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Dokumentenidentifikation DE102005062508A1 21.12.2006
Titel Schleifrad und Schleifverfahren für LCDs sowie Verfahren zur LCD-Herstellung
Anmelder LG. Philips LCD Co., Ltd., Seoul, KR
Erfinder Hwang, Young Min, Gyeongsangbuk, KR;
Lee, Jeong Joon, Incheon, KR;
Shim, Chang Bo, Kyonggi, KR
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 27.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005062508
Offenlegungstag 21.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.2006
IPC-Hauptklasse B24D 7/02(2006.01)A, F, I, 20051227, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B24B 7/24(2006.01)A, L, I, 20051227, B, H, DE   
Zusammenfassung Es werden ein Schleifrad für eine LCD-Tafel sowie ein Herstellverfahren für eine LCD-Tafel unter Verwendung eines derartigen Schleifrads angegeben. Am Schleifrad (170) sind zwei Schleifflächen (174A, 174B) vorhanden, wodurch die Lebensdauer des Schleifrads verlängert werden kann und die Schleifzeit verkürzt werden kann. Das Verfahren verfügt über die folgenden Schritte:
- Laden einer LCD-Tafeleinheit auf einen Schleiftisch;
- Schleifen eines vorbestimmten Bereichs der LCD-Tafeleinheit unter Verwendung des Schleifrads mit zwei Schleifflächen mittels eines Primär- und eines Sekundärschleifvorgangs; und
- Entladen der geschliffenen LCD-Tafeleinheit.

Beschreibung[de]

  • Prio.: 20. 06. 2005, Rep. Korea (KR), 10-2005-0053198

Die Erfindung betrifft ein Schleifrad zum Schleifen von LCD(Flüssigkristalldisplay)-Tafeln, ein Verfahren zum Schleifen einer LCD-Tafel unter Verwendung eines derartigen Schleifrads, sowie ein Verfahren zum Herstellen von LCD-Tafeln aus einem großen Muttersubstrat.

In jüngerer Zeit kommen immer mehr FPDs (Flachtafeldisplays) auf den Markt, die Kathodenstrahlröhren als herkömmliche Displays ersetzen. Insbesondere LCDs, die Bilder unter Ausnutzung der optischen Anisotropie von Flüssigkristallen anzeigen, verfügen über hervorragende Auflösung, Farbanzeige und Bildqualität, so dass sie vielfach, z. B. bei Notebooks und Desktopmonitoren angewandt werden.

Nachfolgend wird ein herkömmliches LCD detailliert beschrieben. Ein solches besteht aus einer LCD-Tafel mit einer Treiberschaltungseinheit, einer Hinterleuchtungseinheit, um Licht zur LCD-Tafel zu emittieren, einem die Hinterleuchtungseinheit und die LCD-Tafel haltenden gegossenen Rahmen sowie einem Gehäuse.

Eine LCD-Tafel besteht aus einem Farbfiltersubstrat, einem Arraysubstrat und einer zwischen diesen beiden ausgebildeten LCD-Tafelschicht.

Das Farbfiltersubstrat besteht aus einem Farbfilter mit Unterfarbfiltern für Rot (R), Grün (G) und Blau (B), einer Schwarzmatrix zwischen diesen, um durch die LCD-Tafelschicht laufendes Licht auszublenden, und transparenten gemeinsamen Elektroden, die eine Spannung an die Flüssigkristallschicht anlegen.

Das Arraysubstrat besteht aus einer Vielzahl von Gateleitungen und Datenleitungen, die vertikal bzw. horizontal auf dem Substrat angeordnet sind, um eine Vielzahl von Pixelbereichen zu bilden, in denen Pixelelektroden ausgebildet sind, die mit einem jeweiligen Dünnschichttransistor (TFT) verbunden sind, wie er an jeder Schnittstelle zwischen einer Gateleitung und einer Datenleitung ausgebildet ist.

Ein Arraysubstrat und ein Farbfiltersubstrat mit dem oben beschriebenen Aufbau werden durch ein an der Außenkontur eines Bildanzeigebereichs hergestelltes Dichtungsmittel einander zugewandt aneinander befestigt, wodurch eine LCD-Tafel erhalten wird. Die zwei Substrate werden mittels einer Befestigungsmarkierung, wie sie an einer der beiden ausgebildet ist, aneinander befestigt.

Im Allgemeinen werden, um die Ausbeute zu verbessern, TFT-Arraysubstrate auf einem großen Muttersubstrat hergestellt, Farbfiltersubstrate werden auf einem anderen Muttersubstrat hergestellt, und dann werden die zwei Muttersubstrate aneinander befestigt, um gleichzeitig eine Vielzahl von LCD-Tafeln herzustellen. Dazu ist ein Prozess zum Zerschneiden der Muttersubstrate in viele LCD-Tafeln erforderlich.

Im Allgemeinen wird eine einzelne LCD-Tafel dadurch abgetrennt, dass an der Oberfläche des Muttersubstrats unter Verwendung eines Schleifrads, dessen Härte größer als die von Glas ist, Einritzungen erzeugt werden, um entlang diesen das Glas zu brechen. Die Herstellung von LCD-Tafeln wird nun unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 detaillierter erläutert.

Die bereits teilweise erläuterte 1 veranschaulicht schematisch den Aufbau in einem Teil von LCD-Tafeln, der dadurch erhalten wurde, dass ein erstes Muttersubstrat, auf dem TFT-Arraysubstrate ausgebildet sind, und ein zweites Muttersubstrat, auf dem Farbfiltersubstrate ausgebildet sind, aneinander befestigt wurden. LCD-Tafeleinheiten sind so ausgebildet, dass eine Seite jedes TFT-Arraysubstrats 1 länger als eine Seite jedes Farbfiltersubstrats 2 ist. Dies, da Gatekontaktfleck-Einheiten (nicht dargestellt) und Datenkontaktfleck-Einheiten (nicht dargestellt) so an den Rändern des TFT-Arraysubstrats 1 ausgebildet sind, dass sie nicht mit dem Farbfiltersubstrat 2 überlappen. Daher sind die auf dem zweiten Muttersubstrat 30 ausgebildeten Farbfiltersubstrate 2 durch einen ersten Blindbereich 31 voneinander getrennt, der dem Gebiet entspricht, gemäß dem die auf dem ersten Muttersubstrat 20 ausgebildeten TFT-Arraysubstrate 1 größer als die Farbfiltersubstrate 2 sind.

Auch sind die LCD-Tafeleinheiten geordnet unter maximaler Platzausnutzung des ersten und des zweiten Muttersubstrats 20 und 30 angeordnet. Im Allgemeinen sind die LCD-Tafeleinheiten durch einen zweiten Blindbereich 32 voneinander getrennt, wobei die Struktur modellabhängig variiert.

Nachdem das erste Muttersubstrat 20 mit den TFT-Arraysubstraten 1 und das zweite Muttersubstrat 30 mit den Farbfiltersubstraten 2 aneinander befestigt sind, werden die Muttersubstrate zu LCD-Tafeleinheiten zerschnitten. Dabei werden gleichzeitig die ersten Blindbereiche 31, durch die die Farbfiltersubstrate 2 des zweiten Muttersubstrats 30 voneinander getrennt sind, und die zweiten Blindbereiche 32, durch die die LCD-Tafeleinheiten voneinander getrennt sind, entfernt.

Nach dem Ausschneiden der LCD-Tafeleinheiten aus den Muttersubstraten 20 und 30 werden die scharfen Ränder derselben geschliffen, um zu verhindern, dass kurze Leiterbahnen entfernt werden, die an den Rändern der TFT-Arraysubstrate 1 ausgebildet sind, um statische Elektrizität abzuleiten, wie sie erzeuzgt wird, wenn ein leitender Film auf den TFT-Arraysubstraten 1 hergestellt wird, um zu verhindern, dass aus den Rändern der LCD-Tafeleinheiten aufgrund von Stößen von außen Stücke ausbrechen, und um weiterhin zu verhindern, dass Arbeiter durch scharfe Kanten der LCD-Tafeleinheiten verletzt werden.

D. h., dass, wie es in der 2 veranschaulicht ist, vorstehende Enden 40 an den Seiten der TFT-Arraysubstrate 1 und der Farbfiltersubstrate 2 vorhanden sind, die durch Stöße abgebrochen werden. Die vorstehenden Enden entstehen im Allgemeinen an allen Teilen, wo Einritzungen einander schneiden. Die vorstehenden Enden 40 werden unter Verwendung eines Schleifrads entfernt.

Die 3 ist eine Draufsicht zum schematischen Veranschaulichen des Aufbaus eines üblichen Schleifrads. Wie es dort dargestellt ist, ist bei einem üblichen Schleifrad 70 eine Schleiffläche 74 am Rand der Oberseite einer scheibenförmigen Schleifvorrichtung 71 ausgebildet. Im Zentrum des Schleifrads 70 ist ein Loch 77 ausgebildet, um es zu ermöglichen, die Schleifvorrichtung 71 mit der Welle eines Motors zu verbinden.

Im Allgemeinen wird für einen Prozess zum Schleifen von LCD Tafeln ein Schleifrad 70 mit einer Schleiffläche 74 verwendet. Wenn LCD-Tafeln durch diese eine Schleiffläche 74 geschliffen werden, muss sie kontinuierlich verwendet werden, wodurch die Lebensdauer des Schleifrads 70 relativ kurz ist. Auch ist ein Teil vorhanden, in dem nicht geschliffen wird, da die Fläche des vorstehenden Endes (40 in der 2) in Kontakt mit der Schleiffläche 74 beim Schleifen mit hoher Geschwindigkeit klein ist.

Auch wird, wenn das Schleifrad 70 für lange Zeit verwendet wird, ein spezieller Teil der Schleiffläche 74 besonders abgenutzt, so dass die Schleifqualität abnimmt, da dauernd derselbe Teil verwendet wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schleifrad zu schaffen, das dazu geeignet ist, beim Schleifen einer LCD-Tafel hohe Schleifqualität zu erzielen. Weiterhin sollen ein Schleifverfahren für LCD-Tafeln unter Verwendung eines derartigen Schleifrads und ein Herstellverfahren für LCD-Tafeln unter Verwendung eines derartigen Schleifverfahrens geschaffen werden.

Diese Aufgaben sind durch das Schleifrad gemäß dem beigefügten Anspruch 1, das Schleifverfahren gemäß dem Anspruch 10 und das Herstellverfahren gemäß dem Anspruch 19 gelöst.

Das erfindungsgemäße Schleifrad verfügt über zwei speziell ausgebildete Schleifflächen, was es nicht nur ermöglicht, die Schleifqualität dadurch zu verbessern, dass ungleichmäßiges Schleifen vermieden wird, sondern es kann auch die Schleifrad-Lebensdauer verlängert werden, und es kann mit hoher Geschwindigkeit geschliffen werden, so dass die Schleifzeit verkürzt werden kann und die Herstellausbeute verbessert werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von durch Figuren veranschaulichten Ausführungsformen näher erläutert.

1 zeigt schematisch den Aufbau eines Teils von LCD-Tafeln, der dadurch erhalten wurde, dass ein erstes Muttersubstrat, auf dem TFT-Arraysubstrate ausgebildet sind, und ein zweites Muttersubstrat, auf dem Farbfiltersubstrate ausgebildet sind, aneinander befestigt wurden.

2 veranschaulicht vergrößert ein vorstehendes Ende einer abgetrennten LCD-Tafel.

3 ist eine Draufsicht zum schematischen Veranschaulichen des Aufbaus eines bekannten Schleifrads.

4 ist eine Draufsicht zum schematischen Veranschaulichen des Aufbaus einer LCD-Tafeleinheit, die durch ein Schleifrad gemäß einer Ausführungsform der Erfindung abgeschnitten wurde.

5A und 5B sind eine Schnittansicht bzw. eine Draufsicht zum schematischen Veranschaulichen eines Schleifrads gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung.

6 ist eine Draufsicht zum schematischen Veranschaulichen eines Schleifrads gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.

7 ist eine vergrößerte Schnittansicht zum Veranschaulichen einer Schleiffläche des in den 5A und 5B dargestellten Schleifrads.

8 veranschaulicht schematisch Schleifprozesse bei einem Schleifverfahren gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

9 ist eine Schnittansicht zum schematischen Veranschaulichen eines Schleifverfahrens unter Verwendung eines Schleifrads gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Wie es aus der 4 erkennbar ist, verfügt eine mit einem erfindungsgemäßen Schleifrad abgeschnittene LCD-Tafeleinheit 110 über eine Pixeleinheit 113 als Bildanzeigebereich, in dem Flüssigkristallzellen matrixzellen angeordnet sind, eine Gatekontaktfleck-Einheit 114 zum Verbinden von Gateleiterbahnen GL1 bis GLm der Pixeleinheit 113 mit einem Gatetreiber (nicht dargestellt) in Form eines integrierten Schaltkreises, um Gatesignale an die Gateleiterbahnen anzulegen, und eine Datenkontaktfleck-Einheit 115 zum Verbinden von Datenleiterbahnen DL1 bis DLn der Pixeleinheit 113 mit einem Datentreiber (nicht dargestellt) in Form eines integrierten Schaltkreises, um den Datenleiterbahnen Bildinformation zuzuführen. Die Gatekontaktfleck-Einheit 114 und die Datenkontaktfleck-Einheit 115 sind am Rand eines TFT-Arraysubstrats 101 ausgebildet, dessen eine kurze Seite und dessen eine lange Seite länger als diejenigen eines Farbfiltersubstrats 102 sind.

Obwohl es hier nicht dargestellt ist, sind in den Bereichen, in denen sich die Datenleiterbahnen DL1 bis DLn und die Gateleiterbahnen GL1 bis GLm des TFT-Arraysubstrats 101 einander schneiden, TFTs zum Schalten von Flüssigkristallzellen und mit den TFTs verbundene Pixelelektroden zum Anlegen eines elektrischen Felds an die Flüssigkristallzellen vorhanden.

Auf dem Farbfiltersubstrat 102 sind durch eine Schwarzmatrix in Zellenbereiche unterteilte Farbfilter sowie gemeinsame Elektroden vorhanden, die den Pixelelektroden auf dem TFT-Arraysubstrat 101 entsprechen.

Das TFT-Arraysubstrat 101 und das Farbfiltersubstrat 102 mit dem oben beschriebenen Aufbau sind durch ein an der Außenkontur der Pixeleinheit 113 ausgebildetes Dichtungsmuster (nicht dargestellt) so miteinander verbunden, dass zwischen den beiden Substraten ein gleichmäßiger Abstand eingehalten ist, der einem Zellenzwischenraum entspricht, in den eine Flüssigkristallschicht (nicht dargestellt) eingefüllt ist.

Nun wird unter Bezugnahme auf die 5A und 5B ein Schleifrad 170 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. Dieses Schleifrad 170 verfügt über einen zylindrischen Körper 171, in den eine Hauptachse 172 mit daran angesetzter Drehachse 173 eingesetzt ist.

An der Oberseite des zylindrischen Körpers 171 sind zwei Schleifflächen 174 ausgebildet, nämlich eine erste Schleiffläche 174B und eine zweite Schleiffläche 174B, die dazu dienen, LCD-Tafeln zu schleifen. Diese beiden Schleifflächen werden als Schleifsteine bezeichnet, die ringförmig ausgebildet sind. Da die Schleiffläche 174 ein Glassubstrat schleift, besteht sie aus einem Material, dessen Härte größer als die von Glas ist. Daher werden für die Schleiffläche 174 Diamant, Quarz und Diatomit als natürliche Materialien sowie Siliciumcarbid, Aluminiumoxid, Eisenoxid und Chromoxid als künstliche Materialien verwendet.

Die erste Schleiffläche 174A ist innerhalb der zweiten Schleiffläche 174B ausgebildet, wobei beide ringförmig über die Oberseite des zylindrischen Körpers 174 vorstehen. Hierbei besteht die äußere Schleiffläche 174B aus einem Schleifstein mit großer Rauigkeit zum Grobschleifen und die innere Schleiffläche 174A besteht aus einem Schleifstein mit kleiner Rauigkeit zum Feinschleifen. Die Differenz der Rauigkeiten zwischen der äußeren Schleiffläche 174B und der Schleiffläche 174A beträgt ungefähr 50 bis 100 Mesh. Jedoch besteht für die Erfindung keine Einschränkung hierauf. Im Grenzfall können die beiden Schleifflächen 174A und 174B auch dieselbe Rauigkeit aufweisen.

Die Hauptachse 172 wird mit einer Antriebswelle (nicht dargestellt) verbunden, die ein Drehmoment überträgt, damit sich die Drehachse 173 dreht und das von der Hauptachse 172 ausgeübte Drehmoment auf die erste und die zweite Schleiffläche 174A und 174B überträgt.

Die beiden Schleifflächen 174A und 174B können auch durch mehrere sie unterteilende Gräben 176 in mehrere Teile unterteilt sein, wie es aus der 5B gut erkennbar ist. Jedoch ist die Erfindung nicht hierauf eingeschränkt, sondern es kann auch eine durchgehende Struktur verwendet werde, wie sie in der 6 dargestellt ist.

Gemäß dieser 6 verfügt ein Schleifrad 270 gemäß einer zweiten Ausführungsform über eine Schleiffläche 274, die wiederum in eine innere Schleiffläche 274A und eine äußere Schleiffläche 274B aufgeteilt ist, die jedoch beide nicht unterbrochen sind.

Aus der 7 sind die Querschnittsformen der inneren Schleiffläche 174A zum Primärschleifen und der äußeren Schleiffläche 174B zum Sekundärschleifen deutlich erkennbar. Die beiden Schleifflächen sind durch einen gleichmäßigen Abstand voneinander getrennt. Die äußere Schleiffläche 174B verfügt im Außenkantenbereich über einen vorbestimmten Neigungswinkel &agr;, um das Glassubstrat einer LCD-Tafel während eines Schleifvorgangs zu schützen. Dieser Neigungswinkel &agr; beträgt ungefähr 20 bis 40°, vorzugsweise 30°, zur Längsrichtung (Richtung der X-Achse) der äußeren Schleiffläche 174B.

Wie oben beschrieben, können die beiden Schleifflächen 174A und 174B aus demselben Schleifstein bestehen. Wenn nach dem Primärschleifen ein Sekundärschleifen ausgeführt wird, können die beiden Schleifflächen aus Schleifsteinen mit verschiedenen Rauigkeiten bestehen. Wenn dies der Fall ist, werden das Schleifrad 170 und ein vorstehendes Ende (nicht dargestellt) an einer LCD-Tafel in entgegengesetzten Richtungen bewegt, damit das vorstehende Ende durch die außen ausgebildete zweite Schleiffläche 174B grob abgeschliffen wird, woraufhin sie durch die innen ausgebildete erste Schleiffläche 174A fein abgeschliffen wird. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform erfolgt das Primärschleifen unter Verwendung der äußeren, zweiten Schleiffläche 174B, und dann erfolgt das Sekundärschleifen unter Verwendung der inneren, ersten Schleiffläche 174A. Jedoch ist die Erfindung nicht hierauf eingeschränkt. Die Schleifflächen 174A und 174B zum Primärschleifen und Sekundärschleifen können in umgekehrter Reihenfolge genutzt werden. Auch können die beiden Schleifflächen gleichzeitig genutzt werden.

Wenn unter Verwendung der zwei Schleifflächen 174A und 174B ein Doppelschleifvorgang ausgeführt wird, können die Schleifeigenschaften verbessert werden und die Schleifzeit verkürzt werden. Wenn ein Schleifvorgang so ausgeführt wird, dass ein abzuschleifendes vorstehendes Ende gleichzeitig mit der äußeren und der inneren Schleiffläche 174A und 174B des Schleifrads 170 in Kontakt steht, ist die Kontaktfläche erhöht, so dass die Kräfteverteilung auf den beiden Schleifflächen während des Schleifvorgangs verteilt wird. Dadurch kann die Lebensdauer des Schleifrads 170 erhöht werden.

Nachfolgend wird ein Schleifverfahren unter Verwendung des Schleifrads 170 gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die 8 und 9 näher erläutert. Anhand der 9 werden speziell Prozesse zum Schleifen des Rands einer auf einen Schleiftisch 171 geladenen LCD-Tafel mittels eines Schleifrads 170 näher erläutert.

Gemäß der 9 wird eine abgeschnittene LCD-Tafeleinheit 110 zu einer Ladeeinheit 140 transportiert, um die Schnittfläche und deren Kanten zu schleifen. Hierbei wurde die LCD-Tafeleinheit 110 durch drei Prozesse hergestellt, nämlich einen Treiberbauteilarray-Prozess zum Herstellen von Treiberbauteilen auf einem unteren Arraysubstrat 101, einen Farbfilterprozess zum Herstellen eines Farbfilters auf einem oberen Farbfiltersubstrat 102 sowie einen Zellenprozess. Diese Prozesse werden nun näher beschrieben.

Als Erstes werden durch einen Arrayprozess zum Ausbilden von Pixelbereichen jeweils eine Vielzahl von Gateleitungen und Datenleitungen auf dem unteren Arraysubstrat 101 hergestellt. In jedem Pixelbereich wird ein TFT hergestellt, bei dem es sich um ein Treiberbauteil handelt, das mit einer jeweiligen Gateleitung und Datenleitung verbunden wird. In jedem Pixelbereich wird weiterhin durch den Arrayprozess eine mit einem jeweiligen TFT verbundene Pixelelektrode hergestellt, um über die TFTs Signale an die Pixelelektroden zum Ansteuerun einer Flüssigkristallschicht anzulegen.

Auf dem oberen Farbfiltersubstrat 102 werden eine Farbfilterschicht mit Unterfarbfiltern für Rot, Grün und Blau zum Erzielen von Farben, eine Schwarzmatrix und gemeinsame Elektroden hergestellt.

Nach dem Herstellen von Ausrichtungsfilmen auf den Oberflächen des Arraysubstrats 101 und des Farbfiltersubstrats 102 werden diese Filme gerieben, um für eine die Ausrichtung steuernde Kraft oder eine Oberflächenfixierungskraft (d. h. einen Vorkippwinkel und eine Orientierungsrichtung) für die Flüssigkristallmoleküle der zwischen den beiden Substraten 101 und 102 ausgebildeten Flüssigkristallschicht zu erzeugen. Nach dem Verstreuen von Abstandshaltern zum Aufrechterhalten eines Zellenzwischenraums zwischen den beiden Substraten 101 und 102 auf das Arraysubstrat 101 sowie dem Anbringen eines Dichtungsmittels an der Außenkontur des Farbfiltersubstrats 102 werden die beiden Substrate gegeneinander gedrückt, um aneinander befestigt zu werden.

Das Arraysubstrat 101 und das Farbfiltersubstrat 102 bestehen jeweils aus einem großen Glassubstrat. Da somit auf den großen Glassubstraten mehrere Tafelbereiche mit jeweils einem Arraysubstrat 101 und einem Farbfiltersubstrat 102 ausgebildet sind, müssen, um eine LCD-Tafeleinheit 110 zu erhalten, die Glassubstrate zerschnitten und bearbeitet werden.

Zu diesem Zweck wird an der Oberseite des Arraysubstrats 101 und/oder des Farbfiltersubstrats 102, die aneinander befestigt sind, eine Ritzlinie ausgebildet, und der Zertrennvorgang erfolgt entlang derselben, um mehrere LCD-Tafeleinheiten 110 zu erhalten.

Wenn der Ritz- und der Trennprozess abgeschlossen sind, sind die Schnittfläche und die Kante des Glassubstrats nicht glatt, weswegen sie geschliffen werden müssen. Dazu wird eine auf eine Ladeeinheit 140 geladene LCD-Tafeleinheit 110 zu einem Schleiftisch 151 transportiert und dann auf diesem ausgerichtet. Daraufhin werden die Schnittfläche und die Kante der LCD-Tafeleinheit 110 durch zwei Schleifflächen 174 und 174', die sich mit hoher Drehzahl drehen, geschliffen.

Der Schleiftisch 151 kann so konzipiert sein, dass er geringfügig kleiner als eine LCD-Tafeleinheit 110 ist, so dass die Kante derselben schräg abgeschliffen werden kann, während dennoch die LCD-Tafeleinheit 110 sicher gehalten werden kann. Demgemäß steht der Rand der LCD-Tafeleinheit 110 geringfügig über den Schleiftisch 151 über.

Zum Schleifen der Oberkante und der Unterkante des Arraysubstrats 101 und des Farbfiltersubstrats 102 werden ein erstes Schleifrad 170 und ein zweites Schleifrad 170' mit den genannten Schleifflächen 174 bzw. 174' verwendet. Die beiden Schleifräder bewegen sich in einer Richtung, um den Schleifvorgang auszuführen.

Das erste Schleifrad 170 und das zweite Schleifrad 170' sind gemäß der Erfindung ausgebildet, d. h., dass die Schleiffläche am ersten Schleifrad 170 in eine erste Schleiffläche 174A und 174A' unterteilt ist und die Schleiffläche am zweiten Schleifrad 170' in zwei Schleifflächen 174B und 174B' unterteilt ist, wobei die ersten Schleifflächen 174A und 174A' zum Ausführen eines Primärschleifens dienen, während die zweiten Schleifflächen 174B und 174B' zum Ausführen eines Sekundärschleifvorgangs dienen.

Wenn unter Verwendung der zwei Schleifflächen 174 und 174', die jeweils aus zwei Schleifsteinen bestehen, ein Schleifvorgang ausgeführt wird, kann dieser doppelt ausgeführt werden, wodurch es möglich ist, die Schleifqualität zu verbessern, während gleichzeitig die Kraftverteilung an den Schleifsteinen verteilt ist, wodurch die Lebensdauer der Schleifflächen 174 und 174' verbessert ist. Wegen der verlängerten Austauschzeiten für die Schleifflächen 174 und 174' können die Prozesskosten gesenkt werden.

Das Primärschleifen unter Verwendung der ersten Schleifflächen 174A und 174A' und das Sekundärschleifen unter Verwendung der zweiten Schleifflächen 174B und 174B' können gleichzeitig ausgeführt werden. Nach dem Ausführen des Primärschleifens unter Verwendung der ersten Schleifflächen 174A und 174A' kann jedoch auch das Sekundärschleifen unter Verwendung der zweiten Schleifflächen 174B und 174B' im Anschluss ausgeführt werden. Auch kann das Primärschleifen unter Verwendung der zweiten Schleifflächen 174B und 174B' ausgeführt werden, woraufhin das Sekundärschleifen unter Verwendung der ersten Schleifflächen 174A und 174A' erfolgt.

Der Schleiftisch 151, auf den die Schleiffläche 110 augesetzt ist, und/oder die Schleifräder 170 und 170', können während des Primär- und des Sekundärschleifens bewegt werden.

Bei der anhand der 9 beschriebenen Ausführungsform werden die zwei Schleifräder 170 und 170' zum Schleifen der Glassubstrate 101 und 102 der LCD-Tafeleinheit 110 verwendet. Jedoch ist die Erfindung nicht hierauf eingeschränkt; es können auch ein Schleifrad oder mehr als zwei Schleifräder verwendet werden.

Nach dem Schleifen wird die geschliffene LCD-Tafeleinheit 110 durch eine Entladeeinheit 160 von der Schleifeinheit 150 abgenommen und zu einem nächsten Prozess transportiert.


Anspruch[de]
Schleifrad zum Schleifen eines Glassubstrats (101, 102) einer LCD-Tafeleinheit (110), mit:

– einem zylindrischen Körper (171; 271);

– einer ersten Schleiffläche (174B, 274B), die oben am Rand des Körpers ausgebildet ist; und

– einer zweiten Schleiffläche (174A, 274A), die innerhalb der ersten Schleiffläche parallel zu dieser ausgebildet ist.
Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schleiffläche um einen vorbestimmten Abstand von der ersten Schleiffläche getrennt ist. Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche aus Schleifsteinen mit derselben Rauigkeit bestehen. Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche aus Schleifsteinen mit verschiedenen Rauigkeiten bestehen. Schleifrad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Rauigkeiten zwischen der ersten Schleiffläche und der zweiten Schleiffläche ungefähr 50 bis 100 Mesh beträgt. Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche aus Diamant bestehen. Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche in mehrere Teile unterteilt sind. Schleifrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche (174B, 274B) außen liegt und in ihrem Außenkantenbereich einen vorbestimmten Neigungswinkel (&agr;) aufweist, um ein Glassubstrat einer LCD-Tafeleinheit (110) während eines Schleifvorgangs zu schützen. Schleifrad nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schleiffläche einen Neigungswinkel von 20 bis 40° in Bezug auf die Längsrichtung des Schleifrads bildet. Verfahren zum Schleifen einer LCD-Tafeleinheit, das die folgenden Schritte aufweist:

– Laden einer LCD-Tafeleinheit auf einen Schleiftisch;

– Schleifen eines vorbestimmten Bereichs der LCD-Tafeleinheit unter Verwendung eines Schleifrads mit einer ersten Schleiffläche zum Ausführen eines Primärschleifvorgangs und einer zweiten Schleiffläche zum Ausführen eines Sekundärschleifvorgangs; und

– Entladen der geschliffenen LCD-Tafeleinheit.
Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Schleiftisch geladene LCD-Tafeleinheit zu diesem ausgerichtet wird. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittfläche und die Kante einer LCD-Tafeleinheit unter Verwendung des Schleifrads geschliffen werden. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Schleifens der LCD-Tafeleinheit die folgenden Unterschritte aufweist:

– Primärschleifen eines vorbestimmten Bereichs der LCD-Tafeleinheit unter Verwendung der ersten Schleiffläche des Schleifrads; und

– Sekundärschleifen eines vorbestimmten Bereichs der LCD-Tafeleinheit unter Verwendung der zweiten Schleiffläche des Schleifrads.
Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Primärschleifen und das Sekundärschleifen gleichzeitig ausgeführt werden. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorbestimmter Bereich der primär-geschliffenen LCD-Tafeleinheit nach dem Ausführen des Primärschleifens sekundärgeschliffen wird. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche Schleifsteine derselben Rauigkeit verwendet werden. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die erste Schleiffläche und die zweite Schleiffläche Schleifsteine mit verschiedenen Rauigkeiten verwendet werden. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LCD-Tafeleinheit geschliffen wird, während das Schleifrad in einer Richtung bewegt wird. Verfahren zum Herstellen einer LCD-Tafeleinheit, das die folgenden Schritte aufweist:

– Bereitstellen von zwei LCD-Substraten;

– Ausführen eines Arrayprozesses bzw. eines Farbfilterprozesses an einem jeweiligen der Substrate;

– Befestigen der zwei Substrate aneinander;

– Zerschneiden der aneinander befestigten Substrate zu mehreren LCD-Tafeleinheiten; und

– Schleifen jeder Tafel gemäß einem der Ansprüche 10 bis 18.






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