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Dokumentenidentifikation DE202006014091U1 04.01.2007
Titel Baustoffstütze mit Mehrfachanschluss
Anmelder Dr. Klaus Schulte GmbH Chemisch Technische Fabrikation, 44149 Dortmund, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Aktenzeichen 202006014091
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.01.2007
Registration date 30.11.2006
Application date from patent application 11.09.2006
IPC-Hauptklasse E21D 11/04(2006.01)A, F, I, 20060911, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Baustoffstütze für die Sicherung untertägiger Strecken und Räume mit einer wasserdurchlässigen Wandung aus hochfesten Kunststofffäden, die einen geschlossenen Behälter bildet, der über ein Ventil mit aushärtendem Baustoff zu füllen und über dem Stützendeckel zugeordnete Aufhänger oder über auf dem Liegenden stehende Stützen am Hangenden oder dort verlaufenden Trägern festlegbar ist.

Bekannt sind derartige Baustoffstützen in unterschiedlicher Form, wobei sie aus einem Gewebe aus hochfesten Kunststofffäden bestehen. Der Baustoff wird von oben her in den aus dem Gewebe bestehenden Behälter eingefüllt, wobei dies über ein Ventil erfolgt, sodass der Baustoff mit Druck eingefüllt werden kann. Mit dem Einfüllen bzw. Eindrücken des Baustoffes „wächst" der Behälter vom Liegenden zum Hangenden, wobei gleichzeitig der Baustoff durch das Kunststoffgewebe hindurch entwässert. Derartige Baustoffstützen sind aus der DE-GM 297 00 264 grundsätzlich bekannt. Bei diesen bekannten Baustoffstützen ist zunächst einmal von Nachteil, dass es schwierig ist, sie so weit zu füllen, dass sie mit dem Stützendeckel am Hangenden anliegen. Dies gelingt noch einigermaßen, wenn weitgehend pastöse Baustoffe verwendet und in den Behälter hineingepumpt werden. Da aber heute die Betriebe im Bergbau und insbesondere im Steinkohlenbergbau dazu übergegangen sind, die untertägigen Betriebe über eine zentrale Baustoffversorgung von übertage aus mit Baustoff zu versorgen, was nur möglich ist, wenn die Baustoffe mit hohem Wasseranteil nach untertage verpumpt werden, ist es nicht mehr möglich, den Behälter insgesamt mit Baustoff so zu verfüllen, dass er dicht am Hangenden anliegt. Vielmehr setzt sich der Baustoff trotz eines vollständigen Befüllens der Baustoffstütze mit dem Baustoff-Wassergemisch nach und nach ab und das Wasser fließt durch die hochfesten Kunststofffäden hindurch, sodass dann zwangsweise ein Hohlraum entsteht und die Stützwirkung der Baustoffstütze gegen Null wird.

Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Baustoffstütze zu schaffen, die auch bei mit sehr viel Wasser vermischt angeliefertem Baustoff eine sichere Anlage am Hangenden sichert.

Die Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, dass dem Stützendeckel, der als beim Füllen mit Baustoff an das Hangende anpressbarer Puffer ausgebildet ist, ein oder mehrere Zusatzventile zugeordnet sind.

Bei einer derart ausgebildeten Baustoffstütze kann zunächst einmal vorteilhaft mit sehr viel Wasser vermischter Baustoff bis nach untertage gepumpt und dann in die einzelnen Baustoffstützen über das untere Ventil eingefüllt werden. Der Baustoff entwässert dann schnell, wobei sich der Baustoff trotz der ursprünglich vollen Befüllung des Behälters absetzt und über dem Baustoff ein Hohlraum entsteht. Dieser entstandene Hohlraum wird dann über das Zusatzventil oder auch mehrere Zusatzventile erneut befüllt und zwar zweckmäßigerweise, nachdem der Baustoff zumindest begonnen hat, auszuhärten. Dadurch wird es dann möglich, den Hohlraum vollständig mit Baustoff zu verfüllen, sodass ein sicheres und dichtes Anliegen der Baustoffstütze am Hangenden erreicht ist. Dies erreicht man insbesondere auch dadurch, dass der entstandene Hohlraum etwas langsamer befüllt wird, als der große Innenraum des Behälters, weil dann das Wasser schnell abfließen und der feste Baustoff sich entsprechend aufbauen kann, um bis an das Gebirge bzw. die Innenwand des Stützendeckels heranzureichen. Da der Baustoff im unteren Teil des Behälters noch nicht vollständig ausgehärtet ist, außerdem der Hohlraum mit wiederum flüssigem Baustoff bzw. Baustoff mit Wasser vermischt gefüllt wird, ergibt sich ein insgesamt durchgehender Block aus Baustoff, der nach entsprechender Abbindezeit die notwendigen Stützkräfte aufbringt und so die untertägige Strecke oder den Raum absichert.

Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aufhänger als Schlaufen ausgebildet und einem in den Behälter integrierten Stützring zugeordnet sind, wobei das Zusatzventil oberhalb des Stützringes annähernd in einer Linie mit dem Ventil im Puffer angeordnet ist. Durch den entsprechend ausgebildeten Puffer ist das Ausfüllen des Bereiches zwischen der eigentlichen Stütze und dem Hangenden optimal möglich, wobei dieser Puffer und natürlich die gesamte Baustoffstütze über die Schlaufen am Ausbau aufgehängt ist und das Gewicht der Wandung des Behälters auch problemlos tragen kann, weil ein stabiler Stützring den oberen Teil bildet, an den die einzelnen Aufhänger angeschlossen werden können. Dieser Stützring hat auch den Vorteil, dass durch das Anhängen der Schlaufen bzw. Aufhänger am Ausbau oder direkt irgendwie am Gebirge sichergestellt ist, dass der Behälter insgesamt schon recht gleichmäßig hängt, bevor er mit dem Baustoff befüllt wird, was wiederum dazu führt, dass der Baustoff leicht und sicher in den Innenraum des Behälters hineingelangen kann. Beide Ventile sind zum Befüllen mit Baustoff gut zu erreichen, weil sie von der gleichen Stelle aus mit der Versorgungsleitung zu verbinden sind.

Nach einer zweckmäßigen weiteren Ausbildung ist vorgesehen, dass dem geschlossenen Behälterboden ein Stützring oder eine Lochplatte zugeordnet ist. Der Stützring oder die Lochplatte sorgen zunächst einmal dafür, dass der Innenraum des Behälters bis zum Boden hin offen bleibt und so ein sicherer Fuß für die Baustoffstütze vorgegeben ist und gleichzeitig auch dafür, dass der Behälter insgesamt durch das Gewicht der Lochplatte bzw. des Stützringes sich bis auf das Liegende bzw. die Sohle abrollt oder entfalten kann.

Zweckmäßigerweise ist weiter vorgesehen, dass der Puffer haubenförmig ausgebildet und Teil des übrigen Behälters oder als Aufsatzteil geformt ist. Hier soll angedeutet werden, dass die Form des Behälters für die Wirksamkeit der Baustoffstütze nicht entscheidend ist. D. h. es kann eine Rundsäule oder auch eine rechteckige oder eine quadratische Säule geschaffen werden, auf die oben der Puffer als Haube aufgesetzt ist. Dabei ist unabhängig, ob er direkt mit dem Behälter als solchem hergestellt oder im Nachhinein als Haube oder Puffer auf ihn aufgesetzt wird. Dieser Puffer stellt jedenfalls vorteilhaft sicher, dass die Gesamtsäule bis an das Hangende und zwar dicht bis an das Hangende heranreicht.

Weiter vorne ist erwähnt, dass als Aufhänger Schlaufen dienen, wobei diese Schlaufen aus dem gleichen Material wie der Behälter selbst bestehen. Es ist aber auch denkbar, dass die Aufhänger als S-förmige Haken ausgebildet sind, deren mit dem Behälter verbundenes Ende als den Stützring umschließender Ring ausgeführt ist. Diese S-förmigen Haken werden an dem Ausbau, den Trägern oder sonst welchen Ausbauteilen festgelegt und sorgen für ein gleichmäßiges Herunterhängen des gesamten Behälters, sodass er günstig befüllt werden kann.

Um das Aufhängen an den S-förmigen Haken zu erleichtern, sieht die Neuerung weiter vor, dass den Aufhängern in Form der S-förmigen Haken Drehgelenke zugeordnet sind. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, das Anschlagende des S-förmigen Hakens jeweils so zu drehen, dass es leicht und sicher am Ausbau festgelegt oder aufgehängt werden kann.

Bei besonderen Aufgaben kann es zweckmäßig und notwendig sein, zusätzlich zur Wandung des Behälters eine Verstärkung vorzusehen. Dies erreicht man sicher und verhältnismäßig einfach, indem im Behälter oder auf der Außenwand ein die Stützringe verbindendes Stützgerüst vorgesehen ist, wobei der Puffer mit dem Zusatzventil sich auf den oberen Stützring auflegend ausgebildet ist. Dadurch stützt sich der entsprechend gefüllte Puffer gleichzeitig auch mit auf dem Stützgerüst ab, sodass insgesamt eine optimale Abstützung zwischen Hangendem und Liegenden erreicht wird. Der Puffer legt sich wie ein Wulst über den oberen Stützring, integriert diesen somit zusätzlich und erreicht, dass auch bei einem außen liegenden Stützgerüst eine optimale Stabilität der gesamten Baustoffstütze erreicht ist.

Die gute Anlage am Hangenden wird noch dadurch unterstützt, dass gemäß der Neuerung der Puffer am dem Hangenden zugewandten Ende eine tellerförmige Anlagefläche vorgebend geformt ist. Diese ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass sie sich auch der jeweiligen Form des Hangenden im Stützbereich anpasst, also eventuelle Vorsprünge oder Unebenheiten ausgleicht bzw. ausnutzt. Denkbar ist es auch, dass die Anlagefläche mit einer besonderen Beschichtung versehen ist, um so die innige Verbindung mit dem Hangenden als solchem zu sichern bzw. zu verbessern.

Weiter vorne ist erläutert worden, dass beim Einpumpen des wässrigen Baustoffes dieser Baustoff relativ schnell entwässern kann, weil das Wasser zwischen den Fäden bzw. Bändchen der Wandung nach außen austreten kann. Weiter ist darauf hingewiesen worden, dass im Nachhinein der Puffer noch einmal nachgefüllt bzw. erst einmal richtig mit Baustoff gefüllt wird, wobei dies neuerungsgemäß dadurch unterstützt wird, dass der Puffer eine geringere Faden- oder Bändchendichte aufweist, als die Wandung des übrigen Behälters. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fäden oder Bändchen werden also größer bzw. werden mehr, sodass das Wasser in diesem Bereich noch schneller austreten kann, als im übrigen Bereich des Behälters. Dies ist vorteilhaft, weil durch das Absinken des Baustoffes in der wässrigen eingepumpten Lösung ansonsten wiederum die Gefahr bestehen würde, dass ein Hohlraum unterhalb des Hangenden verbleibt. Dies wird durch die besondere Ausbildung der Bändchendichte vorteilhaft vermieden.

Soll aus irgendeinem Grunde der Puffer nicht direkt mit dem eigentlichen Behälter hergestellt werden oder ist es aus anderen Gründen zweckmäßig, eine besondere Art von Puffer zu verwenden, so ist es von Vorteil, wenn der obere Stützring als Doppelring ausgebildet ist, wobei ein Teilring des Doppelringes mit der senkrechten Wandung des Behälters und der zweite Teilring mit dem Puffer verbunden ist. Beide Teilringe sind oder werden dann so verbunden, dass damit gleichzeitig auch die Einheit der Baustoffstütze bzw. des Behälters hergestellt ist, wobei der so stabilisierte Stützring gleichzeitig auch noch den Vorteil aufweist, dass dadurch der Öffnungsquerschnitt des Behälters beim Einfüllen des Baustoffes stabil offen gehalten werden kann.

Die Neuerung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Baustoffstütze geschaffen ist, die auch bei den heute üblichen mit sehr viel Wasser vermischten Baustoffen immer noch ein sicheres Füllen der Baustoffstützen mit dem Baustoff sicherstellt und zwar bis zum Hangenden hin. Dabei wird durch diese besondere Ausbildung des oberen Bereiches der Baustoffstütze als Puffer eine Art Ballon vorgegeben, der sich vorteilhaft beim Einfüllen des Baustoffes aufbläht und so für das sichere Anliegen am Hangenden Sorge trägt. Das Befüllen sowohl des eigentlichen Behälters oder der Baustoffstütze mit wässrigem Baustoff wird durch das erste Ventil sichergestellt. Da dieses Ventil in der Regel durch das Einfüllen des Baustoffes nicht mehr funktionstüchtig ist oder vor dem Ausgang des Ventils sich Baustoff aufgebaut hat, ist es von Vorteil, dass ein zweites höher gelegtes Zusatzventil nun benutzt werden kann, um den entstandenen Hohlraum über dem sich gebildeten Baustoffkern mit weiterem Baustoff auszufüllen. Auch hierfür wird sichergestellt, dass der Baustoff sich möglichst schnell vom Wasser trennen kann, sodass auch der verbliebene Hohlraum über dem ersten Baustoffkern sich schnell ausfüllt und zwar mit Baustoff, der sich mit dem schon eingefüllten Baustoff „verbindet" und so dafür sorgt, dass der Baustoffkern innerhalb der wasserdurchgängigen Wandung vom Liegenden bis zum Hangenden durchgehend reicht und für die notwendige Abstützung Sorge trägt. Es ergibt sich also eine durchgehende starke Säule, die hohe Stützkräfte nach kurzer Zeit aufnimmt und dafür sorgt, dass die geschaffenen Hohlräume und Strecken auch gesichert offen bleiben.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Neuerungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine am Ausbau aufgehängte Baustoffstütze, noch ohne Füllung,

2 den oberen Teil der Baustoffstütze in vergrößerter Wiedergabe,

3 den oberen Teil der Baustoffstütze mit einem Stützgerüst und

4 eine Teilansicht eines besonders ausgebildeten oberen Stützringes.

In 1 ist eine Baustoffstütze 1 gezeigt, die zur Absicherung der Strecke 2 mit Baustoff 9 ausgefüllt werden soll. Dazu wird der Behälter 8, der die Baustoffstütze 1 zusammen mit dem Baustoff 9 bildet, an einem unter dem Hangenden 3 verlaufenden Träger 5 aufgehängt. Er reicht mit seinem unteren Ende, d. h. also dem Behälterboden bis zum Liegenden 4. Durch die Falten ist angedeutet, dass der Behälter 8 so viel Material im Bereich der Wandung 7 vorhält, dass er beim vollständigen Ausfüllen mit Baustoff 9 bis an das Hangende 3 heranreicht.

Der Baustoff 9 wird durch das in die Wandung 7 eingesetzte Ventil 10 in den Hohlraum des Behälters 8 eingefüllt. Da es sich um eine sehr wässrige Masse handelt, wird ein Teil des Wassers sehr schnell durch die wasserdurchlässige Wandung 7 hindurch wieder austreten, sodass letztlich ein mit Baustoff 9 angereicherter Teil im Hohlraum des Behälters 8 verbleibt. Aufgrund des vielen notwendigen Wassers bleibt es aber nicht aus, dass die Baustoffstütze 1 bereits mit ihrem Stützendeckel 11 an das Hangende 3 heranreicht, ohne dass ein stabiler Kern im Behälter 8 sich aus Baustoff 9 bilden kann. Die Aufhänger 12, 13 sorgen in dieser Zeit dafür, dass eine weitgehend gestreckte Form des Behälters 8 eingehalten wird, was das Einfüllen des Baustoffes 9 erleichtert.

Nach dem Einfüllen des Baustoffes 9 durch das Ventil 10, wird das mitgeführte Wasser vom Baustoff 9 getrennt und durch die Wandung 7 nach außen abgeleitet, sodass der Baustoffkern im Innenraum des Behälters 8 schrumpft. Es entsteht zwischen dem Ventil 10 und dem Stützendeckel 11 ein Hohlraum, sodass in diesem Zeitraum eine Abstützung über die Baustoffstütze 1 noch nicht möglich ist. Hat sich der Baustoff 9 zumindest zum Teil verfestigt, kann über das Zusatzventil 16 im Puffer 15, also unter dem Stützendeckel 11, Baustoff 9 in diesen verbliebenen Hohlraum hineingepumpt werden. Auch dann rinnt das Wasser schnell durch die Wandung 7 des Behälters 8 hindurch und es bildet sich ein entsprechend „harter" Kern. Dabei wirkt sich vorteilhaft aus, dass im Bereich des Puffers 15 das Wasser möglichst noch schneller austreten kann, als im übrigen Bereich des Behälters 8, sodass sich der schon erwähnte harte Kern im Bereich oberhalb des ersten Ventils 10 schnell bilden kann, der Baustoff 9 aushärtet und dann eine durchgehende Säule zwischen dem Hangenden 3 und dem Liegenden 4 zur Verfügung steht.

Das Aufhängen des Behälters 8 am Hangenden 3 wird dadurch erleichtert, dass oberhalb des Ventils 10 ein Stützring 17 in die Wandung 7 integriert ist. Der Stützring 17 kann innerhalb des Behälters 8 oder auch außerhalb des Behälters 8 mit der Wandung 7 so verbunden sein, dass die in 1 gezeigten und auch in 2 wiedergegebenen Aufhänger 12, 13 in Form von Schlaufen ein leichtes und sicheres Anheften bzw. Anhängen an dem Träger 5 oder ein anderes Hilfsmittel möglich machen. Der zweite Stützring 19 am Behälterboden 18 sorgt für ein möglichst schnelles Herabfallen des gesamten Behälters 8 auf das Liegende 4, wenn er über die Schlaufen 12, 13 am Träger 5 festgelegt ist.

2 verdeutlicht, dass das zweite Ventil, d. h. also das Zusatzventil 16 im Bereich des Puffers 15 und damit oberhalb des Stützringes 17 angeordnet ist. Im nicht gefüllten Zustand ist dieses Zusatzventil 16 in der Regel gar nicht sichtbar und es ist auch damit kaum möglich, den Baustoff 9 bereits durch das Zusatzventil 16 einzufüllen. Natürlich ist dies mit Mühe möglich, allerdings mit dem Nachteil, dass es durch das Einfüllen des Baustoffes 9 verschmutzen und dann unwirksam werden kann, sodass ein Nachfüllen dann nicht mehr möglich ist. Nachteilig wäre außerdem die Verwendung eines zu hoch angesetzten Zusatzventils 16, weil sich auch dabei zwangsweise ein Hohlraum nach dem Ablaufen des Wasser und Absetzen des Baustoffes 9 ergibt, der dann nachgefüllt bzw. im Nachhinein ausgefüllt werden muss, was durch ein neues Zusatzventil hindurch immer besser möglich ist.

Statt der in 2 gezeigten Schlaufen als Aufhänger 12, 13 sind nach 3 S-förmige Haken verwendet worden, die an einem Ende einen Ring 22 bildend geformt sind, der hier um den oberen Stützring 17 gelegt ist, sodass dann ein Aufhängen beispielsweise am Träger 5 nach 1 möglich ist. Um eine optimale Ausrichtung der offenen Haken 24 zu erleichtern, ist ein Drehgelenk 23 vorgesehen, sodass der offene Haken 24 in die jeweils optimale Position gedreht werden kann. Auch in 3 ist verdeutlicht, dass das Zusatzventil 16 dem Puffer 15 zugeordnet ist, wobei dieser Puffer 15 am oberen Ende 27 eine Anlagefläche 28 bildet, die die Form eines umgedrehten Tellers zweckmäßigerweise aufweist und eine aufgeraute Oberfläche haben kann, um so einen möglichst intensiven und innigen Verbund mit dem Hangenden 3 und damit mit dem Gebirge sicherzustellen. Nach 3 ist der Puffer 15 auch bereits durch Baustoff 9, der durch das Zusatzventil 16 eingefüllt ist, so aufgebläht ist, dass ein dichtes Anliegen der Anlagefläche 8 am Hangenden 3 erreicht ist.

3 verdeutlicht weiter eine besondere Ausführungsform insofern, als hier zur Unterstützung der Wandung 7 des Behälters 8 ein Stützgerüst 26 auf die Außenwand 25 aufgebracht ist und zwar stützen sich die einzelnen Stäbe des Stützgerüstes 26 an dem Stützring 17 und dem Stützring 19 ab. Dadurch wird eine Stabilisierung der Wandung 7 erreicht.

4 schließlich zeigt eine Ausbildung, bei der der obere Stützring 17 als Doppelring 30 ausgebildet ist, wobei damit die Möglichkeit besteht, die Wandung 7 des Behälters 8 mit dem Teilring 31 und die Wandung des Puffers 15 mit dem Teilring 32 zu verbinden. Dadurch ist eine leichte Verkopplung beider Bauteile möglich, wenn eine getrennte Fertigung aus irgendwelchen Gründen sich als zweckmäßig herausstellen sollte.

Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
Baustoffstütze für die Sicherung untertägiger Strecken (2) und Räume mit einer wasserdurchlässigen Wandung (7) aus hochfesten Kunststofffäden, die einen geschlossenen Behälter (8) bildet, der über ein Ventil (10) mit aushärtendem Baustoff (9) zu füllen und über dem Stützendeckel (11) zugeordnete Aufhänger (12, 13) oder über auf dem Liegenden stehende Stützen am Hangenden (3) oder dort verlaufenden Trägern (5) festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stützendeckel (11), der als beim Füllen mit Baustoff (9) an das Hangende (3) anpressbarer Puffer (15) ausgebildet ist, ein oder mehrere Zusatzventile (16) zugeordnet sind. Baustoffstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhänger (12, 13) als Schlaufen ausgebildet und einem in den Behälter (8) integrierten Stützring (17) zugeordnet sind, wobei das Zusatzventil (16) oberhalb des Stützringes (17) annähernd in einer Linie mit dem Ventil (10) im Puffer (15) angeordnet ist. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem geschlossenen Behälterboden (18) ein Stützring (19) oder eine Lochplatte zugeordnet ist. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Puffer (15) haubenförmig ausgebildet und Teil des übrigen Behälters (8) oder als Aufsatzteil geformt ist. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhänger (12, 13) als S-förmige Haken (21) ausgebildet sind, deren mit dem Behälter verbundenes Ende als den Stützring umschließender Ring (22) ausgeführt ist. Baustoffstütze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass den Aufhängern (12, 13) in Form der S-förmigen Haken (21) Drehgelenke (23) zugeordnet sind. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Behälter (8) oder auf der Außenwand (25) ein die Stützringe (17, 19) verbindendes Stützgerüst (26) vorgesehen ist, wobei der Puffer (15) mit dem Zusatzventil (16) sich auf den oberen Stützring (17) auflegend ausgebildet ist. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Puffer (15) am dem Hangenden (3) zugewandten Ende (27) eine tellerförmige Anlagefläche (28) vorgebend geformt ist. Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Puffer (15) eine geringere Faden- oder Bändchendichte aufweist, als die Wandung (7) des übrigen Behälters (8). Baustoffstütze nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Stützring (17) als Doppelring (30) ausgebildet ist, wobei ein Teilring (31) des Doppelringes (30) mit der senkrechten Wandung (7) des Behälters (8) und der zweite Teilring (32) mit dem Puffer (15) verbunden ist.






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