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Dokumentenidentifikation DE102005026659B3 07.12.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zur Kompensation von Störungen beim Empfangen eines mit einem Störsignal überlagerten Nutzsignals
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Schwingshackl, David, Villach, AT;
Sträußnigg, Dietmar, Villach, AT
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 09.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005026659
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2006
IPC-Hauptklasse H04M 11/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04M 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04B 3/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kompensation von Störungen weist auf: eine Transformationsvorrichtung, welche das empfangene Nutzsignal von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden bei verschiedenen Trägerfrequenzen transformiert und eine durch die Grundwelle verursachte, komplexe erste Störamplitude bei einer von dem Nutzsignal ungenutzten ersten Trägerfrequenz bereitstellt; eine Berechnungsvorrichtung, welche eine durch die Grundwelle verursachte, komplexe zweite Störamplitude bei einer zweiten Trägerfrequenz und/oder zumindest eine durch eine der Oberwellen verursachte, komplexe dritte Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude erzeugt; und eine Subtrahiervorrichtung, welche die zweite Störamplitude und/oder eine oder mehrere dritte Störamplituden von der komplexen Amplitude des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz subtrahiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Kompensation von Störungen beim Empfangen eines mit einem Störsignal überlagerten Nutzsignals.

Das technische Gebiet der Erfindung betrifft die Übertragung von Sprachdaten und zugehörigen Gebührenbestimmungssignalen oder Teletax-Signalen und die gleichzeitige Übertragung von Daten in einem höheren Frequenzband über eine gemeinsame Teilnehmeranschlussleitung.

Störungen, insbesondere im Datenband werden generiert durch die Gebührenbestimmungssignale mit hohem Signalpegel (beispielsweise das TTX-(Teletax-)Signal, das bei einer Frequenz von 12 oder 16 kHz bis zu 5 Vrms auf der Teilnehmeranschlussleitung beträgt) und deren höhere harmonische Oberschwingungen, die durch nicht-lineare Eigenschaften des Verstärkers der Teilnehmeranschlussschaltung (SLIC = Subscriber Line Interface Card) des Senders verursacht werden. Diese harmonischen Oberschwingungen oder kurz Harmonischen stören Sende-Signale (Upstream-Signale) der ADSL-Datenübertragung (ADSL = Asymmetric Digital Subscriber Line) auf der Teilnehmerleitung.

Üblicherweise wird für eine asymmetrische Datenübertragung über gewöhnliche Telefonleitungen ein Mehrfachton-Verfahren (DMT = Discrete Multitone; Diskrete Multiton-Modulation) eingesetzt. Ein wesentlicher Vorteil von ADSL-Übertragungstechniken gegenüber gewöhnlichen Übertragungstechniken besteht darin, dass herkömmliche Kabelnetze für eine Übertragung verwendet werden können, wobei üblicherweise miteinander Kupfer-Doppeladern eingesetzt werden. Unter den Übertragungsverfahren mit einer hohen Datenrate auf der Basis von digitalen Teilnehmerleitungen (DSL = Digital Subscriber Line) sind mehrere VDSL-(Very High Date Rate DSL = hochdatenratige DSL-) Anordnungen bekannt, wobei hierfür z.B. Verfahren wie CAP (Carrierless Amplitude Phase), DWMT (Discrete Wavelet Multitone), SLC (Single Line Code) und DMT (Discrete Multitone) einsetzbar sind.

Die US 6,570,514 B1 offenbart einen Kompensator zur Kompensation von Lineritätsfehlern, wie etwa harmonischen Störungen und Intermodulations-Störungen, wobei eine Vorrichtung beschrieben ist, die eine Einrichtung zum Phasenschieben und eine Einrichtung zur Exponentenbildung einschließt, um ein Kompensationssignal derart zu erzeugen, dass die Linearitätsfehler-Störsignale am Systemausgang aufgehoben werden, während das gewünschte Fundementalsignal aufrechterhalten wird.

Die US 6,157,680 A beschreibt ein Entstörverfahren für Audiostörungen und eine entsprechende Vorrichtung. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Schritte eines Zuführens eines Sendesignals zu einem Modulator, eines Zuführens des Ausgangs des Modulators zu einer nicht-linearen Vorrichtung, eines Zuführens des Ausgangs der nicht-linearen Vorrichtung zu einem Echo-Kompensator, eines Zuführens eines Empfangssignals, das eine Störung enthält, zu einem ersten Filter, um ein Fehlersignal zu erhalten, eines Aktualisierens des Echo-Kompensators unter Verwendung des Fehlersignals, wobei der Echo-Kompensator ein Echo-Replika-Signal bereitstellt, eines Filterns des Echo-Replika-Signals in einem zweiten Filter, um ein gefiltertes Echo-Replika-Signal zu erhalten, und eines Subtrahierens des gefilterten Echo-Replika-Signals von dem Ausgang des Modulators, um ein fehler-korrigiertes Signal zu erhalten, ausgeführt. Mit diesem Verfahren können jedoch unterschiedliche Trägersignale eines Mehrfach-Tonsignals mittels spezifisch vorgegebener Kompensationssignale nicht kompensiert werden.

Ein weiteres Verfahren zur Verzerrungskompensation ist in der US 5,872,814 A beschrieben.

Die Patentanmeldung DE 103 50 340.4-31 mit dem Titel "Vorrichtung und Verfahren zur Übertragung eines analogen Datenstroms mit Kompensation von spektralen Nebenanteilen" der Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung zeigt eine Lösung für die oben diskutierte Problematik. Dabei wird insbesondere eine Kompensationseinrichtung zur Kompensation der spektralen Nebenanteile eines auf einem Trägersignal übertragenen Mehrfachtonsignals beschrieben, welche auf mindestens einem weiteren Trägersignal überlagert sind. Damit werden die Auswirkungen der Harmonischen in dem Datensystem kompensiert. Nachteiligerweise wird der so genannte Leakage-Effekt (oder auch Leck-Effekt) bei obiger Patentanmeldung nicht berücksichtigt. Der Leck-Effekt wird durch jeden Ton erzeugt, wenn dieser nicht direkt auf dem Frequenzraster der Zeit-Frequenz-Transformation liegt. Dadurch kommt es zu Übersprechen in andere Frequenzbereiche und somit zu Störungen bei der Detektion bei anderen Trägerfrequenzen. Außerdem haben aufwändige und zeitintensive Versuche der Anmelderin gezeigt, dass das Verfahren der oben zitierten Patentanmeldung bei einem sehr kleinen Pegel bei der Trägerfrequenz des Gebührenbestimmungssignals nur bedingt funktioniert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine bessere, insbesondere effektivere Kompensation von Störungen beim Empfangen eines mit einem sinusförmigen Störsignal überlagerten Nutzsignals bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Störungen durch die Harmonischen des sinusförmigen Nutzsignals besser zu kompensieren. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, auch die Störungen des Leck-Effektes zu kompensieren.

Erfindungsgemäß wird zumindest eine dieser Aufgaben durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst.

Demgemäß ist vorgesehen:

Eine Vorrichtung zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle und von zumindest einer Oberwelle eines Störsignals, insbesondere einer sinusförmigen Störsignals, verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal überlagerten Signals, mit den folgenden Merkmalen:

  • (a) eine Transformationsvorrichtung, welche das empfangene Nutzsignal von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden bei verschiedenen Trägerfrequenzen transformiert und eine durch die Grundwelle verursachte, komplexe erste Störamplitude bei einer von dem Nutzsignal ungenutzten ersten Trägerfrequenz bereitstellt;
  • (b) eine Berechnungsvorrichtung, welche eine durch die Grundwelle verursachte, komplexe zweite Störamplitude bei einer zweiten Trägerfrequenz und/oder zumindest eine durch eine der Oberwellen verursachte, komplexe dritte Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude erzeugt; und
  • (c) eine Subtrahiervorrichtung, welche die zweite Störamplitude und/oder eine oder mehrere dritte Störamplituden von der komplexen Amplitude des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz subtrahiert. (Patentanspruch 1)

Ein Verfahren zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle und von zumindest einer Oberwelle eines Störsignals, insbesondere eines sinusförmigen Störsignals, verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal überlagerten Nutzsignals vorgesehen, wobei das erfindungsgemäße Verfahren folgende Schritte aufweist:

  • (a) Transformieren des empfangenen Nutzsignals von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden bei verschiedenen Trägerfrequenzen;
  • (b) Bereitstellen einer durch die Grundwelle verursachten, komplexen ersten Störamplitude bei einer ersten Trägerfrequenz, die nicht von dem Nutzsignal genutzt wird;
  • (c) Berechnen einer durch die Grundwelle verursachten, komplexen zweiten Störamplitude bei einer zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude und/oder Berechnen zumindest einer durch eine der Oberwellen verursachten, komplexen dritten Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude; und
  • (d) Subtrahieren der zweiten Störamplitude und/oder einer oder mehrerer der dritten Störamplituden von der komplexen Amplitude des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz. (Patentanspruch 10)

Vorteilhafterweise wird durch das Subtrahieren der zweiten Störamplitude von der komplexen Amplitude des transformierten Nutzsignals der Leck-Effekt kompensiert. Außerdem wird durch das Subtrahieren der dritten Störamplitude oder der Mehrzahl von dritten Störamplituden erreicht, dass die Störungen, die von den Harmonischen des sinusförmigen Störsignals verursacht werden, kompensiert werden. Insbesondere ist das Nutzsignal ein ADSL-Datensignal und das Störsignal ist das Gebührenbestimmungssignal.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung und der Bezugnahme auf die Zeichnungen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das mit dem Störsignal überlagerte Nutzsignal mittels eines diskreten Multiton-Modulationsverfahrens moduliert.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet die Grundwelle des sinusförmigen Störsignals ein Gebührenbestimmungssignal aus.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung führt die Transformationsvorrichtung zur Transformation des empfangenen Nutzsignals von dem Zeitbereich in den Frequenzbereich eine Fourier-Transformation, insbesondere eine Fast-Fourier-Transformation, durch.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Berechnungsvorrichtung auf:

  • – eine erste Berechnungseinheit, die eine komplexe vierte Störamplitude der Grundwelle des Störsignals aus der ersten Störamplitude bei der ersten Trägerfrequenz erzeugt;
  • – eine Potenziervorrichtung, die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine komplexe fünfte Störamplitude bei der i-ten Oberwelle aus der erzeugten vierten Störamplitude der Grundwelle erzeugt;
  • – eine erste Gewichtungsvorrichtung, die mittels einer Gewichtungsfunktion, die eine Nichtlinearität einer Verstärkungseinheit einer Sendeeinheit modelliert, die das Störsignal sendet, eine gewichtete, komplexe fünfte Störamplitude aus der fünften Störamplitude erzeugt;
  • – eine dritte Berechnungseinheit, die die dritte Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der gewichteten fünften Störamplitude erzeugt; und
  • – eine zweite Berechnungseinheit, die die zweite Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der vierten Störamplitude der Grundwelle erzeugt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die Berechnungsvorrichtung auf:

  • – eine Potenziervorrichtung, die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine erste Störamplitude bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude erzeugt;
  • – eine fünfte Berechnungseinheit, die die dritte Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der erzeugten ersten Störamplitude bei der i-ten Oberwelle erzeugt; und
  • – eine vierte Berechnungseinheit, die die zweite Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude bei der ersten Trägerfrequenz erzeugt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die Berechnungsvorrichtung auf:

  • – die Potenziervorrichtung, die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine erste Störamplitude bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude erzeugt;
  • – eine zweite Gewichtungsvorrichtung, die mittels einer komplexen Gewichtungsmatrix eine gewichtete erste Störamplitude bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude bei der i-ten Oberwelle erzeugt;
  • – eine dritte Berechnungseinheit, die die dritte Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der gewichteten ersten Störamplitude bei der i-ten Oberwelle erzeugt; und
  • – die vierte Berechnungseinheit, die die zweite Störamplitude bei der zweiten Trägerfrequenz aus der ersten Störamplitude bei der ersten Trägerfrequenz erzeugt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die Berechnungseinheit auf:

  • – eine Realteilbildungsvorrichtung, welche eingangsseitig eine komplexe Störamplitude empfängt und ausgangsseitig einen Realteil der empfangenen Störamplitude bereitstellt;
  • – eine Imaginärteilbildungsvorrichtung, welche eingangsseitig die komplexe Störamplitude empfängt und ausgangsseitig einen Imaginärteil der empfangenen Störamplitude bereitstellt,
  • – eine Multipliziervorrichtung, welche einen Vektor aus dem Realteil und dem Imaginärteil der empfangenen Störamplitude mit einer Korrekturmatrix multipliziert, und die empfangene Störamplitude bei einer ersten Frequenz auf eine Störamplitude bei einer zweiten Frequenz korrigiert; und
  • – eine Phasendrehungseinheit, welche eine Phasendrehung des mit der Korrekturmatrix multiplizierten Imaginärteils durchführt; und
  • – eine Addiervorrichtung, die den von der Multipliziervorrichtung ausgangsseitig bereitgestellten Realteil und den von der Phasendrehungsvorrichtung bereitgestellten Imaginärteil addiert.

Vorzugsweise sind die Realteilbildungsvorrichtung und die Imaginärteilbildungsvorrichtung in einer Extrahiervorrichtung vorgesehen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die Transformationsvorrichtung auf:

  • – eine erste Filtervorrichtung, die das empfangene Nutzsignal ausgangsseitig nur bei der Frequenz der Grundwelle durchlässt;
  • – eine erste Transformationseinheit, die das mittels der ersten Filtervorrichtung gefilterte Nutzsignal vom Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert;
  • – eine zweite Filtervorrichtung, die das empfangene Nutzsignal ausgangsseitig nur nicht bei der Frequenz der Grundwelle des Störsignals durchlässt;
  • – und eine zweite Transformationseinheit, die das mittels der zweiten Filtervorrichtung gefilterte Nutzsignal vom Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 ein schematisches Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

2 ein schematisches Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

3 ein schematisches Blockdiagramm eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

4 ein schematisches Blockdiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Berechnungseinheit gemäß der vorliegenden Erfindung;

5 ein schematisches Blockdiagramm eines vierten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

6 ein schematisches Ablaufdiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Signale – sofern nichts anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen worden.

1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle &ohgr;0 und von Oberwellen i·&ohgr;0 eines sinusförmigen Störsignals d[n] verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal d[n] überlagerten Nutzsignals s[n] + d[n]. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Transformationsvorrichtung 1, eine Berechnungsvorrichtung 21 und eine Subtrahiervorrichtung 3 auf.

Die Transformationsvorrichtung 1 empfängt das mit dem Störsignal d[n] überlagerte Nutzsignal s[n] + d[n] und transformiert das empfangene Nutzsignal s[n] + d[n] von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich und stellt somit ausgangsseitig eine Vielzahl von komplexen Amplituden Dw[k], Sw[l] + Dw[l] bei verschiedenen Trägerfrequenzen k, l bereit. Die Indizierung w steht hierbei für windowed (gefenstert). Insbesondere stellt die Transformationsvorrichtung 1 eine durch die Grundwelle &ohgr;0 verursachte, komplexe erste Störamplitude Dw[k] bei einer ersten Trägerfrequenz k bereit, wobei die erste Trägerfrequenz k nicht von dem Nutzsignal s[n] genutzt wird.

Die Berechnungsvorrichtung 21 erzeugt eine durch die Grundwelle &ohgr;0 verursachte, komplexe zweite Störamplitude A&ohgr;0[l] bei einer zweiten Trägerfrequenz l und/oder jeweils eine durch die jeweilige i-te Oberwelle i·&ohgr;0 verursachte, komplexe dritte Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der ersten Störamplitude Dw[k]. Insbesondere werden die zweite Störamplitude A&ohgr;0[l] und die dritte Störamplitude Ai·&ohgr;0[k] von der ersten Störamplitude Dw[k] abgeleitet.

Die Subtrahiervorrichtung 3 subtrahiert die zweite Störamplitude A&ohgr;0[l] und/oder die jeweiligen dritten Störamplituden Ai·&ohgr;0[l] von der komplexen Amplitude Sw[l] + Dw[l] des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz l, sodass die Subtrahiervorrichtung 3 ein störungskompensiertes Nutzsignal Sw[l] im Frequenzbereich ausgangsseitig bereitstellt.

Die Berechnungsvorrichtung 21 weist vorzugsweise eine erste Berechnungseinheit 41, eine Potenziervorrichtung 5, eine erste Gewichtungsvorrichtung 61, eine dritte Berechnungseinheit 43 und eine zweite Berechnungseinheit 42 auf.

Der rechte Pfad der Berechnungsvorrichtung 21, nämlich die Berechnungseinheit 41, die Potenziervorrichtung 5, die erste Gewichtungsvorrichtung 61 und die dritte Berechnungseinheit 43, bilden die Kompensation der Harmonischen des Störsignals d[n] aus. Der linke Pfad der Berechnungsvorrichtung 21, nämlich die erste Berechnungseinheit 41 und die zweite Berechnungseinheit 42, bildet die Kompensation des Leck-Effektes aus.

Dabei erzeugt die erste Berechnungseinheit 41 eine komplexe vierte Störamplitude A&ohgr;0 der Grundwelle &ohgr;0 des Störsignals d[n] aus der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k. Die Potenziervorrichtung 5 erzeugt dann durch Potenzbildung oder Phasendrehung im Komplexen eine komplexe fünfte Störamplitude Ai·&ohgr;0 bei der ersten Trägerfrequenz k aus der erzeugten vierten Störamplitude A&ohgr;0 der Grundwelle &ohgr;0.

Im Folgenden erzeugt die Gewichtungsvorrichtung 61 eine gewichtete, komplexe fünfte Störamplitude ci·Ai·&ohgr;0 aus der fünften Störamplitude Ai·&ohgr;0 mittels einer Gewichtungsfunktion ci. Die Gewichtungsfunktion ci modelliert die Nichtlinearität der Verstärkungseinheit (SLIC) der Sendeeinheit des Senders.

Abschließend für den rechten Pfad der Berechnungsvorrichtung 21 erzeugt die dritte Berechnungseinheit 43 die dritte Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der gewichteten fünften Störamplitude ci·Ai·&ohgr;0.

Abschließend für den linken Pfad der Berechnungsvorrichtung 21 erzeugt die Berechnungseinheit 42 die zweite Störamplitude A&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der vierten Störamplitude A&ohgr;0 der Grundwelle &ohgr;0.

Insbesondere ist das mit dem Störsignal d[n] überlagerte Nutzsignal s[n] + d[n] mittels eines diskreten Multiton-Modulationsverfahrens (DMT) moduliert und die Grundwelle &ohgr;0 des sinusförmigen Störsignals Dw[k] bildet ein Gebührenbestimmungssignal bzw. Teletax-Signal aus, dessen Grundwelle bzw. Grundfrequenz bei 12 oder 16 kHz liegt.

Die Transformationsvorrichtung 1 führt zur Transformation des empfangenen, mit dem Störsignal d[n] überlagerten Nutzsignals s[n] + d[n] insbesondere eine Fourier-Transformation, vorzugsweise eine Fast-Fourier-Transformation, durch.

In 2 ist ein schematisches Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel gemäß 1 in der Ausgestaltung der Berechnungsvorrichtung 21. Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Berechnungsvorrichtung 21 sind eine Potenziervorrichtung 5, eine fünfte Berechnungseinheit 45 und eine vierte Berechnungseinheit 44 vorgesehen. Die Potenziervorrichtung 5 erzeugt mittels einer Potenzbildung oder mittels einer Phasendrehung eine erste Störamplitude Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k. Im Folgenden erzeugt die fünfte Berechnungseinheit 45 die dritte Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der erzeugten ersten Störamplitude Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle.

Zur Vervollständigung des linken Pfades, welcher, wie oben ausgeführt, den Leck-Effekt kompensiert, erzeugt die vierte Berechnungseinheit 44 die zweite Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k.

Somit erfüllt die vierte Berechnungseinheit 44 gemäß 2 die Funktionalität der ersten und zweiten Berechnungseinheit 41 und 42 gemäß 1. Wie insbesondere in 4 gezeigt werden wird, weisen die Berechnungseinheiten 4145 im Wesentlichen Korrekturmatrizen auf, so dass mittels einer Matrixmultiplikation oder mehrerer Matrixmultiplikationen die Funktionalitäten von mehreren Berechnungseinheiten – wie oben gezeigt – in einer Berechnungseinheit zusammengeführt werden können. Damit werden vorteilhafterweise Rechenaufwand und Rechenzeit eingespart.

Die fünfte Berechnungseinheit 45 erfüllt näherungsweise die Funktionalität der ersten und dritten Berechnungseinheit 41 und 43 sowie der ersten Gewichtungsvorrichtung 61 gemäß 1, wobei die Funktionalität der ersten Berechnungseinheit 41mittels einer skalaren, komplexen Multiplikation angenähert wird.

3 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Das dritte Ausführungsbeispiel gemäß 3 unterscheidet sich nur in der Ausgestaltung der Berechnungsvorrichtung 21. Gemäß der dritten Ausgestaltungsform der Berechnungsvorrichtung 21 sind eine Potenziervorrichtung 5, eine zweite Gewichtungsvorrichtung 62, eine dritte Berechnungseinheit 43 und die vierte Berechnungseinheit 44 vorgesehen. Die Potenziervorrichtung 5 erzeugt durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine erste Störamplitude Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude Dw[k]. Darauf erzeugt die zweite Gewichtungsvorrichtung 62 mittels eines komplexen Gewichtungsfaktors ĉi eine gewichtete erste Störamplitude ĉi·Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle. Im Folgenden erzeugt die dritte Berechnungseinheit 43 zur Vervollständigung des rechten Pfades der Berechnungsvorrichtung 21 die dritte Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der gewichteten ersten Störamplitude ĉi· Di·&ohgr;0 bei der i-ten Oberwelle.

Zur Vervollständigung des linken Pfades (Kompensation der Harmonischen) erzeugt die vierte Berechnungseinheit 44 die zweite Störamplitude A&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k.

In 4 ist ein schematisches Blockdiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Berechnungseinheit 41 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. 4 zeigt zwar nur eine Ausgestaltung der ersten Berechnungseinheit 41, für die übrigen Berechnungseinheiten 42-45 gilt allerdings Analoges.

Wie bereits in 1 erläutert, erzeugt die erste Berechnungseinheit 41 die komplexe vierte Störamplitude A&ohgr;0 der Grundwelle &ohgr;0 des Störsignals d[n] aus der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k. Diese Funktionalität wird vorzugsweise mittels der folgenden Einheiten oder Vorrichtungen bereitgestellt. Zur Verdeutlichung der Funktionalität der Realteilbildungsvorrichtung 7, der Imaginarteilbildungsvorrichtung 8 und der Multipliziervorrichtung 9 wird eine mathematische Betrachtung vorangestellt.

Der sinusförmige Störer bzw. das Störsignal d[n] kann wie folgt dargestellt werden:

Die entsprechende Fourier-Transformation des Störsignals d[n] nach einer Multiplikation mit einem Rechteckfenster lautet wie folgt:

Damit ergibt sich die erste Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k: wobei &ohgr;1 und &ohgr;2 gegeben sind als:

Falls alle komplexen Zahlen in ihre Real- und Imaginärteile aufgeteilt werden, kann Gleichung (4) als Matrixmultiplikation geschrieben werden:

Es wird an dieser Stelle die Korrekturmatrix W(k, &ohgr;0) eingeführt, welche die Beziehung zwischen der ersten Störamplitude Dw[k] und der komplexen Amplitude A als Matrixmultiplikation darstellt, welche von der Trägerfrequenz k und der Grundwelle &ohgr;0 abhängt. Die komplexe Amplitude A besteht aus einem Realteil Re(A) und einem Imaginärteil Im(A). An dieser Stelle ist anzufügen, dass eine Multiplikation von zwei zufälligen komplexen Zahlen x und y durch eine Matrixmultiplikation mit speziellen symmetrischen Eigenschaften ausgedrückt werden kann:

Diese Symmetrieeigenschaften sind in Gleichung (8) nur gegeben, falls der Term A·&ohgr;2 in Gleichung (4) vernachlässigt werden kann.

Aus den Gleichungen (4), (5) und (6) wird klar ersichtlich, dass die DFT der ersten Störamplitude Dw[k], k = 0, ..., N-1, erzeugt werden kann, wenn die komplexe Amplitude A und die Grundwelle &ohgr;0 des sinusförmigen Signals d[n] bekannt sind.

Mittels einer Invertierung kann dann die komplexe Amplitude oder Störamplitude angegeben werden, wenn wenigstens ein Wert der ersten Störamplitude Dw[k] und die Grundwelle bzw. die Frequenz der Grundwelle &ohgr;0 bekannt sind:

Die Realteilbildungsvorrichtung 7 hat also die Funktion, die komplexe Störamplitude Dw[k] eingangsseitig zu empfangen und ausgangsseitig einen Realteil Re(Dw[k]) der ersten Störamplitude Dw[k] bereitzustellen.

Analog empfängt die Imaginärteilbildungsvorrichtung 8 die erste Störamplitude Dw[k] eingangsseitig und stellt ausgangsseitig einen Imaginärteil Im(Dw[k]) der empfangenen ersten Störamplitude Dw[k] bereit.

Im Folgenden multipliziert die Multipliziervorrichtung 9 einen Vektor aus dem Realteil Re(Dw[k]) und dem Imaginärteil Im(Dw[k]) der ersten Störamplitude Dw[k] mit der Korrekturmatrix W–1(k, &ohgr;0), welche die Inverse zur Korrekturmatrix W(k, &ohgr;0) darstellt, zur Korrektur der empfangenen ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k auf die vierte Störamplitude A&ohgr;0 der Grundwelle &ohgr;0.

Die Phasendrehungseinheit 10 führt eine Phasendrehung des mit der Korrekturmatrix W–1(k, &ohgr;0) multiplizierten Imaginärteils Im(Dw[k]) der ersten Störamplitude Dw[k] durch. Die Addiervorrichtung 11 addiert dann den von der Multipliziervorrichtung 9 ausgangsseitig bereitgestellten Realteil und den von der Phasendrehungseinheit 10 bereitgestellten Imaginärteil.

5 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines vierten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Das vierte Ausführungsbeispiel gemäß 5 unterscheidet sich im Wesentlichen vom ersten Ausführungsbeispiel gemäß 1 in der Ausgestaltung der Transformationsvorrichtung 1. Des Weiteren sind für das Nutzsignal Sw[l], Sw[m], Sw[n] im Frequenzbereich drei Trägerfrequenzen l, m, n, und damit auch drei baugleiche Berechnungsvorrichtungen 21'23' zur Berechnung der jeweiligen dritten Störamplitude Ai·&ohgr;0[l], Ai·&ohgr;0[m], Ai·&ohgr;0[n] abgebildet.

Die Transformationsvorrichtung 1 gemäß des vierten Ausführungsbeispiels weist eine erste Filtervorrichtung 12, eine erste Transformationseinheit 13, eine zweite Filtervorrichtung 14 und eine zweite Transformationseinheit 15 auf.

Die erste Filtervorrichtung 12 lässt das empfangene Nutzsignal s[n] + d[n] ausgangsseitig nur bei der Frequenz der Grundwelle &ohgr;0 durch. Die erste Transformationseinheit 13 transformiert dann das mittels der ersten Filtervorrichtung 12 gefilterte Nutzsignal s[n] + d[n] vom Zeitbereich in den Frequenzbereich.

Durch die erste Filtervorrichtung 12 und die nachgeschaltete erste Transformationseinheit 13 wird ausschließlich die erste Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k, welche von dem Gebührenbestimmungssignal bzw. dem Teletax-Signal genutzt wird, bereitgestellt. Die erste Transformationseinheit 13 führt zur Bereitstellung der ersten Störamplitude Dw[k] bei der ersten Trägerfrequenz k für die Frequenztransformation insbesondere einen Görtzel-Algorithmus durch.

Dagegen lässt die zweite Filtervorrichtung 14 das empfangene Nutzsignal s[n] + d[n] ausgangsseitig ausschließlich nicht bei der Frequenz der Grundwelle &ohgr;0 des Störsignals d[n] durch. Durch das Eliminieren der Grundwelle &ohgr;0 des Störsignals d[n] wird im Wesentlichen der Leck-Effekt vermieden. Im Folgenden transformiert die zweite Transformationseinheit 15 das mittels der zweiten Filtervorrichtung 14 gefilterte Nutzsignal s[n] + d[n] vom Zeitbereich in den Frequenzbereich.

Die Subtrahiervorrichtungen 3133 erfüllen die analoge Funktionalität wie die Subtrahiervorrichtung 3 gemäß 1.

In dem vierten Ausführungsbeispiel gemäß 5 stellt die zweite Filtervorrichtung 14 die Kompensation des Leck-Effektes sicher. Die Kompensation der Störungen der jeweiligen Harmonischen des Gebührenbestimmungssignals wird über den Pfad der ersten Filtervorrichtung 12, der ersten Transformationseinheit 13 und der jeweiligen Berechnungsvorrichtung 2123 für die entsprechende Trägerfrequenz l, m, n sichergestellt.

In 6 ist ein schematisches Ablaufdiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle &ohgr;0 und von Oberwellen i·&ohgr;0 eines Störsignals, insbesondere eines sinusförmigen Störsignals d[n], verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal d[n] überlagerten Nutzsignals s[n] + d[n), weist die folgenden Schritte auf:

Verfahrensschritt a:

Transformieren des empfangenen Nutzsignals s[n] + d[n] von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden Dw[k], Sw[l] + Dw[l] bei verschiedenen Trägerfrequenzen k, l.

Verfahrensschritt b:

Bereitstellen einer durch die Grundwelle &ohgr;0 verursachten, komplexen ersten Störamplitude Dw[k] bei einer ersten Trägerfrequenz k, die nicht von dem Nutzsignal s[n] genutzt wird.

Verfahrensschritt c:

Berechnen einer durch die Grundwelle &ohgr;0 verursachten, komplexen zweiten Störamplitude A&ohgr;0[l] bei einer zweiten Trägerfrequenz l aus der ersten Störamplitude Dw[k] und/oder Berechnen zumindest einer durch die jeweiligen i-ten Oberwellen i·&ohgr;0 verursachten, komplexen dritten Störamplitude Ai·&ohgr;0[l] bei der zweiten Trägerfrequenz l aus der ersten Störamplitude Dw[k].

Verfahrensschritt d:

Subtrahieren der zweiten Störamplitude A&ohgr;0[l] und/oder der jeweiligen dritten Störamplituden Ai·&ohgr;0[l] von der komplexen Amplitude Sw[l] + Dw[l] des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz l.

Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar. Insbesondere die verschiedenen Ausgestaltungsformen der Berechnungsvorrichtung und der Transformationsvorrichtung sind beliebig kommutabel. Außerdem kann auch eine Harmonische des Störsignals als Referenzton für die Bereitstellung der zweiten und dritten Störamplituden verwendet werden.

1
Transformationsvorrichtung
21–23
Berechnungsvorrichtung
21'–23'
Berechnungsvorrichtung
3;31–33
Subtrahiervorrichtung
41–45
Berechnungseinheit
5
Potenziervorrichtung
61–62
Gewichtungsvorrichtung
7
Realteilbildvorrichtung
8
Imaginärteilbildvorrichtung
9
Multipliziervorrichtung
10
Phasendrehungseinheit
11
Addiervorrichtung
12
erste Filtervorrichtung
13
zweite Filtervorrichtung
14
erste Transformationseinheit
15
zweite Transformationseinheit
s[n]
Nutzsignal im Zeitbereich
d[n]
Störsignal im Zeitbereich
&ohgr;0
Grundwelle des Störsignals
i·&ohgr;0
i-te Oberwelle des Störsignals
k
erste Trägerfrequenz
l
zweite Trägerfrequenz
m
dritte Trägerfrequenz
n
vierte Trägerfrequenz
ci
Gewichtungsfunktion
ĉi
Gewichtungsfaktors
Dw[k]
komplexe erste Störamplitude bei der ersten Trä
gerfrequenz (k)
Di·&ohgr;0
erste Störamplitude bei der i-ten Oberwelle
ĉi·Di·&ohgr;0
gewichtete erste Störamplitude bei der i-ten O
berwelle
A&ohgr;0[l]
komplexe zweite Störamplitude bei der zweiten
Trägerfrequenz (l)
Ai·&ohgr;0[l]
komplexe dritte Störamplitude bei der zweiten
Trägerfrequenz
A&ohgr;0
komplexe vierte Störamplitude der Grundwelle (&ohgr;0)
des Störsignals (d[n])
Ai·&ohgr;0
komplexe fünfte Störamplitude der i-ten Oberwelle
(i·&ohgr;0) des Störsignals (d[n])
Ci·Ai·&ohgr;0
gewichtete, komplexe fünfte Störamplitude der i-
ten Oberwelle (i·&ohgr;0) des Störsignals (d[n])
Sw[l]
Nutzsignal im Frequenzbereich
Dw[l]
Störsignal im Frequenzbereich
Re(Dw[k])
Realteil der ersten Störamplitude bei der ersten
Trägerfrequenz (k)
Im(Dw[k])
Imaginärteil der ersten Störamplitude bei der
ersten Trägerfrequenz (k)
a–d
Verfahrensschritt


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle (&ohgr;0) und von zumindest einer Oberwelle (i·&ohgr;0) eines Störsignals, insbesondere eines sinusförmigen Störsignals (d(n]), verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal (d[n]) überlagerten Nutzsignals (s[n] + d[n]), mit:

(a) einer Transformationsvorrichtung (1), welche das empfangene, mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden (Dw[k], Sw[l] + Dw[l]) bei verschiedenen Trägerfrequenzen (k, l) transformiert und eine durch die Grundwelle (&ohgr;0) verursachte, komplexe erste Störamplitude (Dw[k]) bei einer von dem Nutzsignal (s[n]) ungenutzten ersten Trägerfrequenz (k) bereitstellt;

(b) einer Berechnungsvorrichtung (2123), welche eine durch die Grundwelle (&ohgr;0) verursachte, komplexe zweite Störamplitude (A&ohgr;0[l]) bei einer zweiten Trägerfrequenz (l) und/oder zumindest eine durch eine der Oberwellen (i·&ohgr;0) verursachte, komplexe dritte Störamplitude (Ai·&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) erzeugt; und

(c) mit einer Subtrahiervorrichtung (3), welche die zweite Störamplitude (A&ohgr;0[l]) und/oder eine oder mehrere dritte Störamplituden (Ai·&ohgr;0[l]) von der komplexen Amplitude (Sw[l] + Dw[l]) des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz (l) subtrahiert.
Vorrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transformationsvorrichtung (1) eine FFT-Einrichtung aufweist, die das empfangene, mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) von dem Zeitbereich in den Frequenzbereich mittels einer Fourier-Transformation, insbesondere einer Fast-Fourier-Transformation transformiert. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) mittels eines diskreten Multiton-Modulationsverfahrens moduliert ist. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundwelle (&ohgr;0) des sinusförmigen Störsignals (d[n]) ein Gebührenbestimmungssignal ausbildet. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Berechnungsvorrichtung (21-23) aufweist:

– eine erste Berechnungseinheit (41), die eine komplexe vierte Störamplitude (A&ohgr;0) der Grundwelle (&ohgr;0) des Störsignals (d[n]) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) bei der ersten Trägerfrequenz (k) erzeugt;

– eine Potenziervorrichtung (5), die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine komplexe fünfte Störamplitude (Ai·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle aus der erzeugten vierten Störamplitude (A&ohgr;0) der Grundwelle (&ohgr;0) erzeugt;

– eine erste Gewichtungsvorrichtung (61), die durch Gewichten mit einer Gewichtungsfunktion (ci), die eine Nichtlinearität einer Verstärkungseinheit einer Sendeeinheit modelliert, die das Störsignal (d[n]) sendet, eine gewichtete, komplexe fünfte Störamplitude (ci·Ai·&ohgr;0) aus der fünften Störamplitude (Ai·&ohgr;0) erzeugt;

– eine zweite Berechnungseinheit (42), die die zweite Störamplitude (A&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der vierten Störamplitude (A&ohgr;0) der Grundwelle (&ohgr;0) erzeugt; und

– eine dritte Berechnungseinheit (43), die die dritte Störamplitude (Ai·&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der gewichteten fünften Störamplitude (ci·Ai·&ohgr;0) erzeugt.
Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1–4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Berechnungsvorrichtung (2123) aufweist:

– eine Potenziervorrichtung (5), die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine erste Störamplitude (Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) erzeugt;

– eine fünfte Berechnungseinheit (45), die die dritte Störamplitude (Ai·&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der erzeugten ersten Störamplitude (Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle erzeugt; und

– eine vierte Berechnungseinheit (44), die die zweite Störamplitude (A&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) bei der ersten Trägerfrequenz (k) erzeugt.
Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1–4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Berechnungsvorrichtung (21-23) aufweist:

– die Potenziervorrichtung (5), die durch Potenzbildung oder Phasendrehung eine erste Störamplitude (Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) erzeugt;

– eine zweite Gewichtungsvorrichtung (62), die mittels eines komplexen Gewichtungsfaktors (ĉi) eine gewichtete erste Störamplitude (ĉi·Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle aus der ersten Störamplitude (Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle erzeugt;

– eine dritte Berechnungseinheit (43), die die dritte Störamplitude (Ai·&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der gewichteten ersten Störamplitude (ĉi·Di·&ohgr;0) bei der i-ten Oberwelle erzeugt; und

– die vierte Berechnungseinheit (44), die die zweite Störamplitude (A&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) bei der ersten Trägerfrequenz (k) erzeugt.
Vorrichtung nach wenigstens einem Ansprüche 5–7,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest eine der Berechnungseinheiten (41-45) aufweist:

– eine Extrahiervorrichtung (7, 8), welche aus einer eingangsseitig empfangenen komplexen Störamplitude (Dw[k]) einen Realteil (Re(Dw[k])) sowie einen Imaginärteil (Im(Dw[k])) extrahiert und ausgangsseitig bereitstellt;

– eine Multipliziervorrichtung (9), welche einen Vektor aus dem Realteil (Re(Dw[k])) und dem Imaginärteil (Im(Dw[k])) der empfangenen Störamplitude (Dw[k]) mit einer Korrekturmatrix (W–1(k, &ohgr;0)) multipliziert und die empfangene Störamplitude (Dw[k]) bei einer ersten Frequenz (k) auf eine Störamplitude bei einer zweiten Frequenz (&ohgr;0) korrigiert;

und

– eine Phasendrehungseinheit (10), welche eine Phasendrehung des mit der Korrekturmatrix (W–1(k, &ohgr;0)) multiplizierten Imaginärteils (Im(Dw[k])) durchführt; und

– eine Addiervorrichtung (11), die den von der Multipliziervorrichtung (9) ausgangsseitig bereitgestellten Realteil und den von der Phasendrehungsvorrichtung (10) bereitgestellten Imaginärteil addiert.
Vorrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Transformationsvorrichtung (1) aufweist:

– eine erste Filtervorrichtung (12), die das empfangene, mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) ausgangsseitig nur bei der Frequenz der Grundwelle (&ohgr;0) durchlässt;

– eine erste Transformationseinheit (13), die das empfangene, mit dem Störsignal (d(n]) überlagerte und mittels der ersten Filtervorrichtung (12) gefilterte Nutzsignal (s[n] + d[n]) vom Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert;

– eine zweite Filtervorrichtung (14), die das empfangene mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) ausgangsseitig nur nicht bei der Frequenz der Grundwelle (&ohgr;0) des Störsignals (d[n]) durchlässt; und

– eine zweite Transformationseinheit (15), die das empfangene, mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte und mittels der zweiten Filtervorrichtung (14) gefilterte Nutzsignal (s[n] + d(n]) vom Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert.
Verfahren zur Kompensation von Störungen, welche durch eine Grundwelle (&ohgr;0) und von Oberwellen (i·&ohgr;0) eines Störsignals, insbesondere eines sinusförmigen Störsignals (d[n]), verursacht werden, beim Empfangen eines mit dem Störsignal (d[n]) überlagerten Nutzsignals (s[n] + d[n]), mit den folgenden Schritten:

(a) Transformieren des empfangenen mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignals (s[n] + d[n]) von einem Zeitbereich in einen Frequenzbereich zur Bereitstellung einer Vielzahl von komplexen Amplituden (Dw[k], Sw[l] + Dw[l]) bei verschiedenen Trägerfrequenzen (k, l);

(b) Bereitstellen einer durch die Grundwelle (&ohgr;0) verursachten, komplexen ersten Störamplitude (Dw[k]) bei einer ersten Trägerfrequenz (k), die nicht von dem Nutzsignal (s[n]) genutzt wird;

(c) Berechnen einer durch die Grundwelle (&ohgr;0) verursachten, komplexen zweiten Störamplitude (A&ohgr;0[l]) bei einer zweiten Trägerfrequenz (l) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]) und/oder Berechnen zumindest einer durch eine der Oberwellen (i·&ohgr;0) verursachten, komplexen dritten Störamplitude (Ai·&ohgr;0[l]) bei der zweiten Trägerfrequenz (l) aus der ersten Störamplitude (Dw[k]); und

(d) Subtrahieren der zweiten Störamplitude (A&ohgr;0[l]) und/oder einer oder mehrerer der dritten Störamplituden (Ai·&ohgr;0[l]) von der komplexen Amplitude (Sw[l] + Dw[l]) des transformierten Nutzsignals bei der zweiten Trägerfrequenz (l).
Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, das mit dem Störsignal (d[n]) überlagerte Nutzsignal (s[n] + d[n]) mittels eines diskreten Multiton-Modulationsverfahrens moduliert wird.






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