PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006013823U1 14.12.2006
Titel Vorrichtung für Schleppseile
Anmelder Grünberg, Florian, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, DE
DE-Aktenzeichen 202006013823
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.12.2006
Registration date 09.11.2006
Application date from patent application 09.09.2006
IPC-Hauptklasse B64F 1/00(2006.01)A, F, I, 20060909, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung für Schleppseile zum Starten von Segelflugzeugen mittels Winden, wobei das Schleppseil üblicherweise unter Zwischenschaltung einer Schnelltrennstelle mit einem Zwischenseil, das mit einer Sollbruchstelle als Trennvorrichtung mit einem kurzen Vorseil verbunden ist, wobei das freie Ende über eine Sicherheitskupplung mit dem Segelflugzeug gekoppelt ist.

Diese Zuordnung und Kopplung der Seile ist üblich und ist mit unterschiedlichen Ausbildungen der Sollbruchstellen bekannt. Hierbei sind die Sollbruchstellen in Abhängigkeit vom Typ und Gewicht des zu ziehenden Flugzeuges oftmals einstellbar. Die Sollbruchstelle dient dazu, daß unter bestimmten Bedingungen, wie starke Windböen, ungünstige Fluglage, thermische Ablösungen, Bedienungsfehler vom Windenfahrer bzw. des Piloten am Windenseil die Verbindung zwischen Seil und Flugzeug gekappt wird um somit Zugkräfte, die den Maximalwert des Segelflugzeuges überschreiten zu verhindern. Damit es zu keinen Schäden an der Zelle des Flugzeuges kommt, spricht die Sollbruchstelle des Windenseiles an und unterbricht die Seilverbindung zwischen Vorseil und Zwischenseil. Das Flugzeug wirft unmittelbar nach dem Bruch der Sollbruchstelle das sich noch am Rumpf befindende Vorseil ab und leitet die Landung ein, damit das durch den Fahrtwind herumschleudernde Vorseil beim Flug oder beim Landen keine Schäden am Rumpf des Flugzeuges hervorruft bzw. sich bei der Landung nicht verhakt und eine sicher Landung dadurch unmöglich macht. Das Vorseil fällt unkontrolliert schnell zum Boden. Dabei kommt es häufig vor, daß das Vorseil in unwegsames Gelände, wie hohe Büsche, Felder oder Bäume, weit ab vom Startplatz bzw. der Startbahn fällt. Das Wiederfinden des Vorseiles ist mit langwieriger Suche verbunden, die oft vergebens mit dem Verlust des Vorseiles endet. Der Verlust des Vorseiles ist zudem mit hohen Kosten verbunden.

Die Aufgabe der Neuerung ist es, über eine einfache Vorrichtung das Auffinden des abgeworfenen Vorseiles zu erleichtern und somit einen Verlust zu vermeiden.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt neuerungsgemäß dadurch, daß die Trenneinrichtung zur Ausbildung der Sollbruchstelle aus zwei Elementen besteht, wobei das Ende des Zwischenseils mit einem über die Sollbruchstelle trennbaren Element mit einem Auslöser für ein Schaltelement aufweist und das korrespondierende Element am Vorseil einen batteriebetriebenen Tongeber mit dem Schaltelement trägt, das über den Auslöser des anderen Elementes bei Trennung schaltbar ist.

Hierdurch ist es möglich, nach Trennung über die Sollbruchstelle durch die Tonabgabe ein Wiederauffinden des Vorseiles in unwegsamem Gelände zu erleichtern.

Ferner wird zum zerstörungsfreien Aufprall vorgeschlagen, daß die Trenneinrichtung in einer Schaumstoffhülle als Aufprallschutz angeordnet ist.

Eine Ausführungsform der Neuerung besteht darin, daß die Trenneinrichtung mit der Sollbruchstelle durch u-förmige Elemente gebildet ist, die mit ihrer Basis einander zugeordnet und jeweils mit einem Seilende des Vorseils bzw. des Zwischenseils verbunden sind.

Zur einfachen Auslösung wird vorgeschlagen, daß das Schaltelement für den Tongeber als Reedkontakt ausgebildet ist, ein Magnet als Auslöser an dem Zwischenseil zugeordnetem Element angeordnet ist.

In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung schematisch dargestellt. Es zeigen:

1 eine Schleppseilausbildung mit einer Windenanordnung;

2 eine Trenneinrichtung in Draufsicht;

3 eine Seitenansicht gemäß 2;

4 eine Vorderansicht gemäß 2;

5 u. 6 eine Vorder- und Seitenansicht der Trenneinrichtung in einer Schaumstoffhülle als Aufprallschutz;

7 eine prinzipielle elektrische Schaltungsanordnung.

Bei der dargestellten Anordnung ist ausgehend von einem Windenfahrzeug 1 ein Schleppseil, bestehend aus einem Windenschleppseil 2 mit einer Schnelltrennstelle 3 mit Seilfallschirm und einem verbundenen Zwischenseil 4 sowie einer Trenneinrichtung 5 als Sollbruchstelle mit einem Vorseil 6, angeordnet. Das Vorseil 6 ist dabei über eine Sicherheitskupplung 17 an einem zu ziehenden Segelflugzeug eingehängt. Für den Start des Segelflugzeuges zieht die Winde das Schleppseil 2, 4, 6 und das Segelflugzeug nimmt Fahrt auf hebt vom Boden ab. Beim Erreichen der Ausklinkhöhe erfolgt eine automatische Trennung zwischen dem gesamten Schleppseil und dem Segelflugzeug.

Zur Sicherheit ist vorgesehen, daß bei auftretenden Überbeanspruchungen über die Trenneinrichtung 5 mit seiner Sollbruchstelle die Verbindung zwischen Vorseil 6 und Zwischenseils 4 getrennt wird und das Vorseil 6 am Segelflugzeug abgeworfen wird.

Die Trenneinrichtung 5 besteht hierbei aus zwei u-förmig ausgebildeten Elementen 7 und 8, die über die Sollbruchstelle 9 mit Schrauben und Muttern 10, 11 miteinander verbunden sind. Das Element 7 ist dabei über nicht näher dargestellte Verbindungselemente mit dem Ende des Zwischenseiles 4 verbunden, während das Element 8 mit dem Ende des Vorseiles 6 verbunden ist.

Das Element 8 am Vorseil 6 trägt dabei einen batteriebetriebenen Tongeber 12 mit einem Schaltelement 13, das über einen Auslöser 14 des anderen Elementes 7 bei Trennung schaltbar ist und dann ein akustisches Signal zum Wiederauffinden des Vorseiles 6 abgibt.

Die Trenneinrichtung 5 ist dabei durch eine Schaumstoffhülle 20 umgeben, um einen Aufprallschutz auszubilden und über Kabelbinder 18 eine Halterung zwischen Trenneinrichtung 5 und Schaumstoffumhüllung 14 herzustellen.

In diesem Fall ist eine Schaltungsanordnung vorgesehen, wobei am Element 12 eine Batterie 15 über einen Schalter 16 für die Inbetriebnahme angeordnet ist, den Tongeber 12a mit einer Spannung versorgt und über einen Schalter 13 einen Lautsprecher 19 ansteuert. Dieser Schalter 13 ist in diesem Fall als Reed-Kontakt ausgebildet und wird über einen Magneten als Auslöser 14 am Element 7 in der Öffnungsstellung gehalten. Bei einer Trennung des Elementes 7 wird der Tongeber 12a und Lautsprecher 19 aktiviert, so daß ein Signal zum Auffinden des Vorseiles 6 abgegeben wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung für Schleppseile zum Starten von Segelflugzeugen mittels Winden, wobei das Schleppseil üblicherweise unter Zwischenschaltung einer Schnelltrennstelle mit einem Zwischenseil, das mit einer Sollbruchstelle als Trennvorrichtung mit einem kurzen Vorseil verbunden ist, wobei das freie Ende über eine Sicherheitskupplung mit dem Segelflugzeug gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (5) zur Ausbildung der Sollbruchstelle (9) und Befestigungsmaterial aus zwei Elementen (7, 8) besteht, wobei das Ende des Zwischenseils (4) mit einem über die Sollbruchstelle (9) und Befestigungsmaterial trennbaren Element (7) mit einem Auslöser (14) für ein Schaltelement (13) aufweist und das korrespondierende Element (12) am Vorseil (6) einen batteriebetriebenen Tongeber (12a) mit dem Schaltelement (13) trägt, das über den Auslöser (14) des anderen Elementes (7) bei Trennung schaltbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (5) in einer Schaumstoffhülle (20) als Aufprallschutz angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (5) mit der Sollbruchstelle (9) und Befestigungsmaterial durch u-förmige Elemente (7, 8) gebildet ist, die mit ihrer Basis einander zugeordnet und jeweils mit einem Seilende des Vorseils (6) bzw. des Zwischenseils (4) verbunden sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (13) für den Tongeber (12a) als Reedkontakt ausgebildet ist, ein Magnet als Auslöser (14) an dem Zwischenseil (4) zugeordnetem Element (7) angeordnet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com