicht gezeigt) hinter dem Kolben 32 vorhanden ist, die durch das Band 22 zusammengedrückt wird, das straff wird, während sich die Nadel 30 weiter nach vorn bewegt. Alternativ kann der Kolben 32 mittels irgendeiner geeigneten Einrichtung, die im Fachgebiet bekannt ist, mechanisch nach hinten gezogen werden.

13 zeigt die Nadel 30, die aus der Matratze 40 zurückgezogen wird, wobei die Bandnoppe 22 mit den Unterlegscheiben 38a, 38b zurückbleibt, die auf jedes Ende zwischen den Noppenelementen 14a, 14b und der Oberfläche der Matratze 40 gefädelt sind.

14 zeigt eine Schnittdarstellung der Matratze 40, die nicht zusammengedrückt ist, wobei die Bandnoppe 22 und die Unterlegscheiben 38 an Ort und Stelle sind.

15 zeigt eine mögliche Anordnung der Anlage, wobei die Matratze 40 durch Stangen 42 zusammengedrückt wird und einige Bandnoppen 22 und die Unterlegscheiben 38 bereits eingesetzt wurden. Es wird gezeigt, dass der Bandnoppenstrang 10 von einer Rolle 44 über eine Spannvorrichtung 46 in die Einsetz- und Schneidvorrichtung 48 läuft (die unter anderen Funktionsmechanismen die Führung 16, die Klemmbacken 18 und die Messer 20 aufweist), wobei die Nadelanlage am Mechanismus 50 montiert ist, die Unterlegscheibe und die Nadel 52 mit der Unterlegscheibenzuführung 54 alle auf der Platte 56 montiert sind.

16 bis 18 veranschaulichen eine alternative Ausführung der Erfindung, bei der ein lokales Zusammendrücken angewandt wird. 16 zeigt die Startposition des Ringes 58 zwischen der Matratze 40 und der Unterlegscheibe 38a.

17 zeigt die lokale Zusammendrückfunktion des Ringes 58 und die Position der Nadel 30 und der Unterlegscheibe 38a entsprechend der Position zwischen 7 und 8.

18 zeigt die sich fortsetzende Funktion der Nadel 30 und der dazugehörenden Elemente. Weitere Schritte entsprechen jenen in 9 bis 14.

Es können mehrere dieser Anlagen vorhanden sein, die sich in einer vorprogrammierten X- und Y-Achse bewegen, indem eine bekannte Technologie genutzt wird. Diese Anlagen können ebenfalls auf beiden Seiten der Maschine montiert werden. Alternativ können die Anlagen am Ende eines Roboterarmes montiert werden. Nicht gezeigt, aber aus einem einfachen Zuführmechanismus bestehen die Unterlegscheibenzuführungen für die zweiten Unterlegscheiben.

Die Matratze würde entweder manuell oder automatisch in die Kompressionsmaschine eingesetzt, und sobald sie an Ort und Stelle ist, startet die Maschine.

Die erste Funktion wäre das Zusammendrücken der Matratze. Die Tufting-Anlagen würden sich danach weiterbewegen und in einer programmierten Weise tuften, bis alle Noppen an Ort und Stelle sind. Die Maschine würde dann dekomprimieren und die Matratze ausstoßen.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum automatischen Tuffen von Polsterungen bei Verwendung von Noppen (22), die ein Verbindungselement (12) mit einem Noppenelement (14a, 14b) an beiden Enden aufweisen, wobei die Vorrichtung umfasst:

eine Eingriffseinrichtung (30, 34) für eine Noppe (22), wobei die Noppe von einem Strang (10) von Noppen (24, 26) zugeführt wird, die in einer Beziehung Ende-an-Ende verbunden sind;

eine Einrichtung (20) für das Trennen der in Eingriff befindlichen Noppe (22) vom Strang (10) der Noppen (24);

eine Einrichtung für das Treiben der Eingriffseinrichtung (30, 34) zusammen mit einem Noppenelement (14a) und dem Verbindungselement der in Eingriff befindlichen Noppe (22) durch eine Polsterung (40) und Zurückziehen der Eingriffseinrichtung (30, 34), sobald die Noppe (22) freigegeben ist; und

eine Einrichtung für das automatische erneute Zuführen der Eingriffseinrichtung (30, 34) mit einer weiteren Noppe (24).
Vorrichtung nach Anspruch 1, die außerdem eine Einrichtung (32) für das Unterstützen der Freigabe der in Eingriff befindlichen Noppe (22) aus der Eingriffseinrichtung (30, 34) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, die außerdem eine Einrichtung (54) für das Ineingriffbringen und das richtige Anordnen mindestens einer Halterung (38) in ihrer Halteposition aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Halterungseingriffs- und -anordnungseinrichtung eine Zuführeinrichtung (54) für die Halterung (38) aufweist, wobei die Zuführeinrichtung (54) für ein Zusammenwirken mit der automatischen Vorrichtung zum Tuften angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Trenneinrichtung (20) eine Einrichtung für das Schneiden der Noppe (22) vom Strang (10) aufweist. Verfahren zum automatischen Tuffen einer Polsterung (40), wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellen einer Noppe (22), wobei die Noppe (22) ein Verbindungselement (12) mit einem Noppenelement (14a, 14b) an beiden Enden aufweist und von einem Strang (10) von Noppen (24, 26) zugeführt wird, die in einer Beziehung Ende-an-Ende verbunden sind;

Ineingriffbringen der Noppe (22) in der Eingriffseinrichtung (30, 34);

Trennen der in Eingriff befindlichen Noppe (22) vom Strang (10) der Noppen (24);

Treiben der Eingriffseinrichtung (30, 34) zusammen mit einem Noppenelement (14a) und dem Verbindungselement (12) der in Eingriffbefindlichen Noppe (22) durch eine Polsterung (40);

Freigeben der in Eingriff befindlichen Noppe (22);

Zurückziehen der Eingriffseinrichtung (30, 34); und

automatisches erneutes Zuführen der Eingriffseinrichtung (30, 34) mit einer weiteren Noppe (24).
Verfahren nach Anspruch 6, das außerdem den Schritt des Unterstützens der Freigabe der in Eingriff befindlichen Noppe (22) aus der Eingriffseinrichtung (30, 34) umfasst. Verfahren nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, bei dem die Polsterung (40) während des Vorganges zusammengedrückt wird.






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