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Dokumentenidentifikation DE202005020917U1 21.12.2006
Titel Kombinations-Doppelunterflasche
Anmelder Terex-Demag GmbH & Co. KG, 66482 Zweibrücken, DE
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 202005020917
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 06.09.2005
File number of patent application claimed 10 2005 043 061.9
IPC-Hauptklasse B66D 3/06(2006.01)A, F, I, 20060830, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kombinations-Doppelunterflasche, bei der zwei Rollenblöcke mit jeweils mehreren Seilrollen mittels einer Schwinge miteinander verbunden sind, wobei an der Schwinge ein Lasthaken gelagert ist.

Bisher muss ein Kranbetreiber aufgrund der diversen Traglast – und Auslegerlängenkombinationen für einige Lastfälle eine Doppelunterflasche verwenden.

Bei kurzen Auslegersystemen kann der Betreiber allerdings auch mit einer Hubwinde arbeiten.

Bei konventionellen Unterflaschen führt dies – nach Umbau der üblichen Doppelunterflasche – zu einer Halbierung der möglichen Traglast.

Wenn der Betreiber am Ausleger höhere Traglasten als 50 % der Nenntraglast heben will, dann muss er eine weitere größere Einzelunterflasche einsetzen oder mit einer Doppelunterflasche arbeiten.

Doppelunterflaschen benötigen aber zwei Rollenblöcke, die mit einem gewissen Abstand voneinander über eine Schwinge miteinander verbunden sind.

Mittels dieser Schwinge werden bei der Doppelunterflasche Ausgleichsvorgänge innerhalb der Unterflasche bei der Verwendung von zwei Hubseilen zu ermöglicht.

Diese Rollenblöcke, können durch das Versetzen des einen Rollenblockes in die Mitte der Unterflasche und das Ausbauen des anderen Rollenblockes zu einer halb so großen Einzelunterflasche umgebaut werden.

Damit halbiert sich allerdings auch die nominelle Traglast um 50 %, also beispielsweise von 320 t auf 160 t.

Werden zur Verwendung eines Hubseiles die beiden Rollenblöcke gesperrt, muss die dabei zwischen den Rollenblöcken verbleibende Lücke übersprungen werden.

Dies führt im Allgemeinen zu hohen Ablenkwinkeln, welche nur durch eine Vergrößerung des Abstandes zwischen dem Rollenblock des Kranes und der Unterflasche wieder verkleinert werden können.

Dies führt ungewünscht zu einer Reduzierung der möglichen Hubhöhe.

Bei jeder Einscherung ist darüber hinaus darauf zu achten, dass das Momentengleichgewicht um die Mittelachse der Unterflasche hergestellt ist.

Es hat sich dabei immer wieder gezeigt, dass es sehr günstig ist, wenn eine Seilrolle in der geometrischen Mitte der Unterflasche angeordnet ist.

Diese verhält sich bezüglich des Momenten Verhältnisses der Einscherung neutral.

Die beiden Rollenblöcke einer Doppelunterflasche enthalten somit fast immer eine ungerade Zahl an Seilrollen.

Wird die Doppelunterflasche nun gesperrt, entsteht aus den beiden Rollenblöcken mit z.B. 5 Seilrollen, eine große Einzelunterflasche mit ungünstigen 10 Seilrollen und einer Lücke in der geometrischen Mitte dieser Unterflasche.

Aufgabe der Erfindung ist es, dieses Problem zu beseitigen.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass bei Verwendung von zwei Hubseilen, jedes dieser Hubseile über einen Rollenblock geleitet ist und dass zur Erreichung der gleichen Belastbarkeit bei Verwendung nur eines Hubseiles, dieses zusätzlich über eine zwischen den beiden Rollenblöcken gelagerte fliegende Rolle geleitet ist, wobei außerdem die beiden Rollenblöcke gegen ein Verkippen gesichert sind.

Der Kern der Erfindung liegt somit in der Ausnutzung der Tatsache, dass die konventionelle Doppelunterflasche in der geometrischen Mitte ihres Gehäuses meist eine Aufnahmebohrung für einen der beiden Rollenblöcke hat oder zumindest eine geometrische Lücke besteht.

Wird die Unterflasche als Doppelunterflasche im Doppelseilbetrieb verwendet, ist diese Aufnahme unbenutzt.

Diese Aufnahme wird bei der Erfindung nun dahingehend genutzt, dass die beiden Rollenblöcke durch Bolzen gegen Verkippen gesperrt werden und eine fliegende Seilrolle zwischen diesen beiden Rollenblöcken eingebracht wird.

Hierdurch erhält man quasi eine ungeradzahlige Einzelunterflasche, welche bei kurzen Auslegern die maximale Traglast des Kranes abdeckt.

Einscherungen mit kleinen Ablenkwinkeln werden nun wieder möglich.

Ein weiterer Vorteil ist hier auch, dass die Rollenblöcke der Unterflasche nicht wie vorher beschrieben ausgebaut, bzw. versetzt werden müssen, sondern lediglich durch Bolzen gesperrt werden.

Die zusätzliche Seilrolle kann dabei an der freien Aufnahme in der Mitte der Schwinge verbolzt werden.

Alternativ kann sie aber auch zwischen die beiden gesperrten Rollenblöcke geschraubt, verbolzt oder sonst wie eingehängt werden.

Durch die erfindungsgemäße Lösung ergeben sich die nachfolgenden Vorteile:

Es kommt zur Kostenersparnis bei der Anschaffung für den Kranbetreiber.

Umbauzeiten verkürzen sich.

Die Anzahl von Einsatzmöglichkeiten erhöht sich, da lediglich eine zusätzliche Einsatzmöglichkeit geschaffen wurde.

Die bisherigen Anwendungen der klassischen Doppelunterflasche, welche in eine halb so große Einzelunterflasche umgebaut werdenworden, kann, bleiben erhalten.

Der Betreiber kann sich unter Umständen eine dritte Winde, oder eine größere Einzelunterflasche einsparen.

Der Hersteller kann eine größere Anzahl an Einsatzmöglichkeiten mit einer Unterflaschen anbieten.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Dabei zeigt:

1 eine Doppelunterflasche bei Verwendung eines Hubseiles,

2 eine Doppelunterflasche bei Verwendung einer Doppelseilanordnung und

3 eine Doppelunterflasche mit einem Rollenblock unter Verwendung eines einzigen Hubseiles.

Die 2 zeigt eine übliche Ausbildung einer Doppelunterflasche 1, bei der zwei Rollenblöcke 2 und 3 über die Schwinge 4 verbunden sind. Aus der eingezeichneten Seilführung ist zu erkennen, dass hierbei zwei Hubseile 5 und 6 vorgesehen sind. Der mit der Schwinge 4 verbundene Lasthaken ist mit 10 bezeichnet.

Diese Doppelunterflasche ist beispielsweise für eine Last von 2 × 160 t ausgelegt.

Würde man – wie in 1 gezeigt, die beiden Rollenblöcke 2 und 3 durch einen einzelnen Rollenblock 2 ersetzen, so müsste dieser mittig angeordnet werden, wobei man hierzu die vorhandene Aufnahme 8 benutzen würde.

Nachteilig hierbei ist, dass dann sich die Lastaufnahme auf die Hälfte, also 1 × 160 t reduzieren würde.

Dieser Nachteil kann beim Einsatz nur eines Hubseiles dadurch vermieden werden, dass die üblichen zwei Rollenblöcke 2 und 3 an der Schwinge 4 verbleiben, allerdings – wie mit 7 angedeutet – gegen ein Verkippen verbolzt werden.

Zusätzlich ist eine fliegende Rolle 9 für die Seilführung vorgesehen, und zwar kann diese beispielsweise an der Aufnahme 8 verbolzt werden.


Anspruch[de]
Kombinations-Doppelunterflasche, bei der zwei Rollenblöcke (2, 3) mit jeweils mehreren Seilrollen mittels einer Schwinge (1) miteinander verbunden sind, wobei an der Schwinge ein Lasthaken schwenkbar gelagert ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei Verwendung von zwei Hubseilen, jedes dieser Hubseile über einen Rollenblock (2, 3) geleitet ist und

dass zur Erreichung der gleichen Belastbarkeit bei Verwendung nur eines Hubseiles, dieses zusätzlich über eine zwischen den beiden Rollenblöcken (2, 3) gelagerte fliegende Rolle (9) geleitet ist, wobei außerdem die beiden Rollenblöcke (2, 3) gegen ein Verkippen gesichert sind.
Kombinations-Doppelunterflasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rollenblöcke (2, 3) an der Schwinge (1) durch Bolzen gegen Verkippen gesichert sind. Kombinations-Doppelunterflasche nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die fliegende Rolle (9) in einer in der Schwinge (1) vorgesehenen Aufnahme (8) befestigt ist. Kombinations-Doppelunterflasche nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die fliegende Rolle (9) an den beidseitig von ihr angeordneten Rollenblöcken (2, 3) gelagert ist.






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