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Dokumentenidentifikation DE202006012030U1 28.12.2006
Titel Lernspiel für Sprachentwicklung
Anmelder Brand, Petra, 26871 Papenburg, DE
DE-Aktenzeichen 202006012030
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.12.2006
Registration date 23.11.2006
Application date from patent application 05.08.2006
IPC-Hauptklasse G09B 19/22(2006.01)A, F, I, 20060805, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09B 1/32(2006.01)A, L, I, 20060805, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Das Spiel besteht aus einer Motivplatte, die zu einem Quadrat geknickt, an den Enden miteinander verbunden wird und mit einer Öffnung nach oben auf den Tisch gestellt wird. Alle Seiten der Motivplatte haben dasselbe Motiv, eine Städtelandschaft mit Menschen, Gebäuden usw. Die Quadratseiten sind so hoch, dass die Spieler, wenn sie auf einem Stuhl sitzen, nicht über die Motivplatte sehen können.

In jeder Seite sind 2 Löcher, durch die die Mitspieler die Hände stecken, um in das Innere des Quadrats zu greifen.

Das Spiel besteht weiterhin aus 30 bunten, hölzernen Figuren.

Dem Spiel liegt eine gezeichnete Liste der beiliegenden Figuren bei.

Das Spiel besteht aus drei Gebäuden die ausserhalb des Quadrats aufgestellt werden. Die Gebäude stellen einen Turm, eine Kirche und ein Haus dar.

Das Spiel kann von einem bis vier Spielern im Alter von 4 bis ca. 12 Jahren gespielt werden. Je nach Altersklasse, Kindesentwicklung, Sprachentwicklung und Ziel der Übung ist das Spiel variierbar.

Jeder Spieler setzt sich vor eine Quadratseite des Spiels, die Hände werden durch jeweils eins der Öffnungen gesteckt. Die Spielfiguren liegen innerhalb des Quadrats.

Je nach Spielvariante (a–o) wird ein Gegenstand erfühlt und dem Quadrat entnommen. Wird das Spiel als Wettbewerb gespielt erhält der Spieler, nach dem Erraten oder Erfühlen des Gegenstandes, einen Punkt.

  • a) Übung für den Gebrauch des unbestimmten Artikel:

    Der Spieler benennt den Gegenstand und setzt den jeweiligen unbestimmten Artikel (ein Ball)
  • b) Übung für den Gebrauch des bestimmten Artikel:

    Der Spieler benennt den Gegenstand und setzt den jeweiligen bestimmten Artikel (der Ball)
  • c) Übung für den Gebrauch des bestimmten Artikel:

    Werden die drei beiliegenden Gebäude aufgestellt darf der Spieler den benannten Gegenstand zum artikelgleichen Gebäude legen. (das Ei – Das Haus, der Hut – der Turm)
  • d) Übung für den Gebrauch der Pluralformen:

    Der Spieler benennt den Gegenstand und erweitert auf die jeweilige Pluralform (der/ein Ball – zwei Bälle)
  • e) Übung für den Gebrauch von Farben:

    Der Spieler benennt den Gegenstand und die jeweiligen Grundfarben (Ball, grün bzw. der Ball ist grün)
  • f) Übung für den Gebrauch von Adjektiven:

    Der Spieler benennt den Gegenstand und die jeweilige Eigenschaft/Adjektive (Ball, rund bzw. der Ball ist rund, der Apfel ist sauer)
  • g) Übung für den Gebrauch von Satzstrukturen:

    Der Spieler formuliert einen Satz. (z.B. ich schneide mit der Schere, die Schere ist scharf)
  • h) Übung für den Gebrauch von Präpositionen:

    Werden die beiliegenden Gebäude aufgestellt kann der Spieler den Gegenstand auf/vor/neben/hinter/unter das Gebäude legen, den Ort/Präposition benennen oder einen Satz bilden. (z.B. ich lege den Ball auf den Turm)
  • i) Übung für den Gebrauch von Dativ/Akkusativ:

    Werden die drei beiliegenden Gebäude aufgestellt kann der Spieler den Gegenstand auf/vor/neben/hinter/unter das Gebäude legen und einen vollständigen Satz im Akkusativ und Dativ bilden. (Dativ: der Ball liegt auf dem Turm, der Ball liegt vor der Kirche, Akkusativ: ich lege den Ball unter den Turm, ich lege den Ball vor die Kirche)
  • j) Übung für das verbale Sprachverstehen:

    Wird das Spiel mit einem Spielleiter oder mit älteren Kindern gespielt sucht sich der Spieler/Spielleiter einen Gegenstand aus der beiliegenden Liste aus und stellt hierzu Fragen. Der Mitspieler muss die Frage beantworten wenn er den gesuchten Gegenstand aus dem Quadrat herausfühlen und nehmen will. Dies kann der Reihe nach passieren oder mit allen Spieler gleichzeitig, um die Wette. Je nach Altersklasse und Sprachverstehen können die Fragen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gestellt werden. Für ältere Kinder können auch abstraktere Umschreibungen gegeben werden, (z.B. was muss man schärfen? – Schere)
  • k) Übung für das non-verbale Sprachverstehen:

    Wird das Spiel mit einem erwachsenen Spielleiter gespielt gibt er dem Mitspieler die Aufgabe bestimmt Gegenstände zu suchen. Die Aufgaben können je nach Alter und Entwicklung des Sprachverstehens der Mitspieler von leicht bis schwer variiert werden. (z.B. suche mir eine Schere)
  • l) Übung für das non-verbale Sprachverstehen

    Werden die drei beiliegenden Gebäude aufgestellt kann der Spielleiter ein Anweisung geben, die der Mitspieler ausführen muss. (z.B. lege die Schere auf den Turm)
  • m) Übung zur Lautaussprache auf Satzniveau:

    Je nach Laut wird ein Satz vorgegeben. Der Spieler erfühlt einen Gegenstand und setzt ihn in den vorgegebenen Satz ein und spricht ihn korrekt aus. (z.B. ich/s/uche eine Schere.)
  • n) Übung zur Lautaussprache in der Spontansprache:

    der Spieler sucht sich eine Gegenstand, benennt ihn nicht, beschreibt ihn dem Mitspieler, wobei er den korrekten Laut spricht, bis dieser ihn errät.
  • o) Übung zur Lautaussprache in der Spontansprache:

    der Spieler bekommt vom Spielleiter einen Gegenstand vorgegeben den er suchen muss, hat er ihn gefunden muss er sich damit einen kurze Geschichte ausdenken und erzählen, wobei er den korrekten Laut gebraucht. Die Länge der Geschichte hängt vom Alter und der Sprachproduktion ab. Man kann auch abwechselnd eine Kettengeschichte bilden, die Spieler erzählen gemeinsam bzw. abwechseln eine Geschichte und bauen den jeweiligen Gegenstand in die Geschichte ein.

Die Spielvarianten können, je nach Entwicklung der Mitspieler, angepasst werden z.B. durch

  • • Menge der Gegenstände in der Quadratmitte
  • • Fragestellungen
  • • Auswahl der Gegenstände nach Hochfrequenz und Möglichkeit sie zu erfühlen
  • • verbale Hilfestellungen

Neue Spielvarianten können genutzt werden z.B. durch

  • • Erweiterung der Gegenstände mit realen Alltagsgegenständen
  • • Gebrauch einer, zu erlernenden, Fremdsprache
  • • das Einbauen der Motive auf den Seiten z.B. als Suchspiel


Anspruch[de]
ein Lernspiel zum Erlernen von grammatikalischen und artikulatorischen Strukturen der deutschen Sprache. dadurch gekennzeichnet, dass eine längliche Motivplatte zu 4 gleichen, quadratischen Flächen knickbar ist. Motivplatte nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Ende und der Anfang der Motivplatte mit einem Klettverschluss verbunden wird. Motivplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Motivplatte einen Würfel ohne Boden und Deckel bildet. Motivplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse einer Quadratseite mindestens 25 cm hoch und 35 cm breit ist. Motivplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Quadratseite zwei Öffnungen hat, die mindestens 7 cm hoch und mindestens 9 cm breit sind und am oberen Rand abgerundet sind. Motivplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Quadratseite dieselbe, gemalte Städtelandschaft zu sehen ist. Drei Miniaturgebäuden zum Aufstellen dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Turm, ein Haus und eine Kirche darstellen. Drei Miniaturgebäude nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Haus mindestens 7,5 cm breit, der Turm mindestens 7,5 cm und die Kirche mindestens 15 cm breit sind. Drei Miniaturgebäude nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Haus mindestens 10,5 cm, der Turm mindestens 15 cm und die Kirche mindestens 15 cm hoch sind. Drei Miniaturgebäude nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebäude mindestens 2 cm tief sind. 30 bunte, hölzerne Spielfiguren dadurch gekennzeichnet, dass sie verschiedene Tier und Gegenstände darstellen. 30 bunte Spielfiguren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens 6 cm hoch, 6 cm breit und 1 cm tief sind.






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