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Dokumentenidentifikation DE102005025950A1 07.12.2006
Titel Biegeausgleichswalze
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Haag, Rolf van, Dr., 47647 Kerken, DE
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Anmeldedatum 06.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005025950
Offenlegungstag 07.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2006
IPC-Hauptklasse F16C 13/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21G 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Biegeausgleichswalze umfasst einen umlaufenden Walzenmantel, ein den Walzenmantel axial durchsetzendes drehfestes Joch und wenigstens eine zwischen dem Joch und dem Walzenmantel angeordnete Stützquelle, die in einer im Joch vorgesehenen radialen Stützquellenbohrung radial beweglich dichtend geführt ist und deren Druckraum über eine Drossel mit Druckfluid versorgt wird, das über einen im Joch vorgesehenen, der betreffenden Stützquelle zugeordneten radialen Versorgungskanal zugeführt wird. Der Versorgungskanal umfasst einen radial an die Drossel angrenzenden Abschnitt, dessen Durchmesser größer oder gleich dem halben Durchmesser der Stützquellenbohrung ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Biegeausgleichswalze mit einem umlaufenden Walzenmantel, einem den Walzenmantel axial durchsetzenden drehfesten Joch und wenigstens einer zwischen dem Joch und dem Walzenmantel angeordneten Stützquelle, die in einer im Joch vorgesehenen radialen Stützquellenbohrung radial beweglich dichtend geführt ist und deren Druckraum über eine Drossel mit Druckfluid versorgt wird, das über einen im Joch vorgesehenen, der betreffenden Stützquelle zugeordneten radialen Versorgungskanal zugeführt wird. Biegeausgleichswalzen dieser Art sind beispielsweise aus den Druckschriften DE 38 02 234 A und EP 0 747 530 A bekannt.

Zur Erhöhung der Dämpfung einer Biegeausgleichswalze kann vor jede hydrostatisch oder hydrodynamisch betriebene Stützquelle eine speziell gestaltete Vordrossel geschaltet werden, die mit dem Joch fest verbunden ist. Der Einsatz einer solchen Vordrossel ist beispielsweise in der DE 38 02 234 A ausführlich beschrieben.

In der Praxis hat sich nun aber gezeigt, dass die bekannten Dämpfungsdrosseln nur in einem begrenzten niedrigen Frequenzbereich funktionieren, der je nach konstruktiver Ausgestaltung der Drossel bis etwa 200 oder etwa 300 Hz reicht. Angesichts der heutzutage üblichen hochfrequenten Problemfrequenzen, die insbesondere an Kalanderwalzen im Zusammenhang mit dem sogenannten "Barring"-Problem oberhalb von etwa 300 Hz auftreten, besteht ein Bedarf an einer Modifizierung bzw. Ergänzung der betreffenden Dämpfungssysteme.

Der allgemeine Wirkungsmechanismus eines betreffenden Dämpfungssystems ergibt sich aus folgendem:

Bei einem relativ zum Joch schwingenden Walzenmantel wird über die am Walzenmantel verhältnismäßig steif angekoppelten Stützelemente Druckfluid, insbesondere Öl über die zuvor genannten Dämpfungsdrosseln hin und her geschoben. Durch die in den Drosseln entstehende Reibung wird dem System Schwingungsenergie entzogen.

Physikalisch stellt das zwischen Joch und Stützquelle eingespannte Ölvolumen eine Reihenschaltung aus Feder, Masse und Dämpfer dar. Dabei ist die Federsteifigkeit durch die Kompressibilität des eingespannten Ölvolumens bestimmt. Die Masse ist gleich der zu bewegenden Ölmasse, während sich der Dämpfer aus dem Strömungswiderstand der Vordrossel ergibt. Das jeweilige Dämpfungssystem muss so ausgelegt sein, dass in einem bestimmten Frequenzbereich der Strömungswiderstand möglichst hoch ist, aber dennoch genügend Öl über die Drosselstelle pulsieren kann. Ist die Drossel zu eng, so verhält sich die zwischen Joch und Stützquelle eingespannte Ölsäule überwiegend wie eine Feder. Ist sie zu weit, so ist der Strömungswiderstand klein und damit die Dämpfung gering.

Bei genauerer Betrachtung der physikalischen Zusammenhänge zeigt sich allerdings, dass bei hohen Frequenzen sich das Öl in Strömungsrichtung zur Stützquelle betrachtet vor der Drossel in einem Versorgungskanal mit üblichen Abmessungen, bei dem der Bohrungsdurchmesser also etwa dem Durchmesser einer Rohrleitung entspricht, so träge verhält, dass wenig Öl bzw. Öl mit einer Volumenstromamplitude mit ungünstiger Phasenlage relativ zum schwingenden Walzenmantel über die Drosselstelle pulsiert.

Eine optimal ausgestaltete Drossel erreicht ihre volle Wirkung nur dann, wenn der Öldruck vor der Drosselstelle annähend konstant bleibt.

Entsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Biegeausgleichswalze der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der insbesondere auch in höheren Frequenzbereichen eine optimale Dämpfung gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Versorgungskanal einen radial an die Drossel angrenzenden Abschnitt umfasst, dessen Durchmesser größer oder gleich dem halben Durchmesser der Stützquellenbohrung ist.

Aufgrund dieser Ausbildung ist zunächst sichergestellt, dass der Fluid- bzw. Öldruck vor der Drosselstelle wenigstens annähernd konstant bleibt, womit insbesondere auch bei höheren Frequenzen eine optimale Dämpfung erreicht wird. Indem der Versorgungskanal auf einen möglichst großen Durchmesser aufgebohrt wird, wird die hydraulische Induktivität oder Trägheit der in Strömungsrichtung betrachtet der Dämpfungsdrossel vorgeschalteten Druckfluid- bzw. Ölsäule verringert. Das dadurch entstehende relativ große Ölvolumen besitzt zudem eine relativ große hydraulische Kapazität, die sich ebenfalls positiv auf die dynamische Druckpulsation vor der Dämpfungsdrossel auswirkt.

Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Biegeausgleichswalze entspricht der Durchmesser des an die Drossel angrenzenden Abschnitts im Wesentlichen dem Durchmesser der Stützquellenbohrung.

Der Versorgungskanal kann sich insbesondere radial zwischen der Drossel der betreffenden Stützquelle und einer mehreren Stützquellen gemeinsamen axialen Versorgungsleitung erstrecken. Dabei besitzt ein an die axiale Versorgungsleitung angrenzender Abschnitt des Versorgungskanals zweckmäßigerweise einen kleineren Durchmesser als der an die Drossel angrenzende Versorgungskanalabschnitt. Bevorzugt ist dieser an die axiale Versorgungsleitung angrenzende Versorgungskanalabschnitt kleineren Durchmessers in Radialrichtung der Walze betrachtet kürzer als der an die Drossel angrenzende Versorgungskanalabschnitt größeren Durchmessers. Vorteilhafterweise kann der Versorgungskanal in Radialrichtung der Walze betrachtet über nahezu seine gesamte Länge hinweg durch den Abschnitt relativ größeren Durchmessers gebildet sein. Grundsätzlich sind auch solche Ausführungen denkbar, bei denen sich der Abschnitt größeren Durchmessers bis zur axialen Versorgungsleitung erstreckt, d.h. der Versorgungskanal durchgehend den größeren Durchmesser besitzt.

Die hydraulische Kapazität des mit dem größeren Durchmesser erzielten relativ großen Druckfluid- bzw. Ölvolumens kann insbesondere durch die folgenden Maßnahmen weiter gesteigert werden:

So kann in den radial an die Drossel angrenzenden Versorgungskanalabschnitt vorteilhafterweise ein im Joch vorgesehener, sich allgemein in Querrichtung erstreckender Querkanal münden. Bevorzugt ist dieser Querkanal an seinem anderen Ende verschlossen.

Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist der Querkanal mit kompressiblem Gas gefüllt. Dabei kann das Gas insbesondere über eine im Joch vorgesehene Gaszuleitung in den Querkanal eingebracht werden. Vorteilhafterweise ist das Gas unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze in den Querkanal einbringbar.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Biegeausgleichswalze ist an der Innenwand des radial an die Drossel angrenzenden Versorgungskanalabschnitts ein Druckspeicher vorgesehen, der nach innen zum Druckfluid hin vorzugsweise durch eine Membran begrenzt ist.

Dabei kann dieser Druckspeicher insbesondere in Form eines zur Innenwand des radial an die Drossel angrenzenden Versorgungskanalabschnitts koaxialen Gaspolsters vorgesehen sein. Das Gas ist vorzugsweise wieder über eine im Joch vorgesehene Gaszuleitung einbringbar. Dabei kann dieses Gas insbesondere wieder unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze eingebracht werden.

Bei im Wesentlichen konstantem Betriebsdruck der Walze ist der Druckspeicher vorzugsweise mit einem im Wesentlichen konstanten Gasdruck vorgespannt.

Dagegen ist im hydraulisch drucklosen Betrieb der Walze die Membran des Druckspeichers zweckmäßigerweise durch ein Lochblech stabilisiert.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Druckspeicher mit volumenkompressiblem Material hinterfüllt. Dabei kann das volumenkompressible Material vorteilhafterweise Polyurethanschaum, Gummikork und/oder gepresste Zöpfe aus Drahtgestricken umfassen. Dabei ist für geringere Drücke insbesondere Polyurethanschaum (bis etwa 7 bar) oder Gummikork (bis etwa 30 bar) geeignet. Für höhere Drücke bis etwa 100 bar sind zweckmäßigerweise gepresste Zöpfe aus Drahtgestricken einsetzbar, wie sie in Schockabsorbern verwendet werden.

Wie bereits erwähnt, kann als Druckfluid insbesondere Öl vorgesehen sein.

Neben der Maßnahme des Füllens einer angekoppelten Querbohrung mit kompressiblem Gas, bei der die Verbindungsquerschnitte des Druckfluidvolumens zur induzierten Gasblase auf maximalen Querschnitt und minimale Länge hin konstruktiv zu gestalten sind, ist also insbesondere auch der Einsatz eines speziell auf den Anwendungsfall hin gestalteten Druckspeichers beispielsweise in Form eines koaxialen Gaspolsters zwischen Öl und Wand denkbar, der bevorzugt keine Zulaufleitung und damit keine zusätzliche hydraulische Induktivität zum Gas-Speichervolumen aufweist.

Bei beiden Systemen wird das Gasvolumen zweckmäßigerweise unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze über eine Gaszuleitung in die Walze eingebracht. Für relativ konstante hydraulische Betriebsdrücke der Walze kann der speziell gestaltete Druckspeicher mit einem konstanten Gasdruck vorgespannt werden. Im hydraulisch drucklosen Betrieb der Walze wird die Membran zweckmäßigerweise durch ein Lochblech stabilisiert.

Anstelle eines Gaspolsters ist, wie ebenfalls bereits erwähnt, insbesondere auch die Hinterfüllung mit einem volumenkompressiblen Material denkbar. Bei geringen Drücken ist zum Beispiel Polyurethanschaum (bis etwa 7 bar) oder Gummikork (bis etwa 30 bar) geeignet. Für hohe Drücke bis etwa 100 bar sind insbesondere gepresste Zöpfe aus Drahtgestricken einsetzbar, wie sie in Schockabsorbern verwendet werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:

1 eine schematische, geschnittene Teildarstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer Biegeausgleichswalze,

2 eine schematische, geschnittene Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform der Biegeausgleichswalze mit einem in den radial an die Drossel angrenzenden Versorgungskanalabschnitt mündenden Querkanal,

3 eine schematische, geschnittene Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform der Biegeausgleichswalze mit einem in Form eines Gaspolsters vorgesehenen Druckpolster und

4 eine schematische, geschnittene Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform der Biegeausgleichswalze mit einem Druckspeicher, der mit volumenkompressiblem Material hinterfüllt ist.

1 zeigt in schematischer, geschnittener Teildarstellung eine Biegeausgleichswalze 10, die einen umlaufenden Walzenmantel 12, ein den Walzenmantel 12 axial durchsetzendes drehfestes Joch 14 und wenigstens eine zwischen dem Joch 14 und dem Walzenmantel 12 angeordnete Stützquelle 16 umfasst.

Bei der Stützquelle 16 kann es sich beispielsweise um eine hydrostatisch oder hydrodynamisch betriebene Stützquelle handeln. Im vorliegenden Fall ist wenigstens eine mantelseitig mit einer oder mehreren Hydrostatiktaschen 18 versehene hydrostatische Stützquelle 16 vorgesehen.

Wie anhand der 1 zu erkennen ist, ist die Stützquelle 16 in einer im Joch 14 vorgesehenen radialen Stützquellenbohrung 20 radial beweglich dichtend geführt. Der Druckraum 22 der Stützquelle 16 ist mit jeweils wenigstens eine Drosselbohrung 24 mit den Hydrostatiktaschen 18 verbunden.

Der Druckraum 22 der Stützquelle 16 ist zur Dämpfung der Biegeausgleichswalze 10 über eine Drossel 26 mit Druckfluid, d.h. insbesondere Öl, versorgt, das über einen im Joch 14 vorgesehenen, der betreffenden Stützquelle 16 zugeordneten radialen Versorgungskanal 28 zugeführt wird.

Wie anhand der 1 zu erkennen ist, umfasst der Versorgungskanal 28 einen radial an die Dämpfungsdrossel 26 angrenzenden Abschnitt 28', dessen Durchmesser D größer oder gleich dem halben Durchmesser DS/2 der Stützquellenbohrung 20 ist. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dieser Durchmesser D des an die Drossel 26 angrenzenden Versorgungskanalabschnitts 28' im Wesentlichen gleich dem Durchmesser DS der Stützquellenbohrung 20.

Der Versorgungskanal 28 erstreckt sich radial zwischen der Dämpfungsdrossel 26 der betreffenden Stützquelle 16 und einer mehreren Stützquellen 16 gemeinsamen axialen Versorgungsleitung 30. Wie anhand der 1 zu erkennen ist, besitzt dabei ein an die axiale Versorgungsleitung 30 angrenzender Abschnitt 28'' des Versorgungskanals 28 einen kleineren Durchmesser d als der an die Drossel 26 angrenzende Versorgungskanalabschnitt 28'. Wie der 1 weiter entnommen werden kann, ist der an die axiale Versorgungsleitung 30 angrenzende Versorgungskanalabschnitt 28'' kleineren Durchmessers d in Radialrichtung der Walze 10 betrachtet kürzer, vorzugsweise deutlich kürzer als der an die Dämpfungsdrossel 26 angrenzende Versorgungskanalabschnitt 28' größeren Durchmessers D. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Versorgungskanal 28 in Radialrichtung der Walze 10 betrachtet über nahezu seine gesamte Länge hinweg durch den Abschnitt 28' relativ größeren Durchmessers D gebildet. Grundsätzlich kann sich der Abschnitt 28' größeren Durchmessers auch bis zur axialen Versorgungsleitung 30 erstrecken, d.h. der Versorgungskanal 28 kann grundsätzlich auch durchgehend den größeren Durchmesser D besitzen.

Die in der 2 gezeigte Ausführungsform der Biegeausgleichswalze 10 unterscheidet sich von der der 1 im Wesentlichen dadurch, dass in den radial an die Dämpfungsdrossel 26 angrenzenden Versorgungskanalabschnitt 28' ein im Joch 14 vorgesehener, sich allgemein in Querrichtung erstreckender Querkanal 32 mündet. Wie anhand der 2 zu erkennen ist, erstreckt sich dieser Querkanal 32 im vorliegenden Fall in der dargestellten Querschnittsebene ausgehend vom Versorgungskanalabschnitt 28' schräg nach oben bis in den zwischen dem Joch 14 und dem Walzenmantel 12 angeordneten Ringraum 34, wobei er an seinem dem Ringraum 34 zugewandten Ende jedoch durch ein Verschlusselement 36 verschlossen ist.

Der Querkanal 32 ist mit kompressiblem Gas gefüllt, das über eine im Joch 14 vorgesehene Gaszuleitung 38 in den Querkanal 32 eingebracht wurde. Dabei kann die Gaszuleitung 38 mit einer den Querkanälen 32 mehrerer Stützquellen 16 zugeordneten gemeinsamen axialen Leitung 40 verbunden sein. Das Gas kann insbesondere unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze 10 in den Querkanal 32 eingebracht werden.

Im Übrigen kann die vorliegende Ausführungsform wieder den gleichen Aufbau wie die der 1 besitzen. Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.

Die Ausführungsform gemäß 3 unterscheidet sich von der der 1 im Wesentlichen dadurch, dass an der Innenwand des radial an die Dämpfungsdrossel 26 angrenzenden Versorgungskanalabschnitts 28' ein Druckspeicher 42 vorgesehen ist, der nach innen zum Druckfluid 44 hin vorzugsweise durch eine Membran 46 begrenzt ist. Im vorliegenden Fall ist des Druckspeichers 42 in Form eines zur Innenwand des radial an die Dämpfungsdrossel 26 angrenzenden Versorgungskanalabschnitts 28' koaxialen Gaspolsters vorgesehen. Das Gas kann wieder über eine im Joch 14 vorgesehene Gaszuleitung 48 eingebracht werden. Dabei kann die einer jeweiligen Stützquelle 16 zugeordnete Gaszuleitung 48 wieder mit einer mehreren Stützquellen 16 zugeordneten gemeinsamen axialen Leitung 50 verbunden sein. Auch in diesem Fall wird das Gas zweckmäßigerweise wieder unter einem hydraulischen Betriebsdruck der Walze 10 eingebracht.

Bei im Wesentlichen konstantem Betriebsdruck der Walze 10 kann der Druckspeicher 42 insbesondere mit einem im Wesentlichen konstanten Gasdruck vorgespannt sein. Im hydraulisch drucklosen Betrieb der Walze 10 ist die Membran 46 des Druckspeichers zweckmäßigerweise durch ein Lochblech 52 stabilisiert.

Im Übrigen kann die vorliegende Ausführungsform zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die der 1 besitzen. Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.

Die Ausführungsform gemäß 4 unterscheidet sich von der der 3 im Wesentlichen dadurch, dass anstelle eines Gaspolsters der Druckspeicher 42 mit volumenkompressiblem Material 54 hinterfüllt ist. Bei geringen Drücken ist zum Beispiel Polyurethanschaum (bis etwa 7 bar) oder Gummikork (bis etwa 30 bar) geeignet. Für höhere Drücke bis etwa 100 bar können insbesondere gepresste Zöpfe aus Drahtgestricken eingesetzt werden, wie sie in Schockabsorbern verwendet werden.

Im Übrigen kann die vorliegende Ausführungsform zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die der 3 besitzen. Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.

10
Biegeausgleichswalze
12
Walzenmantel
14
Joch
16
Stützquelle
18
Hydrostatiktasche
20
Stützquellenbohrung
22
Druckraum
24
Drosselbohrung
26
Dämpfungsdrossel
28
Versorgungskanal
28'
an die Dämpfungsdrossel angrenzender Versorgungskanal
abschnitt
28''
an die axiale Versorgungsleitung angrenzender Versorgungs
kanalabschnitt
32
Querkanal
34
Ringraum
36
Verschlusselement
38
Gaszuleitung
40
axiale Leitung
42
Druckspeicher
44
Druckfluid, Öl
46
Membran
48
Gaszuleitung
50
axiale Leitung
52
Lochbloch
54
volumenkompressibles Material
D
Durchmesser
DS
Durchmesser
d
Durchmesser


Anspruch[de]
Biegeausgleichswalze (10) mit einem umlaufenden Walzenmantel (12), einem den Walzenmantel (12) axial durchsetzenden drehfesten Joch (14) und wenigstens einer zwischen dem Joch (14) und dem Walzenmantel (12) angeordneten Stützquelle (16), die in einer im Joch (14) vorgesehenen radialen Stützquellenbohrung (20) radial beweglich dichtend geführt ist und deren Druckraum (22) über eine Drossel (26) mit Druckfluid versorgt wird, das über einen im Joch (14) vorgesehenen, der betreffenden Stützquelle (16) zugeordneten radialen Versorgungskanal (28) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungskanal (28) einen radial an die Drossel (26) angrenzenden Abschnitt (28') umfasst, dessen Durchmesser (D) größer oder gleich dem halben Durchmesser DS/2 der Stützquellenbohrung (20) ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (D) des an die Drossel (26) angrenzenden Versorgungskanalabschnitts (28') im Wesentlichen dem Durchmesser (DS) der Stützquellenbohrung (20) entspricht. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Versorgungskanal (28) radial zwischen der Drossel (26) der betreffenden Stützquelle (16) und einer mehreren Stützquellen (16) gemeinsamen axialen Versorgungsleitung (30) erstreckt. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein an die axiale Versorgungsleitung (30) angrenzender Abschnitt (28'') des Versorgungskanals (28) einen kleineren Durchmesser (d) besitzt als der an die Drossel (26) angrenzende Versorgungskanalabschnitt (28'). Biegeausgleichswalze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der an die axiale Versorgungsleitung (30) angrenzende Versorgungskanalabschnitt kleineren Durchmessers (d) in Radialrichtung der Walze (10) betrachtet kürzer ist als der an die Drossel (26) angrenzende Versorgungskanalabschnitt (28') größeren Durchmessers (D). Biegeausgleichswalze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungskanal (28) in Radialrichtung der Walze (10) betrachtet über nahezu seine gesamte Länge hinweg durch den Abschnitt (28') relativ größeren Durchmessers (D) gebildet ist. Biegeausgleichswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den radial an die Drossel (26) angrenzenden Versorgungskanalabschnitt (28') ein im Joch (14) vorgesehener, sich allgemein in Querrichtung erstreckender Querkanal (32) mündet. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querkanal (32) seinem anderen Ende verschlossen ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Querkanal (32) mit kompressiblem Gas gefüllt ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas über eine im Joch (14) vorgesehene Gaszuleitung (38) in den Querkanal (32) einbringbar ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze (10) in den Querkanal (32) einbringbar ist. Biegeausgleichswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenwand des radial an die Drossel (26) angrenzenden Versorgungskanalabschnitts (28') ein Druckspeicher (42) vorgesehen ist, der nach innen zum Druckfluid (44) hin vorzugsweise durch eine Membran (46) begrenzt ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (42) in Form eines zur Innenwand des radial an die Drossel (26) angrenzenden Versorgungskanalabschnitts (28') koaxialen Gaspolsters vorgesehen ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas über eine im Joch (14) vorgesehene Gaszuleitung (48) einbringbar ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas unter hydraulischem Betriebsdruck der Walze (10) einbringbar ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (42) bei im Wesentlichen konstantem Betriebsdruck der Walze (10) mit einem im Wesentlichen konstanten Gasdruck vorgespannt ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass im hydraulisch drucklosen Betrieb der Walze (10) die Membran (46) des Druckspeichers (42) durch ein Lochblech (52) stabilisiert ist. Biegeausgleichswalze nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher mit volumenkompressiblem Material (54) hinterfüllt ist. Biegeausgleichswalze nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das volumenkompressible Material (54) Polyurethanschaum, Gummikork und/oder gepresste Zöpfe aus Drahtgestricken umfasst. Biegeausgleichswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfluid (44) Öl vorgesehen ist.






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