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Dokumentenidentifikation DE102006025500A1 07.12.2006
Titel Urinal
Anmelder Zaubitz, Jörg, 91094 Langensendelbach, DE
Erfinder Zaubitz, Jörg, 91094 Langensendelbach, DE
Vertreter Hafner & Partner GbR, 90491 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025500
Offenlegungstag 07.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2006
IPC-Hauptklasse E03D 13/00(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Urinal 1, insbesondere Wand- oder Standurinal, bestehend aus
- einem Montageelement 2 sowie
- einem mit dem Montageelement 2 verbundenen Urinauffangelement 3, wobei
- das Urinauffangelement 3 schwenkbar mit dem Montageelement 2 verbunden ist und
- von einer Gebrauchsstellung in eine Einschwenkstellung überführbar ist, in welcher es im Montageelement 2 zumindest überwiegend einliegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung/Neuerung betrifft ein Urinal, insbesondere ein Wand- oder Standurinal mit den weiteren Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1. Die Erfindung/Neuerung betrifft ein Wandurinal, das absolut Körpergrößen unabhängig und beidgeschlechtlich nutzbar ist.

Bekannte Urinale dieser Art weisen ein Montageelement sowie ein mit dem Montageelement verbundenes Urinauffangelement auf. Das Montageelement umfaßt einen meist plattenartigen oder säulenartigen Körper, der – je nach Ausführung – entweder an eine Wandfläche geschraubt oder mit einer Bodenfläche verbunden werden kann. Das Urinauffangelement ist bei Vorrichtungen nach dem Stand der Technik starr mit dem Montageelement verbunden.

Urinale sind in unterschiedlicher Form bekannt. Es ist bereits bekannt geworden, die Urinauffangelemente, auch genannt Urinalbecken, offen oder geschlossen auszuführen oder die Urinauffangelemente wandversenkt in dem Montageelement zu positionieren.

Als weiter abliegender Stand der Technik sind noch herkömmliche Sitz- oder Hock-WCs bekannt, die ebenfalls zum Zwecke des Urinierens herangezogen werden. Je nach Art der Verwendung bestehen medizinisch-hygienische oder ästhetische Bedenken bei der Benutzung, auf die später noch eingegangen wird.

Urinale mit starren beckenartigen Urinauffangelementen in offener sowie in geschlossener Ausführung sind ästhetischer und hygienischer Hinsicht ebenfalls nicht unbedenklich einzustufen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen, benutzergrößenabhängigen Urinstrahlfallhöhe besteht das Risiko der Selbstverunreinigung durch reflektierende Spritzer, das besonders bei hoher Fallhöhe auftritt. Durch die bekannten Spüleinrichtungen werden nur Teilflächen des Urinauffangelementes gereinigt, so daß Restgerüche unvermeidbar sind. Dies gilt auch für geschlossene Urinauffangbecken, wobei allenfalls eine Reduzierung der Restgeruchsbildung erzielt werden kann.

Aus FR 1.537.878 ist ein Urinal bekannt, bei welchem das Becken in einer Wandhalterung angeordnet ist und aus dieser ausgeklappt werden kann.

Aus US 4,982,455 geht ein Urinal hervor, bei welchem ein aus einer Wandhalterung ausschwenkbares Urinal hinsichtlich seines Beckens über Einstellungsmittel nach oben und unten verstellt werden kann.

DE 201 01 932 beschreibt eine Toilette mit einem Urinal, wobei das Urinal über die Toilette bei geschlossenem Toilettendeckel ausklappbar ist.

DE 41 32 265 A1 offenbart eine Toiletteneinrichtung, die in einer Wand montiert, ein- und ausschwenkbar angeordnet ist und in ihrer Nichtgebrauchsstellung mittels einer Spüldüse gereinigt werden kann.

Der Erfindung/Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Urinal mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 derart auszubilden, daß Verunreinigung, insbesondere Selbstverunreinigung durch Spritzer, Kontaminierung mit Keimen und Geruchsbildung vermieden werden, die Bedienung einfach und die Benutzung geschlechtsunabhängig erfolgen kann und eine ästhetische Beeinträchtigung eines Toilettenraumes vermieden wird.

Diese Kernpunktaufgabe Aufgabe wird dadurch gelöst, das ein Rohr/Rechteckrohr benutzt wird, das man wegen seiner maximalen Abmessungen von 10 cm Breite soweit auf die Höhe des männlichen Gliedes bzw. der weiblichen Blase geschwenkt wird, dass es den Benutzern möglich wird das das Rohrende zwischen den Beinen positionieren kann, um das Glied in die besonders geformte Rohrmündung von ca. 6 cm ausreichend tief einzuführen, um den Miktionsvorgang hundertprozentig zu kanalisieren, bzw. die weibliche Scheide anzulegen (sinngemäß wie der Gebrauch der Urinflaschen in Krankenhäusern.)

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Als weiterer Kern der Erfindung/Neuerung wird es angesehen, das Urinauffangelement verschwenkbar mit dem Montageelement zu verbinden und von einer Gebrauchsstellung in eine Einschwenkstellung zu überführen, in welcher es im Montageelement zumindest überwiegend einliegt.

Um eine Bedienung ohne Verletzungsrisiken zu gewährleisten ( bei versehentlichem Einklicken oder Benutzung auf instabilem Untergrund bei Luft- und Seefahrt), ist es vorteilhaft, das Urinrohr derart abzufedern, dass eine stufenlose oder stufige Verstellung der Schwenk-/Winkelstellung gegen eine definierte Kraft ermöglicht wird.

Erfindungsgemäß liegen die Seitenaußenkanten des Einlassbereiches des Urinauffangelementes maximal 15 cm, vorzugsweise maximal 10 cm voneinander beabstandet. Diese Dimensionierung ermöglicht es den Einlassbereich nahe an den menschlichen Körper (zwischen den Beinen) anzuordnen und gewährleistet durch diese Abstandsverringerung Abstandsvermeidung die Sicherheit vor Spritzkontamination der Umgebung während der Verwendung des Urinal.

Das Urinauffangelement verschwenkbar mit dem Montageelement zu verbinden, eröffnet zunächst die Möglichkeit, je nach Schwenkstellung unterschiedliche Benutzerhöhen einzustellen. Die Öffnung des Urinauffangelementes kann in Gebrauchsstellung zwischen 40 cm Höhe und etwas über 1 m Höhe eingestellt werden, so daß das erfindungsgemäße Urinal sowohl von kleinen Kindern als auch von großen Benutzern problemlos eingesetzt werden kann. Spritzkontamination des Benutzers sowie der Umgebungsbereiche werden dadurch vermieden.

Das erfindungsgemäße Urinal kann mit besonderem Vorteil in WC-Bereichen mit schwankendem und/oder schlingerndem Untergrund eingesetzt werden, so z.B. in Bussen, Schiffen, Flugzeugen oder Zügen. Die besondere Konstruktion des erfindungsgemäßen Urinals hilft in effizienter Weise, eine Verschmutzung von Umgebungsbereichen des Urinals zu vermeiden.

Durch das Einschwenken von der Gebrauchsstellung in die Einschwenkstellung, in welcher das Urinauffangelement im Montageelement zumindest überwiegend einliegt, führt automatisch zu einem Verschluß der Öffnung des Urinauffangelementes und dadurch zur Vermeidung von Geruchsbildung. Außerdem ist es möglich, das Urinauffangelement in eingeschwenkter Stellung zu reinigen, wozu eine Reinigungsflüssigkeit und ein Trocknungsmedium eingesetzt werden können, so daß nach jeder Benutzung das Urinauffangelement keimfrei ist.

Durch die rohrartige Ausbildung des Urinauffangelementes wird zunächst sichergestellt, daß die mit Urin kontaminierten Wandungsbereiche relativ klein gehalten werden, wodurch die Reinigung der Vorrichtung vereinfacht ist. Reinigungsflüssigkeit kann eingespart werden. Außerdem baut die gesamte Vorrichtung aufgrund einer schlanken rohrartigen Ausbildung des Auffangelementes relativ schmal und kann deswegen auch in kleineren WCs gut montiert werden.

Das Auffangelement ist in seinem Mündungsbereich mit einer Erweiterung versehen, die das Einbringen von Urin in den rohrartigen Auffangkörper erleichtert. Der Mündungsbereich des Auffangelementes kann eine muschelartige Erweiterung haben, wobei ein Einführungsöffnungsbereich schräg nach oben weist.

Zur Benutzung läßt sich das Auffangelement in unterschiedlichen Schwenkstellungen verrasten oder motorisch festhalten – je nach dem ob eine manuelle Einstellung der Benutzerhöhe oder eine automatische motorische Einstellung erfolgt. Der Gesamtschwenkbereich des Auffangelementes beträgt etwa 80°, es muß nur sichergestellt sein, daß ein Minimalgefälle im Auffangelement vorliegt, das ein sicheres Abfließen der eingebrachten Flüssigkeit in den Siphonbereich der Vorrichtung sichergestellt ist, der im Bereich des Montageelementes angeordnet ist. Aus ästhetischen und praktischen Erwägungen heraus, kann das Montageelement ein Gehäuse aufweisen, in welches das Auffangelement in Einschwenkstellung vollständig einschwenkbar ist. Wenn von einer vollständigen Einschwenkung gesprochen wird, so soll dies bedeuten, daß zum einen der Mündungsbereich des Auffangelementes innerhalb des Gehäuses liegt, dort mit einem Verschlußelement verschlossen werden kann und im oder am Verschlußelement Reinigungs- und Trocknungseinrichtungen angeordnet sein können, z.B. in Form einer Ringbrause oder einer Warmlufttrocknungsringdüse, damit der kontaminierte Bereich des Auffangelementes nach jeder Benutzung gespült und getrocknet werden kann.

Das Auffangelement wird mittels eines Rastgelenkes im unteren Bereich des Gehäuses gehalten, oder alternativ motorisch in einer gewünschten Schwenkstellung festgehalten, je nach dem ob die Einstellung der Benutzerhöhe des Auffangelementes manuell oder motorisch, z.B. über eine Sensorik erfolgen soll.

Im oberen Bereich des Gehäuses ist die Spüleinrichtung angeordnet, die in Einschwenkstellung die Mündung des Auffangelementes überdeckt, dadurch wird Geruchsbildung vermieden und außerdem sichergestellt, daß Spülflüssigkeit ausschließlich in den vorgesehenen Bereichen des Auffangelementes wirksam wird. Die Spüleinrichtung kann automatisch durch Einschwenken des Auffangelementes aktiviert werden, dadurch ist eine vollständige Reinigung nach jedem Benutzervorgang gewährleistet. Das Verschwenken des Auffangelementes auf Nutzerhöhe und in Parkstellung in das Gehäuse kann motorisch erfolgen, dazu kann im oder am Gehäuse oder in einem Wandbereich ein auf einen herantretenden Benutzer reagierender Sensor vorgesehen werden, der den motorischen Antrieb aktiviert. Wenn in diesem Zusammenhang von einem Sensor gesprochen wird, so können damit Fußtaster umfaßt sein, aber auch manuell betätigbare Taster, eine Sprachsteuerung, eine Scannereinrichtung, die den Körper des Benutzers abscannt und feststellt, ob er groß oder klein ist sowie weitere Vorrichtungen, die geeignet sind, das Auffangelement einzustellen, ohne daß der Benutzer in manuellen Kontakt mit dem Auffangelement treten muß.

In Erweiterung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß der muschelartig erweiterte Mündungsbereich schwenkbar an dem unteren Abschnitt des Auffangelementes angeordnet ist. Über eine mechanische oder motorische Kippsteuerung kann erreicht werden, daß der muschelartig erweiterte Mündungsbereich des Auffangelementes mit der Mündung unabhängig von der Schwenkstellung des Auffangelementes außerhalb des Gehäuses jeweils die gleiche Raumlage einnimmt.

Aus ästhetischen Gründen kann außerdem vorgesehen sein, daß das Gehäuse unter Freilassung eines Einschwenkschlitzes für das Auffangelement von einer Abdeckblende überdeckt ist. Darüber hinaus kann an der Unterseite des Auffangelementes ein Deckelelement angeordnet werden, das in eingeschwenkter Parkstellung das Gehäuse weitgehend abschließt, so daß bei geparktem Auffangelement eine gut zu reinigende Gehäuseaußenfläche vorliegt.

Um die Berührungsfläche von Körperbereichen und dem Urinal im Mündungsbereich möglichst gering zu halten ist eine Längsrillung vorgesehen, diese kann in der bevorzugten Ausführungsform derart ausgestaltet sein, dass ihre Erhebungen radial nach innen weisend im Mündungsbereich angeordnet sind. Im Mündungsbereich des Urinalrohres ist eine Längsrillung in Gefällerichtung vorgesehen, um das Spülwasser gezielt zu kanalisieren und um spülarme Zonen zu vermeiden. Das Längsrillungsprofil ist darüber hinaus so geformt, um Hautkontakt nahezu auszuschliessen. 1.

In vorteilhafter Ausführung ist das Urinauffangelement zumindest bereichsweise mit einer flüssigkeitsabweisenden Oberfläche, wie beispielsweise mit einer Lotuseffekt-Beschichtung, versehen.

Im Sinne einer Zusatzfunktion kann vorgesehen sein, im Öffnungsbereich des Urinauffangelementes eine Flüssigkeitsstrahlvorrichtung anzuordnen, die im Öffnungsbereich befindliche Körperbereiche abstrahlt. Mit einer derartigen Zusatzfunktion kann auf einfache, komfortable wie auch sichere Weise ein Körperbereich z.B. nach dem Urinlassen gereinigt werden. Dies ist besonders für an Diabetes erkrankte Personen eine Alltagserleichterung, weil damit einer besonders unangenehmen (ekelerregenden) Geruchsbildung vorgebeugt werden kann. Diese Flüssigkeitsstrahlvorrichtung kann auch eine Doppelfunktion erfüllen, so besteht die erste Funktion in der Bestrahlung von im Öffnungsbereich zugeführten Körperbereichen und die zweite Funktion in der Selbstreinigung d.h. in der Bestrahlung der Innenwände des Urinauffangelementes,

Um die Vorteile und Variabilität des Urinals zu steigern kann im Öffnungsbereich des Urinauffangelementes ein lösbar angesetzter Zusatzadapter vorgesehen sein.

Einerseits kann dieser Zusatzadapter als Einmalverwendungsaufsatz ausgebildet sein (aus wasserlöslichem Material zur Spülentsorgung), hiermit kann vor jeder Benutzung des Urinals ein neuer Aufsatz verwendet werden und damit der Hygiene insbesondere bei Urinalen mit wechselnden Anwendern, z.B. im öffentlichen Bereich (hier mittels Spender untergebracht im Gehäuseoberteil), Rechnung getragen werden. Andererseits kann der Zusatzadapter eine an die weibliche Anatomie noch besser angepasste Form aufweisen, womit es auch allen Frauen ermöglicht wird das Urinal sicher zu verwenden. Die lösbare Anbindung des Adapters kann Beispielsweise in Form einer Schnapp-/Rastverbindung realisiert sein.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen

1 eine Seitenansicht des Urinals, geschlossen;

2 eine Vorderansicht des Urinals, geschlossen;

3 eine Vorderansicht des Urinals, geschlossen ohne Abdeckplatte;

4 eine Schnittdarstellung des Urinals in ausgeschwenkter Stellung;

5 eine Draufsicht des Urinals, geschlossen.

Das in den Zeichnungsfiguren dargestellte Urinal 1 umfaßt ein Montageelement 2 sowie ein mit dem Montageelement 2 verbundenes Urinauffangelement 3, nachfolgend auch als Auffangelement 3 bezeichnet.

Das Auffangelement 3 ist rohrartig ausgebildet und hat an seinem Auffangende 4 eine muschelartige Erweiterung 5. An seinem unteren Ende 6 ist das Auffangelement 3 verschwenkbar mit dem Montageelement 2 verbunden und – wie besonders deutlich in 4 zu sehen – von einer Gebrauchsstellung in eine Einschwenkstellung überführbar, in welcher es zumindest überwiegend in das Montageelement 2 eintaucht.

Der Öffnungsbereich 7 der Erweiterung 5 weist schräg nach oben. Das Montageelement 2 umfaßt ein Gehäuse 10, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Unterputz oder Einbaugehäuse ausgebildet ist. Das Auffangelement 3 läßt sich zum Zwecke der Geruchsvermeidung und Reinigung vollständig in das Gehäuse 10 einschwenken.

Hinsichtlich der Verschwenkbarkeit des Auffangelementes 3 bestehen unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder ist das Auffangelement 3 mittels eines Rastgelenkes 12 im unteren Bereich 13 des Gehäuses 10 gehalten. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, im unteren Bereich 13 des Gehäuses 10 einen motorischen Antrieb 15 vorzusehen, der das Auffangelement 3 in die gewünschte Betriebs-Schwenkstellung fährt und dort, z.B. durch ein selbsthaltendes Getriebe, festhält.

Im oberen Bereich 20 des Gehäuses 10 ist eine Reinigungsvorrichtung 21 vorgesehen, die in Einschwenkstellung den Öffnungsbereich 7 des Auffangelementes 3 überdeckt. Die Reinigungsvorrichtung 21 kann eine Spüleinrichtung sowie eine Desinfektionseinrichtung und eine Trocknungseinheit umfassen, Details, die aus Übersichtlichkeitsgründen in den Zeichnungsfiguren nicht näher dargestellt sind. So kann die Reinigungsvorrichtung auch ein motorisch angetriebenes Bürstenteil haben, das den inneren Bereich des Auffangelementes 3 mechanisch reinigt.

Aus ästhetischen Gründen und zum Zwecke der besseren Außenreinigung des Urinals 1 kann der Einführungsschlitz 22 des Gehäuses 10 in Einschwenkstellung des Auffangelementes 3 mit einem Deckelelement 23 verschlossen sein, wobei das Deckelelement 23 an der Außen- bzw. Unterseite 24 des Auffangelementes 3 angeordnet ist.

Im Mündungsbereich des Auffangelementes 3 ist eine Längsrillung 30 vorgesehen, die in der Schnittdarstellung gem. 4 und in 5 angedeutet ist und deren Erhebungen radial nach innen weisend im Mündungsbereichs angeordnet sind.

Aus 5 geht sind darüber hinaus die Seitenaußenkanten 31, 32 ersichtlich, diese begrenzen das Urinalauffangelement 3 in seiner seitlichen Erstreckung. Die Flüssigkeitsstrahlvorrichtung 40 zum abstrahlen von im Öffnungsbereich 7 befindlichen Körperbereichen ist in 5 schematisch dargestellt. Über Leitungen wird die Flüssigkeit zur Innenwandung des Urinalauffangelementes 3 geführt und von dort in den Öffnungsbereichinnenraum 60 injiziert

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dient die tabellarische Übersicht „Urinaltechnik" in der der Stand der Technik in Spalten im einzelnen dargestellt ist, wobei Vor- und Nachteile hinsichtlich der technischen Beurteilung, der ästhetischen Beurteilung, und der medizinischen Beurteilung angegeben sind. Auch die Erfindung ist dort noch einmal beschrieben und hinsichtlich der Vorteile zusammengefaßt.

1
Urinal
2
Montageelement
3
Urinauffangelement
4
Auffangende von 3
5
Erweiterung von 3
6
unteres Ende von 3
7
Öffnungsbereich
10
Gehäuse
12
Rastgelenk
13
unterer Bereich
15
motorischer Antrieb
20
oberer Bereich
21
Reinigungsvorrichtung
22
Einführungsschlitz
23
Deckelelement
24
Unter-/Außenseite von 3
30
Längsrillung
40
Flüssigkeitsstrahlvorrichtung
60
Innenraum des Öffnungsbereiches


Anspruch[de]
Urinal (1), Standurinal bestehend aus

– einem Montageelement (2) sowie

– einem mit dem Montageelement (2) verbundenem Rohr als Urinauffangelement (3),

dadurch gekennzeichnet, daß

– das Urinauffangelement (3) verschwenkbar mit dem Montageelement (2) verbunden und

– von einer Gebrauchsstellung in eine Einschwenkstellung überführbar ist, in welcher es im Montageelement (2) zumindest überwiegend einliegt.
Urinal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Urinauffangelement (3) derart abgefedert ist, dass eine stufenlose oder stufige Verstellung der Schwenk-/Winkelstellung gegen eine definierte Kraft ermöglicht wird. Urinal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenaußenkanten (31, 32) des Einlaßbereiches des Urinauffangelementes (3) einen maximalen Abstand von ca. 15 cm nicht überschreitet. Urinal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenaußenkanten (31, 32) des Einlaßbereichs des Urinauffangelementes (3) einen maximalen Abstand von ca. 10 cm nicht überschreiten. Urinal nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangelement (3) rohrartig ausgebildet ist. Urinal nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangelement (3) an seinem Auffangende (4) mit einer Erweiterung (5) versehen ist. Urinal nach einem der Ansprüche 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mündungsbereich des Auffangelementes (3) muschelartig erweitert ist wobei ein Öffnungsbereich (7) nach schräg oben weist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangelement (3) in unterschiedlichen Schwenkstellungen verrastbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangelement (3) über einen Schwenkbereich von etwa 80° verschwenkbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Montageelement (2) ein Gehäuse (10) aufweist, in welches das Auffangelement (3) in Einschwenkstellung vollständig einschwenkbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) in einer Raumwand montierbar ist. Urinal nach einem der Ansprüche 1 – 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) mittels eines Standfußes montierbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangelement (3) mittels eines Rastgelenkes (12) im unteren Bereich (13) des Gehäuses (10) gehalten ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich (20) des Gehäuses (10) eine Reinigungsvorrichtung (21) angeordnet ist, die in Einschwenkstellung den Öffnungsbereich (7) des Auffangelementes (3) überdeckt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21) automatisch durch Einschwenken des Auffangelementes (3) in das Gehäuse (10) aktivierbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausschwenken des Auffangelementes (3) auf Nutzerhöhe sowie das Einschwenken in das Gehäuse (10) motorisch erfolgt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im/am Gehäuse (10) ein auf einen herantretenden Benutzer reagierender Sensor angeordnet ist, der den motorischen Antrieb (15) aktiviert. Urinal nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der muschelartig erweiterte Mündungsbereich schwenkbar an dem unteren Abschnitt (6) des Auffangelementes (3) angeordnet ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der muschelartig erweiterte Mündungsbereich des Auffangelementes (3) mit der Mündung unabhängig von der Schwenkstellung des Auffangelementes (3) außerhalb des Gehäuses (10) jeweils die gleiche Raumlage einnimmt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich (13) des Gehäuses (10) ein Siphon angeordnet ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) unter Freilassung eines Einschwenkschlitzes für das Auffangelement (3) von einer Abdeckblende (23) überdeckt ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21) eine Spüleinrichtung umfaßt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21) eine Desinfektionseinrichtung umfaßt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21) ein motorisch angetriebenes Bürstenteil umfaßt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung (21) eine Trocknungseinheit umfaßt. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführungsschlitz des Gehäuses (10) in Einschwenkstellung mit einem Deckelelement (23) verschlossen ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelelement (23) an der Unter-/Außenseite (24) des Auffangelementes (3) angeordnet ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Mündungsbereich eine Längsrillung (30) vorgesehen ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen der Längsrillen (30) radial nach innen weisend im Mündungsbereichs angeordnet sind. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeelement mechanisch im Gehäuse (10) verrastet ist und manuell aus der Verrastung ausklinkbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Gehäuse (10) oder in einem gesonderten Gehäuse eine Steuereinheit angeordnet ist, durch welche das Aufnahmeelement in die gewünschte Benutzerposition schwenkbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Gehäuse (10) oder in einem gesonderten Gehäuse eine Steuereinheit angeordnet ist, durch welche das Aufnahmeelement in die gewünschte Benutzerposition schwenkbar ist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Urinauffangelement (3) zumindest bereichsweise eine flüssigkeitsabweisende Oberfläche, insbesondere eine Beschichtung mit Lotuseffekt aufweist. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Öffnungsbereich (7) des Urinauffangelementes (3) eine Flüssigkeitsstrahlvorrichtung (40) angeordnet ist, die im Öffnungsbereich (7) befindliche Körperbereiche abstrahlt. Urinal nach einem der Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsstrahlvorrichtung (40) sowohl zur Bestrahlung von im Einlassbereich befindlichen Körperbereichen als auch zur zumindest bereichsweisen Bestrahlung bzw. Reinigung der Innenwandungen des Urinauffangelmenetes (3) dient. Urinal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Öffnungsbereich (7) des Urinauffangelementes (3) lösbar ein Zusatzadapter ansetzbar ist. Urinal nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzadapter als Einmalverwendungsaufsatz ausgebildet ist. Urinal nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzadapter an die weibliche Anatomie angepasst ist. Urinal nach einem der Ansprüche 36 – 38, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzadapter mit einer Schnapp-/Rastverbindung an dem Urinauffangelement angebunden ist.






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