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Dokumentenidentifikation DE60119056T2 30.11.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001188418
Titel Zahnmatrizenspanner
Anmelder Wilson, Jerry Don, Crescent City, Calif., US
Erfinder Wilson, Jerry Don, Crescent City, CA 95531, US
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen
DE-Aktenzeichen 60119056
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.08.2001
EP-Aktenzeichen 011194271
EP-Offenlegungsdatum 20.03.2002
EP date of grant 26.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.2006
IPC-Hauptklasse A61C 5/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Dentalwerkzeuge und insbesondere einen Matrixbandhalter und -spanner, der von einer Position auf der Lingualseite der Zähne aus verwendet wird, wie beispielsweise in US 2 502 903 offenbart.

Die Matrixspanner werden seit vielen Jahren von Zahnärzten verwendet, um in Vorbereitung auf das Einbringen einer Zahnfüllung ein sehr dünnes Metallmatrixband um die Zähne herumzulegen und festzuziehen. Diese Matrixspanner sind kleine Vorrichtungen, die auf der Labialseite der Zähne angeordnet sind und die die Enden eines Matrixbandes festklemmen, so dass eine Schlaufe entsteht, die festgezogen werden kann, so dass ein Metallhalter um einen Zahn herum gebildet wird, damit der Zahnarzt Füllmaterial in den Zahn hineindrücken kann.

Bisher wurden Matrixspanner auf der Labialseite des Zahnes zwischen dem Zahnfleisch und den Lippen angebracht, so dass, wenn an den hinteren Molaren gearbeitet wurde, der Arbeitsraum des Zahnarztes beschränkt war und der Patient sich unwohl fühlte. Der zu beschreibende Matrixspanner ist dafür gesehen, auf der Lingualseite der Zähne zu halten, so dass der Zahnarzt genügend Arbeitsraum hat und der Patient ein angenehmeres Gefühl hat.

Kurz gesagt, enthält der Matrixspanner zwei parallele, voneinander beabstandete Steher, jeweils mit einem Durchmesser von weniger als einem Zentimeter und etwa zwei Zentimeter lang. Beide Enden eines Metallmatrixbandes werden an einer der Steher geklemmt, und die gedoppelte Matrix verläuft durch verschiedene Schlitze im unteren Drittel jedes Stehers, so dass an verschiedenen Stellen an dem anderen Steher eine Matrixschlaufe entsteht. Der Abstand zwischen den beiden Stehern wird mittels einer drehbaren Stange eingestellt, die an einem Steher verankert ist und durch den anderen Steher hindurchgeschraubt wird, so dass eine Drehung der Stange ein Trennen der beiden Steher und eine Verkleinerung der Matrixschlaufe bewirkt.

In den Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführungsform des Zahnmatrixspanners veranschaulichen, ist Folgendes zu sehen:

1 ist ein Seitenaufriss des Spanners mit installierter Matrix.

2 ist eine Unteransicht des Spanners mit installierter Matrix.

3 ist ein seitlicher Querschnitt durch den Spanner mit installierter Matrix.

4 und 5 sind Unteransichten des Spanners mit installierter Matrix, wobei die Matrix in einem Zustand dargestellt ist, in dem sie um einen Zahn herum festgezogen ist, wobei der Zahn in durchbrochenen Linien dargestellt ist.

6 ist ein seitlicher Querschnitt durch den Spanner, wobei die Matrix in einem Zustand dargestellt ist, in dem sie um einen Zahn herum festgezogen ist, wobei der Zahn in durchbrochenen Linien dargestellt ist.

Eine Matrix ist gewebedünnes Edelstahlband, das um einen Zahn oder eine Gruppe von Zähnen herum festgezogen wird, so dass der Zahnarzt Material in den Zahn hineindrücken kann, ohne dass es herausquillt. Es gibt zahlreiche Arten von Matrixhaltern oder Matrixspannern, die ein Matrixband um einen Zahn herum festziehen, aber diese sind labialseitige Matrixhalter, die dafür ausgelegt sind, von der Vorderseite des Kiefers aus betätigt zu werden, wo sie ein Hindernis für den arbeitenden Zahnarzt darstellen. Der erfindungsgemäße Matrixhalter ist ein lingualseitiger Matrixhalter oder -spanner, so dass er in seiner Position hinter dem Zahn dem Zahnarzt nicht im Weg ist und kein Hindernis für dessen Arbeit darstellt.

1 ist ein Seitenaufriss des lingualseitigen Matrixspanners 10, der Folgendes umfasst: zwei identische parallele Steher 12, 14, die radial durch zwei parallele Stangen in einem rechten Winkel durch die Durchmesser der Steher hindurch verbunden sind; eine Führungsstange 16, die mit einem Ende in dem Steher 12 verankert ist und durch den Steher 14 geschoben werden kann; und eine Gewindestange 18, die mit einem Ende drehbar in dem Steher 12 verankert ist und über Gewindegänge in den Steher 14 hineingeschraubt ist. Ein Rändelrad 20 befindet sich an dem Ende der Gewindestange 18, das dem Steher 12 entgegengesetzt ist.

Die Steher bestehen vorzugsweise aus massiven Edelstahlzylindern, die ungefähr 1 Inch lang sind und einen Durchmesser von R Inch haben. Die Führungsstange 16 ist ungefähr zentriert, und die Gewindestange 18 befindet sich nahe der Oberseite der Steher. Ungefähr ein Drittel vom unteren Ende jedes Stehers 12, 14 aufwärts ist geschlitzt, um eine doppelte Dicke des Matrixbandes 22 hindurchzuführen, das zu einer Schlaufe gelegt ist, die durch ausgewählte Schlitze im unteren Ende der Steher hindurch verläuft und deren freies Ende mit einer Klemmschraube 24 an dem Steher 12 befestigt ist, wie in 1 gezeigt.

2 ist eine Unteransicht des Spanners, wobei das Schlitzdetail 1 in der Unterseite jedes Stehers 12, 14 gezeigt ist. Die Klemmschraube 24 ist in den Steher 12 nahe dem unteren Ende eingeschraubt, und zwar auf einer Achse, die parallel zu der Achse der Einstellschraube 16 und der Führungsstange 16 verläuft. Die Schraube 24 ist in ein Loch eingeschraubt, das durch den Steher hindurchgebohrt und mit einem Gewinde versehen ist, und zwar an einer Stelle ungefähr in der Mitte zwischen dem unteren Ende des Stehers und der Oberkante der Schlitze, die in den Steher eingearbeitet sind, um das Matrixband hindurchzuführen. Der Schlitz 26 in der Unterseite des Stehers 12 hat die Form eines "V". Die Klemmschraube 24 befindet sich in der Mitte zwischen den Schenkeln des "V", wobei sich ihr Ende am Scheitelpunkt des "V" befindet und dort das Matrixband festklemmt. Die Breite jedes Schenkels des "V"-Schlitzes muss ausreichend bemessen sein, dass zwei Dicken des Matrixbandes dort hindurchpassen.

Die Unterseite des Stehers 12 ist ebenfalls geschlitzt, aber mit einem axialen Kreuz, wobei der erste Schenkel 28 des Kreuzes auf einer Achse liegt, die parallel zu der Einstellschraube 18 verläuft, und der zweite Schenkel 29 quer in einem rechten Winkel zu dem ersten Schenkel 28 verläuft. Die Breite beider Schenkel 28, 29 des Schlitzes muss ausreichend bemessen sein, dass die doppelte Dicke des Matrixbandes bequem dort hindurchpasst. Es empfiehlt sich, dass die innere Überkreuzung der Schenkel 28, 29, wie gezeigt, gerundet ist, um die Reibung weiter zu vermindern, wenn die Matrix festgezogen wird, wenn der Zahnarzt entscheidet, das Matrixband sowohl durch den ersten Schenkel 28 als auch den quer dazu verlaufenden Schenkel 29 hindurchzuführen.

3 ist ein seitlicher Querschnitt durch den Matrixspanner 10, wobei der Aufbau der bevorzugten Ausführungsform gezeigt ist. Die beiden Steher 12, 14, bei denen es sich um massive Zylinder handeln kann, haben Schlitze 26, 28, 29 und eine Klemmschraube 24 ungefähr im unteren Drittel, die Führungsstange 16 durch den Durchmesser der Steher in der Mitte und die Einstellschraube 18 durch den Durchmesser der Steher so nahe wie möglich an deren oberem Ende. Die Matrix befindet sich im untersten Abschnitt des Spanners 10, und die Führungsstange 16, die sich oberhalb der Matrix befindet, muss sich genügend oberhalb der Matrix befinden, um nicht die Oberseite der Zähne zu berühren. Darum muss die Länge der Steher von ihren unteren Enden bis zur Führungsstange 16 größer sein als die Länge der Zähne des Patienten.

Die Führungsstange 16 sitzt fest in dem Loch 30, das durch den Steher 12 hindurch verläuft, und kann in dem Loch 32 verschoben werden, das durch den Steher 14 hindurch verläuft, so dass der Steher 14 zu dem Steher 12 hin und von dem Steher 12 weg bewegt werden kann. Die Einstellschraube 18 hat eine Nabe 34 in dem Steher 12, die gegen jegliche seitliche Verschiebung arretiert ist, aber eine Drehbewegung der Schraube vermittels der dicken Scheiben 36, 38 gestattet, die in den Steher 12 eingeschraubt oder fest in den Steher 12 hineingepresst sind.

Um den Matrixspanner zu verwendet, dreht der Zahnarzt zunächst die Einstellschraube 18 so, dass der Steher 14 nahe an den Steher 12 heranbewegt wird. Das Matrixbandmaterial wird gedoppelt und kann durch die gewünschte Hälfte des Querschlitzes 29 hindurchgeführt werden, woraufhin das Band in den Schlitz 28 an der Unterseite des Stehers 14 gedreht wird und die freien Enden durch einen sich anbietenden Schenkel des "V"-Schlitzes 26 an der Unterseite des Stehers 12 gezogen werden und mittels der Klemmschraube 24 an dem Steher befestigt werden. Wenn es zu schwierig ist, das gedoppelte Band durch die Hälfte des Querschlitzes 29 zu führen und es dann zu drehen und durch die Hälfte des Schlitzes 28 zu führen, so kann es alternativ auch komplett durch einen Querschlitz 28 geführt werden und dann in den "V"-Schlitz in der Unterseite des Stehers 12, wie gezeigt, geführt werden. Die große Schlaufe in dem Matrixband, die von dem Schlitz 28 in dem Steher 14 ausgeht, umschließt einen Zahn, woraufhin die Einstellschraube 18 gedreht wird, um die beiden Steher 12, 14 auseinander zu bewegen, wodurch der Schleifendurchmesser verringert wird und die Schleife um den Zahn herum festgezogen wird.

4 und 5 sind Unteransichten des Matrixspanners, der neben Zähnen, wie beispielsweise Molaren, angeordnet ist. 4 veranschaulicht, wie der Matrixspanner 10 einen Zahn auf einer Seite des Kiefers hält, und 5 veranschaulicht, wie der Spanner 10 einen benachbarten Zahn auf der gegenüberliegenden Seite des Kiefers hält. Wenn sich der Steher 14 nahe dem Steher 12 befindet, so ist das Matrixband lose und kann mühelos über einen Zahn geschoben werden. Nachdem der Zahnarzt den Zahn mit dem Matrixband umschlossen hat, wird die Einstellschraube gedreht, um den Steher 14 von dem Steher 12 fortzubewegen, wodurch die Matrix um den Zahn herum festgezogen wird, woraufhin der Zahnarzt mit seiner Arbeit fortfahren kann.

6 ist eine Seitenansicht, die den Gebrauch des Matrixspanners zeigt, der einen in einer Reihe angeordneten Zahn hält.

Der Matrixspanner ist somit sehr vielseitig und ist in der Lage, eine Matrix um nahezu jeden Zahn zu legen, wobei der Spanner nur wenig bewegt wird. Er kann auf einfache Weise außerhalb des Mundes verstellt werden, und seine Anordnung auf der Lingualseite des Zahnes behindert nicht die Arbeit des Zahnarztes. Des Weiteren lässt sich der Spanner problemlos sterilisieren, und seine Verwendung ist sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten unbedenklich.


Anspruch[de]
Matrixspanner (10) zum engen Befestigen eines Matrixbandes um Zähne, wobei der Matrixspanner umfasst:

einen ersten Steher (12), welcher ein erstes und ein zweites Ende aufweist, wobei das erste Ende ein Klammermittel zum Befestigen beider Enden eines Matrixbandes aufweist und wobei es ungefähr ein Drittel eines ersten Endes des Stehers belegt;

einen zweiten Steher (14) von ungefähr der gleichen Abmessung wie der erste Steher, wobei der zweite Steher ein erstes und ein zweites Ende und axial rechtwinkelige Querschlitze in ungefähr einem Drittel eines ersten Endes aufweist, wobei jeder der Querschlitze eine Breite aufweist, welche den leichten Durchgang einer doppelten Dicke des Matrixbandes erlaubt;

eine erste und eine zweite Parallelstange (16, 18), welche durch die Durchmesser des ersten und des zweiten Stehers (12, 14) mit einem rechten Winkel zur Achse der Stäbe hindurchgehen, wobei die erste Stange (18) drehbar mit dem ersten Steher (12) gekoppelt ist und durch den zweiten Steher (14) zum Einstellen des Raums zwischen den Stäben geschraubt ist, wobei die zweite Stange (16) mit dem ersten Steher (12) und verschiebbar durch ein Loch im zweiten Steher (14) zum Halten der Stäbe in paralleler Anordnung gekoppelt ist, wobei eine der parallelen Stangen (18) nahe dem zweiten Ende ist und eine parallele Stange (16) ungefähr in der Mitte zwischen dem ersten und dem zweiten Ende des ersten und des zweiten Stehers (12, 14) angeordnet ist, wobei der Abstand zwischen der Stange am Punkt in der Mitte und dem ersten Ende des Stehers größer ist als die Höhe des Zahns eines Patienten auf der lingualen Seite des Kiefers.
Matrixspanner gemäß Anspruch 1, wobei das Klammermittel auf dem ersten Steher (12) einen "V"-förmigen Schlitz im ersten Ende umfasst, wobei der Scheitelpunkt des "V" in Richtung des zweiten Stehers (14) zeigt, wobei das Klammermittel des Weiteren eine Klemmschraube (24) durch den Steher (12) umfasst und ein Matrixband in dem Scheitelpunkt in Eingriff hält, wobei die Schlitze im "V" die Breite für den Durchgang einer doppelten Breite des Matrixbandes aufweisen. Matrixspanner gemäß Anspruch 2, wobei die Querschlitze im zweiten Steher (14) so gefluchtet sind, dass ein Schlitz parallel zur Achse der ersten und zweiten Parallelstange (16, 18) liegt und ein Schlitz ein Querschlitz ist. Matrixspanner gemäß Anspruch 3, wobei der Kreuzungspunkt des parallelen Schlitzes und des Querschlitzes gerundet ist, um Reibung auf einer Matrix, die angezogen wird, zu verringern. Matrixspanner gemäß Anspruch 3, wobei die erste Stange (18) drehbar mit dem ersten Steher (12) gekoppelt und durch ein Gewindeloch benachbart dem zweiten Ende des zweiten Stehers (14) geschraubt ist und wobei der zweite Steher (14) durch eine Führungsstange (16) mit dem ersten Steher (12) befestigt ist und sie geht durch ein Führungsloch im Durchmesser des zweiten Stehers (14) hindurch. Matrixspanner gemäß Anspruch 5, wobei die erste Stange (18) mit Gewinde versehen ist und mit einem Handhabungsmittel (20) zum händischen Einstellen des Abstands des ersten (12) und des zweiten (14) Stehers durch die Drehung der ersten Stange (18) bereitgestellt ist.






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