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Dokumentenidentifikation DE102006025772A1 07.12.2006
Titel Hochgeschwindigkeitsvakuumportierung
Anmelder Curt G. Joa, Inc., Sheboygan Falls, Wis., US
Erfinder Meyer, Thomas C., Elkhart Lake, Wis., US
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 31.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025772
Offenlegungstag 07.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.12.2006
IPC-Hauptklasse F16C 13/00(2006.01)A, F, I, 20060531, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 20/12(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   B65H 27/00(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung schlägt ein neues, verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zum Anordnen von Gewebesegmenten an einem beweglichen Gewebe vor. Diese Gewebesegmente, auch Laschen oder Flügel genannt, können asymmetrisch oder auf andere Weise inkompatibel mit dem gewöhnlichen Gleit- und Schneidverfahren auftreten. Die asymmetrische Form kann verschiedene Gewebespannungen aufweisen, die dazu führen, dass das Gewebesegment ungenau mit den Vakuumlöchern an der Matrizenrolle (114) in Eingriff gerät. Die vorliegende Erfindung verwendet beides, umfangsmäßige Reihen von Vakuum bzw. Unterdrucklöchern (24) und weitere Raster von Laschenrückhaltevakuumlöchern. Die umfangsmäßigen Reihen von Vakuumlöchern werden nachfolgend durch Unterdruckverbindungen aktiviert, wobei die Raster von Laschenrückhaltevakuumlöchern gleichzeitig aktiviert werden, um den Effekt von unterschiedlichen Gewebespannungen an den Laschenbereichen auszugleichen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Einweghygieneprodukte, und insbesondere auf Methoden und Vorrichtungen zum Verarbeiten von Einweghygieneprodukten. Weiterhin bezieht sich die Erfindung insbesondere auf das Schneiden und Verwenden von Segmenten von Geweben, um diese an Einweghygieneprodukte anzufügen. Verschiedene Arten von automatischen Fertigungsanlagen sind entwickelt worden, die das gewünschte Ergebnis mit einer Vielzahl von Materialien und Konfigurationen erzielen.

Beim Fertigen von Hygieneprodukten wie Babywindeln, Erwachsenenwindeln, Einwegunterwäsche, Inkontinenzvorrichtungen, Gesundheitswindeln und ähnlichem, ist ein bekanntes Verfahren diskrete Stücke von Gewebe auf andere Gewebe durch die Verwendung einer Gleit- und Schneidauftragswalze anzuordnen. Eine Gleit- und Schneidauftragswalze umfasst typischerweise eine zylindrische, rotierende Vakuummatrize, eine rotierende Messerrolle und eine Übertragungsvorrichtung. Bei typischen Anwendungen wird das einlaufende Gewebe mit einer relativ geringen Geschwindigkeit entlang der Vakuumfläche der rotierenden Matrize eingeführt, wobei die rotierende Matrize mit einer relativ höheren Oberflächengeschwindigkeit bewegt ist und auf der die eingeführten Gewebe gleiten können. Eine Messerschneide, die an der rotierenden Messerrolle angeordnet ist, schneidet ein Segment des eingeführten Gewebes gegen die Matrizenfläche aus. Diese Messerkante bewegt sich bevorzugt mit einer Oberflächengeschwindigkeit, die zu der Oberflächengeschwindigkeit der Matrizenoberfläche gleich ist. Das geschnittene Gewebesegment wird durch ein Vakuum oder zumindest durch einen Unterdruck, der durch Saugen durch Löcher in der Matrizenoberfläche entsteht, gehalten während es mit der Matrizengeschwindigkeit nachgelagert zu dem Übergangspunkt geführt wird, an dem das Gewebesegment zu dem wandernden Segment geführt ist.

Typische Vakuumrollen, die beim Stand der Technik verwendet werden, weisen Reihen von Vakuumlöchern auf, die durch Kreuzlochanschlüsse gespeist werden, die jede mit der Vakuumquelle durch Verbindungen verbunden sind, wenn die Anschlüsse in eine Zone von negativem Druck in einem stationären Verteiler sich bewegen. Eine derartige Konfiguration dient der Anwendung des Vakuum oder zumindest des Unterdruck nachfolgend zu jeder Reihe von Löchern hintereinander.

Ein bekanntes Problem bei Gleit- und Schneidauftragswalzen ist an dem Schneidepunkt gegeben. Da das zu schneidende Gewebe sich mit einer geringeren Geschwindigkeit im Vergleich zu der Matrize und dem Messer (vielleicht 1/20) bewegt, neigt bei dem Ineingriffgeraten des Messers mit dem eingeführten Gewebe eine hohe Dehnungsbelastung des eingeführten Gewebes. Ist das Gewebe unter einem derart hohen Grad von Belastung plaziert worden, kann das eingeführte Gewebe heftig zurückprallen, wenn der Schnitt schließlich komplett ist, was zu einem Verlust der Kontrolle des eingeführten Gewebes führt. Dieser Zurückschnelleffekt vergrößert sich mit der Dicke des eingeführten Gewebes. Dickere Gewebe neigen dazu, die Zeitdauer des Eingriffs mit dem Messer, bevor der Schnitt beendet ist, zu verlängern, wobei der Aufbau der Belastung vergrößert wird. Dies ist ein bekanntes Verfahrensproblem, das gewöhnlicherweise dem Vorsehen von verschiedenen schockabsorbierenden Vorrichtungen zugeordnet ist. Eine mögliche Lösung besteht darin, die Oberflächengeschwindigkeit der Messer zu reduzieren, jedoch führen wesentlich unterschiedliche Geschwindigkeiten zwischen dem Messer und der Matrize zu einer schnellen Abnutzung der Messerschnieden und/oder der Matrizenoberfläche, jeweils abhängig von der relativen Härte.

Kontinuierliche Verbesserungen und wettbewerblicher Druck haben zunehmend die Betriebsgeschwindigkeit von Einwegwindelumsetzern vergrößert. Wenn die Geschwindigkeiten sich vergrößern, muss auch die mechanische Sicherheit der Auftragswalzen entsprechend verbessert werden. Als eine weitere Komplikation hat sich die Komplexität der Verschlusslaschen, die an diese Produkte angeordnet werden, ebenfalls vergrößert.

Verbrauchsprodukthersteller bieten jetzt Streifen an, die zu komplexen Profile matrizengeschnitten werden und welche aus Materialien, die inkompatibel mit den gegebenen Auftragswalzen sind, zu konstruieren. Zum Beispiel kann eine Verschlusslasche durch ein matrizenprofiliertes elastisches Gewebetextil gegeben sein, anstatt durch typische gerade geschnittenen, starren Papieren und Plastikarten, die in der Vergangenheit verwendet wurden. Folglich kann ein Hersteller eine Gleit- und Schneidauftragswalze haben, die nicht erfolgreich angewendet werden kann, um matrizengeschnittene Streifensegmente zu erhalten. Existierende Auftragswalzen können nicht erfolgreich für Verschlüsse verwendet werden, deren Ränder vollständig profiliert sind, wie dies zum Beispiel gewünscht ist, um scharte Ecken zu eliminieren, die die anfällige Babyhaut irritieren können. Dies demonstriert den klaren Gebrauch für verbesserte Auftragswalzen, die fähig sind, neue Verschlusskonfigurationen zu verwenden und weitere Mängel der Auftragswalzen nach dem Stand der Technik zu überwinden.

Gleit- und Schneidevorrichtungen sind bekannt für deren Fähigkeit, relativ kurze Segmente von Gewebe zu schneiden und diese genau auf ein weiteres Hochgeschwindigkeitsgewebe zu plazieren. Bestimmte Materialien verhalten sich ungünstig bei diesen Anwendungen. Der durch das Schneiden gegebene Spannungspulsschlag kann das Material dazu veranlassen, zurückzuschnellen, wobei dieses seine natürliche Spur entlang der bewegten Oberfläche der Matrizenrolle verliert. Dies ist insbesondere verbreitet bei dicken Geweben. Andere Materialien wie nichtgewebte Gewebestrukturen können schwierig zu kontrollieren sein, weil diese sehr porös sind und wenig Widerstand zeigen, um durch die Luftströmung in der Spur gehalten zu werden. Weitere Materialien wie bestimmte perforierte Folien weisen Strukturqualitäten auf, die dazu neigen, sehr unstabil auf der Matrizenoberfläche zu sein, wobei diese sich wie ein Puck auf einem Lufthockeytisch verhalten.

Diese Probleme werden weiter durch die Verwendung von Materialien mit einem sehr geringen Grad von Elastizität erschwert. Hierbei können sogar sehr geringe Grade von Vakuum bzw. Unterdruck an der Matrizenoberfläche das Material dazu veranlassen, sich mit der fortschreitenden Bewegung der Matrize zu dehnen. Der plötzliche Wechsel der Spannung, wenn das Messer dieses überdehnte Gewebe schneidet, kann in einem heftigen Zurückprallen und dem vollständigen Verlust der Position relativ zu der bestimmungsgemäßen Zentrallinie resultieren. Des gleichen können Gewebe mit einem sehr hohen Graden heftig zurückprallen, wenn das Gewebe geschnitten wird.

Der Stand der Technik ist relativ erfolgreich, wenn breitgewalktes oder symmetrisches Gewebe verarbeitet wird, das einheitlich durch die Gleitvakuumoberfläche angesaugt wird, auf der diese gehalten sind. Bestrebungen asymmetrische Gewebe auf einer derartigen Oberfläche zu verarbeiten sind weniger erfolgreich, da das Ansaugen des fortschreitenden Vakuummusters unterschiedlich auf die Teile des Gewebes einwirkt, die verschiedene Linien von Spannungen aufweisen. Zum Beispiel ein matrizengeschnittenes Laschengewebe für Einwegwindeln weist lediglich einen engen kontinuierlichen Teilbereich entlang einer Kante auf, wobei die entgegengesetzte Kante mehr oder weniger in der Form ausgebogen ist.

Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, die die Kontrolle über matrizengeschnittene Gewebeabschnitte von verschiedenen Formen aufrechterhält.

Die vorliegende Erfindung gibt ein Verfahren und eine Vorrichtung an, die eine Hochgeschwindigkeitsvakuumportierung für ausgewählte Vakuummusterbereiche auf einer rotierenden, zylindrischen Rolle liefert. Diese Erfindung bietet den Vorteil, geeignet zu sein, ausgewählte Bereiche „einzuschalten" im Gegensatz zu diskreten Reihen.

Bei einer typischen Konfiguration einer Gleit- und Schneidauftragswalze ist ein Muster von Vakuumlöchern vorgesehen, um das einlaufende Gewebe auf der Matrizenoberfläche anzusaugen und somit zu einem Schneidepunkt, an dem eine Messerschniede mit der Matrize in Eingriff gerät, um das Gewebe in diskrete Segmente zu unterteilen, zu führen, wenn dieses gewünscht ist. Die Erfindung liefert einen gewöhnlichen zylindrischen Matrizenkörper, der mit einer Vakuumquelle verbunden ist. Die Matrizenrolle weist einen laschenfesthaltenden Teilbereich auf seiner äußeren Oberfläche auf. Dieser laschenfesthaltende Teilbereich wird durch eine Vielzahl von Vakuumlöchern geformt. Ein Vakuumschlitz ist an einem Ende der Oberfläche (Umschaltoberfläche) auf der Matrizenrolle vorgesehen und ist geeignet, die Vielzahl von Vakuumlöchern mit der Vakuumquelle zu verbinden. Die Matrizenrolle wird in Verbindung mit einem rotierenden Messer verwendet, um kleine Segmente von einem einlaufenden Gewebe zu schneiden. Die Matrizenrolle führt diese geschnittenen Segmente dann zu einem weiteren Gewebe.

Es wird verlangt, die Laschen in dem Moment des Schneidens von dem kontinuierlichen Gewebe zu greifen und zu halten, wenn diese in diskrete Segmente separiert werden. Sobald die Lasche von dem eingeführten Gewebe geschnitten ist, muss eine sofortige Kontrolle gewährleistet sein.

Ein Ausführungsbeispiel umfasst eine zylindrische Matrizenrolle, die symmetrisch um eine zentrale Umfangsebene vorgesehen ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht zwei einlaufende Gewebe zu bearbeiten, zwei Segmente zu schneiden, eine jeweils an einem Ende der Matrizenrolle jedes Mal, wenn das rotierende Messer mit der Matrizenrolle in Eingriff gerät.

Zusätzlich kann die Matrizenrolle einen zusätzlichen Satz von laschenfesthaltenden Teilbereichen aufweisen, die diametral gegenüber des ersten Satzes von laschenfesthaltenden Teilbereichen vorgesehen ist. In einer derartigen Ausgestaltung gerät die Messerrolle bei jeder Rotation der Matrizenrolle zweimal mit der Matrizenrolle in Eingriff, so dass vier Schneidsegmente pro Rotation der Matrizenrolle gefertigt werden.

1 zeigt eine schematische Ansicht eines Verfahrens nach dem Stand der Technik.

2 zeigt eine Draufsicht des laschenförmigen Gewebes einschließlich einer individuellen Lasche, die von dem Gewebe getrennt ist.

3 zeigt eine Frontalansicht der Matrizenrolle der vorliegenden Erfindung.

4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Matrizenrolle der vorliegenden Erfindung.

5 zeigt eine Querschnittsansicht der Matrizenrolle der vorliegenden Erfindung.

6 zeigt eine Seitenansicht der Matrizenrolle der vorliegenden Erfindung, wobei eine Endfläche der Matrize gezeigt ist und ein Vakuumumsetzermuster, das mit den Vakuumlöchern, die an der Endfläche der Matrize angeordnet sind, verwendet wird.

Obwohl die vorliegende Beschreibung detailliert und exakt ist, um es dem Fachmann zu ermöglichen, die Erfindung zu betrieben, sind die hier offenbarten physikalischen Ausführungsbeispiele lediglich beispielhaft für die Erfindung, die durch andere spezielle Strukturen ausgestaltet sein kann. Während das bevorzugte Ausführungsbeispiel beschrieben ist, können die Details geändert werden, ohne sich von der Erfindung zu entfernen, die durch die Ansprüche definiert ist.

Bezugnehmend auf die Zeichnungen ist in 1 eine schematische Darstellung eines Verfahrens nach dem Stand der Technik gezeigt, um Laschen an Gewebe in einem Windelherstellungsverfahren anzuordnen. Die vorliegende Erfindung kann dieses Verfahren nach dem Stand der Technik verwenden durch Anbringen der Segmente 12 an das Gewebe 10 mit einer unterschiedlichen Matrize, wobei die neue Matrize 114 unten beschrieben ist. Gewebe 10 ist ein Kombinationsgewebe, das bei der Bildung von Windeln, die gewöhnlicherweise aus mehreren verschiedenen Schichten von Materialien besteht, wie Kunststoffunterblätter, absorbierende Polster und nichtgewebte Auflageblätter, gebildet ist. Eine Reihe von Laschen 12 sind an dem Gewebe 10 angeordnet. Bei dem dargestellten Verfahren ist eine rotierende Vakuummatrize 14 vorgesehen, um die Laschen 12 an das Gewebe 10 anzuordnen. Die Matrize 14 weist intern herabgesetzten Luftdruck oder Vakuum (nicht gezeigt) auf, und eine Vielzahl von Öffnungen 24 sind in deren Oberfläche vorgesehen, um ein Ansaugen der Laschensegmente entgegen der Matrizenoberfläche zu ermöglichen. Ein Gewebe des laschenförmigen Materials 16 wird durch die beiden Rollen 20 und 22 entgegen der Matrizenoberfläche 14 eingeführt, wo es durch ein rotierendes Messer 18 in Segmente geschnitten wird.

Beim Stand der Technik weist die Oberfläche der Matrizenrolle 14 Vakuumlöcher 24 auf seiner glatten Oberfläche auf. Bei einer typischen Konfiguration einer Gleit- und Schneidauftragswalze ist ein Muster von Vakuumlöchern 24 vorgesehen, um das einführende Gewebe auf der Oberfläche der Matrize 14 zu halten und dieses somit zu dem Schneidepunkt zu führen, an dem die Messerschniede 18 mit der Matrize 14 in Eingriff gerät.

Aus 1 ist erkenntlich, dass beim Stand der Technik das Einführen des laschenformgebenden Materials 16 mit einer ersten Geschwindigkeit erfolgen kann (mit individuellen Laschen 12 regelmäßig zueinander angeordnet), nach der die individuellen Laschen Geschwindigkeit bekommen bis zu der Geschwindigkeit der Matrize 14. Typische Einführungsgeschwindigkeiten können bei 120 mm/Produkt zum Einführen vorgesehen sein, während die Matrizengeschwindigkeit bei 450 mm/Produkt auf der Matrize vorgesehen sein kann. Dieser Wechsel von einer langsamen ersten Geschwindigkeit zu einer schnelleren zweiten Geschwindigkeit vollzieht sich an dem Schneidepunkt, wobei das laschenformgebende Material 16 auf der Matrize 14 gleitet, bis es geschnitten wird. Jedoch unverzüglich an dem Übergangsschneidepunkt 18 von der geringen Geschwindigkeit zu der schnelleren Geschwindigkeit ist es gewünscht, Vakuum oder zumindest Unterdruck auf die Laschen anzuwenden, weil ansonsten Zentrifugalkräfte versuchen würden, die Laschen von der Vakuummatrize 14 zu schleudern.

Sowohl bei dem Stand der Technik als auch bei der vorliegenden Erfindung ist ein durchgängiges laschenformgebendes Gewebe 16 für das System vorgesehen. Das Gewebe 16 umfasst zwei Bereiche, 12a und 12b, wie in 2 gezeigt. Segment 12a wird insbesondere auch als Laschenbereich der Lasche 12, Segment 12b als Bandabschnitt der Lasche 12 bezeichnet. Das laschenformgebende Material 16 wird in einzelne Laschen 12 durch das rotierende Messer 18 geschnitten, wie in 1 gezeigt, entlang Linien wie diese durch die gestrichelten Linien in 2 verdeutlicht sind.

Bezugnehmend nun auf 3 ist eine Frontalansicht einer Matrizenrolle 114 der vorliegenden Erfindung gezeigt, die ein laschenformgebendes Material 16 (und später eine Lasche 12) trägt, dargestellt in der Phantomdarstellung. Die Matrizenrolle 114 ist vorzugsweise mit zwei Vakuumbereichen 116 ausgebildet, die durch einen zentralen Nutbereich 118 getrennt sind. Die Vakuumbereiche 116 sind vorzugsweise spiegelbildlich zueinander vorgesehen. Die Matrizenrolle 114 ist symmetrisch bezüglich einer zentralen Ebene durch deren Umfang. Jeder Vakuumbereich 116 umfasst mehrere umfangsmäßige Reihen von kreisförmigen Vakuumlöchern 24. Jeder Vakuumbereich 116 kann ferner eine Umfangsnut 120 mit einer zusätzlichen Umfangsreihe von Vakuumlöchern umfassen, die in der Umfangsnut 120 angeordnet sind.

Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der Matrizenrolle 114 der vorliegenden Erfindung weist ferner zwei entgegengesetzte Matrizenablagen 122 und zwei entgegengesetzten Paaren von laschen-zurückhaltenden Bereichen 124 auf. Die laschen-zurückhaltenden Bereiche können durch Einsätze mit verschiedenen Vakuummustern gebildet sein, je nachdem wie der Benutzer es für notwendig hält. Jede Matrizentasche 122 ist eine Nut, die sich quer zur Oberfläche der gesamten Matrizenrolle 114 erstreckt. Ein laschen-zurückhaltender Bereich 124 ist auf jeder der Vakuumbereiche 116 angeordnet. Jeder laschen-zurückhaltende Bereich 124 weist ein Laschenvakuumlochmuster 126 auf, das aus einer Vielzahl von Vakuumlöchern 24 besteht, die an oder in der Nähe der Oberfläche der Matrizenrolle 144 angeordnet sind. Das bevorzugte Ausführungsbeispiel wie in 3 gezeigt hat eine Vielzahl von Reihen von Vakuumlöchern 24, wobei jede Reihe eine Vielzahl von Vakuumlöchern 24 aufweist, obwohl mehr oder weniger jede andere als die gezeigten Konfigurationen oder Mustern verwendet werden kann.

Im Betrieb werden zwei Gewebe des Laschenmaterials 16 durch die Matrize 114 geführt. Ein Gewebe des Laschenmaterials 16 befindet sich in jedem der Vakuumbereiche 116. Eine einzelne Lasche 12 wird von dem Laschengewebe 16 geschnitten, wenn das rotierende Messer 18 mit der Matrizenrolle an der Matrizentasche 122 in Eingriff gerät. Unverzüglich nachdem eine einzelne Lasche 12 von dem Laschengewebe 16 geschnitten ist, befindet sich die einzelne Lasche 12 in dem laschen-zurückhaltenden Bereich 124, insbesondere der Laschenabschnitt 12a der Lasche 12 wie in 2 gezeigt. An diesem Punkt ist das Vakuum bzw. der Unterdruck in der laschenzurückhaltenden Bereich 124 aktiviert, um die einzelne Lasche 12 an der Matrizenrolle 114 zu sichern. Während die Matrizenrolle 114 rotiert, wird der Unterdruck an einer vorbestimmten Stelle aufgegeben, so dass die einzelne Lasche 12 an das Windelgewebe 10 angeordnet werden kann. Weil diese Konfiguration zwei Vakuumbereiche 116 aufweist, wird jedes Mal, wenn das rotierende Messer 18 mit der Matrizenrolle in Eingriff gerät. ein Paar von zwei Laschen geschnitten, Dies ermöglicht das Schneiden von zwei Paaren von Laschen 12 bei jedem Umlauf der Matrizenrolle 114. Als gepunktete Linie ist in 3 ein Vakuumschlitz 128 gezeigt, der unten beschrieben wird.

Bezugnehmend nun auf 4 ist eine perspektivische Ansicht der Matrize 114 gezeigt. Die Matrize 114 wird in Relation zu seinen Stirnflächen und seiner äußeren Fläche beschrieben, wobei die äußere Oberfläche die in 3 gezeigte Oberfläche und die Stirnfläche die beiden Enden der Matrize 114 sind.

Der Vakuumschlitz 128 umfasst eine Vielzahl von Vakuumlöchern 124, die ein Umschalten des Unterdrucks zu dem gesamten Laschenvakuumlöchermuster 126 ermöglicht, wodurch ermöglicht ist, dass das Muster 126 gleichzeitig aktiviert ist, entgegengesetzt zu jeder der Reihen, die das Vakuum bzw. den Unterdruck der Vakuumlöcher umfassen, die dies zur gleichen Zeit ermöglichen. Das Vakuummuster 126 wird durch Verwenden der gebohrten Öffnungen 28 aktiviert, wobei die gebohrten Öffnungen 28 das Vakuum von dem Schlitz 128 zu den einzelnen Löchern 24 des Musters 126 übermitteln. Es sollte beachtet werden, dass das Muster 126 ebenso mit einer gedruckten Schlitzkonfiguration versehen sein kann, so dass dieses gleichzeitig mit dem Vakuum aktiviert werden kann.

Die verbleibenden Vakuumlöcher 24, die an der Matrizenrolle 114 vorgesehen sind, werden nacheinander durch das bekannte Vakuumvermittlungsverfahren aktiviert, das quer durch die gebohrten Kreuzlochanschlüsse 28 genutzt ist.

Der Vakuumschlitz 128 ist an einem ersten Radius R1 an der Matrizenrolle 114 vorgesehen, wobei die übrigen Vakuumlöcher an einem verschiedenen Radius R2 vorgesehen sind. Die unterschiedlichen Radien R1 und R2 ermöglichen zwei Vakuumverteilungen (nicht gezeigt), die jeweils an einen unterschiedlichen Radius (R1 oder R2) vermitteln werden, somit ist ein selektives Anwenden von Vakuum auf die Matrize gegeben ist.

Bezugnehmend nun auf 5 ist eine Querschnittsansicht der Matrizenrolle 114 der vorliegenden Erfindung gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung ist der Schlitz 128 bei Radius R2 angeordnet. Es sei erwähnt, dass der Schlitz 128, der mit den Mustern 126 kommuniziert, an jedem der beiden Radien von R1 oder R2 angeordnet sein kann und die übrigen Vakuumlöcher, die mit den gebohrten Anschlüssen 28 kommunizieren, können an jedem der beiden Radien R1 oder R2 vertauscht werden. Für den Verarbeitungsfortgang ist es bevorzugt, den Schlitz 128, der mit den Mustern kommuniziert, bei Radius R2 für die Vereinfachung der Verarbeitung anzuordnen.

Bezugnehmend nun auf 6 ist eine Seitenansicht der Matrizenrolle 114 gezeigt, die die Stirnfläche der Matrize zeigt, oder den kreisförmigen Bereich des zylindrischen Körpers 114. Das Laschengewebe 16 ist beim Einführen an die Matrize 114 gezeigt, wo es dann mit dem rotierenden Messer 18 geschnitten wird. Es wird verlangt, dass das Vakuum oder zumindest der Unterdruck an die Muster 126 gleichzeitig mit dem Messerschneiden angewendet wird.

Die Umfang der Vakuumanwendung ist durch eine Verteilung (nicht gezeigt) gegeben, die kontinuierlich Unterdruck auf die Vakuummuster V1 und V2 anwenden. Vakuummuster V1 ist bei Radius R1 und Vakuummuster V2 ist bei Radius R2 vorgesehen. Vakuummuster V1 wendet Unterdruck auf den Schlitz 128 an, jedes Mal wenn der Schlitz 128 durch das auf den Verteiler gegebene Vakuummuster V1 rotiert. Wenn der Schlitz 128 mit V1 in Verbindung steht, wird Vakuum auf die Vakuumlöcher 24, die dem Schlitz 128 an der Stirnfläche zur Verbindung mit dem Muster 126 auf der äußeren Oberfläche der Matrize 114 zugeordnet sind, angewendet. Wenn der Schlitz 128 nicht in Verbindung mit V1 steht, ist das Vakuum zu dem Muster 126 ausgeschaltet.

Vakuummuster V2 wird an die Vakuumlöcher 24 angewendet, die an der Stirnfläche der Matrize 114 angeordnet sind, und das zugeordnete Umfangsband Vakuumlochmuster auf der äußeren Oberfläche der Matrize 114 durch V2. Da jedes Vakuumloch 24 aufeinanderfolgend durch V2 rotiert, ist das Vakuum angeschaltet. Wenn jedes Vakuumloch 24 aufeinanderfolgend V2 verlässt, ist das Vakuum ausgeschaltet.

Vom Zentrum der Stirnfläche kann ein Radius, der sich von dem Kontaktpunkt des Messers 18 mit der Matrizenrolle 114 erstreckt verlängert werden, und da die Matrizenrolle rotiert wie gezeigt durch den Winkel B; die Rotation der Lasche 12 ist dabei von dem Messerpunkt bis zu dem Übergangspunkt TP. Es ist während des ganzen Winkels B vorgesehen, dass das Vakuum quer zu den Mustern 126 und auf den Laschen 12 ist. Um dies zu erreichen, ist in einem kleineren Winkel C Vakuum auf diesen angewendet. Der Winkel C ist mathematisch durch den Winkel B minus 2 mal die Breite 128' des Schlitzes 128 gegeben. Dies ist, weil das Muster 126 in Verbindung mit dem Schlitz 128 vorgesehen ist, wobei der Schlitz 128 gleichzeitig Vakuum auf das Muster 126 vermittelt. Folglich erhalten die führende Kante der Lasche 12 und die nachfolgenden Kante der Lasche 12 Vakuum zur gleichen Zeit. Folglich muss der Benutzer es ermöglichen, dass die führende Kante der Lasche 12 an dem Messer 18 mit der gewünschten Länge der Lasche 12 vorbeigeführt wird, bevor das Vakuum auf die Lasche 12 einwirkt. Gleichermaßen bevor der Übergangspunkt TP erreicht wird, muss das Vakuum an beiden dem führenden und der nachfolgenden Kante der Lasche 12 gleichzeitig gelöst werden, um der Lasche zu ermöglichen, auf deren nachgelagertem Weg weiterzulaufen.

Ein Winkel A, der größer als Winkel B ist, ist vorgesehen, um V2 zu definieren, wie dies erwünscht ist, um das Gewebe 16 mit der Matrize sowohl vor und während des Schneidens durch das Messer 18 in Kontakt zu halten.

Das vorgesagte wird nur als Illustration der Prinzipien der Erfindung gesehen. Darüber hinaus, da mehrere Modifikationen und Veränderungen bereits dem Fachmann entgegentreten, ist es nicht erwünscht, die Erfindung auf die gezeigte und beschriebene Konstruktion und Betrieb zu reduzieren. Während das bevorzugte Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist, können Details verändert werden, ohne von der Erfindung wegzuführen, wie diese in den Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]
Matrizenrolle, umfassend

einen im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Matrizenkörper (114);

eine mit dem Matrizenkörper (114) gekoppelte Vakuumquelle;

einen an der äußeren Oberfläche des Matrizenkörpers vorgesehenen Laschenrückhaltebereich (124);

eine Vielzahl von Vakuumlöchern (24), die in dem Laschenrückhaltebereich (124) der äußeren Oberfläche des Matrizenkörpers (116) angeordnet sind;

einen Vakuum- oder Unterdruckschlitz (128), der innerhalb des Matrizenkörpers (114) ausgebildet ist, wobei der Vakuum- oder Unterdruckschlitz (128) geeignet ist, die Vakuumlöcher (24) des Laschenrückhaltebereiches (124) mit der Vakuumquelle in Verbindung zu bringen.
Matrizenrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametral entgegengesetzte Vakuumschlitze (128) vorgesehen sind, die innerhalb des Matrizenkörpers (114) ausgebildet sind, wobei jeder der Vakuumschlitze (128) geeignet ist, die Vakuumlöcher des Laschenrückhaltebereiches (124) mit der Vakuumquelle in Verbindung zu bringen. Matrizenrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Laschenrückhaltebereichen (124) vorgesehen sind, die an der Außenoberfläche des Matrizenkörpers (114) angeordnet sind, wobei die Laschenrückhaltebereiche (124) spiegelbildlich bezüglich einer durch den Umfang des Zylinders führende Mittelebene angeordnet sind. Matrizenrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei weitere Laschenrückhaltebereiche (124) vorgesehen sind, die an der äußeren Oberfläche des Matrizenkörpers (114) angeordnet sind, wobei die weiteren Laschenrückhaltebereiche (124) diametral entgegengesetzt zu den Laschenrückhaltebereichen (124) vorgesehen sind. Matrizenrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Vakuumlöchern (24) vorgesehen sind, die in jedem der Laschenrückhaltebereiche (124) der äußeren Oberfläche des Matrizenkörpers (114) angeordnet sind. Matrizenrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vakuumschlitze (128) vorgesehen sind, die innerhalb des Matrizenkörpers (114) ausgebildet sind, wobei jeder der Vakuumschlitze (128) geeignet ist, die Vakuumlöcher (24) von einem der Laschenrückhaltebereiche (124) mit der Vakuumquelle in Verbindung zu bringen. Matrizenrolle, umfassend

einen zylindrischen Körper (114), der eine Stirnseite und eine äußere Oberfläche aufweist;

einen an der Stirnseite an einem ersten Radius (R1) bezüglich des Mittelpunktes der Stirnfläche angeordneten Schlitz (128);

eine erste Vielzahl von Vakuumlöchern (24), die in dem Schlitz (128) angeordnet sind;

eine zweite Vielzahl von Vakuumlöchern (24), die an einem zweiten Radius (R2) bezüglich des Mittelpunktes der Stirnfläche angeordnet sind;

wobei die erste Vielzahl von Vakuumlöchern (24) mit einem Laschenmuster (126) von Vakuumlöchern (24) auf der äußeren Oberfläche gekoppelt ist; und

wobei die zweite Vielzahl von Vakuumlöchern (24) mit einem Bandmuster von Vakuumlöchern (24) auf der äußeren Oberfläche gekoppelt ist.
Matrizenrolle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Laschenmuster (126) eine Vielzahl von Reihen und eine Vielzahl von Spalten kleiner als das Laschenstück des Bandes aufweist. Matrizenrolle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandmuster eine umfangsmäßige Vielzahl von Vakuumlöchern (24) umfasst. Verfahren zur Anordnung von matrizengeschnittenen Laschen an einem bewegten Gewebe, wobei das Verfahren umfasst

Bereitstellen einer Matrizenrolle (114) mit wenigstens einem Laschenrückhaltebereich (124);

Anwenden von Vakuum oder zumindest Unterdruck in dem Laschenrückhaltebereich (124), wobei das Vakuum oder der Unterdruck gleichzeitig mit einem Schnitt angeschaltet wird;

Durchführen von einem vorrückenden Laschensegment zu dem Laschenrückhaltebereich (124);

Ansaugen des vorrückenden Laschensegments an den Laschenrückhaltebereich (124);

wobei das Vakuum oder zumindest der Unterdruck und der Laschenrückhaltebereich (124) Stabilität für das vorrückende Laschensegment bereitstellen.
Verfahren zum Anordnen von matrizengeschnittenen Laschen an einem bewegten Gewebe, wobei das Verfahren umfasst

Bereitstellen einer Matrizenrolle (114) mit wenigstens einem Laschenrückhaltebereich (114) und wenigstens einem Matrizenbereich;

Bereitstellen eines vorrückenden Gewebes aus matrizengeschnittenen Laschensegmenten;

Bereitstellen einer Messerrolle (18);

Entlangführen des fortlaufenden Gewebes von matrizengeschnittenen Laschen über den Matrizenbereich;

Schneiden einer Lasche aus dem vorrückenden Gewebe von Laschensegmenten und im wesentlichen gleichzeitiges Bereitstellen eines Vakuum oder zumindest eines Unterdrucks in dem Laschenrückhaltebereiches (124).






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