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Dokumentenidentifikation DE102006023689A1 04.01.2007
Titel Sicherungseinrichtung für Betten
Anmelder Latendorf, Alfred, 24972 Steinberg, DE
Erfinder Latendorf, Alfred, 24972 Steinberg, DE
DE-Anmeldedatum 19.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023689
Offenlegungstag 04.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.01.2007
IPC-Hauptklasse A47C 21/08(2006.01)A, F, I, 20060519, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47D 7/00(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   A47C 19/22(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   A47B 23/02(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   A47B 79/00(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   A61G 7/05(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Sicherungseinrichtung dient dazu, das Fallen von Personen aus einem Bett zu verhindern.
Der wesentliche Vorteil der Sicherungseinrichtung besteht darin, dass die Sicherungseinrichtung nit nur von außen durch Pflegekräfte zum Einsatz kommt.
Auch die im Bett liegende Person kann die Sicherungseinrichtung durch das längsseitige Verschieben am Bett so in die "Schutzposition" bringen, dass ein Fall aus dem Bett verhindert wird.
Durch das Verbringen der Sicherungseinrichtung in eine andere Position ist dem Benutze jederzeit ein problemloser Ausstieg aus dem Bett gewährleistet.
Durch das Festsetzen der Sicherungseinrichtung in unterschiedlichen Positionen steht gleichzeitig eine Aufstehhilfe zur Verfügung.
Bei besonders schutzbedürftigen Personen kann bei Bedarf die Bedienung der Sicherungseinrichtung optisch und/oder akustisch überwacht und in interne Rufsysteme weitergeleitet werden.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung, die das Herausfallen einer Person aus einem Bett verhindern soll, bestehend aus einem mittels einer Schiebevorrichtung an einem Bett zu befestigenden und entlang der Bettlängsseite verschiebbaren Sperrkörpers, vorzugsweise einem Nachtschrank oder Nachttisch.

Im Bereich der Alten-, Kranken- und Behindertenpflege sind Sicherungsmittel gegen ein Herausfallen aus dem Kranken- bzw. Pflegebett in Form von ansteckbaren bzw. anderweitig zu befestigenden Seitengittern oder Seitenwänden am Bett, sowie die Sicherung durch Fixierung des Patienten bzw. Pflegebedürftigen mittels Gurten, jeweils alleine oder in kombinierter Anwendung, bekannt. Die gegenwärtig bekannten festen Sicherungsgitter bzw. -bretter für Kranken- und Pflegebetten sind vom Patienten nicht bzw. nur mit großen Schwierigkeiten selbständig zu entfernen, so dass eine Einschränkung der Freiheit der Willensbetätigung des Patienten vorliegt und ein Patient, der im Wachzustand normalerweise nicht auf Hilfe angewiesen, gleichwohl zum Verlassen des Bettes Hilfe benötigt. Die hierdurch verursachte Einschränkung der Bewegungsfreiheit bedarf zudem in rechtlicher Hinsicht der Rechtfertigung und zumeist der behördlichen Genehmigung. Sie erhöht darüber hinaus den Pflegeaufwand, soweit dem Patienten bzw. Pflegebedürftigen das Aufstehen aus dem Bett im Wachzustand gefahrlos möglich wäre. Vom Patienten/Pflegebedürftigen reibst zu lösende Gurtfixierungen bergen zudem erhebliche Gefahren, da sie zu Verletzungen des Patienten bzw. Pflegebedürftigen führen können.

Darstellung der Erfindung:

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine in einem Bett befindliche Person ohne Gefahr für diese gegen das Herausfallen aus dem Bett zu schützen und der Person gleichwohl das selbständige, ggf. kontrollierte Aussteigen aus dem Bett zu ermöglichen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein das Bett an Höhe überragender Sperrkörper, vorzugsweise ein Nachtschrank oder Nachttisch, verschiebbar an der Längsseite des Bettes angebracht wird. Die Längsseite des Bettes wird von dem Sperrkörper vorzugsweise zu einem Drittel oder mehr abgedeckt. Der Befestigungsmechanismus ermöglicht die lineare Verschiebung des Sperrkörpers entlang der Bettlängsseite mittels eines dem Stand der Technik entsprechenden Systems, vorzugsweise durch

  • – Rollen oder Klammem, die auf einer Schiene laufen;
  • – Rollen oder Klammern, die zwischen 2 parallel angebrachten Schienen laufen;
  • – T-förmige Gleitkörper, die durch jeweils eine Schiene gehalten werden.

Als Ausführungsvariante kann der zum Verschieben des Sperrkörpers erforderliche Widerstand durch eine dem Stand der Technik entsprechende Vorrichtung, insbesondere Schraub- oder Pressvorrichtungen, eingestellt werden. Als weitere Ausführungsform ist das Einrasten des verschiebbaren Sperrkörpers an Punkten, deren Position vorzugsweise einstellbar ist, möglich. Sei Benutzung der vorliegenden Erfindung wird zunächst der Sperrkörper an der am Bett befindlichen Schiebeschiene bzw. Schiebestange angebracht. Anschließend wird der zum Verschieben des Sperrkörpers gewünschte Widerstand, z.B. durch einen Dreh-/Schraubmechanismus, eingestellt.

Eine vorteilhafte Ausführung der Sicherungseinrichtung sieht vor, dass beim Verschieben der Sicherungseinrichtung für das Kranken- oder Pflegepersonal wahrnehmbare und daher vorzugsweise zu ihm geleitete optische und/oder akustische Signale ausgelöst werden, etwa durch einen federgelagerten Druckschalter, aber auch durch einen beliebigen anderen dem Stand der Technik entsprechenden Sensor.

Die Erfindung eignet sich besonders auch zum Nachrüsten bestehender Bett-/Nachtschrankkombinationen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

1 stellt den am Bett mittels einer T-förmigen Gleitschiene angebrachten Sperrkörper in Form eines mit Rollfüßen und Griffen versehenen Nacht-Schrankes mit daran seitlich angebrachter Platte in perspektivischer Drauf sicht dar.

Gewerbliche Anwendbarkeit:

Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung eignet sich vornehmlich für den Einsatz in Pflegeheimen und Krankenhäusern, Rehabilitationszentren und in der häuslichen Kranken- und Seniorenpflege.

Weitere Anwendungsbeispiele sind insbesondere Betten in bewegten Räumen (z.B. auf Schiffen oder in Flugzeugen) oder an Betten mit einer gesteigerten Gefahr des Herausfallens, z.B. Stockbetten.

Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung eignet sich schließlich ebenfalls für Betten von Kleinkindern.


Anspruch[de]
Sicherungseinrichtung für Betten, bestehend aus mindestens einem entlang der Längsseite des Bettes linear verschiebbarem, am Bett angebrachten Sperrkörper. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper aus einem Nachtschrank oder Nachttisch besteht. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper aus mindestens einer Platte oder mindestens einem Brett besteht. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper aus einer Kombination von Nachtschrank/Nachttisch und Platte(n)/Brett(ern) besteht. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Verschieben des Sperrkörpers erforderliche Kraft einstellbar ist. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper in einer oder mehreren Positionen arretiert werden kann. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretierung der Sicherungseinrichtung zeitabhängig, z.B. durch eine Uhr, gesteuert werden kann. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verschieben der Sicherungsseinrichtung durch einen Sensor ein optisches und/oder akustisches Signal ausgelöst wird. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinrichtung an beiden Bettseiten angebracht wird.






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