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Dokumentenidentifikation DE202006014228U1 14.12.2006
Titel Zugangseinrichtung für ein oberes Stockwerk
Anmelder Uhlenbusch, Karl-Heinz, 32361 Preußisch Oldendorf, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202006014228
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.12.2006
Registration date 09.11.2006
Application date from patent application 16.09.2006
IPC-Hauptklasse E04F 11/04(2006.01)A, F, I, 20060916, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66B 9/00(2006.01)A, L, I, 20060916, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zugangseinrichtung für ein oberes Stockwerk, insbesondere einen Dachboden, mit einer Deckenluke und einer vorzugsweise einschiebbaren, in Funktionsstellung besteigbaren Leiter.

Derartige Zugangseinrichtungen, vielfach auch als Bodentreppen bekannt, dienen üblicherweise dem Besteigen eines oberen, zumeist als Abstellraum oder dergleichen dienenden oberen Stockwerkes eines Gebäudes.

In Nichtgebrauchsstellung der Leiter ist diese in den oberen Abstellraum eingeschoben und die Deckenluke mittels eines Lukendeckels verschlossen, so dass der dann freie, unter dem oberen Stockwerk liegende Raum problemlos genutzt werden kann. Dabei ist die Leiter mit dem Lukendeckel verbunden und schwenkt in eingeschobener Stellung beim Öffnen der Luke gemeinsam mit dem Lukendeckel auf.

Insgesamt sind solche Bodentreppen relativ leicht begehbar, wobei sich der Benutzer aufgrund der Leitercharakteristik beim Begehen festhalten muss.

Insofern gestaltet sich der händische Transport von auf dem beispielsweise Dachboden abzustellenden Gegenständen problematisch, zum Teil sogar gefährlich, da die Gegenstände vielfach sperrig sind und eine beidhändige Handhabung erforderlich machen.

Dadurch ergibt sich ein hohes Risiko, dass in der Praxis schon zu teilweise schwerwiegenden Unfällen geführt hat. Insbesondere dann, wenn eine zweite Hilfsperson nicht zur Stelle ist, besteht eine besonders hohe Unfallgefahr.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Zugangseinrichtung der gattungsgemäßen Art so weiterzuentwickeln, dass sie vielseitiger nutzbar und sicherer ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Zugangseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die bislang ausschließlich zum Besteigen eines oberen Stockwerkes geeignete Zugangseinrichtung wird nun in ihrer Funktion wesentlich erweitert, da sie durch die erfindungsgemäß integrierte Hebeeinrichtung wesentlich umfangreicher und vor allem bequemer genutzt werden kann.

So sind beispielsweise saisonal genutzte Artikel, wie Urlaubsgepäck, Weihnachts- oder Gartenutensilien mit geringem Aufwand zu verstauen bzw. zum erneuten Gebrauch zu entnehmen.

Insbesondere ist eine Gefährdung durch den Transport der Gegenstände insoweit ausgeschlossen wie sie zum Stand der Technik beschrieben ist.

Die Nutzung der neuen Zugangseinrichtung im Sinne der beschriebenen Lastanhebung kann problemlos durch eine einzelne Person erfolgen, ohne dass dies mit einer besonderen Erschwernis bzw. Unfallgefährdung verbunden ist.

Bei Nichtgebrauch der Hebeeinrichtung ist die Lastenbühne oberhalb des die Deckenluke verschließenden Lukendeckels angeordnet, so dass die gesamte Hebeeinrichtung von der Sichtseite her nicht erkennbar ist.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Lastenbühne mittels eines Motors, vorzugsweise eines elektrischen Motors auf- und abzusenken.

Dabei bietet ein Walzenmotor in Kombination mit Gurten, die andererseits an der Lastenbühne angeschlossen sind, eine konstruktiv besonders einfache Möglichkeit die Hebeeinrichtung zu betreiben, wobei diese Antriebseinheit lediglich eines geringen Bauraumes bedarf.

Ein weiterer Gedanke der Erfindung sieht vor, dass die Lastenbühne an einer teleskopierbaren Stange befestigt ist, vorzugsweise einer Teleskopschiene, die einerseits an einem auch den Walzenmotor haltenden Gerüst befestigt ist und an der andererseits die Lastenbühne angeschlossen ist und zwar so, dass eine größtmögliche Beladefläche verbleibt.

Um die Deckenluke bzw. auch die Leiter bei Nichtgebrauch der Hebeeinrichtung ungehindert nutzen zu können, ist die Lastenbühne schwenkbar an der Teleskopschiene angeschlossen und in einer aufgeschwenkten Nichtgebrauchsstellung sicherbar.

Des Weiteren ist ein Bedienelement vorzusehen, das im Zugriffsbereich liegt, wenn die Hebeeinrichtung in Funktion ist bzw. gebracht werden soll, d.h., das Bedienelement ist erreichbar, ohne dass der Benutzer die ausgefahrene Leiter besteigen muss.

Prinzipiell ist die Hebeeinrichtung bzw. die Lastenbühne auch manuell betätigbar, beispielsweise über einen Seilzug oder dergleichen, der mittels einer Handkurbel bedienbar ist.

Um die elektrisch betreibbare Hebeeinrichtung auch bei Stromausfall bedienen zu können, ist zweckmäßigerweise ebenfalls ein Handbetrieb vorgesehen, zumindest um diese in eine fixierte Nichtgebrauchsstellung bringen zu können, so dass die Leiter bzw. die Zugangseinrichtung im Übrigen problemlos nutzbar ist.

Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Zugangseinrichtung mit einer Hebeeinrichtung in Gebrauchsstellung

2 die Zugangseinrichtung mit der Hebeeinrichtung in Nichtgebrauchsstellung.

In den Figuren ist eine Zugangseinrichtung für ein oberes Stockwerk, insbesondere einen Dachboden, dargestellt, mit einer Deckenluke 1 und einer vorzugsweise einschiebbaren, in dargestellter Funktionsstellung besteigbaren Leiter 3.

In Nichtgebrauchsstellung, also wenn die Leiter 3 eingeschoben ist, wird die Deckenluke 1 durch einen Lukendeckel 4 verschlossen, der mit der Leiter 3 verbunden ist und überdies einen Handlauf 5 trägt. Dabei ist der Lukendeckel 4 schwenkbar an einem Futter 2 befestigt, das die die Deckenluke 1 begrenzende Wandung verkleidet.

Im Bereich der Deckenluke 1 und zwar dem oberen Stockwerk zugeordnet, ist eine Hebeeinrichtung 6 mit einer Lastenbühne 11 angeordnet, die auf- und absenkbar ist. In den Darstellungen gibt die 1 eine abgesenkte Gebrauchsstellung der Lastenbühne 11 wieder, während die 2 eine obere Nichtgebrauchsstellung zeigt.

An einer dem oberen Bereich des Futters 2 zugeordneten Seite ist an einer feststehenden Abstützung 12 ein elektrischer Walzenmotor 10 befestigt, der von einer Haube 9 überdeckt ist und über den Gurte 7 aufwickelbar sind, die mit ihrem anderen Ende an der Lastenbühne 11 angeschlossen sind.

Ebenfalls der Haube 9 bzw. der Abstützung 12 zugeordnet ist eine Teleskopschiene 8, die an einem Ende die Lastenbühne 11 trägt und die so weit verfahrbar ist, dass die Lastenbühne 11 in einer Bedienposition entsprechend der 1 verharrt, in der sie einfach zu beladen ist und die andererseits die Lastenbühne 11 so weit hochzieht, dass der Durchstiegsbereich in der Deckenluke 1 ungehindert ist.

An den Walzenmotor 10 ist im Übrigen ein Bedienelement 13 angeschlossen, mit dem der Walzenmotor 10 entsprechend betätigbar ist, wobei dieses Bedienelement 13 ebenfalls so angeordnet ist, dass es einfach zu handhaben ist.

Da die Leiter 3, der Lukendeckel 4 sowie das Futter 2 als handelsübliche Baueinheit zum Einsatz kommen, werden deren Funktionen bzw. Eigenschaften durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Zugangseinrichtung in keiner Weise beeinträchtigt, insbesondere die raumabschließenden Eigenschaften des Lukendeckels 4 hinsichtlich eines Brand-, Wärme-, Schall- und Feuchtigkeitsschutzes.

Neben dem genannten Dachboden ist die neue Zugangseinrichtung selbstverständlich auch im Bereich von Kellerdecken einsetzbar, d.h., die Lastenbühne 11 kann dann in einen Kellerraum abgesenkt werden.

Überdies ist die Leiter 3 nicht auf die dargestellte Sprossenausführung beschränkt. Daneben kann auch eine Leiter in Form einer Scherentreppe oder dergleichen Verwendung finden.

1
Deckenleiste
2
Futter
3
Leiter
4
Lukendeckel
5
Handlauf
6
Hebeeinrichtung
7
Gurt
8
Teleskopschiene
9
Haube
10
Walzenmotor
11
Lastenbühne
12
Abstützung
13
Bedienelement


Anspruch[de]
Zugangseinrichtung für ein oberes Stockwerk, insbesondere einen Dachboden, mit einer Deckenluke (1) und einer vorzugsweise einschiebbaren, in Funktionsstellung besteigbaren Leiter (3), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Deckenluke (1) eine Hebeeinrichtung (6) mit einer Lastenbühne (11) angeordnet ist, die bei Funktionsstellung der Leiter (3) auf- und absenkbar ist. Zugangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastenbühne (11) an einer Teleskopschiene (8) befestigt ist. Zugangseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastenbühne (11) in Nichtgebrauchsstellung oberhalb eines Lukendeckels (4) angeordnet ist. Zugangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastenbühne (11) an mindestens einem Antriebsband, vorzugsweise einem Gurt (7) angeschlossen ist, der andererseits mit einer Antriebseinrichtung verbunden ist. Zugangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung als Walze ausgebildet ist, die über eine Handkurbel drehbar ist. Zugangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung aus einem elektrischen Walzenmotor (10) besteht. Zugangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (6) an einer Abstützung (12) befestigt ist. Zugangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb über ein Bedienelement (13) bedienbar ist, das in Funktionsstellung der Leiter (3) unterhalb der Deckenluke (1) erreichbar ist.






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