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Dokumentenidentifikation DE202006015595U1 11.01.2007
Titel In Modulbauweise aufgebauter Strebkompaktverteiler
Anmelder RAG AG, 45128 Essen, DE
Vertreter Becker und Kollegen, 40878 Ratingen
DE-Aktenzeichen 202006015595
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.01.2007
Registration date 07.12.2006
Application date from patent application 11.10.2006
IPC-Hauptklasse E21D 23/16(2006.01)A, F, I, 20061011, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verteilstation zum Anschluss von in Strebbetrieben des untertägigen Bergbaus eingesetztem hydraulischen Schreitausbau an durch den Streb verlaufenden Versorgungsleitungen für Hydraulikflüssigkeit und Wasser, wobei die Verteilstation eine Hochdruckbohrung mit einem über ein Filterelement geführten und an den Schreitausbau angeschlossenen Ausgang und eine Rücklaufbohrung aufweist, die über eine vorgeschaltete Absperreinheit an den Schreitausbau angeschlossen ist, sowie wenigstens eine Wasserleitung mit einem zu einer Zapfleitung führenden Anschluss umfasst.

Eine derartige Verteilstation ist durch Benutzung im Rahmen des untertägigen Steinkohlenbergbaus bekannt. Diese Verteilstation dient der Versorgung der einzelnen an die zentralen Strebversorgungsleitungen für Hydraulikflüssigkeit und Wasser angeschlossenen Schreitausbaueinheiten. Die Strebversorgungsleitungen umfassen eine an ein Pumpenaggregat angeschlossene Hochdruckleitung für die Hydraulikflüssigkeit sowie eine entsprechende Niederdruck-Rücklaufleitung, sowie mindestens eine Wasserleitung. Zur Ausbildung entsprechender Anschlüsse der Schreitausbaueinheiten an die Strebversorgungsleitungen sind die genannten Verteilstationen vorgesehen, die zu diesem Zweck eine Hochdruckbohrung zur Durchleitung der Hydraulikflüssigkeit zu den Schreitausbaueinheiten, eine Rücklaufbohrung sowie wenigstens eine Bohrung für durchzuleitendes Wasser aufweisen. Da ferner die an die angeschlossenen Schreitausbaueinheiten zuzuführende Hochdruckflüssigkeit über einen Filter geführt werden muss, um eventuelle Verunreinigungen auszuhalten, ist in der Verteilstation zwischen der Hochdruckbohrung und dem zum Schreitausbau führenden Ausgang ein Filter zwischengeschaltet. Der Rücklauf vom Schreitausbau zu der Verteilstation ist über eine vorgeschaltete Absperreinheit geführt. Weiterhin umfasst eine Verteilstation der bekannten Art auch Absperrorgane für die Sperrung der einzelnen Abgänge von der Hochdruckbohrung wie auch der Abgänge von der Bohrung zur Durchleitung von Wasser.

Die im Einsatz stehenden bekannten Verteilstationen bestehen aus einem einteiligen, mit den entsprechenden Bohrungen versehenen Block, wobei zwischen den Bohrungen und den entsprechenden Anschlüssen für die zu den Schreitausbaueinheiten führenden Verbindungsschläuchen auch der Filter für die Hydraulikflüssigkeit sowie die Absperreinheit für den Rücklauf fest eingebaut sind. Insoweit ist mit der bekannten Verteilstation der Nachteil verbunden, dass bei auftretenden Schäden insbesondere an Filter und Absperreinheit die komplette Verteilstation erneuert werden muss. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Querschnitt für die Bohrung zur Hindurchleitung von Wasser in dem einteiligen Block ebenfalls fest vorgegeben ist, wohingegen es in Abhängigkeit von dem jeweiligen Einsatzfall auch wünschenswert sein kann, für die Wasserversorgung im Streb auch mehrere, unterschiedliche Leitungsquerschnitte zu wählen beziehungsweise zur Verfügung zu stellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verteilstation der gattungsgemäßen Art so auszubilden, dass die vorgenannten Nachteile beseitigt sind.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Schutzansprüche, welche dieser Beschreibung nachgestellt sind.

Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass die Verteilstation modular mit unterschiedlichen, miteinander lösbar zu verbindenden Modulen aufgebaut ist und ein Hauptmodul mit der Hochdruckbohrung und der Rücklaufbohrung umfasst, weiterhin ein an dem Hauptmodul anbringbares Filtermodul mit einem Leitungsanschluss an die Hochdruckbohrung und einem an den Schreitausbau anzuschließenden Ausgang, weiterhin ein an dem Hauptmodul anbringbares Absperrmodul für den Rücklauf mit dem an den Schreitausbau anzuschließenden Eingang und einem Leitungsanschluss an die Rücklaufbohrung des Hauptmoduls und weiterhin wenigstens ein an dem Hauptmodul anbringbares Wasserleitungsmodul mit einer Bohrung für die Durchleitung von Wasser.

Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass die für auftretende Schäden anfälligeren Komponenten Filter und Rücklaufabsperreinheit nun Bestandteile eigenständiger Modulbauteile sind, die mit dem weiterhin als einteiliger Block ausgeführten Hauptmodul verbunden werden können. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass bei auftretenden Schäden die schadhaften Komponenten einzeln ausgewechselt werden können und nicht mehr die gesamte Verteilstation zu ersetzen ist. Da bei der technischen Auslegung der Einzelmodule auf die Bauverhältnisse in dem im Stand der Technik vorgegebenen einteiligen Hauptblock keine Rücksicht mehr genommen werden muss, können die einzelnen Funktionsmodule funktionsgerecht ausgelegt werden, was in vorteilhafter Weise zu einer kleineren Baugröße führt, so dass die erfindungsgemäße Verteilstation insgesamt mit geringeren Abmessungen auszulegen ist als im Stand der Technik. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass wegen der getrennten Ausführung eines Wasserleitungsmoduls es nun auch möglich ist, entweder einzelne Wasserleitungsmodule mit unterschiedlichen Querschnitten vorzusehen und je nach Anwendungsfall das Wasserleitungsmodul mit dem passenden Querschnitt an die entsprechende Verteilstation anzuflanschen, oder aber es ist auch möglich, zwei oder sogar mehr Wasserleitungsmodule an dem Hauptmodul anzubringen und auf diese Weise flexibel auf entsprechende Bedarfsanforderungen bei modernen Strebausrüstungen zu reagieren.

Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Hauptmodul ein die Hochdruckbohrung durchsetzendes Absperrorgan für den zum Leitungsanschluss des Filtermoduls führenden Abgang eingesetzt und lösbar mit dem Hauptmodul verbunden ist; demzufolge sind auch die in das Hauptmodul eingesetzten Absperrorgane beim Auftreten von Beschädigungen auswechselbar.

Entsprechendes gilt auch für die in den Wasserleitungsmodulen eingesetzten Absperrorgane, soweit vorgesehen ist, dass in dem Wasserleitungsmodul ein dessen Bohrung durchsetzendes Absperrorgan für einen zur Zapfleitung führenden Anschluss eingesetzt und lösbar mit dem Hauptmodul verbunden ist.

Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zwei Wasserleitungsmodule mit dem Hauptmodul verbunden sind.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist. Es zeigen:

1 eine aus einzelnen Funktionsmodulen aufgebaute Verteilstation in einer perspektivischen Vorderansicht,

2 die Verteilstation gemäß 1 in einer Rückansicht,

3 ein Hauptmodul in einer Einzeldarstellung,

4 das Hauptmodul gemäß 3 in einer Schnittansicht,

5 ein Filtermodul in einer Einzeldarstellung,

6 das Filtermodul gemäß 5 in einer Schnittansicht,

7 ein Wasserleitungsmodul in einer Einzeldarstellung,

8 das Wasserleitungsmodul gemäß 7 in einer Schnittansicht.

Die aus 1 und 2 ersichtliche Verteilstation 10 besteht bei einem modularen Aufbau aus mehreren, miteinander verbundenen, vorzugsweise verschraubten Funktionsmodulen, wie einem Hauptmodul 11, einem Filtermodul 12, einem Absperrmodul 13 und einem Wasserleitungsmodul 14. Das Hauptmodul ist als einteiliger Block ausgeführt und mit einer Hochdruckbohrung 15 sowie mit einer Rücklaufbohrung 16 versehen. Das Filtermodul 12 ist seitlich an das Hauptmodul 11 angeflanscht und weist einen Ausgang 17 auf, an welchem ein zum Schreitausbau führender Verbindungsschlauch angebracht werden kann. Das Filtermodul 12 befindet sich neben der Hochdruckbohrung 15 und ist über eine innere Verbindung mit dieser verbunden. Entsprechend ist in der Ebene der Rücklaufbohrung 16 das Absperrmodul 13 für den Rücklauf angeordnet, welches einen Eingang 18 für eine vom Schreitausbau kommende Schlauchleitung aufweist. An der Unterseite des Hauptmoduls 11 mit Filtermodul 12 und Absperrmodul 13 ist ein Wasserleitungsmodul 14 angeordnet, welches eine Bohrung 19 zur Durchleitung des Wassers sowie einen Anschluss 20 für eine entsprechende Zapfleitung aufweist.

Aus 2 ist ersichtlich, dass in dem Hauptmodul 11 lösbar und damit auswechselbar ein Absperrorgan 21 für die Hochdruckbohrung 15 eingesetzt ist. In gleicher Weise weist auch das Wasserleitungsmodul 14 ein Absperrorgan 27 auf.

Wie sich aus den 2 und 3 ergibt, ist in dem Hauptmodul 11 in der Ebene der Hochdruckbohrung 15 ein Abgang 22 ausgebildet, der über einen Anschlussraum 24 mit der Hochdruckbohrung 15 verbunden ist, und an den außen das Filtermodul 12 ansetzbar ist. Das Absperrorgan 21 durchsetzt die Hochdruckbohrung 15 und weist einen Sperrschieber 23 auf, mit welchem der Abgang 22 geöffnet oder geschlossen werden kann.

Wie sich aus den 3 und 4 ergibt, weist das Filtermodul 12 einen Eingang 26 auf, mit welchem das Filtermodul 12 gegen das Hauptmodul 11 ansetzbar ist, wobei der Eingang 26 mit dem Abgang 22 des Hauptmoduls 11 fluchtet. In das Filtermodul 12 ist eine Filterpatrone 25 lösbar eingesetzt, durch die die Hydraulikflüssigkeit zum Ausgang 17 strömt.

Entsprechend ist auch das aus 7 und 8 ersichtliche Wasserleitungsmodul 14 aufgebaut, dessen Bohrung 19 von dem Absperrorgan 27 durchsetzt ist, dessen Sperrschieber 29 einen in dem Wasserleitungsmodul 14 ausgebildeten Anschlusskanal 28 öffnet oder schließt. Der Anschlusskanal 28 führt zu dem Anschluss 20 für eine vorzusehende Zapfleitung.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Schutzansprüchen, und den Zeichnungen offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


Anspruch[de]
Verteilstation zum Anschluss von in Strebbetrieben des untertägigen Bergbaus eingesetztem hydraulischen Schreitausbau an durch den Streb verlaufenden Versorgungsleitungen für Hydraulikflüssigkeit und Wasser, wobei die Verteilstation eine Hochdruckbohrung mit einem über ein Filterelement geführten und an den Schreitausbau angeschlossenen Ausgang und eine Rücklaufbohrung aufweist, die über eine vorgeschaltete Absperreinheit an den Schreitausbau angeschlossen ist, sowie wenigstens eine Wasserleitung mit einem zu einer Zapfleitung führenden Anschluss umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilstation (10) modular mit unterschiedlichen, miteinander lösbar zu verbindenden Modulen (11, 12, 13, 14) aufgebaut ist und ein Hauptmodul (11) mit der Hochdruckbohrung (15) und der Rücklaufbohrung (16) umfasst, weiterhin ein an dem Hauptmodul (11) anbringbares Filtermodul (12) mit einem Leitungsanschluss (26) an die Hochdruckbohrung (15) und einem an den Schreitausbau anzuschließenden Ausgang (17), weiterhin ein an dem Hauptmodul (11) anbringbares Absperrmodul (13) für den Rücklauf mit dem an den Schreitausbau anzuschließenden Eingang (18) und einem Leitungsanschluss an die Rücklaufbohrung (16) des Hauptmoduls (11) und weiterhin wenigstens ein an dem Hauptmodul (11) anbringbares Wasserleitungsmodul (14) mit einer Bohrung (19) für die Durchleitung von Wasser. Verteilstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hauptmodul (11) ein die Hochdruckbohrung (15) durchsetzendes Absperrorgan (21) für den zum Leitungsanschluss (26) des Filtermoduls (12) führenden Abgang eingesetzt und lösbar mit dem Hauptmodul (11) verbunden ist. Verteilstation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wasserleitungsmodul (14) ein dessen Bohrung (19) durchsetzendes Absperrorgan (27) für einen zur Zapfleitung führenden Anschluss (20) eingesetzt und lösbar mit dem Hauptmodul (11) verbunden ist. Verteilstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wasserleitungsmodule (14) mit dem Hauptmodul (11) verbunden sind.






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