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Dokumentenidentifikation DE10151661C5 21.12.2006
Titel Tiefdruckverfahren mit radikalisch härtbaren Druckfarben
Anmelder Druckfarbenfabrik Gebr. Schmidt GmbH, 60489 Frankfurt, DE
Erfinder Schmidt, Helmut, Dr., 61462 Königstein, DE
Vertreter Patentanwälte Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn, 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 19.10.2001
DE-Aktenzeichen 10151661
Offenlegungstag 08.05.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.10.2003
Date of publication of amended patent 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse B41M 1/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41M 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C09D 11/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Druckverfahren mit radikalisch polymerisierbaren Druckfarben für den Rotationstiefdruck, deren Polymerisation durch aktinische Strahlung ausgelöst wird. Gebräuchliche aktinische Strahlungsquellen sind beispielsweise UV-Lampen und Laser.

Werden in der Drucktechnik hohe Druckgeschwindigkeiten gefordert, so kann der Druckträger (Bedruckstoff, Substrat) im Rotationstiefdruck bedruckt werden. Bei diesem Verfahren wird ein metallischer Druckzylinder eingesetzt, der an der Oberfläche eingravierte oder geätzte Näpfchen aufweist. Die Näpfchen nehmen die Druckfarbe auf und durch Abrollen des Druckzylinders wird diese unter Entleerung der Näpfchen auf den Druckträger übertragen.

Bei gravierten Näpfchen wird das Farbvolumen durch die Näpfchentiefe und die Basisfläche bestimmt, wobei die erzielte Schichtdicke und die Fläche des Farbpunktes geometriebedingt von beiden Größen abhängt. Das bedeutet, daß tiefere Näpfchen auch über eine größere Basisfläche verfügen und ein größeres Farbvolumen übertragen.

Ähnliches gilt auch für geätzte Näpfchen. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zu gravierten Näpfchen:

Diese Näpfchen weisen einen höheren Entleerungsgrad als gravierte Näpfchen auf, weil ihre Spitze durch die Ätzung gerundet ist.

Herkömmliche Druckfarbensysteme für den Tiefdruck bestehen aus Farbmittel, Bindemittel, Lösungsmittel und Additiven zur Verbesserung der Benetzung und Entschäumung. Als Lösungsmittel werden neben aromatischen Kohlenwasserstoffen wie Toluol auch Ketone, Alkohole und Ester verwendet.

Aus Gründen des Umweltschutzes gibt es große Anstrengungen, die Emission von Lösungsmitteln im Tiefdruck zu vermeiden und durch lösungsmittelfreie oder zumindest lösemittelreduzierte Farbsysteme zu ersetzen.

In dem Dokument US 5,429,841 wurde vorgeschlagen, Anteile organischer Lösungsmittel in Tiefdruckfarben, die nicht mit Wasser mischbar sind, teilweise durch Wasser zu ersetzen. Die Öl/Wasser-Emulsion enthält aber immer noch große Mengen organische Lösungsmittel, so daß von umweltverträglichen Druckfarben nicht gesprochen werden kann.

Gemäß der EP-0686509 kann eine lösungsmittelfreie strahlungshärtende Tiefdruckfarbe mit einer für das Tiefdruckverfahren üblichen Viskosität von 100 mPa·s dadurch erreicht werden, daß niederviskose Reaktionsverdünner eingesetzt werden. Diese Reaktionsverdünner werden durch eine Polymerisation, die durch aktinische Strahlung induziertet wird, in die Bindemittelmatrix eingebunden. Vorgeschlagen wird ein UV-härtendes Epoxid/Reaktionsverdünner-System, das durch kationische Photopolymerisation vernetzbar ist. Wenn man von einer für den Tiefdruck üblichen Viskosität ausgeht und als Reaktivverdünner Vinyläther einsetzt, so ist damit zu rechnen, daß die Reaktivität der Tiefdruckfarbe zu stark vermindert wird und nach der Polymerisation noch erhebliche Anteile des Reaktivverdünners nicht ausreagiert sind, wodurch die Qualität der Farbschicht (z.B. die mechanischen Eigenschaften) verschlechtert wird.

In dem Dokument EP-0813976-B1 wurde vorgeschlagen, Lösungsmittel vollständig gegen Wasser auszutauschen, wobei das Bindemittel in Form einer Dispersion bzw. Emulsion mit Acrylat, bzw. Epoxidsysteme vorliegt, das nach der Verdunstung des Wasser polymerisierbar ist. Der Vorteil dieses Farbsystems ist, daß die erforderliche Näpfchentiefe des Tiefdruckzylinders bei Anwendung eines wasserverdünnbaren UV-Farbsystems die gleiche ist, die auch beim Einsatz von auf Lösungsmitteln basierenden Tiefdruckfarben gewählt wird. Nachteilig ist allerdings, daß vor der aktinischen Härtung das Wasser durch Konvektions-, IR-, oder Hochfrequenztrocknung vollständig entfernt werden muß, um einen beständigen Farbfilm auf dem Substrat zu erhalten.

In der Publikation EP 0839667 A1 wurde vorgeschlagen, zur Reduzierung der Viskosität der strahlungshärtenden Druckfarbe einen Anteil von 3-25% flüchtiger Lösungsmittel zu verwenden. Dieser Weg scheint für ein umweltfreundliches Druckfarbensystem kaum gangbar, da bei der Verdruckung großer Farbmengen erhebliche Mengen an Lösungsmittel in die Atmosphäre gelangen. Auch können eventuell vorhandene Lösungsmittelreste nach der Strahlungshärtung in dem gehärteten Farbfilm zurückbleiben, die zu einer Verschlechterung der Eigenschaften des gehärteten Farbfilmes führen können.

Tiefdruckfarben erfordern in der Regel eine Viskosität, die im Vergleich zu anderen Druckfarbensystemen gering ist und die häufig mit einem Wert zwischen 50 und 100 mPas angegeben wird. Diese niedrigen Viskositäten sind, abgesehen von dem in der EP-0686509-A1 vorgeschlagenen Epoxid-System, das einen extrem hohen Anteil an Reaktivverdünner enthält, bisher nur bei konventionellen Tiefdruckfarben, das heißt unter Einsatz von organischen Lösungsmitteln, und bei Farbsystemen, die wasserverdünnbare Dispersionen bzw. Emulsionen als Bindemittelbestandteile enthalten, erreicht worden.

Im letztgenannten Fall, wo praktisch das organische Lösungsmittel durch Wasser substituiert wird, können relativ leicht sehr niederviskose Druckfarbensysteme realisiert werden. Wasser als Fließmittel hat eine sehr niedrige Viskosität und bestimmt in solchen mehrphasigen Systemen die Viskosität.

Werden wässrige Dispersionen oder Emulsionen für die Formulierung von Tiefdruckfarben verwendet, so sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • a) Der Einsatz von physikalisch trocknenden Dispersionen und Emulsionen stellt eine gebräuchliche Möglichkeit dar. Die Trocknung erfolgt durch Verdunstung des Fließmittels Wasser und Verschmelzung der Polymerteilchen (Koaleszenz). Dieser Vorgang ist u. a. von der Mindestfilmbildungstemperatur (MFT) des Bindemittelsystems und, falls vorhanden, vom Typ des Lösungsmittels abhängig.
  • b) Bilden strahlungshärtende Dispersionen oder Emulsionen Hauptbestandteile von Tiefdruckfarben, so ist es erforderlich, vor der Strahlungshärtung das Fließmittel Wasser durch Verdunstung vollständig zu entfernen. Erst danach ist eine strahlungsinduzierte Polymerisation möglich, die zur optimalen Ausbildung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des eingesetzten Bindemittels führt. Die physikalische Trocknung des Farbsystems vor der Strahlungshärtung ist recht schwierig, erfordert eine höhere Temperatur und eine längere Verweilzeit in der Trocknungszone. Häufig werden für derartige strahlungshärtende Farbsysteme PUR-Dispersionen eingesetzt, die im günstigsten Fall bei einer Verweilzeit von einer Sekunde in der Trocknungszone eine Trocknungstemperatur von 300°C erfordern.

Bei der Anwendung wasserverdünnbarer strahlungshärtbarer Systeme unterscheidet sich die Näpfchentiefe des Tiefdruckzylinder nicht grundsätzlich von der, wie sie bei lösungsmittelhaltigen Farbsystemen üblich ist. Damit ist auch die Farbmittelkonzentration beider Systeme praktisch gleich hoch.

Allgemein wird davon ausgegangen, daß Farbsysteme für den Tiefdruck eine ideales Viskositätsverhalten (newtonisch) aufweisen sollen. Untersuchungen mit einem Hochdruckkapillarviskosimeter haben aber ergeben, daß rotative Tiefdruckfarben ein elastisches Verhalten besitzen, also strukturviskos sind. Zu beachten ist ferner, daß das Schergefälle bei diesem Druckverfahren mit 105-107 sec–1 sehr hoch ist wobei die Kontaktzeit (Dauer der Näpfchenentleerung) mit 1 &mgr;sec klein bleibt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren für den rotativen Tiefdruck zu schaffen, bei dem eine strahlungshärtbare und umweltverträgliche, also lösungsmittelfreie Druckfarbe verwendet wird und der Energieaufwand für die Trocknung nicht so hoch ist wie bei Anwendung eines konventionellen wasserverdünnbaren strahlungshärtbaren Farbsystems.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Druckverfahren mit den Merkmalen des beigefügten Anspruchs 1 gelöst. Eine entsprechende Tiefdruckfarbe ist Gegenstand des Anspruchs 15,

Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildung der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 14 und der nachfolgenden Beschreibung.

Eine erfindungsgemäße lösungsmittelfreie für Tiefdruckfarbe mit einem strahlungshärtbaren Farbsystem, daß die Anforderungen des Tiefdrucks, insbesondere die niedrige Viskosität erfüllt und eine hohe Druckgeschwindigkeit (200 m/min) ermöglicht, umfaßt also 20-75 Gew.-%, vorzugsweise 30-70 Gew.-% eines durch aktinische Strahlung härtbaren Bindemittelsystems, 2-25 Gew.-%, vorzugsweise 4-15 Gew.-% eines Vinyläthers, 0-45 Gew.-% eines Farbmittels, 2-15 Gew.-%, vorzugsweise 2-10 Gew.-% eines radikalischen Photoinitiators und 0-10 Gew.-% Additive.

Vorzugsweise bildet das niedermolekulare Bindemittel in Form Oligoäther-, Oligoester- oder Urethanacrylate mit einem Molekulargewicht unterhalb 1500 die Hauptkomponente für das strahlungshärtbare Bindemittelsystem, wobei die Viskosität bei Raumtemperatur jeder eingesetzten Acrylat-Komponente vorzugsweise nicht über 500 mPa·s liegen sollte.

In einer weiteren Ausgestaltung kann vorteilhafterweise ein kleiner Anteil von höhermolekularen Präpolymeren der vorstehend angegebenen Klassen mit einem höheren Molekulargewicht zugesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften, wie zum Beispiel die Haftung auf schwierigen Untergründen zu verbessern. Ihr Anteil ist vorzugsweise kleiner als 10 Gew.-%, um die Viskosität der Formulierung nicht wesentlich zu erhöhen.

Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal wird vorgeschlagen, daß die Druckfarbe einen Anleil von 0-75 Gew.-% eines monomeren Reaktivverdünners aus Acrylsäureester enthält. Zur Gruppe Reaktivverdünner gehören monomere Acrylate, vorzugsweise mit mindestens drei Acrylsäureestergruppen, einem Molekulargewicht unter 400 und einer Viskosität kleiner 500 mPa·s.

Da Monomere mit nur einer Acrylsäureestergruppe zwar eine sehr niedrige Viskosität aufweisen und einen sehr guten Verdünnungseffekt besitzen, ist im Gegensatz zu den höherfunktionellen Acrylsäureestern ihre Reaktivität aber in der Regel viel zu gering, um sie in Formulierungen für den strahlungshärtenden Tiefdruck einzusetzen.

Das Gesagte gilt im Prinzip auch für difunktionelle Acrylsäureester, die in der Regel reaktiver als monofunktionelle Actylate sind, aber auf Grund ihrer Reaktivität nur in einem beschränkten Maße in strahlungshärtende Tiefdruckfarben eingesetzt werden können. Ein Beispiel hierfür ist 1,6-Hexandiacrylsäureäthylester (HDDA), der über einen beachtlichen Verdünnungseffekt verfügt aber vorzugsweise nur mit einem maximalen Anteil von 10% am Bindemittel eingesetzt wird.

Nach einem vorteilhaften Merkmal wird vorgeschlagen, daß die Druckfarbe als niedermolekulares Bindemittel ein oder mehrere Polyesteracrylate, Polyätheracrylate einschließlich aminomodifizierter Typen oder Urethanacrylate mit einem Molekulargewicht kleiner 1500 und einer Acrylatfunktionalität von mindestens 2, vorzugweise 3 bis 4 enthält.

Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal kann vorgesehen sein, daß die Druckfarbe ein Polyester- oder ein Polyätheracrylat einschließlich einer aminomodifizierten Type, ein Epoxyacrylat oder ein Polyurethanacrylal mit einem Molekulargewicht größer als 1500 und einer Acrylatfunktionalität von mindestens 2, vorzugweise 3 bis 4 enthält, wobei deren Anteil maximal 10 Gew.-% an der Summe aus Bindemitteln und Pigment beträgt.

Desweiteren wird nach einem anderen vorteilhaften Merkmal vorgeschlagen, daß das Bindemittel der Druckfarbe eines oder mehrerer folgender Monomere enthält: HDDA, Di- oder Tripropylenglycoldiacrylat (DPGDA, TPGDA), Trimethylolpropan-di- oder Triacrylat (TMPDA, TMPTA) einschleßlich deren ethoxylierte bzw. propoxylierte Abkömmlinge, Pentaerythrioltriacrylat (PETIA), bzw. Pentaerythioltetraacrylat (PETTA) einschließlich deren ethoxylierte bzw. propoxylierte Derivate (wie z.B. PPTTA), Ditrimethylolpropantetraacrylat (DiTMPTTA), Tris(2-Hydroxyethyl)isocyanurattriacrylat (THEICTA) und triacryliertes Glycerol (GPTA).

Vorteilhafterweise wird die Strahlungshärtung des erfindungsgemäßen Druckverfahrens in inerter Atmosphäre, insbesondere unter Stickstoff- oder Kohlendioxid-Atmosphäre durchgeführt.

Die wesentliche Komponente in der Druckfarbenformulierung ist der Vinyläther, der die Viskosität des strahlungshärtenden Farbsystems so reduziert, daß das Farbsystem im Tiefdruck verdruckbär ist. In der Regel kaan sowohl Triäthylenglycoldivinyläther (DVE-3) oder auch Diäthylenglycoldivinyläther (DVE-2) eingesetzt werden, der zwar die Viskosität etwas stärker reduziert als (DVE-3) aber einen deutlich wahrnehmbaren Eigengeruch besitzt. Anteile in der Höhe bis zu ca. 11% an der Gesamtformulierug beeinflussen die Reaktivität des Farbsystem nicht. Höhere Anteile an Vinyläthern verringern natürlich die Viskosität der Formulierung weiter, sollten aber vermieden werden, um das Auftrelen unerwünschter Reaktionsprodukte bei der Photopolymerisation zu verhindern.

Allgemein ist es vorteilhaft, wenn die Druckfarbe als Vinyläther im wesentlichen di- oder höherfunktionelle Vinyläther, insbesondere Butandioldivinyläther (BDDVE), Diäthylenglycoldivinyläther (DVE-2), Triäthylenglycoldivinyläther (DVE-3), Cyclohexandimethanoldivinyläther (CHDVE), Hexandioldivinyläther (HDDVE), Diisopropylglycoldivinyläther (DPE-2), Triisopropylglycoldivinyläther (DPE-3) oder Trimethylolpropantrivinyäther (TMPTVE) enthält.

Nach einem anderen Merkmal ist es vorteilhaft, wenn dis Druckfarbe als Vinyläther monomere Vinyläther oder Hydroxyvinyläther, insbesondere 2-Ethylhexylvinyläther (EHVE), Octadecylvinyläther (ODVE), Cyclohexylvinyläther (CVE), Cyclohexandimethanolmonovinyläther (CHMVE), Dodecylvinyläther (DDVE) oder Diäthylenglycolmonovinyläther (MVE-2) enthält.

Als Pigmente und Photoinitiatoren werden vorteilhafterweise die gleichen handelsüblichen Produkte eingesetzt, wie sie allgemein in UV-härtenden Druckfarbensystemen verwendet werden.

Die Druckfarbe kann vorteilhafterweise als Additiv zur Verbesserung der Haftung auf Kunststoff oder Metallfolien Silane mit einem Anteil zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, vorzugsweise 1-3 Gew.-%, enthalten. Die Gruppe der Additive umfaßt die üblichen Hilfsmittel die bei Druckfarben häufig eine große Bedeutung haben. Hierzu gehören Entschäumer-, Verlauf-, Netz- und Dispergiermittel. Eine besondere Gruppe stellen Haftvermittler auf Silanbasis dar, die bei bestimmten schwerbedruckbaren Substrate die Haftung entscheidend verbessern. Allerding maß dabei berücksichtigt werden, daß der Zusatz von Silanverbindungen in der Regel zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Viskositätserhöhung führt, wodurch eventuell die Verdruckbarkeit der Tiefdruckfarbe beeinträchtigt wird.

Im Rahmen der Erfindung sind insbesondere folgende Silane bevorzugt: 3-Aminopropyltrimethoxysilan, 3-Aminopropyltriethoxysilan, N-(n-Butyl)-3-aminopropyltrimethoxysilan, polyglykolethermodifiziertes Aminosilan, N-Aminoethyl-3-aminopropylmethyldimethoxysilan, 3-Aminopropylmethyldiethoxysilan, 3-Ureidopropyltriethoxysilan, N-Aminoelhyl-3-aminopropyltrimethoxysilan, triaminofunktionelles Propyltrimethoxysilan, 3-(4,5-Dihydroimidazolyl)-propyltriethoxysilan, 3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidyloxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidyloxypropyltriethoxysilan, 3-Mercaptopropyltrimethoxysilan, Polyethersilan, Vinyltrimethoxsilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan, Vinyltris(2-methoxyethoxy)silan.

In der Regel führt der Einsatz von Vinyläthern in stahlungshärtenden Tiefdruckfarben zu Druckfarben, die im Hinblick auf ihre rheologischen Eigenschaften gut verdruckbar sind. Trotzdem kann es vorteilhaft sein den Druckzylinder auf Temperaturen bis 50°C zu erwärmen, um ein einwandfreies Druckbild zu erreichen. Dieses ist eventuell dann erforderlich, wenn i) durch Zusatz von 1-3% Silan-Haftvermittlern sich die Viskosität des Farbsystems um ca. 20-50% erhöht hat, ii) die Benetzung des zu bedruckenen Substrats nicht einwandfrei ist, so daß das Druckbild Mängel aufweist und iii) bei sehr hohen Geschwindigkeiten oberhalb 150 m/min gedruckt wird

Im Rahmen der Erfindung ist die Viskosität der strahlungshärtbaren lösungsmittelfreien Druckfarbe bei 20°C und einem Schergefälle von D = 100 sec–1 kleiner als 305 mPa·s und die Viskosität wird durch Erwärmung des Druckzylinders bis auf 50°C auf einen Wert unter 100 mPa·s (D = 100 sec–1) reduziert.

Ein großer Unterschied der erfindungsgemäß verwendeten Druckfarbe besteht zu den lösungsmittelhaltigen Farbsystemen gerade darin, daß die strahlungshärtenden Systeme keine flüchtigen Bestandteile wie Lösungsmittel enthalten. Dieses hat für den gedruckten Farbpunkt folgende Konsequenz: Würde die Näpfchentiefe des Druckzylinders dem UV-Farbsystem nicht angepaßt, hätte dieses im Vergleich zu den lösungsmittelhaltigen Farben eine höhere Schichtdicke für den ausgedruckten Farbfilm zur Folge. Dieses ist aber in der Regel nicht erwünscht so daß die Näpfchentiefe bei der Verwendung von strahlungshärtenden Farben und lösungsmittelfreien reduziert werden maß. Allerdings ist es dann auch erforderlich die Farbmittelkonzentration gegenüber den lösungsmittelhaltigen Farbsystemen zu erhöhen.

Die Verhältnisse werden für kegel- und pyramidenförmige Näpfchen mit gleichgroßer Basisfläche durch beschrieben, mit der Näpfchentiefe h für lösungsmittelhaltige Systeme (Index L), strahlungshärtende Systeme mit dem Index UV und den Konzentrationen c.

Dabei ist zu berücksichtigen, daß geätzte Näpfchen, die flacher und weniger tief sind als gravierte spitze Näpfchen, sich auch besser entleeren lassen. Somit ist die Verwendung geätzter Näpfchen bei der Verdruckung strahlungshärtender Druckfarben ohne flüchtige Bestandleile von Vorteil.

Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal wird vorgeschlagen, daß die Druckfarbe als Photoinitiator für die Initiierung der radikalischen Polymerisation eine oder mehrere folgender Verbindungen enthält 2-Benzyl-2-dimethylamino-1-(4morpholinophenyl)-butanone-1, Phoshinoxide, insbesondere 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, 2,4,6-Trimethylbenzoylphenyläthoxyphosphinoxid, Bis(2,4,6-trimetylbenzoyl)-phenylphosphinoxid, Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethyl-pentylphosphinoxid, 1-Hydroxy-cyclohexyl-phenyl-keton, 1-[4-(2-Hydroxyethoxy)phenyl]-2-hydroxy-2-methyl-1-Propan-1-on, 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on, 1-Hydroxy-cyclohexyl-phenylketon, 1-(4-Isopropylphenyl)-2-hydroxy-2-methyl-propan-1-on, 2-Methyl-1-[4-(methylthio)phenyl]-2-morhpoliaopropanon-(1) oder Thioxanthonderivate, insbesondere 2-Isopropylihioxanthon. Nach einem zusätzlichen vorteilhaften Merkmal kann vorgesehen sein, daß die Druckfarbe Derivate unter Einsatz von Coinitiatoren, insbesondere Amine enthält.

Mit den nachstehenden Beispielen von erfindungsgemäß zusammengesetzten Formulierungen und deren Anwendung soll die erfinderische Lehre zum technischen Handeln verdeutlicht werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren für den Rotationstiefdruck mit radikalisch polymerisierbaren Druckfarben läßt sich kurz zusammengefaßt so beschreiben, daß die Druckfarben, die durch aktinische Strahlung gehärtet werden, abgesehen von notwendigen Additiven und Pigmenten keine organischen Lösungsmittel und kein Wasser als Verdünnungsmittel oder Fließmittel enthalten. Die erforderliche Fließfähigkeit der Farben für der Rotationstiefdruck wird, neben der Verwendung üblicher Reaktivverdünner wie polymerisierbarer Acylate, durch den Einsatz polymerisierbarer Vinyläther bzw. Hydroxylvinyläther erreicht.

Ein typisches erfindungsgemäßes strahlungshärtbares lösungsmittelfreies Farbsystem für den Tiefdruck, das die Anforderungen hinsichtlich niedriger Viskosität und hoher Druckgeschwindigkeit erfüllt hat die in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführte Zusammensetzung.

Beispiel 1

Eine strahlenhärtende blaue Tiefdruckfarbe ist beispielsweise gemäß der nachfolgenden Tabelle 2 zusammengesetzt.

Beispiel 2

Ein Beispiel einer strahlenhärtenden weißen Tiefdruckfarbe zeigt Tabelle 3.

Beispiel 3

Den Einfluß von Triäthylenglycoldivinyläther (DVE-3) und der Temperatur auf die gemessene Viskosität in mPa·s der Formulierung aus Beispiel 1 zeigt Tabelle 4

Beispiele 4 bis 9

Die Tabelle 5 zeigt verschiedene Formulierungen strahlenhärtender Tiefdruckfarben und ihre Viskosität bei 23°C und D = 4600 sec–1 in mPa·s.

Beispiel 10

Die UV-Tiefdruckfarbe gemäß Beispiel 1 wurde mit folgender Druckwerkkonfiguration verdruckt: In einer Farbwanne rotiert eine Gummiwalze, deren Oberfläche ständig mit der UV-Tiefdruckfarbe benetzt wird. Die Gummiwalze drückt mitläufig gegen eine Tiefdruck-Rasterwalze. Die Rasterung hat vier Bereiche mit 100,120, 140 und 165 Linien/cm und 11 abgestufte Flächendeckungen von licht bis Vollton und mit den in der Tabelle angegebenen Näpfchentiefen. Die Näpfchen haben die Form umgekehrter Pyramiden. Die Grundfläche ist ca. 80×80 &mgr;m bei 100 Linien/cm Vollton und 40×40 &mgr;m bei 165 Linien Vollton. Einzelheiten sind in Tabelle 6 dargestellt.

Die überschüssige Farbe wird von der Rasterwalze abgerakelt. Danach erfolgt die Übertragung des Druckbildes auf das Substrat. Als Substrat wurde Polyethylenfolie verwendet.

Die Druckgeschwindigkeit betrug 100 m/min. Bei dieser Geschwindigkeit konnten alle Farbbereiche (Farbdichten zwischen 2,1 und 1,5 je nach Rasterung) mit einem 308 nm Excimer-Doppellampensystem unter Inertgas (Stickstoff) einwandfrei gehärtet werden. Die Geometrie der Druckpunkte betrug für Vollton bei 165 Linien/cm Rasterung im Mitte 53×45 &mgr;m (Näpfchen-Grundriß 40×40 &mgr;m). Die Charakterisierung der Trocknung der UV-Tiefdruckfarbe erfolgte durch Bestimmung migrierbarer Bestandteile (Rest-Photoinitiator, Restmonomere) unter folgenden Bedingungen; Es wurden Drucke mit Farbdichte 2 ausgewählt und in Acetonitril 10 min im Ultraschallbad extrahiert, danach mittels HPLC analysiert. Gefunden wurden: Restmonomere = 0,22 mg/dm2, Summe Photoinitiator bzw. Photoinitiator-Abbauprodukte 0,43 mg/dm2.

Beispiel 11

Die UV-Tiefdruckfarbe aus Beispiel 1 wurde mit folgender Druckwerkkonfiguration verdruckt: Ein Druckkammerrakel sitzt auf der Tiefdruckwalze und dient zur Zwangsbefüllung der Tiefdruck-Rasterwalze. Die Rasterung der Tiefdruckwalze ist wie in Tabelle 6 angegeben. Die überschüssige Farbe wird von der Rasterwalze abgerakelt. Danach erfolgt die Übertragung des Druckbildes auf das Substrat. Als Substrat wurde Polyethylenfolie verwendet. Die Druckgeschwindigkeit betrug 100 m/min. Bei dieser Geschwindigkeit konnten alle Farbbereiche (Farbdichten zwischen 2,0 und 1,5 je nach Rasterung) mit einem 308 nm Excimer-Doppellampensystem unter Inertgas (Stickstoff) einwandfrei gehärtet werden.

Die Geometrie der Druckpunkte betrug für Vollton bei 165 Linien/cm Rasterung im Mitte 155×48 &mgr;m (Näpfchen-Grundriß 40×40 &mgr;m). Die Charakterisierung der Trocknung der UV-Tiefdruckfarbe erfolgte durch Bestimmung migrierbarer Bestandteile (Rest-Photoinitiator, Restmonomere).

Gefunden wurden: Restmonomere = 0,20 mg/dm2, Summe Photoinitiator bzw. Photoinitiator-Abbauprodukte 0,51 mg/dm2.

Beispiel 12

Die UV-Tiefdruckfarbe aus Beispiel 2 wurde auf einer Druckmaschine M3300 – Multi (Nilpeter) mit Tiefdruckwerk bei einer Temperatur von 35°C und einem Gravurzylinder (70-er Gravur; Stichelwinkel 120°C) verdruckt, wobei sowohl ein gestauchter Raster mit 33 &mgr;m Gravurtiefe wie auch ein feiner Raster mit 26 &mgr;m Tiefe verwendet wurden. Gedruckt wurde auf einem LDPE/oPA-Laminat und zwar auf der LDPE-Seite, und auf einer oPP-Folie. Vor dem Druck erfolgte in beiden Fällen eine Coronavorbehandlung. Gedruckt wurde mit einer Geschwindigkeit von 40 m/min. Nach dem Druck erfolgte die UV-Härtung mit einem UV-Strahler (Leistung 120 W/cm).

Die erhaltenen Drucke hatten im Vollton eine gute Qualität und hafteten auf den Folien.


Anspruch[de]
Rotationstiefdruckverfahren zum Bedrucken von Substraten, bei dem eine durch aktinische Strahlung härtbare, lösungsmittelfreie Druckfarbe verdruckt wird, wobei die Druckfarbe mittels eines gravierten oder geätzten Tiefdruckzylinders, dessen für die Farbaufnahme vorgesehene Näpfchen dem jeweils gewünschten Druckbild angepasst sind, auf ein zu bedruckendes Substrat aufgetragen wird und der Druckfarbenfilm anschließend durch aktinische Strahlung unter Polymerisation des Bindemittels der Druckfarbe gehärtet wird,

wobei die Druckfarbe 20-75 Gew.-%, vorzugsweise 30 -70 Gew.-% eines durch aktinische Strahlung härtbaren Bindemittelsystems, 2-25 Gew.-%, vorzugsweise 4-15 Gew.-% eines Vinyläthers, 0-45 Gew.-% eines Farbmittels, 2-15 Gew.-%, vorzugsweise 2-10 Gew.-% eines radikalischen Photoinitiators und 0-10 Gew.-% Additive enthält,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Viskosität der strahlungshärtbaren Druckfarbe bei 20°C und einem Schergefälle von D = 100 sec–1 kleiner als 305 mPas ist und die Viskosität durch Erwärmung des Druckzylinders bis auf 50 °C auf einen Wert unter 100 mPas (D = 100 sec–1) reduziert wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe einien Anteil von 20-75 Gew.-% niedermolekularer Bindemittel aus präpolymeren oder oligomeren Acrylsäureestern mit einem Molekulargewicht unter 1500 enthält. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe einen Anteil von 0-10 Gew.-% hochmolekularer Bindemittel aus präpolymeren oder oligomeren Acrylsäureestern mit einem Molekulargewicht über 1500 enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe einen Anteil von 0-75 Gew.-% eines monomeren Reaktivverdünners aus Acrylsäureester enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungshärtung in inerter Atmosphäre, insbesondere unter Stickstoff- oder Kohlendioxidatmosphäre durchgeführt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als niedermolekulares Bindemittel ein oder mehrere Polyesteracrylate, Polyätheracrylate einschließlich aminomodifizierter Typen oder Urethanacrylate mit einem Molekulargewicht kleiner 1500 und einer Acrylatfunktionalität von mindestens 2, vorzugweise 3 bis 4 enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe ein Polyester- oder ein Polyätheracrylat einschließlich einer aminomodifizierten Type, ein Epoxyacrylat oder ein Polyurethanacrylat mit einem Molekulargewicht größer als 1500 und einer Acrylatfunktionalität von mindestens 2, vorzugweise 3 bis 4 enthält, wobei deren Anteil maximal 10 Gew.-% an der Summe aus Bindemitteln und Pigment beträgt. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Druckfarbe eines oder mehrerer folgender Monomere enthält: HDDA, Di- oder Tripropylenglycoldiacrylat (DPGDA, TPGDA), Trimethylolpropan- di-oder Triacrylat (TMPDA, TMPTA) einschließlich deren ethoxylierte bzw. propoxylierte Abkömmlinge, Pentaerythrioltriacrylat (PETIA), bzw. Pentaerythrioltetraacrylat (PETTA) einschließlich deren ethoxylierte bzw. propoxylierte Derivate (wie z.B. PPTTA), Ditrimethylolpropantetraacrylat (DiTMPTTA), Tris(2-Hydroxyethyl)isocyanurattriacrylat (THEICTA) und triacryliertes Glycerol (GPTA). Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Vinyläther im wesentlichen di- oder höherfunktionelle Vinyläther, insbesondere Butandioldivinyläther (BDDVE), Diäthylenglycoldivinyläther (DVE-2), Triäthylenglycoldivinyläther (DVE-3), Cyclohexandimethanoldivinyläther (CHDVE), Hexandioldivinyläther (HDDVE), Diisopropylglycoldivinyläther (DPE-2), Triisopropylglycoldivinyläther (DPE-3) oder Trimethylolpropantrivinyeäther (TMPTVE) enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Vinyläther monomere Vinyläther oder Hydroxyvinyläther, insbesondere 2-Ethylhexylvinyläther (EHVE), Octadecylvinyläther (ODVE), Cyclohexylvinyläther (CVE), Cyclohexandimethanolmonovinyläther (CHMVE), Dodeclvinyläther (DDVE) oder Diäthylenglycolmonovinyläther (MVE-2) enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Additiv zur Verbesserung der Haftung auf Kunststoff- oder Metallfolien Silane mit einem Anteil zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, vorzugsweise 1-3 Gew.-%, enthält. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe eines oder mehrere folgender Silane enthält: 3-Aminopropyltrimethoxysilan, 3-Aminopropyl-triethoxysilan, N-(n-Butyl)-3-aminopropyltrimethoxysilan, polyglykolethermodifiziertes Aminosilan, N-Aminoethyl-3-aminopropylmethyldimethoxysilan, 3-Aminopropylmethyl-diethoxysilan, 3-Ureidopropyltriethoxysilan, N-Aminoethyl-3-aminopropyltrimethoxysilan, triaminofunktionelles Propyltrimethoxysilan, 3-(4,5-Dihydroimidazolyl)-propyltriethoxysilan, 3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidyloxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidyloxypropyltriethoxysilan, 3-Mercaptopropyltrimethoxysilan, Polyethersilan, Vinyltrichlorsilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan, Vinyltris(2-methoxyethoxy) silan. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Photoinitiator für die Initiierung der radikalischen Polymerisation eine oder mehrere folgender Verbindungen enthält: 2-Benzyl-2-dimethylamino-1-(4morpholinophenyl)-butanone-1, Phosphinoxide, insbesondere 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, 2,4,6-Trimethylbenzoylphenyläthoxyphosphinoxid, Bis(2,4,6-trimetylbenzoyl)-phenylphosphinoxid, Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethyl-pentylphosphinoxid 1-Hydroxycyclohexylphenylketon, 1-[4-(2-Hydroxyethoxy)-phenyl]-2-hydroxy-2-methyl-1-Propan-1-on, 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on, 1-Hydroxycyclohexylphenylketon, 1-(4-Isopropylphenyl)-2-hydroxy-2-methylpropan-1-on, 2-Methyl-1-[4-(methylthio)phenyl]-2-morpholinopropanon-(1) oder Thioxanthonderivate, insbesondere 2-Isopropylthioxanthon. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Derivate unter Einsatz von Coinitiatoren, insbesondere Amine, in der Druckfarbe verwendet werden. Lösungsmittelfreie Tiefdruckfarbe zur Verwendung in einem Rotationstiefdruckverfahren, wobei die Druckfarbe durch aktinische Strahlung unter Polymerisation ihres Bindemittels härtbar ist und 20-75 Gew.-%, vorzugsweise 30-70 Gew.-% eines durch aktinische Strahlung härtbaren Bindemittelsystems, 2-25 Gew.-%, vorzugsweise 4-15 Gew.-% eines Vinyläthers, 0-45 Gew.-% eines Farbmittels, 2-15 Gew.-%, vorzugsweise 2-10 Gew.-% eines radikalischen Photoinitiators und 0-10 Gew.-% Additive enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskosität der strahlungshärtbaren Druckfarbe bei 20 °C und einem Schergefälle von D = 100 sec–1 kleiner als 305 mPas ist und die Viskosität durch Erwärmung des Druckzylinders bis auf 50 °C auf einen Wert unter 100 mPas (D = 100 sec–1) reduzierbar ist. Tiefdruckfarbe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe als niedermolekulares Bindemittel ein oder mehrere Polyesteracrylate, Polyätheracrylate einschließlich aminomodifizierter Typen oder Urethanacrylate mit einem Molekulargewicht kleiner 1500 und einer Acrylatfunktionalität von mindestens 2, vorzugweise 3 bis 4 enthält. Tiefdruckfarbe nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Druckfarbe eines oder mehrerer folgender Monomere enthält: Pentaerythrioltriacrylat (PETIA) einschließlich dessen ethoxylierte bzw. propoxylierte Derivate (wie z.B. PPTTA), Tris(2-Hydroxyethyl)isocyanurattriacrylat (THEICTA). Tiefdruckfarbe nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Additiv zur Verbesserung der Haftung auf Kunststoff- oder Metallfolien Silane mit einem Anteil zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, vorzugsweise 1-3 Gew.-%, enthält. Tiefdruckfarbe nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Photoinitiator für die Initiierung der radikalischen Polymerisation eine oder mehrere folgender Verbindungen enthält: 2-Benzyl-2-dimethylamino-1-(4morpholinophenyl)-butanone-1, 2,4,6-Trimethylbenzoylphenyläthoxyphosphinoxid, 1-[4-(2-Hydroxyethoxy)-phenyl]-2-hydroxy-2-methyl-1-Propan-1-on. Tiefdruckfarbe nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe als Photoinitiator für die Initiierung der radikalischen Polymerisation eine oder mehrere folgender Verbindungen enthält: Phosphinoxide, insbesondere Bis(2,4,6-trimethylbenzoyl)-phenylphosphinoxid, Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethyl-pentylphosphinoxid 1-Hydroxycyclohexylphenylketon, 2-Hydroxy-2-methyl-1phenylpropan-1-on, 1-(4-Isopropylphenyl)-2-hydroxy-2-methylpropan-1-on oder Thioxanthonderivate. Tiefdruckfarbe nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie Merkmale nach einem der Ansprüche 2 bis 14 umfasst.






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