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Dokumentenidentifikation DE202006015663U1 11.01.2007
Titel Wärmedämmplatte und Verbund aus mindestens zwei solcher Wärmedämmplatten
Anmelder Gonon Isolation AG (SA), Schleitheim, CH
Vertreter Jackisch-Kohl und Kollegen, 70469 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202006015663
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.01.2007
Registration date 07.12.2006
Application date from patent application 06.10.2006
IPC-Hauptklasse E04B 1/80(2006.01)A, F, I, 20061006, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie einen Verbund aus mindestens zwei solcher Wärmedämmplatten nach dem Oberbegriff des Anspruches 9.

Es ist bekannt, Wärmedämmplatten als Fassadenplatten zur Wärme- und/oder Schalldämmung für Außenfassaden einzusetzen. Die Wärmedämmplatten werden stoßend aneinandergesetzt. Auf die Wärmedämmplatten wird ein Verputz aufgebracht. Damit der Stoßbereich zwischen benachbarten Wärmedämmplatten stets geschlossen bleibt, ist es bekannt, benachbart zum Randbereich in die Wärmedämmplatten Nuten einzubringen. Dadurch werden elastisch verformbare Randzonen gebildet, die mittels Druckstücken gegen die jeweils benachbarte Wärmedämmplatte gedrückt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Wärmedämmplatte und den gattungsgemäßen Verbund so auszubilden, daß in einfacher Weise die Fugen zwischen benachbarten Wärmedämmplatten auch bei größeren Beanspruchungen geschlossen bleiben.

Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Wärmedämmplatte erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalendes Anspruches 1 und beim gattungsgemäßen Verbund erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 9 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Wärmedämmplatte ist wenigstens an einer Seitenwand die Vertiefung vorgesehen, die sich über mehr als die halbe Länge dieser Seitenwand erstreckt und zur Außenseite der Wärmedämmplatte offen ist. Dadurch kann bei montierter Wärmedämmplatte ein Druckstück problemlos eingesetzt werden. Da sich die Vertiefung an der Seitenwand der Wärmedämmplatte befindet, werden bruchempfindliche Randzonen an der Wärmedämmplatte vermieden. Wenn wenigstens zwei Wärmedämmplatten stoßend zum Verbund aneinandergesetzt werden, wird zwischen ihnen der Aufnahmeraum für das Druckstück gebildet. Es wird mittels eines Klebemittels im Aufnahmeraum gehalten. Die Klebeverbindung ist hierbei so ausgebildet, daß ihre Zugfestigkeit höher ist als die Zugfestigkeit der Wärmedämmplatten. Dadurch wird selbst bei erhöhter Zugbeanspruchung in der Wärmedämmplattenebene gewährleistet, daß die Stoßfuge zwischen den benachbarten Wärmedämmplatten geschlossen bleibt. Dadurch wird auch verhindert, daß in dem auf die Wärmedämmplatten aufgebrachten Verputz im Stoßbereich benachbarter Wärmedämmplatten Risse gebildet werden.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung wird anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen

1 einen Schnitt durch an einer Wand befestigte erfindungsgemäße Wärmedammplatten mit Druckstücken,

2 eine Ansicht auf die an der Wand befestigten Wärmedämmplatten,

3 bis 8 jeweils in Darstellungen gemäß den 1 und 2 weitere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Wärmedämmplatten mit Druckstücken.

Die Wärmedämmplatten dienen als Fassadenplatten, die als Wärmedämmung/Schalldämmung für eine Außenfassade verwendet werden und auf die ein Grundputz und ein Deckputz aufgebracht werden können. Die Fassadenplatten werden stoßend in Reihe hinter- und übereinander an der Gebäudeaußenseite verlegt.

Die Wärmedämmplatte 1 gemäß den 1 und 2 hat rechteckigen Umriß und besteht aus geschäumten Kunststoff, insbesondere aus EPS (expandierbares Polystyrol). Die Wärmedämmplatten 1 werden mittels eines Klebemittels 2 an einer Wand 3 befestigt. Die Wand kann eine Gebäudefassade, eine Mauer oder dergleichen sein.

Das Klebemittel 2 ist nicht vollflächig auf der Rückseite der Wärmedämmplatte 1 aufgetragen. Im Stoßbereich 4 aneinanderstoßender Wärmedämmplatten 1 ist das Klebemittel 2 so vorgesehen, daß es diesen Stoßbereich überdeckt. Dadurch sind die Wärmedämmplatten 1 in diesem kritischen Bereich sicher mit der Wand 3 verbunden. Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel kann das Klebemittel 2 auch vollflächig aufgetragen werden.

Die Wärmedämmplatte 1 hat zueinander parallele Längsseiten 5, 6 und zueinander parallele Schmalseiten 7, 8. Die Längs- und die Schmalseiten 5 bis 8 sind über einen Teil ihrer Höhe mit einer Vertiefung 9, 10 versehen. Sie erstreckt sich im Ausführungsbeispiel etwa über die halbe Dicke der Wärmedämmplatte 1. Selbstverständlich kann die Höhe der Vertiefungen 9, 10 auch größer oder kleiner als die halbe Wärmedämmplattendicke sein. Die Vertiefungen 9, 10 sind gleich ausgebildet und haben jeweils einen ebenen Boden 11, 11', der rechtwinklig an die jeweilige Außenseite der Wärmedämmplatte 1 anschließt. Der Boden 11, 11' geht in eine Seitenwand 12, 12' der Vertiefung 9, 10 über. Sie schließt stumpfwinklig an den Boden 11, 11' an und ist eben ausgebildet. Die Seitenwand 12, 12' erstreckt sich bis zur Außenseite 13 der Wärmedämmplatte 1. Die Vertiefungen 9, 10 erstrecken sich über die gesamte Länge der Längs- und der Schmalseiten 5 bis 8.

Liegen die Wärmedämmplatten 1 stoßend aneinander (1), bilden die Vertiefungen 9, 10 benachbarter Wärmedämmplatten 1 jeweils eine Nut 14, die sich in Richtung auf den Boden 11, 11' der Vertiefungen 9, 10 stetig verjüngt. In die Nuten 14 der aneinander liegenden Wärmedämmplatten 1 werden als Keile ausgebildete Druckstücke 15 eingesetzt, die im Querschnitt an die Querschnittsform der Nuten 14 angepaßt sind. Die Druckstücke 15 gemäß den 1 und 2 haben eine ebene Unterseite 16, eine zu ihr parallele ebene Oberseite 17 und Seitenwände 18, 19, die ebenfalls eben sind und die Unter- und die Oberseite 16, 17 miteinander verbinden. Die Seitenwände 18, 19 konvergieren von der Oberseite 17 aus. Auf der Unterseite 16 und auf den Seitenwänden 18, 19 der Druckstücke 15 befindet sich ein Klebemittel 20. Es wird durch einen schnell aktivierbaren und schnell aushärtenden Dispersionskleber gebildet. Das Klebemittel 20 wird aus Kosten- und Handlingsgründen vorteilhaft bereits im Werk aufgebracht. Durch Eintauchen beispielsweise in einen mit Wasser gefüllten Behälter wird das Klebemittel 20 aktiviert. Das Druckstück 16 läßt sich dann leicht in die Nut 14 einpressen. Nach dem Austrocknen bzw. Verdunsten des Wassers wird die Klebkraft voll wirksam. Das Klebemittel 20 führt zu einer zugfesten Verbindung zwischen ihm und den angrenzenden Wärmedämmplatten 1. Das Klebemittel wird so ausgewählt, daß die Zugfestigkeit der Klebeverbindung zwischen dem Druckstück 15 und den Wärmedämmplatten 1 höher ist als die Zugfestigkeit des Materials der Wärmedämmplatte 1. Dadurch ist sichergestellt, daß bei Zugspannungen in der Wärmedämmplatte an der Klebefläche zwischen dem Druckstück 15 und den Wärmedämmplatten 1 keine Risse gebildet werden. Selbst wenn erhöhte Zugspannungen in den Wärmedämmplatten 1 auftreten, werden sie über die Druckstücke 15 problemlos von Wärmedämmplatte zu Wärmedämmplatte weitergeleitet, ohne daß ein Riß in der Ebene der Wärmedämmung entsteht. Damit wird eine zusätzliche Zugspannungsbelastung der auf den Wärmedämmplatten 1 befindlichen Putzschicht vermieden. Aufgrund der beschriebenen Klebeverbindung bleibt der Fugenbereich zwischen den Druckstücken 15 und den Wärmedämmplatten 1 auch bei hoher Zugbeanspruchung zuverlässig geschlossen.

Die Druckstücke 15 sind etwas breiter als die Nuten 14. Dadurch kommt es beim Eindrücken des Druckstückes 15 mit dem aktivierten Klebemittel 20 in die Nut 14 zu einer leichten Verpressung des Druckstückes. Damit ist sichergestellt, daß das Druckstück 15 infolge der durch die Verpressung erzeugten seitlichen Reibkräfte nicht aus der Nut 14 fällt und eine für eine wirksame Verklebung günstige Druckkraft entsteht.

Die Druckstücke 15 sind so ausgebildet, daß ihre Oberseite 17 in der Einbaulage etwa bündig zur Außenseite 13 der Wärmedämmplatten liegt. Die Oberflächen 13 der Wärmedämmplatten 1 werden vor dem Aufbringen des Putzes immer abgeschliffen, damit Überstände an den Plattenstößen infolge nicht ganz ebener Oberflächen der Wand 3 und nicht immer gleich dickem Auftrag des Klebemittels 2 ausgeglichen werden. Durch diesen zuletzt immer notwendigen Oberflächenabschleifvorgang werden eventuell vorhandene Überstände der Druckstücke 15 abgetragen, so daß im Fugenbereich ein kontinuierlicher Übergang gewährleistet ist.

Die im Fugenbereich konzentriert auftretenden Spannungen, die thermisch oder durch Plattenschwund bedingt sein können, werden wie in der Wärmedämmplatte selbst gleichmäßig und ohne Spannungsspitzen in die Wand 3 abgeleitet. Dies gilt sowohl für Druckspannungen als auch für Zugspannungen. Insbesondere bei starken Temperaturunterschieden, beispielsweise bei Tag und Nacht oder auch bei Wetterwechsel, werden die auf die Wärmedämmplatten 1 aufgebrachten Putzschichten erheblich beansprucht. Da aufgrund der beschriebenen Ausbildung im Plattenstoßbereich 4 keine zusätzlichen Zugspannungen entstehen und dadurch eine Rißbildung und Verformungen im Fugenbereich vermieden werden, bilden sich auch in der Putzschicht auf den Wärmedämmplatten 1 im kritischen Fugenbereich keine Risse. Damit gehören typische Schadensbilder von außenseitig wärmegedämmten Kompaktfassaden, zum Beispiel sich in der Putzschicht abzeichnende Plattenränder, der Vergangenheit an.

Die Druckstücke 15 werden dann montiert, wenn die Wärmedämmplatten 1 an der Wand 3 angebracht sind. Da die Druckstücke 15 und damit auch die Nuten 14 zwischen benachbarten Wärmedämmplatten eine verhältnismäßig große Breite haben, wird mit Sicherheit vermieden, daß ein Druckstück 15 versehentlich nicht in die Nut 14 eingebracht wird. Bei den Verputzarbeiten kann die Nut 14 aufgrund ihrer relativ großen Breite nicht übersehen werden, so daß spätestens dann, wenn der Putz auf die Wärmedämmplatten 1 aufgebracht wird, ein eventuell vergessenes Druckstück 15 in die Nut 14 eingesetzt wird. Aufgrund dieser Ausbildung ist der Verleger der Wärmedämmplatten gezwungen, quasi systemimmanent alle Stöße 4 der Wärmedämmplatten 1 zu kontrollieren. Selbst wenn er einen Plattenstoß ohne Druckstück übersehen sollte, wird er spätestens beim Aufbringen des Putzes auf die Wärmedämmplatten 1 auf das fehlende Druckstück 15 stoßen.

Die Nuten 14 bzw. die diese Nuten bildenden seitlichen Vertiefungen 9, 10 der Wärmedämmplatten 1 können unterschiedlichste Gestaltungen haben. Bei der Ausführungsform nach den 3 und 4 hat das Druckstück 15 dreieckförmigen Querschnitt. Dementsprechend hat auch die Nut 14 zwischen benachbarten Wärmedämmplatten 1 im Querschnitt Dreieckform. Die Vertiefungen 9, 10 an den Längs- und den Schmalseiten 5 bis 8 der Wärmedämmplatten 1 haben nur die ebene Seitenwand 12, 12', die stumpfwinklig in die Längs- bzw. Schmalseite übergeht.

Auf den ebenen, konvergierenden Seitenwänden 18, 19 des Druckstückes 15 ist das Klebemittel 20 entsprechend der vorhergehenden Ausführungsform flächig aufgebracht. Nach Aktivieren des Klebemittels 20 wird das Druckstück 15 in die jeweilige Nut 14 eingesetzt. Das Klebemittel 20 stellt eine einwandfreie Klebeverbindung zwischen dem Druckstück 15 und den benachbarten Wärmedämmplatten 1 her. Die ebene Oberseite 17 des Druckstückes 15 liegt nach dem Oberflächenabschleifvorgang in der Einbaulage bündig mit der Außenseite 13 der Wärmedämmplatten 1. Die Zugfestigkeit der Klebeverbindung zwischen dem Druckstück 15 und den benachbarten Wärmedämmplatten 1 ist wiederum höher als die Zugfestigkeit des Wärmedämmplattenmaterials.

Die Nuten 14 erstrecken sich entsprechend der vorhergehenden Ausführungsform etwa über die halbe Wärmedämmplattendicke. Aufgrund der dreieckförmigen Querschnittsausbildung verjüngt sich die Nut 14 nach innen stetig. Dementsprechend stoßen die Seitenwände 18, 19 des Druckstückes 15 an einer Kante 21 zusammen. Wie bei der vorigen Ausführungsform ist das Druckstück 15 symmetrisch ausgebildet. Die Vertiefungen 8, 9 sind über den gesamten Umfang der Wärmedämmplatte 1 vorgesehen, wie sich aus den 2 und 4 ergibt. Die Druckstücke 15 können darum sowohl an den Längsseiten 5, 6 als auch an den Schmalseiten 7, 8 der Wärmedämmplatten 1 eingesetzt werden. Im Eckbereich zwischen den Längs- und den Schmalseiten sind die Druckstücke 15 vorteilhaft so ausgebildet, daß die in diesem Bereich rechtwinklig zueinander liegenden Druckstücke 15 flächig aneinanderliegen, so daß auch in den Eckbereichen eine geschlossene Oberseite im Fugenbereich erreicht wird.

Bei der Ausführungsform nach den 5 und 6 sind die Vertiefungen 10 nur an einer Längsseite 5 und an einer Schmalseite 7 der Wärmedämmplatte 1 vorgesehen. Die Wärmedämmplatten 1 werden darum so an der Wand 3 verlegt, daß die jeweilige Vertiefung 10 der einen Wärmedämmplatte einer Schmalseite bzw. Längsseite der benachbarten Wärmedämmplatte 1 ohne Vertiefung gegenüberliegt. Auf diese Weise werden die Nuten 14 zwischen benachbarten Wärmedämmplatten 1 durch die schräge Seitenwand 12' der Vertiefung 10 der einen Wärmedämmplatte 1 sowie durch die ebene Seitenwand der benachbarten Wärmedämmplatte 1 gebildet (5). Obwohl die Wärmedämmplatten 1 nur an zwei senkrecht aneinanderschließenden Seiten 5, 7 jeweils die Vertiefung 10 haben, werden nach dem Verlegen der Wärmedämmplatten an allen Seiten der Wärmedämmplatten Vertiefungen 14 gebildet, in die entsprechend gestaltete Druckstücke 15 eingesetzt werden können. Wie bei den vorigen Ausführungsformen werden die Wärmedämmplatten 1 der einen Reihe versetzt zu den Wärmedämmplatten 1 der benachbarten Reihe verlegt. Vorteilhaft beträgt dieser Versatz etwa die halbe Länge der Wärmedämmplatte 1. Somit ist sichergestellt, daß die Wärmedämmplatten 1 zuverlässig über die eingeklebten Druckstücke 15 miteinander verbunden werden.

Die Druckstücke 15 haben dreieckförmigen Querschnitt, sind aber im Unterschied zur vorigen Ausführungsform nicht spiegelsymmetrisch ausgebildet. Die ebene Oberseite 17 des Druckstückes 15 schließt an einem Rand rechtwinklig an die Seitenwand 18 an, während sie am gegenüberliegenden Rand spitzwinklig an die Seitenwand 19 anschließt. Die beiden ebenen Seitenwände 18, 19 laufen in der Kante 21 zusammen.

Nach dem Verlegen der Wärmedämmplatten 1 werden die Druckstücke 15 in die Nuten 14 eingesetzt. Die Seitenwände 18, 19 der Druckstücke 15 sind entsprechend den vorigen Ausführungsformen mit dem Klebemittel 20 versehen. Mit der Seitenwand 18 liegen die Druckstücke 15 an der ebenen Schmal- bzw. Längsseite der einen Wärmedämmplatten 1 an. Mit der anderen Seitenwand 19 liegen die Druckstücke 15 an den Seitenwänden 12' der Nuten 14 der anderen Wärmedämmplatten 1 an. Die Oberseite 17 der Druckstücke 15 liegt nach dem Oberflächenabschleifvorgang wiederum bündig zur Außenseite 13 der verlegten Wärmedämmplatten 1.

Im übrigen ist diese Ausführungsform gleich ausgebildet wie das Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2.

Die 7 und 8 schließlich zeigen eine Ausführungsform, bei der die Vertiefungen 10 wiederum nur an der einen Schmalseite 7 und an der einen Längsseite 5 der Wärmedämmplatten 1 vorgesehen ist. Die jeweils andere Schmalseite 8 und Längsseite 6 ist entsprechend der vorigen Ausführungsform eben ausgebildet. Die Vertiefung 10 hat den ebenen Boden 11', an den stumpfwinklig die Seitenwand 12' anschließt. Sie verbindet den Boden 11' mit der Außenseite 13 der Wärmedämmplatte 1. Der Boden 11' schließt rechtwinklig an die Schmalseite 7 bzw. die Längsseite 5 der Wärmedämmplatte 1 an.

Die Wärmedämmplatten 1 werden wiederum so verlegt, daß eine Seite der Wärmedämmplatte 1 mit Vertiefung 10 an eine Seite der benachbarten Wärmedämmplatte ohne Vertiefung anstößt. Die Nuten 14 zwischen benachbarten Wärmedämmplatten 1 werden somit durch den Boden 11' und die Seitenwand 12' der Vertiefung 10 der einen Wärmedämmplatte und die ebene Seitenwand der benachbarten Wärmedämmplatte begrenzt.

Das Druckstück 15 hat die ebene Oberseite 17, an die an einer Kante rechtwinklig die Seitenwand 18 anschließt. Sie verbindet die Oberseite 17 mit der ebenen Unterseite 16 des Druckstückes 15. Die Oberseite 17 und die Unterseite 16 sind außerdem durch die ebene Seitenwand 19 miteinander verbunden. Die Seitenwände 18, 19 konvergieren in Richtung auf die Unterseite 16. Das Druckstück liegt mit der Unterseite 16 auf dem Boden 11' der Nut 14 auf. Die Seitenwände 18, 19 des Druckstückes 15 sind über das Klebemittel 20 mit der ebenen Außenseite der Wärmedämmplatte 1 sowie der schrägen Seitenwand 12' der Nut 14 der benachbarten Wärmedämmplatte 1 fest verbunden. Wie beim vorigen Ausführungsbeispiel hat das Druckstück 15 asymmetrischen Querschnitt. Die Oberseite 17 des Druckstückes 15 liegt in der Einbaulage bündig mit der Außenseite 13 der Wärmedämmplatten 1.

Bei den beschriebenen Ausführungsformen verjüngen sich die Nuten 14 in Richtung auf die Innenseite der Wärmedämmplatten 1. Die maximale Breite der Nuten 14 im Bereich der Außenseite 13 der Wärmedämmplatten 1 ist vorteilhaft kleiner als die halbe Tiefe der Nuten 14.


Anspruch[de]
Wärmedämmplatte, insbesondere Fassadenplatte als Wärmedämmung/Schalldämmung für Außenfassaden, mit Seitenwänden und einer Außenseite, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Seitenwand (5 bis 8) wenigstens eine Vertiefung (9, 10) aufweist, die sich über mehr als die halbe Länge der Seitenwand erstreckt und zur Außenseite (13) offen ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vertiefung (9, 10) über die ganze Länge der Seitenwand (5 bis 8) erstreckt. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einander anschließenden Seitenwänden (5 bis 8) jeweils wenigstens eine Vertiefung (9, 10) vorgesehen ist. Wärmedämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (9, 10) einen Boden (11, 11') hat, der winklig, vorzugsweise rechtwinklig, an die Außenseite der Seitenwand (5 bis 8) anschließt. Wärmedämmplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (11, 11') durch eine Seitenwand (12, 12') mit der Außenseite (13) der Wärmedämmplatte (1) verbunden ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (12, 12') der Vertiefung (9, 10) stumpfwinklig an den Boden (11, 11') anschließt. Wärmedämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (9, 10) durch eine Abschrägung der Seitenwand (5 bis 8) der Wärmedämmplatte (1) gebildet ist. Wärmedämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vertiefung (9, 10) über etwa die halbe Dicke der Wärmedämmplatte (1) erstreckt. Verbund aus mindestens zwei Wärmedämmplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Wärmedämmplatten mit ihren Seitenwänden stoßend aneinander liegen und im Randbereich wenigstens ein Druckstück vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarten Platten (1) einen Aufnahmeraum (14) für das Druckstück (15) begrenzen, das im Aufnahmeraum (14) mittels einer Klebeverbindung (20) gehalten ist, deren Zugfestigkeit höher ist als die Zugfestigkeit des Materials der Wärmedämmplatten (1). Verbund nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum (14) von zwei Vertiefungen (9, 10) an den aneinander liegenden Seitenwänden (5 bis 8) der Wärmedämmplatten (1) gebildet ist. Verbund nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Aufnahmeraum (14) über die Länge der Seitenwände (5 bis 8) der aneinander liegenden Wärmedämmplatten (1) erstreckt. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (15) mit seinen Seitenwänden (18, 19) an den Seitenwänden (12, 12') des Aufnahmeraumes (14) anliegt. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (15) mit seiner Unterseite (16) am Boden (11, 11') des Aufnahmeraumes (14) anliegt. Verbund nach einem der Ansprüche 9 und 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum (14) an einer Seite durch die Seitenwand (5 bis 8) der einen Wärmedämmplatte (1) und an der anderen Seite durch die Seitenwand (12, 12') der Vertiefung (9, 10) der anderen Wärmedämmplatte (1) begrenzt ist. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Druckstück (15) über die Länge des Aufnahmeraumes (14) erstreckt. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (17) des Druckstückes (50) mit der Außenseite (13) der Wärmedämmplatten (1) bündig liegt. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (15) trapezförmigen Querschnitt hat. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (15) dreieckförmigen Querschnitt hat. Verbund nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (15) größere Querschnittsbreite als der Aufnahmeraum (14) hat.






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