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Dokumentenidentifikation DE202006013635U1 28.12.2006
Titel Kopfhalterung
Anmelder Braun, Herbert, 48268 Greven, DE;
Nick, Petra, 69120 Heidelberg, DE
DE-Aktenzeichen 202006013635
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.12.2006
Registration date 23.11.2006
Application date from patent application 06.09.2006
IPC-Hauptklasse A47C 7/38(2006.01)A, F, I, 20060906, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 16/00(2006.01)A, L, I, 20060906, B, H, DE   B60N 2/48(2006.01)A, L, I, 20060906, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stabilisierung des menschlichen Kopfes an einer Rückenlehne eines Sitzmöbels, wie Sessel, aufweisend ein in seiner Länge einstellbares Stirnband, das über eine Halterung an der Rückenlehne einsetzbar ist.

Aus DE 199 38 012 B4 ist eine Kopfhalterung bekannt, die eine aufblasbare Basisplatte und einen ebenso aufblasbaren Nackenpolster aufweist, an dem wiederum ein einstellbares Stirnband angebracht ist. Nachteilig bei der bekannten Kopflhalterung ist, dass ihre Konstruktion kompliziert und wenig stabil ist. Außerdem kann sich der Einsatz der Kopfhalterung für den Benutzer als sehr umständlich erweisen, weil das Aufblasen der Basisplatte und des Nackenpolsters mittels einer Pumpe erfolgen muss.

Aufgabe der Erfindung ist, eine vereinfachte Vorrichtung der vorgenannten Art zu entwickeln, die sich mit wenigen Handgriffen einsetzen lässt und ohne eine Befestigungsplatte auskommt.

Diese Aufgabe ist durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, bei der die Halterung ein um die Rückenlehne herum geführtes und dort verspannbares Befestigungsband ist.

Das Befestigungsband ist etwa waagerecht, d. h. im Wesentlichen parallel zu einer Standfläche des jeweiligen Sessels oder anderen Sitzmöbels geführt.

Vorzugsweise besteht das Befestigungsband aus Textilmaterial, obwohl auch andere Materialien, wie Gummi, Leder oder Kunststoff in Frage kommen. Das Befestigungsband kann, falls es elastisch ist, als eine einfache endlose Schlaufe ausgeführt sein, die im Handumdrehen an der Rückenlehne verspannt werden kann, ohne irgendwelche Verschlüsse eingesetzt werden müssen.

Ein elastisches oder nicht elastisches, zwei freie Enden aufweisendes Befestigungsband kann mit einem Verschluss versehen sein, mit dem sich an der Rückenlehne abnehmbar befestigen lässt. Der Verschluss kann eine Klammer, Schnalle, Klett- oder Druckknopfverschluss sein. Bevorzugt wird jedoch ein bewährter Klettverschluss, da er die Möglichkeit einer Längenregulierung und einer blitzschnellen Verspannung an der Rückenlehne bietet.

Für das Stirnband sind vor allem Textilmaterialien, insbesondere gewebte, wie Baumwolle, geeignet. Das Stirnband kann aus einem nicht elastischen Textilgurt abgelängt und entsprechend an dem Befestigungsband, beispielsweise über Klettverschlüsse angebracht sein. Das Stirnband kann auch eine Restelastizität aufweisen, die beispielsweise im Bereich 1,0% bis 5,0 % liegt. Ein hoch elastisches Stirnband kommt ebenfalls in Frage, unter Voraussetzung, dass es keine große Andruckkraft auf den Kopf ausübt.

Das Stirnband kann mit seinen beiden freien Enden derart am Befestigungsband angebracht sein, dass die freien Enden in einem Abstand voneinander liegen, der, im an der Rückenlehne eingesetzten Zustand der Halterung, etwa der jeweiligen Breite der Rückenlehne gleich ist. Hierbei kann das eine Ende des Stirnbandes mit dem Befestigungsband verklebt oder vernäht, dagegen das zweite Ende des Stirnbandes abnehmbar am Befestigungsband anbringbar sein. Vorzugsweise sind die beiden freien Enden des Stirnbandes abnehmbar und regulierbar über Klettverschlüsse am Befestigungsband angebracht.

Die Verwendung von Klettverschlüssen erlaubt es, das Stirnband einstückig mit dem Befestigungsband auszuführen. Mit anderen Worten kann ein einziger Textilgurt-Abschnitt die Funktionen der beiden Bänder: des Stirnbandes und des Befestigungsbandes vereinen.

Weiterhin kann das Stirnband an seiner der Halterung, d. h. dem Befestigungsband zugewandten Innenseite mit Befestigungsmitteln versehen sein, welche es erlauben, am Stirnband zusätzliche Pads oder Kissen abnehmbar anzubringen. Die Befestigungsmittel können entweder in Form von Klettverschluss-Teilen oder in Form einer eingenähten Tasche ausgeführt sein. So kann an dem Klettverschluss-Teil auf einfacher Weise ein austauschbares, ebenfalls mit einem kompatiblen Klettverschluss-Teil (Gegenstück) versehenes Antitranspirations-Pad befestigt werden.

Die Tasche kann über eine U-Naht mit dem Stirnband verbunden sein.

Die eingesetzte Vorrichtung gemäß Erfindung trägt einer Kopf-, Brust-, Schulter-, Rücken- und Nackenmuskelentspannung bei. Durch die Verwendung von Befestigungsmitteln, wie Tasche, können unterschiedliche Utensilien, wie Kalt-, Warm- oder Augenkompresse, eingesetzt werden, die sonst mit viel Mühe an der Stirn gehalten werden können.

Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:

1 eine an einem Sessel eingesetzte Vorrichtung in Draufsicht auf seine Rückenlehne;

2 die Vorrichtung gemäß 1 mit einem am Kopf einer am Sessel sitzenden Person angespannten Stirnband, in einer perspektivischen Ansicht;

3 die Vorrichtung gemäß 2 in einer Seitenansicht auf die Rückenlehne;

4a, 4b eine zweite, einstückige Ausführungsform der Vorrichtung;

5 eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung,;

6 eine schlaufenförmige Halterung, schematisch;

7a, 7b Anordnung eines Antitranspirations-Pads am Stirnband;

8 Einschieben einer Kaltkompresse in eine Tasche des Stirnbandes.

In 1, 2 und 3 ist eine Vorrichtung 100 zur Stabilisierung des menschlichen Kopfes an einer Rückenlehne 4 eines Sessels oder sonstigen Sitzmöbels dargestellt. Die Vorrichtung 100 besteht im Wesentlichen aus einem Stirnband 2 und einer Halterung 1, mit der das Stirnband 2 an der Rückenlehne 4 gehaltert ist.

Die Halterung 1 liegt in Form eines textilen, elastischen Befestigungsbandes 3 vor, welches im vorliegenden Fall durch Zusammennähen seiner beiden Enden 8.1, 8.2 entstanden ist und eine in 6 schematich gezeigte Schleife 5 bildet. Eine Naht ist mit Bezugszahl 6 bezeichnet. Selbstverständlich ist es möglich, anstelle der Naht 6 andere Befestigungsmittel einzusetzen. Als ein alternatives Befestigungsmittel ist ein ebenfalls in 6 gezeigter Klettverschluss 10 gedacht.

Nach dem Aufsetzen der elastischen Schleife 5 an der Rückenlehne 4 ergibt sich die in 1 und 5 dargestellte stabile Halterung 1, an der das Stirnband 2 mit seinen beiden freien Enden 12.1, 12.2 abnehmbar und regulierbar mittels zweier Klettverschlüsse 20 angebracht ist. Die Klettverschlüsse 20 liegen somit in einem Abstand E voneinander, der etwa der Breite der Rückenlehne 4 gleich ist.

Die 4a und 4b zeigen eine Vorrichtung 200 zur Stabilisierung des menschlichen Kopfes an der Rückenlehne 4, bestehend aus einem einstückigen Gürtel 11, an dem Teile A, B, C und D der Klettverschlüsse 16, 18 angeordnet sind. Die Teile A und B sind Abschnitte einer Schlaufenstruktur 7 und die Teile C und D einer Häkchenstruktur 9 der Klettverschlüsse 16, 18, wobei die zueinander kompatiblen Teile A und C den Klettverschluss 16 und die Teile B und D den Klettverschluss 18 (vgl. 4b) bilden. Ein Gürtelabschnitt zwischen A und C entspricht dem Befestigungsband 3 und ein zweiter, mit Strichlinie (oberes Bild in 4a) angedeuteter Gürtelabschnitt zwischen C und D entspricht dem Stirnband 2.

Die 7a , 7b und 8 zeigen eine lösbare Verbindung von Utensilien, wie Kissen oder Pads, mit dem Stirnband 2. Zur Verbindung dienen Befestigungsmittel 13 (7a, 7b) bzw. Befestigungsmittel 14 (8). Ein in 7a, 7b gezeigtes Antitranspirations-Pad 25 wird an einer Innenseite 15 des Stirnbandes 2 mittels eines weiteren Klettverschlusses 17 abnehmbar angebracht. Den Klettverschluss 17 bilden die bereits beschriebenen Abschnitte einer am Stirnband 2 eingebrachten Schlaufenstruktur 7 und einer am Antitranspirations-Pad 25 eingebrachten Häkchenstruktur 9. Das waschbare Antitranspirations-Pad 25 ist ebenfalls aus einem Textilmaterial, hier:

Baumwolle, hergestellt und kann zusätzlich mit ätherischen Ölen durchtränkt sein.

Das in 8 dargestellte Befestigungsmittel 14 ist durch eine Textiltasche 21 gebildet, welche über eine U-förmige Naht 22 am Stirnband 2 angenäht ist, so dass eine Öffnung 23 zum Einschieben einer Kaltkompresse 26 entstanden ist. Anstelle der oberen Öffnung 23 können eine oder zwei seitliche, nicht dargestellte Öffnungen in Frage kommen.

1
Halterung
2
Stirnband
3
Befestigungsband
4
Rückenlehne
5
Schleife
6
Naht
7
Schlaufenstruktur
8.1, 8.2
Ende (v. 3)
9
Häkchenstruktur
10
Klettverschluss (v. 8)
11
Gürtel
12.1, 12.2
Ende (v. 2)
13; 14
Befestigungsmittel
15
Innenseite (v. 2)
16
Klettverschluss
17
Klettverschluss
18
Klettverschluss
20
Klettverschluss (v. 12)
21
Textiltasche
22
Naht
23
Öffnung
25
Antitranspirations-Pad
26
Kaltkompresse
A, B, C, D
Teile der Klettverschlüsse
E
Abstand
100; 200
Vorrichtung


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Stabilisierung des menschlichen Kopfes an einer Rückenlehne eines Sitzmöbels, wie Sessel, aufweisend ein in seiner Länge einstellbares Stirnband (2), das über eine Halterung an der Rückenlehne einsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung ein um die Rückenlehne (4) herum geführtes und dort verspannbares Befestigungsband (3) ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnband (2) und/oder Befestigungsband (3) aus Textilmaterial besteht. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilmaterial elastisch ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsband (3) aus Leder, Gummi oder Textil-Gummi-Mischung besteht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsband (3) als endlose, vorzugsweise elastische Schleife (5) vorliegt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsband (3) an seinen beiden freien Enden (8.1, 8.2) Teile eines Druckknopf- oder Klettverschlusses (10) trägt, mit dem an der Rückenlehne verspannbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnband (2) mit seinem beiden freien Enden (12.1, 12.2) derart am Befestigungsband (3) angebracht ist, dass die freien Enden (12.1, 12.2) in einem Abstand (A) voneinander liegen, der im an der Rückenlehne eingesetzten Zustand der Halterung etwa der jeweiligen Breite der Rückenlehne (4) gleich ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der freien Enden (12.1, 12.2) des Stirnbandes (2) über einen Klettverschluss (20) mit dem Befestigungsband (3) verbunden oder verbindbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnband (2) einstückig mit dem Befestigungsband (3) ausgeführt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnband (2) an seiner der Halterung zugewandten Innenseite (15) mit Befestigungsmitteln (13; 14) versehen ist, welche es erlauben, am Stirnband (2) zusätzliche Pads oder Kissen abnehmbar anzubringen. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (13) Teil eines weiteren Klettverschlusses (17) ist, mit dem sich ein austauschbares Antitranspirations-Pad (25) am Stirnband (2) befestigen lässt. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (14) eine Textiltasche ist, in welche eine Augen-, Warm- oder Kaltkompresse (26) einschiebbar ist. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und/oder gemäß weiterer Ansprüche 2 bis 12, eingesetzt an einer Rückenlehne eines Sitzmöbels, wie Sessel. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und/oder gemäß weiterer Ansprüche 2 bis 12, eingesetzt an einer über die Rückenlehne ragenden Kopfstütze, wie am Autositz.






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