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Dokumentenidentifikation DE202006012708U1 14.12.2006
Titel Dacheindeckung mit einer ebenen sowie unterlüfteten Auflagerfläche
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Eichelbaum, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45659 Recklinghausen
DE-Aktenzeichen 202006012708
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.12.2006
Registration date 09.11.2006
Application date from patent application 15.08.2006
IPC-Hauptklasse E04D 1/30(2006.01)A, F, I, 20060815, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04D 13/10(2006.01)A, L, I, 20060815, B, H, DE   E04D 13/17(2006.01)A, L, I, 20060815, B, H, DE   H01L 31/042(2006.01)A, L, I, 20060815, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dacheindeckung mit Dacheindeckungsplatten in einer Flächenziegelform.

Der Stand der Technik weist Dutzende von Flächenziegelformen auf, die sich vor allem durch ihre Oberflächenformen, z. B. flache Form bei Biberschwanzplatten bis hin zu tiefverfalzten Formen, unterscheiden. Durch die voranschreitende Entwicklung sowohl in der Heizungs- als auch in der allgemeinen Elektrotechnik wird die Forderung nach Schaffung einer ebenen Montagefläche auf einem Dach, völlig unabhängig von der jeweiligen Flachenziegelform, immer dringlicher, weil die Anbringung von Solarelementen, sei es in Form einer Solarfolie, von Solarzellen oder sonstigen elektrotechnischen Einrichtungen sowie von Solareinrichtungen, die mittels wasserdurchflossenen Rohren betrieben werden, rapide zunimmt. Dabei gibt es seit vielen Jahren Dachziegel mit Trittstufen, Trittbrettern, Schneefangbrettern etc., aber keine Dacheindeckung mit einer ebenen Montagefläche. Zu einer ebenen Montagefläche tritt jedoch bei manchen elektrotechnischen Einrichtungen, beispielsweise bei Solarfolien und Solarzellen, die Forderung nach einer effektiven Belüftung der Unterseite hinzu, damit die Solarelemente nicht überhitzt und damit in ihrer Leistungsstärke negativ beeinflußt werden. Dabei stehen sich die beiden Forderungen der Schaffung einer ebenen Montagefläche und deren Unterlüftung kontraproduktiv entgegen. Hier setzt nun die Erfindung ein.

Dieser liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dacheindeckung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, welche nicht nur eine sichere und dauerhafte Anbringung einer Solarfolie, von Solarzellen oder sonstigen elektrotechnischen Einrichtungen gewährleistet, sondern zugleich eine Belüftung und damit Kühlung dieser Einrichtungen sicherstellt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede Dacheindeckungsplatte auf ihrer Oberseite mit aus ihrer Oberfläche herausragenden Vorsprüngen mit ebenen Teilflächen versehen ist, die in einer gemeinsamen virtuellen Ebene liegen, die einerseits einen bestimmbaren Neigungswinkel &agr; zwischen First und Traufe aufweist und die andererseits an ihrer Unterseite von Außenluft unterspült ist. Durch diese Anordnung wird einerseits durch die Teilflächen der Vorsprünge eine in einer virtuellen Ebene liegende Oberfläche geschaffen, die sich aus zahlreichen Teilflächen der Vorsprünge zusammensetzt und auf denen ein ebener Körper, beispielsweise eine Solarfolie oder sich in einem ebenen Rahmen befindende Solarzellen, befestigt werden können mit der Maßgabe, daß diese einerseits eine bestimmbare Neigung aufweisen, die dem Eintrittswinkel der Sonneneinstrahlung optimal anpaßbar ist und andererseits aufgrund ihres Abstandes zur Oberfläche der Dacheindeckungsplatten eine Unterspülung durch Außenluft an ihrer Unterseite sicherstellen.

Unabhängig von der Flächenziegelform der Dacheindeckungsplatten (eben, flachverfalzt, tiefverfalzt) läßt die Erfindung unterschiedliche Ausbildungen der Vorsprünge zu.

Nach einer ersten Ausführungsform bestehen die Vorsprünge aus Noppen mit kreisrundem, ovalem oder elliptischem Querschnitt. Diese Form weist den Vorzug einer günstigen Entformung auf und läßt eine stabile Befestigung von unterschiedlichen elektrotechnischen Einrichtungen auf der Oberfläche der Oberseite der Dacheindeckungsplatten zu.

Nach einer zweiten Ausführungsform sind die Vorsprünge von Rippen gebildet. Diese Rippen lassen insbesondere in Firsttraufenrichtung eine größere Befestigungsoberfläche der Teilflächen zu, ohne den Luftstrom von Traufe in Richtung First nennenswert zu beeinträchtigen.

Nach einer weiteren Ausführungsalternative sind die Vorsprünge mit einer im Querschnitt drei-, vier- oder mehreckigen Form versehen. Diese Formen führen an den Kanten der Ecken zu Ablösungserscheinungen durch die anströmende Luft in Richtung Traufe/First und damit zu Turbulenzen, die den Wärmeübertragungseffekt positiv erhöhen.

Zur leichten Entformung aus der jeweiligen Form bei ihrer Herstellung weisen vorteilhaft sämtliche Vorsprünge eine konische Form auf.

Die Summe der ebenen Teilflächen der Vorsprünge bilden eine ebene Auflagerfläche für eine Trittplatte, für eine Solarfolie oder Solarzellen, die entweder mittels eines Klebemittels oder eines sonstigen Befestigungsmittels, wie Schrauben oder Stifte, auf oder an den Vorsprüngen befestigt werden. Dabei kann das Klebemittel aus einem Butylkautschuk bestehen, der problemlos den Temperaturwechselbelastungen folgt, und andererseits für eine dauerhafte Haltbarkeit der Befestigung sorgt. Es ist jedoch auch eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung mit oder ohne Klebemittel möglich.

Bei der Anwendung von Schrauben oder Stiften, durchdringen diese die Dacheindeckungsplatten entweder teilweise oder vollständig und greifen in letzterem Fall in die zugeordnete Dachlatte ein, wodurch sie nicht nur die Dacheindeckungsplatte, sondern auch zugleich die entsprechende Solarfolie oder die Solarzellen an der Dachlatte fixieren. In diesem Fall sind die Schrauben oder Stifte in der Solarfolie und/oder der Dacheindeckungsplatte an ihren Durchdringungsöffnungen mit einer wasserdichten Abdichtung versehen.

Die Vorsprünge sind nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform an der Oberfläche der Dacheindeckungsplatten eingeformt und greifen form- und/oder kraftschlüssig in Rücksprünge an der Unterseite der Trägerplatte ein. Durch kinematische Umkehrung sind nach einer weiteren Ausführungsform die Vorsprünge an der Unterseite der Trägerplatte angeformt und greifen form- und/oder kraftschlüssig in Rücksprünge auf der Oberseite der Dacheindeckungsplatten ein. Welche dieser beiden Ausführungsformen gewählt wird, hängt sowohl vom Material der Dacheindeckungsplatte, der Trägerplatte als auch vom Gegenstand ab, der auf der Trägerplatte angeordnet werden soll.

Auch bei der Verwendung des Materials der Dacheindeckungsplatten läßt die Erfindung unterschiedliche Ausführungsformen zu.

Nach einer ersten Ausführungsform ist jede Dacheindeckungsplatte aus einem keramischen Material hergestellt. Damit paßt sich eine solche Dacheindeckungsplatte dem Trend zu einem vollkeramischen Dach an. Nach einer zweiten Ausführungsform ist die Dacheindeckungsplatte aus Beton hergestellt.

Diese beiden vorgenannten Ausführungsformen benötigen aufgrund ihres Gewichtes keine zusätzliche Befestigung an den Dachlatten und werden wie bisher an den üblichen Aufhängenasen an den Dachlatten aufgehängt.

Nach einer weiteren Ausführungsform kann die Dacheindeckungsplatte auch aus Metall, z.B. aus einer Aluminiumlegierung, hergestellt sein. Eine solche Dacheindeckungsplatte zeichnet sich bei vermindertem Gewicht durch eine hohe Tragfähigkeit, insbesondere auch Biegetragfähigkeit aus. Dementsprechend sicher kann auf den Teilflächen ihrer Vorsprünge die jeweils gewünschte elektrotechnische Einrichtung befestigt werden.

Und schließlich läßt die Erfindung auch zu, daß jede Dacheindeckungsplatte aus Kunststoff besteht, die beispielsweise in einer Tiefziehform hergestellt wird. Diese Dacheindeckungsplatte zeichnet sich durch ein geringes Gewicht aus, erfordert jedoch eine Schraub-, Klammer- oder Stiftbefestigung an der jeweiligen Dachlatte, um den zu berücksichtigenden Windkräften standhalten zu können.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:

1 die perspektivische Draufsicht auf eine Dacheindeckungsplatte mit ebener Oberfläche und herausragenden konischen Vorsprüngen mit kreisrundem Querschnitt,

2 die perspektivische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform mit quaderförmigen Vorsprüngen auf einer ebenen Oberfläche,

3 die perspektivische Draufsicht einer dritten Ausführungsform einer Dacheindeckungsplatte mit aus einer ebenen Oberfläche herausragenden Vorsprüngen mit quadratischem Querschnitt,

4 die perspektivische Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform einer Dacheindeckungsplatte mit ebener Oberfläche und herausragenden Vorsprüngen, einmal mit dreieckförmiger und ein weiteres Mal mit quadratischer Querschnittsfläche,

5 die perspektivische Draufsicht einer fünften Ausführungsform einer Dacheindeckungsplatte mit flach verfalzter Oberfläche und herausragenden Vorsprüngen mit kreisrundem Querschnitt,

5a die Schnittansicht in Richtung der Pfeile Va von 5,

5b die Schnittansicht in Richtung der Pfeile Vb von 5,

6 die perspektivische Draufsicht einer sechsten Ausführungsform einer Dacheindeckungsplatte mit unebener Oberfläche und herausragenden Vorsprüngen mit kreisrunder Querschnittsform,

7 die perspektivische Draufsicht einer siebten Ausführungsform einer Dacheindeckungsplatte mit starker Verfalzung und daher unebener Oberfläche mit herausragenden Vorsprüngen mit kreisrundem Querschnitt,

8 die Draufsicht auf die Dacheindeckungsplatte von 5,

9 die Seitenansicht in Richtung des Pfeiles IX von 8,

10 die Seitenansicht in Richtung des Pfeiles X von 8,

11 die Fußansicht in Richtung des Pfeiles XI von 8,

12 die Kopfansicht in Richtung des Pfeiles XII von 8,

13 die Unteransicht von 8,

14 die Schnittansicht durch ein Dach mit Dacheindeckungsplatten gemäß 5, wobei der Schnitt auf der rechten Seite von 14 in Richtung der Pfeile Va von 5 und auf der linken Seite in Richtung der Pfeile Vb von 5 geführt ist,

15 eine vergrößerte Teilschnittansicht der rechten Seite von 14 mit die Unterlüftung symbolisierenden Pfeilen in Strömungsrichtung,

16 die perspektivische Ansicht eines Daches mit Dacheindeckungsplatten gemäß 5, auf denen zwei Solarfolien befestigt sind,

17 die Querschnittsansicht eines Daches mit Dacheindeckungsplatten gemäß 1 und darauf angebrachten Solarfolien sowie mit Strömungspfeilen der Außenluft zur Unterlüftung,

18 die perspektivische Ansicht einer Keilplatte zur Befestigung auf einer Dacheindeckungsplatte gemäß einer der Ausführungsformen der 1 bis 8, hier zur Befestigung auf einer Dacheindeckungsplatte gemäß 5, mit einer Neigung zur Fußoberseite

19 die perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Keilplatte zur Befestigung auf einer Dacheindeckungsplatte mit einer nach rechts geneigten Oberfläche,

20 die perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform einer Keilplatte mit einer nach links geneigten Oberfläche,

21 die perspektivische Draufsicht auf eine Dacheindeckungsplatte gemäß 5 zur Befestigung einer der Trägerplatten der 18 bis 20,

22 eine Schnittansicht entlang der Linie XXII/XXII von 5 nach Aufsetzen einer Keilplatte nach 18 und

23 eine Teilseitenansicht einer Dacheindeckungsplatte und einer Keilplatte gemäß 22.

24 eine Explosionsansicht, die von unten nach oben die Dacheindeckungsplatte, die Trägerplatte und eine Solarfolie zeigt,

25 die Ansicht in Richtung des Pfeiles XXV von 24 nach der Zusammenfügung der drei Teile,

26 die Ansicht in Richtung des Pfeiles XXVI von 24 nach Zusammenfügung der drei Teile,

27 die perspektivische Ansicht von zwei hintereinander angeordneten Dacheindeckungsplatten mit darauf angeordneter Trägerplatte,

28 die Ansicht von 27 mit auf den Trägerplatten angeordneten Solarfolien und

29 eine der 23 entsprechende Ansicht, jedoch nunmehr mit den Vorsprüngen angeformt an der Unterseite der Trägerplatten und eingreifend in Rücksprünge der Oberseite der Dacheindeckungsplatten.

Bei sämtlichen acht Ausführungsformen gemäß den 1 bis 13 ist jede Dacheindeckungsplatte 1 auf ihrer Oberseite 2 mit aus ihrer Oberfläche 3 herausragenden Vorsprüngen 4 mit ebenen Teilflächen 5 versehen, die gemäß 14 in einer gemeinsamen virtuellen Ebene 8 liegen, die einerseits den gleichen Neigungswinkel &agr; zur Horizontalen einer Verbindungslinie zwischen First 6 und Traufe 7 wie die gewählte Dachneigung &agr; aufweist und die andererseits an ihrer Unterseite 8a von Außenluft unterspült ist. Die Neigung &agr; der virtuellen Ebene 8 muß jedoch keineswegs identisch mit dem Neigungswinkel der gewählten Dachneigung sein, sondern ist stets – und so auch hier – bei Solareinrichtungen dem optimalen Einfallwinkel der Sonneneinstrahlung anzupassen.

Der Kopfbereich der ebenen Dacheindeckungsplatte ist mit 9 und der Fußbereich mit 10 bezeichnet. Außerdem weist jede Dacheindeckungsplatte 1 einen Wasserfalz 11 und eine Deckseite 12 auf, die keineswegs unbedingt eine Deckkrempe sein muß, worauf noch zur Ausführungsform der 8 bis 13 hingewiesen werden wird.

Die einzelnen Ausführungsformen der 1 bis 8 unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Form ihrer Oberfläche 3 sowie durch die Form der Noppen 4. Dabei versteht es sich, daß die Form der Noppen 4 auf jede Form der Dacheindeckungsplatte 1 übertragbar ist.

Ferner versteht es sich von selbst, daß auf diesen Noppen 4 direkt – also auch ohne die noch zu beschreibende Trägerplatte 27 – als Befestigungsfläche für einen darauf zu befestigenden Gegenstand dienen können.

In 5 ist eine schwache, in 6 eine mittlere und in 7 eine starke Verfalzung der jeweiligen Dacheindeckungsplatte 1 dargestellt. Außerdem weisen die Deckbereiche 12 bei den Ausführungsformen der 5 bis 7 die bekannten Deckkrempen auf, was bei den Ausführungsformen der 1 bis 4 sowie 8 nicht der Fall ist. Aus diesem Grunde wurde diese Seite der Dacheindeckungsplatte 1 nicht als Deckkrempe, sondern bewußt als Deckseite 12 bezeichnet.

Außerdem ist in sämtlichen Ausführungsformen der 1 bis 4 und 8 bis 13 die Oberseite 2 der Dacheindeckungsplatte 1 mit einer ebenen Oberfläche 3 versehen. Diese Ausführungsformen sind mit einer integrierten Wärmedämmung, beispielsweise in Form einer eingeschäumten Polystyrolschicht 13 gemäß 13 versehen, um einen geringen Wärmedurchgangswert k für die Dacheindeckungsplatte 1 zu erhalten und die üblicherweise zwischen den Dachsparren befindliche Wärmedämmschicht zu ersetzen. Aus diesem Grunde sind die Ausführungsformen der 1 bis 4 und 8 bis 13 mit einem Hohlraum 14 versehen, der je nach Wärmedämmaterial (Polystyrol oder Luft) auch von einer nicht dargestellten Klappe geschlossen sein kann. Diese Art der Wärmedämmung ist nicht Gegenstand dieser vorliegenden Erfindung. Die vorstehenden Erläuterungen dienen ausschließlich zur Erklärung für die ungewöhnliche Dicke D (s. 9 und 10) dieser Ausführungsform der Dacheindeckungsplatte 1.

Die 5a, 5b und 14 zeigen Teilquerschnittsansichten der Dacheindeckungsplatte 1 und der Dacheindeckung 15 mit diesen erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatten 1. Dabei sind gemäß

14 auf Dachsparren 16 Unterspannbahnen 17 und darauf die Dachlatten 18 befestigt. Die Dachlatten 18 dienen je nach Gewicht der Dacheindeckungsplatten 1 entweder zur Aufhängung oder zur Befestigung der Dacheindeckungsplatten 1 mittels Schrauben, Stiften oder Nägeln im Kopfbereich 9. Auch diese nicht dargestellten Nägel, Schrauben oder Stifte werden durch die im Kopfbereich 9 der Dacheindeckungsplatte 1 vorhandenen Öffnungen 19 entweder in die Dachlatten 18 eingeschraubt oder eingeschlagen, in jedem Fall aber mit einer nicht dargestellten Dichtung versehen. Diese Befestigungsform ist insbesondere für leichte Dacheindeckungsplatten 1 aus Kunststoffmaterialen geeignet. Bei schweren Materialien, wie Keramik oder Beton werden die Dacheindeckungsplatten 1 mit ihren üblichen Aufhängenasen 20 an den Dachlatten 18 in der bekannten Weise gehalten bzw. aufgehängt und halten aufgrund ihres Gewichtes den zu berücksichtigenden Windkräften stand.

Auf den aus den Oberflächen 3 der Dacheindeckungsplatten 1 herausragenden Vorsprüngen 4 befinden sich die Teilflächen 5, die auf einer gemeinsamen virtuellen Ebene 8 liegen. Diese Ebene 8 kann – aber muß nicht – den gleichen Neigungswinkel &agr; wie die Dachsparren 16 aufweisen. Wie aus der vergrößerten Teilschnittansicht der 15 zu entnehmen ist, strömt Luft gemäß den Strömungspfeilen 21 von der Traufe 7 in Richtung des Firstes 6 zwischen der Unterseite 8a der virtuellen Ebene 8 und der Oberfläche 3 der Dacheindeckungsplatten 1.

Da die virtuelle Ebene 8 in allen Flächenbereichen einen Abstand zur Oberseite 2 der Dacheindeckungsplatte 1 aufweist, kann sie 8 bei allen möglichen Windrichtungen oder Luftbewegungen unterspült werden.

In Bezug auf diese Luftströmung gemäß den Pfeilen 21 wirken die Vorsprünge 4 wie Turbulatoren, das heißt, als Turbulenzerzeuger, welche die Belüftung, insbesondere aber die Luftkühlung, in Bezug auf die aufgeklebten oder sonst die aufgeschraubten Solarelemente 22 mit den Solarzellen aufgrund des durch die Turbulenzen erhöhten Wärmetransportes verbessern. Durch diese Unterspülung gemäß den Strömungspfeilen 21 kann daher bezogen auf die auf der virtuellen Ebene 8 angeordneten Solarfolien, Solarzellen oder sonstigen elektrotechnischen Einrichtungen oder Platten eine wirksame Kühlung erreicht werden. Gleiches gilt selbst für eine konvektive Luftbewegung bei Windstille.

In 16 ist in perspektivischer Ansicht ein Dach mit einer Dacheindeckung 15 dargestellt, die aus Dacheindeckungsplatten 1 der 5 oder 7 besteht, wobei auf die Oberflächen 5 der Vorsprünge 4 Solarfolien 22 aufgeklebt oder sonstwie mit Schrauben, Stiften oder Nägeln befestigt sind.

Die erste und/oder auch die zweite Reihe 23 der den Firststeinen 24 nächstgelegenen Dacheindeckungsplatten 1 weisen keine Vorsprünge 4 auf, um eine problemlose Anpassung der Dacheindeckung 15 an die üblichen Firststeine 24 sicherzustellen.

Dabei kann jedoch gemäß 14 die den Firststeinen 24 nächstgelegene Dacheindeckungsplatten-Reihe 23 mit einer sich dem Firststein 24 strömungstechnisch günstig anschmiegenden Erhöhung 25 versehen sein, um für eine effektive Dachbelüftung durch den Spalt 26 zu sorgen. Diese Merkmale sind jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Außerdem ist unmittelbar benachbart zu den Solarfolien 22 eine Dacheindeckungsplatte 33 mit einem Kabelzufuhrungskanal 34 für die Einführung des Elektrokabels 35 in den Dachinnenraum ausgestattet.

17 zeigt eine Querschnittsansicht ähnlich der 14, jedoch mit dem Unterschied, daß die dort gezeigte Dacheindeckung 15 aus Dacheindeckungsplatten gemäß den Ausführungsformen der 1 bis 4 sowie 8 bis 13 besteht, deren Oberseite 2 mit einer ebenen Oberfläche 3 versehen ist, auf denen in bereits beschriebener Weise die Vorsprünge 4 (hier gemäß 1) mit ihren Teilflächen 5 angeordnet sind. Aufgrund der ebenen Oberfläche 3 bleibt der Zwischenraum zwischen der Unterseite 8a der virtuellen Ebene 8 und der Oberfläche 3 der Dacheindeckungsplatten 1 stets konstant. Ansonsten sind mit den Ausführungsbeispielen der 14 bis 16 identische Teile mit identischen Bezugszeichen bezeichnet.

Bei Dächern mit einem geringen Neigungswinkel &agr; von beispielsweise 30° kann es erwünscht sein, die Neigungsfläche der auf einem solchen Dach anzubringenden Solarfolie 22 derart zu erhöhen, daß der optimale Einstrahlungswinkel der Sonne erreicht wird. Um dies bewerkstelligen zu können, wird auf die Vorsprünge 4 eine Trägerplatte 27 mit erhöhtem Neigungswinkel &bgr; zur Horizontalen angeordnet, auf deren Oberfläche 28 sodann die entsprechenden Solarzellen oder Solarfolien 22 befestigt werden können. Dadurch ergibt sich gemäß 22 eine abgetreppte Befestigungsfläche 29 aus den Einzeloberflächen 28 zur Anbringung der Solarfolien 22 oder ähnlicher, technischer Einrichtungen. Zu diesem Zweck sind an der Unterseite 30 dieser Trägerplatten 27 Ausnehmungen 31 vorgesehen, die zu den darin eingreifenden Vorsprüngen 4 geometrisch ähnlich sind und auf die Trägerplatte 27 unter Freilassung eines Zwischenraumes 32 für die Unterlüftung form- und kraftschlüssig gedrückt bzw. gepreßt werden können, um eine unlösbare Halterung sicherzustellen. Es versteht sich, daß diese form- und/oder kraftschlüssige Kopplung auch als Klipsverbindung ausgebildet werden kann. Diese Ausführungsform ist für großflächige Dacheindeckungsplatten 1 geeignet, von denen vier oder sechs auf einen Quadratmeter verlegt werden.

Gemäß 22 sind die Ausnehmungen 31 derart geometrisch ähnlich auf die Form der Vorsprünge 4 der Dacheindeckungsplatten 1 abgestimmt, daß ein Klemmreibverschluß und damit eine kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen der Trägerplatte 27 und der Dacheindeckungsplatte 1 bewerkstelligt wird. Um diese Verbindung noch zu erhöhen, kann im Zwischenraum zwischen den Ausnehmungen 31 der Trägerplatten 27 und der Oberfläche 5 der Vorsprünge 4 ein Klebemittel, beispielsweise ein Butylkautschuk, vorgesehen werden. Durch diese Trägerplatten 27 ist es möglich, unabhängig von dem Standort und der Lage eines Daches, eine Dacheindeckung 15 mit Trägerplatten 27 zu wählen, deren Oberfläche 28 optimal der Sonneneinstrahlung zugewandt ist.

Die 24 bis 26 zeigen eine kinematische Umkehrung der Vorsprünge 4 und der Ausnehmungen 31 dergestalt, daß nunmehr die Vorsprünge 4 an der Unterseite 30 der Trägerplatte 27 angeformt sind und form- und/oder kraftschlüssig in Rücksprünge 31 auf der Oberseite 2 der Dacheindeckungsplatte 1 eingreifen. Ansonsten sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Nunmehr ragen die Vorsprünge 4 aufgrund ihrer Konizität mit ihrer breiteren Oberfläche 5 aus der Oberfläche 2 der Dacheindeckungsplatten 1 hervor. Ansonsten bilden auch diese Oberflächen 5 eine gemeinsame, virtuelle Ebene 8, auf welche im dargestellten Fall die Trägerplatte 27 und auf dieser eine Solarfolie 22 angeordnet ist. Zwischen der Unterseite 30 der Trägerplatte 27 und der Oberseite 2 der Dacheindeckungsplatte 1 spült Kühlluft hindurch. Aus diesem Grunde fällt die virtuelle Ebene 8 mit der Unterseite 8a der Solarfolie 22 zusammen.

Außerdem ist die Trägerplatte 27 gemäß 24 umlaufend mit einem nutartigen Kabelführungskanal 36 versehen, in welchen Leitungskabel der Solarfolien 22 oder der Solarzellen geschützt eingelegt werden können, ohne optisch störend in Erscheinung zu treten.

In 27 ist die Trägerplatte 27 gemäß 24 auf die dort dargestellte Dacheindeckungsplatte 1 aufgedrückt. Dabei greifen die Vorsprünge 4 in die Ausnehmungen 31 in der Dacheindeckungsplatte 1 ein.

Wird nunmehr auf die ebene Oberfläche 28 der Trägerplatten 27 eine Solarfolie 22 geklebt oder sonstwie befestigt, ergibt sich daraus die Ansicht gemäß 28. Werden mehrere Dacheindeckungsplatten 1 mit den darauf geklemmten, geklipsten und/oder geklebten Trägerplatten 27 und den darauf angeordneten Solarfolien 22 auf den Dachlatten 18 angeordnet, ergibt sich die Ansicht von 29, welche der Ansicht der 23 der dortigen Ausführungsform entspricht, allerdings ist die Abtreppung der

29 eine andere als in 23. Ansonsten sind mit 23 übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.

1
Dacheindeckungsplatte
2
Oberseite der Dacheindeckungsplatte 1
3
ebene Oberfläche der Oberseite 2
4
Vorsprünge
5
ebene Teilflächen der Vorsprünge 4
6
First
7
Traufe
8
virtuelle Ebene der Teilflächen 5
8a
Unterseite der virtuellen Ebene 8
9
Kopfbereich der ebenen Dacheindeckungsplatte 1
10
Fußbereich der Dacheindeckungsplatte 1
11
Wasserfalz
12
Deckseite der Dacheindeckungsplatte 1
13
Polystyrolschicht
14
Hohlraum
15
Dacheindeckung
16
Dachsparren
17
Unterspannbahn
18
Dachlatten
19
Öffnungen im Kopfbereich 9
20
Aufhängenasen
21
Strömungspfeile
22
Solarelemente
23
firstnahe Reihen der üblichen Dacheindeckungsplatten
24
Firststeine
25
anschmiegende Erhöhung
der Dacheindeckungsplatten-Reihe 23
26
Spalt
27
Trägerplatten der Dacheindeckung 15
28
Oberfläche der Trägerplatten 27
29
abgetreppte Befestigungsfläche
30
Unterseite der Trägerplatten 27
31
Ausnehmungen der Trägerplatten 27
33
Dacheindeckungsplatte
mit Kabelzuführungskanal 34
34
Kabelzuführungskanal
35
Elektrokabel
36
Kalbelführungskanal
k
Wärmedurchgangswert
&agr;
Neigungswinkel des Daches
&bgr;
zusätzlicher Neigungswinkel der Keilfläche 28


Anspruch[de]
Dacheindeckung mit Dacheindeckungsplatten in Flächenziegelform, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Oberfläche (2) der Dacheindeckungsplatte (1) Vorsprünge (4) mit einer Oberfläche (5) herausragen, die in einer gemeinsamen virtuellen Ebene (8) liegen, die einerseits als Montagefläche einen bestimmbaren Neigungswinkel (&agr;) zwischen First (6) und Traufe (7) aufweist und die andererseits an ihrer Unterseite (8a) von Außenluft unterspült ist. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (4) aus Noppen mit kreisrundem, ovalem oder elliptischem Querschnitt bestehen. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (4) von Rippen gebildet sind. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (4) mit einer im Querschnitt drei-, vier- oder mehreckigen Form versehen sind. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Vorsprünge (4) zur Entformung eine konische Form aufweisen. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der ebenen Teilflächen (5) der Vorsprünge (4) eine ebene Auflagerfläche (8) für eine Trägerplatte (22), eine Solarfolie (8) oder für Solarzellen bilden, die entweder mittels eines Klebemittels oder eines sonstigen Befestigungsmittels, wie Schraube, Stift oder mittels klemmkraft-schlüssiger Verbindung auf oder an den Vorsprüngen (4) befestigt ist. Dacheindeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebemittel aus einem Butylkautschuk besteht. Dacheindeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben oder Stifte die Dacheindeckungsplatte (1) teilweise durchdringen. Dacheindeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben oder Stifte die Dacheindeckungsplatte (1) vollständig durchdringen und in die zugeordnete Dachlatte (18) eingreifen sowie mit einer wasserdichten Abdichtung versehen sind. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (4) an der Oberfläche (2) der Dacheindeckungsplatten (1) angeformt sind und form- und/oder kraftschlüssig in Rücksprünge (31) an der Unterseite (30) der Trägerplatte (27) eingreifen. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (4) an der Unterseite (30) der Trägerplatte (27) angeformt sind und form- und/oder kraftschlüssig in Rücksprünge (31) auf der Oberseite (2) der Dacheindeckungsplatte (1) eingreifen. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundform der Dacheindeckungsplatte (1), ähnlich einer Biberschwanzplatte, eben ist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundform der Dacheindeckungsplatte (1) eine flache Verfalzung aufweist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungsplatte (1) mit einer tiefen Verfalzung versehen ist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungsplatte (1) aus einem keramischen Material hergestellt ist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungsplatte (1) aus Beton hergestellt ist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Dacheindeckungsplatte (1) aus Metall hergestellt ist. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungsplatte (1) aus Kunststoff besteht. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Vorsprünge (4) der Dacheindeckungsplatten (1) Trägerplatten (27) mit an ihrer Unterseite (30) befindlichen Ausnehmungen (31), die in ihrer Form zur Form der Vorsprünge (4) geometrisch ähnlich sind, aufgeklemmt, aufgeklipst, aufgeklebt, aufgeschraubt oder sonstwie befestigt sind, deren Oberfläche (28) zur Dachneigung (&agr;) einen größeren Neigungswinkel (&bgr;) aufweist. Dacheindeckung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich der zusätzliche Neigungswinkel (&bgr;) nicht nur erhöhend in Richtung Traufe (7)/First (6), sondern auch in einer solchen Neigung zur Dachneigung (&agr;) erstreckt, die dem optimalen Sonneinfallwinkel entspricht.






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