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Dokumentenidentifikation DE60214219T2 28.12.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001440030
Titel AUFZUGSSYSTEM
Anmelder Kone Corp., Helsinki, FI
Erfinder JOKELA, Simo, FIN-05900 Hyvinkää, FI;
PARTANEN-JOKELA, Riitta, FIN-05900 Hyvinkää, FI;
DE JONG, Johannes, FIN-04430 Järvenpää, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 60214219
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.10.2002
EP-Aktenzeichen 028023158
WO-Anmeldetag 21.10.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/FI02/00816
WO-Veröffentlichungsnummer 2003037771
WO-Veröffentlichungsdatum 08.05.2003
EP-Offenlegungsdatum 28.07.2004
EP date of grant 23.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2006
IPC-Hauptklasse B66B 1/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Aufzugssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere für Hochhäuser mit vielen Stockwerken, in denen ein Passagier, der in ein oberes Stockwerk des Gebäudes gelangen will, zu einem Aufzug wechseln muss, der hauptsächlich nur die obersten Stockwerke bedient.

In sehr hohen Gebäuden ist es generell ökonomisch nicht möglich, Aufzugsschachte bereitzustellen, die sich durch die gesamte Höhe des Gebäudes vom untersten bis zum obersten Stockwerk erstrecken, so dass der Aufzug alle Stockwerke bedienen könnte. Aus diesen Gründen sind die Aufzüge üblicherweise in vertikaler Richtung in unterschiedliche Zonen unterteilt, von welchen die unterste Zone sich von einem Eingangsstockwerk, nachfolgend Erdgeschoss genannt, bis zu einem Stockwerk in einer bestimmten Höhe erstreckt, wobei diese Zone „niedrige Zone" genannt wird, während die höchste Zone, nachfolgend „hohe Zone" genannt, sich von einem umgebenen Transferstockwerk, einem sogenannten Skylobby-Stockwerk zu den höchsten Stockwerken des Gebäudes erstreckt. Zwischen diesen Zonen können in Abhängigkeit von der Höhe des Gebäudes eine oder mehrere Zwischenzonen sogenannte „mittlere Zonen" vorgesehen sein, welche dazwischen liegende Stockwerke im Gebäude von ihren entsprechenden Transferstockwerken aus bedienen. Das Problem besteht generell darin, dass jede Zone lediglich von einem Aufzug im Aufzugsschacht bedient wird, so dass es notwendig ist, für jede Zone und jede Aufzugskabine einen separaten Schacht vorzusehen, der sich von dem Basisgeschoss des Gebäudes bis zum höchsten Stockwerk der Zone erstreckt. Zusätzlich ist generell ein Maschinenraum über jedem Aufzug angeordnet, der zusätzlichen Raum erfordert. Darüber hinaus besteht mit ansteigender Gebäudehöhe das Problem, dass es schwierig ist, eine ausreichende Transportkapazität insbesondere für die höheren Stockwerke bereitzustellen, weil die Wegedistanz im höchsten Schacht von dem Basisstockwerk zur höchsten Skylobby groß ist. Ein weiterer Nachteil der höchsten Schächte besteht in der Schwierigkeit der Kompensation der langen Aufzugsseile, welches Problem nicht bei niedrigeren Aufzugschächten besteht, weil die Seile dort kürzer sind.

In hohen Gebäuden hat jedoch ein einziges Aufzugsaggregat mit einer derartigen Zonenunterteilung keine ausreichende Kapazität, alle Benutzer zu bedienen. Stattdessen werden mehrere parallele, eine Gruppe bildende Aufzüge in der gleichen Zone benötigt. Eine typische Gruppe besteht aus acht Aufzügen, die die gleiche Zone bedienen, welche z. B. die Stockwerke 115 umfassen. Oft wird eine Aufzugsgruppe wie diese benötigt für jede Zone, z. B. für eine mittlere Zone um die Stockwerke 1630 zu bedienen und eine oberste Zone um die Stockwerke 3145 zu bedienen. Das Problem besteht darin, dass in diesem Falle 24 Aufzugsschächte benötigt werden, von denen sich jeder von dem Basisstockwerk nach oben erstreckt, obwohl nur acht Aufzüge in der untersten Gruppe die fünfzehn untersten Stockwerke bedienen. Die Aufzüge, die die dazwischen liegenden und oberen Zonen mitdienen halten nicht an den unteren Stockwerken, so dass der Lobbyraum und insbesondere der Schachtraum, der für sie benötigt wird, teuren ungenutzten Raum für den Eigentümer des Gebäudes darstellt. Die ungenutzten Lobbyräume könnten z. B. als Speicherplätze oder für Waschräume auf unterschiedlichen Stockwerken verwendet werden, jedoch der entsprechende Schachtraum kann in keiner Weise genutzt werden.

Das US Patent 5,419,414 zeigt eine bekannte Lösung für eine Aufzugsanordnung in hohen Gebäuden. Bei dieser Lösung sind drei Aufzugskabinen übereinander in dem gleichen Schacht angeordnet, so dass jede Kabine separat mittels einer Aufzugsmaschine bewegt wird die über jedem gemeinsamen Schacht montiert ist. Somit wird für jede Aufzugskabine eine separate Maschine vorgesehen und die Aufzugsseile laufen von den Maschinen zu den Aufzugskabinen in einer dazwischen greifenden Weise, so dass die Seile, die zu der untersten Kabine laufen, die beiden höheren Kabinen passieren, und die Seile, die zu der mittleren Kabine laufen, die oberste Kabine passieren. Die Kabinen können relativ zueinander nach wenigstens fünf unterschiedlichen Betriebsprinzipien bewegt werden. Gemäß einem ersten Prinzip bewegt sich jede Kabine immer nur in ihrem eigenen Schachtabschnitt und gerät nie in die Zone einer anderen Kabine. Gemäß einem anderen Prinzip kann jede Kabine alle Stockwerke bedienen, jedoch kann sich immer nur eine Kabine bewegen. Nach einem dritten Prinzip können die Kabinen sich gleichzeitig in unterschiedlichen Zonen bewegen, jedoch nur in einer Richtung gleichzeitig. Schließlich gemäß einem vierten Betriebsprinzip können sich die Kabinen gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen bewegen, vorausgesetzt, dass die Sicherheit garantiert ist. Zum Beispiel, wenn sich die unteren Kabinen nach unten bewegen, kann sich die höchste Kabine nach oben bewegen. Das vorgeschlagene Aufzugssystem ist sehr kompliziert und es ist offensichtlich, dass ein derartiges System das Problem involviert, wie man ein ausreichend einfaches und sicheres Steuerungssystem konstruiert. Auch wenn das Steuerungssystem noch so sicher ist, kann es ausfallen, in welchem Fall eine Kollision zwischen zwei Kabinen möglich ist.

Das US Patent Nr. US 6,273,217 zeigt ebenfalls ein Aufzugslösungskonzept bei welchem mehr als eine Aufzugskabine in dem gleichen Aufzugsschacht fährt. Die in dem Patent präsentierte Lösung ist darauf fokussiert, eine mögliche Kollision von zwei Aufzugskabinen mittels eines Programms zu verhindern. Wenn das Risiko einer Kollision auftritt, wird eine der Aufzugskabinen wegbewegt, um den Weg für die andere freizugeben. Das Problem in diesem Fall steht ebenfalls in einem Risiko einer Kollision, weil immer die Möglichkeit besteht, dass wenn ein Programmfehler oder ein anderer Fehler auftritt, zwei Aufzugskabinen, die sich aufeinander zu in dem gleichen Schacht bewegen, miteinander kollidieren.

Ein anderes Aufzugssystem ist gezeigt in der US 3,750,849, welches eine Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet.

Es ist Ziel der vorliegenden Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile zu eliminieren und ein ökonomisches zuverlässiges und gut funktionierendes Aufzugssystem für hohe Gebäude zu schaffen, welches Aufzugssystem die Möglichkeit umfasst, dass sich ein oder mehrere Aufzugskabinen unabhängig voneinander in dem gleichen Schacht bewegen. Das Aufzugssystem der Erfindung ist charakterisiert durch die Merkmale des Anspruchs 1. Unterschiedliche Ausführungsformen der Erfindung sind charakterisiert durch die anderen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass durch Verwendung einfacher Lösungskonzepte ein zuverlässiges und sicheres Aufzugssystem erzielt wird, das eine gute Transportkapazität in hohen Gebäuden garantiert und Raumeinsparungen im Hinblick auf teueren Stockwerksraum ermöglicht. Gemäß dem Erfindungskonzept werden für ein Aufzugssystem in einem Gebäude der gleichen Höhe die Aufzugsschächte nur für zwei Aufzugsgruppen anstelle von drei benötigt und es wird wenigstens die gleiche Kapazität erzielt, wie bei bekannten Lösungskonzepten. Die größte Raumeinsparung wird erzielt, indem die oben genannte, unterste Zone als separate Aufzugsschächte weggelassen wird, so dass die gesamten Schacht und Lobbyräume für diese Zone, d.h., z. B. für die Stockwerke 115 für andere Zwecke verwendet werden können. Im Fall einer Aufzugsgruppe von acht Aufzügen würde die damit zusätzliche bereitgestellte Fläche ungefähr 150 m2 in jedem Stockwerk betragen. Weil die fünfzehn untersten Stockwerke gut für Geschäftszwecke verwendet werden können ist die Quadratmetermiete eines derartigen Stockwerkraums generell hoch und daher erlaubt es das Aufzugssystem der Erfindung dem Eigentümer des Gebäudes ein gutes Einkommen aus den Mieten zu erzielen. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass obwohl die Aufzugskabinen in dem gleichen Schacht unabhängig von einander fahren sie niemals kollidieren, weil die Hebeseile der unterschiedlichen Aufzugskabinen in vertikaler Richtung nicht ineinander greifen und es daher kein Risiko gibt, dass die Aufzugskabinen in ihren gegenseitigen Fahrbereich geraten.

Nachfolgend wird die Erfindung detailliert unter zur Hilfenahme eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigen:

1 eine vereinfachte Schemazeichnung eines bekannten Aufzugssystems gesehen von der Vorderseite der Aufzüge,

2 eine vereinfachte Schemadarstellung eines Aufzugssystems gemäß der Erfindung gesehen von der Vorderseite der Aufzüge,

3 eine vergrößerte Ansicht eines Transferlevels im dem Aufzugssystem der Erfindung gemäß 2 gesehen von der Vorderseite der Aufzüge,

4 eine vereinfachte Schemazeichnung eines Transferlevels gemäß 3 in Aufsicht von oben,

5 einen Aufzugsschacht, der einzelne Stockwerke in einem Aufzugssystem gemäß der Erfindung bedient und die Aufzugskabinen in dem Schacht an einem Transferlevel in Seitenansicht und geschnitten entlang der Linie V-V in 4, und

6 ein Schnitt entlang der Linie VI-VI aus 4 der Lateralansicht eines Aufzugsschachtes, der die Transferlevel in einem Aufzugssystem gemäß der Erfindung bedient, und eine Doppeldeckaufzugskabine in dem Schacht an dem Transferlevel.

Die in 1 dargestellte Lösung zeigt das bereits ausgeführte Aufzugssystem nach dem Stand der Technik für Hochhäuser. Es wird ausgegangen von einem z. B. 45-Stockwerke hohen Gebäude mit fünfzehn Stockwerken in jeder Zone. Die Anzahl der Stockwerke in jeder Zone wird festgelegt durch die Anzahl der Aufzüge und die Kabinengröße und die Geschwindigkeit der Aufzüge. Das System umfasst drei unterschiedliche Höhenzonen, so dass es drei unterschiedliche Aufzugsbänke 1, 2 und 3 erfordert von denen die Bank 1 die unterste Zone bildet, die z. B. eine Gruppe von acht Aufzügen umfasst, die alle fünfzehn untersten Stockwerke vom Basisstockwerk 9 zum höchsten Stockwerk 10 der Zone umfasst. 1zeigt nur die Aufzugstüren der vier Aufzüge an dem Basisstockwerk 9 und am höchsten Stockwerk 10 der Zone. Innerhalb dieser Zone können die Aufzüge an jedem Stockwerk halten.

Die zweite Zone in dem bekannten Aufzugssystem ist eine sogenannte mittlere Zone, die ebenfalls eine Gruppe von acht Aufzügen in einer separaten Bank von Aufzugsschächten 2 enthalten kann, welche nun lediglich das Basisstockwerk 9, das erste Transferstockwerk 8, welches in dem Ausführungsbeispiel der fünfzehnte Stockwerk ist, und alle darüber befindlichen Stockwerke bis hin zum zweiten Transferstockwerk 8a bedient, welches in dem Ausführungsbeispiel das dreißigste Stockwerk des Gebäudes ist. Die Aufzüge in der Bank 2 halten niemals innerhalb der Zone 5 der untersten fünfzehn Stockwerke, ausgenommen am Basisstockwerk. Wenn diese Aufzüge in der Bank 2 keine sogenannte Expressfunktion haben, dann nehmen sie auch keine Passagiere vom Basisstockwerk 9 auf sondern operieren allein innerhalb der Zone 4 der Bank 2. In diesem Fall sind keine Türen an dem Basisstockwerk 9 für die Aufzüge der Bank 2 vorgesehen. Somit hat eine Person, die eines der Stockwerke in der Zone 4, z. B. Stockwerk 20 erreichen will, zuerst einen Aufzug in der Bank 1 zu nehmen und damit bis zu dem Transferstockwerk 10 zu fahren und dann über den Transferbereich 8 zu der Aufzuglobby 10b für die Zone 4 zu gehen und von dort aus weiterhin in einem Aufzug der Zone 4 zum Stockwerk 20 zu fahren.

Die obere Zone des bekannten Aufzugssystems wird bedient durch eine Aufzugsgruppe in Bank 3. Die Aufzüge in dieser Gruppe halten nicht an den Stockwerken 7 in den unteren und mittleren Zonen. Stattdessen operieren sie ausschließlich zwischen den Stockwerken der oberen oder auch Hochhauszone 6, z. B. den Stockwerken 3145, oder, wenn sie mit einer Expressfunktion ausgestattet sind, fahren sie auch direkt von dem Basisstockwerk 9 zu dem zweiten Transferstockwerk 8a, welches das unterste Stockwerk 11b der oberen bzw. hohen Zone ist. Wenn keine Expressfunktion implementiert ist, muss eine Person, die in die obere Zone 6 will, zuerst mittels der Bank 1 zum ersten Transferstockwerk 8 fahren, dann durch die Zone 4 mit der Bank 2 und die Zone 6 mit der Bank 3. Für jede Zone zeigt 1 nur die untersten Stockwerke 9, 10b und 11b und die obersten Stockwerke 10, 11 und 12. Die Nachteile dieses Systems sind oben dargelegt.

Die 26 zeigen ein erfindungsgemäßes System. Bei diesem System ist die separate Aufzugsbank 1 für die unterste Zone, wie sie in 1 dargestellt ist, als auch alle Aufzuglobbys an diesen Stockwerken weggelassen worden. Das System enthält nur zwei Bänke von Aufzugsschächten. In diesem Beispiel umfasst die erste Bank 13 acht Aufzugsschächte, wobei jeder Schacht einen Aufzug mit einer Doppeldeckaufzugskabine 21 aufnimmt und zumindest so schnell oder schneller als die Aufzüge ist, die in der Bank 14 arbeiten. Das Basisstockwerk 9 ist mit einer Rolltreppenanordnung 20 versehen, welche Passagiere benützen können, um zu und von dem zweiten Basisstockwerklevel 9a zu gelangen. In dem unteren Teil 15 der Bank 13 können die Aufzugskabine nur von den Basisstockwerken 9 und 9a von den Aufzuglobbys 10 und 10a auf dem ersten Transferlevel 8 bestiegen werden. In gleicher Weise gibt es im oberen Teil 16 der Bank 13 keinen Eintritt in die Aufzugskabine, ausgenommen von den Aufzuglobbys 10 und 10a an dem ersten Transferlevel und von den Aufzuglobbys 11 und 11a am zweiten Transferlevel 8a. Im vorliegenden Beispiel erstreckt sich die erste Aufzugsbank 13 von dem Basisstockwerk zu einer Höhe, die in etwa 2/3 der Gesamthöhe des Gebäudes entspricht, d. h. in einem 45-stöckigem Gebäude enthält das zweite Transferlevel 8a an der Oberseite der ersten Bank die Stockwerke 30 und 31 des Gebäudes und gleichermaßen enthält der erste Transferlevel, der in der Mitte der ersten Bank angeordnet ist die Stockwerke 15 und 16 des Gebäudes.

Die zweite Aufzugsbank 14 erstreckt sich im Wesentlichen kontinuierlich von dem Basisstockwerk 9 des Gebäudes über die gesamte Höhe des Gebäudes, d. h. bis zum höchsten Stockwerk 45, welches durch die Aufzugslobby 12 repräsentiert wird. Die zweite Aufzugsbank besteht aus drei Zonen, die im Wesentlichen ähnlich zueinander und übereinander angeordnet sind. Die Schächte in diesen Zonen werden nachfolgend lokale Schächte 17, 18, 19 genannt. Alle lokalen Schächte sind im Wesentlichen identisch im Querschnitt und jeder lokale Schacht nimmt eine Aufzugskabine 22 auf, die darin arbeitet und alle Stockwerke innerhalb des lokalen Schachtes bedient. Somit enthält jeder Aufzugsschacht in der Bank 14 in diesem Beispiel drei Aufzüge, die übereinander angeordnet sind, wobei sich jeder in seinem eigenen lokalen Schacht befindet. In dem nachfolgenden Kontext wird der Begriff „Aufzug" so verstanden, dass er wenigstens eine Aufzugskabine 22, eine Antriebsmaschine 23 und Hebeseile 24 umfasst. Die Aufzüge in den lokalen Schächten sind langsamer oder höchstens so schnell wie die sogenannten Shuttleaufzüge in der Bank 13.

Die ersten und zweiten Aufzugsbänke sind miteinander über einen zwei Stockwerke umfassenden Transferlevel verbunden. Der erste Transferlevel 8 befindet sich in einer Höhe von ungefähr einem Drittel der Gesamthöhe des Gebäudes. So umfasst er in dem Beispiel die Stockwerke fünfzehn und sechzehn, versehen mit Aufzugslobbys 10 und 10a. In gleicher Weise befindet sich der zweite Transferlevel 8a in einer Höhe von ungefähr zwei Drittel der Gesamthöhe des Gebäudes, umfassend in dem Beispiel die Stockwerke 30 und 31 mit den Aufzuglobbys 11 und 11a. Jeder Transferlevel ist mit einer Rolltreppenanordnung 20 versehen, um Passagiere von dem unteren Stockwerk des Transferlevels zu dem höheren Stockwerk zu transportieren oder umgekehrt.

Wie oben dargelegt wurde, enthalten das Transferlevel 8 und das zweite Transferlevel 8a jeweils ein unteres und oberes Transferstockwerk, so dass jedes untere Transferstockwerk welches ebenfalls Aufzuglobbys 10 und 11 hat, das höchste Stockwerk für die Aufzugskabine 22 darstellt, welches in dem lokalen Schacht 17 und 18 arbeitet, der zu diesem Stockwerk von unten kommt und es nach unten hin verlässt. In gleicher Weise ist jedes obere Transferstockwerk, welches ebenfalls die Aufzuglobbys 10a und 11a aufweist, das unterste Stockwerk für die Aufzugskabine 22, die in dem lokalen Schacht 18 und 19 arbeitet, welche Kabine von oben her zu diesem Stockwerk kommt und es auch nach oben wieder verlässt.

Obwohl die für das Beispiel gewählte Anzahl von parallelen Schächten acht ist, wird nun lediglich die Struktur eines der Schächte in der zweiten Bank 14 beschrieben. Die anderen Schächte sind identisch zu dem beschriebenen. In seiner Basisstruktur ist jeder Schacht kontinuierlich und erstreckt sich wenigstens von dem Basisstockwerk 9 wenn nötig zu dem obersten Stockwerk des Gebäudes, welcher eine Aufzugslobby 12 hat. Jeder Schacht enthält mehr als einen lokalen Schacht 17, 18, 19 übereinander und jeder lokale Schacht nimmt einen Aufzug mit einer Kabine 22 auf, die Stockwerke des lokalen Schachtes bedient. Das in dem Beispiel beschriebene System enthält somit drei lokale Schächte 17, 18, 19 übereinander, von denen jeder eine Aufzugskabine enthält. Alle Aufzugskabinen in dem gleichen Schacht sind im Wesentlichen identisch und im Wesentlichen in der gleichen vertikalen Ebene übereinander installiert.

5 zeigt eine detaillierte Darstellung dessen, wie die Aufzugskabinen 22 unabhängig voneinander übereinander in dem gleichen Schacht angeordnet sind. Hier befindet sich die Aufzugskabine 22 des mittleren lokalen Schachtes 18 in ihrer untersten Position an dem oberen Stockwerk des Transferlevels 8 an der Aufzugslobby 10a. Unter der Aufzugskabine ist der lokale Schacht 18 versehen mit einer Anzahl von Stützträgern 25, die einen Schachtboden bilden, der zusätzlich mit einem starken Stahlgerüst versehen ist, um das Herabfallen von Objekten an diesem Teil des Schachtes zu stoppen. Die vertikale Richtung von den Stützträgern zu der untersten Position der Aufzugskabine 22 ist so angepasst, dass ein Freiraum mit derartigen Abmessungen belassen ist, der nach den Vorschriften unterhalb einer Aufzugskabine vorgesehen sein muss. Der lokale Schacht ist weiterhin mit festen Puffern versehen, die auf den Stützträgern 25 oder an einer Schachtwand in dem unteren Teil des lokalen Schachtes montiert sind, um die Aufzugskabine 22 auf dem Puffer zu stoppen. Die Puffer sind in den Figuren nicht dargestellt.

In entsprechender Weise ist der untere lokale Schacht 17 mit einer Aufzugsmaschine 23 versehen, um die untere Aufzugskabine zu bewegen, welche Maschine unter den Stützträgern 25 am oberen Ende des lokalen Schachtes befestigt ist, wobei die Hebeseile 24 um die Treibscheibe der Maschine geführt und in geeigneter Weise an der Aufzugskabine 22 festgelegt sind. In der Figur ist die untere Aufzugskabine 22 in ihrer höchsten Position im lokalen Schacht 17 an dem Transferlevel 8 dargestellt, wobei sie an dem unteren Stockwerk des Transferlevels steht an der Aufzugslobby 10. Die Aufzugsmaschinen aller Aufzüge in dem gleichen Schacht sind in entsprechender Weise im oberen Teil jedes lokalen Schachtes 17 montiert, welche lokalen Schächte übereinander angeordnet sind. In dem Ausführungsbeispiel enthält jeder Schacht auch drei Aufzugsmaschinen 23 und keine Maschinenräume werden benötigt für die Aufzüge in den lokalen Schächten 17. Jeder lokale Schacht ist zusätzlich mit einem Gegengewicht 28 versehen, welches im Schacht 17 teilweise dargestellt ist. Wenn die Aufzugskabine sich im oberen Teil des Schachtes befindet, befindet sich das Gegengewicht in dessen unterem Teil und vice versa.

Die Aufzugsmaschine 23 ist getriebelos und im Wesentlichen flach, so dass sie z. B. an einer Aufzugsführungsschiene oder an einer Schachtwand in dem Raum zwischen der Wand der Aufzugskabine 22 und der Schachtwand montiert werden kann. Somit können die Aufzugskabinen 22 leicht als Einheiten unabhängig voneinander implementiert werden, weil die Hebeseile der unterschiedlichen Aufzüge sich in vertikaler Richtung in keinem Teil des Schachtes überlappen.

6 zeigt eine ähnlich vereinfachte Ansicht einer Doppeldeckaufzugskabine 21, die in den Aufzugsschächten der ersten Bank 13 arbeitet. In diesem Fall ist eine Aufzugsmaschine an dem oberen Ende jedes Schachtes angeordnet, wobei eine Aufzugkabine 12 an deren Seilen aufgehängt ist. Die oberen und unteren Kabinen der Aufzugskabine sind miteinander über Befestigungselemente 26 verbunden, so dass, wenn sich die obere Kabine an dem oberen Stockwerk des ersten Transferlevels 8 befindet, die untere Kabine sich an dem unteren Stockwerk des gleichen Transferlevels befindet. Das gleiche trifft ebenfalls zu, wenn sich die Kabine an dem zweiten Transferlevel 8a oder am Basisstockwerk 9 befindet.

Das Basisstockwerk und die Lobbys der Transferlevel sind mit klaren Führungsschildern versehen, um die Passagiere darüber zu informieren, von welchem Level jedes Stockwerk erreicht werden kann. Wenn nun angenommen wird, dass ein Passagier auf den zwanzigsten Stock will, sieht er am Basisstockwerk ein Hinweisschild, das ihm anzeigt, dass das fragliche Stockwerk erreicht werden kann, indem er jeden Aufzug nimmt, der von dem Basisstockwerk 9 aus startet. Der Passagier betritt dann von dem Basisstockwerk 9 aus die untere Kabine einer Doppeldeckaufzugskabine 21 in der Bank 13 und fährt zum zweiten Transferlevel 8a hoch, wo er den Aufzug an der Lobby 11 verlässt und entlang dem Transferstockwerk zu einem Aufzug 22 in Bank 14 geht, welcher ihn vom dreißigsten auf den zwanzigsten Stockwerk nach unten mitnimmt. Wenn der Passagier zum Stockwerk fünfzig gelangen will, geht er zuerst mittels der Rolltreppe zu dem oberen Level 9a und betritt dann die obere Kabine einer Doppeldeckaufzugskabine 21, um das Transferlevel 8a zu erreichen, wo er über die Aufzugslobby 11a einen nach oben gehenden Aufzug in der Bank 14 betritt, welcher ihn zu dem gewünschten Stockwerk mitnimmt.

Es ist für den Fachmann klar, dass die Erfindung nicht auf das obige Beispiel beschränkt ist sondern stattdessen innerhalb des Schutzbereichs der Ansprüche variiert werden kann. Somit können z. B. die Aufzugmaschinen nur teilweise in den Aufzugsschächten angeordnet sein, z. B. so, dass sich im Wesentlichen nur die Treibscheibe in dem Aufzugsschacht befindet während sich der Rest der Aufzugsmaschine in einer geeigneten Vertiefung oder dergleichen befindet, die von dem Schacht etwas zurückgesetzt ist. Ein wesentlicher Punkt besteht darin, dass jede Aufzugskabine in dem Schacht ihre eigene Maschine nahe dem oberen oder unteren Ende des Schachtbereichs hat, in welchem sich die Kabine bewegt. Weiterhin muß die Anzahl der vertikalen Zonen nicht notwendigerweise drei betragen, sondern kann entsprechend der Gebäudehöhe, der erforderlichen Transportkapazität und den gewünschten Aufzugseigenschaften variieren. Diese Eigenschaften umfassen z. B. die Geschwindigkeit und die Größe der Aufzugskabine. Die Höhe der benötigten Schächte wird vorzugsweise so gewählt, dass eine Doppeldeckaufzugskabine 21, die am höchsten Transferlevel ankommt, Passagiere sowohl für den Transferverkehr nach oben als auch nach unten abgibt.

Somit kann das Verhältnis der Anzahl von Transferlevels und lokalen Schächten in Gebäuden unterschiedlicher Höhe variieren. Zusätzlich können Gebäude mit einer größeren Höhe als in dem Beispiel beschrieben mehrere Transferlevel als zwei haben. In gleicher Weise kann die Höhe der Schächte variieren entsprechend der Form und dem Raum, der in dem Gebäude verfügbar ist.


Anspruch[de]
Aufzugssystem in hohen Gebäuden, welches System wenigstens einen ersten Aufzugsschacht (13) umfasst, der einen Aufzug enthält, der im Betrieb dazu ausgebildet ist, um an Stockwerken zu halten, die Transferlevel (8, 8a) genannt werden, und wenigstens einen zweiten Aufzugsschacht (14), der Aufzüge enthält, dessen Aufzugskabinen (22) in dem zweiten Aufzugsschacht übereinander angeordnet sind, welche Aufzugskabinen dafür ausgebildet sind, während ihrer Fahrt an jedem Stockwerk zu halten, zu welchem hin oder von welchem aus ein Ruf abgegeben worden ist, welcher zweite Aufzugsschacht (14) vertikal in lokale Schächte (17, 18, 19) unterteilt ist, die übereinander angeordnet sind, deren Anzahl für jede Zone zwischen den Transferlevels (8, 8a) wenigstens eins beträgt, wobei die Aufzüge in den lokalen Schächten (17, 18, 19) dazu konzipiert sind, übereinander in dem gleichen Schacht derart zu fahren, so dass ihre Pfade in Schachträumen liegen, die übereinander angeordnet sind, wodurch jeder Aufzug im Betrieb zwischen dem obersten und untersten Stockwerk seines eigenen lokalen Schachts (17, 18, 19) fährt, dadurch gekennzeichnet, dass mit Ausnahme des obersten Aufzugs, das oberste Stockwerk für jeden Aufzug das nächste Stockwerk unter dem untersten Stockwerk für den Aufzug ist, der sich direkt darüber befindet, und dass jeder Transferlevel (8, 8a) ein oberes und unteres Transferstockwerk umfasst, so dass jedes untere Transferstockwerk das oberste Stockwerk für die in dem lokalen Schacht (17, 18) arbeitende Aufzugskabine (22) ist, die in Abwärtsrichtung dort ankommt und von dort abfährt, und dass jedes obere Transferstockwerk das unterste Stockwerk für die in dem lokalen Schacht (18, 19) arbeitende Aufzugskabine (22) ist, die in Aufwärtsrichtung an diesem ankommt und von diesem abfährt. Aufzugssysteme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder lokale Schacht (17, 18, 19) wenigstens eine Aufzugskabine (22) umfasst, die in dem Schacht fährt, und die erforderlichen Aufzugsseile (24). Aufzugssysteme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der Aufzugskabine und den Hebeseilen jeder lokale Schacht (17, 18, 19) eine Aufzugsmaschine (23) enthält, die den Aufzug und ein Gegengewicht (28) antreibt. Aufzugssysteme nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugskabine (22), die Aufzugsseile (24) und das Gegengewicht (28) in jedem lokalen Schacht (17, 18, 19) dazu ausgebildet sind lediglich in dem Bereich ihres eigenen lokalen Schachtes zu arbeiten. Aufzugssysteme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugsmaschine (23) des Aufzugs, der in jedem lokalen Schacht (17, 18, 19) arbeitet, in dem oberen Teil des Schachtraumes nahe dem oberen Ende des lokalen Schachtes (17, 18, 19) montiert ist. Aufzugssysteme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugmaschine (23) in dem lokalen Schacht (17, 18, 19) in dem Raum zwischen der in dem Schacht fahrenden Aufzugskabine (22) und einer Schachtwand angeordnet ist. Aufzugssysteme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Transferlevel (8, 8a) ein oberes und unteres Transferstockwerk enthält, so dass jedes untere Transferstockwerk das oberste Stockwerk für die in dem lokalen Schacht (17, 18) arbeitende Aufzugskabine (22) ist, welche in Abwärtsrichtung an diesem ankommt und von diesem abfährt, und dass jedes obere Transferstockwerk das unterste Stockwerk für die in dem lokalen Schacht (18, 19) arbeitende Aufzugskabine (22) darstellt, die in Aufwärtsrichtung an diesem ankommt und von diesem abfährt. Aufzugssysteme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufzugsschacht mit einer Stützstruktur (25) versehen ist, die zwischen den lokalen Schächten (17, 18, 19) angeordnet und so implementiert ist, dass sie einen Schachtboden für den unmittelbar darüber liegenden Aufzug bildet und die lokalen Schächte (17, 18, 19) die übereinander angeordnet sind, von einander separiert. Aufzugssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur (25) so zwischen den übereinander angeordneten lokalen Schächten (17, 18, 19) positioniert ist, dass, wenn die Aufzugskabine (22) sich an ihrer höchsten Position befindet, ein Freiraum geeigneter Höhe zwischen der Stützstruktur und der Aufzugskabine (22) in dem oberen Teil des unteren Schachtes verbleibt, und, dass wenn die Aufzugskabine (22) sich an ihrer untersten Position befindet, ein Freiraum geeigneter Höhe zwischen der Stützstruktur und der Aufzugskabine (22) in dem unteren Teil des oberen Schachtes verbleibt.






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