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Dokumentenidentifikation DE102005032197A1 11.01.2007
Titel Endoskopisches Instrument
Anmelder Richard Wolf GmbH, 75438 Knittlingen, DE
Erfinder Hähnle, Friedrich, 75015 Bretten, DE;
Heckele, Helmut, 75438 Knittlingen, DE;
Engel, Kathrin, Dipl.-Ing., 69254 Malsch, DE;
Körner, Eberhard, Dipl.-Ing., 75438 Knittlingen, DE
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Anmeldedatum 09.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005032197
Offenlegungstag 11.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.01.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/94(2006.01)A, F, I, 20060411, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 1/012(2006.01)A, L, I, 20060411, B, H, DE   A61B 1/00(2006.01)A, L, I, 20060411, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein endoskopisches Instrument mit einem Hohlschaft, welcher in der Nähe seines proximalen Endes an seiner äußeren Mantelfläche mindestens eine Befestigungsaufnahme zum lösbaren Befestigen eines durch den Hohlschaft geführten Hilfsinstruments aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein endoskopisches Instrument.

Bei minimalinvasiven Eingriffen, beispielsweise an der lumbalen Wirbelsäule, werden endoskopische Instrumente eingesetzt, die im Wesentlichen aus einem hohlen Schaft bestehen und einen Durchführungskanal bilden, durch welchen Operations- und Beobachtungswerkzeuge zu dem Operationsgebiet geführt werden können.

So sind Operationstuben bekannt, die konisch ausgebildet sind und fest vorgegeben einen Kanal für ein Endoskop und einen Operationskanal für chirurgische Instrumente aufweisen. Dabei sind die beiden Kanäle zueinander abgewinkelt angeordnet. Nachteilig ist bei diesen Operationstuben, dass die kanalisierte Führung der chirurgischen Instrumente und der Optik deren Bewegungsfreiheit beim Ausrichten auf den Operationsgegenstand und zueinander stark einschränkt.

EP 0 891 156 B1 beschreibt eine Vorrichtung für die perkutane Chirurgie. In dieser Vorrichtung ist ein Tubus vorgesehen, durch den Hilfsinstrumente zu einem Operationsgebiet geführt werden können. Eines der Hilfsinstrumente kann mit einer Haltevorrichtung, die um den gesamten Außenumfang des Tubus verklemmt ist, innerhalb des Tubus festgelegt werden. Ungünstigerweise verhindert die Haltevorrichtung das Festlegen weiterer Hilfsinstrumente in dem Tubus.

Bei einem aus DE 41 37 426 C1 bekannten medizinischen Instrument können mehrere Hilfsinstrumente in einem Hohlschaft befestigt und gehalten werden. Hierzu ist für jedes Hilfsinstrument jeweils eine Haltevorrichtung vorgesehen. Die Haltevorrichtungen werden an der proximalen Stirnkante des Hohlschaftes festgeklemmt. Dabei umgreifen sie die Stirnkante derart, dass eine starre Instrumentenführung in den Hohlschaft hineinragt und eine Klemmeinrichtung an der äußeren Mantelfläche des Hohlschaftes angreift und die Haltevorrichtung so direkt an der Außenwand des Hohlschaftes befestigt werden kann. Die Instrumentenführung liegt dann an der Innenwandung des Hohlschaftes an. Sind mehrere Hilfsinstrumente in dem Hohlschaft angeordnet, ist die proximalseitige Öffnung des Hohlschaftes in großen Bereichen von den Haltevorrichtungen zugebaut. Hierdurch wird die Zugänglichkeit des Hohlschaftes, zum Beispiel bei einem Umpositionieren und Austausch der Hilfsinstrumente oder auch beim Einführen eines weiteren Hilfsinstruments in den Hohlschaft sehr eingeschränkt. Dementsprechend schwierig gestaltet sich bei diesem Instrument das Umpositionieren oder der Austausch von Hilfsinstrumenten.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein endoskopisches Instrument mit einem Hohlschaft zu schaffen, das eine bessere Zugänglichkeit des Hohlschaftes zum Einführen von Instrumenten sowie ein verbessertes Anpassungsvermögen an unterschiedliche Einsatzbedingungen aufweist und dabei einfacher zu handhaben ist.

Diese Aufgabe wird durch ein endoskopisches Instrument mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.

Das erfindungsgemäße endoskopische Instrument ist bevorzugt für chirurgische Eingriffe bei einem möglichst kleinen Zugang, bevorzugt zur Disektomie und Laminektomie an der lumbalen Wirbelsäule vorgesehen. Es umfasst einen Hohlschaft, an dessen äußerer Mantelfläche in der Nähe seines proximalen Endes mindestens eine Befestigungsaufnahme zum lösbaren Befestigen zumindest eines durch den Hohlschaft geführten Hilfsinstruments vorgesehen ist.

Der Hohlschaft des erfindungsgemäßen Instruments kann als zylindrischer Tubus ausgebildet sein. Daneben sind aber auch andere Ausgestaltungen des Hohlschaftes denkbar. Als Beispiel sei eine konische Ausgestaltung des Hohlschaftes genannt, bei der sich der Querschnitt des Hohlschaftes in Richtung des distalen Endes des Hohlschaftes verjüngt. Der Querschnitt des Hohlschaftes kann in jeder bei Instrumenten dieser Art gebräuchlichen oder zweckmäßigen Art und Weise gestaltet sein. Beispielsweise können der Außen- und Innenquerschnitt des Hohlschaftes kreisförmig oder oval ausgebildet sein.

Die an dem Außenumfang des Hohlschaftes, d.h. an dessen äußerer Mantelfläche, angeordnete Befestigungsaufnahme ist so gestaltet, dass an ihr mindestens ein in dem Hohlschaft zu einem Operationsgebiet geführtes Hilfsinstrument lösbar befestigt werden kann. Bei dem Hilfsinstrument kann es sich zum Beispiel um einen Sauger, einen Retraktor, eine Optik oder eine Zange handeln. Daneben kann die Befestigungsaufnahme auch zum Befestigen des endoskopischen Instruments an einem Haltearmsystem dienen.

Die Befestigungsaufnahme ist in der Nähe des proximalen Endes des Hohlschaftes, d.h. gegebenenfalls um ein bestimmtes Maß von dem proximalen Ende des Hohlschaftes beabstandet angeordnet, so dass sich die Befestigungsaufnahme bei einem in eine Körperöffnung eingeführten Hohlschaft in einem Bereich dieses Hohlschaftes befindet, der aus der Körperöffnung herausragt. Diese Anordnung der Befestigungsaufnahme an der äußeren Mantelfläche ermöglicht es, gegebenenfalls mehrere Hilfsinstrumente in dem Hohlschaft festzulegen, wobei die Befestigung der Hilfsinstrumente nicht den Zugang zu dem von dem Hohlschaft gebildeten Arbeitskanal behindert. Die proximalseitige Öffnung des Hohlschaftes steht vollständig den in diesem anzuordnenden Hilfsinstrumenten zur Verfügung und wird nicht von Befestigungsmitteln zum Festlegen dieser Hilfsinstrumente zugebaut. Hierdurch wird die Zugänglichkeit des Hohlschaftes zum Einführen der Hilfsinstrumente sowie deren Positionierbarkeit verbessert, insbesondere besteht mit der erfindungsgemäßen Befestigungsaufnahme die Möglichkeit, die Hilfsinstrumente direkt an dem Innenumfang des Hohlschaftes anliegend festzulegen. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die an der äußeren Mantelfläche des Hohlschaftes angeordnete Befestigungsaufnahme eine Befestigung des Hilfsinstrumentes ermöglicht, die unabhängig davon ist, welche Querschnittsform und/oder welche Querschnittsgröße der Hohlschaft aufweist.

Die Befestigungsaufnahme ist vorteilhaft als Halteschiene ausgebildet, welche von dem proximalen Ende des Hohlschaftes beabstandet angeordnet ist. Dabei ist die Halteschiene vorzugsweise so ausgerichtet, dass die Hilfsinstrumente über einen möglichst großen Umfangsbereich der Mantelfläche befestigt werden können und so innerhalb des Hohlschaftes besonders gut zu dem Operationsgegenstand und weiteren in dem Hohlschaft geführten Hilfsinstrumenten positioniert werden können. Um einen besonders guten Zugang zu dem Innenvolumen des Hohlschaftes zu ermöglichen, ist die Halteschiene nicht direkt an der Öffnung des Hohlschaftes an dessen proximalen Ende angeordnet sondern in einem solchen Abstand von dem proximalen Ende an der äußeren Mantelfläche des Hohlschaftes vorgesehen, der so groß ist, dass Befestigungsmittel zum Befestigen des Hilfsinstrumentes an der Halteschiene den Zugang zu der Öffnung des Hohlschaftes, zum Beispiel beim Wechseln und Umpositionieren von Hilfsinstrumenten, nicht behindern.

Bevorzugt ist die Halteschiene so lang ausgebildet, dass an ihr mehrere Hilfsinstrumente gleichzeitig befestigt werden können. In einer besonders vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Instruments ist die Halteschiene ringförmig ausgebildet und erstreckt sich um den gesamten Außenumfang des Hohlschafts. Vorzugsweise ist die Halteschiene konzentrisch zu dem Außenumfang des Hohlschaftes ausgebildet. Die ringförmige Ausgestaltung der Halteschiene ermöglicht zum einen, mehrere Instrumente an der Halteschiene zu befestigen, zum anderen macht es diese Ausbildung der Halteschiene möglich, die Hilfsinstrumente in jeglicher umfänglicher Winkelposition in dem Hohlschaft anzuordnen.

Die Halteschiene weist vorteilhaft eine Befestigungswandung auf, die von der Mantelfläche beabstandet ist. Die Halteschiene erstreckt sich ausgehend von der Mantelfläche des Hohlschaftes nach außen und bildet in einem radialen Abstand von der Mantelfläche diese Befestigungswandung, die beim Befestigen eines Hilfsinstruments von den Befestigungsmitteln umgriffen werden kann. Besonders dann, wenn sich die Halteschiene in umfänglicher Richtung, bevorzugt ringförmig um den gesamten Umfang erstreckt, hat die radial von der Mantelfläche beabstandete, einen Befestigungsring bildende Befestigungswandung den Vorteil, einen größeren Umfang als die Mantelfläche aufzuweisen. Sind zwei oder mehr Hilfsinstrumente in dem Hohlschaft in einem bestimmten Winkel zueinander ausgerichtet, ist der Kreisbogen, d. h. der Abstand zwischen den Befestigungen der Hilfsinstrumente bei der Anordnung an der Halteschiene größer als dies bei einer direkten Befestigung der Hilfselemente an dem Hohlschaft der Fall wäre. Auf diese Weise steht mehr Raum für die Befestigungsmittel zur Verfügung und es wird die Gefahr verringert, die Position eines Hilfsinstrumentes beim Ein- oder Ausbau bzw. beim Umpositionieren eines benachbarten Hilfsinstruments ungewollt zu verändern. Der Abstand der Befestigungswandung von der Mantelfläche ist vorzugsweise zumindest so groß gewählt, dass er ein Umgreifen dieser Befestigungswandung durch die Befestigungsmittel ermöglicht, mit denen das Hilfsinstrument in dem Hohlschaft befestigt wird, ohne dass die Mantelfläche des Hohlschaftes das Befestigen des Hilfsinstrumentes behindert. Dabei umfassen die Befestigungsmittel das freie Ende sowie die beiden Seitenflächen der Befestigungswandung. So kann das Hilfsinstrument beispielsweise in einfacher Weise an die Befestigungswandung angeklemmt werden, indem die Befestigungswandung von beiden einander entgegengesetzten Seitenflächen her geklemmt wird.

Bevorzugt erstreckt sich die Befestigungswandung in Richtung der Längsachse des Hohlschaftes. Die Befestigungskräfte, die von den Befestigungsmitteln auf die Befestigungswandung ausgeübt werden, sind bei dieser Anordnung radial auf die Längsachse des Hohlschaftes gerichtet. Insbesondere in dem Fall, in dem die Befestigung des Hilfsinstruments mittels Klemmelementen, beispielsweise Klemmschrauben erfolgt, kann die Betätigung der Befestigungsmittel von dem Hohlschaft in radialer Richtung beabstandet angeordnet werden, wodurch sie von außen sehr gut zugänglich ist. Weiter bevorzugt erstreckt sich die Befestigungswandung parallel zu der Mantelfläche des Hohlschaftes. Ein Vorteil dieser Anordnung ist es, dass die Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der Hilfsinstrumente mit der Längsausdehnung des durch den Hohlschaft gebildeten Arbeitskanals übereinstimmt, so dass beim Befestigen und Lösen der Hilfsinstrumente von der Befestigungswandung keine Bewegungen quer zur Hauptausdehnung des Arbeitskanals erfolgen.

Die Hilfsinstrumente können so ausgebildet sein, dass sie direkt an den Befestigungsaufnahmen an der Mantelfläche des Hohlschaftes befestigt werden können. Zweckmäßigerweise weist das erfindungsgemäße endoskopische Instrument aber mindestens ein Halteelement zum Befestigen und Halten eines Hilfsinstrumentes auf. Mittels des Halteelements können auch solche Hilfsinstrumente in dem Hohlschaft festgelegt werden, die über keine eigenen Befestigungsmittel zum Befestigen an den Befestigungsaufnahmen verfügen. Ein zur Befestigung an den Befestigungsaufnahmen geeignetes und speziell dafür geschaffenes Instrumentarium an Hilfsinstrumenten ist auf diese Weise nicht erforderlich und es können alle bisher bei endoskopischen Instrumenten dieser Art verwendeten Hilfsinstrumente wie Optiken, Zangen, etc. weiter verwendet werden, wobei sie mittels der Halteelemente in der erfindungsgemäßen Weise in dem Hohlschaft festgelegt werden können. Des Weiteren wird mit dem Halteelement die Zerlegbarkeit des erfindungsgemäßen Instruments verbessert, was insbesondere dessen Reinigung und Wartung vereinfacht.

Das Halteelement ist so ausgebildet, dass es an einer Befestigungsaufnahme an der Mantelfläche des Hohlschaftes befestigt werden kann und gleichzeitig ein innerhalb des Hohlschaftes geführtes Hilfsinstrument aufnehmen und befestigen kann. Hierzu umgreift das Halteelement zweckmäßig das proximale Ende des Hohlschaftes, ohne dass ein Kraft- oder Formschluss zwischen dem Halteelement und dem Hohlschaft im Bereich seiner proximalen Stirnkante entsteht. Das Halteelement erstreckt sich über die proximale Stirnkante des Hohlschaftes, wobei es nicht in das Innere, d. h. den Arbeitskanal des Hohlschaftes hinragt. Diese Ausbildung gewährleistet, dass der zur Aufnahme des Hilfsinstrumentes dienende Bereich des Halteelements direkt oberhalb der Öffnung des Hohlschaftes angeordnet ist und das Hilfsinstrument in dem Hohlschaft geführt werden kann.

Vorteilhaft weist das Halteelement Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen des Halteelements an der Befestigungsaufnahme auf. Diese Befestigungsmittel sind vorzugsweise so ausgebildet, dass sie eine Befestigung des Halteelements an beliebiger Stelle der Befestigungsaufnahme ermöglichen. Um den Operationsablauf nicht zu beeinträchtigen, ermöglichen sie daneben zweckmäßigerweise auch einen schnellen Ein- und Ausbau von Hilfsinstrumenten sowie deren schnelles Umpositionieren in dem Hohlschaft. Beispielsweise können die Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen des Halteelements an der Befestigungsaufnahme Schrauben oder Exzenter aufweisen, mit denen das Halteelement an der Befestigungsaufnahme verklemmt werden kann.

Insbesondere bei einer von der äußeren Mantelfläche des Hohlschaftes radial beabstandeten und sich parallel zu der Mantelfläche erstreckenden Befestigungswandung sind die Befestigungsmittel vorteilhaft so ausgebildet, dass sie unabhängig von dem Krümmungsradius der Befestigungswandung und damit unabhängig von den Querschnittsabmessungen und der Querschnittsform des Hohlschaftes an der Befestigungswandung befestigt werden können. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, dass die Befestigungsmittel eine Anschlagfläche aufweisen, die an der dem Hohlschaft zugewandten Seitenfläche der Befestigungswandung im Wesentlichen in einem in Richtung der Längsachse des Hohlschaftes ausgerichteten Linienkontakt zur Anlage bringbar ist. Dies ermöglicht auch bei kleinen Krümmungsradien, d. h. großer Krümmung der Befestigungswandung, dass bei der Befestigung des Halteelements an der Befestigungswandung nur die dafür vorgesehene Anschlagfläche an der inneren Seitenfläche der Befestigungswandung anliegt und eine immer gleichbleibende Positionierung des Halteelements bezogen auf den Hohlschaft möglich ist. So ist es beispielsweise auch möglich, Hilfsinstrumente mit den Halteelementen in Hohlschäften mit unterschiedlichen Durchmessern immer derart anzuordnen, dass sie unabhängig vom Durchmesser des Hohlschaftes immer an der Innenwandung des Hohlschaftes anliegen.

Des Weiteren weist das Halteelement vorzugsweise Haltemittel zum lösbaren Befestigen des Hilfsinstruments auf. Diese Haltemittel sind zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass sie ein schnelles Umpositionieren des Hilfsinstruments, d.h., eine Verschiebung des Hilfsinstruments in dem Hohlschaft und/oder eine Verdrehung des Hilfsinstruments um seine Längsachse sowie vorzugsweise ein unkompliziertes Auswechseln des Hilfsinstruments erlauben. Dies wird z. B. mit einer Klemmeinrichtung zwischen dem Halteelement und dem Hilfsinstrument erreicht. Hierzu weisen die Haltemittel beispielsweise eine Klemmschraube oder einen Klemmexzenter auf, mit denen das Hilfsinstrument in dem Halteelement festgelegt werden kann.

Die Mittel zum lösbaren Befestigen des Hilfsinstruments sind vorzugsweise zum Befestigen von Hilfsinstrumenten mit unterschiedlichen Durchmessern und Querschnitten ausgebildet. Hierzu weisen die Halteelemente einen Aufnahmeraum zur Aufnahme der Hilfsinstrumente auf, dessen Größe so variabel ist, dass die Hilfsinstrumente in einem gewissen Bereich einen unterschiedlichen Querschnitt und eine unterschiedliche Querschnittsgröße aufweisen können.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Instruments weisen die Haltemittel eine mit dem Innenumfang des Hohlschafts fluchtende Anlagefläche auf. Diese Anlagefläche gewährleistet, dass ein in dem Hohlschaft angeordnetes Hilfsinstrument, wenn es an dem Halteelement befestigt ist, d.h. an der Anlagefläche des Halteelements anliegt, direkt an der Innenwandung des Hohlschaftes liegt. Dies ermöglicht, dass die Schäfte der Hilfsinstrumente unabhängig davon, wie groß ihr Durchmesser ist, immer an der Innenwandung des Hohlschaftes anliegen. Die Anordnung der Hilfsinstrumente direkt an der Innenwandung des Hohlschaftes ermöglicht es, mehrere Hilfsinstrumente bei größtmöglichem Abstand zueinander in dem Hohlschaft anzuordnen, so dass der im Hohlschaft zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt wird und die Handhabbarkeit der einzelnen Hilfsinstrumente durch benachbarte Hilfsinstrumente nur geringfügig, bestenfalls gar nicht beeinträchtigt wird. Außerdem ermöglicht diese Anordnung, im Zentrum des Hohlschafts auch bei mehreren in dem Hohlschaft angeordneten Hilfsinstrumenten einen freien Arbeitskanal zur Verfügung zu stellen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Hohlschaft in Längsrichtung geteilt ausgebildet. So besteht der Hohlschaft z.B. aus mindestens zwei offenen schalenartigen Segmenten, insbesondere Zylindersegmenten, welche so zusammengefügt sind, dass die Segmente gemeinsam ein freies Lumen umgrenzen, welches den Arbeitskanal bildet, in welchen die Hilfsinstrumente eingeführt werden können.

Besonders vorteilhaft weist der Hohlschaft mindestens zwei Schaftteile auf, welche normal zur Längsachse des Hohlschafts auseinander bewegbar sind. Die Schaftteile sind dabei z.B. im Querschnitt jeweils U-förmig ausgebildet und mit ihren Öffnungen einander zugewandt. Hierdurch kann der Querschnitt des Hohlschaftes verändert werden. Beispielsweise ist es möglich, das endoskopische Instrument in eine natürliche oder in eine künstlich geschaffene Körperöffnung einzuführen, wobei die Schaftteile des Hohlschaftes zusammengefügt sind und so einen besonders geringen Querschnitt aufweisen, wodurch das die Körperöffnung umgebende Gewebe verhältnismäßig wenig belastet wird. In die Körperöffnung eingeführt, kann der Hohlschaft dann durch Auseinanderbewegen der Schaftteile aufgespreizt werden, wodurch der Querschnitt des Arbeitskanals, der durch das hohle Innenlumen des Hohlschaftes gebildet wird, vergrößert werden kann, so dass die Zugänglichkeit zu dem Operationsgebiet verbessert wird.

Zum Bewegen der Schaftteile des Hohlschaftes ist zweckmäßigerweise eine Verstellvorrichtung vorgesehen. Diese Verstellvorrichtung ist so ausgebildet, dass sie einerseits ein Auseinanderbewegen der Schaftteile in radialer Richtung ermöglicht, andererseits aber sicherstellt, dass die Schaftteile miteinander verbunden bleiben. Des Weiteren ist die Verstellvorrichtung vorzugsweise in der Lage, die verschiedenen Schaftteile des Hohlschaftes in der jeweiligen Lage zueinander zufixieren.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines endoskopischen Instruments gemäß der Erfindung mit einem einteilig ausgebildeten Hohlschaft,

2 das endoskopische Instrument gemäß 1 in einer Schnittansicht,

3 eine Halteeinrichtung gemäß 1 und 2 in einer perspektivischen Darstellung,

4 eine perspektivische Darstellung eines endoskopischen Instruments mit einem geteilt ausgebildeten Hohlschaft und

5 eine perspektivische Darstellung eines Hilfsintrumentes gemäß 1 und 2.

Das in 1 und 2 dargestellte endoskopische Instrument weist einen Hohlschaft 2 auf. Dieser ist im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei er sich an seinem proximalen Ende konisch erweitert. Von der proximalen Stirnkante in Richtung des distalen Endes des Hohlschaftes 2 beabstandet ist an der äußeren Mantelfläche des Hohlschaftes 2 eine Halteschiene 8 angeordnet, die als Befestigungsaufnahme eines durch den Hohlschaft 2 geführten Hilfsinstrumentes 26 dient.

Die Halteschiene 8 erstreckt sich über den gesamten Außenumfang des Hohlschaftes 2. Sie ist so ausgebildet, dass sie in einem ersten Bereich, ausgehend von dem Hohlschaft 2 radial nach außen kragt und in einem zweiten Bereich, welcher sich an das radial äußere Ende des ersten Bereichs anschließt, in Richtung des proximalen Endes des Hohlschaftes 2 derart abgewinkelt ist, dass ein eine Befestigungswandung bildender Befestigungsring 10 entsteht, welcher beabstandet von der Mantelfläche des Hohlschaftes 2 parallel zu dieser Mantelfläche ausgerichtet ist. Auf diese Weise bilden das proximalwärts offene Ende des Befestigungsrings 10 und die Mantelfläche des Hohlschaftes 2 einen Ringspalt, dessen Breite durch die radiale Ausdehnung des ersten radial auskragenden Bereichs der Halteschiene 8 definiert ist.

An dem Befestigungsring 10 können an jeder Umfangsposition Haltevorrichtungen befestigt werden, mit denen ein oder mehrere Hilfsinstrumente 26 in beliebiger umfänglicher Winkelposition in dem Hohlschaft 2 festgelegt werden können. Dies gilt auch für eine Haltevorrichtung mit der das endoskopische Instrument an einem Haltearm angebunden werden kann, welche in den 1 und 2 gezeigt ist.

In den 1 und 2 ist an dem Befestigungsring 10 ein erster Adapter 12 befestigt. Das freie Ende dieses Adapters 12 ist zur Befestigung des Adapters 12 an einem Haltearm ausgebildet. Auf diese Weise kann das endoskopische Instrument mit dem Adapter 12 an einem Haltearm befestigt werden. Der Haltearm ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in den 1 und 2 nicht dargestellt.

Der Adapter 12 weist einen ersten, dem Hohlschaft 2 zugewandten Bereich 14 auf, welcher zur Befestigung des Adapters 12 an dem Befestigungsring 10 der Halteschiene 8 dient, sowie einen zweiten von dem Hohlschaft 2 abgewandten Bereich 16 auf, über den der Adapter 12 an dem Haltearm befestigt werden kann. Der Bereich 14 zum Befestigen des Adapters 12 an der Halteschiene 8 ist ähnlich einer Bügelklemme ausgebildet. Im Bereich 14 nahe seines freien Endes weist der Adapter 12 quer zu seiner Längsausdehnung einen hinsichtlich seiner Weite veränderlichen Aufnahmeraum auf. Zum Befestigen des Adapters 12 an der Halteschiene 8 wird der Adapter 12 so auf die Halteschiene 8 aufgesetzt, dass der Befestigungsring 10 der Halteschiene 8 in den Aufnahmeraum im Bereich 14 des Adapters 12 eingreift. Der dann zwischen dem Hohlschaft 2 und dem Befestigungsring 10 angeordnete Abschnitt 13 des Bereichs 14 des Adapters 12 kommt dabei an der dem Hohlschaft 2 zugewandten Seite des Befestigungsrings 10 zur Anlage, wobei ein an dem freien Ende des Abschnitts 13 angeordneter Vorsprung 17, welcher radial zur Längsachse A des Hohlschaftes 2 in Richtung des Befestigungsrings 10 ausgerichtet ist, in eine Ringnut 19, die sich am distalen Ende des Befestigungsrings 10 ebenfalls radial nach außen erstreckt und mit dem Vorsprung 17 korrespondierende Abmessungen aufweist, eingreift.

In dem Abschnitt des Bereichs 14, welcher der, dem Hohlschaft 2 abgewandten Außenseite des Befestigungsringes 10 zugewandt ist, ist ein Klemmkörper 21 vorgesehen, der mittels eines Betätigungsgriffs 18, der an dem von dem Hohlschaft 2 abgewandten Ende des Bereichs 14 des Halteelements 12 angeordnet ist, so gegen die Außenseite des Befestigungsrings 10 bewegt werden kann, dass der Adapter 12 an dem Befestigungsring 10 fest verklemmt wird. Auf diese Weise kann der Adapter 12 an jeder Stelle des Befestigungsrings 10 befestigt werden. Dabei ermöglicht der in die Ringnut 19 eingreifende Vorsprung 17 zum einen eine sichere Festlegung des Adapters 12 an dem Befestigungsring 10, zum anderen ermöglicht diese Anordnung ein einfaches Umpositionieren des Adapters 12 an dem Befestigungsring 10. Hierbei muss der Klemmkörper 21 lediglich leicht gelöst werden. Der dann noch in die Ringnut 19 eingreifende Vorsprung 17 blockiert durch das Hintergreifen des Befestigungsrings 10 sowohl eine von dem Hohlschaft 2 radial nach außen gerichtete Bewegung als auch jegliche Bewegung in Richtung der Längsachse A des Hohlschaftes 2. Auf diese Weise ist der Adapter 12 entlang des Befestigungsrings 10 bewegbar, kann sich aber nicht von dem Befestigungsring 10 lösen.

Zusätzlich zu dem Adapter 12 ist an dem Befestigungsring 10 eine Halteeinrichtung 20 befestigt. Die Halteeinrichtung 20 bildet ein Halteelement zum Befestigen und Halten eines Hilfsinstrumentes 26 an der Halteschiene 8. Diese Halteeinrichtung 20 besteht aus einer Klemmvorrichtung 22 als Befestigungsmittel zum Befestigen der Halteeinrichtung 20an dem Befestigungsring 10 und einem mit der Klemmvorrichtung 22 verbundenen Halteelement 24 als Haltemittel zum Halten eines Hilfsinstrumentes 26 in dem Hohlschaft 2. Die Klemmvorrichtung 22 und das Halteelement 24 sind in Richtung der Längsachse A des Hohlschaftes 2 voneinander beabstandet. Die Längsachsen der Klemmvorrichtung 22 und des Halteelements 24 erstrecken sich radial zu dem Hohlschaft 2. Ein Verbindungssteg 28 verbindet dabei die Klemmvorrichtung 22 und das Halteelement 24.

Die Klemmvorrichtung 22 ist wie der Bereich 14 des Adapters 12 aufgebaut. Wie letzterer weist die Klemmvorrichtung 22 im Bereich ihres freien Endes einen Aufnahmeraum auf, dessen Weite in Richtung der Längsausdehnung der Klemmvorrichtung 22 veränderbar ist. Der Aufnahmeraum teilt die Klemmvorrichtung 22 in einen ersten Bereich 15, der beim Befestigen der Klemmvorrichtung 22 den Befestigungsring 10 hintergreift und einen der Außenseite des Befestigungsrings 10 zugewandten zweiten Bereich, in welchem ein Klemmkörper 23 geführt ist. Wie besonders deutlich in der in 2 dargestellten Ausschnittsvergrößerung X zu sehen ist, weist das freie Ende des Bereichs 15 der Klemmvorrichtung 22 wie der Abschnitt 13 an dem Adapter 12 einen Vorsprung 17 auf, welcher in Richtung des Befestigungsrings 10 gerichtet ist und welcher beim Befestigen der Klemmvorrichtung 22 an dem Befestigungsring 10 in die Ringnut 19 eingreift und so den Befestigungsring 10 in axialer Richtung hintergreift.

Zum Betätigen des Klemmkörpers 23 der Klemmvorrichtung 22 ist an deren freien Ende ein Betätigungsgriff 30 vorgesehen, mit dem der Klemmkörper 23 zum Befestigen der Klemmvorrichtung 22 an dem Befestigungsring 10 auf diesen zu bewegt und an diesem verklemmt werden kann. Mittels der Klemmvorrichtung 22 kann die Halteeinrichtung 20 an jeder Umfangsposition des Befestigungsringes 10 befestigt werden. Auch hier stellt der in die Ringnut 19 eingreifende Vorsprung 17 in der oben beschriebenen Weise eine sichere Festlegung der Klemmvorrichtung 22 an dem Befestigungsring 10 sicher und ermöglicht das einfache Umpositionieren der Klemmvorrichtung 22 und damit der Halteeinrichtung 20 an dem Befestigungsring 10. Bei leichtem Lösen des Klemmkörpers 23 der Klemmvorrichtung 22 greift der Vorsprung 17 dann noch in die Ringnut 19 ein, so dass die Halteeinrichtung 20 entlang des Befestigungsrings 10 bewegbar ist, sich aber nicht von dem Befestigungsring 10 lösen kann.

Ist die Klemmvorrichtung an der Halteschiene 8 befestigt, erstreckt sich der Verbindungssteg 28 parallel zu dem Hohlschaft 2 in Richtung dessen proximalen Endes. Das Halteelement 24 ist dann proximal beabstandet von dem proximalen Ende des Hohlschaftes 2 angeordnet, wobei sich eine Instrumentenaufnahme zum Befestigen eines Hilfsinstrumentes 26 direkt über dem stirnseitig offenen Innenlumen des Hohlschaftes 2 befindet.

Der Grundkörper des Halteelements 24 ist als eine Hülse 32 ausgebildet. In der Hülse 32 ist ein über einen Schraubmechanismus in Richtung der Längsausdehnung der Hülse 32, d.h. normal zur Längsachse A des Hohlschaftes 2, bewegbarer Klemmkörper 35 geführt. Die Klemmvorrichtung 34 bildet einen dem proximalseitig der Öffnung des Hohlschaftes angeordneten Ende der Hülse 32 gegenüberliegenden Anschlag. Zusammen begrenzen das freie Ende der Hülse 32 und der Anschlag der Klemmvorrichtung 34 einen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Schaftes eines Hilfsinstruments 26, wobei sich die Längsachse des Aufnahmeraums parallel zu der Längsachse A des Hohlschaftes 2 erstreckt.

Der Schraubmechanismus, mit dem der Klemmkörper 35 bewegbar ist, weist den gleichen Aufbau auf, wie die Schraubmechanismen, mit denen der Klemmkörper 21 des Halteelements 12 sowie der Klemmkörper 23 der Klemmvorrichtung 22 bewegbar sind. An dem von dem Aufnahmeraum abgewandten Ende der Hülse 32 ist ein Außengewinde 58 vorgesehen. Auf diesem Außengewinde 58 ist ein hohl ausgebildeter Betätigungsgriff 36 über ein Innengewinde 60 aufgeschraubt. Das dann dem Aufnahmeraum der Klemmvorrichtung 34 zugewandte Ende des Betätigungsgriffs 36 weist eine Innenerweiterung 62 mit einem darin angeordneten Innengewinde 64 auf. In das Innengewinde 64 ist eine Schraubhülse 66 eingeschraubt. Die Länge der Schraubhülse 66 ist kürzer als die axiale Länge der Innenerweiterung 62, so dass zwischen dem inneren Ende der Innenerweiterung 62 und der Schraubhülse 66 eine Ringnut 63 gebildet wird. In die Ringnut 63 greift ein Stift 68 ein, welcher radial durch den Klemmkörper 35 geführt ist und dabei zwei sich in Längsrichtung der Hülse 32 erstreckende und zueinander diametral angeordnete Führungsnuten 70 durchgreift.

Durch Betätigen bzw. Drehen des Betätigungsgriffs 36 wird der Klemmkörper 35 über den in die Ringnut 63 eingreifenden und in den beiden Führungsnuten 70 geführten Stift 68 in axialer Richtung verschoben und entsprechend der Klemmkörper 35 auf die Anschlagfläche der Klemmvorrichtung 34 zu bewegt oder von dieser weg bewegt. Hierdurch wird der Aufnahmeraum zum Aufnehmen eines Hilfsinstruments 26 entweder vergrößert oder verkleinert. Dies ermöglicht die Klemmung des Hilfsinstrumentes 26, dessen Außendurchmesser und Querschnittsform in einem gewissen Bereich variieren kann. Um Hilfsinstrumente 26 mit unterschiedlichen Außenabmessungen und Außenformen in dem Aufnahmeraum des Halteelements 24 besser fixieren zu können, sind, wie in 3 zu erkennen ist, sowohl das freie Ende der Hülse 32 als auch die Anschlagfläche der Klemmvorrichtung 34 jeweils durch zwei zueinander abgewinkelte Flächen gebildet, welche so angeordnet sind, dass sie an einem in dem Aufnahmeraum befindlichen Hilfsinstrument 26 tangential zur Anlage kommen. Im angebauten Zustand der Halteeinrichtung 20 fluchtet das proximalseitig des Hohlschaftes 2 angeordnete freie Ende der Hülse 32 des Halteelements 24 mit der Innenwandung des Hohlschaftes 2 in dessen zylindrischem Bereich. Diese Anordnung stellt sicher, dass ein an dem Halteelement 24 befestigtes Hilfsinstrument 26 auch an der Innenwandung des Hohlschaftes 2 anliegt.

4 zeigt ein endoskopisches Instrument mit einem in Richtung seiner Längsausdehnung zweigeteilten Hohlschaft 2' mit einem ersten Schaftteil 38 und mit einem zweiten Schaftteil 40. Im Gegensatz zu dem in 1 dargestellten Hohlschaft 2 ist der Hohlschaft 2' bei zusammengefügten Schaftteilen 38 und 40 konisch ausgebildet und verjüngt sich in Richtung seines distalen Endes. Dabei weist er einen ovalen Außen- und Innenquerschnitt auf.

An den zwei Schaftteilen 38 und 40 des Hohlschaftes 2' ist eine geteilte Halteschiene 8' mit einem geteilten Befestigungsring 10' angeordnet, wobei sich die Ringsegmente des Befestigungsrings 10' beabstandet von den Außenwandungen der Schaftteile 38 und 40 des Hohlschaftes 2' und parallel zu diesen Außenwandungen über deren gesamten Außenumfang erstrecken.

An den Abschnitten der Halteschiene 8' der beiden Schaftteile 38 und 40 des Hohlschaftes 2' ist jeweils eine Halteeinrichtung 20 zum Befestigen eines Hilfsinstruments 26 in dem Hohlschaft 2' des endoskopischen Instrumentes befestigt. Die Halteeinrichtungen 20 sind identisch mit der in 1 dargestellten Halteeinrichtung 20, daher wird an dieser Stelle nicht weiter auf diese Halteeinrichtungen 20 eingegangen.

Direkt distalseitig der Halteschienen 8' ist eine Versteileinrichtung 42 zum Spreizen des Hohlschaftes 2' angeordnet. Die Verstelleinrichtung 42 weist einen Verstellbügel 44 auf. Der Verstellbügel 44 ist U-förmig ausgebildet. Die freie Öffnung des Verstellbügels 44 wird von einem Bügelschloss 50 verschlossen. Dabei verbindet das gerade ausgebildete Bügelschloss 50 die freien Enden des Verstellbügels 44. Zusammen umschließen der Verstellbügel 44 und das Bügelschloss 50 einen Innenraum, in welchem die Schaftteile 38 und 40 des Hohlschaftes 2' geführt sind.

Das Schaftteil 38 ist an dem Verstellbügel 44 befestigt und liegt mit seiner Mantelfläche an der Innenseite des Verstellbügels 44 in dessen gekrümmten Bereich an. Durch das Bügelschloss 50 ist ein Schraubmechanismus geführt, welcher mit dem Schaftteil 40 wirkungsverbunden ist. Mittels eines Betätigungsgriffes 52, welcher an der von dem Verstellbügel 44 entgegengesetzten Seite des Bügelschlosses 50 angeordnet ist, kann das Schaftteil 40 so in Richtung des Schaftteils 38 bewegt werden, dass die Schaftteile 38 und 40 einen geschlossenen Hohlschaft 2' bilden. Wird das Schaftteil 38 in umgekehrter Richtung bewegt, werden die Schaftteile 38 und 40 voneinander weg bewegt und es entsteht zwischen den Schaftteilen 38 und 40 ein Spalt 54. Der von dem Hohlschaft 2' gebildete Arbeitskanal weist dann seinen größten Querschnitt auf. In dieser Stellung kann auch ein wie anhand von 1 beschriebener Adapter 12', der zum Befestigen des endoskopischen Instruments an einem nicht dargestellten Haltearmadapter eines Haltearmsystems dient, an dem Verstellbügel 44 verklemmt werden.

5 zeigt ein Hilfsinstrument 26 mit einer besonders vorteilhaften Schaftausbildung zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen endoskopischen Instrument. Der Schaft 56 dieses Hilfsinstruments 26 weist einen achteckigen Querschnitt auf. Die eckig ausgebildete Mantelfläche des Schaftes 56 ermöglicht ein besonders sicheres Festlegen des Schaftes 56 in dem Halteelement 24, da sie ein Verdrehen des Schaftes 56 um seine Längsachse verhindert.

2, 2'
Hohlschaft
8, 8'
Halteschiene
10, 10'
Befestigungsring
12, 12'
Adapter
13
Abschnitt
14
Bereich
15
Bereich
16
Bereich
17
Vorsprung
18
Betätigungsgriff
19
Ringnut
20
Halteeinrichtung
21
Klemmkörper
22
Klemmvorrichtung
23
Klemmkörper
24
Halteelement
26
Hilfsinstrument
28
Verbindungssteg
30
Betätigungsschraube
32
Hülse
34
Klemmvorrichtung
35
Klemmkörper
36
Betätigungsgriff
38
Schaftteil
40
Schaftteil
42
Verstelleinrichtung
44
Verstellbügel
50
Bügelschloss
52
Betätigungsgriff
54
Spalt
56
Schaft
58
Außengewinde
60
Innengewinde
62
Innenerweiterung
64
Innengewinde
66
Schraubhülse
68
Stift
70
Führungsnut
A
Längsachse
X
Ausschnittsvergrößerung


Anspruch[de]
Endoskopisches Instrument mit einem Hohlschaft (2, 2'), welcher in der Nähe seines proximalen Endes an seiner äußeren Mantelfläche mindestens eine Befestigungsaufnahme (8, 8') zum lösbaren Befestigen eines durch den Hohlschaft (2, 2') geführten Hilfsinstruments (26) aufweist. Endoskopisches Instrument nach Anspruch 1, wobei die Befestigungsaufnahme (8, 8') als Halteschiene (8, 8') ausgebildet ist, welche von dem proximalen Ende des Hohlschafts (2, 2') beabstandet angeordnet ist. Endoskopisches Instrument nach Anspruch 2, wobei die Halteschiene (8, 8') ringförmig ausgebildet ist und sich um den gesamten Außenumfang des Hohlschafts (2, 2') erstreckt. Endoskopisches Instrument nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die Halteschiene (8, 8') eine Befestigungswandung (10, 10') aufweist, welche von der Mantelfläche des Hohlschafts (2, 2' ) beabstandet ist. Endoskopisches Instrument nach Anspruch 4, wobei sich die Befestigungswandung (10, 10') in Richtung der Längsachse (A) des Hohlschafts (2, 2') und vorzugsweise parallel zu dessen Mantelfläche erstreckt. Endoskopisches Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Instrument mindestens ein Halteelement (20) zum Befestigen und Halten eines Hilfsinstruments (26) an der Befestigungsaufnahme (8, 8') aufweist. Endoskopisches Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteelement (20) das proximale Ende des Hohlschafts (2, 2') umgreift. Endoskopisches Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteelement (20) Befestigungsmittel (22) zum lösbaren Befestigen des Halteelements (20) an der Befestigungsaufnahme (8, 8') aufweist. Endoskopisches Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteelement Haltemittel (34) zum lösbaren Befestigen des Hilfsinstruments (26) aufweist. Endoskopisches Instrument nach Anspruche 9, wobei die Haltemittel (34) zum Befestigen von Hilfsinstrumenten (26) mit unterschiedlichen Durchmessern und Querschnitten ausgebildet sind. Endoskopisches Instrument nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Haltemittel (34) eine mit dem Innenumfang des Hohlschafts (2, 2') fluchtende Anlagefläche aufweisen. Endoskopisches Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Hohlschaft (2') in Längsrichtung geteilt ausgebildet ist. Endoskopisches Instrument nach Anspruch 12, wobei der Hohlschaft (2, 2') mindestens zwei Schaftteile (38, 40) aufweist, welche normal zur Längsachse des Hohlschafts (2') auseinander bewegbar sind. Endoskopisches Instrument nach Anspruch 13, wobei eine Verstellvorrichtung (42) zum Bewegen der Schaftteile (38, 40) des Hohlschafts (2') vorgesehen ist.






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