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Dokumentenidentifikation DE202006012438U1 21.12.2006
Titel Strandkorb
Anmelder Jentzsch, Helmut, 21447 Handorf, DE
Vertreter Müller Schupfner, 21244 Buchholz
DE-Aktenzeichen 202006012438
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.12.2006
Registration date 16.11.2006
Application date from patent application 11.08.2006
IPC-Hauptklasse A47C 1/14(2006.01)A, F, I, 20060811, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Strandkorb mit einem zum Sitzen eingerichteten Sitzteil und einem am Sitzteil schwenkbar befestigten Kopfteil, das den Bedürfnissen entsprechend um eine Schwenkachse hochschwenk- oder zurücklegbar ist.

Strandkörbe dieser Art sind an Stränden und auch im Inland allgemein bekannt. Ein Problem ist immer das Bewegen des Kopfteiles. Dieses ist mittels eines Scharnieres oder anderen Gelenkteiles am Sitzteil angelenkt. Ist es hochgestellt, dann stützt es sich am Sitzteil über das Scharnier ab. Wird es zurückgeschwenkt, dann stützt es sich am hinteren Teil des Sitzteiles ab. Ist das Sitzteil zurückgeschwenkt, dann bedarf es eines ziemlichen Kraftaufwandes, es wieder hoch zu schwenken.

Es ist bekannt das Hochschwenken zu erleichtern durch den Einbau von Gasfedern. Die dabei verwendeten Gasfedern arbeiten mit einem gleichmäßigen Druck. Die zum Hochschwenken aufzuwendende Kraft variiert aber entsprechend der Neigung des Kopfteiles.

Es ist Aufgabe der Erfindung, das Hochschwenken des Kopfteiles deutlich zu erleichtern bei allen Gegebenheiten.

Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen auf das Kopfteil einwirkenden Federausgleichsmechanismus, der das beim Zurücklegen ansteigende auszugleichende Gewicht des Kopfteiles mittels einer zunehmenden Federausgleichs (gegen) kraft vermindert. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche oder nachfolgend beschrieben.

Die Handhabung des Kopfteiles wird dadurch wesentlich erleichtert. Insbesondere bei größeren, beispielsweise dreisitzigen Strandkörben wird die Bedienung komfortabler.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Federausgleichsmechanismus das Gewicht des Kopfteiles ganz oder fast ganz kompensiert. Der Bedienungskomfort wird dadurch nochmals erhöht.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Federausgleichsmechanismus aus einer Wippstange besteht, deren Wippachse am Sitzteil gelagert ist, an deren einem Wippenarm eine Belastungsstange angreift, die im Abstand von der Schwenkachse des Kopfteiles mit dem Kopfteil verbunden ist, während am anderen Wippenarm Zugfedern angreifen, die am Sitzteil angelenkt sind. Über die Wippstange wird der Gewichtsausgleich reguliert.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwei Zugfedern vorgesehen sind, von denen die eine Zugfeder bei geringfügigem Zurücklegen des Kopfteiles eine kleine Ausgleichskraft aufbringt, während die andere Zugfeder bei einem zunehmenden Gewicht des Kopfteiles eine stärkere Ausgleichskraft aufbringt. Hierzu weisen die Zugfedern z.B. entweder unterschiedliche Federkonstanten auf oder legen unterschiedliche Federwege (Ausdehnung) je nach Ausmaß des Umlegens des Kopfteils zurück.

Dieses System lässt sich verfeinern und verstärken, indem nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weitere Zugfedern vorgesehen sind, die die zwei Zugfedern unterstützen.

So ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung nur eine weitere Zugfeder vorgesehen.

Es ist aber auch möglich, dass zwei weitere Zugfedern eingesetzt werden, sodass insgesamt 4 Zugfedern zum Einsatz kommen. Die Zahl der Zugfedern ist frei wählbar und richtet sich nach dem Gewicht des Kopfteiles.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zugfedern so angeordnet sind, dass sie sich bei allen möglichen Bewegungen des Kopfteiles und der Wippstange nicht berühren.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zugfedern von ihren Angriffsstellen an der Wippstange in einer durch die Bewegungsebene der Wippstange verlaufenden Ebene auseinanderstrebend am Sitzteil angreifen. Dadurch wird erreicht, dass die Zugfedern entsprechend der Stellung der Wippstange unterschiedlich belastet werden und unterschiedlich zum Gewichtsausgleich beitragen.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Strandkorb, bestehend aus einem Sitzteil und einem Kopfteil, bei dem ein Federausgleichsmechanismus vorgesehen ist, der das Hochheben des abgesenkten Kopfteiles erleichtert. Das Kopfteil befindet sich in einer halbhoch geschwenkten Stellung. Die vordere Abdeckplatte ist entfernt, um den Federausgleichsmechanismus sichtbar zu machen,

2 die Stellung des Federausgleichsmechanismus bei ganz abgesenktem Kopfteil,

3 die Stellung eines Federausgleichsmechanismus mit vier Zugfedern bei völlig hochgestelltem Kopfteil.

1 zeigt einen Strandkorb 1 mit einem Sitzteil 2 und einem Kopfteil 3. Das Kopfteil ist mittels eines Gelenkes 4, beispielsweise eines Scharniers, an das Sitzteil 2 angelenkt. Das Sitzteil 2 steht mit einem Bodenrahmen 5 auf Rädern 6. Es sind Armlehnen 7 im Bereich der seitlichen Wange(n) 13 vorgesehen, die seitlich den Sitzbereich 8 begrenzen. Das Kopfteil 3 ist in den hinteren Bereichen 7a der Armlehnen 7 mit den Scharnieren/Gelenken 4 an diese angelenkt. Seitlich der Armlehnen 7 sind im Betrieb Schutzwände 9 vorgesehen. Die vordere Schutzwand ist in den Zeichnungen entfernt, um den Blick auf einen Federausgleichsmechanismus 10 freizugeben.

Dieser Federausgleichsmechanismus 10 weist eine Wippstange 11 auf, deren Wippachse 12 an einer seitlichen Wange 13 des Bodenteiles 2 des Strandkorbes 1 gelagert ist. Solche Federausgleichsmechanismen 10 befinden sich vorzugsweise an beiden Seiten des Strandkorbes 1. Er wird aber nur eine Seite beschrieben.

An einen Endbereich 14 des einen Wippenarmes 11'' greift mittels eines Gelenkes 15 ein Ende 16 einer Belastungsstange 17 an. Das andere Ende 18 dieser Belastungsstange 17 ist gelenkig mit dem Kopfteil 3 verbunden. Am Endbereich 19 des anderen Wippenarmes 11' greifen Zugfedern 20, 21, 22 an. Diese Zugfedern 20, 21, 22 sind an eine Leiste 24 der Wange 13 im Bodenbereich angelenkt.

1 zeigt die Stellung der Stangenanordnung 11, 17 bei halbhoch gestelltem Kopfteil 3. Man sieht, dass die Wippstange 11 eine relativ horizontale Stellung aufweist. Die Zugfeder 20 verläuft in Richtung auf die Vorderseite 25 des Strandkorbes 1 schräg nach unten zur bodennahen Leiste 24 hin aus.

Die Zugfeder 21 verläuft vom Wipparm 11' ausgehend nach hinten in Richtung auf die Hinterseite 26 des Strandkorbes 1 und abwärts zur Leiste 24 aus. Die Zugfeder 22 verläuft noch weiter nach hinten als die Zugfeder 21 zur Wange 13 (oder auch zur Leiste 24, nicht dargestellt). Die Zugfedern 20, 21, 22 sind mit Haken 27 in Löcher 28 der Wippstange 11 eingehängt. An der Leiste 24 sind die Zugfedern 20, 21, 22 mit Haken 27 in Ösen 29 der Bodenleiste 24 eingehängt. Die Federn 20, 21, 22 erstrecken sich alle in einer durch die Bewegungsebene der Wippstange verlaufenden Ebene. Die Federn 20, 21, 22 berühren sich nach Möglichkeit nicht.

Wenn das Kopfteil 3 in der Stellung nach 1 teilweise aus der höchsten Stellung nach hinten gekippt wird, dann sind die Zugfedern 20, 21, 22 alle etwa gleich gespannt.

Wird das Kopfteil mehr gekippt, dann treten alle drei der Zugfedern 20, 21, 22 mehr in Aktion. Dies ist in 2 dargestellt. Besonders belastet wird, wie zu erkennen ist, die Zugfeder 20. So wird ein angepasster Gewichtsausgleich herbeigeführt.

3 zeigt eine Variante der Zugfederanordnung mit vier Zugfedern. Die vierte Feder trägt die Bezugsziffer 23. Sie dient insbesondere der Unterstützung der Zugfeder 20 bei Strandkörben 1, die drei Personen Platz bieten und breiter sind. Bei diesen ist das Kopfteil schwerer zu handhaben. Mit der zusätzlichen Zugfeder 23 lässt sich auch ein schwereres Kopfteil 3 bequem bewegen.

Es lässt sich ein vollständiger Gewichtsausgleich herbeiführen. Bei der Darstellung nach 3 ist das Kopfteil in die höchste Position, also am meisten nach vorn geschwenkt.


Anspruch[de]
Strandkorb mit einem zum Sitzen eingerichteten Sitzteil (2) und einem am Sitzteil (2) schwenkbar befestigten Kopfteil (3), das den Bedürfnissen entsprechend um eine Schwenkachse (4) als Rücken- bzw. Windschutz hochschwenk- oder bis in eine Liegeposition zurücklegbar ist, wobei ein auf das Kopfteil (3) einwirkender Federausgleichsmechanismus (10) vorgesehen ist, der das beim Zurücklegen ansteigende und damit auszugleichende Gewicht des Kopfteiles (3) mittels einer zunehmenden Federausgleichskraft vermindert. Strandkorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Federausgleichsmechanismus (10) das Gewicht des Kopfteiles (3) mittels Zugfedern, insbesondere mittels einer, zwei, drei oder vier Zugfedern (2023), vorzugsweise zwei oder drei Zugfedern (20, 21), auf einer oder beiden Seiten des Standkorbes ganz oder überwiegend kompensiert. Strandkorb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Federausgleichsmechanismus (10) eine Wippstange (11) aufweist und die Zugfeder(n) (20, 21, 22 oder 23) jeder Seite an einem Wippenarm (11') der Wippstange (11) angreifen, die Wippstange (11) um ein Wippachse (12) schwenkbar gelagert ist und der andere Wippenarm (11'') der Wippstange (11) mittel einer Wirkverbindung mit dem Kopfteil verbunden ist. Strandkorb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federausgleichsmechanismus (10) aus einer Wippstange (11) besteht, deren Wippachse (12) am Sitzteil (2) gelagert ist, an deren einem Ende (14) eine Belastungsstange (17), vorzugsweise über ein Gelenk, angreift, die im Abstand von der Schwenkachse (4) des Kopfteiles (3) mit dem Kopfteil (3), vorzugsweise über ein Gelenk, verbunden ist, während am anderen Ende (19) Zugfedern (2023) angreifen, die am Sitzteil (2) angelenkt sind. Strandkorb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Zugfedern (20, 22) vorgesehen sind, von denen die eine Zugfeder (22) bei geringfügigem Zurücklegen des Kopfteiles (3) eine kleine Ausgleichskraft aufbringt, während die andere Zugfeder (20) bei einem zunehmenden Zurücklegen des Kopfteiles und größerer Ausdehnung eine stärkere Ausgleichskraft aufbringt. Strandkorb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder zwei weitere Zugfedern (21, 23) vorgesehen sind, die die zwei Zugfedern (20, 22) unterstützen. Strandkorb nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine weitere Zugfeder (22) vorgesehen ist. Strandkorb nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfedern (2023) so angeordnet sind, dass sie sich bei allen möglichen Bewegungen des Kopfteiles (3) und der Wippstange (11) nicht berühren. Strandkorb nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfedern (2023) von ihren Angriffsstellen (28) an der Wippstange (11) in einer durch die Bewegungsebene der Wippstange (11) verlaufenden Ebene auseinanderstrebend, divergierend am Sitzteil (2) angreifen. Strandkorb nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfedern (2023) von ihren Angriffsstellen an der Wippstange (11) in einer Ebene durch die Bewegungsebene der Wippstange (11) verlaufen.






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